

Fünfhundertacht Meter ist die Seebrücke lang. Ich lief sie bis zum Ende, wo sich rund um die Pyramide herum ein Restaurant befand. Gut besucht. Ich hatte gar nicht vor, mich dort niederzulassen, aber als ich sah, dass man von hier aus den Sonnenuntergang genießen kann, hielt ich Ausschau nach einem Platz. Rein zufällig beschied mir das Glück, einen der vier Logenplätze zu finden. Sonst gab es nur knallrote Plastikstühle an den Tischen. Im Ponte Rialto kann man keine Tische reservieren, man kommt einfach hin und findet einen Platz – oder nicht. An vier Ecken der Pyramide steht je ein Strandkorb, ich setzte mich hocherfreut in den auf der Westseite, soeben erst wieder frei gegeben. Mein Blick zur Heringsdorfer Küste gewandt, wo gerade die Abendsonne sank.
