12. Januar 2024

Letzte Nacht geträumt: Lydia und ich arbeiten (im Traum) bei derselben Institution, Beschäftigung nicht bekannt, aber wahrscheinlich irgendwas am Computer. Wir sind in verschiedenen Abteilungen beschäftigt und treffen uns nur zur Mittagspause in einem bestimmten Seminarraum des modernen Gebäudes, der immer frei ist.

Es ist ein ungefähr zehn mal zehn fünfzehn Meter großer, heller Raum mit ungefähr fünfundzwanzig hellen Kunststofftischen und dazu passenden Stühlen für die Seminarteilnehmer. Die Tische stehen ungefähr so, wie man das aus der Schule kennt, eine Mischung aus einem großen U und einigen Tischen frontal hintereinander.

Zum Anfang unserer Pause macht sich Lydia (nicht ich) jedes mal die Mühe, zwei rollbare, große Flachbildfernseher in den Raum zu schieben, damit wir bei unserer Pause Fußball auf zwei Monitoren schauen können. Da scheint es immer was im Programm zu geben. Dabei essen wir mitgebrachte, belegte Brote und unterhalten uns angeregt. Wir sprechen über Fußball und Privates.

Eines Tages gibt es einen neuen Kollegen, der unabhängig von uns auch die Idee hat, in dem Raum seine Pause zu verbringen. Wir können es ihm nicht verbieten, es ist ja nicht unser Raum, wir gehen da ja auch einfach rein, ohne ihn reserviert oder gebucht zu haben.

Der neue Kollege, der weder mit Lydia noch mit mir arbeitet, wir wissen gar nicht was er macht, ist circa Ende Dreißig, Anfang Vierzig, groß und relativ schlank und trägt eine Brille mit Metallgestell. Die sich leicht lichtenden Haare sind irgendwie braun und kurz und er hat meistens irgendeine unauffällige Hose in Grau oder Dunkelblau an und einen passenden Pullover und ein Hemd darunter. Er ist ein unauffälliger Typ mit der Ausstrahlung eines Akademikers, also geistig gebildet. Eventuell ist er eine Art wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Er stellt sich für seine Pause, die zufällig zeitlich oft mit unserer zusammenfällt, immer in die von uns abgelegenste Ecke. Wir sitzen in der anderen Ecke, eher vorne und auf der Fensterseite vor unseren Fernsehern. Er setzt sich nie richtig hin, höchstens mal so halb auf die Tischkante, aber meistens steht er und isst sein mitgebrachtes Pausenbrot.

Während der ungefähr dritten oder vierten so unfreiwillig zu dritt verbrachten Mittagspause, wo Lydia und ich uns gerade wieder angeregt über einen Elfmeter austauschen, räuspert er sich gut hörbar, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir schauen ihn an und er bittet uns, uns künftig etwas leiser zu verhalten, da wir nicht alleine im Raum sind und auch er seine Mittagspause in Ruhe verbringen möchte, das stünde ihm zu. Wir sind etwas irritiert und es fällt uns kein Gegenargument ein, aber wir finden es Scheiße, dass wir nicht mehr unsere Ruhe haben und uns still verhalten müssen. Dann bin ich aufgewacht.

An der Stelle sei noch angemerkt, dass Lydia und ich weder zusammenarbeiten, noch jemals zusammen Fußball geschaut oder uns über Fußball ausgetauscht haben. Ich habe in meinem Leben schon das eine oder andere Europa- oder Weltmeisterschaftsspiel verfolgt, wenn es der Geselligkeit dienlich war, und hatte eine Weile mal Werder Bremen als vorgeblichen Lieblingsverein (ohne je ein Spiel gesehen zu haben), aber das war etwas aufgesetzt. Ich fand eigentlich nur Torsten Frings ganz cool und sehenswert, der ja in der deutschen Nationalmannschaft war.

Ich war noch nie bei einem Fußballspiel im Stadion und verzehre mich jetzt auch nicht total danach, obwohl ich das Ansteckende der Massenbegeisterung schon verstehe und nachvollziehen kann. Ich habe nichts gegen Fußball, aber es ist auch kein Freizeithobby von mir, da irgendwas zu verfolgen.

Von Lydia ist mir auch keine spezielle Fußballbegeisterung bekannt. Aber vielleicht hat sie da bisher etwas vor mir verheimlicht. Wir reden ja mehr so über uns selber oder über Hochkultur und Gossip aus unserem eigenen Umfeld, bis hin zu den britischen Royals. Was will dieser Traum uns sagen? Und warum muss dieser neue Kollege UNBEDINGT in unserem Raum seine Pause verbringen?!?

10. Januar 2024

Nachwort von Hans Höller und Arturo Larcati zu Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag„, Piper Verlag 2016, S. 155

„Jeder Versuch, dem Biografischen in Kunstfragen einen größeren Stellenwert einzuräumen, verstößt gegen die Übereinkünfte der Literaturwissenschaft. Es gilt als theorielos und kunstfremd und stellt für das ästhetische Denken ein Sakrileg dar. Unser Buch über Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag und die Entstehung von »Böhmen liegt am Meer« ist ein Sakrileg, ein anstößiger Versuch, die Notwendigkeit des Biografischen in literarischen Fragen zu erweisen und dessen Berechtigung in der analytischen Auseinandersetzung mit den Kunstwerken sinnfällig zu machen. Die Frage nach der Beziehung von Leben und Werk ist jeder theoretischen Anstrengung wert, denn es geht hier um die Frage der Notwendigkeit der Kunst im Leben.“

Höller lehrte als Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Salzburg und ist einer der Herausgeber der Salzburger Bachmann-Gesamtausgabe; er gilt als der umfassendste Bachmann-Kenner überhaupt. Larcati ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Verona und Direktor des „Stefan Zweig Centre“ in Salzburg. Er arbeitet ebenfalls an der Salzburger Bachmann-Edition mit.

09. Januar 2024

Arktisches Tagebuch: heute warme Polarwäsche untergezogen. Meine Expedition führte mich wieder in sehr frische Regionen. Charlottengrad zeigte sich sonnig. Meine Frisch-Lektüre hingegen frostig. Langsam langts mir auch mit der Expedition zu den Eisbergen, Gefühlslawinen und Gletscherspalten von Eisprinzessin Bachmann und Blaubart Frisch. Freue mich auf wärmere Gefilde.

08. Januar 2024

Gruß von Gaga Amundsen. Heute vor Aufbruch zur Tagesetappe der Expedition. 52.52801° nördliche Breite, 13.40040° östliche Länge. -8 Grad Celsius. Bin zurück im Basislager. Erfrierungen an den Fingerspitzen konnte ich abwenden, indem ich kaltes Wasser darüber laufen ließ. Hier im Polarkreis lernt man mit anderen Temperaturen umzugehen! Nun Kräfte für morgen sammeln, noch etwas im Schein der Zeltlampe lesen, dann ab in den Schlafsack!

08. Januar 2024

♕ Hallo von der Prinzessin auf der Erbse. Ich habe mir gerade bei dm eine neue Lesebrille geholt. Beim Aufprobieren habe ich darauf geachtet, welche mich am besten kleidet. Jetzt, wo ich sie am Schreibtisch richtig aufsetze, merke ich, dass mir die matte Oberfläche vom Brillengestell nicht behagt. Es ist aus schokoladenbraunem Kunststoff. Meine zarte Nasenhaut mag lieber glatte Gestelle. Ich habe die Brille jetzt eingecremt, damit sie etwas geschmeidiger wird. Fühlt sich schon besser an. Außerdem rate ich von ZEWA fünflagig ab. Das ist viel zu hart, ja steif! Ich bleibe beim guten fünflagigen von dm.

06. Januar 2024

„4.5. (1973) (…) Kein Alkohol, es geht nur strikt; schwierig nur in der Geselligkeit. Wie damals nach der Hepatitis, als ich es neun Monate lang durchhielt: man hört die andern zu genau, sich selber auch. Zeitweise hört man lauter Zeug, das zu streichen wäre; diese Pseudo- Lebhaftigkeit mit lauter ready-made-Gedanken, ready-made- Geschichten, Repetitionen, unter Intellektuellen der flinke Schlagabtausch von Kenntnissen, ohne dass sie der Entstehung eines Gedankens dienen. Später am Abend, der um zehn Uhr schon zu lang wird, kommen die Ressentiments offen zum Zug, teils witzig, oder die Rechthaberei drängt zu Wiederholungen, die von Mal zu Mal etwas schlechter ausfallen; Blödelei als Versöhnung oder Gedankenflucht nach allen Seiten. Ich komme mir wie ein Wächter vor und ekelhaft, dabei habe ich selber wenig zu sagen, wenn nicht Alkohol die Kontrolle aufhebt.

Gestern mit Wilhelm Killmayer, der wie immer nur wenig trinkt; ein guter Abend, mehr als Zeitvertreib. Wenn jeder auf ein paar Gedanken kommt, die er nicht schon gehabt und früher schon ausgesprochen hat, dank der Gegenwart des andern.“

ᴍᴀx ғʀɪsᴄʜ, „ᴀᴜs ᴅᴇᴍ ʙᴇʀʟɪɴᴇʀ ᴊᴏᴜʀɴᴀʟ“, sᴜʜʀᴋᴀᴍᴘ 2014, s. 109

06. Januar 2024

„27.3. (1973) (…) Ironie als das billige Mittel, einen Menschen zu reduzieren auf unser eigenes Verständnis.“

ᴍᴀx ғʀɪsᴄʜ, „ᴀᴜs ᴅᴇᴍ ʙᴇʀʟɪɴᴇʀ ᴊᴏᴜʀɴᴀʟ“, sᴜʜʀᴋᴀᴍᴘ 2014, s. 69

06. Januar 2024

„13. – 15. (März 1973) in Leipzig (…) Kabarett: wie direkt und unverblümt die Kritik an DDR-Zuständen sich kundgibt, hat mich völlig überrascht. Ziele des Spottes: Waren-Qualität, Tamtam um die Weltjugendfestspiele, die Fernseh-Phrasen, ein Bruder-Besuch aus dem reichen Westen, ein Kollektiv, das einen kollektiven Einfall haben soll und entdeckt, dass Einfälle immer nur ein einzelner hat.“

ᴍᴀx ғʀɪsᴄʜ, „ᴀᴜs ᴅᴇᴍ ʙᴇʀʟɪɴᴇʀ ᴊᴏᴜʀɴᴀʟ“, sᴜʜʀᴋᴀᴍᴘ 2014, s. 50

05. Januar 2024

„18.2.(1973) (…) Beobachtung an Paaren: wenn der eine Partner in Gesellschaft den andern hört und sichtlich irritiert ist, dass dem Partner mehr einfällt (nicht nur stofflich, sondern sprachlich) als zuhause. Alkohol hilft nur in der allerersten Phase. Wieweit kann man, wenn man sich selber nicht zuhört, weil man nur Vorrätiges redet, den andern zuhören? Und wenn dann alle nur noch Vorrätiges reden (was brillant sein mag, aber nicht aus dem Augenblick entsteht) – – “

ᴍᴀx ғʀɪsᴄʜ, „ᴀᴜs ᴅᴇᴍ ʙᴇʀʟɪɴᴇʀ ᴊᴏᴜʀɴᴀʟ“, sᴜʜʀᴋᴀᴍᴘ 2014, s. 42

04. Januar 2024

Vielleicht erleben wir in zehn bis fünfzehn, zwanzig Jahren noch weitere, überarbeitete Editionen aus Max Frischs Nachlass seiner Tagebücher. Er selbst hat vielfältige Verfügungen zu seinem Nachlass getroffen, Sperrfristen, aber auch deren Ende. Dass nun der Stiftungsrat des Frisch-Archivs Beschlüsse zu editorischen Aussparungen fasst, die mit Persönlichkeitsrechten begründet werden, müssen sich auf die Witwe Marianne beziehen, ggf. noch seine drei Kinder. Alle nunmehr auch betagt bis hochbetagt. It’s complicated. Im „Berliner Journal“, das er erkennbar für die Nachwelt bereits selbst editiert hatte, ins Reine geschrieben, die Veröffentlichung im Blick, wurden beträchtliche Teile in der veröffentlichten Edition ausgespart. Es basiert auf fünf Ringbüchern, die Frisch als Hefte bezeichnete. Im Buch sind nur Passagen von zwei Heften, auch diese mit durch den Stiftungsrat veranlassten Aussparungen. Das Journal von 1973 zeigt nur Einträge ab dem Umzug nach Berlin im Februar und endet im Juni 1973. Dann geht es 1974 im Februar weiter. Frisch verbrachte den Sommer mit Marianne in Berzona. Er schrieb immer Tagebuch, durchgängig. Bachmann verunglückte Ende September 73 mit der Brand verursachenden Zigarette in ihrem Badezimmer in Rom, starb am 17. Oktober 1973. Hier ist die größte Lücke. Es handelt sich um 31 Seiten, die ausgespart, zensiert wurden. Frisch hat später in anderen Veröffentlichungen die Konfrontation mit Bachmanns Tod teilweise verarbeitet. In Triptychon, dem dritten Teil. Dort findet ein imaginiertes Gespräch mit Ingeborg Bachmann statt, als Gespräch mit einer Toten, die in der Lage ist, sich zu äußern. Diese Verarbeitung hat er zu seinen eigenen Lebzeiten transparent und öffentlich gemacht. Aber es gibt keine Verfügung seinerseits, nach Gutdünken in den der Veröffentlichung anheim gestellten Tagebüchern Passagen auszusparen, sobald die Sperrfrist vorbei ist. Ich denke hier immer wieder einmal laut vor mich hin. Für die einen oder anderen Interessenten am Bachmann-Frisch-Komplex. 

03. Januar 2024

ʙᴇʀʟɪɴ, ᴍɪᴛᴛᴡᴏᴄʜ, 3. ᴊᴀɴᴜᴀʀ 2024, ᴍᴏʀɢᴇɴᴅᴀ̈ᴍᴍᴇʀᴜɴɢ, 9:00 ᴜʜʀ.
Regen an meinem Fenster. Blöd geträumt. Oder war das schon gestern und geht mir immer noch nach? Keine spektakulären Begenheiten im Traum, nur starke Gefühle. Erkaltete, gleichgültige Blicke. Ein Blick von jemandem in meine Richtung, der so abgekühlt und befremdend war, wie ich es nach all den Jahren nicht erwartet hätte. Man war doch schon in kultiviert friedlichem Einvernehmen. Ein Szenario, wie eine Einladung in einer Wohnung zu einer Geburtstags- oder sonstigen Gesellschaft. Buntes kaltes Buffet. Da sitzt der frühere Verehrte und sticht mit der Gabel in Kartoffelsalat auf einem Pappteller, links und rechts von ihm seine Begleitung, evt. Familie. Ich bekomme einen Brotaufstrich aus Frischkäse empfohlen, der in einem Regal in Keramiktöpfchen steht, schmeckt wirklich sehr gut auf dem frischen Brot. Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Genuss und dem unfassbar kalten Blick von ihm, den ich selten so tatsächlich erlebte. Nur ein-, zweimal, und das sehr erschütternd für mich. Aber das ist so lange her und vorbei und – aber vielleicht doch nicht geheilt. Es gibt ein paar Momente, Begegnungen in meinem Leben, die mich beim daran Erinnern heute noch frösteln lassen. Zu allem Überfluss habe ich diese Begegnungen auch noch meistens fotografisch eingefangen, weil ich dauernd die Kamera dabei hatte. Ich würde die Alben, die Fotostrecken sofort finden. Auf den Bildern sieht man mir das Erschrecken nicht an. Ich habe mich beherrscht. Für die Ewigkeit.

01. Januar 2024

Ein friedliches neues Jahr. Ausgeschlafener erster Eintrag im neuen Jahr. Heute ohne Bachmann-Seitenscheitel und Schluppenbluse. Ich lese weiter. Gestern habe ich mehr selbst geschrieben, als meinen angekündigten, fortgesetzten Bachmann-Frisch-Lese-Marathon absolviert. Ich vermute, dass die meisten meinen bislang geheimen, gestern veröffentlichten Bachmann-Tagebucheinträgen nicht ganz folgen konnten. Ich bin da natürlich inzwischen SEHR im Thema und kann mir ungefähr vorstellen, was der guten Ingeborg so an Silvester 1963 durch den Kopf gegangen ist. Aber heute gibt es keine Fortsetzung. Die Tagebücher sind ja auch bis sonstwann gesperrt. Es soll bei diesem exklusiven Einblick bleiben. Ich habe keine großartigen Vorsätze für das neue Jahr, die mache ich aber nie. Etwas zeitiger schlafen gehen vielleicht, das nehm ich mir vor.

31. Dezember 2023

𝕋𝕒𝕘𝕖𝕓𝕦𝕔𝕙 𝕀𝕟𝕘𝕖𝕓. 𝔹𝕒𝕔𝕙𝕞𝕒𝕟𝕟, 𝔼𝕚𝕟𝕥𝕣𝕒𝕘 𝟛𝟙. 𝔻𝕖𝕫. 𝟙𝟡𝟞𝟛 (𝔽𝕠𝕣𝕥𝕤.)

𝓓𝓲𝓮 𝓐𝓾𝓯𝓷𝓪𝓱𝓶𝓮 𝓲𝓼𝓽 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓪𝓾𝓼 𝓭𝓮𝓻 𝓡𝓮𝓲𝓱𝓮, 𝓭𝓲𝓮 𝓱𝓪𝓫𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓶𝓲𝓻 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓯𝓾̈𝓻 𝓹𝓻𝓲𝓿𝓪𝓽𝓮 𝓥𝓮𝓻𝔀𝓮𝓷𝓭𝓾𝓷𝓰 𝔃𝓾𝓻𝓾̈𝓬𝓴𝓫𝓮𝓱𝓪𝓵𝓽𝓮𝓷. 𝓘𝓬𝓱 𝓯𝓲𝓷𝓭𝓮, 𝓼𝓲𝓮 𝓽𝓻𝓲𝓯𝓯𝓽 𝓶𝓲𝓬𝓱 𝓪𝓶 𝓮𝓱𝓮𝓼𝓽𝓮𝓷, 𝔀𝓲𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓲𝓷 𝓦𝓪𝓱𝓻𝓱𝓮𝓲𝓽 𝓫𝓲𝓷. 𝓔𝓲𝓷 𝓫𝓲ß𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓪𝓾𝓼𝓰𝓮𝓯𝓾𝓬𝓱𝓼𝓽𝓮𝓻 𝓾𝓷𝓭 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓰𝓪𝓷𝔃 𝓼𝓸 𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓑𝓮𝓽𝓼𝓬𝓱𝔀𝓮𝓼𝓽𝓮𝓻, 𝔀𝓲𝓮 𝓮𝓼 𝓭𝓲𝓮 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮𝓷 𝓑𝓲𝓵𝓭𝓮𝓻 𝓿𝓸𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓿𝓮𝓻𝓶𝓲𝓽𝓽𝓮𝓵𝓷. 𝓥𝓲𝓮𝓵𝓵𝓮𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓼𝓬𝓱𝓲𝓬𝓴𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓭𝓮𝓶 𝓜𝓪𝔁 𝓭𝓪𝓿𝓸𝓷 𝓮𝓲𝓷𝓮𝓷 𝓐𝓫𝔃𝓾𝓰 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓷 𝓫𝓮𝓼𝓽𝓮𝓷 𝓝𝓮𝓾𝓳𝓪𝓱𝓻𝓼-𝓦𝓾̈𝓷𝓼𝓬𝓱𝓮𝓷. 𝓘𝓼𝓽 𝔃𝔀𝓪𝓻 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓰𝓪𝓷𝔃 𝓮𝓱𝓻𝓵𝓲𝓬𝓱, 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓮𝓻 𝓼𝓸𝓵𝓵 𝓼𝓲𝓬𝓱 𝓻𝓾𝓱𝓲𝓰 𝓮𝓲𝓷 𝓑𝓲𝓵𝓭 𝓭𝓪𝓿𝓸𝓷 𝓶𝓪𝓬𝓱𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓮𝓼 𝓶𝓲𝓻 𝓪𝓾𝓼𝓰𝓮𝔃𝓮𝓲𝓬𝓱𝓷𝓮𝓽 𝓰𝓮𝓱𝓽 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝓲𝓱𝓷. 𝓥𝓲𝓮𝓵𝓵𝓮𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓸𝓵𝓽 𝓳𝓪 𝓜𝓪𝓻𝓲𝓪𝓷𝓷𝓮 𝓭𝓲𝓮 𝓟𝓸𝓼𝓽 𝓪𝓾𝓼 𝓭𝓮𝓶 𝓑𝓻𝓲𝓮𝓯𝓴𝓪𝓼𝓽𝓮𝓷 𝓾𝓷𝓭 𝓼𝓲𝓮𝓱𝓽, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓭𝓮𝓻 𝓑𝓻𝓲𝓮𝓯 𝓿𝓸𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓾𝓷𝓭 𝔀𝓲𝓻𝓭 𝓮𝓲𝓷 𝓫𝓲ß𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓷𝓮𝓻𝓿𝓸̈𝓼. 𝓓𝓪𝓼 𝓼𝓸𝓵𝓵 𝓼𝓲𝓮 𝓻𝓾𝓱𝓲𝓰 𝔀𝓮𝓻𝓭𝓮𝓷, 𝓲𝓬𝓱 𝔀𝓪𝓻 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓸𝓯𝓽 𝓷𝓮𝓻𝓿𝓸̈𝓼 𝔀𝓮𝓰𝓮𝓷 𝓲𝓱𝓻! 𝓓𝓪𝓼 𝓱𝓪𝓫𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓶𝓲𝓻 𝓷𝓪𝓽𝓾̈𝓻𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓮 𝓪𝓷𝓶𝓮𝓻𝓴𝓮𝓷 𝓵𝓪𝓼𝓼𝓮𝓷, 𝓲𝓶 𝓖𝓮𝓰𝓮𝓷𝓽𝓮𝓲𝓵, 𝓲𝓬𝓱 𝓱𝓪𝓫𝓮 𝓭𝓲𝓮 𝓶𝓾̈𝓽𝓽𝓮𝓻𝓵𝓲𝓬𝓱𝓮 𝓕𝓻𝓮𝓾𝓷𝓭𝓲𝓷 𝓰𝓮𝓼𝓹𝓲𝓮𝓵𝓽. 𝓢𝓲𝓮 𝓼𝓸𝓵𝓵 𝓭𝓪𝓼 𝓕𝓸𝓽𝓸 𝓻𝓾𝓱𝓲𝓰 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷. 𝓐𝓫𝓮𝓻 𝓭𝓪𝓷𝓷 𝓶𝓾̈𝓼𝓼𝓽𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓮𝓼 𝓪𝓵𝓼 𝓟𝓸𝓼𝓽𝓴𝓪𝓻𝓽𝓮 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝓤𝓶𝓼𝓬𝓱𝓵𝓪𝓰 𝓼𝓬𝓱𝓲𝓬𝓴𝓮𝓷. 𝓘𝓬𝓱 𝓴𝓪𝓷𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓭𝓮𝓷𝓴𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓼𝓲𝓮 𝓭𝓪𝓼 𝓑𝓻𝓲𝓮𝓯𝓰𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼 𝓿𝓮𝓻𝓵𝓮𝓽𝔃𝓽. 𝓢𝓲𝓮 𝓲𝓼𝓽 𝓳𝓪 𝓼𝓸 𝓪𝓷𝓼𝓽𝓪̈𝓷𝓭𝓲𝓰 𝓾𝓷𝓭 𝓪𝓻𝓰𝓵𝓸𝓼, 𝓭𝓲𝓮 𝓖𝓾𝓽𝓮. 𝓓𝓪𝓼𝓼 𝓜𝓪𝔁 𝓭𝓪𝓼 𝓕𝓸𝓽𝓸 𝓾𝓷𝓰𝓮𝓷𝓲𝓮𝓻𝓽 𝓪𝓾𝓼𝓹𝓪𝓬𝓴𝓽 𝓾𝓷𝓭 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓮𝓷 𝓚𝓾̈𝓬𝓱𝓮𝓷𝓽𝓲𝓼𝓬𝓱 𝓲𝓷 𝓑𝓮𝓻𝔃𝓸𝓷𝓪 𝓵𝓮𝓰𝓽, 𝓴𝓪𝓷𝓷 𝓲𝓬𝓱 𝓶𝓲𝓻 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓿𝓸𝓻𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓮𝓷. 𝓐𝓫𝓮𝓻 𝔀𝓪𝓼 𝔀𝓮𝓲ß 𝓲𝓬𝓱. 𝓘𝓬𝓱 𝓭𝓮𝓷𝓴𝓮, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓮𝓻 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓷𝓸𝓬𝓱 𝓪𝓷 𝓶𝓲𝓬𝓱 𝓭𝓮𝓷𝓴𝓽. 𝓢𝓸𝓵𝓵 𝓮𝓻 𝓪𝓾𝓬𝓱! 𝓢𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓫𝓪𝓵𝓭 𝓜𝓲𝓽𝓽𝓮𝓻𝓷𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓾𝓷𝓭 𝓝𝓮𝓾𝓳𝓪𝓱𝓻. 𝓞𝓫 𝓲𝓬𝓱 𝓭𝓪𝓼 𝓕𝓪𝓻𝓫𝓯𝓸𝓽𝓸 𝓸𝓭𝓮𝓻 𝓭𝓪𝓼 𝓼𝓬𝓱𝔀𝓪𝓻𝔃𝔀𝓮𝓲ß𝓮 𝓼𝓬𝓱𝓲𝓬𝓴𝓮𝓷 𝓼𝓸𝓵𝓵? 𝓑𝓮𝓲𝓭𝓮 𝔀𝓪̈𝓻𝓮 𝓮𝓽𝔀𝓪𝓼 𝓾̈𝓫𝓮𝓻𝓽𝓻𝓲𝓮𝓫𝓮𝓷. 𝓘𝓬𝓱 𝓼𝓬𝓱𝓵𝓪𝓯 𝓭𝓻𝓾̈𝓫𝓮𝓻, 𝓶𝓸𝓻𝓰𝓮𝓷 𝓲𝓼𝓽 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓷𝓸𝓬𝓱 𝓮𝓲𝓷 𝓣𝓪𝓰. 𝓘𝓬𝓱 𝔀𝓾̈𝓷𝓼𝓬𝓱𝓮 𝓶𝓲𝓻 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓶𝓪𝓵 𝓼𝓮𝓵𝓫𝓮𝓻 𝓾𝓷𝓭 𝓜𝓪𝔁.𝓮𝓲𝓷 𝓯𝓻𝓸𝓱𝓮𝓼 𝓷𝓮𝓾𝓮𝓼 𝓙𝓪𝓱𝓻!

31. Dezember 2023

𝕋𝕒𝕘𝕖𝕓𝕦𝕔𝕙 𝕀𝕟𝕘𝕖𝕓. 𝔹𝕒𝕔𝕙𝕞𝕒𝕟𝕟, 𝔼𝕚𝕟𝕥𝕣𝕒𝕘 𝟛𝟙. 𝔻𝕖𝕫. 𝟙𝟡𝟞𝟛 (𝔽𝕠𝕣𝕥𝕤.)

𝓘𝓬𝓱 𝓫𝓲𝓷 𝓰𝓮𝓻𝓪𝓭𝓮 𝓷𝓸𝓬𝓱𝓶𝓪𝓵 𝓭𝓲𝓮 𝓷𝓮𝓾𝓮𝓷 𝓐𝓾𝓯𝓷𝓪𝓱𝓶𝓮𝓷 𝓿𝓸𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓥𝓮𝓻𝓵𝓪𝓰𝓼𝓯𝓸𝓽𝓸𝓰𝓻𝓪𝓯𝓲𝓷 𝓭𝓾𝓻𝓬𝓱𝓰𝓮𝓰𝓪𝓷𝓰𝓮𝓷 𝓾𝓷𝓭 𝓱𝓪𝓫𝓮 𝓭𝓲𝓮 𝓭𝓻𝓮𝓲 𝓳𝓮𝓽𝔃𝓽 𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓮𝓷𝓰𝓮𝓻𝓮𝓷 𝓐𝓾𝓼𝔀𝓪𝓱𝓵 𝓯𝓾̈𝓻 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓷𝓮𝓾𝓮𝓼 𝓐𝓾𝓽𝓸𝓻𝓮𝓷𝓯𝓸𝓽𝓸 𝓫𝓮𝓲 𝓟𝓲𝓹𝓮𝓻. 𝓓𝓲𝓮 𝓫𝓮𝓲𝓭𝓮𝓷, 𝔀𝓸 𝓲𝓬𝓱 𝓵𝓪̈𝓬𝓱𝓵𝓮, 𝓰𝓮𝓯𝓪𝓵𝓵𝓮𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓲𝓶𝓶𝓮𝓻 𝔀𝓮𝓷𝓲𝓰𝓮𝓻, 𝓳𝓮 𝓵𝓪̈𝓷𝓰𝓮𝓻 𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓲𝓮 𝓫𝓮𝓽𝓻𝓪𝓬𝓱𝓽𝓮. 𝓜𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓛𝓮𝓼𝓮𝓻 𝓱𝓪𝓫𝓮𝓷 𝓿𝓸𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓼𝓬𝓱𝓵𝓲𝓮ß𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓴𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓵𝓮𝓲𝓬𝓱𝓽𝓮 𝓚𝓸𝓼𝓽 𝔃𝓾 𝓮𝓻𝔀𝓪𝓻𝓽𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼 𝓭𝓪𝓻𝓯 𝓻𝓾𝓱𝓲𝓰 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓫𝓮𝓲𝓶 𝓐𝓾𝓽𝓸𝓻𝓮𝓷𝓹𝓸𝓻𝓽𝓻𝓪𝓲𝓽 𝓮𝓻𝓴𝓮𝓷𝓷𝓫𝓪𝓻 𝓼𝓮𝓲𝓷. 𝓓𝓲𝓮𝓼𝓮 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮𝓷 𝓥𝓮𝓻𝓶𝓪𝓻𝓴𝓽𝓾𝓷𝓰𝓼𝓪𝓷𝓰𝓮𝓵𝓮𝓰𝓮𝓷𝓱𝓮𝓲𝓽𝓮𝓷 𝓱𝓪̈𝓷𝓰𝓮𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓶𝓪𝓷𝓬𝓱𝓶𝓪𝓵 𝓼𝓮𝓵𝓫𝓮𝓻 𝔃𝓾𝓶 𝓗𝓪𝓵𝓼𝓮 𝓱𝓮𝓻𝓪𝓾𝓼, 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓮𝓻 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮𝓷 𝓢𝓮𝓲𝓽𝓮 𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓪𝓼 𝓶𝓮𝓲𝓷 𝓖𝓮𝓼𝓬𝓱𝓪̈𝓯𝓽𝓼𝓶𝓸𝓭𝓮𝓵𝓵, 𝓭𝓪𝓼 𝓲𝓬𝓱 𝓾𝓷𝓽𝓮𝓻 𝓪𝓵𝓵𝓮𝓷 𝓤𝓶𝓼𝓽𝓪̈𝓷𝓭𝓮𝓷 𝓪𝓶 𝓛𝓪𝓾𝓯𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓵𝓽𝓮𝓷 𝓶𝓸̈𝓬𝓱𝓽𝓮. 𝓓𝓲𝓮 𝓱𝓸𝓬𝓱𝓮𝓶𝓹𝓯𝓲𝓷𝓭𝓼𝓪𝓶𝓮, 𝓮𝓵𝓮𝓰𝓲𝓼𝓬𝓱𝓮 𝓛𝔂𝓻𝓲𝓴𝓮𝓻𝓲𝓷. 𝓓𝓪𝓼 𝓯𝓪̈𝓷𝓰𝓽 𝓫𝓮𝓲𝓶 𝓶𝓮𝓵𝓪𝓷𝓬𝓱𝓸𝓵𝓲𝓼𝓬𝓱𝓮𝓷, 𝓵𝓮𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓿𝓮𝓻𝓼𝓬𝓱𝓵𝓮𝓲𝓮𝓻𝓽𝓮𝓷 𝓑𝓵𝓲𝓬𝓴 𝓪𝓷 (𝓲𝓬𝓱 𝓿𝓮𝓻𝓽𝓻𝓪𝓰𝓮 𝓚𝓸𝓷𝓽𝓪𝓴𝓽𝓵𝓲𝓷𝓼𝓮𝓷 𝓼𝓬𝓱𝓵𝓮𝓬𝓱𝓽, 𝔀𝓮𝓻𝓭𝓮 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓼𝓸 𝓵𝓪𝓷𝓰𝓮 𝓮𝓼 𝓼𝓲𝓬𝓱 𝓾𝓶𝓰𝓮𝓱𝓮𝓷 𝓵𝓪̈𝓼𝓼𝓽, 𝔀𝓮𝓲𝓽𝓮𝓻𝓱𝓲𝓷 𝓴𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓑𝓻𝓲𝓵𝓵𝓮 𝓪𝓾𝓯𝓼𝓮𝓽𝔃𝓮𝓷), 𝓾𝓷𝓭 𝓶𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓿𝓸𝓻 𝓭𝓮𝓻 𝓪𝓭𝓻𝓮𝓽𝓽𝓮𝓷 𝓢𝓬𝓱𝓵𝓮𝓲𝓯𝓮𝓷𝓫𝓵𝓾𝓼𝓮 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓪𝓵𝓽. 𝓘𝓬𝓱 𝓰𝓮𝓫𝓮 𝓶𝓲𝓬𝓱 𝓰𝓮𝓻𝓷𝓮 𝓮𝓲𝓷 𝓫𝓲ß𝓬𝓱𝓮𝓷 𝔃𝓾𝓰𝓮𝓴𝓷𝓸̈𝓹𝓯𝓽𝓮𝓻, 𝓪𝓵𝓼 𝓲𝓬𝓱 𝓽𝓪𝓽𝓼𝓪̈𝓬𝓱𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓫𝓲𝓷, 𝓭𝓪𝓼 𝓱𝓪𝓽 𝓭𝓲𝓮𝓼𝓮𝓷 𝓰𝓮𝔀𝓲𝓼𝓼𝓮𝓷 𝓡𝓮𝓲𝔃, 𝓶𝓪𝓷 𝓱𝓪𝓽 𝓭𝓮𝓷 𝓘𝓶𝓹𝓾𝓵𝓼, 𝓶𝓲𝓬𝓱 𝓪𝓾𝓼𝓹𝓪𝓬𝓴𝓮𝓷 𝔃𝓾 𝔀𝓸𝓵𝓵𝓮𝓷. 𝓓𝓪𝓼 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓲𝓻 𝓪𝓵𝓵𝓮𝓼 𝓿𝓸𝓵𝓵𝓴𝓸𝓶𝓶𝓮𝓷 𝓫𝓮𝔀𝓾𝓼𝓼𝓽, 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓲𝓷 𝔀𝓮𝓵𝓬𝓱𝓮𝓶 𝓐𝓾𝓼𝓶𝓪ß, 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓭𝓪𝓼 𝓰𝓮𝓷𝓮𝓲𝓰𝓽𝓮 𝓟𝓾𝓫𝓵𝓲𝓴𝓾𝓶 𝓯𝓾̈𝓻 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮𝓷 𝓖𝓮𝓼𝓬𝓱𝓶𝓪𝓬𝓴 𝓷𝓾𝓷 𝔀𝓲𝓻𝓴𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓲𝓶 𝓶𝓲𝓷𝓭𝓮𝓼𝓽𝓮𝓷 𝔀𝓲𝓼𝓼𝓮𝓷.

31. Dezember 2023

𝕋𝕒𝕘𝕖𝕓𝕦𝕔𝕙 𝕀𝕟𝕘𝕖𝕓. 𝔹𝕒𝕔𝕙𝕞𝕒𝕟𝕟, 𝔼𝕚𝕟𝕥𝕣𝕒𝕘 𝟛𝟙. 𝔻𝕖𝕫. 𝟙𝟡𝟞𝟛 (𝔽𝕠𝕣𝕥𝕤.)

𝓝𝓪𝓬𝓱𝓭𝓮𝓶 𝓲𝓬𝓱 𝓿𝓸𝓻𝓱𝓲𝓷 𝓭𝓲𝓮 𝓣𝓪𝓫𝓵𝓮𝓽𝓽𝓮 𝓮𝓲𝓷𝓰𝓮𝓷𝓸𝓶𝓶𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓫, 𝓲𝓼𝓽 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓢𝓽𝓲𝓶𝓶𝓾𝓷𝓰 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓶𝓮𝓻𝓴𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓫𝓮𝓼𝓼𝓮𝓻. 𝓘𝓬𝓱 𝔀𝓮𝓲ß 𝓶𝓲𝓽𝓾𝓷𝓽𝓮𝓻 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽, 𝓸𝓫 𝓲𝓬𝓱 𝓕𝓻𝓮𝓭 𝓾𝓷𝓭 𝓗𝓮𝓲𝓭𝓲 𝓭𝓪𝓷𝓴𝓫𝓪𝓻 𝓸𝓭𝓮𝓻 𝓫𝓸̈𝓼 𝓼𝓮𝓲𝓷 𝓼𝓸𝓵𝓵, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓼𝓲𝓮 𝓶𝓲𝓬𝓱 𝓪𝓾𝓯 𝓭𝓲𝓮 𝓑𝓮𝓻𝓾𝓱𝓲𝓰𝓾𝓷𝓰𝓼𝓶𝓲𝓽𝓽𝓮𝓵 𝓰𝓮𝓫𝓻𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓪𝓫𝓮𝓷, 𝓾𝓷𝓭 𝓶𝓲𝓻 𝓼𝓸𝓰𝓪𝓻 𝓲𝓶𝓶𝓮𝓻 𝓻𝓮𝔃𝓮𝓹𝓽𝓯𝓻𝓮𝓲 𝓼𝓬𝓱𝓲𝓬𝓴𝓮𝓷. 𝓢𝓬𝓱𝓵𝓪𝓯𝓹𝓾𝓵𝓿𝓮𝓻 𝓱𝓪𝓫𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓿𝓸𝓻 𝓭𝓮𝓻 𝓑𝓮𝓴𝓪𝓷𝓷𝓽𝓼𝓬𝓱𝓪𝓯𝓽 𝓶𝓲𝓽 𝓲𝓱𝓷𝓮𝓷 𝓻𝓮𝓰𝓮𝓵𝓶𝓪̈ß𝓲𝓰 𝓮𝓲𝓷𝓰𝓮𝓷𝓸𝓶𝓶𝓮𝓷, 𝓼𝓸𝓷𝓼𝓽 𝓴𝓸̈𝓷𝓷𝓽𝓮 𝓲𝓬𝓱 𝓴𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓝𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓼𝓬𝓱𝓵𝓪𝓯𝓮𝓷. 𝓓𝓪𝓼𝓼 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓪𝓾𝓼𝓰𝓻𝓮𝓬𝓱𝓷𝓮𝓽 𝓭𝓮𝓻 𝓕𝓻𝓲𝓼𝓬𝓱 𝓶𝓲𝓻 𝔃𝓾𝓶 𝓥𝓸𝓻𝔀𝓾𝓻𝓯 𝓰𝓮𝓶𝓪𝓬𝓱𝓽 𝓱𝓪𝓽, 𝓲𝓬𝓱 𝔀𝓪̈𝓻𝓮 𝓻𝓪𝓾𝓼𝓬𝓱𝓰𝓲𝓯𝓽𝓼𝓾̈𝓬𝓱𝓽𝓲𝓰, 𝓲𝓼𝓽 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓮𝓲𝓷 𝓼𝓽𝓪𝓻𝓴𝓮𝓼 𝓢𝓽𝓾̈𝓬𝓴. 𝓢𝓸 𝓭𝓮𝓾𝓽𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓱𝓪𝓽 𝓮𝓻 𝓮𝓼 𝓶𝓲𝓻 𝓰𝓮𝓰𝓮𝓷𝓾̈𝓫𝓮𝓻 𝓷𝓲𝓮 𝓪𝓾𝓼𝓰𝓮𝓭𝓻𝓾̈𝓬𝓴𝓽, 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓲𝓶 𝓖𝓪𝓷𝓽𝓮𝓷𝓫𝓮𝓲𝓷 𝓼𝓽𝓮𝓱𝓽𝓼! 𝓓𝓪 𝓼𝓬𝓱𝓻𝓮𝓲𝓫𝓽 𝓮𝓻, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓛𝓲𝓵𝓪 𝓲𝓱𝓻 𝓡𝓪𝓾𝓼𝓬𝓱𝓰𝓲𝓯𝓽 𝔀𝓲𝓮𝓭𝓮𝓻 𝓰𝓮𝓷𝓸𝓶𝓶𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓽, 𝔀𝓸𝓻𝓽𝔀𝓸̈𝓻𝓽𝓵𝓲𝓬𝓱! 𝓓𝓪𝓼 𝓶𝓾𝓼𝓼 𝓲𝓬𝓱 𝓫𝓮𝓲𝓶 𝓚𝓸𝓻𝓻𝓮𝓴𝓽𝓾𝓻𝓵𝓮𝓼𝓮𝓷 𝓾̈𝓫𝓮𝓻𝓼𝓮𝓱𝓮𝓷 𝓱𝓪𝓫𝓮𝓷, 𝓲𝓬𝓱 𝓱𝓪̈𝓽𝓽𝓮 𝓮𝓼 𝓲𝓱𝓶 𝓾𝓶 𝓭𝓲𝓮 𝓞𝓱𝓻𝓮𝓷 𝓰𝓮𝓱𝓪𝓾𝓮𝓷! 𝓢𝓸𝓵𝓬𝓱𝓮 𝓓𝓲𝓷𝓰𝓮 𝓰𝓮𝓱𝓸̈𝓻𝓮𝓷 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓲𝓷 𝓭𝓲𝓮 𝓞̈𝓯𝓯𝓮𝓷𝓽𝓵𝓲𝓬𝓱𝓴𝓮𝓲𝓽. 𝓔𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓳𝓪 𝓼𝓮𝓵𝓫𝓮𝓻 𝓮𝓲𝓷 𝓢𝓪̈𝓾𝓯𝓮𝓻. 𝓤𝓷𝓭 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓮𝓬𝓱𝔃𝓲𝓰 𝓩𝓲𝓰𝓪𝓻𝓮𝓽𝓽𝓮𝓷 𝓪𝓶 𝓣𝓪𝓰 𝓻𝓪𝓾𝓬𝓱, 𝓫𝓻𝓪𝓾𝓬𝓱𝓽 𝓲𝓱𝓷 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝔃𝓾 𝓽𝓪𝓷𝓰𝓲𝓮𝓻𝓮𝓷, 𝓮𝓻 𝓷𝓾𝓬𝓴𝓮𝓵𝓽 𝓳𝓪 𝓼𝓮𝓵𝓫𝓮𝓻 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝓤𝓷𝓽𝓮𝓻𝓵𝓪𝓼𝓼 𝓪𝓷 𝓼𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓟𝓯𝓮𝓲𝓯𝓮. 𝓜𝓪𝓷𝓬𝓱𝓮𝓼 𝓱𝓪𝓽 𝓶𝓲𝓻 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓪𝓷 𝓲𝓱𝓶 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓫𝓮𝓱𝓪𝓰𝓽. 𝓔𝓼 𝓲𝓼𝓽 𝓴𝓮𝓲𝓷 𝓖𝓮𝓱𝓮𝓲𝓶𝓷𝓲𝓼, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓮𝓻 𝓯𝓾̈𝓷𝓯𝔃𝓮𝓱𝓷 𝓙𝓪𝓱𝓻𝓮 𝓪̈𝓵𝓽𝓮𝓻 𝓪𝓵𝓼 𝓲𝓬𝓱 𝓲𝓼𝓽 𝓾𝓷𝓭 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓶𝓮𝓱𝓻 𝓲𝓷 𝓳𝓮𝓭𝓮𝓻 𝓗𝓲𝓷𝓼𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓽𝓲𝓹𝓽𝓸𝓹 𝓲𝓷 𝓗𝓸𝓬𝓱𝓯𝓸𝓻𝓶. 𝓐𝓫𝓮𝓻 𝓲𝓬𝓱 𝔀𝓮𝓻𝓭𝓮 𝓶𝓲𝓬𝓱 𝓱𝓾̈𝓽𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼 𝓮𝓷 𝓭𝓮𝓽𝓪𝓲𝓵 𝓲𝓷 𝓮𝓲𝓷𝓮𝓶 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮𝓻 𝓑𝓾̈𝓬𝓱𝓮𝓻 𝓪𝓾𝓼𝔃𝓾𝓫𝓻𝓮𝓲𝓽𝓮𝓷. 𝓦𝓮𝓷𝓷 𝓾̈𝓫𝓮𝓻𝓱𝓪𝓾𝓹𝓽, 𝓭𝓪𝓷𝓷 𝓴𝓻𝓲𝓮𝓰𝓮𝓷 𝓭𝓲𝓮 𝓟𝓮𝓻𝓼𝓸𝓷𝓮𝓷 𝓪𝓷𝓭𝓮𝓻𝓮 𝓝𝓪𝓶𝓮𝓷 𝓾𝓷𝓭 𝓗𝓪𝓪𝓻𝓯𝓪𝓻𝓫𝓮𝓷 𝓾𝓷𝓭 𝓑𝓮𝓻𝓾𝓯𝓮. 𝓓𝓪 𝓫𝓲𝓷 𝓲𝓬𝓱 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓼𝓮𝓱𝓻 𝓿𝓮𝓻𝓼𝓲𝓮𝓻𝓽 𝓭𝓪𝓻𝓲𝓷. 𝓔𝓼 𝓫𝓻𝓪𝓾𝓬𝓱𝓽 𝓷𝓾𝓷 𝔀𝓲𝓻𝓴𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓷𝓲𝓮𝓶𝓪𝓷𝓭 𝔃𝓾 𝔀𝓲𝓼𝓼𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓶𝓲𝓻 𝓭𝓮𝓻 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮 𝓢𝓬𝓱𝓮𝓲ß𝓭𝓻𝓮𝓬𝓴 𝓼𝓮𝓵𝓫𝓮𝓻 𝓹𝓪𝓼𝓼𝓲𝓮𝓻𝓽 𝓲𝓼𝓽, 𝓭𝓮𝓷 𝓲𝓬𝓱 𝓲𝓷 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮𝓷 𝓢𝓬𝓱𝓻𝓲𝓯𝓽𝓮𝓷 𝓿𝓮𝓻𝓫𝓻𝓮𝓲𝓽𝓮. 𝓦𝓸 𝓴𝓸𝓶𝓶𝓮𝓷 𝔀𝓲𝓻 𝓭𝓮𝓷𝓷 𝓭𝓪 𝓱𝓲𝓷! 𝓓𝓲𝓮 𝓢𝓮𝓻𝓮𝓼𝓽𝓪 𝔀𝓲𝓻𝓴𝓽 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝔀𝓲𝓮𝓭𝓮𝓻 𝓼𝓮𝓱𝓻 𝓰𝓾𝓽, 𝓲𝓬𝓱 𝓫𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓜𝓮𝓭𝓲𝔃𝓲𝓷 𝓼𝓮𝓱𝓻 𝓭𝓪𝓷𝓴𝓫𝓪𝓻, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓼𝓸𝓵𝓬𝓱𝓮 𝓜𝓲𝓽𝓽𝓮𝓵 𝓮𝓻𝓯𝓾𝓷𝓭𝓮𝓷 𝔀𝓾𝓻𝓭𝓮𝓷, 𝓾𝓶 𝓭𝓪𝓼 𝓮𝓲𝓰𝓮𝓷𝓮 𝓔𝓵𝓮𝓷𝓭 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓶𝓮𝓱𝓻 𝓲𝓶 𝓿𝓸𝓵𝓵𝓮𝓷 𝓐𝓾𝓼𝓶𝓪ß 𝓮𝓻𝓽𝓻𝓪𝓰𝓮𝓷 𝔃𝓾 𝓶𝓾̈𝓼𝓼𝓮𝓷! 𝓙𝓮𝓽𝔃𝓽 𝔀𝓲𝓻𝓭 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝓰𝓮𝓴𝓷𝓪𝓵𝓵𝓽 𝓭𝓪 𝓭𝓻𝓪𝓾ß𝓮𝓷. 𝓢𝓲𝓵𝓿𝓮𝓼𝓽𝓮𝓻 𝓫𝓻𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓲𝓬𝓱 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝔀𝓲𝓮 𝓮𝓲𝓷𝓮𝓷 𝓚𝓻𝓸𝓹𝓯! 𝓐𝓫𝓮𝓻 𝓮𝓲𝓰𝓮𝓷𝓽𝓵𝓲𝓬𝓱 𝓲𝓼𝓽 𝓮𝓼 𝓶𝓲𝓻 𝔀𝓾𝓻𝓼𝓬𝓱𝓽, 𝓳𝓮𝓽𝔃𝓽 𝔀𝓸 𝓲𝓬𝓱 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓜𝓮𝓭𝓲𝓴𝓪𝓶𝓮𝓷𝓽𝓮 𝓲𝓷𝓽𝓾𝓼 𝓱𝓪𝓫. 𝓜𝓲𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓭𝓲𝓻𝓮𝓴𝓽 𝔃𝓾𝓶 𝓵𝓪𝓬𝓱𝓮𝓷, 𝓲𝓬𝓱 𝓰𝓵𝓪𝓾𝓫 𝓫𝓪𝓵𝓭, 𝓲𝓬𝓱 𝓿𝓮𝓻𝓫𝓵𝓸̈𝓭𝓮 𝓵𝓪𝓷𝓰𝓼𝓪𝓶! 𝓟𝓻𝓸𝓼𝓲𝓽 𝓝𝓮𝓾𝓳𝓪𝓱𝓻, 𝓣𝓪𝓰𝓮𝓫𝓾𝓬𝓱! 🍾

31. Dezember 2023

𝕋𝕒𝕘𝕖𝕓𝕦𝕔𝕙 𝕀𝕟𝕘𝕖𝕓𝕠𝕣𝕘 𝔹𝕒𝕔𝕙𝕞𝕒𝕟𝕟, 𝔼𝕚𝕟𝕥𝕣𝕒𝕘 𝟛𝟙. 𝔻𝕖𝕫𝕖𝕞𝕓𝕖𝕣 𝟙𝟡𝟞𝟛

𝓓𝓪 𝓼𝓲𝓽𝔃 𝓲𝓬𝓱 𝓳𝓮𝓽𝔃𝓽 𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓶 𝓯𝓲𝓷𝓼𝓽𝓮𝓻𝓷 𝓖𝓻𝓾𝓷𝓮𝔀𝓪𝓵𝓭 𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓚𝓸𝓮𝓷𝓲𝓰𝓼𝓪𝓵𝓵𝓮𝓮 𝓾𝓷𝓭 𝓪̈𝓻𝓰𝓮𝓻 𝓶𝓲𝓬𝓱, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓲𝓬𝓱 𝓭𝓮𝓶 𝓜𝓪𝔁 𝓷𝓸𝓬𝓱 𝔃𝓾𝓰𝓻𝓮𝓭𝓮𝓽 𝓱𝓪𝓫, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓮𝓻 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮𝓽𝓱𝓪𝓵𝓫𝓮𝓷 𝓰𝓮𝓻𝓷 𝓮𝓲𝓷𝓮𝓷 𝓐𝓾𝓼𝓯𝓵𝓾𝓰 𝓶𝓲𝓽 𝓭𝓮𝓻 𝓜𝓪𝓻𝓲𝓪𝓷𝓷𝓮 𝓶𝓪𝓬𝓱𝓮𝓷 𝓴𝓪𝓷𝓷. 𝓘𝓬𝓱 𝓱𝓪𝓫 𝓶𝓲𝓻 𝓰𝓮𝓭𝓪𝓬𝓱𝓽, 𝓭𝓮𝓼 𝓲𝓼𝓽 𝓮𝓱 𝓫𝓵𝓸ß 𝓮𝓲𝓷 𝓾𝓷𝓫𝓮𝓭𝓪𝓻𝓯𝓽𝓮𝓼 𝓜𝓪̈𝓭𝓮𝓵, 𝓱𝓾̈𝓫𝓼𝓬𝓱 𝓾𝓷𝓭 𝓷𝓮𝓽𝓽, 𝓪𝓫𝓮𝓻 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝔀𝓮𝓲𝓽𝓮𝓻 𝓿𝓸𝓷 𝓘𝓷𝓽𝓮𝓻𝓮𝓼𝓼𝓮. 𝓓𝓲𝓮 𝓴𝓪𝓷𝓷 𝓶𝓲𝓻 𝓭𝓸𝓬𝓱 𝓮𝓱 𝓷𝓲𝓬𝓱𝓽 𝓭𝓪𝓼 𝓦𝓪𝓼𝓼𝓮𝓻 𝓻𝓮𝓲𝓬𝓱𝓮𝓷, 𝓱𝓪𝓫 𝓲𝓬𝓱 𝓭𝓪𝓬𝓱𝓽! 𝓤𝓷𝓭 𝓳𝓮𝓽𝔃𝓽 𝓲𝓼𝓽 𝓮𝓻 𝓶𝓲𝓽 𝓲𝓱𝓻 𝓲𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓦𝓸𝓱𝓷𝓾𝓷𝓰 𝓿𝓸𝓷 𝓭𝓮𝓻 𝓓𝓲𝓮𝓽𝓻𝓲𝓬𝓱 𝓲𝓷 𝓝𝓮𝔀 𝓨𝓸𝓻𝓴, 𝓭𝓲𝓮 𝓼𝓲𝓮 𝓲𝓱𝓶 𝓰𝓼𝓽𝓮𝓵𝓵𝓽 𝓱𝓪𝓽. 𝓓𝓪 𝔀𝓲𝓻𝓭 𝓶𝓲𝓻 𝓰𝓪𝓷𝔃 𝓼𝓬𝓱𝓵𝓮𝓬𝓱𝓽! 𝓘𝓬𝓱 𝓫𝓻𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝔀𝓲𝓮𝓭𝓮𝓻 𝓶𝓮𝓲𝓷𝓮 𝓑𝓮𝓻𝓾𝓱𝓲𝓰𝓾𝓷𝓰𝓼𝓶𝓲𝓽𝓽𝓮𝓵. 𝓦𝓸 𝓲𝓼 𝓭𝓮𝓼 𝓢𝓬𝓱𝓮𝓲ß-𝓢𝓮𝓻𝓮𝓼𝓽𝓪!!! 𝓥𝓮𝓻𝓭𝓪𝓶𝓶𝓽! 𝓤𝓷𝓭 𝓭𝓮𝓻 𝓙𝓸𝓱𝓷𝓷𝔂 𝓦𝓪𝓵𝓴𝓮𝓻 𝓲𝓼𝓽 𝓪𝓾𝓬𝓱 𝓼𝓬𝓱𝓸𝓷 𝔀𝓲𝓮𝓭𝓮𝓻 𝓫𝓪𝓵𝓭 𝓵𝓮𝓮𝓻, 𝓮𝓼 𝓲𝓼𝓽 𝓮𝓲𝓷 𝓚𝓻𝓮𝓾𝔃!

31. Dezember 2023

Gruß vom gaganischen Bachmann & Frisch-Literaturfestival! Ich befinde mich aktuell irgendwo zwischen Klagenfurt, Rom, Wien und Berlin. Aus gegebenem Anlass habe ich mir einen Ingeborg-Bachmann-Seitenscheitel frisiert und eine Schluppen-Inge-Gedächtnisbluse und Weste angezogen und schaue etwas strenger aus der Wäsche als sonst. Aber Inge, wie Max sie vertraulich genannt hat, hat auch gerne gescherzt, da gibt es nachher auch noch Bilder. Aber es war halt auch immer viel Drama. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Die meisten Bücher auf dem Stapel hab ich durch, bin gerade auf den letzten Seiten von Male Oscuro, dann noch eine Handvoll. Es ist auch erforderlich, einige Werke erneut zu lesen, da die Rezeption nach Kenntnis des Briefwechsels Bachmann-Frisch eine andere ist, so manches wird im literarischen Werk transparent, ja dergestalt glasklar, auf welchem Nährboden welcher Begebenheiten sich da etwas von der Seele geschrieben wurde. Bachmann schrieb ebenso hochgradig superhöchstpersönlich wie Frisch. Die beiden nehmen sich nichts.

30. Dezember 2023

Habe gerade einen Vorsatz gefasst, den Rest des Jahres betreffend. Ich will meinen Adlerhorst erst wieder im neuen Jahr verlassen und ab jetzt, sofort, bis zum Jahreswechsel einen Lese-Marathon durchziehen. Achteinhalb Bücher stapeln sich neben mir. Ich recherchiere und analysiere immer noch zum Bachmann-Frisch-Komplex und möchte mich erst äußern, wenn ich alle Quellen intus habe. Ich nehme nun mein aktuelles Buch zur Hand, lese weiter bei Seite 78. Es handelt sich um „Sturz durch alle Spiegel“ von Ursula Priess, der älteren, 1943 geborenen Tochter von Max Frisch. Eine atmosphärisch dichte Sammlung von Erinnerungsfetzen und Tagebuchnotizen, die mit ihrem Vater zu tun haben. Komplex, behutsam und sehr würdigend. Ich bin nun spontan erleichtert, einen mir hervorragend zusagenden Plan für den Jahreswechsel zu haben. Ich gestatte mir sogar großzügig darüber hinaus noch an dem Stapel zu lesen. Natürlich werde ich weiterhin online sein, und zeige mich offen für wohlwollende Wünsche für 2024. Herrlich, so gar keinen Partystress zu haben!

30. Dezember 2023

Das ist nicht dieselbe Mütze wie gestern! Die von gestern ist aus dunkelschwarzer Wolle, die da ist aus hellschwarzem Veloursleder. Habe beide schon viele Winter. Dieses Jahr kaufe ich mir keine neue Mütze, habe genug. Auch keinen neuen Mantel, den hab ich im letzten Jahr gekauft, habe genug Mäntel und Jacken. Überhaupt genug Anziehsachen. Viele Schals und Stiefelchen. Zwei Paar Handschuhe. Auch ausreichend Unterwäsche. Ich wünsche mir nur mehr Frieden in der Welt und gute Gesundheit. Hat lange gedauert, meine blöde Bindehautentzündung. Viele Wochen, und auch Rückfälle gehabt. Aber jetzt: toi toi toi. Schluss mit Augentropferei.

30. Dezember 2023

Aus dem Schlafzimmer. Mir ist gerade gedämmert, dass mir das kahle Winterkleid die Kuppel hinter den Bäumen wieder zeigt. Als ich vor fast fünfundzwanzig Jahren eingezogen bin, konnte ich die Kuppel immerzu sehen, die Baumkronen waren nicht ganz so breit.

29. Dezember 2023

Après-Ski. Gruß von der Piste! Mir war gestern spontan nach einem Kurztrip, wo ich meinen silbernen Anorak endlich einmal wieder gebührend ausführen und präsentieren konnte. Klosters, Moritz, Gstaad – das Übliche, wer kennt es nicht. Die Piste, wo ich mich gestern verlustiert habe, haben aber nicht alle Après-Ski-Freunde auf dem Schirm. Mehr so ein Geheimtipp. Ich war in meinem Silberoutfit gestern zum Après-Ski in der Hütte „Notebooks-billiger“. Da standen schon am frühen Nachmittag etliche Wintersportfreunde in Daunenjacken am Tresen, trotz des herrlichen Skiwetters draußen. Aber ich war ja genauso fest eingepackt. Es gab da viele Sachen im Angebot, die farblich sehr schön mit meiner Jacke korrespondierten, also silberne Notebooks, glitzernd wie eine frische Piste! Ich habe mich auch ein bißchen neu verliebt, möchte aber noch nicht ins Detail gehen. Ich will mich noch nicht festlegen, immer schön langsam, es ist alles im Anfangsstadium, ein Flirt, aber ich habe mir den Namen des eventuellen neuen Lebensbegleiters gut gemerkt. Sehr gutaussehend! Ich könnte mir vorstellen, dass wir gemeinsam auch Reisen unternehmen. Der Name klingt etwas elitär (guter Stall, aus Kalifornien), aber es ist alles noch nicht spruchreif. Ich bin ja nun auch nicht völlig ungebunden und frei. Es gibt da jemanden – it’s complicated! Da Merkur noch rückläufig ist, soll man keine neuen Bindungen und Verpflichtungen eingehen. Après-Ski hin oder her!

28. Dezember 2023

Bericht Visite 8.20 Uhr:

Patient ist bei gutem Bewusstsein, hat sich beim Aufwachen sehr schnell aufgerichtet. Die Irritation im Hautbild (helle Querstreifen links und rechts am Display) ist noch sichtbar, hat sich aber erkennbar zurückgebildet. Es wird weiterhin Ruhe verordnet, keine hitzigen Aktivitäten, kein Sport, Schonkost.

Es ist mit den Notebooks nicht anders wie mit anderen Lebewesen. Sie werden nicht jünger, haben aber einen würdigen Ruhestand verdient, der auch beinhaltet, immer wieder mal am Leben teilzuhaben, im Rahmen des noch möglichen und vertretbaren Bewegungsspielraums. Man sollte aber nicht voreilig den Gnadenhof in Betracht ziehen. Erst wenn es gar nicht mehr geht.

Gestern Abend, nachdem ich meinen Toshiba-Satellite-Patienten runtergefahren hatte, habe ich mein noch älteres Samsung mit dem XP wieder ausgepackt, das, auf dem ich vorgestern einen historischen, aber noch funktionierenden firefox installiert hatte. Beim Start von firefox kam die Meldung „es werden Updates installiert“. Hab mich erst erschrocken, weil gefürchtet, dass jetzt automatisch eine aktuellere, aber nicht auf XP funktionierende Version installiert wird. Dann war das Update fertig und firefox funktionierte immer noch. Ich war ganz dankbar. Rührend, wenn so ein alter Apparat ohne Murren ein Update über sich ergehen lässt und es auch noch ABGESCHLOSSEN werden kann. Da hat man ja schon anderes erlebt.

Ich gucke gerade auf mein Toshiba-Satellite Display, während ich das tippe und meine, die Streifen wären noch weniger geworden. So eine Nacht mit viel gutem Schlaf kann doch viel Gutes bewirken. Aber ich muss gestehen, ich habe dennoch gerade die Anfahrt zum „Notebooks-billiger“-Shop in der Leipziger Straße nachgeguckt. Mit der U8 bis Alex, dann in die U2 bis Stadtmitte, von der Friedrichstr. rechts in die Leipziger abbiegen, bis zur Ecke Charlottenstr., mit den orangen Säulen, wo der Laden ist.

Einfach nur mal gucken, ob da zufällig auch so ein hp Envy 17 rumsteht. Die verkaufen Ausstellungsmodelle aller Hersteller aus diversen Elektro-Läden zu bemerkenswert geringeren Preisen. Mein erstes Notebook, das Sony Vaio war damals auch das Ausstellungsstück bei Saturn, sonst hätte ich es mir nicht leisten können. Wahnsinn, die Streifen sind so gut wie weg. Ich glaube, da will wer noch nicht ins Seniorenheim.

27. Dezember 2023

Heute Morgen lachte mich die Wintersonne an und ich zurück. Heute Abend begrüßte mich mein eigentlich wieder okayes Toshiba Satellite mit einem neuen Kränklichkeitssymptom: vier komische helle Querbalken, ca 7 mm dick und 4 cm breit, je zwei am linken und rechten Rand vom Display, außerdem leichtes Flimmern. Bilde mir aber gerade ein, die Streifen wären inzwischen etwas kürzer geworden. Die Überprüfung der Treiber von Grafikkarte und Monitor haben kein Problem gezeigt. Den Eintrag hier mache ich noch, dann verordne ich dem Gerät Ruhe und fahre runter. Habe ja einen nicht geringen Bücherstapel zum Lesen. Morgen kommt Frau Dr. Nielsen dann zur Visite und schaut, wie es dem Patienten geht.

25. Dezember 2023

Test: welche Buchstaben und Zahlen gehen auf der alten Tastatur von meinem siebzehn Jahre alten Samsung Q35, in das ich vor vielen Jahren aus Versehen ein Glas Schaumwein gekippt habe, und es ausrangieren musste, noch oder wieder? Den Text konnte ich ohne Fehler tippen, sogar die Leertaste geht wieder, juhuu! Die hatte eine ganz schlimme Macke: wenn ich draufgedrückt habe, hat sie in rasantem Tempo zig mal ein x oder so gemacht, aber kein Leerzeichen. Die Taste mit der Zahl drei reagiert nicht, die vier auch nicht. Die montiere ich nachher mal ab und reinige drunter. Sonst muss ich die Zahlen von woanders copypasten. Habe heute als Tagesziel gehabt, mit dem alten Notebook ins Internet zu kommen. Voilà! Der alte Firefox ging nicht mehr, der alte Internet Explorer funktioniert auch nicht mehr. Da habe ich mit meinem aktuellen Notebook gegoogelt, welche Browserversion von Firefox noch auf altem XP geht, die hab ich mir runtergeladen und auf dem alten Notebook installiert. Ich bin drin! Aber ich kriege lauter Sicherheitsmeldungen bei jeglichen Seiten, weil sie angeblich keine gültigen Sicherheitszertifikate haben und füge nun fleißig Ausnahmen hinzu. Außerdem hab ich gerade das Datum aktualisiert. Da wurde ein Datum mit dem Jahr 2005 angezeigt. Die Tastatur hat sich erholt, ich bin dankbar und etwas gerührt! In Facebook reinzukommen, hab ich noch nicht geschafft (edit: nun doch!). Und meine wordpress-Seite wird ohne das Layout angezeigt, wie eine Internetseite aus den Neunzigern. Auch ulkig. Dann habe ich noch ergoogelt, dass es noch mehrere Browser gibt, die auf alten Rechnern funktionieren. Z. B. Opera, den hab ich auch gerade runtergeladen, muss ihn aber noch installieren. Den ganzen nostalgischen Aufwand betreibe ich vor allem neugierhalber, aber auch, weil ich Lust habe, meine alten Schätze soweit funktionsfähig zu halten, wie nur irgend möglich. Auch für den Notfall, als Alternative. Bin gespannt! Weihnachtsgrüße aus der Internet-Vergangenheit sendet:

Gaga (frickelt weiter!)

24. Dezember 2023

Berliner Schulmädchenbeine im Berliner Olympiastadion, ISTAF, 11. September 2011. Historisches Foto von Gaga R̷̶̷̷̷̶̷i̷̶̷̷̷̶̷e̷̶̷̷̷̶̷f̷̶̷̷̷̶̷e̷̶̷̷̷̶̷n̷̶̷̷̷̶̷s̷̶̷̷̷̶̷t̷̶̷̷̷̶̷a̷̶̷h̷̶̷l̷̶̷ Nielsen. An einem regnerischen Wintertag wie heute, erinnert man sich gerne an luftige Sommertage. Ich habs ja nicht so mit Weihnachten, aber Glitzer gefällt auch mir, wenn er mir unterwegs begegnet, bei einem Rentier aus tausend Lichtern auf dem KuDamm oder bei den beiden überdimensionalen, zehn Meter hohen, kegelförmigen Weihnachtsbäumen im Berliner Hauptbahnhof. Und riesige Glitzer-Ringe hängen von der Decke. Sehr hübsch. Daher: ein frohes und friedliches Fest allen, die es feiern. Bei mir gibts sowieso immer in allen Ecken Kerzenschein, wenn es dunkel wird. So muss es sein.

23. Dezember 2023

Neuer Plan: nicht neues Notebook kaufen, nur angucken, was es so gibt und Druckluft-Reinigungsspray mitnehmen. Und so einen kleinen Schraubenzieher, um die Lüftungsklappe aufzuschrauben. Mein gutes altes Toshiba-Satellite ist mir so lieb, dass ich es gar nicht in den Ruhestand schicken will. Es ist beim gestrigen Einsatz auch nicht mehr ausgegangen, war ja schon mit dem Staubsauger an den Lüftungsschlitzen. Will es aber noch gründlicher entstauben, daher Druckluftspray. Aber erst mal sitze ich noch hier im warmen Wohnzimmer und mache mich fertig. Habe genau zwölf Stunden geschlafen. Es ist 14:11, um 15:00 Uhr will ich los. Wenn es noch hell ist.

22. Dezember 2023

Einkaufszettel:
mind. 15,6 Zoll oder 17, mind. 2 USB-Ports, lieber 3 – 4, ordentlich RAM, leistungsfähiger Lautsprecher, großzügige Tastatur, gebürstetes Aluminium. Komplett unwichtig: leuchtende Tastatur, Touchscreen.

Mein fast zehn Jahre altes Toshiba Satellite P50t-B-Super-Notebook wird die letzten zwei Tage mittendrin, wenn ich etwas gucke oder posten will, immer mal wieder ohnmächtig, schläft eine Runde und wird dann nur langsam wieder wach. Es ist wohl mal wieder Zeit für eine neue Schreibmaschine. Denke, ich mache heute Abend backups und besuche morgen Saturn am Alex.

20. Dezember 2023

Seit zwei Tagen klöpplehäklestrickefrickle ich an einem längeren Eintrag, der sich um Entstehungshintergründe von Max Frischs „Mein Name sei Gantenbein“ dreht, und die Rolle, die Ingeborg Bachmann beim Entstehen dieses Werks, aber auch im Buch selbst spielt. Ich habe da eine recht eigene, spannende Theorie entwickelt. Aber ungeachtet dessen, gibt es Passagen, die mich unabhängig von den Absätzen mit Bachmann-Frisch-Beziehungs-Interna beeindrucken. Um das nicht durcheinanderzuwerfen, nachfolgend das für mich gehaltvollste Kapitel im Gantenbein. Ich ging sofort mit der „Höllen“-Empfindung mit. Offenbar ist mir recht nah, wie Max Frisch tickt.

„Ich stelle mir die Hölle vor:

Ich wäre Enderlin, dessen Mappe ich trage, aber unsterblich, so, daß ich sein Leben, meinetwegen auch nur einen Teil seines Lebens, ein Jahr, meinetwegen sogar ein glückliches Jahr, beispielsweise das Jahr, das jetzt beginnt, noch einmal durchzuleben hätte mit dem vollen Wissen, was kommt, und ohne die Erwartung, die allein imstande ist, das Leben erträglich zu machen, ohne das Offene, das Ungewisse aus Hoffnung und Angst. Ich stelle es mir höllisch vor. Noch einmal: euer Gespräch in der Bar, Geste für Geste, seine Hand auf ihrem Arm, ihr Blick dazu, seine Hand, die zum ersten Mal über ihre Stirne streicht, später ein zweites Mal, euer Gespräch über Treue, über Peru, das er als Land der Hoffnung bezeichnet, alles Wort für Wort, euer erstes Du, vorher das Gerede über die Oper, die ihr dann versäumt, die Pfiffe aus einem nächtlichen Güterbahnhof, Pfiffe und Echo der Pfiffe, und es läßt sich nichts überspringen, kein Geräusch, kein Kuß, kein Gefühl und kein Schweigen, kein Erschrecken, keine Zigarette, kein Gang in die Küche, um Wasser zu holen, der euren Durst nicht löschen wird, keine Scham, auch nicht das Ferngespräch aus dem Bett, alles noch einmal, Minute um Minute, und wir wissen, was folgt, wir wissen und müssen es noch einmal leben, sonst Tod, leben ohne Hoffnung, daß es anders kommt, die Geschichte mit dem Schlüssel im Briefkasten, Ihr wiẞt, es wird klappen, nachher die öffentliche Waschung am Brunnen, die Arbeiter-Bar, Sägemehl auf dem steinernen Boden, keine Minute ist anders, als ich es schon weiß, keine Minute ist auszulassen und kein Schritt und kein Espresso und nicht die vier Brötchen, das nasse Taschentuch in der Hose, Enderlin winkt, es ist dasselbe Taxi, aber ich weiß, daß er später aussteigen wird. um Tauben zu füttern, all das noch einmal, auch der Schreck mit dem Zettel, der Irrtum, die Wehmut, der Schlaf unter Preßluftbohrern, die draußen den besonnten Belag einer Straße aufreißen, und später das Warten auf dem Flugplatz Flight number seven-o-five, Nebel in Hamburg, und was folgt: Abschied in Hoffnung, daß es keine Geschichte wird, Wiedersehen, Schluß und Umarmung, Abschied, Briefe und Wiedersehen in Straßburg, Schwierigkeiten allerenden, Leidenschaft, Zauber ohne Zukunft, ja, ohne Zukunft – aber ich weiß die Zukunft: Das Glück in Colmar (nach Besichtigung des Isenheimer Altars und auf dem Weg nach Ronchamp) ist weder euer letztes, wie Ihr fürchtet, noch euer höchstes; trotzdem muß es noch einmal gelebt werden, genau so, inbegriffen der Abschied in Basel, der Abschied auf immer, genau so, ja, aber mit dem Wissen, was folgt. Alle Geschenke, die man einander gemacht hat, müssen noch einmal geschenkt werden, noch einmal eingepackt und mit Schleife verschnürt, noch einmal aufgeschnürt und bewundert, mit Entzücken bedankt. Auch Mißverständnisse, die eine halbe Reise verderben, müssen noch einmal gemacht werden, Zerwürfnisse, worüber man erst später lachen kann, alles muß noch einmal gedacht und empfunden werden, jedes Gespräch noch einmal gesprochen, obschon ich weiß, wie oft es sich noch wiederholen wird, und noch einmal sind die gleichen Briefe aus dem Kasten zu nehmen, aufzureißen mit klopfendem Herzen, und noch einmal sind alle Pläne zu planen mit dem Wissen, wie alles anders kommt, wochenlang sucht Ihr ein Grundstück, Ihr verhandelt, Ihr kauft und macht euch Sorgen, die sich erübrigen, Hoffnungen, die euch beseligen, ich weiß, daß nie gebaut wird, trotzdem ist das Grundstück auszumessen, alles für die Katz, aber am Schicksal ist nichts zu ändern, obschon Ihr’s kennt, und noch einmal gehe ich an die Tür, um herzlich zu begrüßen den Mann, der dazwischen kommt, noch einmal frage ich, was er wünsche, Whisky oder Gin, noch einmal meine Witze, mein Argwohn, meine Großmut, mein ahnungsloser Sieg, noch einmal eure Fahrt mit der Panne, meine sorgenreiche Nacht, noch einmal die trauten Zeiten des Gleichmuts, ich schreibe ihm noch einmal einen Gruß auf die Ansichtskarte, jenen launigen Gruß, den ich ohne Wissen schrieb, genau so, aber ich weiß, und noch einmal kocht der Kaffee, um kalt zu werden nach deinem Geständnis, ich weiß, ich weiß, trotzdem habe ich noch einmal zu fluchen und durchs Zimmer zu laufen und zu fluchen genau so, noch einmal das Glas, das an der Wand zerknallt, die Scherben, die ich aufwische, genau so, ja, aber alles mit dem Wissen, wie es weitergeht: ohne die Neugierde, wie es weitergeht, ohne die blinde Erwartung, ohne die Ungewißheit, die alles erträglich macht –

Es wäre die Hölle.

Enderlin, eine Zeitung blätternd, tut, als höre er nicht zu; die Lage ist gespannt; er genießt es, nicht zu wissen, was morgen in der Zeitung stehen wird, nicht mit Gewißheit zu wissen –

Es wäre die Hölle.

Erfahrung ist ein Vorgeschmack davon, aber nur ein Vorgeschmack; meine Erfahrung sagt ja nicht, was kommen wird, sie vermindert nur die Erwartung, die Neugierde – (…) Ihr wollt keine Geschichte. Keine Vergängnis. Keine Wiederholung.“

ᴍᴀx ғʀɪsᴄʜ, ᴍᴇɪɴ ɴᴀᴍᴇ sᴇɪ ɢᴀɴᴛᴇɴʙᴇɪɴ, sᴜʜʀᴋᴀᴍᴘ 1964, s. 189 – 193

19. Dezember 2023

Frisch, der unbestechliche Beobachter:

„Was ich im Theater gelernt habe: Ein Schauspieler, der einen Hinkenden darzustellen hat, braucht nicht mit jedem Schritt zu hinken. Es genügt, im rechten Augenblick zu hinken. Je sparsamer, um so glaubhafter. Es kommt aber auf den rechten Augenblick an. Hinkt er nur dann, wenn er sich beobachtet weiß, wirkt er als Heuchler. Hinkt er immerzu, so vergessen wir’s, daß er hinkt. Tut er aber manchmal , als hinke er ja gar nicht, und hinkt, sowie er allein ist, glauben wir es. Dies als Lehre.“

ᴍᴀx ғʀɪsᴄʜ, ᴍᴇɪɴ ɴᴀᴍᴇ sᴇɪ ɢᴀɴᴛᴇɴʙᴇɪɴ, sᴜʜʀᴋᴀᴍᴘ 1964, s. 156

18. Dezember 2023

Wer hat es gewusst? „Großmut“ ist nicht „der Großmut“, sondern „die Großmut“. „Die Großmütigkeit“ war mir bekannt, aber ich dachte „Großmut“ hätte wie „der Mut“ oder „der Übermut“ auch einen männlichen Artikel. Schon wieder bei Max Frisch gelernt. Dachte erst, das sei wieder eine schweizerische Spezialität. Irrtum.

17. Dezember 2023

Die heile Kamera aus der Werkstatt geholt, ein Bild gerahmt, ein anderes geputzt, wollte das gerahmte Bild fotografieren. Akku war leer. Heimgefahren, bis Alex, von da Richtung Weinmeisterstraße gelaufen, weil die U8 vier Wochen unterbrochen war. Heute der letzte Tag. Gar nicht bemerkt, weil ich exakt so lange nicht dort war. Beim Heimlaufen den violetten und rosa Abendhimmel gesehen, dachte, ich erwisch ihn nicht mehr, bis ich in meinem Adlerhorst angekommen bin. Aber dann doch noch. Ich wünsche Euch einen friedlichen dritten Advent, falls Ihr den begeht. Und wenn nicht, einen heimeligen, friedlichen Abend. So, wie der Himmel über Berlin.

16. Dezember 2023

Zwei kleine Chats von Lydia und mir zur sechsten ℂ𝕣𝕠𝕨𝕟-Staffel. Wir haben die neuen Folgen getrennt voneinander geguckt, nicht verabredet, mit demselben Account, und uns ein bißchen dazu ausgetauscht.

♕ ℂ𝕙𝕒𝕥 𝕧𝕠𝕞 𝟚𝟠. ℕ𝕠𝕧𝕖𝕞𝕓𝕖𝕣 𝟚𝟘𝟚𝟛, 𝕫𝕦 𝔽𝕠𝕝𝕘𝕖𝕟 𝟙 𝕓𝕚𝕤 𝟜 ♕

Gaga
ℂ𝕣𝕠𝕨𝕟 funktioniert doch mit deinem Account – ich schau jetzt die 1. Folge der 6. Staffel und geh dann schlafen. Fängt gerade an. DANKE ❤

Lydia
Krass, ich schaue gerade auch. Schauen wir parallel? Wusste nicht, dass das geht… Wir nehmen einfach mit, was geht ☺️

Gaga
Sensationell, das ging früher mitunter nicht. Jetzt guck ich noch die zweite Folge, macht schon wieder süchtig. 🙂 Bin gerade bei der Szene mit der Landminen-Aktion, da wurde schon von aufmerksamen Guckern bemängelt, dass sie nach Bosnien fährt, wo sie doch in echt in Angola war. Hmpf… Finde ich aber von dem her witzig, dass ja von Produktionsseite betont wird, dass es f i k t i v ist ;.) Vielleicht ist so eine winzige Abweichung dann das Alibi. 🙂 Gerade gelernt: Diana war AUCH in Bosnien wg. der Landminen, noch vor Angola. Hier: „Lady Dianas letzte offzielle Reise: Im Kampf gegen Minenfelder in Bosnien“ https://www.kosmo.at/lady-dianas-letzte-offzielle-reise-im-kampf-gegen-minenfelder-in-bosnien-video Debicki spielt schon sehr gut. Eigentlich übertreibt sie nur ganz selten ein kleines bißchen, so schnutig manchmal, mit Blick von unten nach oben… ich hab sie in Interviews gesehen und finde ihre natürliche Art sich zu geben, ist Diana schon ähnlich genug. Dodi sieht ja auch zum Verwechseln ähnlich aus, auch der alte Al Fayed.

Noch 38 Minuten, dann hab ich alle vier Folgen gesehen… Was mir gut gefällt in der letzten Folge, wie die Übermittlung der Todesnachricht im Krankenhaus auf dem Flur und an William und Harry gelöst ist, mit so einem Störrauschen, wo man nur die Mundbewegungen und Gesichter sieht. Sehr stilvoll. Und wie Al Fayed seinen toten Sohn sieht und Allah schreit, das war auch… Gänsehaut… Jetzt die erste Szene im Flugzeug zurück von Paris, wo Diana als „Geist“ vor Charles sitzt. Das haben Viele als geschmacklos empfunden, aber ich finde es nicht schlimm, sogar verständlich, weil man im Geiste ja Gespräche mit den Toten hat…

Lydia
Hihi, ich schau mir das einfach immer nur zum Abstressen an. Aber du recherchierst hinterher. War Diana eigentlich wirklich die schönste Frau der Welt? Ich meine, sie war ja auch irgendwie keine plakativ schöne Frau oder perfekt im Sinne von Taylor Swift oder so… Mit welcher Medienpersönlichkeit wäre sie heute vergleichbar?

Gaga
Mir fällt keine lebende ein… weil es meist nicht das vorrangigste Anliegen von öffentlichen Personen ist, mütterliche Warmherzigkeit auszustrahlen. Das hat sie so schön erscheinen lassen, diese Herzenswärme.

Lydia
Ach komm, dir fällt da noch jemand ein. Ich denke, eventuell ist zur Zeit halt einfach mehr so die „eisige Kühle“ en vogue?

Gaga
Solche Figuren waren immer selten, aber es gab nach dem 2. Weltkrieg, in den Fünfziger Jahren, eine starke Kultur der Verehrung von beseelt spielenden Schauspielerinnen, die viel Emotion und Herz über die Rampe brachten, wie z. B. Maria Schell und Liselotte Pulver (Pulver lebt noch, ist weit über 90, in einem Pflegeheim). Aber auch Audrey Hepburn. Und Romy Schneider in der Sissi-Rolle und den anderen frühen Rollen, stand für viel Herz. Deswegen sieht man die Filme heute noch gern. Sie lassen nicht kalt.

♕ ℂ𝕙𝕒𝕥 𝕧𝕠𝕞 𝟙𝟞. 𝔻𝕖𝕫𝕖𝕞𝕓𝕖𝕣 𝟚𝟘𝟚𝟛, 𝕫𝕦 𝔽𝕠𝕝𝕘𝕖𝕟 𝟝 𝕓𝕚𝕤 𝟙𝟘 ♕

Gaga
Hab übrigens vorgestern alle sechs letzten Folgen von der ℂ𝕣𝕠𝕨𝕟 geguckt, fand sie alle gut. Auch die Besetzung von Carol Middleton und Kate und die Folge mit den Schlaganfällen von Princess Margret…

Lydia
Frage mich, ob Kates Mutter wirklich so dermaßen ambitioniert war????

Gaga
Apropos ℂ𝕣𝕠𝕨𝕟: ich H O F F E , dass sie es sich anders überlegen mit dem Ende, also da ist ja so viel Potenzial für neue Folgen mit dem Meghan-Harry-Drama. Ja, die Mutter wurde schon sehr ambitioniert gezeichnet, also Carol, aber ich denke, ein bißchen was ist dran, wenn auch nicht so drastisch. Und letztlich: es war das perfekte Match. William lag an der Uni ja nicht nur Kate zu Füßen, sondern nahezu alle Mädels. Ich war fasziniert, wie ähnlich die grundlegenden Gesichtszüge, rein äußerlich, von Carol Middleton getroffen wurden. Toll gecastet. ABER: der nun halbwüchsige Teenie Harry hat ja kaum äußerliche Ähnlichkeit, da wäre mehr gegangen.

Lydia
Ja stümmt. Aber manchmal ist es dann wohl doch nicht so einfach. Kate ist um einiges hübscher. Also ich meine die Schauspielerin. Sie hat so was Reines. Während die echte Kate ein bisschen hart und verschlagen aussieht. Aber dennoch ganz schön gut getroffen. Wusstest du, dass es auch noch eine harte britische Satire davon gibt?

Gaga
ich finde, sowohl Kate ist extrem attraktiv (geworden), als auch die Schauspielerin, Kate hat sich unheimlich entfaltet und entwickelt. Sie hat ja auch alles im Leben, um glücklich zu sein, abgesehen von der buckligen Verwandtschaft, sprich der bitch in Montecito mit ihren Verleumdungen. Die Schauspielerin kommt aus demselben Ort wie Kate und hat erzählt, worauf sie bei der Sprechweise achten musste, weil Kate leiser spricht, als sie selbst. Ich habs auf Deutsch geschaut, weil Du die Synchronisation eingestellt hattest, das wollte ich dir nicht verstellen, aber ich hab in die Originalstimmen reingehört. Die waren schon bei Diana bis zur Perfektion nachgeahmt. Hammer. Gerade Charles, der ja anders aussieht, aber den Duktus hat. Toll, toll, toll. Ja, die Satire kenn ich, aber langweilt mich auf Dauer etwas.

Lydia
Ich nehme mir immer vor, im Original zu schauen … aber zu bequem. Aber du kennst wieder die Hintergründe. Ich mags auf jeden Fall zu sehen, wie das Studium gelaufen ist, mit dem Haus und so. William scheint ja dort trotz allem irgendwie „normal“ gelebt zu haben. Aber nun gut, ich schaue die letzte Folge.

Gaga
Ja, das waren nette Szenen in dem Haus, die Studenten-WG, so soll es gewesen sein… Viel Vergnügen mit der letzten Folge mit der guten alten Queen… (da kommen noch mal am Ende alle drei Queens der ganzen Staffeln vor…)

Lydia
Ich denke gerade noch kurz, ob die Queen nicht gar auf Nach-Corona-Zeiten hinauszögerte, damit sie ein ehrwürdiges Begräbnis mit Pomp und Gloria bekam?

Gaga
Das kann sein und wäre sehr nett von ihr, weil ja soooo viel schon Jahre dafür vorbereitet wurde. Ich liebe die Szene, wo sie den Royal Piper in ihrem Wohnzimmer ihr farewell vorspielen lässt. Gänsehaut… ich liebte die Dudelsackmusik bei ihrer Beisetzung, unvergesslich.

15. Dezember 2023

Vokabelheft: 𝓚𝓵𝓪𝓹𝓹𝓶𝓮𝓽𝓮𝓻 (schweizerisch) = Zollstock. Gefällt mir! Da wir in Deutschland seit 1872 das metrische System haben, passt das doch auch bei uns ausgezeichnet. Bei Max Frisch aufgegabelt, dem alten Schweizer!

14. Dezember 2023

Heute hatte ich mein erstes Mal. Sein Name ist Ogawa. Da ich noch nie ein solches Erlebnis hatte, weiß ich nicht, ob er mehr als andere draufhat. Es ist auch wie mit allem: wenn man erst einmal etwas Erfahrung gesammelt hat, weiß man, was einem besonders gut gefällt, welche Stellungen am Angenehmsten sind und kann dann entsprechend für mehr oder weniger Vibration sorgen. Es gab zum Beispiel so kribbelige Berührungen an den Fußsohlen, die waren mir zu kitzelig und ich hab es abgestellt. Interessant war die Einstellung „Manuell“. Da wird so richtig zugepackt und zugegriffen, oben am Rücken angefangen, unter dem Hals, bis runter zum Popo. Das war beeindruckend. Ich dachte erst: hui! Wo führt das hin! Aber dann wurde wieder in die andere Richtung geknetet. Auf die Arm-Massagen habe ich verzichtet, nachdem ich es kurz ausprobierte. So ähnlich stelle ich mir die Sitzposition im elektrischen Stuhl vor, das hat mir nicht gefallen. Ich musste ja außerdem auch die Bedienungsanleitung halten und studieren. Nach fünf bis sieben Minuten hat es mir gereicht. War also mehr so ein Quickie. Ich werde Ogawa bestimmt nicht jeden Tag besuchen, aber vielleicht mal wieder, wenn ich etwas verspannt bin und mir danach ist, ordentlich durchgerüttelt und -geschüttelt zu werden!

13. Dezember 2023

Ich ließ mir heute Nachmittag vom neuen elektrischen Massage-Sessel berichten, der zur Entspannung der Belegschaft in einem kleinen Raum bereitsteht. Die Kollegin, die ihn gestern benutzt hatte, war angetan und hatte davon etwas Muskelkater. Auch die Arme werden stark bearbeitet. Weil sie ihre Lesebrille nicht dabei hatte und die Schrift der Anleitung so winzig war, hat sie einfach irgendwo draufgedrückt. Die Arme wurden dabei so zusammengedrückt, wie man das vom Blutdruckmessen kennt. Jedenfalls will sie den Sessel noch oft nutzen, zumal das während der Arbeitszeit erlaubt ist, ohne es als Pause einzutragen. Jetzt hatten wir es davon, was, wenn sich jetzt jemand mehr als eine Einheit, eine Viertelstunde plus je fünf Minuten Pause vorher und nachher zwischen den Slots, also gleich mehrere Einheiten hintereinander genehmigt, und dann irgendwann die großzügige Regelung wieder abgeschafft wird. Sie meinte, sie wäre absolut davon überzeugt, dass es dann einen Andrang nach Feierabend geben würde, also am Abend. Das konnte ich mir nun nicht vorstellen, weil es in meiner Welt doch nichts Entspannenderes gibt, als daheim zu chillen. „Doch, doch, ganz sicher“ meinte sie. Darauf ich: „Aber Du hast Dir doch einen Mann geholt“ (sie ist verheiratet), „Dein Mann kann Dich massieren! Dafür braucht man doch Männer hauptsächlich: dass sie einen anfassen! Für alles andere hat man doch Freundinnen! Kann Dich Dein Mann nicht massieren?“ Sie guckt mich an und fragt mit ihrem sehr aparten italienischen Akzent resolut: „WO LEBST DU???“ Ihr Mann ist ein moderner deutscher Mann, beruflich Musikproduzent. Ich verstehe das Problem überhaupt nicht. Ok, sie sind lange verheiratet und haben zwei Söhne, aber sie sind noch verheiratet und es gibt keine Trennungsabsichten. Er soll sie massieren, dann ist der Sessel am Abend frei für die Singles! So sollte es geregelt sein: Verheiratete kommen auf die Warteliste, weil sie daheim einen Mann haben, der massieren kann! Ich probiere den Massagesessel morgen mal aus.

12. Dezember 2023

Ok, das mit dem ͟U͟n͟t͟e͟r͟s͟t͟r͟e͟i͟c͟h͟e͟n͟, auch d͇o͇p͇p͇e͇l͇t͇ oder g̤e̤p̤ṳn̤k̤t̤e̤t̤, bzw. wahlweise d̶u̶r̶c̶h̶g̶e̶s̶t̶r̶i̶c̶h̶e̶n̶ oder d̷u̷r̷c̷h̷g̷e̷s̷t̷r̷i̷c̷h̷e̷l̷t̷, scheint zu funktionieren. Aber das mit der W̰ḛl̰l̰ḛn̰l̰ḭn̰ḭḛ ist doch Unfug. Brauch ich nicht. Ah, 𝓴𝓾𝓻𝓼𝓲𝓿 und 𝙛𝙚𝙩𝙩 und 𝔹𝕝𝕠𝕔𝕜𝕤𝕔𝕙𝕣𝕚𝕗𝕥 und ᴋᴀᴘɪᴛᴀ̈ʟᴄʜᴇɴ und eine 𝖆𝖑𝖙𝖊𝖗𝖙𝖚̈𝖒𝖑𝖎𝖈𝖍𝖊 𝕿𝖞𝖕𝖔 gibt es auch. Interessant! Also mir gefällt das Angebot des Schriftgenerators recht gut, vor allem für 𝕱𝖆𝖈𝖊𝖇𝖔𝖔𝖐, wo man ja sonst nicht viel bestimmen kann, gestaltungsmäßig.

11. Dezember 2023

Und der Vorhang fällt. Rauschender Beifall, stehende Ovationen. Ratzke hat wieder gezaubert. Ob als Hedwig oder Bowie oder Marlene. Oder er selbst. Meister seines Fachs: chapeau, da capo.

11. Dezember 2023

Marlene-Lieder-Raten. Den Gesten nach – „von Kopf bis Fuß…“. Der Gassenhauer wurde mit dem kongenialen Pianisten auf links gedreht. Unerhört arrangiert. Ich erinnere es hypnotisch und reduziert. Die Gesten sind nicht sparsam, vielleicht war es doch hier ein anderes Chanson. Es gab auch „The White Cliffs Of Dover“, was Jenny besonders gefiel. Auch ein schönes, zu Herzen gehendes Lied. Ob Marlene es je gesungen hat, weiß ich gar nicht. Vera Lynn hatte damit im Zweiten Weltkrieg einen großen Erfolg. Ein Lied von Sehnsucht nach heiler Welt. Frieden Frieden Frieden.

10. Dezember 2023

Ouvertüre zweiter Teil von Marlene. Mein Wunsch wurde erhört. Svenlene Ratzke hatte ihren großen Auftritt und sang, sang, sang. Ich weiß nicht mehr, welches Lied hier zu Gehör kam, aber egal. Gut waren sie alle, manche besonders. Wirklich faszinierend, wenn man dabei ist, wenn ikonographische Bilder zum Leben erweckt werden. Heilig. Götterdämmerung. Der Mensch ist Gott. Ist AUCH.

10. Dezember 2023

Die musikalischen Arrangements waren überraschend. Angenehm. Kein Augenblick von „Impersonating Marlene“, der ganze Zauber in champagnerfarbener Garderobe an goldenen Locken eher atmosphärische Zitate, als das Bemühen um verblüffende Ähnlichkeitseffekte. Das war auch gut so, weil man ja letztlich doch Ratzke sehen will. Der darf gar nicht zu sehr hinter einer marmornen Marlene verschwinden. Rchtig in Fahrt und Hochform kam er nach der Pause, nach dem sehr wortreichen ersten Aufzug.

10. Dezember 2023

Hinter dem Vorhang Marlene in ihrem Pariser Schlafzimmer, wie eine Mumie in ihre Bettdecke gewickelt. Wenigstens denke ich, es ist ihr letztes Schlafzimmer in Paris in der Avenue Montaigne. Begleitet von sparsamen Tönen des Pianisten, erzählt Marlene weiter, lamentiert über Gott und die Welt. Eine ihr zu Diensten stehende junge Frau ist mit Handreichungen beschäftigt, hängt Kleider auf Bügel, macht das Bett, wieselt und wuselt um sie herum. Hilft ihr beim Aufstehen. Es ist mir nicht bekannt, dass Marlene eine junge Assistentin beschäftigt hätte, aber Hilfe wird sie gehabt haben. Ratzkes Marlene ist in den Jahren angesiedelt, als sie ihre letzten Tourneen und Auftritte hatte. Als sie mit dem bandagierten, offenen, eitrigen Bein unter ihrem Glitzerkleid immer noch den Schein der Göttin zu wahren versuchte. „Sag mir, wo die Blumen sind…“ Es gelang. Ein wenig rauscht es an mir vorbei, was en detail gesprochen wird. Ich habe alles über Marlene gelesen, diverse Biographien, auch die Erinnerungen ihrer Tochter Maria Riva, die preisgekrönte Schell-Dokumentation gesehen, bei der sie aktuelle Kamera-Aufnahmen untersagte. Als Marlene im Mai 1992 starb, erstand ich viele Zeitungen, wohl auch die Bunte und verfolgte die Berichterstattung. Die vielen Fotos aus ihrem Pariser Apartment. Das mit Notizen beklebte, cremeweiße Telefon. Sven Ratzke soll jetzt aufhören zu reden und singen. Und das wird er.

10. Dezember 2023

Der Vorhang mit Schlafzimmerblick hebt sich nicht. Ein Vollmond erleuchtet die Bühne hinter dem Stoff, inmitten, im Profil, als Schattenriss Marlene. Ratzke erweckt sie mit Erinnerungen zum Leben. Die reife Marlene Dietrich blickt auf ihr Leben zurück. Dann schiebt sich der transparente Vorhang langsam zur rechten Seite.

09. Dezember 2023

Ich hätte jetzt Appetit auf ein Pfeffersteak mit grünen Bohnen und Pommes Frites. Appetit ist ja immer ein gutes Zeichen. Gestern Abend eine Flasche Bordeaux aufgemacht und mir mit ebenfalls gutem Appetit drei Gläser genehmigt. Das ist insofern erwähnenswert, als ich sonst überwiegend größere Lust auf guten Schaumwein oder Weißwein habe. Aber gestern musste es Rotwein sein. Wobei für mich drei Gläser schon eine große Sache sind. Ich kenne auch den Effekt, dass ich schon nach einem Glas bettschwer bin. So nicht gestern. Zwischendurch gab es immer immer mal ein Stückchen Käse, war schon einiges nach Mitternacht. Nun muss ich mich in Form bringen, um heute Abend im Renaissance Theater zu performen. So eine Aufführung ist ja nicht nur ein Auftritt für die Leute auf der Bühne, sondern auch für das Publikum. Es wird erwartet, dass man kraftvoll klatscht und aufmerksam mitgeht. Auch ein gepflegtes, dem Anlass angemessenes Erscheinungsbild wird – zurecht – von der Umgebung erwartet. Eine gelungene Aufführung und ein gelungener Abend beinhalten den angemessenen Beitrag aller Beteiligten. Ich sehe mich da immer ganz stark in der Pflicht. Meine Begleiterinnen auch. Da gerade vielerorts geschwächelt wird, verneige ich mich vor der Bereitschaft, dennoch nach Kräften im Publikumsrang zu performen. Chapeau, die Damen. Le Ratzke als Marlene ist bestimmt grandios, Weltklasse, wie man es von ihm gewohnt ist. Interessant auch, dass in der Inszenierung Texte von Connie Palmen eingebaut sind, die vermutlich von der namentlich angeführten weiblichen Darstellerin vorgetragen werden. Ich habe wegen eigenem Schwächeln immer noch nicht die vollumfänglich funktionierende Kamera aus dem Atelier geholt, wird wohl heute auch nichts mehr. Ich nehme die Lumix mit dem kaputten Display mit, für stark experimentelle Bühnenfotografie. Wenns nix wird, dann nicht. Aber etwas interessant Verwischtes kommt schon raus. Ich leg mich noch mal hin. Und dann aber: Marlene, wir kommen!

08. Dezember 2023

Die letzte Nacht habe ich in der Paris Bar verbracht. Ich habe dort geschlafen. Unsinn! Das habe ich natürlich nicht gemacht. Wahr ist: gegen neun bin ich aufgewacht. Daheim in meinem Bett und konnte mich an intensive Bilder erinnern. Die Paris Bar der letzten Nacht war eine andere, erweiterte Version der echten Paris Bar. Es gab ähnliches Publikum und erlesenes Interieur, aber die Räume waren viel größer und weiter und verschachtelter. An der rechten Seite war eine offene Wand mit einem Ausblick auf eine sonnenbeschienene mittelalterliche Festung, angeblich die Nürnberger Burg. Obwohl die ganz anders aussieht, in echt. Der verstorbene Michel Würthle war auch da, wenigstens als Geist in den Räumen. Es gab ein Geschäftsführer-Ehepaar, das sehr mondän auftrat. Ich glaube, sie trugen beide Roberto Cavalli und die Inneneinrichtung war etwas verändert. Es gab elegante Sitzgruppen in modernem Design, aber alles war in warmes Licht getaucht, viele Lampen. Auf den Sofas waren Kissen im Stil von Fendi und Versace verteilt. Polierte silberne Aschenbecher hier und da. Auf der linken Seite war der Stil mehr wie in Marrakesch, mit orientalischen Bodenkissen an grob verputzten Wänden. Lydia und ich wollten uns da niederlassen, das sah sehr anheimelnd aus. Als ich mich mit einem Getränk hinsetzte, merkte ich, dass es keine feste Ablage für das Getränk gab. Ein kleines Tischchen oder Tablett wäre gut gewesen. Ich stand wieder auf und entdeckte in mehreren Ecken und Fensternischen hohe Körbe mit allerlei Wohnaccessoires. Da waren silbergerahmte kleine Spiegel und Bilderrahmen zuhauf, manche noch orginalverpackt in Schachteln. Ich zog einen fein ziselierten, rechteckigen Spiegel heraus und nahm ihn mit, um ihn als kleines Tablett in unserer marrokanischen Ecke zu benutzen, darauf würde mein Glas gut stehen. Das Ehepaar nickte zustimmend, dafür wären die Sachen ja auch da.

Szenenwechsel. Lydia hatte mir in der „Paris Bar“ von ihrer Wohnungsrenovierung berichtet und zeigte mir nun das Ergebnis. Es handelte sich um das Schlafzimmer. Ein rechteckiger Raum, ungefähr vier Meter breit und sechs Meter lang. Die längeren Seiten des Zimmers waren fensterlos, wir hatten die verglaste schmalere Seite im Rücken. Ganz hinten, vis à vis der Fensterfront mit Balkontür, ging es durch zum Bad. Das große Bett, ungefähr King Size, stand links und hatte einen maigrün gebeizten Bettkasten aus Holz, ganz schlicht. Ich glaube, weißes Bettzeug. Wenn man im Bett lag, schaute man auf eine große Schrankwand, die fast die ganze Länge der rechten Wand einnahm. An der Schrankwand hatte die große Renovierung stattgefunden. Die ganze geschlossene Front des Schranks war mit sehr vielen, gleichgroßen Klapptüren unterteilt, jede im Format von ca. 50 cm breit und 60 cm hoch. Es gab vom Boden bis unter die Decke vier Reihen, nebeneinander ungefähr zehn bis zwölf Schranktüren. Und hier hatte nun die große Renovierung stattgefunden. Lydia hatte auf jede der Türen ein anderes, sehr kontrastreiches Schwarzweißfoto aufgezogen. Sehr künstlerische Motive, manche verwischt und abstrakt, es wirkte auf den ersten Blick fast wie schwarzweißes Kuhfellmuster, aber es waren tolle Fotos, wie eine Galerie. Ich war wirklich beeindruckt, das war sehr gelungen und ich gratulierte Lydia zu dieser Styling-Idee. Dann bin ich aufgewacht und habe mich gefreut, das ich mich endlich mal wieder an einen Traum erinnern kann. Ich habe dann später in meinem Fotoarchiv nach Bildern von verschiedenen Bars und Räumen gesucht, die mich an die erinnerten Bilder der geträumten, zweiten Paris-Bar erinnern, atmosphärisch, aber auch sonst. Ich habe einiges gefunden. Bitte sehr, hier zu sehen. Alles Bilder von Bars und Räumen der vergangenen beiden Jahrzehnte in Berlin.

08. Dezember 2023

In die Runde: gerade ist wg. kranker Jenny eine Karte für die Vorstellung von „Marlene“ mit Sven Ratzke, morgen Abend um 19:30 Uhr im Renaissance-Theater frei geworden. Lydia und ich gehen hin, Reihe 13, Karte kostet 37 Euro, falls wer Lust und Zeit hat?

P.S. es könnten auch noch Tickets in Reihe 13 dazugekauft werden, sind noch mehrere Plätze frei.

06. Dezember 2023

Gaga-Davina Hamilton. Wer meiner lieben Freunde erinnert sich noch an „Bilitis“ und „Zärtliche Cousinen“ von Herrn Hamilton? Mein alter Fotoapparat anscheinend sehr gut. Herrlich weichgezeichnete, unwägbare Aufnahmen sind meiner alten Lumix hier gelungen. Das ist die Kamera, wo das Display hinüber ist, also Null Bildkontrolle bei Selbstportraits. Ich habe mich aber dunkel erinnert, wo man ungefähr beim Objektiv hinschauen muss, um nicht total außer dem Fokus zu liegen. Der Rest kompletter Blindflug. Habe vorher nicht auf die Einstellungen geachtet. Das ist vermutlich das Auswahlprogramm, mit dem Katja Flint ihre verwischten Fotos macht. Falls ich mal in die Richtung gehen möchte, nehme ich den alten Apparat und die Einstellung. Hat ja auch was Träumerisches. Harte, porentief scharfe Bildqualität bei Gesichtern gefällt mir schon bei HD-Fernsehen überhaupt nicht.

Ich weiß gar nicht, ob ich 1977 tatsächlich Bilitis gesehen habe, ich denke eher nicht, sondern nur jede Menge Skandal-Berichterstattung über dieses sehr softe Erotikfilmwerk von David Hamilton. Ich war 1977 ja erst zwölf, da hätte ich gar nicht reingedurft, in so einen Film. Aber die Bravo war voll davon, die weichgezeichneten Bilder waren in vielen Zeitschriften zu sehen (wohl zur Abschreckung), da es als skandalös galt, dass junge, geschlechtsreife, aber eventuell noch nicht ganz volljährige Frauen zärtliche Spielchen ohne Damenoberbekleidung machen, und das auch noch im Kino gezeigt wird, UND ein Riesen-Erfolg ist. Ich kann mich erinnern, dass der erste Film von Hamilton schon stilbildend war, dieses verträumt-romantische, verschleierte lachsrosa Setting regte die Phantasie stylingmäßig an. Ich drapierte in meinem Mädchenzimmer unterm Dach alte, geklöppelte weiße Spitzentischdecken von Oma als Überwürfe auf einer Spielwiese mit vielen weißen und rosa Kissen, vor dem Fenster auch irgendwas Verschleiertes. Halbdurchsichtige Folklore-Blusen aus Baumwollkrepp mit Häkelspitze am Ausschnitt und gebauschten oder Trompetenärmeln waren überaus beliebt.

Da saß ich dann mit meinen Freundinnen und wir tranken Tee und zündeten die ersten Räucherstäbchen an. Usw. usf. Auf die erblühenden Lippen kam Mandarinen-Lipgloss. Erste Übungen mit Kajalstift wurden ausgeführt. Ein Jahr nach Erscheinen des Films, 1978, brachte Cacharel das pudrig-blumige Parfum Cacharel Anaïs Anaïs raus, es schien direkt aus dem Film zu kommen, das musste ich haben. Die Zeitschriften-Reklameseiten waren ja so schön. Ein floraler Traum in Rosa und Jugendstilanmutung. Ich muss mal wieder in einer Parfümerie daran schnuppern. Die Original-Komposition wurde wohl etwas verändert, mal sehen, ob sich dennoch ein déjà-vu einstellt. So viel Erinnerung hat mir meine kaputte Kamera beschert. Ich geh die Tage mal wieder zu Douglas.

06. Dezember 2023

Bin am Start. Der Rohrreiniger kann kommen. Angenehm wäre mir recht bald, da ich die Herausforderung gemeistert habe, ab 7 Uhr (… „- 15 Uhr“) zur Verfügung zu stehen. Ich warte! Ungewohnt, im Lampenschein in aller Herrgottsfrüh einen Eintrag zu schreiben. Fühlt sich mehr an wie 19:25 Uhr. Gut, dass ich bei der Firma noch mal nachgefragt habe, wie das zu verstehen sei, dass in dem Zeitraum keinesfalls Abwasser abgelassen werden darf. Dachte, ich darf von 7 – 15 Uhr die Klospülung nicht betätigen. Geht aber wohl nur um den Küchenstrang. Soll auf allen Etagen durchgeputzt werden. Wohlan.

Ich habe vor einigen Jahren schon einmal höchstpersönlich mit hilfreicher Unterstützung von einem youtube tutorial den Siphon ausgebaut und einen neuen vom Baumarkt angeschraubt. Ist schon eine Sauerei, aber ich blicke jetzt ein bißchen durch. In meinen Abflüssen gibt es überall diese kleinen, verchromten – wie heißt das? Abflusseinsätze (? edit: Abfluss-Siebe) damit keine Krümel mit Essensresten etc. vom Abwasch in den Abfluss rutschen. Da bin ich pingelig. Vor vielen Jahren hatte ich auf irgendeiner Frag Mutti-Seite mal aufgeschnappt, dass Kaffeesatz gut für den Abfluss sei, also immer rein damit! Von wegen! Bloß nicht. So hatte ich mir eine schöne Kaffeesatzkruste im Siphon zugezogen. Wird betonhart.

Ich habe gerade Stimmen gehört, zur Tür gegangen. Da waren die beiden Herren Rohrreiniger. Gut, dass wir gesprochen haben. Sie müssen bei mir gar nicht ran. Das wird alles auf anderen Etagen und im Keller gemacht, ich muss nur für den worst case da sein, „falls was bei Ihnen rauskommt!“ Na, hoffentlich nicht. Fünfzehn Uhr ist worst case, sagen sie und dass sie sich auch wieder abmelden, wenn alles erledigt ist. Macht doch einen sehr professionellen Eindruck.

04. Dezember 2023

Vokabelheft:
„Filibuster“ / „filibustern“ / „filibusterig“

Wikipedia:
„Als Filibuster (vom spanischen „Filibustero“: „Freibeuter“) wird die Taktik einer Minderheit in einem Parlament bezeichnet, durch Dauerreden oder die bloße Androhung von Dauerreden eine Beschlussfassung durch die Mehrheit zu verhindern oder zu verzögern. Dabei wird hinter den Kulissen meist zugleich versucht, Überzeugungsarbeit bei einzelnen Abgeordneten der Mehrheitsfraktion gegen den Beschluss zu leisten. Der Filibuster ist kein neues Phänomen, sondern geht auf die römische Tradition der Ermüdungsrede zurück.

Im deutschen Sprachraum ist der verallgemeinerte Begriff der Filibusterei eingesickert, der jede zermürbende Abstimmungstaktik bezeichnet. Auch im englischen Sprachraum gibt es diese Verallgemeinerung („filibustering“). Nahezu alle demokratischen Systeme kennen geschichtlich eine Form der Filibusterei, auch wenn die Redezeit im Parlament begrenzt ist, etwa durch Anträge zur Tagesordnung, Anfragen zur Klärung einzelner Punkte und Nutzung von verlängerten Pausen.“

Bei Max Frisch, „Mein Name sei Gantenbein“, Seite 332, Suhrkamp 1964:

„Vor allem jetzt, als der Diener hinausgeht, muß Gantenbein einfach reden, bis der Käse kommt. Worüber? Über Kommunismus und Antikommunismus, ein Thema, das jedenfalls, wo immer man stehe, keine Widerrede erheischt, da die Widerrede ja bekannt ist und eben widerlegt wird. Dabei rede ich nicht pausenlos, nicht ohne ab und zu ein Grissini zu knicken oder einen Schluck zu trinken, nicht filibusterig, aber so lapidar-überzeugt, daß das Schweigen der Contessa nicht unbegreiflich erscheint.“

02. Dezember 2023

Alban Nikolai Herbst machte mich durch seinen Artikel auf den heutigen hundertsten Geburtstag von Maria Callas aufmerksam. Erst Loriot einhundert, dann die Callas; Fest der Giganten im Himmel. Alban erwähnt auch, dass heute wieder die überaus sehenswerte, meisterhafte Dokumentation „Maria by Callas“ auf 3sat ausgestrahlt wird (um 20:15 Uhr). Ich schrieb zu seinem Artikel, der die neuere, wohl lässliche Dokumentation „Callas Paris 1958“ rezensiert (die ich selbst nicht sah), und die nicht so gut bei ihm wegkommt, den folgenden Kommentar:

„(…) onduliert dem Kitsch auch noch Locken“:-) Die Formulierung sitzt aber! Hat mich gerade amüsiert. Tatsächlich macht Deine Rezension jeden Callas-Liebhaber auch ein bißchen neugierig auf das verunglückte neue Filmstückwerk. Den von Dir auch mehrfach erwähnten und empfohlenen „Maria by Callas“ sah ich damals sehr bewegt im Kino. Er bewegte nicht nur im Sinne von Rührung, sondern bewegte, schob, das Bild, das ich bislang von ihr „menschlich“ hatte, in eine viel sympathischere Richtung. Der Film wurde ihr so sehr gerecht, dass plötzlich die von mir empfundene Kluft von ihrer mir bislang durch statisches Bildmaterial kolportierten Ausstrahlung und ihrem beseelten, zart empfindenden Gesang, geschlossen wurde. In den vielfältigen Filmfragmenten sah ich endlich auch dieses Zarte in ihrem sonstigen Wesen, ich hätte sie umarmen mögen.“

01. Dezember 2023

Hallo Welt, hier spricht Berlin. Der Schnee ist liegengeblieben. Wetterbericht 1. Dezember 2023, 15 Uhr. Bitte weiterhin festes Schuhwerk und lange Unterhosen anziehen. Mütze, Schal und Handschuhe nicht vergessen. Nicht rennen, es ist mitunter glatt. Am besten drinnenbleiben, außer wenn die Sonne scheint. Mein Fern-Sehprogramm: links: Kuppel Berliner Dom, Mitte: Kuppel Berliner Schloss, rechts: Kuppelchen Berliner Dom. Habe gerade Gemüsesuppe mit einem Würstchen drin gegessen, meine zweite Portion Augentropfen genommen und leg mich nach unterwegs sein ein bißchen hin. Wünsche ein schönes, faules Wochenende.

30. November 2023

Das bißchen Schnee auf dem Dach, hat der Sonnen-Glitzer bald weg gemacht. Noch mal die alte Lumix (mit dem kaputten Display) in die Hand genommen. Ich kann wirklich nicht mehr über Sucher zufriedenstellend fotografieren. Ich hab mich umständlich aus dem Fenster gebeugt und dann den Kopf mit der Kamera nach rechts gedreht, um den Glitzerschnee einigermaßen einzufangen, kurz vor Genickstarre-Alarm. Wäre allerdings mit Kamera mit nicht schwenkbarem Display auch schon etwas herausfordernd. Ich kann so nicht arbeiten! Meiner Erinnerung nach hatte bereits meine allererste Digitalkamera im Jahr 2004, eine Olympus, ein voll schwenkbares Display, seither möchte ich nie mehr darauf verzichten. Das eröffnet so viele zusätzliche Möglichkeiten des Fokus-Winkels. Mit meiner anderen Lumix, die in meinem Atelier liegt, hätte ich die Kamera nur minimal nach vorne aus dem Fenster halten müssen und dann entsprechend das Display bequem hingedreht und ausgelöst, ohne den Hals zu verdrehen oder mich gar in Absturzgefahr zu begeben. Man hat ja auch schon von einigen Influencer-Todesfällen gehört, zu denen es kam, weil beim Selfie-Machen die Balance verloren ging. Aber nicht mein Problem. Mein honorar- und reklamefreies Influencen ohne Kooperationspartner geht so diskret über die Internet-Bühne, dafür begebe ich mich doch nicht in Todesgefahr. Alle Tipps hier gratis.

29. November 2023

Schneit weiter in Berlin. Für Winter-Wonderland fehlt noch die glitzernde Sonne auf dem Schnee. Die gab es gestern, als ich den Campus Benjamin Franklin nach der Untersuchung verließ. Schade, dass ich keine Kamera mithatte. Der Ausgang vom Campus Richtung Hindenburgdamm ist park-ähnlich und die Sonne wärmte meine Stirn. Früher hieß der Campus Benjamin Franklin „Klinikum Steglitz“. Jetzt ist das 1968 als modernste Vollversorgungs-Klinik in Europa eröffnete Klinik-Areal ein Teil der Charité geworden. Die Architektur haben Architekten aus Chicago und ein Berliner entworfen. Willy Brandt hat sich nach der Teilung der Stadt dafür stark gemacht, dass dieses große Klinikum im Westteil, im südlichsten Steglitz, errichtet wird, damit die Westberliner auch eine Topadresse für medizinische Versorgung haben, sie waren ja von der Charité abgeschnitten. Ein Fünftel der Baukosten haben die Amerikaner übernommen, eine gewisse Benjamin-Franklin-Stiftung, daher der Name. Heute ist vieles renovierungsbedürftig, das wird auch nach und nach angegangen.

Spektakulär auffällig, architektonisch, ist der sogenannte „Screen“ an den unteren Fassadenseiten, das ist eine Fläche aus 200.000 organisch geformten Betonelementen, die senkrecht auf Eisenstangen aufgefädelt sind und in gleichmäßigen Abständen, wie ein stabiles Netz aus Beton, vor der Fassade angebracht wurden. Als Gestaltungselement, aber auch funktional, zum Schutz vor zu starker direkter Sonneneinstrahlung. Die Formen sind der Wirbelsäule nachempfunden. Im Untersuchungszimmer der Augen-Ambulanz konnte ich die Betonteile ganz nah sehen, sie waren direkt vor dem Fenster, das sind echte Kunstwerke, sehr schön anzusehen. Die bröckeln seit einigen Jahren ab, sollen teilweise auch ersetzt werden, ist aber aufwändig. So habe ich gestern ein Stückchen tolle Architektur sehen können und hab noch was über Berliner Geschichte gelernt. Hier gibt es ganz ausführliche Details.

28. November 2023

Wir haben jetzt auch Staubzucker in Berlin. Bilder vorhin auf Verdacht mit alter Kamera über Sucher gemacht. Displayscharnier ist gebrochen. Meine Kamera danach ist in meiner Werkstatt, da war ich länger nicht. Ich kann auch mit Lesebrille nicht so gut durch den Sucher gucken. Aber für den Notfall geht sie noch. Ich habe noch alle früheren Digitalkameras, außer einer mir geklauten Olympus und einer verkauften Olympus. Ob die Canon noch funktioniert, weiß ich gar nicht, bzw. was da nicht mehr funktioniert hat, hab ich vergessen. Kann sein, dass sie mausetot ist, ich bräuchte Akkubatterien, um es zu testen. Dann hab ich eine alte Konica-Minolta, die geht auch noch, macht aber ein komisches Rattergeräusch bei Filmaufnahmen. Wenn ich jemals wieder ein Video machen sollte, könnte ich aber immerhin mit drei Stativen drei Perspektiven filmen. Sportliche Überlegungen. Wüsste gerade gar nicht, was ich als Film verewigen könnte, sollte, wollte. Youtuber sein, wäre mir viel zu anstrengend. Dauernd aufnehmen, schneiden, hochladen. Gefrickel. Ich habe ja seit 2005 einen Youtube-Channel, aber der schlummert mehr oder weniger vor sich hin, deswegen würde ich mich nicht als Youtuberin bezeichnen. Das sind für mich Leute, die mindestens einmal pro Woche was hochladen. Meine hundertfünfundzwanzig Filmchen sind alle schon ein paar Jahre her, macht mich heutzutage nicht mehr zur Youtuberin. Gut, dass ich zehn Finger blind tippen kann, geht auch mit verschleiertem Blick. War heute sicherheitshalber bei der Augen-Notfall-Ambulanz auf dem Benjamin-Franklin-Campus. Beim Aufwachen waren beide Augen komplett zugeklebt, inclusive Wimpern, total verkrustet. Das Sandmännchen war fleißig. Hat eine halbe Stunde gedauert, die sandige Kruste vorsichtig wegzumachen. Ansonsten Brennen und Jucken an den Augenlidern. Es ist eine starke Bindehautentzündung, träufle antibiotische Augentropfen rein. Aber verrückt war die eine Untersuchung zu meiner Sehkraft, da kam raus, ich hätte rechts hundert Prozent und links 125. Versteh ich nicht. Ich brauche doch eine Brille zum Lesen. Das Ergebnis war vielleicht besser und irgendwie verfälscht, weil meine Augen in Tränenflüssigkeit geschwommen sind, das legt sich dann vielleicht wie eine Kontaktlinse drüber und verbessert die Sehkraft. Augendruck auch ok, auf beiden Seiten 11. Komisches Gefühl, bei der Untersuchung, wenn der Luftdruck so vor dem Augapfel aufploppt. Wie auch immer, ich bin nun im Bilde über die Ursache meiner rosaroten Augäpfel und hab nix Schlimmeres. Weil ich das noch nie hatte, dachte ich immer, bei Bindehautentzündung wären eher, oder auch nur die Ränder vom Ober- und Unterlid gerötet. Hab was gelernt.

26. November 2023



Mich vorhin gemessen, gleich nach dem Aufstehen. Ich habe einen Spiegelkleiderschrank im Flur, der ist 180 cm hoch. So groß war ich, als meine Personalausweisangaben vor sehr vielen Jahren aufgenommen wurden. Bzw. war ich 180,7 cm, aber da wollte ich damals nicht kleinlich sein und auch nicht nach oben aufrunden. Ergebnis der heutigen Maß-Nahme: 178,3 cm, also 2,4 cm weniger als in meinen Zwanzigern.

Im Internet steht, dass man ab dem 30. (!) Lebensjahr ca. alle zehn Jahre um einen Zentimeter kleiner wird. Ich habe jetzt bewusst das Wort „schrumpft“ vermieden, weil sich da bei mir so ein unattraktives Bild von Vermickern und gruselig verschrumpelten Schrumpfköpfen einstellt. Jedenfalls kann ich mich der Schrumpfformel zufolge freuen, dass ich „nur“ 2,4 cm und nicht 2,8 cm kleiner geworden bin, seit meinem 30. Lebensjahr.

Außerdem gibt es noch einen weiteren Aspekt zur Kenntnis zu nehmen: im Tagesverlauf verliert man bis zu 3 Zentimeter Körpergröße, weil die Bandscheiben tagsüber Flüssigkeit verlieren und dadurch gestaucht werden. Also könnte es sein, dass ich heute Abend nur noch 175,3 cm groß bin, was immer noch okay ist. Also die Hosen müssen noch nicht gekürzt werden, Hosenbeine sind bei mir sowieso oft ein bißchen zu kurz.

Ich bin drauf gekommen, mich zu messen, weil ich es neulich schon mal mit einer Kollegin gemacht habe, die auch recht groß ist, und da war sie auf einmal größer als ich und ich angeblich nur 173 cm, das hat mich schockiert. Jetzt weiß ich, dass es an dem Lineal lag. Ich hatte kein Maßband, sondern nur ein 30 cm-Lineal, das ich gestückelt angesetzt habe, da ist sicher was untergegangen. Der 180 cm große Schrank ist für mich ein guter Maßstab. Ich stelle mich davor und muss nur die kleine Differenz oben zu meinem Scheitel messen, easy!

Mir ist rückblickend aufgefallen, dass Männer, die ich nach ihrer genauen Körpergröße befragt habe, immer stark nach oben aufgerundet haben, bzw. haben sie vielleicht auch – so wie ich lange Zeit – ihre jugendliche Körpergröße betoniert verinnerlicht und abgespeichert. Finde ich lustig. Oder auch, weil jeder Zentimeter mehr imposanter klingt.

Ich finde vom Paaraspekt her, dass ein Mann auch etwas zu groß sein kann. Wenn das Gefälle mehr als 15 cm ist, muss man sich bei bestimmten Aktivitäten im Stehen so recken oder der andere runterbeugen. Finde ich unbequem. Sieben bis zwölf Zentimeter größer als ich, finde ich ideal.

25. November 2023

Gestern mit rosarotem rechten Auge mit Fremdkörpergefühl und verklebten Wimpern erwacht. Wohl eine Bindehautentzündung, bin da nicht so im Thema. Auge tränt, gucke durch einen leichten Schleier, aber heute schon besser, der nicht vorhanden gewesene Fremdkörper ist weniger. Niemals würde ich so ein Foto von dem Auge machen. Aber da ich meine Befindlichkeits-Berichterstattung gerne mit Bildmaterial garniere, habe ich mal in meinem Flickr Account geschaut, welche Fotos im Farbspektrum rosa-pink (die aktuelle Farbe meines rechten Augapfels) vorhanden sind. Flickr sagt, ich bin 2005 „beigetreten“ und habe 66.480 Fotos hochgeladen. Darunter ein paar Interessante rosa-pinke Ergebnisse, die eindeutig attraktiver als mein Auge aussehen. Voilà. Gibt mir sogar was zum Nachdenken. Z. B. das Buchcover von Claire Goll, im Oktober 2016 abgelichtet. Verzeihe ich keinem? Nun ja. Manche Enttäuschungen sind einfach verjährt und das dringliche Verletzungsgefühl ist abgeflacht oder wie eine Welle ausgelaufen. Hilfreich ist, wenn mir jemand in irgendeiner Form Reue über vergangenes Scheiß-Verhalten vermittelt. Da bin ich sehr schnell sehr großzügig. Manches ist aber so weit in der Vergangenheit, dass es mir einfach egal geworden ist. Schon mitunter gedanklich durchgespielt: „Wie wäre das Gefühl, wenn ich jetzt die Todesnachricht erhielte.“ Und in vereinzelten Fällen festgestellt: weder ein Schock noch Trauer, nahezu schnuppe. Bei einigen Geschichten gab es eine gewisse kleinere oder größere Aufarbeitung und man ist nun in freundschaftlichem Einvernehmen, sogar herzlich. Wie Brüderchen und Schwesterchen, wenn es auch vor Jahren unvorstellbar war. Das gibt es. Derlei ging mir gerade so durch den Kopf. Die Kamera macht manchmal gerade bei Konzertfotografie oder Nachtaufnahmen interessant verwischte Bilder. Ein Bild, das mit dem Feuerwerk oben, war ein Silvester im Radialsystem, nach einem Einstürzende Neubauten-Konzert, auch schon einige Jahre her, 2015. Ich muss mal in meine Küche, da kochen Rosenkohlröschen, die sind glaub ich jetzt durch. Ich schneide die Röschen davor am Strunk mit einem Kreuzschnitt ein.

24. November 2023

Eingangshalle ARD Hauptstadtstudio. Sitzgruppe mit Thonet Freischwinger S 411, im Jahre 1932 erstmalig von Thonet (und anderen europäischen Stahlrohrmöbelmanufakturen) produziert, unter Lizenz des dänischen Designers Willem Hendrik Gispen (1890 – 1981). Thonet hat den Klassiker bis heute im Programm, mit vielen Möbelstoffen erhältlich. Hier wurden schwarze Lederbezüge gewählt. Für das schöne Modell muss man zwei- bis dreitausend Euro pro Stück rechnen. Die offiziellen Bauherren des ARD Hauptstadtstudios waren RBB und WDR, die sich aus Rundfunkbeiträgen finanzieren. Ich will nicht bekritteln, dass von den Gebühren prestigeträchtigen Designklassiker angeschafft wurden. Sie sind langlebig und zeitlos schön, also in jeder Hinsicht nachhaltig. Bequem dazu. I approve! Ich weiß nicht, wieviele solche Sitzgruppen sonst noch im Haus verteilt sind, aber hier stehen sie schon sehr gut und passend. Damit schließe ich meinen höchstpersönlichen Bericht aus Berlin vom ARD Hauptstadtstudio. Ich hoffe, die Fernsehzuschauer sind mit meiner redaktionellen Arbeit in Form dieser gebührenfreien Berichterstattung zufrieden.

24. November 2023

Bißchen Studio-Equipment vom großen Studio. Die Kameras und Kontrollmonitore, auch der Teleprompter und die Moderatoren stehen rückwärtig vor dem Green Screen. Es ist das Ergebnis dieser raffinierten Projektionstechnik, wenn es so aussieht, als ob die Moderatoren vor dem Fenster stehen, tatsächlich stehen sie auf der anderen Seite vor der grünen Wand und schauen auf die schwarze, mit „autoscript“ bedruckte Box über dem kleineren Monitor mit den bunten Streifen, wo „Lokstedt“ steht. Da läuft der Text, der aufzusagen ist, in großen Buchstaben durch, aber immer nur ca. drei Worte auf einer Zeile, damit der Zuschauer nicht mitkriegt, dass abgelesen wird. Bei breiterem Text würden die Pupillen erkennbar von links nach rechts wandern. Der Text steht aber zusätzlich auf Moderationskarten, falls es mal einen technischen Aussetzer gibt. Manche Moderatoren sprechen sogar einiges frei. Politiker, die interviewt werden, kriegen keinen Teleprompter als Unterstützung, sie dürfen auch die Fragen vorher nicht bekommen, denn sie sollen ja frei antworten und auch ein bißchen von den Fragen überrumpelt werden. Da aber jeder Politiker ersten Ranges durch ein Mediencoaching gegangen ist, kriegen wir trotzdem altbekannte Phrasen als Antworten serviert.

24. November 2023

Wir sind im Herzstück vom ARD-Hauptstadtstudio. Hier, im Studio 1 entsteht wöchentlich der „Bericht aus Berlin„. Der ganze Stolz ist das große Eckfenster mit Sichtachse zum Spreebogen und links dem Reichstag. Links davon eine große Monitorwand. Die Redakteurin meinte, das sei europaweit das Fernsehstudio mit dem größten Panoramafenster. Ich kann das nicht verifizieren. Es leuchtet mir aber ein, dass Fernsehstudios eigentlich von Hause aus eher fensterlos konzipiert werden, weil das unberechenbbare natürliche Tageslicht keine ideale Produktionsbedingung ist. An der Decke hängen 100 Scheinwerfer, wie im Lampenladen! Wenn die Sonne ungünstig steht und direkt durchs Fenster fällt und das Bild beeinträchtigt, werden unterschiedlich stark getönte Schiebe-Scheiben hervorgezogen, je nach Stärke des Sonnenlichts. Da gerade nichts aufgezeichnet wurde, liegt das Eck-Panoramafenster hier frei. Beim Bericht aus Berlin sieht man manchmal auch das nächtliche Panorama. Es gibt auch eine virtuelle 360°-Tour durch das ARD-Hauptstadtstudio, kann man hier gemütlich anschauen.

24. November 2023

Inspektion Hörfunkstudio. Ich habe die Tontechnik des kleinen Studios im ARD Hauptstadtstudio inclusive der Kopfhörer auf ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit überprüft. Alles tadellos, im grünen Bereich! Die nächste Folge vom Tagesschau-Podcast „mal angenommen“ kann aus meiner Sicht aufgezeichnet werden.

23. November 2023

Um es gleich vorwegzunehmen: was immer sich der laienhaft mutmaßende Fernsehzuschauer unter dem „ARD Hauptstadtstudio“ vorstellt, ist es allerhöchstwahrscheinlich nicht. Da ich mich dort nicht zum Vorstellungsgespräch einfand, habe ich mich dementsprechend überhaupt nicht vorbereitet, abgesehen vom Eruieren der U-Bahn-Verbindung, wegen des S-Bahn-Streiks. Ich glaube, meine Erwartung war so eine diffuse, hohe Energie, wie in einem Bienenschwarm. Oder wie früher in der Fernsehserie Lou Grant, die sich um einen ehemaligen Fernsehnachrichten-Journalisten drehte, der zur Los Angeles Tribune als Chefredakteur wechselte, und die viel Aufregung und Gewimmel in endlosen Großraumbüros mit nie stillsitzenden, eifrigen Redakteuren zeigte. Nun sind wir aber nicht bei der Los Angeles Tribune und auch nicht in der Nachrichtenredaktion und dem Sendestudio der Tagesschau in Hamburg. Wir sind im ARD-Hauptstadtstudio, was in erster Linie eine Hauptstadt-Repräsentanz der ARD darstellt. Quasi ein Status-Symbol und Prestige-Objekt direkt an der Spree. Ein echtes Filetstück, die Lage in der Wilhelmstraße. Die nächste U-Bahnhaltestelle ist „Brandenburger Tor“. Mehr geht nicht. Hier sollte man schon sein. Tatsächlich gibt es – wenn ich der Redakteurin, die die Führung durchs Haus machte, glauben darf, nur eine einzige wöchentliche Fernsehsendung, die im Hauptstadtstudio produziert wird, nämlich „Bericht aus Berlin„.

Wenn Bundestagswahlen anstehen, werden von dem einen großen Studio mit dem spektakulären Ausblick (davon zeige ich später noch Bilder) Elefantenrunden gesendet. Wäre ja auch zu schade, bei dem Panorama mit Blick auf den Reichstag. Es gibt diverse kleinere Aufnahmestudios, vor allem für Hörfunkproduktionen und Podcasts, aber ansonsten überwiegend Büros für politische Redakteure, die dort konzipieren und fabrizieren, was an anderer Stelle umgesetzt und gesendet wird, auch Auslandskorrespondenten, die für andere Sender in anderen Ländern aus Deutschland bzw. Berlin berichten. Ein paar Jahre im ARD-Haupstadtstudio zu sein, ist auf jeden Fall gut für den Lebenslauf, aber kein Arbeitsplatz bis zur Rente. Es gibt wohl eine Befristung auf drei oder fünf Jahre, dann sind die nächsten dran. Damit sich bei der politischen Berichterstattung aus Berlin keine allzu familiäre Nähe zwischen den Reportern und den Politikern einstellt, das könnte dazu führen, dass jemand mit Samthandschuhen angefasst wird, der hart rangenommen werden soll. Ich hoffe, ich habe gut aufgepasst und gebe das richtig wieder.

22. November 2023

Experimentelle Gruppenaktivität: gemeinsames Kochen einer erst vor Ort bekannt gegebenen Speisenfolge, unter Anleitung von drei Köchen. Man macht ja alles mit. Wenn ich in Aktivitäten gerate, die ich mir selbst nicht ausdenken würde, mache ich mit, so lange es ethisch vertretbar ist und nicht mit dem Grundgesetz kollidiert. Ich habe mir von dem Arbeitszettel eine beträchtliche Schnippelarbeit ausgesucht. Es musste Stangensellerie in kleinste Würfel gehackt werden. Später habe ich die Selleriewürfel mit Saubohnen, Eigelb und Parmesan und Salz und Pfeffer verquirlt, und noch später Fond mit einer Kelle in einen riesigen Risotto-Topf geschaufelt. Wenn was wegzuräumen war, hab ich es vom Tisch geräumt bzw. in den Müll gekippt, weil ja später an den langen Tischen, an denen gearbeitet wurde, gegessen werden sollte. Fürs Aufräumen hab ich ein Händchen. Während die anderen Amateurköche schon nach der Ankunft dem dargebotenen Riesling oder Bier oder modischen Bio-Limonaden zugesprochen haben, blieb ich bei simplen Wasser.

Tagsüber trinken ist nicht meins, schon gar nicht Weine, die nicht auf meiner Wellenlänge sind. Ich mag nur sehr herbe, mineralische Weißweine, leicht und sehr trocken, nichts Saures und noch weniger blumig-fruchtige Varianten. Wann hat das eigentlich angefangen, dass Teamspirit fördernde Maßnahmen Arbeitsaufgaben beinhalten, die zu anderen Berufssparten gehören? Ich koche ja gerne und täglich, aber ungern nach Rezept und unter Berücksichtigung anderer Geschmacksvorlieben als meinen eigenen. Ich habe erst nach einer Weile gecheckt, dass die drei jungen Männer in den Kochschürzen nicht ganz mit dem Kochgeschirrbestand vertraut waren. Ich erfragte eine Schere, um ein Kräuterbündel zu schneiden, wie ich das auch zuhause sehr effektiv praktiziere, sie wussten nicht, ob es eine Schere gibt, suchten, fanden keine. Dann eben mit dem Messer gehackt. Gerne hätte ich auch schärfer gewürzt, aber es gab nur die in Döschen mitgebrachten Gewürze, die kein Chili enthielten. Stand auch nicht im Rezept. Nun ja. Es sollte als Vorspeise eine unfassbar zeitaufwändige Speise aus der italienischen Küche zubereitet werden. „Arancini“, Risottobällchen. Klingt, wenn man die Rezeptur liest, interessanter, als es am Ende schmeckt. Ein Riesenaufwand, erst das Risotto mit den Zwiebeln anzuschwitzen und dann ewig Fond nachgießen und rühren, die anderen Zutaten unterheben, dann musste es ewig abkühlen, um die Bällchen, die gemäß Vorgabe Knödelgröße haben sollten, ohne Brandblasen zu formen (haben andere übernommen). Dann die Panierstraße bauen, panieren, frittieren, da hab ich mich auch rausgehalten. Am Ende gab es frittierte Knödel, groß wie zu einem Schweinsbraten, innen breiiges Risotto, das wie Schonkost schmeckte. Dazu Aioli, die es auch nicht rausgehauen hat (ich hätte dazu eine rote scharfe Soße bevorzugt) und einen leider Gottes etwas lahm angemachten Salat mit trockenem Grünzeug und Rote Bete in einer winzigen Pfütze Dressing sowie Schälchen mit einer geschmacksneutralen Frischkäsevariation. Eine andere Brigade hat als „Hauptspeise“ (gallebittere) grüne und rote Salatblätter angebraten, dazu eine hochkomplizierte Marinade. Die dritte Brigade hat Kuchen mit einem Obst drauf zubereitet, da hat mir dann nicht die Würze gefehlt, war ja eine Süßspeise. Das war alles unfassbar langwierig. Die Resultate wurden recht unterschiedlich bewertet. Von diplomatisch vertuschten langen Pokerface-Gesichtern, über ein mit gesenkter Stimme gezischtes „ich finds eklig“ (die bitteren, schlabberigen, angebratenen Salatblätter waren gemeint), zu einem verbindlichen „schmeckt doch ganz gut“, bis zu animiertem Nachschlag-Holen. Ich fand es interessant, so einen Ort mal gesehen zu haben, wenn er auch sehr umständlich zu erreichen war, ewig langer Fußweg bis zur U-Bahn. Diese Lokalität „Spreemittag“ wird offenbar in den Herbst- und Wintermonaten für solche Aktionen vermietet, sonst wird da Mittagstisch angeboten. Ich lasse mich eindeutig lieber von Profis bekochen. Ich kann dem nur den Mehrwert einer Milieustudie abgewinnen. Man hats erlebt.

21. November 2023

Beeindruckendes Bild von Susanne Specht. Format ca. 100 x 150 cm. Ein frei im Raum hängender Papierbogen, mit haarfeinen Schnitt-Perforationen. Da sie vergleichbare Werke auf ihrer Seite als Laserzeichnung benennt, habe ich geforscht, wie das zustande kommt. Sie wird es demzufolge mit einem Großformat-Laserschneider gemacht haben. Derart präzise Schnitte von Hand zu machen, würde unendlich viele Stunden dauern. Susanne Specht ist eine sehr experimentelle Bildhauerin und war Dozentin an der Universität der Künste, nun Professorin an der Hochschule Niederrhein. Sie kommt auch in „Zeitgeister“ zu Wort und war bei der Vorführung anwesend. Sehr sympathisch. Wir haben ein paar Worte gewechselt, ein Foto hat sich leider nicht ergeben. Sie hätte sich bestimmt bereit erklärt, aber es muss sich für mich aus dem Moment impulsiv ergeben, nicht ausgezirkelt und hindrapiert.

20. November 2023

Gaga Nielsen proudly presents Barbara Quandt in front of her painting „Couple in Sweet Home“, 1982. Die Hängung über Eck behagte ihr nicht, die beiden Teile gehören nach ihrem Empfinden nebeneinander. Die 1947 in Berlin geborene Barbara Quandt hat eine wilde, umtriebige Biografie, die sie um den Erdball führte. Unter anderem 1978 zu einem Stipendium in London, an die St. Martins School of Art, wo sie in die Punk Szene um Johnny Rotten eintauchte. Weitere Arbeitsaufenthalte führten nach New York, Chicago, Tansania, Alaska und Buenos Aires. Mein liebstes Fotomodell an dem Abend – neben Ina – noch vor dem wilden Hell.

20. November 2023

Gemälde von Barbara Quandt, „Couple in Sweet Home“, 1982.

Zur Doku meiner Anwesenheit wählte ich dieses aparte Werk von Barbara Quandt als Hintergrund. Zu meiner größten Freude ergab sich etwas später eine Konversation mit dieser interessanten Malerin und eine schöne Portraitreihe mit ihr selbst vor ihrem Bild.

20. November 2023

Ina erfüllt zwei Herren den Wunsch, vor zwei Bildern von Wolfgang Petrick fotografiert zu werden. Ich nehme an, es handelte sich um ehemalige Studenten seiner Meisterklasse. Sie stellten mit den Fingern Michelangelos Fresko „Die Erschaffung Adams“ nach, das berühmte Motiv, wo Adam den Finger nach Gott ausstreckt. Gottvater streckt ihm auch seinen Finger entgegen, um den Lebensfunken auf Adam zu übertragen. Für mich war Ina das interessantere Motiv, weil sie so konzentriert auf das Bildermachen war, dass sie eine Weile nicht bemerkte, dass ich sie fotografiere.

20. November 2023

Weitere Kapitel meines Fotoalbums aus der Inselgalerie widme ich ausschließlich den anwesenden Damen. Da gibt es noch schöne Reihen. Das Kränzchen hier ist nur der Anfang. Ich vermute, es sind Weggefährtinnen, Ex-Kommilitoninnen, Alumni. Ich erkenne auf dem Bild niemanden aus dem Film, aber schätze, es handelt sich um Vertreterinnen der Generation, die Mitte der Siebziger mit Jan an der Universität der Künste in Berlin studiert hat. Das sind die Geburtsjahrgänge von Anfang bis Mitte der Fünfziger Jahre. Im Hintergrund links hängt ein Werk eines der Professoren von damals, der auch im Film vorkommt und anwesend war, Hans-Jürgen Diehl, ein Vertreter der Strömung „Neuer Realismus“ bzw. „Kritischer Realismus“ oder „Berliner Realismus“ etikettiert.

19. November 2023

Noch einmal ter Hell. Herr ter Hell hat richtig was angeboten. So sagt man, wenn das Gegenüber vor der Kamera proaktiv mitmacht. Der großgewachsene ter Hell fällt auf, wenn er einen Raum betritt. Er bewegt sich ungeheuer dynamisch und schnell und spricht auch mit rasantem Tempo. Eher wie ein Jugendlicher, im Vergleich zu seinen Altersgenossen, immer für ein Späßchen zu haben. Das motiviert auch die anwesenden Fotografen, er provoziert es regelrecht. Mit großer Begeisterung posiert er vor seinen Bildern. Jetzt verstehe ich, wieso Jan ihn immer wieder ablichtet. So impulsiv und extrovertiert wie er auftritt, wirken auch seine Bilder.

Es tut mir fast ein bißchen leid, dass ich die anderen anwesenden Künstler nicht so einfangen konnte. Ich stelle fest, dass introvertierte Maler oft aufwändigere Arbeiten abliefern. Davon gab es auch einige in der Inselgalerie. Die habe ich dann nur mit dem Gedächtnis eingefangen. Schmälert nicht meinen großen Respekt.

19. November 2023

Meine Verabredung. Nicht der Mann – ! Ina…! Der Herr mit dem Hut taucht immer mal wieder bei Ausstellungseröffnungen auf, Name und Herkunft sind mir nicht bekannt, aber ein lustiger Zeitgenosse.

19. November 2023

Das war der Grund für meinen Besuch in der Inselgalerie. Die Filmemacherin Angela Zumpe hat mit dem Fotografen Jan Sobottka einen Film uraufgeführt, eine Doku über elf Berliner Künstlerinnen und Künstler, die alle in den Siebzigern an der Universität der Künste in Berlin studierten. Auch Angela und Jan gehörten dazu. Der Film „Zeitgeister“ erzählt in Interviews, was sie erhofften, wie sie das Studium erlebten, was es gebracht hat. Und: last but not least, wo sie heute stehen. Einige zog es nach New York und London, heute sind sie überwiegend wieder in Berlin. Einige arriviert, wie erträumt, vertreten durch renommierte Galerien, andere Einzelkämpfer. Eine Handvoll hat eine Professur erlangt. Die Filmvorführung wird von einer Ausstellung eingerahmt, die Arbeiten der Künstler aus dem Film zeigt. Er wird während der Dauer der Ausstellung noch einige Male dort aufgeführt. Hier ist der Trailer zu sehen. Auf den Bildern hier sind Jan Sobottka und Angela Zumpe zu sehen, sowie die Galerieleiterin Eva Hübner. Anschließend hatte ich Gelegenheit ein paar schöne Portraits von zwei Protagonisten aus dem Film zu fotografieren, von der Malerin und Ex-Punkerin Barbara Quandt und dem sehr lebhaften ter Hell.

18. November 2023

Exciting! Sasse putzt das U-Bahn-Stationsschild vom Frankfurter Tor. Super, noch nie gesehen, wie so ein U-Bahn-Zugangs-Schild geputzt wird. Wie Fensterputzen. Habe die Mitarbeiter vorher gefragt, ob ich Fotos davon machen darf. Die Sasse-Heinzelmännchen haben zu recht später Stunde da gearbeitet, gegen halbzehn, ich kam von der Inselgalerie. Dazu später mehr.