Auch grandios – Theater an der Wien 1975, „Das Lächeln einer Sommernacht“, Probebühne, Auftritt Zarah Leander (seinerzeit 68), Frau Koller erinnert sich:

»Wir standen bereits mitten in den Proben, da hieß es: „Heute kommt Zarah!“ Wir waren alle sehr gespannt. Ich hatte sie als Kind im Kino gesehen und wusste, was für ein Idol sie in den dreißiger und vierziger Jahren gewesen ist.

Sie betrat den Probenraum mit großer dunkler Brille, ihr Mann, der Pianist und Dirigent Arne Hülphers, immer an ihrer Seite. Zuerst einmal ließ sie ihren Mantel, einen kostbaren Zobel, von den Schultern zu Boden gleiten. Ein Pelz, wie ich ihn nie wieder gesehen habe: bodenlang, sehr weich, grau mit Silberspitzen, das Teuerste.

Sie hat ihn auch später nie normal abgelegt, sondern immer mit lässigem Schwung fallen lassen. Alle haben sich darum gerissen, ihn aufzuheben, um ihn zu befühlen.«

Dagmar Koller, Jetzt fängts erst richtig an, S. 159

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