Sicher haben Sie sich des öfteren schon einmal die Frage gestellt, ob ich überhaupt kochen kann. Freilich habe ich viele bekannte Talente, die mir keiner absprechen wird, als da wären die Photographie, eine grandiose Karriere im Bereich des Stummfilms, sowie ein stattliches Lebenswerk im Bereich der abstrakten Malerei von Weltrang – um nur die auffälligsten meiner Talente zu nennen. Dass ich seit unzähligen Jahren phantastische Blogeinträge verfasse, die ihresgleichen suchen (aber nicht finden!), sei nur ganz am Rande erwähnt. Zu all dem bin ich auch noch bescheiden und prahle nicht mit meinem überragenden Ausnahmekönnen.

Sicherlich, im Bereich der Liebesbeziehungen konnte ich meine Talente auch schon ausprobieren, aber noch nicht so recht zur Blüte entfalten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden! Und hier stellt sich dann sicher für den einen oder anderen auch die Frage nach meinen hausfraulichen Qualitäten.

Folgendes möchte ich dazu festhalten: ich besitze seit 1999 einen Vollwaschautomaten, den ich selbst befülle und anschalte und auch wieder ausräume. Des weiteren bringe ich regelmäßig selbst den Müll herunter. Einkaufen gehört zu meinen ersten Pflichten. Ich lüfte regelmäßig und räume auf, wenn sich Besuch ankündigt und sauge auch schon mal durch. Fenster putze ich bestimmt einmal im Jahr. Blumen werden regelmäßig gegossen, mein Heim ist immer hübsch aufgeräumt. Bügeln ist nicht mein hervorragendstes Talent, doch bin ich im Notfall dazu in der Lage. Ich bin recht geschickt darin, Wäsche so aufzuhängen, dass sie ohne unnötige Knicke und Falten trocknet.

Und nun kommen wir zum Wesentlichen: wie ist es um meine Kochkünste bestellt? Bitte sehen Sie sich einfach die Bilder an, die keinen Zweifel mehr offen lassen dürften, dass ich eine virtuose Köchin bin, die ein vorzügliches, warmes sowie schmackhaftes Gericht aus dem Ärmel zu zaubern weiß. Dass ich bei der Küchenarbeit eine schicke und praktische Schürze trage (die mit meinem Lippenstift korrespondiert), versteht sich von selbst. Beim Servieren nehme ich die Schürze natürlich wieder ab und präsentiere mich in tadelloser, sauberer Kleidung am Esstisch. Da darf es gerne auch mal etwas Schickeres sein!

Ich bedanke mich bei Frau Lydia für die Anregung in Form dieser schönen Postkarte, auch einmal eine ganz andere Seite von mir zu präsentieren. Ich hoffe, es kommt recht gut an! (Gerne würde ich mich hiermit für den Grimme-Preis vorschlagen – hat da irgendwer Kontakte?)

9 Antworten auf „02. August 2020

  1. Lydia G.
    Ihre Schürze, Frau Nielsen. Ich bin ja so neidisch!!!

    Gaga Nielsen
    Denken Sie sich nur, Frau Lydia, meine aparte Schürze ist kaputt gegangen, als ich sie zum Servieren abgenommen habe. Obwohl ich natürlich auch perfekt im Ausbessern von Nähten und Socken Stopfen bin, konnte ich hier nichts mehr machen. Nun ja, viele Jahre hat sie ihren Dienst erfüllt – Zeit für eine neue Schürze!

  2. Lydia G.
    Das sind genau die richtigen Bilder für mein Fastenbrechen. Sehr Deluxe👌
    Oder hätt ich lieber sagen sollen, delikat!

    Gaga Nielsen
    Soll ich Ihnen ein delikates Süppchen zubereiten, Frau Lydia? Nach dem Fastenbrechen fängt man meines Wissens mit leichter Kost an!

  3. iGing – 3. Aug, 22:39
    w

    g a g a – 3. Aug, 22:53
    Dann lese ich den Kommentar wohlwollend als: Kasperletheater steht mir sehr gut! Vielen Dank. Bei einem Mann hätte ich eine andere Betonung herausgehört, da ich das Vorurteil pflege, dass Männer gerne vorrangig Mutter-Qualifikationen belobigen. Nichts gegen Mütter, aber gegen Männer, die Frauen gerne in diese Schublade setzen. Und die merken es noch nicht mal, selbst dann nicht, wenn man es ihnen auf den Kopf zusagt, dann kommt als Retourkutsche: „Und? Was ist daran verkehrt?“

  4. kid37 – 4. Aug, 00:01
    Brillant! Das ist ja vom Original kaum zu unterscheiden, und dann kongenial weitergeführt. Lecker, könnte man also sagen. Den Grimme-Preis als eine Art Blogger-Michelin-Stern fände ich angemessen.

    g a g a – 4. Aug, 00:16
    Merci bien! A votre santé! (Das ist Küchen-Französisch!)

    Langsam werde ich ja auch nun etwas mutiger, gerade wenn Alkohol im Spiel ist, und bei der Gelegenheit muss ich doch auch anmerken, dass früher unter Bloggern mehr Lametta war. Kaum hatte man den geringfügigsten Bezug zu einem Nachbarblogger hergestellt, war einem schon ein würdevoller Eintrag oder eine belobigende Verlinkung sicher. Aber heute: Pustekuchen! Noch nicht einmal wurden meine Bemühungen weitergereicht! Wofür haben sich die Leute denn alle ihr Twitter und Instagram angeschafft? Wofür sind die alten Blogs denn noch da? Um auf Gaga Nielsens stetigliche, unermüdliche, hochkünstlerische Postkartenperformances hinzuweisen, und diese lobend zu erwähnen, sowie diesen zuzuarbeiten. Also wirklich – Verfall der Sitten!!! (So, nun ist es mal raus. Prost!)

  5. kid37 – 4. Aug, 00:31
    Da haben Sie recht. Eine StiefMÜTTERlichkeit (bin Mann) ist eingezogen unter Bloggern. Überhaupt, nur noch wenig Familiäres. Jeder zieht seine Furchen nur noch auf dem eigenen Acker. Auch ich ziehe nur noch olle Fotos von annedazumal aus dem Familienalbum, statt mich vielleicht auch einfach mal zu verkleiden.

    g a g a – 4. Aug, 00:43
    Ich sage nur: früher! F r ü h e r !
    Da hätte man sich anstandsgemäß verlinkt und einhergehende Verschwörungstheorien, Verbandelungen und unterstellte Verlobungen wissentlich in Kauf genommen. Ein Fest wäre das gewesen. Getuschelt hätten die Leute, Gemeinschaftsgefühl hätte eine Renaissance erster Güte verzeichnet. Ich kann nur alle, die hier vielleicht doch noch ab und zu einmal im Jahr lesen, eindringlich beschwören, über meine Worte nachzudenken und Besserung zu geloben.

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