Hier ist meine Antwort auf die letzte Postkarte, die ich aus Manchester erhielt. Aber lesen Sie selbst. Im sechzehnten Jahr des Bloggens erfinde ich etwas Neues, indem ich meine neu erwachte analoge Konversation mit digitalem Dasein verbinde, ja vermähle. Im Grunde träumen wir doch alle davon, diese isolierte Internet-Existenz mit dem anderen Leben zu verbinden, ohne eine Grenze zu empfinden. Noch werden keine privaten Sachen abgehandelt, aber vielleicht doch, in nächster Zukunft. Dann muss ich mir Gedanken machen, was ich über Postanschriften hinaus diskret ausblende. Bislang ist alles unverfänglich. Wir werden sehen. Bis ans Ende aller Tage genauso weiter zu bloggen wie bisher, ist nicht spannend. Caswell Bay gehört zu Swansea. Ich war auf den Spuren von Dylan Thomas in Wales. Davon gibt es Bilder, analoge Bilder. Was wird damit geschehen. Ein Scanner wäre hilfreich. Zu Lebzeiten die eigene Historie verewigen. Vielleicht. Ja. Kein Instagram, atmende Bilder. Atmende Worte. Man kann im Grunde alles beatmen, es gibt kein Medium, das sich nicht eignet. Man muss es sich zueigen machen. Einfach alles. WIRKLICH ALLES.

2 Antworten auf „03. November 2019

  1. Was für eine schöne Karte! Der Empfänger hat sich hoffentlich gefreut. Das ist doch die Nummer, die ich kürzlich angewählt hatte, nicht? Oder war das eine Rufumleitung zum Hotelzimmer?

  2. Gott, wenn ich das noch wüsste, was das für eine Nummer ist! Man müsste ja nur einmal durchwählen, womöglich meldet sich jemand. Offen gestanden habe ich die Postkarte schon im Jahre 1990 erstanden und kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann diese Nummer darauf vermerkt wurde, und auch nicht von wem. Es ist jedenfalls nicht meine Handschrift. Ich traf auf dem Schiff bei der Überfahrt heimwärts zum Kontinent (damals fuhr man noch mit dem Schiff) einen aus Wales stammenden, in London lebenden Studio-Gitarristen, Ray hieß er glaube ich, wir flirteten ein bißchen. Vielleicht war das die Telefonnumer in London von ihm. Wie ist denn die Vorwahl von London? Also ich weiß es beim besten Willen nicht. Die Nummer, unter der wir beide unlängst sechs Stunden kurzweilig telefoniert haben, ist eine andere!

    P.S. ob sich der Empfänger darüber gefreut hat, ist mir bis dato nicht bekannt, da ich bislang nichts von ihm hörte. Ich hoffe, die Karte wurde zugestellt. Mitunter hört man, dass studentische Aushilfskräfte in Urlaubsvertretung des Briefträgers, es nicht immer so genau mit der Zustellung nehmen, und aus Bequemlichkeit schon auch mal die eine oder andere Sendung fallen lassen. Nur gut, dass ich akribisch alles sichere, so dass in der künftigen Ausstellung über meinen privaten Schriftwechsel kein Exponat fehlen wird!

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