20. märz 2007

gestern viel freude bereitet. lieber freundin cd „edle tropfen – edle klänge edition nr. 4“ als präsent überreicht. wäre mir freilich nicht halb so leicht gefallen, die trennung von den herrlichen aufnahmen in erwägung zu ziehen, wenn sich nur ein exemplar in meinem besitze befunden hätte. aber wir sind ja nicht bei armen leuten! gerne kaufe ich auch einmal zwei packungen von solch bewährten leckereien.
meine bevorzugte sorte ist williams christbirne. dazu höre ich gerne no. 8, antonio vivaldi, konzert für oboe, streicher u. b.c. in a-moll rv 461 – allegro. zu zwetschgenwasser bevorzuge ich dagegen klar no. 15, friedrich smetana; die moldau.

19. märz 2007


gar nicht das gefühl, etwas verpasst zu haben. achtundvierzig stunden nicht hier gewesen. obwohl die kiste nur zwei meter von mir entfernt war und alles einwandfrei funktioniert. dasselbe gefühl von ultimativem luxus, wie genug geld auf dem konto zu haben und trotzdem keine klamotten zu kaufen, weil man keine lust darauf hat oder nicht zu verreisen, weil man gerade gerne ist, wo man sowieso ist. in der mitte der stadt und trotzdem nicht vor die tür zu gehen. gewissheit über gelegenheiten und ereignisse und am liebsten daheim zu trinken. hypnotisches make up aufzulegen und gut gelaunt zu hause zu bleiben. die haare an den beinen lassen, obwohl noch wachsstreifen da sind. weil man sich gut genug ist. k.d. lang singt my old addiction.

13. märz 2007

h&m hat vor ein paar tagen neue bildchen am bahnhof angeklebt. kein mädchen drauf, sondern der da (und zwar gleich das erste bild, wo er so am boden sitzt). jedesmal klappt mir fast die kinnlade herunter, wenn die s-bahn hält und mich dieser übernächtigte schlafzimmerblick streift. heute beschlossen, ernsthaft zu untersuchen, ob es sich um ein berufsmodell handelt oder um einen über nacht berühmt gewordenen schauspieler. womöglich ein schriftsteller! ein einsamer dichter, der auf diese weise endlich langersehnten kontakt zur außenwelt sucht!
hat so etwas verwirrendes, irgendwie bekanntes, wie der immer zu mir in die s-bahn rüberguckt. wo hab ich das schon mal gesehen. vielleicht sieht er auch jemandem ähnlich, der mir gerade sowas von überhaupt nicht einfällt.
also gut. nach langweiligem herumgebl interessiertem studium von viel madonna und ihrern krempel tollen frühlingsmode auf den umständ toll anspruchsvoll aufbereiteten h&m-seiten habe ich das bild gefunden und weiß jetzt, dass es kein schauspieler ist, sondern ein total bekannter italienischer fußballer, nämlich herr maldini (39). gut, das konnte ich nicht wissen, das war vor meiner zeit. auf den bildern seiner fußballkarriere gefällt er mir nicht ganz so gut, wie auf den h&m-bildchen.
beim nachhausegehen dann sinniert: wieder mal typisch. kaum finde ich eine reklame gut, weiß ich nicht, wofür genau geworben wird, weil alles mögliche an der kampagne interessanter ist als das dings, um das es geht. keine ahnung, was der typ auf dem plakat anhat. dabei ist es doch ein reklamebild für anziehsachen. leider, leider wird man wohl nicht seine kräftigen unterarme und den schönen wolfsblick mit eingepackt kriegen, wenn man die sachen kauft.
solche typen müssten da unten im blöden hackbarths rumhängen. man muss es einfach lobend erwähnen, wenn 1 mal in vierzig jahren kein glattrasierter langweiler auf so einem bild ist. und so groß. also das bild am bahnhof. obwohl herr maldini sogar eine einigermaßen ordentliche größe erreicht hat, für einen italiener: 1,86. zwar nicht riesengroß aber geht in ordnung.

13. märz 2007

h&m hat vor ein paar tagen neue bildchen am bahnhof angeklebt. kein mädchen drauf, sondern der da (und zwar gleich das erste bild, wo er so am boden sitzt). jedesmal klappt mir fast die kinnlade herunter, wenn die s-bahn hält und mich dieser übernächtigte schlafzimmerblick streift. heute beschlossen, ernsthaft zu untersuchen, ob es sich um ein berufsmodell handelt oder um einen über nacht berühmt gewordenen schauspieler. womöglich ein schriftsteller! ein einsamer dichter, der auf diese weise endlich langersehnten kontakt zur außenwelt sucht!
hat so etwas verwirrendes, irgendwie bekanntes, wie der immer zu mir in die s-bahn rüberguckt. wo hab ich das schon mal gesehen. vielleicht sieht er auch jemandem ähnlich, der mir gerade sowas von überhaupt nicht einfällt.
also gut. nach langweiligem herumgebl interessiertem studium von viel madonna und ihrern krempel tollen frühlingsmode auf den umständ toll anspruchsvoll aufbereiteten h&m-seiten habe ich das bild gefunden und weiß jetzt, dass es kein schauspieler ist, sondern ein total bekannter italienischer fußballer, nämlich herr maldini (39). gut, das konnte ich nicht wissen, das war vor meiner zeit. auf den bildern seiner fußballkarriere gefällt er mir nicht ganz so gut, wie auf den h&m-bildchen.
beim nachhausegehen dann sinniert: wieder mal typisch. kaum finde ich eine reklame gut, weiß ich nicht, wofür genau geworben wird, weil alles mögliche an der kampagne interessanter ist als das dings, um das es geht. keine ahnung, was der typ auf dem plakat anhat. dabei ist es doch ein reklamebild für anziehsachen. leider, leider wird man wohl nicht seine kräftigen unterarme und den schönen wolfsblick mit eingepackt kriegen, wenn man die sachen kauft.
solche typen müssten da unten im blöden hackbarths rumhängen. man muss es einfach lobend erwähnen, wenn 1 mal in vierzig jahren kein glattrasierter langweiler auf so einem bild ist. und so groß. also das bild am bahnhof. obwohl herr maldini sogar eine einigermaßen ordentliche größe erreicht hat, für einen italiener: 1,86. zwar nicht riesengroß aber geht in ordnung.

11. märz 2007

da die konkurrenz ja nun nicht schläft, habe ich heute meine bewerbungsmappe für das erste kennenlernen fertiggestellt:

http://widget-92.slide.com/widgets/slideticker.swf
auf den bildern kann man gut erkennen, dass ich schon erfahrung gesammelt habe. davon verspreche ich mir einen kleinen wettbewerbsvorteil und komme so vielleicht in die engere auswahl für den besuch in der baumhöhle. auch werde ich, um mich von meinen konkurrentinnen abzuheben, darauf verzichten, koseworte zu benutzen. lieber ein bißchen strenger, das macht mich interessant!

07. märz 2007

hey, auch wenn ihr denkt, dass ich mich nur für mich selber interessiere und keine anderen blogs lese, weil ich keine blogroll habe, so möchte ich mich heute doch einmal ausdrücklich zu einem männlichen blogger bekennen, der mein herz im sturm erobert hat. warum soll man nicht einfach auch mal zu seinen intimsten gefühlen stehen und sagen: jawohl, ich habe mich verliebt. und ich habe sogar hoffnung, dass meine gefühle eines tages ein wenig erwidert werden könnten, denn das tollste ist: er wohnt gar nicht weit von mir weg! wir müssten also keine fernbeziehung führen und könnten uns sogar mehrmals wöchentlich besuchen. und wenn ich so in meinen kalender schaue, muss ich euch sagen: der frühling steht schon vor der tür!
ach ja, fast hätte ich es vergessen. das ist sein blog. ich weiß natürlich, dass das ganz schön riskant ist, einen so attraktiven blogger, auf den man ein auge geworfen hat und der außerdem auch noch so viele fotos und filme von sich zeigt, zu verlinken. da holt man sich die weibliche konkurrenz ja quasi selber ins haus. auch neige ich ein wenig zur eifersucht und bin deswegen doppelt blöd, dass ich das mache. ach, was soll’s! man muß auch einfach mal auf seinen glücksstern vertrauen!

07. märz 2007

hey, auch wenn ihr denkt, dass ich mich nur für mich selber interessiere und keine anderen blogs lese, weil ich keine blogroll habe, so möchte ich mich heute doch einmal ausdrücklich zu einem männlichen blogger bekennen, der mein herz im sturm erobert hat. warum soll man nicht einfach auch mal zu seinen intimsten gefühlen stehen und sagen: jawohl, ich habe mich verliebt. und ich habe sogar hoffnung, dass meine gefühle eines tages ein wenig erwidert werden könnten, denn das tollste ist: er wohnt gar nicht weit von mir weg! wir müssten also keine fernbeziehung führen und könnten uns sogar mehrmals wöchentlich besuchen. und wenn ich so in meinen kalender schaue, muss ich euch sagen: der frühling steht schon vor der tür!
ach ja, fast hätte ich es vergessen. das ist sein blog. ich weiß natürlich, dass das ganz schön riskant ist, einen so attraktiven blogger, auf den man ein auge geworfen hat und der außerdem auch noch so viele fotos und filme von sich zeigt, zu verlinken. da holt man sich die weibliche konkurrenz ja quasi selber ins haus. auch neige ich ein wenig zur eifersucht und bin deswegen doppelt blöd, dass ich das mache. ach, was soll’s! man muß auch einfach mal auf seinen glücksstern vertrauen!

03. märz 2007

»die muse oder der dämon ist in mir. aber dieser teil meines ichs verschwindet oft unter familiären verpflichtungen und anderen auf- gaben. ich muss die schranken und barrieren, die mich einsperren, niederreißen. ich muss die stimmen vertreiben, die mich ermahnen, nettes zu schreiben, die familie nicht in verlegenheit zu bringen, immer an die sache der juden zu denken und nur gutes über israel zu äußern. nichts fesselt die fantasie so sehr wie familiäre loyalität oder politische korrektheit.«
[ erica jong ]

22. februar 2007

ob man auch peinliche leser hat, obwohl man sich selber eigentlich schon ganz o.k. findet? manchmal frage ich mich, wer die alle sind. das geht bestimmt nicht nur mir so. ob ich schüchterne leser habe? ich mag schüchterne menschen eigentlich sehr gerne. ich war ja selber sehr schüchtern, als ich noch jung und unschuldig war. schon alleine deswegen.
ich könnte euch jetzt aber keine so richtigen tipps geben, wie man das überwindet. bei mir ist irgendwann der trotz und der eigensinn stärker geworden als alles andere und seit einer weile denke ich mir vor allem, dass das leben ganz schön kurz ist. auf jeden fall zu kurz, um die verwirklichung, das äußern der eigenen vorstellungen und werte für irgendwann mal später, wenn man groß und stark ist, aufzuheben. oder alt und weise. oder graumeliert. das geht alles so furchtbar schnell (vorbei).
irgendwann lade ich euch alle ein, meine lieben. die rechnung geht dann auf mich. ich habe viel bekommen und will euch etwas geben!

01. märz 2007

ich dann morgen d.jane. finde ich ungemein praktisch und kommt meiner faulheit entgegen. in ruhe musik aussuchen, die einem selber gefällt und sich dann in lustiger gesellschaft von der eigenen playlist überraschen lassen.
seit stunden ziehe ich mir altes zeug auf die festplatte. sachen, die ich eigentlich immer mochte, auf cd habe, aber lange nicht unbedingt hören musste. zum beispiel thin lizzy. gerade läuft rosalie. ich habe thin lizzy ungefähr 79 live gesehen. ich erinnere mich deutlich an die gespannte schwarze lederhose an phil lynotts beinen. die liveplatte mit the boys are back in town und dancing in the moonlight ungefähr 1047 mal gehört. don’t believe a word.
schon ulkig, was man sich für musik überlegt, wenn es nicht nur für einen selber ist. ich denke bei unterschiedlichen sachen an ganz bestimmte der frauen und muß jetzt schon grinsen. vor ein paar stunden war donna summer live dran. auch sehr geil. und die greatest hits von sophia loren. bing, bang, bong etc. da kann man wirklich nicht meckern! billy idol. ha ha. „hey little sister, what have you done“
hier liegen noch sieben platten. ich muß mal hinne machen!

24. februar 2007

ohgottohgottohgott
ich muß mich jetzt outen. bevor es das fernsehen macht.
ich schaue dsds.
zu meiner entschuldigung kann ich vorbringen, dass ich die erste staffel meistens geschaut habe, weil es halt schon irgendwie interessant ist, wie die leute falsch singen aber auch manchmal richtig und die folgenden staffeln überhaupt nicht, wegen: langweilig. dann aber bin ich beim zappen neulich in die castings gerutscht und konnte mich der faszination nicht erwehren.
tatsächlich sind in dieser staffel (oder wie das heißt) eineinhalb dabei, die ich mag und denen ich alles gute wünsche.
und einmal habe ich sogar schon angerufen. jetzt habe ich sowieso schon alles zugegeben und es ist eh schon wurscht. ich habe neulich für den sänger aus offenbach angerufen, den kann ich gut leiden. den altenpfleger, der auch ziemlich gut singen kann und dem ich alles gute wünsche.
neulich, ja neulich. aber heute. heute kam es ganz dick. ich bin ja grundsätzlich und schon aus prinzip sehr für max buskohl oder wie der heißt. (skorpion!). und die olle franziska war mir am anfang zu perfekt glatt und kontrolliert aber sie hat es doch auch verdient. na ja und dann die kleine elfe lauren dingens. die ist ja schon auch niedlich und hat sowas gewisses vertraut abgründiges für ihre sechzehn jahre.
um endlich auf den punkt zu kommen: weil ich in meinem rausch voller mitgefühl für diesen und jenen ins telefon tippte und weil es eh schon wurscht war, tippte ich nochmal für diesen mark aus offenbach und plötzlich war da so eine ansage: „sie sind im gewinnspiel, bitte nennen sie ihren namen und ihre adresse und ihre telefonnummer“ oder so ähnlich. vor lauter schreck ist mir die postleitzahl nicht mehr eingefallen. na ja.
auf alle fälle: wenn es jetzt gleich heißt, dass ich zehntausend mark gewonnen habe, wisst ihr schon mal bescheid und wir müssen doch nicht mehr drei jahre warten mit der tollen feier!

24. februar 2007

ohgottohgottohgott
ich muß mich jetzt outen. bevor es das fernsehen macht.
ich schaue dsds.
zu meiner entschuldigung kann ich vorbringen, dass ich die erste staffel meistens geschaut habe, weil es halt schon irgendwie interessant ist, wie die leute falsch singen aber auch manchmal richtig und die folgenden staffeln überhaupt nicht, wegen: langweilig. dann aber bin ich beim zappen neulich in die castings gerutscht und konnte mich der faszination nicht erwehren.
tatsächlich sind in dieser staffel (oder wie das heißt) eineinhalb dabei, die ich mag und denen ich alles gute wünsche.
und einmal habe ich sogar schon angerufen. jetzt habe ich sowieso schon alles zugegeben und es ist eh schon wurscht. ich habe neulich für den sänger aus offenbach angerufen, den kann ich gut leiden. den altenpfleger, der auch ziemlich gut singen kann und dem ich alles gute wünsche.
neulich, ja neulich. aber heute. heute kam es ganz dick. ich bin ja grundsätzlich und schon aus prinzip sehr für max buskohl oder wie der heißt. (skorpion!). und die olle franziska war mir am anfang zu perfekt glatt und kontrolliert aber sie hat es doch auch verdient. na ja und dann die kleine elfe lauren dingens. die ist ja schon auch niedlich und hat sowas gewisses vertraut abgründiges für ihre sechzehn jahre.
um endlich auf den punkt zu kommen: weil ich in meinem rausch voller mitgefühl für diesen und jenen ins telefon tippte und weil es eh schon wurscht war, tippte ich nochmal für diesen mark aus offenbach und plötzlich war da so eine ansage: „sie sind im gewinnspiel, bitte nennen sie ihren namen und ihre adresse und ihre telefonnummer“ oder so ähnlich. vor lauter schreck ist mir die postleitzahl nicht mehr eingefallen. na ja.
auf alle fälle: wenn es jetzt gleich heißt, dass ich zehntausend mark gewonnen habe, wisst ihr schon mal bescheid und wir müssen doch nicht mehr drei jahre warten mit der tollen feier!

20. februar 2007


nichts was mich gerade direkt beträfe, aber man macht sich halt so seine gedanken. glaubt doch keiner, dass böse drogen böse sein sollen, so lange schöne menschen aus film, funk und fernsehen trotz wiederkehrenden gebrauchs dermaßen gut und lasziv auszusehen verstehen. wilde, feurige blicke werfen, siegerposen mit spannkraft, samtschimmernde haut.
dabei möchte man zu den meldungen graugesichtiges erwarten, erbärmliches, blutunterlaufenes, geschwüre, pickel, ekzeme. nichts da. gut sehen sie alle aus. da soll so ein junger mensch nicht neugierig werden.
wer liest schon dieses trostlose buch über nicos letzte jahre, das vereiterte offene bein. immerhin: herr wecker sah damals ordentlich fertig aus, zuletzt. und dieser angeblich dreiundreißigjährige robbie williams wirkt schon seit zehn jahren wie ein auf den hund gekommener mittvierziger.
aber wie machen, wie verstoffwechseln das die damen. wie geht das, frau mosscampbellversace? so viel kann licht, make up, chemikalische strahlkraft.
die großen verführer auf den bildern sind selbst verführt. ‚gute‘ drogen fokussieren auf erotische kräfte. wer den hemmungs- losesten blick einfängt, macht das beste geschäft. vielleicht, weil eine wilde gesinnung das seltenste gut ist.
wie sollen die zurechtgestutzten heranwachsenden plötzlich wieder lernen, ohne synthetische hilfsmittel so animalisch wild wie die raubtierikonen auf den bildern zu sein, wenn die natürlichen krallen von kindesbeinen an beschnitten wurden?
kaum einer sagt, wie das geht, die verschüttete wildnis, das verbotene feuer zurückzuerobern. die substanz hilft der sehnsucht auf die sprünge. sie hilft, sich selbst die erlaubnis zu erteilen und zu glauben, es käme von einem mittel, das man sich einverleibte.
es bräuchte ein hochdiszipliniertes unterrichtsfach, das geschichte und technik der ekstase heißt. unterricht bei dämmerung. prüfung zur nacht.

22. februar 2007

ob man auch peinliche leser hat, obwohl man sich selber eigentlich schon ganz o.k. findet? manchmal frage ich mich, wer die alle sind. das geht bestimmt nicht nur mir so. ob ich schüchterne leser habe? ich mag schüchterne menschen eigentlich sehr gerne. ich war ja selber sehr schüchtern, als ich noch jung und unschuldig war. schon alleine deswegen.
ich könnte euch jetzt aber keine so richtigen tipps geben, wie man das überwindet. bei mir ist irgendwann der trotz und der eigensinn stärker geworden als alles andere und seit einer weile denke ich mir vor allem, dass das leben ganz schön kurz ist. auf jeden fall zu kurz, um die verwirklichung, das äußern der eigenen vorstellungen und werte für irgendwann mal später, wenn man groß und stark ist, aufzuheben. oder alt und weise. oder graumeliert. das geht alles so furchtbar schnell (vorbei).
irgendwann lade ich euch alle ein, meine lieben. die rechnung geht dann auf mich. ich habe viel bekommen und will euch etwas geben!

20. februar 2007


nichts was mich gerade direkt beträfe, aber man macht sich halt so seine gedanken. glaubt doch keiner, dass böse drogen böse sein sollen, so lange schöne menschen aus film, funk und fernsehen trotz wiederkehrenden gebrauchs dermaßen gut und lasziv auszusehen verstehen. wilde, feurige blicke werfen, siegerposen mit spannkraft, samtschimmernde haut.
dabei möchte man zu den meldungen graugesichtiges erwarten, erbärmliches, blutunterlaufenes, geschwüre, pickel, ekzeme. nichts da. gut sehen sie alle aus. da soll so ein junger mensch nicht neugierig werden.
wer liest schon dieses trostlose buch über nicos letzte jahre, das vereiterte offene bein. immerhin: herr wecker sah damals ordentlich fertig aus, zuletzt. und dieser angeblich dreiundreißigjährige robbie williams wirkt schon seit zehn jahren wie ein auf den hund gekommener mittvierziger.
aber wie machen, wie verstoffwechseln das die damen. wie geht das, frau mosscampbellversace? so viel kann licht, make up, chemikalische strahlkraft.
die großen verführer auf den bildern sind selbst verführt. ‚gute‘ drogen fokussieren auf erotische kräfte. wer den hemmungs- losesten blick einfängt, macht das beste geschäft. vielleicht, weil eine wilde gesinnung das seltenste gut ist.
wie sollen die zurechtgestutzten heranwachsenden plötzlich wieder lernen, ohne synthetische hilfsmittel so animalisch wild wie die raubtierikonen auf den bildern zu sein, wenn die natürlichen krallen von kindesbeinen an beschnitten wurden?
kaum einer sagt, wie das geht, die verschüttete wildnis, das verbotene feuer zurückzuerobern. die substanz hilft der sehnsucht auf die sprünge. sie hilft, sich selbst die erlaubnis zu erteilen und zu glauben, es käme von einem mittel, das man sich einverleibte.
es bräuchte ein hochdiszipliniertes unterrichtsfach, das geschichte und technik der ekstase heißt. unterricht bei dämmerung. prüfung zur nacht.

19. februar 2007


MARILYN OUT OF SPACE
gestern nacht. milton greene und marilyn. kritzelei. was wäre zu zweit? ein paar handgriffe vor dem fernseher, später erinnerung. herumzukitzeln oder herumzukritzeln.
ach was. so ist es gut. selbstvergessen, ohne blöde erwachsen- enspiele. mann und frau, messer und fluch. vorbei vorbei, und so ist es gut.

18. februar 2007


»als meine mutter hereinkam, um uns gute nacht zu sagen, sah sie, wie ich das bild von louisa may alcott auf der rückseite von BETTY UND IHRE SCHWESTERN küsste, und bemerkte ironisch: „sie ist tot.“ wahrscheinlich war sie eifersüchtig, dass ich außer ihr noch jemand anderen liebte. die grimmige, neidische liebe meiner mutter ließ keinen raum für andere weibliche mentorinnen. aber ihr zynischer kommentar machte das schreiben für mich nur noch wundersamer: die toten kommunizierten noch immer! selbst aus ihrem grab heraus konnten sie mich noch auf magische reisen entführen.«
[ E. JONG, den dämon verführen ]

11. februar 2007


„was ich da vortrage, ist eine milde faschismustheorie. ich beschreibe die faschismen des alltags, die sich in flachen wellen abspielen. tag für tag versuchen journalisten, neue erreger in die arena einzuschleusen, und sie beobachten, ob der skandal, den sie auslösen wollen, zu blühen beginnt. man darf nicht vergessen, dass in jeder modernen nation jeden tag zwanzig bis dreißig erregungsvorschläge lanciert werden, von denen naturgemäß die meisten nicht zu dem gewünschten ergebnis führen. die moderne gesellschaft ist zwar eine sehr skandalisierungsfreudige lebens- form, aber sie nimmt nicht jeden skandalisierungsvorschlag auf. die meisten erregungsvorschläge werden abgelehnt oder mit mäßigem interesse studiert.“
p. sloterdijk

11. februar 2007


„was ich da vortrage, ist eine milde faschismustheorie. ich beschreibe die faschismen des alltags, die sich in flachen wellen abspielen. tag für tag versuchen journalisten, neue erreger in die arena einzuschleusen, und sie beobachten, ob der skandal, den sie auslösen wollen, zu blühen beginnt. man darf nicht vergessen, dass in jeder modernen nation jeden tag zwanzig bis dreißig erregungsvorschläge lanciert werden, von denen naturgemäß die meisten nicht zu dem gewünschten ergebnis führen. die moderne gesellschaft ist zwar eine sehr skandalisierungsfreudige lebens- form, aber sie nimmt nicht jeden skandalisierungsvorschlag auf. die meisten erregungsvorschläge werden abgelehnt oder mit mäßigem interesse studiert.“
p. sloterdijk

02. februar 2007

das ulkige ist, dass ich immer heimlich bete, wenn die stöcke fliegen, dass ich keinen abkriege. wenn es dann aber doch so weit ist, traue ich mich nicht, nein zu sagen und beim abarbeiten macht es mir dann auf einmal doch spaß.
ab zehn fragen aufwärts erschrecke ich schon ganz schön, aber DAS HIER war ja mal sehr überschaubar. ich hätte sogar noch was siebtes gewusst, war mir aber dann doch ein bißchen zu intim.
ach stimmt, ich könnte ja auch mal werfen üben! zum beispiel zu saoirse, doc rollinger und 40sth.

02. februar 2007

das ulkige ist, dass ich immer heimlich bete, wenn die stöcke fliegen, dass ich keinen abkriege. wenn es dann aber doch so weit ist, traue ich mich nicht, nein zu sagen und beim abarbeiten macht es mir dann auf einmal doch spaß.
ab zehn fragen aufwärts erschrecke ich schon ganz schön, aber DAS HIER war ja mal sehr überschaubar. ich hätte sogar noch was siebtes gewusst, war mir aber dann doch ein bißchen zu intim.
ach stimmt, ich könnte ja auch mal werfen üben! zum beispiel zu saoirse, doc rollinger und 40sth.

28. januar 2007

bitte macht sehr viele sichtbare absätze (= 1 leerzeile), wenn ihr lange texte schreibt, sonst lese ich nur quer. es ist mir einfach zu anstrengend, egal bei wem. ich möchte gar nicht wissen, wieviel gutes mir deshalb schon entgangen ist.
ähnlich anstrengend ist eine allzu breite textlaufweite. dauernd mit den augen von links nach rechts zu rollen strengt auch furchtbar an. schließlich will ich vor allem faul herumliegen und mich erholen.
und bei heller schrift auf dunklem hintergrund markiere ich zum lesen immer den kompletten text, damit ich dunkle schrift auf hellem hintergrund habe. dadurch sehe ich diese seiten, die mutmaßlich aus ästhetischen erwägungen diese farbzuordnung haben, immer in einer ziemlich hässlichen darstellung, die bestimmt nicht angedacht ist. macht das noch jemand?

28. januar 2007

komme gerade schwer ins grübeln, wie unrepräsentativ meine gesamte sinneswahrnehmung der welt sein könnte. wenn es bei der organischen sehfähigkeit beginnt, wo hört das auf. hört es überhaupt auf. das erklärt vielleicht so manches.
ich denke gerade sehr scharf darüber nach, wieviele menschen ich kenne, die ohne sehhilfe gut sehen können. mir ist gar nicht dauernd bewusst, wie wenige es sind – beinah niemand. es ist mir deshalb nicht dauernd bewusst, weil heutzutage mindestens zwei drittel, wenn nicht mehr, kontaktlinsen tragen. sogar mein bruder war kurzsichtig, obwohl er genetisch auch gute augen hätte haben sollen (es gibt in meiner familie sowohl mütterlicher-, als auch väterlicherseits soweit ich es rekonstruieren kann, nur alters- weitsichtigkeit, lesebrille im reiferen lebensalter ab etwa 50, wenn die arme beim lesen immer länger werden).
mein geruchssinn sei zum ausgleich dafür unterentwickelt, dachte ich sehr lange. das scheint aber auch nicht pauschal zu stimmen. ich nehme bestimmte gerüche überdeutlich wahr und andere wiederum verschwindend, die andere stark wahrnehmen. sehen, riechen, schmecken, hören. dass das alles subjektiv gefärbt ist, ist schon klar.
wenn man alleine bedenkt, wie häufig es angeblich bei männern ein verdrehtes unterscheidungsvermögen gibt, was rot und grün angeht (die sog. mir sehr faszinierend erscheinende farbenblindheit – sieht man dann nicht auch andere farben komplementär?). aber wie stark mögen die unterschiede bei den anderen sinnen sein. wahrscheinlich kann ich mich niemals angemessen mit irgendwem verständigen, der nicht ähnlich verteilte sinneswahrnehmungen hat. schade.
vielleicht ist das überhaupt ein grund für viele missverständnisse zwischen menschen. wir sind eben nicht aus demselben holz geschnitzt. auf jeden fall muss man sich über mehr als nur bildungsstand und sozialisation austauschen. nicht zur abgrenzung sondern zur verständigung.
verdammt, ich überlege immer noch, ob ich jemanden außerhalb meiner familie kenne, der ohne brille sehen kann. ah. zwei meiner freundinnen haben keinen angeborenen sehfehler. die eine hat schon eine weile eine lesebrille, altersbedingt und die andere drückt sich noch.
und ich war in den achtziger jahren mal in einen mann verliebt, der keine brille aufhatte. aber vielleicht kontaktlinsen. nein, ich glaube nicht. leider bin ich ihm niemals nah genug gekommen, um es zu wissen. der rest der männer, die ich näher kannte, trug brille oder haftschalen (blödes wort – gibt es eigentlich auch kontaktschalen oder haftlinsen?).
na ja. spätestens vor dem schlafengehen wusste man dann ja bescheid. obwohl es heutzutage auch linsen gibt, die man über nacht trägt und nach einer woche wegschmeißt.

28. januar 2007

komme gerade schwer ins grübeln, wie unrepräsentativ meine gesamte sinneswahrnehmung der welt sein könnte. wenn es bei der organischen sehfähigkeit beginnt, wo hört das auf. hört es überhaupt auf. das erklärt vielleicht so manches.
ich denke gerade sehr scharf darüber nach, wieviele menschen ich kenne, die ohne sehhilfe gut sehen können. mir ist gar nicht dauernd bewusst, wie wenige es sind – beinah niemand. es ist mir deshalb nicht dauernd bewusst, weil heutzutage mindestens zwei drittel, wenn nicht mehr, kontaktlinsen tragen. sogar mein bruder war kurzsichtig, obwohl er genetisch auch gute augen hätte haben sollen (es gibt in meiner familie sowohl mütterlicher-, als auch väterlicherseits soweit ich es rekonstruieren kann, nur alters- weitsichtigkeit, lesebrille im reiferen lebensalter ab etwa 50, wenn die arme beim lesen immer länger werden).
mein geruchssinn sei zum ausgleich dafür unterentwickelt, dachte ich sehr lange. das scheint aber auch nicht pauschal zu stimmen. ich nehme bestimmte gerüche überdeutlich wahr und andere wiederum verschwindend, die andere stark wahrnehmen. sehen, riechen, schmecken, hören. dass das alles subjektiv gefärbt ist, ist schon klar.
wenn man alleine bedenkt, wie häufig es angeblich bei männern ein verdrehtes unterscheidungsvermögen gibt, was rot und grün angeht (die sog. mir sehr faszinierend erscheinende farbenblindheit – sieht man dann nicht auch andere farben komplementär?). aber wie stark mögen die unterschiede bei den anderen sinnen sein. wahrscheinlich kann ich mich niemals angemessen mit irgendwem verständigen, der nicht ähnlich verteilte sinneswahrnehmungen hat. schade.
vielleicht ist das überhaupt ein grund für viele missverständnisse zwischen menschen. wir sind eben nicht aus demselben holz geschnitzt. auf jeden fall muss man sich über mehr als nur bildungsstand und sozialisation austauschen. nicht zur abgrenzung sondern zur verständigung.
verdammt, ich überlege immer noch, ob ich jemanden außerhalb meiner familie kenne, der ohne brille sehen kann. ah. zwei meiner freundinnen haben keinen angeborenen sehfehler. die eine hat schon eine weile eine lesebrille, altersbedingt und die andere drückt sich noch.
und ich war in den achtziger jahren mal in einen mann verliebt, der keine brille aufhatte. aber vielleicht kontaktlinsen. nein, ich glaube nicht. leider bin ich ihm niemals nah genug gekommen, um es zu wissen. der rest der männer, die ich näher kannte, trug brille oder haftschalen (blödes wort – gibt es eigentlich auch kontaktschalen oder haftlinsen?).
na ja. spätestens vor dem schlafengehen wusste man dann ja bescheid. obwohl es heutzutage auch linsen gibt, die man über nacht trägt und nach einer woche wegschmeißt.

28. januar 2007

bitte macht sehr viele sichtbare absätze (= 1 leerzeile), wenn ihr lange texte schreibt, sonst lese ich nur quer. es ist mir einfach zu anstrengend, egal bei wem. ich möchte gar nicht wissen, wieviel gutes mir deshalb schon entgangen ist.
ähnlich anstrengend ist eine allzu breite textlaufweite. dauernd mit den augen von links nach rechts zu rollen strengt auch furchtbar an. schließlich will ich vor allem faul herumliegen und mich erholen.
und bei heller schrift auf dunklem hintergrund markiere ich zum lesen immer den kompletten text, damit ich dunkle schrift auf hellem hintergrund habe. dadurch sehe ich diese seiten, die mutmaßlich aus ästhetischen erwägungen diese farbzuordnung haben, immer in einer ziemlich hässlichen darstellung, die bestimmt nicht angedacht ist. macht das noch jemand?

25. januar 2007

tage wie dieser oder so ähnlich. schwer enttäuscht im kaufhaus in der puppenabenteilung. keine kleinen lammlederanoraks, keine fell- stiefelchen für michaela. hässlicher babykrempel mit schleimigen applikationen. man schämt sich schon beim hinschauen.
gut versteckt schwarzrote inlineskater. immerhin. sogar in ihrer größe. der eine geht ohne die radkufe als stiefel für den winter. und ein weicher roter schal mit fransen. die komische mütze dazu kann sie als poncho anziehen. aus der alten schwarzen baumwollsocke, die das sockenmonster wie üblich in der waschmaschine übrig gelassen hat, ein schönes warmes strickkleid bis übers bein gemacht, für die große schneeballschlacht. wir hatten nämlich schnee heute. ist zwar schon wieder weg aber er kommt ja vielleicht noch mal und dann geht’s natürlich zur abhärtung gleich raus.
saublöd vorhin bei butter lindner. hole ich immer den rothschildwein für die gesundheit. stehe ewig mit zwei auf den glastresen gepackten flaschen und den scharfen nüssen, vier verkäufer hinterm tresen, stehe mir ungefähr zehn minuten, gefühlte hundert, die beine in den bauch, längst schon die scheine in der hand. die sehen immer nur die, die neu zur tür von links rein kommen.
ich überlege schon, ob ich einfach gehe, merkt ja keine sau. kann ich mein geld behalten. man will ja auch die hochwichtigen verkaufsverhandlungen mit den neuen kunden nicht durch unqualifizierte zwischenrufe unterbrechen. dann langt’s mir. ich teile der langweiligen kompanie gut hörbar mit, dass ich mich ganz ausgezeichnet ignoriert fühle, zumal hier in dem laden, in dem ich regelmäßig einkaufe. ich kann meinen wein auch woanders kaufen! rufe ich erbost und irgendwie entgegen meiner absicht.
erst fünf minuten vorher noch mit dem gedanken gespielt, einen trotzigen abgang zu machen und als kindisch verworfen. gucken mich vier verkäufer und innen mit offenem mund an. nicht, dass mich einer zurückgehalten hätte. kenne ich sonst nicht, von dem laden, die sind eigentlich immer sehr zuvorkommend. das personal wechselt aller- dings in einem rhythmus, den ich noch nicht ganz durchschaut habe. an manchen tagen sind ganz zauberhaft zuvorkommende junge frauen und männer im verkauf. aber heute halt nicht. blöderweise dann im spar nebenan ein gesöff erstanden, dass man lieber nicht weiter erwähnt.
daheim die drei gekauften apfelsinen auf den küchentisch geknallt. gegrübelt, ob ich sonst über gebühr verwöhnt und hofiert werde in dem laden und deswegen so ungehalten war. beschlossen, dass da heute einfach blöde verkäufer waren. die guten werfen einem während man wartet, einen geistesgegenwärtigen blick zu, um ihre wahrnehmung aus dem augenwinkel zu zeigen.
tage, an denen einem dauernd das messer ausrutscht und man sich morgens den kaffee über die nackten beine gießt. dabei war der eigentlich erst gegen abend so. ich sollte dringend meine astrologin konsultieren.
im fernsehen dann allerletzter, aber wirklich hinterletzter versuch altmans shortcuts irgend etwas abzugewinnen. noch langweiliger als vor zig jahren beim ersten anlauf. was für ein haltloses geschwätz. und die gruselige synchronisation. ton weg, musik an. mozarts requiem, leonard bernstein. oh je. hat mich auch nur gerade geritten, weil gerade frisch geliefert. kam gar nicht gut heute. der blöde film nervt sogar ohne ton. fernseher ganz aus. andere musik an.

dann selten dämlich und ungeschickt in der küche rumgebrutzelt. abgehackte bewegungen. leicht versalzen. das gegenteil von was man als virtuos bezeichnet. dabei kann ich das eigentlich. beim griff zu den zwiebeln mehr so zufällig hinter den ungelesenen bücherstapel geschaut. schon irgendwie toll gestreift, so eine apfelsine. komischer abend irgendwie. na ja, hauptsache gesund.
schon schön

25. januar 2007

es ist wichtig, dass michaela frühzeitig lernt, sich zu wehren. heute haben wir geübt, wie man schöne feste schneebälle macht, damit man ordentlich treffen kann, wenn die großen kinder einen bewerfen. das hat schon recht gut geklappt. ich selber war als kind ein kleiner angsthase und wollte nicht getroffen werden, deswegen bin ich meistens davongelaufen. eigentlich hat sich daran nicht viel geändert. ich ducke mich immer noch, wenn stöckchen sachen geflogen kommen. aber michaela ist aus anderem holz geschnitzt und lässt sich nichts gefallen!
schlacht

25. januar 2007

tage wie dieser oder so ähnlich. schwer enttäuscht im kaufhaus in der puppenabenteilung. keine kleinen lammlederanoraks, keine fell- stiefelchen für michaela. hässlicher babykrempel mit schleimigen applikationen. man schämt sich schon beim hinschauen.
gut versteckt schwarzrote inlineskater. immerhin. sogar in ihrer größe. der eine geht ohne die radkufe als stiefel für den winter. und ein weicher roter schal mit fransen. die komische mütze dazu kann sie als poncho anziehen. aus der alten schwarzen baumwollsocke, die das sockenmonster wie üblich in der waschmaschine übrig gelassen hat, ein schönes warmes strickkleid bis übers bein gemacht, für die große schneeballschlacht. wir hatten nämlich schnee heute. ist zwar schon wieder weg aber er kommt ja vielleicht noch mal und dann geht’s natürlich zur abhärtung gleich raus.
saublöd vorhin bei butter lindner. hole ich immer den rothschildwein für die gesundheit. stehe ewig mit zwei auf den glastresen gepackten flaschen und den scharfen nüssen, vier verkäufer hinterm tresen, stehe mir ungefähr zehn minuten, gefühlte hundert, die beine in den bauch, längst schon die scheine in der hand. die sehen immer nur die, die neu zur tür von links rein kommen.
ich überlege schon, ob ich einfach gehe, merkt ja keine sau. kann ich mein geld behalten. man will ja auch die hochwichtigen verkaufsverhandlungen mit den neuen kunden nicht durch unqualifizierte zwischenrufe unterbrechen. dann langt’s mir. ich teile der langweiligen kompanie gut hörbar mit, dass ich mich ganz ausgezeichnet ignoriert fühle, zumal hier in dem laden, in dem ich regelmäßig einkaufe. ich kann meinen wein auch woanders kaufen! rufe ich erbost und irgendwie entgegen meiner absicht.
erst fünf minuten vorher noch mit dem gedanken gespielt, einen trotzigen abgang zu machen und als kindisch verworfen. gucken mich vier verkäufer und innen mit offenem mund an. nicht, dass mich einer zurückgehalten hätte. kenne ich sonst nicht, von dem laden, die sind eigentlich immer sehr zuvorkommend. das personal wechselt aller- dings in einem rhythmus, den ich noch nicht ganz durchschaut habe. an manchen tagen sind ganz zauberhaft zuvorkommende junge frauen und männer im verkauf. aber heute halt nicht. blöderweise dann im spar nebenan ein gesöff erstanden, dass man lieber nicht weiter erwähnt.
daheim die drei gekauften apfelsinen auf den küchentisch geknallt. gegrübelt, ob ich sonst über gebühr verwöhnt und hofiert werde in dem laden und deswegen so ungehalten war. beschlossen, dass da heute einfach blöde verkäufer waren. die guten werfen einem während man wartet, einen geistesgegenwärtigen blick zu, um ihre wahrnehmung aus dem augenwinkel zu zeigen.
tage, an denen einem dauernd das messer ausrutscht und man sich morgens den kaffee über die nackten beine gießt. dabei war der eigentlich erst gegen abend so. ich sollte dringend meine astrologin konsultieren.
im fernsehen dann allerletzter, aber wirklich hinterletzter versuch altmans shortcuts irgend etwas abzugewinnen. noch langweiliger als vor zig jahren beim ersten anlauf. was für ein haltloses geschwätz. und die gruselige synchronisation. ton weg, musik an. mozarts requiem, leonard bernstein. oh je. hat mich auch nur gerade geritten, weil gerade frisch geliefert. kam gar nicht gut heute. der blöde film nervt sogar ohne ton. fernseher ganz aus. andere musik an.

dann selten dämlich und ungeschickt in der küche rumgebrutzelt. abgehackte bewegungen. leicht versalzen. das gegenteil von was man als virtuos bezeichnet. dabei kann ich das eigentlich. beim griff zu den zwiebeln mehr so zufällig hinter den ungelesenen bücherstapel geschaut. schon irgendwie toll gestreift, so eine apfelsine. komischer abend irgendwie. na ja, hauptsache gesund.
schon schön

21. januar 2007


heute ist der tag gekommen, an dem ich endlich von michaela erzählen muss. leider weiß ich nicht mehr genau, wann ich sie gekriegt habe. ich glaube mit fünf oder so zum geburtstag. aber dass ich mich mächtig gefreut habe, weiß ich noch genau. sie hat mir gleich sehr gut gefallen, weil sie kein baby mehr war, mit dem man immer nur fläschchen geben und windeln wechseln spielen kann, und ich war auch gleich in ihre blonden haare und die stupsnase mit den treuen kulleraugen verliebt.
was mich gerade ein bißchen durcheinander bringt ist, zusammenzukriegen, wieso michaela michaela heißt. als kind hat mir das lied von bata illic supergut gefallen und ich hätte gedacht, vielleicht deswegen, aber das lied ist erst zweiundsiebzig rausgekommen und ich glaube nicht, dass ich meine michaela so spät gekriegt habe. auf jeden fall hat mir der name gut gefallen.
leider ist dann ziemlich bald was ganz dummes passiert. michaela hat beim spielen einen blöden unfall gehabt. sie ist irgendwie aus- gerutscht oder was und runtergefallen. dabei hat sie sich das bein gebrochen. genau genommen sogar den oberschenkel. wenn man es ganz genau nimmt, sogar noch mehr. also warum lange um den heißen brei reden: das rechte bein war ganz ab. natürlich wurde gleich der notarzt gerufen und operiert. aber das gewebe war wohl nicht mehr gut genug durchblutet und deswegen ist das bein nicht mehr angewachsen. es wurde dann noch zwei oder dreimal transplantiert aber es wollte einfach nicht mehr festwachsen. das hat mir natürlich großen kummer bereitet. ich habe extra dicke verbände angelegt und alles und immer eine strumpfhose drüber, damit es schön hält. aber es hat alles nix geholfen. mist.
irgendwann habe ich dann mit michaela gesprochen und habe ihr beigebracht, dass das bein nicht mehr anwachsen will und dass sie aber trotzdem nicht traurig sein soll, weil sie die schönste für mich ist. und sie war ja auch wirklich die schönste, trotz abm bein. sie hat mir sehr aufmerksam und tapfer zugehört und sehr verständig gewirkt.
von da an habe ich mir besonders viel mühe gegeben, ihr schöne kleider zu machen. meine mama habe ich darum gebeten, ein großes seidentuch für michaela zu spenden, damit ich ihr ein schönes langes kleid machen kann, wo man nicht sieht, dass sie bloß ein bein hat. es war so ein großes glänzendes tuch mit verschiedenem grün drin, mit großen urwaldblättern drauf.
in den siebziger jahren war es mal mode, dass man große stofftücher als partykleid anzieht. so rückenfrei und die beiden stoffzipfel vorne über kreuz und im nacken gebunden. so ein partykleid habe ich dann für michaela gemacht und es hat ihr super gestanden. weil sie so toll ausgesehen hat und ich auch gerade einen fotoapparat gekriegt habe, habe ich dann sensationelle mode- photos mit ihr gemacht, vor dem rhododendronbusch im garten.
ich habe gleich gemerkt, dass sie dafür talent hat. und seitdem hat sie auch gewusst, dass sie sich nicht schämen muss, weil sie nur ein bein hat. wir haben auch so ganz raffinierte bilder gemacht, die ich leider nicht mehr finde, wo ein schlitz im kleid ist und das eine bein vorguckt. ganz schön sexy!
blöderweise haben wir uns in den achtziger jahren dann irgendwie aus den augen verloren. ich bin ausgezogen und michaela ist im haus bei meinen eltern geblieben. obwohl ich sie sehr geliebt habe, waren dann wohl auf einmal mehr so jungens wichtiger. wir haben uns dann sehr lange nicht mehr gesehen, aber ich habe sie nie vergessen.
vor dreieinhalb jahren musste ich immer öfter an sie denken und machte mir große sorgen, wie es ihr wohl ergangen ist, in all den jahren und wo sie überhaupt ist. ich bin dann kurzerhand zu meinen eltern gefahren und habe den ganzen dachboden auf den kopf gestellt. vor meinem kinderzimmer unterm dach ist so ein vorraum, in dem aller möglicher krempel und alte möbel und zeug herumstehen. da war die spielzeugtruhe aus meinem kinderzimmer mit dem dunkelroten lederdeckel und ich habe die truhe aufgemacht und es war ein fürchterliches durcheinander. aber ich habe ihren blonden haarschopf gesehen. dann habe ich sie vorsichtig herausgenommen und ihr gut zugeredet. sie war ein bißchen struppig aber sonst ganz munter. ich war total froh, dass ich sie gefunden habe. sie hat gar nichts angehabt.
daheim habe ich sie dann schön lange gebadet und die haare gewaschen (mit shampoo) und gekämmt und ihr aus so einem indischen hippietuch ein neues kleid gemacht. sie mag zur zeit so ein bißchen urwaldlook, deswegen wollte sie auch unbedingt die kette mit den holzzähnen umhaben. am liebsten sitzt sie im schlafzimmer auf dem holztiger und schaut zu, was ich so mache. ich glaube, es macht ihr nichts mehr aus, dass sie nicht so wie die anderen ist. zum beispiel darf jetzt jeder sehen, dass sie nur ein bein hat. das erfüllt mich natürlich mit großem stolz auf meine kleine tapfere kriegerin.
wollte ich nur mal erzählt haben.
[mehr bildchen]

21. januar 2007


heute ist der tag gekommen, an dem ich endlich von michaela erzählen muss. leider weiß ich nicht mehr genau, wann ich sie gekriegt habe. ich glaube mit fünf oder so zum geburtstag. aber dass ich mich mächtig gefreut habe, weiß ich noch genau. sie hat mir gleich sehr gut gefallen, weil sie kein baby mehr war, mit dem man immer nur fläschchen geben und windeln wechseln spielen kann, und ich war auch gleich in ihre blonden haare und die stupsnase mit den treuen kulleraugen verliebt.
was mich gerade ein bißchen durcheinander bringt ist, zusammenzukriegen, wieso michaela michaela heißt. als kind hat mir das lied von bata illic supergut gefallen und ich hätte gedacht, vielleicht deswegen, aber das lied ist erst zweiundsiebzig rausgekommen und ich glaube nicht, dass ich meine michaela so spät gekriegt habe. auf jeden fall hat mir der name gut gefallen.
leider ist dann ziemlich bald was ganz dummes passiert. michaela hat beim spielen einen blöden unfall gehabt. sie ist irgendwie aus- gerutscht oder was und runtergefallen. dabei hat sie sich das bein gebrochen. genau genommen sogar den oberschenkel. wenn man es ganz genau nimmt, sogar noch mehr. also warum lange um den heißen brei reden: das rechte bein war ganz ab. natürlich wurde gleich der notarzt gerufen und operiert. aber das gewebe war wohl nicht mehr gut genug durchblutet und deswegen ist das bein nicht mehr angewachsen. es wurde dann noch zwei oder dreimal transplantiert aber es wollte einfach nicht mehr festwachsen. das hat mir natürlich großen kummer bereitet. ich habe extra dicke verbände angelegt und alles und immer eine strumpfhose drüber, damit es schön hält. aber es hat alles nix geholfen. mist.
irgendwann habe ich dann mit michaela gesprochen und habe ihr beigebracht, dass das bein nicht mehr anwachsen will und dass sie aber trotzdem nicht traurig sein soll, weil sie die schönste für mich ist. und sie war ja auch wirklich die schönste, trotz abm bein. sie hat mir sehr aufmerksam und tapfer zugehört und sehr verständig gewirkt.
von da an habe ich mir besonders viel mühe gegeben, ihr schöne kleider zu machen. meine mama habe ich darum gebeten, ein großes seidentuch für michaela zu spenden, damit ich ihr ein schönes langes kleid machen kann, wo man nicht sieht, dass sie bloß ein bein hat. es war so ein großes glänzendes tuch mit verschiedenem grün drin, mit großen urwaldblättern drauf.
in den siebziger jahren war es mal mode, dass man große stofftücher als partykleid anzieht. so rückenfrei und die beiden stoffzipfel vorne über kreuz und im nacken gebunden. so ein partykleid habe ich dann für michaela gemacht und es hat ihr super gestanden. weil sie so toll ausgesehen hat und ich auch gerade einen fotoapparat gekriegt habe, habe ich dann sensationelle mode- photos mit ihr gemacht, vor dem rhododendronbusch im garten.
ich habe gleich gemerkt, dass sie dafür talent hat. und seitdem hat sie auch gewusst, dass sie sich nicht schämen muss, weil sie nur ein bein hat. wir haben auch so ganz raffinierte bilder gemacht, die ich leider nicht mehr finde, wo ein schlitz im kleid ist und das eine bein vorguckt. ganz schön sexy!
blöderweise haben wir uns in den achtziger jahren dann irgendwie aus den augen verloren. ich bin ausgezogen und michaela ist im haus bei meinen eltern geblieben. obwohl ich sie sehr geliebt habe, waren dann wohl auf einmal mehr so jungens wichtiger. wir haben uns dann sehr lange nicht mehr gesehen, aber ich habe sie nie vergessen.
vor dreieinhalb jahren musste ich immer öfter an sie denken und machte mir große sorgen, wie es ihr wohl ergangen ist, in all den jahren und wo sie überhaupt ist. ich bin dann kurzerhand zu meinen eltern gefahren und habe den ganzen dachboden auf den kopf gestellt. vor meinem kinderzimmer unterm dach ist so ein vorraum, in dem aller möglicher krempel und alte möbel und zeug herumstehen. da war die spielzeugtruhe aus meinem kinderzimmer mit dem dunkelroten lederdeckel und ich habe die truhe aufgemacht und es war ein fürchterliches durcheinander. aber ich habe ihren blonden haarschopf gesehen. dann habe ich sie vorsichtig herausgenommen und ihr gut zugeredet. sie war ein bißchen struppig aber sonst ganz munter. ich war total froh, dass ich sie gefunden habe. sie hat gar nichts angehabt.
daheim habe ich sie dann schön lange gebadet und die haare gewaschen (mit shampoo) und gekämmt und ihr aus so einem indischen hippietuch ein neues kleid gemacht. sie mag zur zeit so ein bißchen urwaldlook, deswegen wollte sie auch unbedingt die kette mit den holzzähnen umhaben. am liebsten sitzt sie im schlafzimmer auf dem holztiger und schaut zu, was ich so mache. ich glaube, es macht ihr nichts mehr aus, dass sie nicht so wie die anderen ist. zum beispiel darf jetzt jeder sehen, dass sie nur ein bein hat. das erfüllt mich natürlich mit großem stolz auf meine kleine tapfere kriegerin.
wollte ich nur mal erzählt haben.
[mehr bildchen]

16. januar 2007

baden vor dem schlafengehen ist toll. komisch, mache ich ganz selten. und man riecht so gut. als ob man in ein frisch bezogenes bett kriecht, obwohl es überhaupt gar nicht frisch bezogen ist.
ich geh dann mal, mit dem buch mit dem (sau)blöden titel von der mir irgendwie unsympathischen witwe. vielleicht ändert sich das noch und sie wird mir sympathisch. bisher merkwürdig kalt sezierender tonfall. hat mich noch nicht wirklich tief berührt. ich lese vom wunsch der autopsie und dieser beizuwohnen, trotz erkennbarer todesursache. wiederholtes befremden. vielleicht auch unzulänglich übersetzt. ich meine den tonfall. wer weiß.
es gibt ja einige bücher zu dem thema, zum beispiel connie palmens i.m. ischa meijer in margine. in memoriam oder keine zeit zum abschiednehmen von beatrix gerstberger. mal schauen. aber schon spannend. das ist das thema ja immer. immanent. eh kloa

18. januar 2007

„Wenn wir über einen Todesfall informiert werden, setzen wir uns mit den Angehörigen des Verstorbenen in Verbindung. (…) Bei Horn- häuten besteht der Vorteil, daß sie noch bis zu 76 Stunden nach dem Tod entfernt werden können. (…) Oft ist für eine positive Zusage entscheidend, daß mit einer Organspende einem Lebenden geholfen werden kann. (…) Wenn sich die Hinterbliebenen positiv entscheiden, werden die Spenderorgane entfernt und in die Hornhautbank gebracht. Der Transport erfolgt in kleinen Plastikgefäßen. Dem Verstorbenen werden Glasprothesen eingesetzt. Sie unterscheiden sich äußerlich kaum von den natürlichen Augen und haben auch die gleiche Farbe.“

werden die spenderorgane entfernt.

18. januar 2007

„Wenn wir über einen Todesfall informiert werden, setzen wir uns mit den Angehörigen des Verstorbenen in Verbindung. (…) Bei Horn- häuten besteht der Vorteil, daß sie noch bis zu 76 Stunden nach dem Tod entfernt werden können. (…) Oft ist für eine positive Zusage entscheidend, daß mit einer Organspende einem Lebenden geholfen werden kann. (…) Wenn sich die Hinterbliebenen positiv entscheiden, werden die Spenderorgane entfernt und in die Hornhautbank gebracht. Der Transport erfolgt in kleinen Plastikgefäßen. Dem Verstorbenen werden Glasprothesen eingesetzt. Sie unterscheiden sich äußerlich kaum von den natürlichen Augen und haben auch die gleiche Farbe.“

werden die spenderorgane entfernt.

16. januar 2007

ausgeschlafen

uranus konjunktion IC. sehnsuchtsbefreit. überhaupt. das ist nicht persönlich gemeint. vielleicht ist das uranus opposition IC. mein altes buch der transite von robert hand hatte dazu keinen text. er hörte in der vierten auflage von 1990 jeweils nach den pluto- und MC-passagen mit den AC-transiten auf.
also mache ich mir selbst einen reim. ich kann das ja ganz gut. mir etwas zusammenreimen. ein dicker wattepanzer schützt meine weichteile. ich habe gelernt, mich selbst zu beschützen. ich suche keinen beschützer mehr. eher suche ich mir eine schutzbefohlene kreatur. das steht mir auch viel besser. elektrizität im kopf. und im herzen. nicht auf einen mann – auch nicht den plural – fixiert. nicht darauf reduziert. so frei war ich noch nie. noch nie im leben.

16. januar 2007

baden vor dem schlafengehen ist toll. komisch, mache ich ganz selten. und man riecht so gut. als ob man in ein frisch bezogenes bett kriecht, obwohl es überhaupt gar nicht frisch bezogen ist.
ich geh dann mal, mit dem buch mit dem (sau)blöden titel von der mir irgendwie unsympathischen witwe. vielleicht ändert sich das noch und sie wird mir sympathisch. bisher merkwürdig kalt sezierender tonfall. hat mich noch nicht wirklich tief berührt. ich lese vom wunsch der autopsie und dieser beizuwohnen, trotz erkennbarer todesursache. wiederholtes befremden. vielleicht auch unzulänglich übersetzt. ich meine den tonfall. wer weiß.
es gibt ja einige bücher zu dem thema, zum beispiel connie palmens i.m. ischa meijer in margine. in memoriam oder keine zeit zum abschiednehmen von beatrix gerstberger. mal schauen. aber schon spannend. das ist das thema ja immer. immanent. eh kloa

16. januar 2007

ausgeschlafen

uranus konjunktion IC. sehnsuchtsbefreit. überhaupt. das ist nicht persönlich gemeint. vielleicht ist das uranus opposition IC. mein altes buch der transite von robert hand hatte dazu keinen text. er hörte in der vierten auflage von 1990 jeweils nach den pluto- und MC-passagen mit den AC-transiten auf.
also mache ich mir selbst einen reim. ich kann das ja ganz gut. mir etwas zusammenreimen. ein dicker wattepanzer schützt meine weichteile. ich habe gelernt, mich selbst zu beschützen. ich suche keinen beschützer mehr. eher suche ich mir eine schutzbefohlene kreatur. das steht mir auch viel besser. elektrizität im kopf. und im herzen. nicht auf einen mann – auch nicht den plural – fixiert. nicht darauf reduziert. so frei war ich noch nie. noch nie im leben.

14. januar 2007


die kleine einradfahrerin war nicht alleine, ihre freundin war dabei, auch mit einrad. ich wohne an einem spielplatz, da ist man immer gut auf dem laufenden, was die kids so treiben. gerade eben diskret aus dem fenster geknipst.

02. januar 2007

ganz aufgewühlt.
so nah, so entblößt . die nierenschale bei der geburt
susan sontag. die graue strähne. immer ihr gesicht. aufgebahrt.
dann läuft sie aus dem bild, noch einmal ihr rücken, von hinten. zum vulkan. dann wasser. nur wasser. die lagune. und dann
monument valley ganz unscharf, schwarz weiß
ewigkeit. nur so, genau so. monument valley, unscharf, schwarz weiß.
die bilder tun weh. richtig weh.
viel mehr als – – was ja, was.
da war dieses zitat in diesem einpersonen-film. mein letzter film. da erinnert sie ein zitat von einem regisseur. jetzt ist, wenn es weh tut. und wenn es das einzige wäre, was man von dem film mitnimmt, diesen satz.
ja, annie. jetzt ist, wenn es weh tut.
fenster

14. januar 2007


die kleine einradfahrerin war nicht alleine, ihre freundin war dabei, auch mit einrad. ich wohne an einem spielplatz, da ist man immer gut auf dem laufenden, was die kids so treiben. gerade eben diskret aus dem fenster geknipst.

11. januar 2007

bin gerade schwer ins grübeln gekommen, wo sich eigentlich die ganzen seniorenblogger tummeln. habe ich doch erst einen gefunden. sehr gut gefällt mir bei herrn günther paul immer die grußformel, stets ein wenig abgewandelt, zum beispiel:
Bitte denken Sie mal darüber nach.
Es grüßt Sie Ihr
Günther Paul

so viel zeit muss sein. das hat stil, das hat geschmack. es muss nicht immer so salopp zugehen. da können wir uns eine scheibe abschneiden! hoffentlich gibt es bald noch mehr senioren, die schreiben. das ist jetzt ja mehr so eine kolumne und eigentlich ist herr paul mir auch fast noch ein bißchen zu jung. ich würde gerne geschichten von älteren omas und opas hören.
meine sind ja alle schon tot und dann hätte man wieder ein bißchen wie eine oma und einen opa. halt im internet. sie müssen auch sonst gar nicht modern sein. ich will das gar nicht. ruhig alt, mit ansichten von früher. schön altmodisch. auch die frisur und die anziehsachen. fände ich prima. am liebsten so alt, dass sie noch ein bißchen vom krieg und kurz danach erzählen können. der herr geriatric macht das schon ganz gut, aber der erzählt ja immer nur auf englisch. ich hätte gerne einen deutschen internetopa (schleswig holstein u. berlin wäre o.k., auch wegen besuchen). und vielleicht eine wiener internetoma.
da fällt mir ein: was ist eigentlich aus der schönen seniorensendung mosaik geworden? habe ich früher mit meinem opa angeschaut. war total langweilig. ich war eben noch zu jung. heute würde ich das bestimmt alles verstehen.
bitte denken sie mal darüber nach.
es grüßt sie ihr
fräulein gaga

11. januar 2007

bin gerade schwer ins grübeln gekommen, wo sich eigentlich die ganzen seniorenblogger tummeln. habe ich doch erst einen gefunden. sehr gut gefällt mir bei herrn günther paul immer die grußformel, stets ein wenig abgewandelt, zum beispiel:
Bitte denken Sie mal darüber nach.
Es grüßt Sie Ihr
Günther Paul

so viel zeit muss sein. das hat stil, das hat geschmack. es muss nicht immer so salopp zugehen. da können wir uns eine scheibe abschneiden! hoffentlich gibt es bald noch mehr senioren, die schreiben. das ist jetzt ja mehr so eine kolumne und eigentlich ist herr paul mir auch fast noch ein bißchen zu jung. ich würde gerne geschichten von älteren omas und opas hören.
meine sind ja alle schon tot und dann hätte man wieder ein bißchen wie eine oma und einen opa. halt im internet. sie müssen auch sonst gar nicht modern sein. ich will das gar nicht. ruhig alt, mit ansichten von früher. schön altmodisch. auch die frisur und die anziehsachen. fände ich prima. am liebsten so alt, dass sie noch ein bißchen vom krieg und kurz danach erzählen können. der herr geriatric macht das schon ganz gut, aber der erzählt ja immer nur auf englisch. ich hätte gerne einen deutschen internetopa (schleswig holstein u. berlin wäre o.k., auch wegen besuchen). und vielleicht eine wiener internetoma.
da fällt mir ein: was ist eigentlich aus der schönen seniorensendung mosaik geworden? habe ich früher mit meinem opa angeschaut. war total langweilig. ich war eben noch zu jung. heute würde ich das bestimmt alles verstehen.
bitte denken sie mal darüber nach.
es grüßt sie ihr
fräulein gaga

06. januar 2007

gestern. delphi. ich setze mich meistens in die zehnte bis zwölfte reihe oder weiter hinten, vorzugsweise die leerste. immer ganz an den rand, rechts. im delphi gleich beim ausgang. am äußeren rand hat man eine bessere wahrscheinlichkeit, dass kein kopf vor einem in die leinwand ragt. auf dem sitz links von mir mein zeug. sicherheitsabstand. schön leer meine reihe. die siebzehnuhrfünfzehn-vorstellung. ich bin kurz vorher da. bis halbsechs kommen noch einige besucher dazu.
jemand setzt sich zwei reihen vor mir, auch nah am rechten rand aber eher zur mitte. der kopf ragt ein wenig in die leinwand. mir dämmert, dass ich diesen kopf kenne. sehr gut kenne. oh je er. oder doch nur eine ähnlichkeit? der hinterkopf, die brille. das passt. eine flüchtige handbewegung, die ihn endgültig identifiziert. er streicht sich mit der rechten handfläche ein paar mal über den hinterkopf. eine geste, die ich oft an ihm sah. auf eine bestimmte art. so, wie sich manche räkeln.
er dreht sich nur einmal kurz um, um die ausgezogene jacke irgendwie auf den sitz zu drapieren. eine flüchtige bewegung. ich verdecke meine augen, mein gesicht mit der rechten hand, so wie man sich den kopf hält, weil er schmerzt. ich überlege, ob mir die distanz ausreicht. ob die wahrscheinlichkeit gering genug ist, dass er sich ein weiteres mal umdreht und mich erkennt. ich rutsche tiefer in den sitz. nein. das ist mir zu nah. viel zu nah.
ich muss jede möglichkeit einer begegnung auschließen. ich nehme mein zeug und gehe drei reihen weiter nach hinten. immer noch gute sicht. aber immer noch sein kopf in der leinwand. ausgerechnet. er ist nicht der größte für einen mann. so groß wie ich. irgendwas um eins- achtzig. muss mir jetzt ausgerechnet auch noch in den kopf kommen, wie es mit ihm in gewisser hinsicht lief. und wenn nichts mehr ging. das lief wie geschmiert. media luna nannte er mich dann, was eine versaute anspielung war, die man nicht ohne weiteres versteht. wie mir das gefiel. die erinnerung daran ist wie eine nötigung, die eine körperliche wahrnehmung beschwört, die mir lästig ist. ich muss mich schütteln. wie konnte ich. skorpion natürlich. 26. oktober 42.
dominante waage-zwillingsaspekte, so weit ich erinnere. ein hoch- gradig akademisch gebildeter, sinnenfroher schwätzer. treffliche belei- digung war, mir goldhagens willige vollstrecker zum geburtstag in die hand zu drücken. unverpackt. nichts gegen konfrontation mit dem horror und dem unsagbaren. aber nicht zum geburtstag. überhaupt bücher. jemand, der bücher verschenkt, die er selbst gerade unge- heuer bedeutend findet, ungeachtet der besonderen interessen des zu beschenkenden. über die weiße göttin von ranke-graves zu beginn des ganzen hatte ich mich noch halbwegs gefreut, aus neugier.
ich stehe wieder auf. gehe ganz weit nach hinten, wo alle reihen unbesetzt sind. in die vorvorletzte reihe. ach was. ich stehe wieder auf. wenn schon, denn schon. mal sehen, wie es in der letzten reihe mit der sicht ist. gut. erstaunlich gut. sein kopf ragt nicht mehr in mein sichtfeld. ich kann kaum mehr ausmachen, wo er sitzt. gut. sehr gut. schnell vergessen. er würde versuchen, so viel ist sicher, mich beso hier beso da, an sich zu drücken, mit laszivem augenzwinkern die laue temperatur zu erhöhen. schon aus prinzip, schon aus gewohnheit. bloß nicht. desinteresse. langeweile. zeitverschwendung.
gut da hinten. wie gut man sieht. ganz erstaunlich. bestimmt zehn reihen vor mir völlig leer. auf die entfernung ist auch drohendes geraschel und geknusper nicht mehr so stark zu hören. wie ich das verachte, diese uneingeladenen nebengeräusche körperlicher be- dürfnisbefriedigung. grobschlächtige naturen, die keine sekunde darüber nachdenken, welche geräusche sie produzieren, die den kinosaal mit ihrem verpupsten sofa zuhause verwechseln. guter platz. sehr, sehr guter platz. kaum werbung. dann der film.
ausgerechnet ein spanisch sprechendes kindermädchen taucht auf. deutsche untertitel. ich hatte gerade vergessen, wer da vorne sitzt, jetzt muss ich wieder daran denken. seine muttersprache ist spanisch. er wird da vorne sitzen und heimatgefühle haben, weil eine mexikanische kinderfrau in der sprache seiner mama auf der leinwand spricht. ich denke noch, wie absurd das leben ist, die situation, die befremdung darüber, dass man sich einst nah war. größte körperliche nähe zuließ. zum glück katapultiert der film kurz darauf jeden gedanken an meinen eigenen film weg. nichts bleibt davon übrig.
latent im hinterkopf, dass ich möglichst als letzte den saal verlassen muss. ich werde warten, bis er gegangen ist und noch eine kleine weile. es könnte sein, dass er unten kurz im wc verschwindet, oder im foyer bekannte entdeckt. er kennt ja gott und die welt. also nochmal gut fünf minuten dazu. abspann. er steht noch beim abspann auf, nimmt eilig seine jacke und ist weg. ich warte in ruhe den abspann ab, die musik ist ohnehin zum sitzenbleiben. ich stehe langsam auf, nehme meine handschuhe, ziehe den fellmantel über. reißverschluss. player an, auf die ohren. die schwarzen lederhandschuhe. tasche. über den weichen teppich zum ausgang.

06. januar 2007

gestern. delphi. ich setze mich meistens in die zehnte bis zwölfte reihe oder weiter hinten, vorzugsweise die leerste. immer ganz an den rand, rechts. im delphi gleich beim ausgang. am äußeren rand hat man eine bessere wahrscheinlichkeit, dass kein kopf vor einem in die leinwand ragt. auf dem sitz links von mir mein zeug. sicherheitsabstand. schön leer meine reihe. die siebzehnuhrfünfzehn-vorstellung. ich bin kurz vorher da. bis halbsechs kommen noch einige besucher dazu.
jemand setzt sich zwei reihen vor mir, auch nah am rechten rand aber eher zur mitte. der kopf ragt ein wenig in die leinwand. mir dämmert, dass ich diesen kopf kenne. sehr gut kenne. oh je er. oder doch nur eine ähnlichkeit? der hinterkopf, die brille. das passt. eine flüchtige handbewegung, die ihn endgültig identifiziert. er streicht sich mit der rechten handfläche ein paar mal über den hinterkopf. eine geste, die ich oft an ihm sah. auf eine bestimmte art. so, wie sich manche räkeln.
er dreht sich nur einmal kurz um, um die ausgezogene jacke irgendwie auf den sitz zu drapieren. eine flüchtige bewegung. ich verdecke meine augen, mein gesicht mit der rechten hand, so wie man sich den kopf hält, weil er schmerzt. ich überlege, ob mir die distanz ausreicht. ob die wahrscheinlichkeit gering genug ist, dass er sich ein weiteres mal umdreht und mich erkennt. ich rutsche tiefer in den sitz. nein. das ist mir zu nah. viel zu nah.
ich muss jede möglichkeit einer begegnung auschließen. ich nehme mein zeug und gehe drei reihen weiter nach hinten. immer noch gute sicht. aber immer noch sein kopf in der leinwand. ausgerechnet. er ist nicht der größte für einen mann. so groß wie ich. irgendwas um eins- achtzig. muss mir jetzt ausgerechnet auch noch in den kopf kommen, wie es mit ihm in gewisser hinsicht lief. und wenn nichts mehr ging. das lief wie geschmiert. media luna nannte er mich dann, was eine versaute anspielung war, die man nicht ohne weiteres versteht. wie mir das gefiel. die erinnerung daran ist wie eine nötigung, die eine körperliche wahrnehmung beschwört, die mir lästig ist. ich muss mich schütteln. wie konnte ich. skorpion natürlich. 26. oktober 42.
dominante waage-zwillingsaspekte, so weit ich erinnere. ein hoch- gradig akademisch gebildeter, sinnenfroher schwätzer. treffliche belei- digung war, mir goldhagens willige vollstrecker zum geburtstag in die hand zu drücken. unverpackt. nichts gegen konfrontation mit dem horror und dem unsagbaren. aber nicht zum geburtstag. überhaupt bücher. jemand, der bücher verschenkt, die er selbst gerade unge- heuer bedeutend findet, ungeachtet der besonderen interessen des zu beschenkenden. über die weiße göttin von ranke-graves zu beginn des ganzen hatte ich mich noch halbwegs gefreut, aus neugier.
ich stehe wieder auf. gehe ganz weit nach hinten, wo alle reihen unbesetzt sind. in die vorvorletzte reihe. ach was. ich stehe wieder auf. wenn schon, denn schon. mal sehen, wie es in der letzten reihe mit der sicht ist. gut. erstaunlich gut. sein kopf ragt nicht mehr in mein sichtfeld. ich kann kaum mehr ausmachen, wo er sitzt. gut. sehr gut. schnell vergessen. er würde versuchen, so viel ist sicher, mich beso hier beso da, an sich zu drücken, mit laszivem augenzwinkern die laue temperatur zu erhöhen. schon aus prinzip, schon aus gewohnheit. bloß nicht. desinteresse. langeweile. zeitverschwendung.
gut da hinten. wie gut man sieht. ganz erstaunlich. bestimmt zehn reihen vor mir völlig leer. auf die entfernung ist auch drohendes geraschel und geknusper nicht mehr so stark zu hören. wie ich das verachte, diese uneingeladenen nebengeräusche körperlicher be- dürfnisbefriedigung. grobschlächtige naturen, die keine sekunde darüber nachdenken, welche geräusche sie produzieren, die den kinosaal mit ihrem verpupsten sofa zuhause verwechseln. guter platz. sehr, sehr guter platz. kaum werbung. dann der film.
ausgerechnet ein spanisch sprechendes kindermädchen taucht auf. deutsche untertitel. ich hatte gerade vergessen, wer da vorne sitzt, jetzt muss ich wieder daran denken. seine muttersprache ist spanisch. er wird da vorne sitzen und heimatgefühle haben, weil eine mexikanische kinderfrau in der sprache seiner mama auf der leinwand spricht. ich denke noch, wie absurd das leben ist, die situation, die befremdung darüber, dass man sich einst nah war. größte körperliche nähe zuließ. zum glück katapultiert der film kurz darauf jeden gedanken an meinen eigenen film weg. nichts bleibt davon übrig.
latent im hinterkopf, dass ich möglichst als letzte den saal verlassen muss. ich werde warten, bis er gegangen ist und noch eine kleine weile. es könnte sein, dass er unten kurz im wc verschwindet, oder im foyer bekannte entdeckt. er kennt ja gott und die welt. also nochmal gut fünf minuten dazu. abspann. er steht noch beim abspann auf, nimmt eilig seine jacke und ist weg. ich warte in ruhe den abspann ab, die musik ist ohnehin zum sitzenbleiben. ich stehe langsam auf, nehme meine handschuhe, ziehe den fellmantel über. reißverschluss. player an, auf die ohren. die schwarzen lederhandschuhe. tasche. über den weichen teppich zum ausgang.

02. januar 2007

ganz aufgewühlt.
so nah, so entblößt . die nierenschale bei der geburt
susan sontag. die graue strähne. immer ihr gesicht. aufgebahrt.
dann läuft sie aus dem bild, noch einmal ihr rücken, von hinten. zum vulkan. dann wasser. nur wasser. die lagune. und dann
monument valley ganz unscharf, schwarz weiß
ewigkeit. nur so, genau so. monument valley, unscharf, schwarz weiß.
die bilder tun weh. richtig weh.
viel mehr als – – was ja, was.
da war dieses zitat in diesem einpersonen-film. mein letzter film. da erinnert sie ein zitat von einem regisseur. jetzt ist, wenn es weh tut. und wenn es das einzige wäre, was man von dem film mitnimmt, diesen satz.
ja, annie. jetzt ist, wenn es weh tut.
fenster

01. januar 2007

ergebnislos nach abbildungen der teppiche gesucht, die greta garbo entwarf. schade. sehr schade. das hätte mich interessiert, zumal diese nichte so von den farben angetan ist. aber davon abgesehen, zum teil wirklich interessant und unterhaltsam, was an virtueller ehrerbietung gemacht wird. dieses buch zum beispiel, von diesem schweden, der tatsächlich in späten jahren ihre erlaubnis erhielt, sie zu fotografieren. überhaupt diese fülle. stunden, tage, wochen – ach monate hat man noch vor wenigen jahren gebraucht, um an so viele informationen und bilder zu kommen. wenn es überhaupt möglich gewesen wäre. sagenhaft. ich bin gerade wieder sehr angetan von diesem internet.
oder diese dreitausendsiebenhundertirgendwas bilder umfassende sammlung in zum teil großartiger auflösung von audrey hepburn, dem zauberhaften, mageren vögelchen. gestern wieder einmal hinterein- ander frühstück bei tiffany und zwei auf gleichem weg gesehen. audrey im badeanzug. haut und knochen. wie ein großäugiger, gerupfter vogel, der aus dem nest gefallen ist.
eines fiel mir auch vor ein paar tagen auf, als ich zufällig in charade zappte – diese sehr seltsame art von ihr, essen in die hand zu nehmen, als wäre es ein fremdkörper. es gibt da dauernd szenen, in denen sie mit spitzen, spillrigen fingern essen anfasst. eine szene, mehrere szenen mit walter matthau. sie läuft hin und her und antwortet auf alle fragen, ihren mysteriösen toten mann betreffend, ‚ich weiß nicht‘, wie ein papagei oder eine schallplatte, und pickt dabei fahrig und unablässig nach irgendeiner essbaren sache in einer tüte. als wäre es nur ein gegenstand, um die nervösen finger zu beschäftigen. man glaubt, die neurose zu spüren. kann man natürlich auch auf die rollenanforderung schieben, aber essen als übersprungshandlung sieht normalerweise nicht so umständlich aus.
komisch, habe ich früher gar nicht darauf geachtet. dabei habe ich den film seit kindesbeinen schon so oft gesehen. vielleicht, weil man als kind die ikonen nicht in frage stellt, man einfach hinnimmt, was einem präsentiert wird. da dachte man dann eben, na ja die ist halt ein filigraner typ. zumal ich als kind auch immer von allen tanten und onkeln besorgt gefragt wurde, warum ich denn so dünn sei. dabei wuchs das kind nur so schnell und kam mit dem essen nicht hinterher. das hat sich allerdings in der pubertät recht schnell geändert. heute muß ich auch ab und zu ein bißchen aufpassen, gerade um die hüften. ach ich komme schon wieder ins plaudern.

01. januar 2007

ergebnislos nach abbildungen der teppiche gesucht, die greta garbo entwarf. schade. sehr schade. das hätte mich interessiert, zumal diese nichte so von den farben angetan ist. aber davon abgesehen, zum teil wirklich interessant und unterhaltsam, was an virtueller ehrerbietung gemacht wird. dieses buch zum beispiel, von diesem schweden, der tatsächlich in späten jahren ihre erlaubnis erhielt, sie zu fotografieren. überhaupt diese fülle. stunden, tage, wochen – ach monate hat man noch vor wenigen jahren gebraucht, um an so viele informationen und bilder zu kommen. wenn es überhaupt möglich gewesen wäre. sagenhaft. ich bin gerade wieder sehr angetan von diesem internet.
oder diese dreitausendsiebenhundertirgendwas bilder umfassende sammlung in zum teil großartiger auflösung von audrey hepburn, dem zauberhaften, mageren vögelchen. gestern wieder einmal hinterein- ander frühstück bei tiffany und zwei auf gleichem weg gesehen. audrey im badeanzug. haut und knochen. wie ein großäugiger, gerupfter vogel, der aus dem nest gefallen ist.
eines fiel mir auch vor ein paar tagen auf, als ich zufällig in charade zappte – diese sehr seltsame art von ihr, essen in die hand zu nehmen, als wäre es ein fremdkörper. es gibt da dauernd szenen, in denen sie mit spitzen, spillrigen fingern essen anfasst. eine szene, mehrere szenen mit walter matthau. sie läuft hin und her und antwortet auf alle fragen, ihren mysteriösen toten mann betreffend, ‚ich weiß nicht‘, wie ein papagei oder eine schallplatte, und pickt dabei fahrig und unablässig nach irgendeiner essbaren sache in einer tüte. als wäre es nur ein gegenstand, um die nervösen finger zu beschäftigen. man glaubt, die neurose zu spüren. kann man natürlich auch auf die rollenanforderung schieben, aber essen als übersprungshandlung sieht normalerweise nicht so umständlich aus.
komisch, habe ich früher gar nicht darauf geachtet. dabei habe ich den film seit kindesbeinen schon so oft gesehen. vielleicht, weil man als kind die ikonen nicht in frage stellt, man einfach hinnimmt, was einem präsentiert wird. da dachte man dann eben, na ja die ist halt ein filigraner typ. zumal ich als kind auch immer von allen tanten und onkeln besorgt gefragt wurde, warum ich denn so dünn sei. dabei wuchs das kind nur so schnell und kam mit dem essen nicht hinterher. das hat sich allerdings in der pubertät recht schnell geändert. heute muß ich auch ab und zu ein bißchen aufpassen, gerade um die hüften. ach ich komme schon wieder ins plaudern.

01. januar 2007

klarer vorteil der astrologiekunde: man findet immer irgendeinen ange- nehmen aspekt in dem ganzen durcheinander, auf den man sich dann einfach konzentriert. hausfrauenastrologisch platt gesehen wäre es so, dass ich kaum anlass hätte zu jubeln, wenn ausgerechnet meine sonne in jungfrau durch das aufeinandertreffen mit saturn in die schranken verwiesen wird und auch noch jupiter im schützen unspek- takulär bis irritierend im unschönen quadrat zu meiner jungfrausonne, -uranus und pluto steht.
kann man aber auch anders sehen. ich bin sehr verliebt in das zeichen schütze an sich und jupiter kommt in diesem zeichen endlich nach hause. in meinem geburtshoroskop steht die jungfrausonne im neunten haus und auch das ist die heimat von jupiter. damit bin ich eigentlich eine auszubildende schützin mit jungfrauenbesteck im skorpionkostüm. die sonne entfaltet die ganze kraft ihrer hauptrolle, wenn das stück gespielt wird, für das die rolle geschrieben wurde, was einleuchtend scheint, aber nicht immer der fall ist. mein stück heißt jupiter. der weite horizont, ein freudensprung ins ganze universum. und saturn gibt dem ganzen gehampel irdisch sichtbare struktur, mit einer starken dosis plutonium versteht sich.
so ist das.

01. januar 2007

mal ganz neue saiten aufziehen.
man sollte nie versäumen, sich selbst zu überraschen. sonst wird so eine beziehung zu sich selbst schnell langweilig. und langweilen kann man sich schon woanders. bin schon sehr gespannt, was ich mir für mich ausdenke!

31. dezember 2006

liebe freunde der gepflegten konversation,
sicher haben sie sich schon den einen oder anderen gedanken gemacht, ja sich vielleicht sogar gesorgt, warum ich nun seit einer geschlagenen woche nichts mehr von mir habe hören lassen. es muss nicht immer eine niedergeschlagenheit (manche nennen es auch depression, das ist übrigens lateinisch!) dahinterstecken. aber nein, ich hatte zu tun! denn wie wir alle wissen, gibt es heute etwas zu feiern! um den internationalen festtag der mütze in aller gebührlichkeit zu begehen, habe ich mir ein paar meiner allerengsten freunde (s. u.) eingeladen und gemeinsam wollen wir dieses schöne mützenjahr ausklingen lassen und uns auf das neue freuen. dass ich persönlich dem neuen jahr besonders freudig entgegenblicke, kann sich manch einer ja schon denken.
in gedanken werde ich heute also mit all meinen lieben freunden, die sie hier abgebildet sehen – leider sind es nur diejenigen, die zugesagt haben – mit ihnen daheim anstoßen und besonders denjenigen zuprosten, denen es nicht vergönnt ist, diesen festtag im innigen freundeskreise zu begehen. meine gedanken sind ganz bei ihnen!

PROSIT NEUJAHR!

31. dezember 2006

liebe freunde der gepflegten konversation,
sicher haben sie sich schon den einen oder anderen gedanken gemacht, ja sich vielleicht sogar gesorgt, warum ich nun seit einer geschlagenen woche nichts mehr von mir habe hören lassen. es muss nicht immer eine niedergeschlagenheit (manche nennen es auch depression, das ist übrigens lateinisch!) dahinterstecken. aber nein, ich hatte zu tun! denn wie wir alle wissen, gibt es heute etwas zu feiern! um den internationalen festtag der mütze in aller gebührlichkeit zu begehen, habe ich mir ein paar meiner allerengsten freunde (s. u.) eingeladen und gemeinsam wollen wir dieses schöne mützenjahr ausklingen lassen und uns auf das neue freuen. dass ich persönlich dem neuen jahr besonders freudig entgegenblicke, kann sich manch einer ja schon denken.
in gedanken werde ich heute also mit all meinen lieben freunden, die sie hier abgebildet sehen – leider sind es nur diejenigen, die zugesagt haben – mit ihnen daheim anstoßen und besonders denjenigen zuprosten, denen es nicht vergönnt ist, diesen festtag im innigen freundeskreise zu begehen. meine gedanken sind ganz bei ihnen!

PROSIT NEUJAHR!

24. dezember 2006


gustav, der ältere lieblingsbruder meiner oma alma. das bild von 1932 ist ganz zerfleddert, weil ich es, nachdem ich es in einer fotoschachtel gefunden hatte, unbedingt haben wollte und in meinem kinderzimmer mal an den schrank, mal über den schreibtisch gepinnt hatte. ich fand es so schön, weil onkel gustav auf dem bild ein bißchen aussieht wie ein etwas romantischer, trotziger schriftsteller. ich weiß gar nicht mehr, was er von beruf war, aber schriftsteller war er keiner. jedenfalls nicht so richtig. er hat aber gerne geschrieben.
ich habe ihn nur selten gesehen, weil er sehr weit weg gewohnt hat. wenn oma von ihm gesprochen hat, hat sie ganz leuchtende augen bekommen. man hat gleich gemerkt, dass sie ihn am liebsten von ihren elf geschwistern hat. meine mama hat auch immer viel von ihrem onkel gustav geschwärmt, dass er so ein feiner mensch ist. er war auch wirklich nett. ich erinnere mich gut an seine stimme. er hat gesprochen wie andere singen. ein sanftmütiger, zartfühlender mensch. als er gestorben ist, war ich ein bißchen traurig, obwohl ich ihn fast gar nicht gekannt habe. vielleicht weil meine oma so um ihn getrauert hat.

meine oma alma 1932, als sie siebzehn war. in diesem zimmer unterm dach hatte ich das bild für viele jahre, in denen ich dort wohnte, an einen einfachen alten kleiderschrank aus buchenholz gepinnt, den mein vater selbst gezimmert hatte. heute fielen mir die beiden bilder wieder in die hände, als ich nach etwas ganz anderem suchte. die beiden bilder sind so viel schöner, als das wonach ich ausschau hielt.

24. dezember 2006


gustav, der ältere lieblingsbruder meiner oma alma. das bild von 1932 ist ganz zerfleddert, weil ich es, nachdem ich es in einer fotoschachtel gefunden hatte, unbedingt haben wollte und in meinem kinderzimmer mal an den schrank, mal über den schreibtisch gepinnt hatte. ich fand es so schön, weil onkel gustav auf dem bild ein bißchen aussieht wie ein etwas romantischer, trotziger schriftsteller. ich weiß gar nicht mehr, was er von beruf war, aber schriftsteller war er keiner. jedenfalls nicht so richtig. er hat aber gerne geschrieben.
ich habe ihn nur selten gesehen, weil er sehr weit weg gewohnt hat. wenn oma von ihm gesprochen hat, hat sie ganz leuchtende augen bekommen. man hat gleich gemerkt, dass sie ihn am liebsten von ihren elf geschwistern hat. meine mama hat auch immer viel von ihrem onkel gustav geschwärmt, dass er so ein feiner mensch ist. er war auch wirklich nett. ich erinnere mich gut an seine stimme. er hat gesprochen wie andere singen. ein sanftmütiger, zartfühlender mensch. als er gestorben ist, war ich ein bißchen traurig, obwohl ich ihn fast gar nicht gekannt habe. vielleicht weil meine oma so um ihn getrauert hat.

meine oma alma 1932, als sie siebzehn war. in diesem zimmer unterm dach hatte ich das bild für viele jahre, in denen ich dort wohnte, an einen einfachen alten kleiderschrank aus buchenholz gepinnt, den mein vater selbst gezimmert hatte. heute fielen mir die beiden bilder wieder in die hände, als ich nach etwas ganz anderem suchte. die beiden bilder sind so viel schöner, als das wonach ich ausschau hielt.

23. dezember 2006

merkwürdig, jemanden am telefon zu haben, der wie jemand klingt, den man kannte. so sehr ähnlich, dass ich überlegte. und dazu der name. wie auf die schnelle erfunden, in seiner beliebigkeit. dasselbe zittern in der stimme, wie in schwachen momenten, die viel zu selten waren. nein. starken. als keine lügen gebraucht wurden. als wäre das ein wagnis.
so eine sache, das. ein gutes zeichen, dass ich das schreiben kann. ich spüre gerade meine starken nerven.
zwischen den jahren

20. dezember 2006

schnitt. cut. neuer tag, neues glück. explodieren fühlt sich verdammt richtig und gut an, so lange man es nicht zum taktisch eingesetzten instrument des regulär von einem zu erwartenden verhaltens- repertoires verkommen lässt (was zum glück nicht der fall ist). andererseits: umso erschreckender, weil es sich um keine allüre handelt. da muß die kacke schon verdammt dampfen, bis ich so ausraste. mein lieber herr gesangsverein. wie man das dann ohne körperlich ausagierte gewaltanwendung befriedigend (ich kann schon auch ohne, so ist es ja nicht) hinkriegt, ist mir allerdings ein rätsel. ich meine: gewalt gegen sachen. man schlägt stellvertretend für die sache. funktioniert aber nur und ausschließlich im affekt und auch nur mit gegenständen, die tabuisiert sind. mehr oder weniger. einen sandsack zum boxen braucht mir keiner hinstellen. ein tritt und das ding fliegt hochkant aus dem fenster. was mich aber schon wahnsinnig fasziniert, ist dieses hochgradige gefühl von intensität bei körperlicher gewaltanwendung (noch mal: gegen sachen). reinstes dynamit. braucht man keinen espresso mehr. (und nachts stell- vertretend, spannungsgeladene würgegriffe in die luft, weniger befriedigend, eher belastend aber zwangsentladend – mein gott – wenn meine latente aggressivität in ein kraftwerk fließen könnte, wäre ein ganzer häuserblock versorgt).

20. dezember 2006

schnitt. cut. neuer tag, neues glück. explodieren fühlt sich verdammt richtig und gut an, so lange man es nicht zum taktisch eingesetzten instrument des regulär von einem zu erwartenden verhaltens- repertoires verkommen lässt (was zum glück nicht der fall ist). andererseits: umso erschreckender, weil es sich um keine allüre handelt. da muß die kacke schon verdammt dampfen, bis ich so ausraste. mein lieber herr gesangsverein. wie man das dann ohne körperlich ausagierte gewaltanwendung befriedigend (ich kann schon auch ohne, so ist es ja nicht) hinkriegt, ist mir allerdings ein rätsel. ich meine: gewalt gegen sachen. man schlägt stellvertretend für die sache. funktioniert aber nur und ausschließlich im affekt und auch nur mit gegenständen, die tabuisiert sind. mehr oder weniger. einen sandsack zum boxen braucht mir keiner hinstellen. ein tritt und das ding fliegt hochkant aus dem fenster. was mich aber schon wahnsinnig fasziniert, ist dieses hochgradige gefühl von intensität bei körperlicher gewaltanwendung (noch mal: gegen sachen). reinstes dynamit. braucht man keinen espresso mehr. (und nachts stell- vertretend, spannungsgeladene würgegriffe in die luft, weniger befriedigend, eher belastend aber zwangsentladend – mein gott – wenn meine latente aggressivität in ein kraftwerk fließen könnte, wäre ein ganzer häuserblock versorgt).

19. dezember 2006

so weit ist es jetzt. ich freue mich über sieben spammails. total erleichtert nehme ich gerade beim betreff-quergucken zur kenntnis: kann man alles in einem schwups löschen. prima. keine arbeit. keine antwortpflicht. irgendwie schon pervers. noch schöner wäre nur: ’sie haben keine mail‘. sage ich jetzt, in meinem jugendlichen leichtsinn. mit solchen dreisten statements sorge ich wahrscheinlich zuverlässig dafür, dass sich das langfristig regeln lässt. wahnsinn. was ich früher (durchaus freudvoll und interessiert) herumgemailt habe. mehrfach tägliches hin und her an selbe adressen. ganz vorbei. hmpf. oft und zunehmend das gefühl beim schreiben, dass sich jedes eigene statement (zwangsläufig) wiederholt und die lust verloren geht, sich zu erklären. und mit den menschen, denen man sich nicht mehr groß erklären muss, schreibt man selten. man kann ja sprechen. man kennt sich ja. im wahren leben.

19. dezember 2006

so weit ist es jetzt. ich freue mich über sieben spammails. total erleichtert nehme ich gerade beim betreff-quergucken zur kenntnis: kann man alles in einem schwups löschen. prima. keine arbeit. keine antwortpflicht. irgendwie schon pervers. noch schöner wäre nur: ’sie haben keine mail‘. sage ich jetzt, in meinem jugendlichen leichtsinn. mit solchen dreisten statements sorge ich wahrscheinlich zuverlässig dafür, dass sich das langfristig regeln lässt. wahnsinn. was ich früher (durchaus freudvoll und interessiert) herumgemailt habe. mehrfach tägliches hin und her an selbe adressen. ganz vorbei. hmpf. oft und zunehmend das gefühl beim schreiben, dass sich jedes eigene statement (zwangsläufig) wiederholt und die lust verloren geht, sich zu erklären. und mit den menschen, denen man sich nicht mehr groß erklären muss, schreibt man selten. man kann ja sprechen. man kennt sich ja. im wahren leben.

18. dezember 2006

HERRGOTTNOCHMAL, manchmal ist es doch ein rechtes kreuz mit dem urheberrecht. wie gerne wollte ich es heute einmal vergessen und anhand großzügigster leseproben eine geschichte preisen, die mich soeben gänzlich erheitert hat. ach ach ach. herr karasek hat da dieses büchlein verfasst. die rechte lektüre für etwas längere sitzungen. nun muss man vielleicht wissen, dass herr karasek mitverbrecher der drehvorlage zu helmut dietls schtonk war. so traf man sich also seinerzeit in der dietleigenen swimmingpoolvilla im südlichen frankreich, ließ es sich recht wohl ergehen und tippte nebenher am drehbuch herum. mutmaßlich leider sind nicht alle szenen verwertet worden und von eben einer jener handelt die ebenso kurze wie possierliche kleine geschichte »WIE ICH MIT HELMUT DIETL DIE OSTERIA UMGESTALTETE«. aber so schön.
» welchen wein hat ER denn getrunken? «

18. dezember 2006

HERRGOTTNOCHMAL, manchmal ist es doch ein rechtes kreuz mit dem urheberrecht. wie gerne wollte ich es heute einmal vergessen und anhand großzügigster leseproben eine geschichte preisen, die mich soeben gänzlich erheitert hat. ach ach ach. herr karasek hat da dieses büchlein verfasst. die rechte lektüre für etwas längere sitzungen. nun muss man vielleicht wissen, dass herr karasek mitverbrecher der drehvorlage zu helmut dietls schtonk war. so traf man sich also seinerzeit in der dietleigenen swimmingpoolvilla im südlichen frankreich, ließ es sich recht wohl ergehen und tippte nebenher am drehbuch herum. mutmaßlich leider sind nicht alle szenen verwertet worden und von eben einer jener handelt die ebenso kurze wie possierliche kleine geschichte »WIE ICH MIT HELMUT DIETL DIE OSTERIA UMGESTALTETE«. aber so schön.
» welchen wein hat ER denn getrunken? «

17. dezember 2006

tatort2
poltergeistangriff schadlos überlebt. dumpfer knall. salto kamera auf boden. trommel hinterher. nix passiert, außer großem schreck. unbegreiflich. seit jahren lege ich meine kamera in der ecke im flur auf der trommel ab. siebzig zentimeter. ich könnte schwören, der platz ist sicher. ein altar für meine kamera. ich werde sie wieder dahin legen. dilettantin ich.

17. dezember 2006

die deutsche sychronstimme von audrey hepburn. so heimelig. völlig wurscht, welcher film da gerade läuft. nicht wichtig, welche sätze gesprochen werden. aber die stimme. übrigens war audrey hepburns echte stimme sehr ähnlich. es ist nicht dieser schreck, wie man ihn bei anderen originalstimmen hat, wenn man sie zum ersten mal hört. ein positiver schreck war, die originalstimme von isabelle huppert zu hören, die unendlich weicher, wärmer und sympathischer ist, als ihre deutsche synchronisation, in der immer eine spur humorlose arroganz mitschwingt. seit ich ihre echte stimme hörte, mag ich die huppert sehr. vorher war ich nur fasziniert. auch wunderbar, die deutsche stimme von sophia loren, die ihre echte durchaus übertrifft. sophia und audrey auf deutsch. wunderbare sonntage.
danke, MARION DEGLER.

17. dezember 2006

tatort2
poltergeistangriff schadlos überlebt. dumpfer knall. salto kamera auf boden. trommel hinterher. nix passiert, außer großem schreck. unbegreiflich. seit jahren lege ich meine kamera in der ecke im flur auf der trommel ab. siebzig zentimeter. ich könnte schwören, der platz ist sicher. ein altar für meine kamera. ich werde sie wieder dahin legen. dilettantin ich.

14. dezember 2006


ich blöde kuh. hätte ich doch bei der ersten abstimmung nur für insekten auf leichen gestimmt. insgeheim dachte ich mir, der alte klassiker käme sowieso dran und daher strategisch (in der hoffnung auf zweiten und dritten rang) für hitlers schädel und zähne und die alien-autopsie gevotet. auf den ersten plätzen. hitlers zähne waren dann auch saueklig. pfui deibel. lauter metall und darunter knochenfraß. totenflecken sehr schön bei den sektionsbildern der alien-autopsie-geschichte. der flächige farbverlauf war mir bislang nicht so präsent, selbstentzündung auch sehr lehrreich. ansonsten das nächste mal vielleicht nicht ganz so viel heimatkunde, dann reicht die zeit auch noch für kleingetier. aber sonst: schöner mittwoch, herr benecke.

14. dezember 2006


ich blöde kuh. hätte ich doch bei der ersten abstimmung nur für insekten auf leichen gestimmt. insgeheim dachte ich mir, der alte klassiker käme sowieso dran und daher strategisch (in der hoffnung auf zweiten und dritten rang) für hitlers schädel und zähne und die alien-autopsie gevotet. auf den ersten plätzen. hitlers zähne waren dann auch saueklig. pfui deibel. lauter metall und darunter knochenfraß. totenflecken sehr schön bei den sektionsbildern der alien-autopsie-geschichte. der flächige farbverlauf war mir bislang nicht so präsent, selbstentzündung auch sehr lehrreich. ansonsten das nächste mal vielleicht nicht ganz so viel heimatkunde, dann reicht die zeit auch noch für kleingetier. aber sonst: schöner mittwoch, herr benecke.