Manche Sätze, Gedanken bleiben auch noch lange nach der Lektüre hängen. Aber viele sind es nicht. Diese Zeilen des sehr erfolgreichen Hoteliers Carsten K. Rath unbedingt:

„Die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen und ihre Bedürfnisse zu erkennen, ist ein entscheidenes Merkmal echter Service-Persönlichkeiten. Sie ist die Grundvoraussetzung, um Gäste zu begeistern, und die Basis für eine persönliche, herzliche Beziehung. Herzlichkeit ist nicht unprofessionell, sondern Trumpf. Professionalität ohne Herzlichkeit ist Arroganz.“

Carsten R. Rath, „Sex bitte nur in der Suite – aus dem Leben eines Grand Hoteliers

Gerne gelesen, erstaunlicher internationaler Werdegang durch die absolute Oberliga von fünf Sterne-Hotels. Er hat u. a. das Berliner Adlon auf die Eröffnung vorbereitet. Heute betreibt er eigene Hotels, machen einen guten Eindruck.

2 Antworten auf „17. April 2020

  1. Da komme ich gerade ins Nachdenken… also: ich glaube es war so, dass ich in einem autobiographischen Buch vor einigen Wochen einige Beschreibungen von der opulenten Ausstattung in den 80ern oder 90ern eines Hamburger Hotels der oberen Kategorie las, es war aber nicht das Atlantik. Das Hotel gibt es heute nicht mehr unter dem Namen. Ich schaue mir gerne parallel zur Lektüre, online, beschriebene, reale Orte an, die in einem Buch erwähnt werden, um es mir noch besser vorstellen zu können, ich bin dann noch mehr in der Geschichte. Ich glaube, es war das Hamburger Interconti. Ja, genau, und das gibt es heute nicht mehr an der Stelle, da steht jetzt das Luxushotel „The Fontenay“.

    Zeitgleich sah ich eine Folge des Perfekten Dinners in Wien, in der ein junger Mann kochte, der hochkultiviert war und von Beruf Concierge. Anhand seiner Beschreibungen seiner Tätigkeit in einem Wiener 5-Sterne-Hotel, das nicht namentlich genannt wurde, googelte ich den Beruf Concierge, von dem ich bislang immer nur dachte, das wäre ein Portier, der Zimmerschlüssel über den Tresen reicht. Der junge Mann im Perfekten Dinner erzählte aber viel interessantere Sachen, von besonderen Aufgaben, und der täglichen Herausforderung Sonderwünsche zu erfüllen, die normalerweise nicht ohne weiteres erfüllbar sind. Das fand ich sehr interessant. Ich lernte also, dass es weit mehr ist als ein Schlüsselausgeber, viel mehr. Eine echte Vertrauensposition mit einem absoluten Sonderstatus in einem Luxushotel.

    Durch diese Suche wurde der Algorhythmus beeinflusst, der dafür sorgt, dass man bei Amazon bestimmte Sachen vorgeschlagen bekommt, die einen thematischen Bezug zu einer der letzten Suchen hatten. Da ich mir überwiegend Autobiographien und Bildbände bestelle, wurden mir nun autobiographische Bücher mit Bezug zur Hotellerie und Gastronomie und dem Begriff „Concierge“ vorgeschlagen, die ich auf Anhieb interessant fand, weil mir die Autoren zwar unbekannt aber gleich sympathisch waren und die ganze Branche bei mir auf Interesse trifft.

    Der eine Vorschlag war das Buch „Der Concierge, vom Glück für andere da zu sein“ von Jürgen Carl, der im Frankfurter Hof in Frankfurt arbeitete.

    Der zweite Vorschlag war „Gern hab ich Sie bedient. Aufzeichnungen des Oberkellners im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg“ von Rudolf Nährig.

    Und der dritte Vorschlag war dieses Buch „Sex bitte nur in der Suite“ von Carsten R. Rath.

    Ich habe alle drei Bücher bestellt und gelesen, in der hier aufgeführten Reihenfolge, und alle mit großem Gewinn. Alle drei Erzähler besitzen Herzensbildung und haben viele Anekdoten zu erzählen und bemerkenswerte Lebenserfahrungen zu vermitteln. Unterhaltsam sind auch alle drei, aber ebenso erkenntnisreich was diese interessante Branche und alles Menschliche angeht.

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