Gaga Nielsen, „Frühlingsgarten“ – Greta Garbo und Mama gewidmet, April 2020, Staatl. Museen v. Gaganien, 54 x 72 cm, Papier, Wasserfarbe, Acryl, Corona-bedingt auf Verpackungskarton

Möge dieser 75. Jahrestag der Befreiung, nicht nur als der Tag der Kapitulation der abgewichsten Wehrmacht gewürdigt werden, sondern als Tag der Befreiung von sonstigem Unbill, Ängsten, Dummheit, unattraktiven Krankheiten, schlechtem Benehmen… wäre das nicht herrlich. Vielleicht muss man es sich einfach nur vornehmen und praktisch umsetzen. Das Wetter ist jedenfalls feiertagswürdig hier in Berlin. Draußen sprießen weiterhin die Frühlingsblüten und -gärten.

Dazu passend ein Bild vom April, das ich in Ermangelung einer passenden Leinwand auf einen Verpackungskarton pinselte. Das Ergebnis ist dennoch ganz passabel, aber nicht einfach. Wellpappe ist so ziemlich das ungeeignetste Medium, um darauf zu malen. Sie entwickelt ein noch welligeres Eigenleben, wenn sie von feuchter Farbe geküsst wird. Greta Garbo ist es gewidmet, weil sie die Farbkombination Grün und Pink wie keine andere liebte, und sogar selbst einen großen Teppich mit einem ornamentalen Muster in diesen Farben entworfen hat, der in einem ihrer Salons ihres Apartments am Hudson River lag. Und meiner Mama ist es gewidmet, weil sie die Farbe Grün und Blumen über alles liebt.

P.S. das war übrigens das Bild, von dem ich mit einem Blatt Papier die überschüssige grüne Farbe abtupfte, woraus dann zufällig der Baum entstand, den ich neulich als Postkarte verschickt habe.

4 Antworten auf „08. Mai 2020

  1. Gefällt mir! Obwohl man sieht, daß es auf Wellpappe entstanden ist, doch die Struktur verleiht den Formen das besondere Leben. Nur der Rahmen passt nicht. Ich finde, das ist dann etwas zuviel Struktur und lenkt unschön ab. Weil in dem Bild so viel Struktur ist, finde ich ein unsichtbarer oder höchstens ein ganz glatter, schlichter würden sich besser machen.

  2. ich überlege immer sehr lange, wenn ich einen Rahmen anbringe. Ich mag es so schon, es war übrigens zuerst der Rahmen da, und dann habe ich dem Rahmen zugearbeitet… aber ohne Frage würde sich auch ein weißer, schlichter Schattenfugenrahmen gut machen. So gerahmt sieht es eher aus wie aus einer anderen Epoche stammend. Ich bin innerlich so ein bißchen der Wiener Secession verhaftet, muss ich gestehen. Wenn man es mit einer Schattenfuge rahmt, müsste es noch auf einen dreidimensionaleren Untergrund mit Leinwand-Anmutung aufgebracht werden. Manchmal bin ich auch hin- und hergerissen, was die Rahmung angeht. Habe manche Bilder auch schon mit einem Rahmen versehen und dann nach Wochen oder Monaten anders gerahmt. Mal sehen, ob mich deine Anmerkung dahingehend inspiriert. Könnte gut sein.

  3. Ina Weisse
    Man muss nur Facebook öffnen und schon prangt da dein Frühlingsbild. Meine Mutter erklärt mir gerade, dass sie die Sache mit der Liebe aufgibt, weil die Liebe einfach mitgekommen ist.

    Gaga Nielsen
    <3

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