„die ersten 45 minuten waren in ordnung, es fehlen nur noch die tore“
[ zdf-reporter bela rethy nach der 1. halbzeit ]
ich glaube, so einen fachkompetenten kommentar könnte ich evt. mit ein bißchen glück und spucke auch noch hinkriegen
08. juli 2006
angenehmes wetter zum spielen fümundsiebzich prozent luftfeuch- tigkeit? ach stimmt, die spielen ja in stuttgart.
haare sind noch dran. mal schauen.
klose: heute exaktes jupiter-jupiter-trigon. hätten die anderen auch gerne. mein torsten™ wütend wie ein kleiner stier, aber heute super mond-mond-konjunktion in schütze. das wird noch.
08. juli 2006
mir dämmert gerade wieder, dass ich von männern, die ich näher an mich heranlasse, ein interesse an mir, an dem, was mich bewegt erwarte, das nicht wie eine schüchterne kleine maus neben einem großen, trötenden elefanten dasteht. man kann ganz schön alt werden, bis man begreift, dass die alten rollenerwartungen noch ganz schön gut funktionieren. die verständnisvolle frau als problem-meldestelle. danach essen und trinken und anschließend ficken. gute nacht.
das spiel habe ich auch schon mitgespielt. weil man sich ja auch gerne kümmert. bis unmut hochkommt. weil das gleichgewicht gestört ist. weil man sich arglos zur dienerin gemacht hat. ganz freiwillig. vor lauter freude ‚am geben‘ vergessen hat, dass man selbst strom braucht, damit das herz höher schlägt.
wenn man einen mann fragt, was er an seiner frau liebt, und er antwortet mit einer aufzählung von dienstleistungen, die man auch jederzeit kaufen könnte. „weil sie prima kochen kann“ „weil sie so gut französisch kann“ „weil sie sich gerne sexy anzieht“ „weil sie uns so ein gemütliches zuhause geschaffen hat“ „weil sie mir so toll zuhört“ „weil sie mich fußball gucken lässt“ „weil sie sich für meine probleme auf der arbeit interessiert“ „weil sie mich nicht einengt“.
zum davonlaufen. augenhöhe zu erreichen ist das schwierigste überhaupt. vielleicht auch einfach nur glück.
07. juli 2006

07. juli 2006

07. juli 2006
regen. endlich
05. juli 2006
na bitte: unser mond, zidane.
(ich bin ja heute mal für die franzosen)
04. juli 2006
06. juli 2006

mein kleines bürgeramt.
auch der beruf der nonne hätte sicher vorzüge. gut, müsste man halt seine wohnung aufgeben.
06. juli 2006
»ich blogge nicht mehr. ich schreibe einfach, wie bereits seit über 10 jahren, ins internet rein«.
so ein eher seltener moment, wo man ein sattes ja denkt. ich jedenfalls. na ja. nicht so wichtig. schön, dass wir mal drüber geredet haben.
(muss gerade an einen cartoon denken, auf dem man eine bockwurst mit senf und einer alten scheibe toastbrot sieht und darunter steht irgendeine hochtrabende sülze von wegen dingens an sowienoch)
04. juli 2006
oh là là… was für ein kampf!
immerhin kann das aufgedrehte land jetzt zeigen, wie wir als gute verlierer aussehen. stählt den charakter! schöner indikator. aber schade trotzdem. schon klar. furioser showdown. alle achtung. die kleinen italiener. aber diese deutsche mannschaft wird so schnell keiner vergessen. was für ein biss. was für sympathische spieler. was für arbeiter. klasse. respekt. eigentlich habe ich ja noch ein größeres herz für verlierer. kämpfen und verlieren. das herz aus dem leib reißen. und dann doch verlieren. kenn ich doch.
03. juli 2006
grummel grummel grummel
das einzig gute dabei – wenn die das morgen versemmeln, heißt es ‚mit frings wäre das nicht passiert‘ – wenn es hinhaut, wird er im finale wie ein gladiator bejubelt (der 9. juli wäre sowieso sein tag: mond in schütze in konjunktion zu seinem geburtsmond, merkur, mars und neptun). es hätte noch schlimmer kommen können.
aber kehl oder borowski? die sterne stehen ja morgen eindeutig besser für borowski – der aktuelle löwe-mars in fast genauer kon- junktion zu seinem geburtsmars: das gibt eins a-kraftschübe! bei kehl dagegen ist so gar nichts besonderes zu erkennen. also: eindeutig für borowski (auch wenn er in seiner freizeit phil collins hört, was natürlich eine schlimme sache ist, die nach meinem dafürhalten ein weitaus triftigerer grund für eine verwarnung wäre).
ballack müsste morgen auch zu absoluter hochform auflaufen. ich sehe das. er könnte es rausreißen. der waage-mond morgen in konjunktion zu seiner sonne und seinem mars, jupiter in konjunktion zu seinem skorpion-mond. glückliche konstellation für unseren kapitän!
lehmann und lahm sind auch wieder jupitermäßig gut drauf – was sich bis wm-ende nicht ändern wird; mertesacker hat einen ähnlich guten tag wie ballack.
allerdings: obacht vor totti. der ist exakt nur einen tag nach ballack geboren – fast identisch gute konstellationen. das wird spannend. vorsicht außerdem vor del piero und gilardino – sehr begünstigt! auch camoranesi ist morgen in guter form.
05. juli 2006
na bitte: unser mond, zidane.
(ich bin ja heute mal für die franzosen)
05. juli 2006
sicherheitshalber werde ich mir eine mit zahlencode verschließbare eisenschatulle besorgen, um den morgen in auftrag zu gebenden neuen reisepass für dritte als auch für zweite unzugänglich auf- zubewahren. sicher ist sicher. nicht, dass ich etwa sorge hätte, dass jemand das kostspielige dokument zum zwecke des datenmiss- brauchs entwenden wollte. es geht mir lediglich darum, sicher zu stellen, dass keine empfindsame kreatur mit dem anblick meines biometrischen passbildes konfrontiert wird und dabei größeren schaden nimmt. da meine haftpflichtversicherung für einen solchen schadensfall nicht gerüstet ist, gilt es vorsorge zu treffen.
kleiner hinweis für die herren, die demnächst in dieselbe prekäre lage kommen, sich so ablichten lassen zu sollen: vergessen sie nicht, ihr schwarzweiß gestreiftes sträflingshemd mitzubringen. eine applizierte zwei- bis dreistellige nummer auf der brust macht sich auch recht gut. man war nämlich so großzügig, keine bekleidungsvorschriften zu erlassen. auch ganz wichtig: nicht rasieren und wenn das vögelchen kommt, an was denken, was schlechte laune macht. (zum beispiel an gestern, 23:26). dann gibt es immerhin eine gute chance, zu einem natürlich wirkenden verbrecherfoto mit angeberfaktor zu kommen.
für uns frauen habe ich leider nur den gut gemeinten rat, zum fototermin einen blickdichten müllsack mit guck- und atemlöchern bereit zu halten. der wird dann nämlich unmittelbar im anschluss nach präsentation der fertigen lichtbilder benötigt, um das verlassen des fotogeschäfts erhobenen hauptes zu gewährleisten.
05. juli 2006
gleich habe ich einen ganz schicken termin! im fotogeschäft meines vertrauens wird ein biometrisches passbild für diesen neuen, spitzenmäßig fälschungsunsicheren biometrischen reisepass von mir gemacht! bin schon mächtig gespannt, ob ich es schaffe, nach vorschrift zu gucken! erlebnisaufsatz folgt.
04. juli 2006
oh là là… was für ein kampf!
immerhin kann das aufgedrehte land jetzt zeigen, wie wir als gute verlierer aussehen. stählt den charakter! schöner indikator. aber schade trotzdem. schon klar. furioser showdown. alle achtung. die kleinen italiener. aber diese deutsche mannschaft wird so schnell keiner vergessen. was für ein biss. was für sympathische spieler. was für arbeiter. klasse. respekt. eigentlich habe ich ja noch ein größeres herz für verlierer. kämpfen und verlieren. das herz aus dem leib reißen. und dann doch verlieren. kenn ich doch.
04. juli 2006
oh schick: lehmann heute in rot. steht ihm doch gleich viel besser als das babyblau neulich. auf in den kampf! wo ist der stier!
lippi sieht ja nicht gerade sehr entspannt aus. gut so!
04. juli 2006
03. juli 2006
schönster einer der einfachsten und doch schönsten sätze, die ich heute gehört habe:
»man sollte den patriotismus nicht den rechten überlassen«
[ immer her mit den binsen ]
03. juli 2006
grummel grummel grummel
das einzig gute dabei – wenn die das morgen versemmeln, heißt es ‚mit frings wäre das nicht passiert‘ – wenn es hinhaut, wird er im finale wie ein gladiator bejubelt (der 9. juli wäre sowieso sein tag: mond in schütze in konjunktion zu seinem geburtsmond, merkur, mars und neptun). es hätte noch schlimmer kommen können.
aber kehl oder borowski? die sterne stehen ja morgen eindeutig besser für borowski – der aktuelle löwe-mars in fast genauer kon- junktion zu seinem geburtsmars: das gibt eins a-kraftschübe! bei kehl dagegen ist so gar nichts besonderes zu erkennen. also: eindeutig für borowski (auch wenn er in seiner freizeit phil collins hört, was natürlich eine schlimme sache ist, die nach meinem dafürhalten ein weitaus triftigerer grund für eine verwarnung wäre).
ballack müsste morgen auch zu absoluter hochform auflaufen. ich sehe das. er könnte es rausreißen. der waage-mond morgen in konjunktion zu seiner sonne und seinem mars, jupiter in konjunktion zu seinem skorpion-mond. glückliche konstellation für unseren kapitän!
lehmann und lahm sind auch wieder jupitermäßig gut drauf – was sich bis wm-ende nicht ändern wird; mertesacker hat einen ähnlich guten tag wie ballack.
allerdings: obacht vor totti. der ist exakt nur einen tag nach ballack geboren – fast identisch gute konstellationen. das wird spannend. vorsicht außerdem vor del piero und gilardino – sehr begünstigt! auch camoranesi ist morgen in guter form.
27. juni 2006
meine herren. was ist denn heute nur mit „torsten frings tattoo“? oder sollte ich schreiben meine damen?
damit die elende sucherei ein ende hat: aus hochexclusiven kreisen kann ich vermelden: torsten frings hat eine ganze reihe tätowierungen an den verschiedensten stellen und es werden immer mehr. u. a. trägt er die tierkreiszeichen seiner familie, die anfangsbuchstaben seiner töchter und div. tribals, die er sich gemeinsam mit dem stecher seines vertrauens ausdenkt. ja, und eine narbe hat er auch. außerdem weiß ich aus ganz heisser quelle, dass er sogar eine seite im internet hat, wo man lauter solche sachen nachlesen kann. nur mal so als tipp.
02. juli 2006
30. juni 2006
JAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHH!!!!!
30. juni 2006
jetzt aber –
lehmann
30. juni 2006
meine nerven. meine nerven
30. juni 2006
meine nerven. meine nerven
30. juni 2006
schöner anfang. fahnenschwenkende deutsche jubeln bei ballacks + sorins aufruf gegen rassismus. gleich singe ich die nationalhymne mit.
27. juni 2006
sehr interessante beobachtung der letzten tage übrigens, die mir zehn von zehn frauen bestätigen: kaum äußert man frau, dass man frau fussballer xy attraktiv findet, kommt ein chor der häme von männerseite im tenor: „was?? der??? hä? was findste denn an DEM? die zotteln, der soll gut aussehen?“ gilt auch ohne den zottel-zusatz. nur genöhle. aber alles fussball-fans. ist das jetzt gesundes männliches konkurrenzdenken oder befinden sich attraktive männer aus männersicht per se in anderen berufen?
jetzt frage ich noch mal übergreifender, da ich ja neulich nicht erhört worden bin:
welche männer des öffentlichen lebens halten sie denn aus ihrer männlichen sicht für attraktiv? bruce willis oder was? (der wäre mir persönlich zu dumm – ohne ihn persönlich kennen zu müssen – sein ‚politisches engagement‘ oder wie man das nennen will, spricht eine sprache, die ich nicht unbedingt erlernen möchte).
28. juni 2006
das ist ja mal eine kultivierte suchanfrage unterstellung:
„sie verlangen zu viel von gabriele wohmann“
selten genug, dass man sich für die fragesteller interessiert.
28. juni 2006

ich interessiere mich genauso wahnsinnig für autos wie für fußball. aber wenn die uhlandstraße mit ihren elf autos das deutsche kader repräsentiert, dann sehen wir hier oben ganz klar die nummer 8 aus dem mittelfeld. solide gebaut. formschön. zuverlässig. leistungsstark. standfest
28. juni 2006
das ist ja mal eine kultivierte suchanfrage unterstellung:
„sie verlangen zu viel von gabriele wohmann“
selten genug, dass man sich für die fragesteller interessiert.
27. juni 2006
sehr interessante beobachtung der letzten tage übrigens, die mir zehn von zehn frauen bestätigen: kaum äußert man frau, dass man frau fussballer xy attraktiv findet, kommt ein chor der häme von männerseite im tenor: „was?? der??? hä? was findste denn an DEM? die zotteln, der soll gut aussehen?“ gilt auch ohne den zottel-zusatz. nur genöhle. aber alles fussball-fans. ist das jetzt gesundes männliches konkurrenzdenken oder befinden sich attraktive männer aus männersicht per se in anderen berufen?
jetzt frage ich noch mal übergreifender, da ich ja neulich nicht erhört worden bin:
welche männer des öffentlichen lebens halten sie denn aus ihrer männlichen sicht für attraktiv? bruce willis oder was? (der wäre mir persönlich zu dumm – ohne ihn persönlich kennen zu müssen – sein ‚politisches engagement‘ oder wie man das nennen will, spricht eine sprache, die ich nicht unbedingt erlernen möchte).
27. juni 2006
meine herren. was ist denn heute nur mit „torsten frings tattoo“? oder sollte ich schreiben meine damen?
damit die elende sucherei ein ende hat: aus hochexclusiven kreisen kann ich vermelden: torsten frings hat eine ganze reihe tätowierungen an den verschiedensten stellen und es werden immer mehr. u. a. trägt er die tierkreiszeichen seiner familie, die anfangsbuchstaben seiner töchter und div. tribals, die er sich gemeinsam mit dem stecher seines vertrauens ausdenkt. ja, und eine narbe hat er auch. außerdem weiß ich aus ganz heisser quelle, dass er sogar eine seite im internet hat, wo man lauter solche sachen nachlesen kann. nur mal so als tipp.
26. juni 2006
26. juni 2006
24. juni 2006
wie geil ist das denn – schon wieder vierte minute
podolski!!! edit: 2:0
jetzt muss man ja schon aus ästhetischen gründen dafür sein, dass es so weiter geht: mein liebling torsten frings ♥♥♥ schneidet sich sonst die langen haare ab! wär ja noch schöner. bin ich strikt dagegen. schönheit geht vor.
„das kostüm für die nächste halloweenparty habe ich noch nicht im kopf. bei der letzten party war ich als henker verkleidet – kein schlechtes kostüm.“
ein mann nach meinem geschmack.

bildchen = von seiner seite geklaut
24. juni 2006
als höher gewachsener mensch, zumal als weibchen, kriegt man ja schon in der vorpubertären lebensphase eine wenig erbauliche dosis häme und gehänsel mit auf den lebensweg.
umso mehr kann ich mich hin und wieder auf primitive art und weise an dem einen oder anderen schönen wort ergötzen, das sich mit dem gegenteiligen sachverhalt befasst. unerquickliche wortgesellen wie den strapazierten erdnuckel kennt ja nun jeder. aber heute habe ich mal etwas neues gelernt und das gefällt mir gar nicht schlecht:
„handbreit größer als ein schwein“
[ rache ist süß ]
24. juni 2006
wie geil ist das denn – schon wieder vierte minute
podolski!!! edit: 2:0
jetzt muss man ja schon aus ästhetischen gründen dafür sein, dass es so weiter geht: mein liebling torsten frings ♥♥♥ schneidet sich sonst die langen haare ab! wär ja noch schöner. bin ich strikt dagegen. schönheit geht vor.
„das kostüm für die nächste halloweenparty habe ich noch nicht im kopf. bei der letzten party war ich als henker verkleidet – kein schlechtes kostüm.“
ein mann nach meinem geschmack.

bildchen = von seiner seite geklaut
24. juni 2006
als höher gewachsener mensch, zumal als weibchen, kriegt man ja schon in der vorpubertären lebensphase eine wenig erbauliche dosis häme und gehänsel mit auf den lebensweg.
umso mehr kann ich mich hin und wieder auf primitive art und weise an dem einen oder anderen schönen wort ergötzen, das sich mit dem gegenteiligen sachverhalt befasst. unerquickliche wortgesellen wie den strapazierten erdnuckel kennt ja nun jeder. aber heute habe ich mal etwas neues gelernt und das gefällt mir gar nicht schlecht:
„handbreit größer als ein schwein“
[ rache ist süß ]
23. juni 2006
harter stoff. ganz harter stoff.
23. juni 2006
23. juni 2006
22. juni 2006
lustige redensarten – mein lieber tier – allez in der pfalz – gaga – partridge family – gaga – harvest moon womit kann ich tragen? – gaga – leihaus wieviel – bezeichnung von gaga? – zeigefreudigkeit ausgehen – tattoo von torsten frings – zahnärztin – starke raucherin
so, liebe kinder!
ihr wisst ja, die sommerferien stehen vor der tür. ich will euch auch gar keine großen hausaufgaben aufgeben, denn ihr sollt euch ja fein erholen! wenn ihr aber doch einmal langeweile haben solltet – vielleicht, weil es gerade regnet und ihr nicht draußen spielen könnt und mutti und vati ihre ruhe im schlafzimmer haben sich gerne aus- ruhen möchten, wäre es doch vielleicht eine hübsche idee, wenn ihr euch eine kleine geschichte ausdenkt und aufschreibt! ihr dürft auch alle wörter und sätze verwenden, die da oben stehen, aber nicht verdrehen!
20. juni 2006
»(…) ich hatte gerade angefangen zu schreiben und war verbissen und ehrgeizig; ich wollte preise und ruhm, und es ging mir nicht gut. ich dachte, man müßte das machen, was alle machten. mit großen worten halbwissen verbreiten und tun, als ob man sich auskennen würde, in einer welt, in der sich keiner auskennen kann.«
tiger fressen keine yogis | h. timmerberg; vorw. s. berg

20. juni 2006
»(…) ich hatte gerade angefangen zu schreiben und war verbissen und ehrgeizig; ich wollte preise und ruhm, und es ging mir nicht gut. ich dachte, man müßte das machen, was alle machten. mit großen worten halbwissen verbreiten und tun, als ob man sich auskennen würde, in einer welt, in der sich keiner auskennen kann.«
tiger fressen keine yogis | h. timmerberg; vorw. s. berg

13. juni 2006
mir ist ja an sich wenig peinlich. meine aktuelle lektüre hält auch wieder viel lehrreiches bereit. vor zehn minuten hätte ich noch nicht fehlerfrei beantworten können, was „hung like a donkey“ bedeuten könnte. aber nun bin ich klüger. und auch noch david cassidy. oh oh. ich vermute, dass ich seinerzeit auch irgendwie für ihn geschwärmt habe. haben ja alle. ich habe aber das gefühl, dass es bei mir nicht ganz so richtig von herzen kam, sondern mehr, um mich der aktuellen mode nicht zu verschließen. man lernte ja jede woche mit bravo, dass man als gesunder teenager durchdrehen muß, wenn david cassidy in erscheinung tritt. oder so ähnlich.
und da, ja genau da! kam mir auch die gute frances zum ersten mal unter. man fühlt sich ja fast schon verwandt. im grunde eigentlich familie. gewissermaßen. ich muss neun gewesen sein, als ich als dankbare kleine schwester, die übriggebliebenen krumen der neuen bravo auflas, nachdem mein bruder den fotoroman mit den nackigen mädchen (und jungen!) verschlungen hatte. dabei waren das auch die seiten, die mich schon immer am allermeisten interessiert haben. es war die einzige möglichkeit, anhand von preiswertem anschauungs- material meine lückenhaften kenntnisse und damit auch meine schulischen leistungen in biologie zu verbessern. für teure nach- hilfestunden hatten die armen eltern eben kein geld damals, nach der währungsreform.
frau schoenberger, unsere korrespondentin in hollywood, hatte ja immer diese wirre minipli-dauerwelle, anarchisch unfrisiert. ich hätte ihr sogar zugetraut, dass bei ihr die löckchen wild und echt wären. das bravo-mantra „unsere korrespondentin frances schoenberger in hollywood“, war schon mit abstand eine der imposantesten berufs- bezeichnungen, die ich mir überhaupt vorstellen konnte. und nun erfahre ich von der guten frances, dass david cassidy „hung like a donkey“ ist. schau an, schau an.
18. juni 2006
17. juni 2006
der das weblog-schreiber ist ja dafür bekannt, gerne freiwillig alles auszuplaudern und herzuzeigen, was anlässlich einer institutiona- lisierten (volks)befragung aber sowas von verweigert würde. ich bin da ja keine ausnahme.
wie wir alle wissen, droht das sommerloch und da heißt es kreativ werden! und sei es noch so dämlich. hauptsache, es wird gestopft. das loch. heute zeige ich auch mal was her. frau kaltmamsell gab den einstand und ich bin glattweg mit dabei:

17. juni 2006
13. juni 2006
mir ist ja an sich wenig peinlich. meine aktuelle lektüre hält auch wieder viel lehrreiches bereit. vor zehn minuten hätte ich noch nicht fehlerfrei beantworten können, was „hung like a donkey“ bedeuten könnte. aber nun bin ich klüger. und auch noch david cassidy. oh oh. ich vermute, dass ich seinerzeit auch irgendwie für ihn geschwärmt habe. haben ja alle. ich habe aber das gefühl, dass es bei mir nicht ganz so richtig von herzen kam, sondern mehr, um mich der aktuellen mode nicht zu verschließen. man lernte ja jede woche mit bravo, dass man als gesunder teenager durchdrehen muß, wenn david cassidy in erscheinung tritt. oder so ähnlich.
und da, ja genau da! kam mir auch die gute frances zum ersten mal unter. man fühlt sich ja fast schon verwandt. im grunde eigentlich familie. gewissermaßen. ich muss neun gewesen sein, als ich als dankbare kleine schwester, die übriggebliebenen krumen der neuen bravo auflas, nachdem mein bruder den fotoroman mit den nackigen mädchen (und jungen!) verschlungen hatte. dabei waren das auch die seiten, die mich schon immer am allermeisten interessiert haben. es war die einzige möglichkeit, anhand von preiswertem anschauungs- material meine lückenhaften kenntnisse und damit auch meine schulischen leistungen in biologie zu verbessern. für teure nach- hilfestunden hatten die armen eltern eben kein geld damals, nach der währungsreform.
frau schoenberger, unsere korrespondentin in hollywood, hatte ja immer diese wirre minipli-dauerwelle, anarchisch unfrisiert. ich hätte ihr sogar zugetraut, dass bei ihr die löckchen wild und echt wären. das bravo-mantra „unsere korrespondentin frances schoenberger in hollywood“, war schon mit abstand eine der imposantesten berufs- bezeichnungen, die ich mir überhaupt vorstellen konnte. und nun erfahre ich von der guten frances, dass david cassidy „hung like a donkey“ ist. schau an, schau an.
11. juni 2006
11. juni 2006
10. juni 2006

10. juni 2006
09. juni 2006

sag ich mal als fußballdepp: schon sehr charmant, wenn wohlge- staltete sportsfreunde mit kriegsbemalung auf der backe übermut und lebensfreude verbreiten. der faschingsaspekt gefällt mir schon ganz ausgezeichnet. hat ein bißchen was von winnetou. und alle so fröhlich. es ist ja nicht so, dass ich dem ballsport feindlich gegenüber stünde. sehr gut gefällt mir von je her das ritualgedöns am anfang, mit fahne herumtragen, feierlichem handschlag (völkerfreundschaft und so) und hymnen singen. des weiteren: umarmung und küssen bei tor, klamotten-vom-leib-reißen trikottausch und siegerehrung.
überhaupt: tolle t-shirts dabei. wirkt alles sehr sportlich. ich könnte mir sogar vorstellen, selbst gelegentlich so ein hübsches, enganliegen- des brasilien-leibchen anzuziehen. die sind doch so schön grün-gelb. das wirkt immer sehr frisch. auch blau und rot steht mir sehr gut. ich glaube, es gibt ganz schön viele länder mit blau-rot drin. heute zum beispiel könnte ich in der ersten halbzeit ein costa-rica-hemdchen anziehen und nach der pause so ein schwarzes leibchen mit großem weißen deutschlandadler drauf (ohne ärmel). habe ich neulich an einem schwarzen fahrradkurier gesehen. wirkte sehr super.

auch die tröten klingen sehr niedlich. wie junge elefanten. nur das mittendrin zwischen dem anpfiff und den beiden halbzeiten erschließt sich mir noch nicht so ganz. da würde ich mir zur didaktischen unterstützung mehr nahaufnahmen wünschen. vielleicht das eine oder andere wadenportrait. so sachen halt. aber sonst: einwandfrei.
10. juni 2006

den nazi-deppen den adler entreißen. bei so einem mond finden einen doch die besten ideen.
09. juni 2006

sag ich mal als fußballdepp: schon sehr charmant, wenn wohlge- staltete sportsfreunde mit kriegsbemalung auf der backe übermut und lebensfreude verbreiten. der faschingsaspekt gefällt mir schon ganz ausgezeichnet. hat ein bißchen was von winnetou. und alle so fröhlich. es ist ja nicht so, dass ich dem ballsport feindlich gegenüber stünde. sehr gut gefällt mir von je her das ritualgedöns am anfang, mit fahne herumtragen, feierlichem handschlag (völkerfreundschaft und so) und hymnen singen. des weiteren: umarmung und küssen bei tor, klamotten-vom-leib-reißen trikottausch und siegerehrung.
überhaupt: tolle t-shirts dabei. wirkt alles sehr sportlich. ich könnte mir sogar vorstellen, selbst gelegentlich so ein hübsches, enganliegen- des brasilien-leibchen anzuziehen. die sind doch so schön grün-gelb. das wirkt immer sehr frisch. auch blau und rot steht mir sehr gut. ich glaube, es gibt ganz schön viele länder mit blau-rot drin. heute zum beispiel könnte ich in der ersten halbzeit ein costa-rica-hemdchen anziehen und nach der pause so ein schwarzes leibchen mit großem weißen deutschlandadler drauf (ohne ärmel). habe ich neulich an einem schwarzen fahrradkurier gesehen. wirkte sehr super.

auch die tröten klingen sehr niedlich. wie junge elefanten. nur das mittendrin zwischen dem anpfiff und den beiden halbzeiten erschließt sich mir noch nicht so ganz. da würde ich mir zur didaktischen unterstützung mehr nahaufnahmen wünschen. vielleicht das eine oder andere wadenportrait. so sachen halt. aber sonst: einwandfrei.
08. juni 2006

»lidocain ist ein lokalanästhetikum vom amid-typ. es ist vom kokain abgeleitet, besitzt aber nicht dessen rausch– und suchterzeugende komponente«
mist. aber dafür hat mich die blutjunge brünette zahnarzthelferin heute völlig unerwartet und sehr ausdauernd gestreichelt, als frau klemming die spritzen gesetzt hat. ich dachte zuerst, sie hat sich vergriffen und wollte vielleicht nur den stuhl ein wenig justieren, aber die eindeutige streichelbewegung wurde mit jedem einstich massiver. ob die das neuerdings in der berufsschule lernen? ich war dann doch ein wenig gerührt.
08. juni 2006

»lidocain ist ein lokalanästhetikum vom amid-typ. es ist vom kokain abgeleitet, besitzt aber nicht dessen rausch– und suchterzeugende komponente«
mist. aber dafür hat mich die blutjunge brünette zahnarzthelferin heute völlig unerwartet und sehr ausdauernd gestreichelt, als frau klemming die spritzen gesetzt hat. ich dachte zuerst, sie hat sich vergriffen und wollte vielleicht nur den stuhl ein wenig justieren, aber die eindeutige streichelbewegung wurde mit jedem einstich massiver. ob die das neuerdings in der berufsschule lernen? ich war dann doch ein wenig gerührt.
07. juni 2006

heimat
»wir begegneten einander, glaube ich, vor gut dreißig jahren im haus deiner mutter, einer art gutshof im niederbayerischen peterskirchen zum ersten mal, alles ein wenig abgeschieden, still wie die kleine improvisierte silvesterparty, in die ich hineinplatzte. kein lärm. kein lautes sprechen, angenehm. ich weiß gar nicht mehr, wer mich mitgenommen hat, aber ich war hemmungslos neugierig auf dich«.
w. wondratschek
07. juni 2006

ach kadewe
mehr kaufen. ich muss mehr kaufen. vielleicht kann man das üben. trainieren wie einen erschlafften muskel. immerhin habe ich heute etwas gekauft, zu einem sehr ordentlichen preis. garantiert kein sonderangebot. wird schon werden. ging doch früher auch. dabei habe ich große freude, sachen anzusehen. ganz wie im museum. gucken, staunen. schön, wie alles glitzert und funkelt. aber ich will das ganze zeug nicht haben. nicht noch mehr gelumpe. wer soll das alles entsorgen. gut: kolonialwaren, die braucht man immer. aber sonst? musik und bücher bringt der postmann. den rest kann man sowieso nicht kaufen. noch nicht mal erarbeiten. haha. nie. niemand. continental drift.
07. juni 2006

heimat
»wir begegneten einander, glaube ich, vor gut dreißig jahren im haus deiner mutter, einer art gutshof im niederbayerischen peterskirchen zum ersten mal, alles ein wenig abgeschieden, still wie die kleine improvisierte silvesterparty, in die ich hineinplatzte. kein lärm. kein lautes sprechen, angenehm. ich weiß gar nicht mehr, wer mich mitgenommen hat, aber ich war hemmungslos neugierig auf dich«.
w. wondratschek
07. juni 2006

ach kadewe
mehr kaufen. ich muss mehr kaufen. vielleicht kann man das üben. trainieren wie einen erschlafften muskel. immerhin habe ich heute etwas gekauft, zu einem sehr ordentlichen preis. garantiert kein sonderangebot. wird schon werden. ging doch früher auch. dabei habe ich große freude, sachen anzusehen. ganz wie im museum. gucken, staunen. schön, wie alles glitzert und funkelt. aber ich will das ganze zeug nicht haben. nicht noch mehr gelumpe. wer soll das alles entsorgen. gut: kolonialwaren, die braucht man immer. aber sonst? musik und bücher bringt der postmann. den rest kann man sowieso nicht kaufen. noch nicht mal erarbeiten. haha. nie. niemand. continental drift.
05. juni 2006

an einem nicht mehr ganz frischen grab gehe ich in die knie und lese auf einer nassen schleife deine freunde vom boxen. goldene buchstaben auf schwarzem stoff. aus irgendeinem komischen grund bin ich auf einmal fürchterlich gerührt. deine freunde vom boxen. daneben der intendant zweites deutsches fernsehen. eulenspiegel- verlag. der bürgermeister von berlin. ein nasses blatt papier mit ein paar zeilen von heine, an traurige blumen gelehnt. aber deine freunde vom boxen. deine freunde vom boxen.
04. juni 2006

ich weiß es, die toten leben und wollen, dass sie einer besucht. wer kalt an den kalten vorbeigeht, der wird verhext und verflucht – ich nicht! meines vaters grabstein steht überall. ich brauch sein grab nicht lange suchen, es ist so leicht zu finden – dort, wo ein schornstein raucht.
wolf biermann
01. juni 2006

meine fresse. ich: „ich will unter allen umständen betäubt werden“ zahnärztin klemming: „na ja… sonst betäube ich eigentlich schon, wenn ich das mache, normalerweise“. ich: „?!? ich bin keine märtyrerin! ich bin zimperlich!“. wieso bieten mir ärzte eigentlich dauernd den verzicht auf betäubungsspritzen an? „wollen wir’s erst mal so versuchen, hmm?“ sehe ich so robust und rustikal aus? ich liebe und brauche betäubung. meine ganze leidenschaft gilt der vollnarkose. herrlichste stunden meines lebens. aus dichten wimpern nicken sehnige narkoseärzte mir zärtlich zu. gebräunte unterarme in indigoblauen baumwollkutten. oh pforte zum paradies.

01. juni 2006

meine fresse. ich: „ich will unter allen umständen betäubt werden“ zahnärztin klemming: „na ja… sonst betäube ich eigentlich schon, wenn ich das mache, normalerweise“. ich: „?!? ich bin keine märtyrerin! ich bin zimperlich!“. wieso bieten mir ärzte eigentlich dauernd den verzicht auf betäubungsspritzen an? „wollen wir’s erst mal so versuchen, hmm?“ sehe ich so robust und rustikal aus? ich liebe und brauche betäubung. meine ganze leidenschaft gilt der vollnarkose. herrlichste stunden meines lebens. aus dichten wimpern nicken sehnige narkoseärzte mir zärtlich zu. gebräunte unterarme in indigoblauen baumwollkutten. oh pforte zum paradies.

01. juni 2006
[ spitz wie lumpi enmäßige lyrik ]
dicke nichten ficken dichten tüchtig hinter dichtem fichtendickicht
01. juni 2006
[ heul doch ]
in unserm städtchen,
da wohnt ein mädchen,
das heult immerzu.
fast so wie du.
01. juni 2006
[ dinge die uns alle angehen ]
bei uns im hause
wohnt auch frau krause.
sie bäckt schönen kuchen.
wer geht sie besuchen?
30. mai 2006
„entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde“
altes testament | exodus 21, 23 – 25
och joh. hat was. gleich mal in größerer schrift probieren:
entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde
gefällt mir ja gleich noch viel besser
30. mai 2006
„entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde“
altes testament | exodus 21, 23 – 25
och joh. hat was. gleich mal in größerer schrift probieren:
entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde
gefällt mir ja gleich noch viel besser
28. mai 2006

nackig in der sonne sitzen und gemüse schnippeln. der preußische ikarus singt mir lieder zur gitarre vor. paprikastreifen und zwiebelringe anbeten. alle zeit der welt. allerschönster sonntag. überraschend und beruhigend, dass die freude an den einfachen dingen mit den jahren zunimmt. ein messer, eine zwiebel, ein sonnenfleck, ein kleines lied. und gerade keine blutenden finger.

28. mai 2006

nackig in der sonne sitzen und gemüse schnippeln. der preußische ikarus singt mir lieder zur gitarre vor. paprikastreifen und zwiebelringe anbeten. alle zeit der welt. allerschönster sonntag. überraschend und beruhigend, dass die freude an den einfachen dingen mit den jahren zunimmt. ein messer, eine zwiebel, ein sonnenfleck, ein kleines lied. und gerade keine blutenden finger.

27. mai 2006

her mit den kleinen französinnen
schön, liebe leser, dass sie sich auch heute wieder für das herme- tische café entschieden haben! aufgrund der begrenzten zahl der sitz- plätze im mutterhaus wurde vorübergehend diese kleine filiale eröffnet.
je nun. was soll man machen, wenn einem ringelstrumpfbestückte weiber vor den apparat laufen. wegrennen? die augen verschließen? da muss man dann halt durch. drückt man halt ab. ist ja für einen guten zweck. nicht, dass es wieder heißt, ich hätte kein erbarmen mit den bedürftigen.
27. mai 2006

her mit den kleinen französinnen
schön, liebe leser, dass sie sich auch heute wieder für das herme- tische café entschieden haben! aufgrund der begrenzten zahl der sitz- plätze im mutterhaus wurde vorübergehend diese kleine filiale eröffnet.
je nun. was soll man machen, wenn einem ringelstrumpfbestückte weiber vor den apparat laufen. wegrennen? die augen verschließen? da muss man dann halt durch. drückt man halt ab. ist ja für einen guten zweck. nicht, dass es wieder heißt, ich hätte kein erbarmen mit den bedürftigen.
27. mai 2006
ein guter tag für einen neuanfang. leider bin ich oder das system zu dusslig, meinen namen auf den neuesten stand zu bringen. darüber würde ich mir anstelle von twoday aber mal gedanken machen. möchte twoday etwa nicht, dass sich die leute vermählen oder adop- tiert werden? um nur 2 gründe für eine namensänderung zu nennen.
immer die ihre hochachtungsvoll
donna gaga fulminata
26. mai 2006
zwiespalt.
s-bahn. straßenmusikant betritt den wagen. einer, den ich schon mal aus dem augenwinkel gesehen, aber noch nicht gehört habe. was schon was heißen will, wenn man häufig ein- und dieselbe strecke fährt. langhaarig, irgendwieblond. er kündigt mit englischem akzent auf deutsch an, dass er jetzt ein lied spielen wird. sympathischer, unaufgeregter gesichtsausdruck. markantes gesicht. verwaschene, leicht abgerissene klamotten. sieht aus wie ende dreißig. er fängt an. die ersten akkorde erinnern zwar angenehm aber doch wenig originell an eagle eye cherrys save tonight. es ist allerdings ein anderes lied. vermutlich von ihm selbst. ich höre einen moment auf zu lesen und warte auf den gesang. er fängt an. unspektakuläre, verwechselbare stimme. leicht quäkend. langweilige tonlage. er singt nicht falsch, leiert seine reime im passenden rhythmus. die rhythmische gitarre ist im vordergrund. er hat ein gutes rhythmusgefühl. ich überlege zum ersten mal seit langem überhaupt wieder, ob ich einem s-bahn-musikanten geld gebe. überlege. überlege. sein gesang ist derart uninteressant, dass ich denke, wenn er geld dafür kriegt, wiegt er sich in der vorstellung, mir hätte die darbietung rundherum gefallen und er sollte in der kombination weitermachen. vielleicht sollte er ja. was weiß ich.
während ich noch überlege, schlurft er mit aufgehaltener hand vorbei und ich gebe ihm nichts. er ist mir sympathisch und klampft ganz nett, aber ich will ihn nicht als musiker entlohnen. es beschäftigt mich noch. bis jetzt. welche macht man ausübt, in dem man jemanden materiell für eine bestimmte darbietung unterstützt – oder eben nicht. vielleicht hätte ich ihm eher geld gegeben, wenn er nur die hand aufgehalten hätte. aus sympathie. weil er versucht, sich am rande einer kon- ventionellen existenz durchzuschlagen. und weil abenteuerlust in seinen augen funkelt. und weil man mut braucht, um sich mit einem selbstgemachten lied vor einer meute zu präsentieren. jetzt denke ich darüber nach, wie ich eigentlich ticke. er hat übrigens weit mehr geld von fahrgästen bekommen, als die meisten anderen, die sich sonst abmühen. es war besser, es war trotz der leicht abgekupferten melodie origineller, als das was sonst geboten wird. aber es war – nichts besonderes. ich bin manchmal schon ganz schön hart.
27. mai 2006
ein guter tag für einen neuanfang. leider bin ich oder das system zu dusslig, meinen namen auf den neuesten stand zu bringen. darüber würde ich mir anstelle von twoday aber mal gedanken machen. möchte twoday etwa nicht, dass sich die leute vermählen oder adop- tiert werden? um nur 2 gründe für eine namensänderung zu nennen.
immer die ihre hochachtungsvoll
donna gaga fulminata
26. mai 2006
zwiespalt.
s-bahn. straßenmusikant betritt den wagen. einer, den ich schon mal aus dem augenwinkel gesehen, aber noch nicht gehört habe. was schon was heißen will, wenn man häufig ein- und dieselbe strecke fährt. langhaarig, irgendwieblond. er kündigt mit englischem akzent auf deutsch an, dass er jetzt ein lied spielen wird. sympathischer, unaufgeregter gesichtsausdruck. markantes gesicht. verwaschene, leicht abgerissene klamotten. sieht aus wie ende dreißig. er fängt an. die ersten akkorde erinnern zwar angenehm aber doch wenig originell an eagle eye cherrys save tonight. es ist allerdings ein anderes lied. vermutlich von ihm selbst. ich höre einen moment auf zu lesen und warte auf den gesang. er fängt an. unspektakuläre, verwechselbare stimme. leicht quäkend. langweilige tonlage. er singt nicht falsch, leiert seine reime im passenden rhythmus. die rhythmische gitarre ist im vordergrund. er hat ein gutes rhythmusgefühl. ich überlege zum ersten mal seit langem überhaupt wieder, ob ich einem s-bahn-musikanten geld gebe. überlege. überlege. sein gesang ist derart uninteressant, dass ich denke, wenn er geld dafür kriegt, wiegt er sich in der vorstellung, mir hätte die darbietung rundherum gefallen und er sollte in der kombination weitermachen. vielleicht sollte er ja. was weiß ich.
während ich noch überlege, schlurft er mit aufgehaltener hand vorbei und ich gebe ihm nichts. er ist mir sympathisch und klampft ganz nett, aber ich will ihn nicht als musiker entlohnen. es beschäftigt mich noch. bis jetzt. welche macht man ausübt, in dem man jemanden materiell für eine bestimmte darbietung unterstützt – oder eben nicht. vielleicht hätte ich ihm eher geld gegeben, wenn er nur die hand aufgehalten hätte. aus sympathie. weil er versucht, sich am rande einer kon- ventionellen existenz durchzuschlagen. und weil abenteuerlust in seinen augen funkelt. und weil man mut braucht, um sich mit einem selbstgemachten lied vor einer meute zu präsentieren. jetzt denke ich darüber nach, wie ich eigentlich ticke. er hat übrigens weit mehr geld von fahrgästen bekommen, als die meisten anderen, die sich sonst abmühen. es war besser, es war trotz der leicht abgekupferten melodie origineller, als das was sonst geboten wird. aber es war – nichts besonderes. ich bin manchmal schon ganz schön hart.
23. mai 2006
muss mal wieder ein bißchen text hin hier. was gescheites. mit witz und esprit. um nicht zu sagen: geist. kann sich ja eigentlich nur noch um stunden handeln. bin schon sehr gespannt. die sache lässt sich jedenfalls ganz gut an. der erste schritt ist vollbracht. was will man mehr. nun heißt es geduldig sein. abwarten. tee trinken. ein wenig meditieren vielleicht. ggf. ein glas milch mit honig vor dem schlafen gehen. gewiss kann ein tröpfchen melissengeist hilfreich zur seite stehen. dann läuft die sache praktisch wie von selbst.

lindert die Beschwerden, harmonisiert und stabilisiert das vegetative Nerven- system und stärkt das körperliche Gleichgewicht. Gesundheitliches Wohlbefinden stellt sich ein.
17. mai 2006

lisa war da!
24. mai 2006
nichts zu verlieren
[ großartig ]
via ►
23. mai 2006
muss mal wieder ein bißchen text hin hier. was gescheites. mit witz und esprit. um nicht zu sagen: geist. kann sich ja eigentlich nur noch um stunden handeln. bin schon sehr gespannt. die sache lässt sich jedenfalls ganz gut an. der erste schritt ist vollbracht. was will man mehr. nun heißt es geduldig sein. abwarten. tee trinken. ein wenig meditieren vielleicht. ggf. ein glas milch mit honig vor dem schlafen gehen. gewiss kann ein tröpfchen melissengeist hilfreich zur seite stehen. dann läuft die sache praktisch wie von selbst.

lindert die Beschwerden, harmonisiert und stabilisiert das vegetative Nerven- system und stärkt das körperliche Gleichgewicht. Gesundheitliches Wohlbefinden stellt sich ein.
22. mai 2006

coup de cœur
ein wimpernschlag traf mein gesicht, von deinem fremden augenblick. und spülte warmes weisses licht, in wellen über meinen rücken. und brach mir das genick, für einen augenblick
ic falkenberg
20. mai 2006
mist mist. beim nächsten grand prix muß ich doch mal mitsteno- grafieren. man könnte doch eine herrliche palette schöner adjektive verwenden, bei so einer live-berichterstattung. bei den ersten fünf liedern war ich ja noch in der küche zugange und bin immer nur mal nachschauen gegangen, welche klamotten am start sind. aber nun sitze ich doch recht diszipliniert vor dem fernsehgerät und werde der veranstaltung bis zum ende beiwohnen.
bis jetzt ist mir vor allem aufgefallen, dass heute besonders gerne besonders falsch gesungen wird. da kommt man schon mal auf die idee, sich evt. auch mal anzubieten. und nachdem ja die griechische sängerin angeblich seit jahren neunundvierzig ist – die sah aber ganz schön straff aus. überall, soweit man das beurteilen konnte.
das herz ging mir ja bei dieser schnulze* aus – ach jetzt hab ich das land vergessen – litauen? moldawien? lettland? na jedenfalls die einzige schnulze mit mandolinengeklimper, aus auf. danach kamen dann ein paar junge männer die in etwa gesungen haben ‚we are the winners‘ oder so ähnlich.
*edit: die schnulze kommt aus dem gar schönen bosnien-herzegowina
was ich gar nicht verstanden habe, wieso der komische moderator bei der finnischen (?) metalband anfing, eltern zu warnen. das war doch die einzige gruppe, wo die kleinen endlich mal ein wenig spaß gehabt hätten. schöne monstermasken, fette gitarren. ansonsten lustig, dass die so einen schwerfälligen akzent haben in ihrem englisch.
dass frollein shakira eine doppelgängerin hat, die ihre sache gar nicht mal schlechter macht, war mir auch neu. insofern, wieder ein fernsehabend, der meiner allgemeinbildung sehr zuträglich ist.
der deutsche beitrag ist mir irgendwie doch schleierhaft – dieses countrygeklimper käme ja bestimmt im steakhouse ganz gut, nettes melodiechen – aber was hat das mit unserem schönen heimatland zu tun? und dann das neckische getänzel im rosa baby doll, extra lang. der gute olli dittrich, so sympathisch er mir sonst ist, gehört nun leider auch zu den musikern, die vor lauter anstrengung epileptische grimassen schneiden müssen. das ist nicht schön. aber ich wünsche ihnen einen guten platz.
20. mai 2006
mist mist. beim nächsten grand prix muß ich doch mal mitsteno- grafieren. man könnte doch eine herrliche palette schöner adjektive verwenden, bei so einer live-berichterstattung. bei den ersten fünf liedern war ich ja noch in der küche zugange und bin immer nur mal nachschauen gegangen, welche klamotten am start sind. aber nun sitze ich doch recht diszipliniert vor dem fernsehgerät und werde der veranstaltung bis zum ende beiwohnen.
bis jetzt ist mir vor allem aufgefallen, dass heute besonders gerne besonders falsch gesungen wird. da kommt man schon mal auf die idee, sich evt. auch mal anzubieten. und nachdem ja die griechische sängerin angeblich seit jahren neunundvierzig ist – die sah aber ganz schön straff aus. überall, soweit man das beurteilen konnte.
das herz ging mir ja bei dieser schnulze* aus – ach jetzt hab ich das land vergessen – litauen? moldawien? lettland? na jedenfalls die einzige schnulze mit mandolinengeklimper, aus auf. danach kamen dann ein paar junge männer die in etwa gesungen haben ‚we are the winners‘ oder so ähnlich.
*edit: die schnulze kommt aus dem gar schönen bosnien-herzegowina
was ich gar nicht verstanden habe, wieso der komische moderator bei der finnischen (?) metalband anfing, eltern zu warnen. das war doch die einzige gruppe, wo die kleinen endlich mal ein wenig spaß gehabt hätten. schöne monstermasken, fette gitarren. ansonsten lustig, dass die so einen schwerfälligen akzent haben in ihrem englisch.
dass frollein shakira eine doppelgängerin hat, die ihre sache gar nicht mal schlechter macht, war mir auch neu. insofern, wieder ein fernsehabend, der meiner allgemeinbildung sehr zuträglich ist.
der deutsche beitrag ist mir irgendwie doch schleierhaft – dieses countrygeklimper käme ja bestimmt im steakhouse ganz gut, nettes melodiechen – aber was hat das mit unserem schönen heimatland zu tun? und dann das neckische getänzel im rosa baby doll, extra lang. der gute olli dittrich, so sympathisch er mir sonst ist, gehört nun leider auch zu den musikern, die vor lauter anstrengung epileptische grimassen schneiden müssen. das ist nicht schön. aber ich wünsche ihnen einen guten platz.
14. mai 2006
[ tacheles ]
backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool. shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel. rotten to the core, rotten to the core. rotten like a crackwhore, backing out the backdoor. show us what you’re good for. stick it to the noise board, come on join the bloodsport. show us some support, still working at the drugstore. is it because you’re A FUCKING backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel
und jetzt alle*
(*edit: außer kid37)
17. mai 2006

lisa war da!
16. mai 2006
10. mai 2006
meiner hätte heute. plötzlich fällt mir auf, wie schön und einfach man heute jemandem auf diesem weg seine wertschätzung und zuneigung zeigen kann. schon toll, dieses internet.
damals, mitte der achtziger, als mein bruder noch lebte, kannte ich einen bärtigen, mageren computertüftler, der tag ein, tag aus, einen schwarzen overall trug, in der wohnung über mir hauste und abend für abend erwähnte, dass er wieder dringend in seine mailbox (hä?) im computer gucken müsste, da er post aus den usa und aus china erwarte. er würde sich da mit leuten austauschen. ich konnte ihm nicht so recht folgen. was will er denen da bloß jeden tag schreiben, dachte ich mir so.
mein bruder hatte immerhin eine pfiffige connection zur gitarristin seiner band, wo er ein paar tage die woche seinen liebesroman in ihren computer hacken durfte (autobiographisch, versteht sich). ich habe noch die ausdrucke. ziehharmonikafaltung. mit lochrand.

und heute wärst du zweiundvierzig. weiß der geier, ob du mich hörst – aber ich denk an dich.
(eigentlich immer)
09. mai 2006
[ lebenshilfe ]

scharf!
high durch chilis? beim genuss von chili wird das gehirn betrogen: die konzentrierte capsaicin-dosis hält das gehirn irrtümlich für einen starken schmerz, den es zu bekämpfen gilt; das bewirkt die aus- schüttung von endorphin, einem körpereigenen, morphiumähnlichen schmerzkiller. dies trägt zu einem gesteigerten glücksempfinden bei; einer milden euphorie, bisweilen von unvermitteltem schmunzeln begleitet. experten bezeichnen diesen zustand als pepper-high
14. mai 2006
schwedische mandeltorte, aus dem tiefkühlfach, mit wodka getränkt, angetoastet. unfassbar. verschlägt einem die sprache. dermaßen geil.
14. mai 2006
[ tacheles ]
backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool. shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel. rotten to the core, rotten to the core. rotten like a crackwhore, backing out the backdoor. show us what you’re good for. stick it to the noise board, come on join the bloodsport. show us some support, still working at the drugstore. is it because you’re A FUCKING backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel
und jetzt alle*
(*edit: außer kid37)
14. mai 2006
schwedische mandeltorte, aus dem tiefkühlfach, mit wodka getränkt, angetoastet. unfassbar. verschlägt einem die sprache. dermaßen geil.
13. mai 2006
l’air
l’eau
le feu
la terre

letzter stand (f. lisa)
10. mai 2006
meiner hätte heute. plötzlich fällt mir auf, wie schön und einfach man heute jemandem auf diesem weg seine wertschätzung und zuneigung zeigen kann. schon toll, dieses internet.
damals, mitte der achtziger, als mein bruder noch lebte, kannte ich einen bärtigen, mageren computertüftler, der tag ein, tag aus, einen schwarzen overall trug, in der wohnung über mir hauste und abend für abend erwähnte, dass er wieder dringend in seine mailbox (hä?) im computer gucken müsste, da er post aus den usa und aus china erwarte. er würde sich da mit leuten austauschen. ich konnte ihm nicht so recht folgen. was will er denen da bloß jeden tag schreiben, dachte ich mir so.
mein bruder hatte immerhin eine pfiffige connection zur gitarristin seiner band, wo er ein paar tage die woche seinen liebesroman in ihren computer hacken durfte (autobiographisch, versteht sich). ich habe noch die ausdrucke. ziehharmonikafaltung. mit lochrand.

und heute wärst du zweiundvierzig. weiß der geier, ob du mich hörst – aber ich denk an dich.
(eigentlich immer)
09. mai 2006
unglaubliches wetter. nichts stört!
09. mai 2006
unglaubliches wetter. nichts stört!









kids in neukölln