28. Mai 2025

Gruß von meiner Strahlenaralie. Hat jemand vor gut zwanzig Jahren verkümmert neben die Mülltonnen gestellt. Adoptiert, mit nach oben genommen und hochgepäppelt. Gibt es immer noch.

Und sogar späte Karriere mit zwei Auftritten im Amano gemacht.

26. Mai 2025

Verrauschte Bilder, berauschte Gäste. Samstag mit Ina beim Berlin Beat Club. Meine Favourites waren Wild Thing und Gimme Shelter. Inas kleine Schwester war auch dabei – war ihr erstes Mal! Hat ihr gefallen. Gestern Tickets für das alljährliche Konzert vom BBC in der Freilichtbühne an der Zitadelle am 1. August 2025 geordert, gibt noch ein paar Karten. Sind immer superschnell weg, sobald der Termin bekannt ist. Kommt gerne auch mal mit! Tickets hier.

25. Mai 2025

Herbstlicher Mai mit vielen Wolken, Nieselregen. Donnerstag bei der irrtümlichen Eröffnung von Sophus, die eigentlich Freitag stattfand, aber nicht nur ich, gab auch was zu trinken. Samstag beim Berlin Beat Club, heute daheim, paar Sachen in Mediatheken geschaut, unaufgeregter Sonntag. Ruhiger geht’s kaum. Erholung.

23. Mai 2025

Mein Urban Jungle. Das knallgrüne Close up des Dieffenbachia-Blattes rechts, war nicht in der Ausstellung. Ich hatte keinen Rahmen mehr übrig und war ohnehin mit mehr als genug Exponaten vertreten. Das kam so, weil mir niemand Einhalt gebot. Aber ich habe selbst einige Bilder aussortiert, nicht nur die Dieffenbachia. Gefällt mir gut, nur mit Passepartout. Werde beide nicht aufhängen, bleiben angelehnt, sieht nicht so betoniert aus.

22. Mai 2025

Quer oder hoch – geht alles. Beim Signieren des Rahmens dachte ich Hochformat, später fiel mir ein, dass es eigentlich eine Aufnahme im Querformat war, aber egal. Im Amano hing es als Hochformat. Zu sehen ist ein close up von 2012 eines Bambusblatts. Wächst seit sechsundzwanzig Jahren in meinem Wohnzimmer in der Auguststraße. Wird nicht größer, hat immer nur zwei bis drei gefiederte Wedel, aber will mich auch nicht verlassen.

21. Mai 2025

Einige Tage her, dass ich die Filmbar besuchte, wo Lüül solo und live Stücke von seinem neuen Album „Lüüls Lab“ spielte, begleitet von atmosphärischen Visuals von Dani Graf. Gefiel mir als Inszenierung sehr, auch weil es eine unaufgeregte Art der Performance war. Die Stücke sind ohne Gesang, man wird sehr entspannt weggebeamt. Die Visuals waren so unterschiedlich und unberechenbar, dass es nie langweilig wurde. Am 22. Mai wird das Album im Studio von Radio Eins im Bikini-Haus vorgestellt, wo er auch zu Gast sein wird und spielt. Die ganze Performance ist danach noch einige Male zu sehen, nächster Termin ist am 14. Juni 2025 um 20:30 Uhr im Bühnen-Séparée vom Terzo Mondo. Hier ein Mitschnitt der Zugabe in der Filmbar, die improvisiert war.

20. Mai 2025

Danke für Deine HAPPY BIRDS, lieber Tim. Sie flattern derzeit noch munter durch meine Wohnung. Könnte sein, dass sie einen festen Platz in der Mitte des komplett verspiegelten Kleiderschranks finden. Da wir ja schwerere Kaliber von Dir bei unserer Ausstellung im Amano an Scheiben fixiert haben, werde ich das an der Spiegelscheibe mal mit meinem eigenen Tape oder den Klebenägeln ausprobieren, die hielten auch erstaunlich gut.

18. Mai 2025

Durch die Lobby, vorbei an den Check-in-Terminals, geht es rechts vorbei an einem Wein-Eisschrank, zum Lift nach oben zu den Schlafgemächern. Getrennt durch eine tiefschwarze Scheibe. Passender Platz für mein ungemachtes Bett auf Föhr. Gute Nacht.

18. Mai 2025

Dritter Mai. Mehr als zwei Wochen her… wie die Zeit fliegt. Mit ihr fliegen auch ambivalente Befindlichkeiten in alle Himmelsrichtungen. Mir sehr angenehm, wie emotionale Irritationen, Einbrüche, durch schiere Zeit relativiert werden. Gedämpft. Im Januar, bei Sevenstar, gab es eine Konversation mit Imke, die sich um persönliche Beziehungen rankte. Ich erklärte, dass ich grundsätzlich erst dreißig Jahre nach amourösen Verbindungen Erhellendes äußere. Ich vermute, das kommt hin. Was freundschaftliche Bindungen angeht, bin ich viel weniger zimperlich. Wohl wegen der Qualität vertrauensvoller Zuversicht.

18. Mai 2025

Gruß von Nikes schöner Rückseite. Sie steht auf der Schloßbrücke, gegenüber vom Zeughaus in Mitte, und kein Besucher der Ausstellung hat sie erkannt. Der Bildhauer Emil Wolff hat die Figur 1847 erschaffen und sie trägt den schönen Namen „Nike lehrt den Knaben Heldensagen“. Von vorne ist sie kein bißchen erotisch. Im Netz gab es bislang nur Aufnahmen der Ansicht der Vorderseite. Beide Abzüge waren in der Amano Bar vertreten und zusätzlich unter den Miniaturen in der Hotel Lobby.

16. Mai 2025

Noch ein Lieblingstier, „DOG No. 7“ von Tim Kamieth. Perfect Match in der Ausstellung im Amano, für mich der „Königstiger“ in der Reihe von Tims neuen Hunden. Hätte ich Platz, hätte ich ihn sofort gekauft. Faszinierend, wie er mit der Aufnahme von Jimi Hendrix in der Wohnung von Ringo Starr gematcht hat und der Couch und den Kissen. Es ist aus meiner Sicht eine künstlerisch unzulängliche Sichtweise, es als unkünstlerisch oder gar spießig und kleinbürgerlich zu verschubladen, wenn Bilder in einer Umgebung gehängt werden, deren Farbgebung mit der des Bildes korrespondiert. Im Gegenteil – es beweist eine komplexe visuelle Wahrnehmung, die das Potenzial hat, den zweidimensionalen Raum des Bildes in die dritte, räumliche Dimension zu erweitern, damit wird das Werk hofiert und geehrt, aber auch umgekehrt. So viel zum Thema „Bild farblich passend zur Einrichtung wählen“.

Das Gegenteil wäre visuelle Ignoranz. Wobei selbstverständlich denkbar und möglich ist, dass gerade ein starker farblicher Kontrast, der dann aber bewusst gewählt wurde, optimal wirkt, die Kraft des Motivs verstärkt. Chefkuratoren von staatstragenden Museen und großen Galerien wählen mitunter ganz bewusst farbige Hintergründe. Auch die Wahl eine neutralen Grau- oder Weißtones basiert auf der Idee, Bildern mit unterschiedlichen Farbwelten in ein- und demselben Raum eine optimale Bühne zu geben, wenn die Mischung der Exponate keine andere gemeinsame Hintergrundfarbe sinnvoll erscheinen lässt. Insofern hat Lieschen Müller bei ihrer Wahl von farblich zur Einrichtung passendem „Wandschmuck“ das next Level in Sachen virtuose Hängung mit kuratorischer Expertise erreicht. For what it’s worth.

15. Mai 2025

Faye in der Bar. Dunaway. Von Brüchmann. Gerahmt 50 x 60, gestempelt, vom Fotografen signiert. Besondere Beziehung zum Bild, weil von mir gerahmt und wegen der Blattgoldfragmente auch von mir auf der Rückwand signiert. Hatte ich gar nicht fotografiert…

13. Mai 2025

S-Bahn zurück nach Mitte. Zwei um die Zwanzigjährige, junge Frau, junger Mann, lesen sich Antworten vor, die Kids Eltern geben können. Eine blieb hängen: „WARUM LIEGT DAS HIER AUF DEM BODEN?!?“ – „Schwerkraft – – – Mama?“. Jetzt Chillen im Wohnzimmer, nebenher läuft Sing meinen Song, heute im Mittelpunkt die Songs von MIA. Mieze Katz mochte ich immer gern.

12. Mai 2025

Tja. Nadja Abd el Farrag. Stephanie von Monaco. Und ich. Erstere immer so ein Hingucker/Aufhorcher für mich, weil selbes Geburtsjahr. Fand sie auch nicht unsympathisch, eher bedauernswert in ihren Abstürzen. Aber kam gutherzig rüber. Stephanie von Monaco lebt noch. Galt als Rebellin in ihren jungen Blütejahren, sah Hammer aus. Wer ist noch unser Jahrgang? Simone Thomalla und Veronica Ferres. Mit Letzterer habe ich am wenigsten emotionale Verbindung. Neulich einen Clip gesehen, wo sie eher freudlos wirkend erzählt, dass sie seit sie vegan lebt, auch keinen Honig isst, viel mehr Lebensfreude hat. Hm. Also Naddel hat die Kurve leider nicht gekriegt, das tut mir leid. So ein Exemplar von Sensibelchen, das immer wieder ganz viel abdämpfen musste. Der verführerische Alkohol, dem ich auch nicht abhold bin. Zum Glück aber gute Leberwerte bei mir, Exzess nur noch als künstlerisches Ideal von Kraftentfaltung. Ansonsten virtuos trinken. Bestes, überschaubar, nicht durcheinander, bis kurz vorm Limit, aber nicht drüber. Nicht immer durchzuhalten, aber fast.

11. Mai 2025

“ r e l a x “ . Keinen Platz in der Ausstellung gefunden, aber in der Wohnung. Den glänzenden Abzug, der jetzt an der Außenseite der Balkonscheibe klebt, hatte ich auch versucht in Kaffee zu baden, danach in den Backofen geschoben, wo sich die superglossy Oberfläche interessant abzulösen begann und Risse bekam. Kann auch noch Spuren von Wind, Sonne und Wetter vertragen. Ist jetzt auch ein Lampenschirm, für die Glühbirne der Lampe dahinter, die immer blendete, wenn man nachts auf dem Balkon stand, um eine zu rauchen oder in den Sternenhimmel zu gucken. Der kleinere gerahmte Abzug ist auch auf dem schönen Hahnemühle Bütten „Albrecht Dürer“. Den Rahmen hatte ich übermalt, war mir vorher zu uninteressant. Im Badezimmer, wo das Foto entstand, ist keine Ecke dafür frei. Sonne in Berlin, ich ziehe mal um auf den Balkon.

10. Mai 2025

Aktionismus in meinen vier Wänden. Beschriften, dokumentieren gegen das plötzliche Gefühl eines Vakuums. Was nun? Wen interessierts? Gestern die Exponate von meiner Wohnung ins Atelier gebracht. Fast ein Kubikmeter. Kleinere Bilder verkaufen sich am besten. Ich höre, dass Sammler Probleme haben, weitere Bilder unterzubringen. Querformate ganz schwierig, weil sie meist eine ganze Wand beanspruchen. Aber im Flow der Produktivität will man nicht an gefragte Abmessungen denken. Maler sind oft größenwahnsinnig, weil es einem einfach auch selbst Freude bereitet, mehr Quadratzentimeter zu verzaubern, mit der eigenen Kraft aufzuladen, sie so zu manifestieren. Schon ein verrückter Akt. Heute Geburtstag meines Bruders. Happy Birthday in den Himmel.

09. Mai 2025

Verpacke gerade die übrigen Miniaturen, die in der Hotel-Lobby waren. Erst jetzt die Rückseiten mit allen Details beschriftet, bin vorher nicht dazu gekommen, war so damit beschäftigt, den Katalog ständig zu überarbeiten. Die kleinen Fotografien sind Abzüge im Format 13 x 18 cm. Insgesamt dreiunddreißig Stück waren es, alle Abzüge Fine Art Prints auf Hahnemühle Baryta FB.

08. Mai 2025

Vorgestern kurzer Blick in die Gallery, wo derzeit der dänische Maler Sophus Ritto arbeitet, seine Staffeleien aufgestellt hat und großformatige Keilrahmen bespannt und bemalt. Die sonst an der Decke hängenden Leuchtringe, für die man die Sevenstar Gallery kennt, wurden dafür abgehängt. Wie lange Sophus dort sein Atelier haben wird, weiß ich nicht, aber er hat sich wirklich eingerichtet, mit Werkbank und Arbeitstisch und seinen Materialien. Schade nur, dass währenddessen die Kellerbar im Dornröschenschlaf weilt.

Sophus ist fleißig, charismatisch und produktiv, macht aber wenig Öffentlichkeitsarbeit. Bei Instagram sind ein paar seiner Werke.

08. Mai 2025

„…those were the days my friend, we thought they’d never end…“

TIM’S CIGARETTE. „…those were the days…“. Fotografie vom 2. Juli 2009 bei Sevenstar. April 2025 erster Abzug Spiegelgloss, 7. Mai 2025 übermalt mit Lackstift, Edding, gerahmt, 34,5 x 47 cm.

Beim Aufräumen passiert. Auf dem Teppich lagen noch einige Abzüge, die ich nicht gerahmt hatte. Ich hatte für dieses Motiv leider nicht das Hahnemühle Bütten Albrecht Dürer gewählt. Mit der Spiegelgloss-Oberfläche wirkte es nicht, wie ich es mir erhofft hatte. Zu glatt, zu steril, wie versiegelt. Ich badete den Abzug in schwarzem Kaffee, was nichts bewirkte. Dann griff ich mir einen Lackstift und fuhr an den Konturen entlang. Langsam gefiel es mir. Während ich malte, erkannte ich, dass es Tims Hand war, die ich fotografiert hatte. Er trug damals ein Lederband am Handgelenk. Auf Fotografien davor und danach der Serie ist er auch zu sehen.

04. Mai 2025

Die Bilder in der Bar. Mehr als eines von mir. Nicht wenige dachten, die hingen immer hier. Mir gerade unvorstellbar, die heute Nacht oder morgen wieder wegzunehmen. Wir werden es sehen.

Wenn der GM meine Exponate länger haben möchte, sehr gerne.

04. Mai 2025

Auf der offiziellen Seite des Gallery Weekends wird für heute Ende 18 Uhr avisiert, aber ich denke, dass wir das nicht so streng nehmen, mit der Uhrzeit:-)

04. Mai 2025

Danke für diesen Blumengruß an Tim und Thorsten. Heute letzter Tag des Gallery Weekends. Ich werde ab Nachmittag wieder im Amano sein, so von 16 bis 18 Uhr, ca. ungefähr. Kommt gerne.

03. Mai 2025

Sharon & me. Peter Brüchmann fotografierte Sharon Tate im Jahr 1969, in dem sie und mit ihr weitere Menschen ermordet wurden, im Haus, das sie mit Roman Polanski am Cielo Drive bewohnte. Es ist ein Bild aus einer lebhaften Serie. Als sie starb, war sie hochschwanger. Diese Geschichte ging noch viele Jahre später durch die Presse, meine Erinnerungen daran müssen auf die Siebziger Jahre zurückgehen. In unserer Ausstellung befindet sich der vielleicht größte Abzug dieser Fotografie über dem Kamin. In der Suite im Amano steht eine kleinere Sharon, davor habe ich mich gestern fotografiert. Jedes mal, wenn ich aus dem Bad komme und mein Blick darauf fällt, bin ich fasziniert. Das geht den meisten so, außer Alban, der die Aufnahme als „puren Kitsch“ empfindet, vielleicht wegen der missverständlichen Geste der Hand, die an ein Klischee von Spind-Fotos erinnert, wenn erotisiert wirkend wollende Fotomodelle aus der Seite-3- und Schulmädchen-Report-Liga feuchte Finger auf feuchte Lippen und Zunge legen. Wenn man jedoch die anderen unaffektierten Aufnahmen dieser Serie kennt, ordnet man das Bild anders ein.

03. Mai 2025

Auch in der Suite, eine zweite Sharon, nicht die über dem Kamin, die ist noch größer, 180 x 140 cm. Blick vom Badezimmer zum Wohnbereich, wo eine schwarze Ledercouch steht. Die Fenster gehen zum Alten Garnisonsfriedhof, wo ein violetter Flieder blüht.

02. Mai 2025

Blick in die Amano Suite, wo wir unsere Siebensachen haben, unter anderem Bilder, bevor sie gehängt wurden. Die Filmstreifen liegen nun auf langen Sideboards in der Lobby des Amano-Hotels.

02. Mai 2025

Kleiner Eindruck von der cozyesten Ausstellung des Gallery Weekends: Bilder von Jesús Pastor, Peter Lorenz und Peter Brüchmann in der Hotel-Lobby des Amano. Sharon Tate über dem Kamin. Meine Sachen sind hauptsächlich in der Amano Bar. Fotografiere ich noch. (Foto: Jesús Pastor)

02. Mai 2025

Ich bin nachher auch wieder im Amano und gebe gerne eine Führung durch die Ausstellung unserer Exponate. Thorsten von Sevenstar ist auch immer da, später kommt Tim und vielleicht noch ein paar andere der beteiligten Künstler. In der kuscheligen Lobby gibt es auch sehr guten Kaffee, neben anderen anregenden Getränken. Kommt vorbei, wir sind immer ansprechbar! Muss vorher noch ein bißchen was einkaufen, bin so gegen 17:30 Uhr da.

01. Mai 2025

Habt einen schönen ersten Mai an diesem wolkenlosen Tag. Ich bin gleich wieder drüben im Amano in unserer Ausstellung – vielleicht sehen wir uns. Ist open end zugänglich. Auguststraße 43.

28. April 2025

Teaserchen, nächtliche Message an Lydia:

„Betthupferl für Dich – bzw. Frühstückshäppchen – Einblick in meine Ausstellungsvorbereitung – Du kommst auf einem Bild vor, ich mache überdimensionale Filmstreifen, wo die landen werden im Amano, ist noch nicht klar, aber sie werden zu sehen sein! Die längeren Streifen sind ca. zwei Meter lang. Wir fangen morgen Abend mit dem Hängen an.“

27. April 2025

More Stuff! Fine Art Prints auf bestem Bütten „Hahnemühle Albrecht Dürer“ – ist gerade mein Lieblings-Fotopapier. Besonders leicht zu entscheiden, wenn man dasselbe Motiv auf anderen Abzugspapieren vor sich hat. Am schwächsten wirkt Spiegel Gloss.

Und Elefantengruß an Geburtstagskind Thorsten. Das war gestern sein Lieblingsbild, noch vor „Nike lehrt den Knaben Heldensagen“.

23. April 2025

Einblicke, noch nicht gerahmt, nur aufgelegt. Dann die Rückseiten stempeln, datieren und signieren. Dokumentieren. Rückwand beiseite, Scheibe, Glas polieren. Rückwand signieren, Scheibe und Rückwand einsetzen, Biegestifte schließen. Fotografieren. Katalogisieren. Ich könnte auch Stapel-Verarbeitung der einzelnen Schritte machen. Mal sehen. Wenn die soweit vorliegenden Abzüge gerahmt sind, kann ich herumprobieren – welche Kombinationen könnten an den Akustik-Paneelen funktionieren.

22. April 2025

Leider nicht von mir, aber wartet hier, bis zur Ausstellung in einer Woche – Faye Dunaway, 1967 fotografiert von Peter Brüchmann. Rückwärtig von ihm signiert. Nur die Blattgoldauflage am 50 x 60 cm-Rahmen ist von mir. Faye bekommt einen Ehrenplatz in der Amano-Bar. Von Peter Brüchmann werden noch weitere Fotografien zu sehen sein. Darunter ein sehr großer Abzug einer legendären Aufnahme von Sharon Tate, angedacht für den Platz über dem Kamin. Und Hilde ist dabei, mit Zigarette, ca. 1968, nach einem Konzert. Und Chet Baker. Jim und Jimi. Und so viele mehr.

21. April 2025

Warmen Gruß an Saskia, die für mich diesen Bilderrahmen am Straßenrand auflas. Vorgestern von mir mit Blattgold restauriert. Saskia hat ein Foto, wie er vorher aussah. Vielleicht kommt er mit der Agave ins Amano, Nun kann ich nicht weiter rahmen, die weiteren Abzüge werden erst geliefert und ich hoffe schon morgen.

21. April 2025

Arbeit am Portfolio, Vorauswahl. Tatsächlich werden zunächst mehr Fotografien gerahmt, als gezeigt werden. Man braucht Spielmaterial. Das kann nicht am Computerdisplay entschieden werden. Welche Aufnahme korrespondiert ideal mit den zur Auswahl stehenden Rahmen, welche Passepartoutfarbe usw. usf.

16. April 2025

Blumen gießen. Jan anrufen, fragen, wieso das (Geburtstags-)Telefonat gestern abgebrochen ist. (Akku leer?). Zweiten Barockrahmen überarbeiten, Grundierung drüber. Entspiegelte Acrylscheibe bei Faye Dunaway wenden – sieht Scheiße aus, mit der matten, entspiegelten Seite vorne. Museumsglas brilliert wenigstens im seitlichen Vorbeigehen, das Acrylzeug ja nun gar nicht, wirkt wie ein transparenter Grauschleier. Ganz schön warm heute, zu schneller Temperaturanstieg für meinen Geschmack, so von Null auf Hundert. Die Mädels schon wieder bauchfrei unterwegs. Immer noch doppelt und dreifache Reihen angeklebter Wimpern. Hört das nie auf? Harten Alkohol Besuchern überlassen. Früher zu Bett.

14. April 2025

w.i.p. Exhibition @AMANO, Auguststr. 34. Opening 30 April, 6 pm. Schon entspannter, wenn es eine Bar und Personal gibt. Jetzt nur auf die Exponate fokussiert. Habe gestern einen Abzug dessen Schwarzweiß mir zu kalt schien, mit Tee patiniert. Heute noch einmal gewässert, weil die Patina dann wieder zu stark war. Kleine Nuancen Unterschied. Die dunkelbraune Holzfront eines Rahmenprofils quasi schwarz überlasiert, mit einem Permanent Marker nur frontal. Dass Fotografien individuell und optimal zu rahmen, so ein Zirkus bei mir wird, hätte ich auch nicht erwartet. Das Gesamtbild muss eben stimmen. Ich rahme mal weiter. Und vorher schön die Scheibe von beiden Seiten mit Microfasertuch polieren. Hier bei mir auf dem Teppich liegen zwei Abzüge von Peter Brüchmann. Einer gestempelt und von ihm signiert. Zweimal dasselbe Motiv aus den Sechziger Jahren von Faye Dunaway. Sie hält einen runden Spiegel in der einen Hand nach oben, in der anderen ein Wattestäbchen. Ist sozusagen zwischengelagert bei mir, der Rahmen dafür ist bald hier. Wenn ich unten an der Kreuzung zu meiner Wohnung stehe, kann ich das AMANO sehen. Die Fotografien werden in die Hand genommen und rübergetragen.

13. April 2025

Work in Progress. Exhibition Space im Amano sondiert. Nun Hochformate und Rahmen für die Holzpaneele wählen. Querformate für einen langen Filmstreifen über einem langen Sideboard. Viele Ideen, die auch praktisch realisierbar sein müssen. Oberfläche der Abzüge, Hahnemühle-Bütten oder Baryt oder unterschiedlich. Befestigung? Vielleicht die Bilder mit großen Fleischerhaken in die Ritzen der Paneele. Ich wähle die Motive intuitiv, was passt in diese überaus stylishe Hotellounge und die Bar, auch farblich. Warmes SW. Bei Farbe keinerlei Primärfarben.

11. April 2025

Gestern die Scheibenbeschriftung der Sevenstar-Tür neu geklebt.

Danach Sophus fotografiert. Später den Youtube Channel „Fashion Neurosis“ von Bella Freud gefunden. Nicht schlüssig, ob ich es richtig gut finde, wie sie ihren prominenten Freundeskreis auf ihre Couch legt, in Manier ihres Urgroßvaters, und zum Erzählen bringt. Die Kamera von oben auf die Liegenden gerichtet, die sprechenden Köpfe, dann wieder auf die sitzende Bella. Habe die Folge mit Susie Cave gesehen, danach die mit Nick Cave, enge Freunde von Bella. Sehr lange Sitzungen, über eine Stunde. Teilweise so privat erzählt, dass es mich beinah peinlich berührt und ich denke, ich bin doch gar nicht mit denen befreundet, wenn ich sie auch faszinierend und sympathisch finde. Weiß noch nicht genau, was mich daran irritiert. Vielleicht das plakativ Originelle?

10. April 2025

Freu mich darauf, demnächst irgendwann mal keinen Schal mehr anzuziehen. Dauert die Kälte länger als sonst oder bin ich ungeduldiger? Vorhersage bedeckt, aber steigende Temperaturen. Sonne zeigt sich auch, wenn sie nicht im Wetterbericht steht. Die macht, was sie will. Sie, die Sonne. Le Soleil, er. KOMM ZU MIR.

10. April 2025

„Das Babylon ist ein Kino im Berliner Ortsteil Mitte, das Teil eines denkmalgeschützten Gebäudekomplexes am Rosa-Luxemburg-Platz gegenüber der Volksbühne ist. Das Gebäude wurde 1928/1929 nach Plänen des Architekten Hans Poelzig errichtet und gilt als ein beispielhaftes Werk in dessen Schaffensperiode der Neuen Sachlichkeit. 1948 wurde das Haus stark umgebaut und diente danach in der DDR als Spartenkino. Nachdem der Saal des Kinos 1993 wegen Einsturzgefahr hatte gesperrt werden müssen, wurde er von 1999 bis 2001 saniert und denkmalgerecht rekonstruiert. Die Rekonstruktion wurde 2002 mit dem „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ prämiert. Poelzig arbeitete auch als Szenenbildner und Architekt für Film und Theater der 1920er Jahre, der bedeutendste Film unter seiner Mitwirkung war Der Golem, wie er in die Welt kam von Paul Wegener und Carl Boese.[Neben dem Babylon entwarf Poelzig noch zwei weitere Kinos: in Berlin das Capitol am Zoo und in Breslau das Deli.“ Wikipedia

08. April 2025

Gestern Berliner Uraufführung der Doku „Der Tod ist ein Arschloch“ Beim „ACHTUNG BERLIN“ Filmfestival im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz. Der Film gewährt sehr persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag des Berliner Bestattungsinstituts „Lebensnah“ und portraitiert einige Mitarbeiterinnen, u. a. meine Freundin Maria Schuster, die dort seit mehreren Jahren als Bestatterin und Familienbegleiterin arbeitet. Der Film kommt im Winter in die Kinos. Heute Abend läuft er noch einmal im Acud in der Veteranenstraße

07. April 2025

Nachdem die Musen beschworen wurden, musiziert, Gedichte vorgetragen, bat Susannas Schwester um eine Minute des gemeinsamen stillen Gedenkens. Andacht, um zu sich zu vergegenwärtigen, was jeder ihr vielleicht noch gerne gesagt hätte. Dann rief sie die vier Erzengel zu Susannas Seite. Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Und auch Maria. Das berührte mich. Susannas erwachsene Zwillingssöhne traten auf ihr Handzeichen hinzu und hoben den kleinen Tisch mit der Urne und dem Urnenkranz an, stellten ihn beiseite, einer von beiden nahm die kleine Urne mit merklicher Behutsamkeit an sich. Dann senkte er sie in die runde Vertiefung, nah den Wurzeln der Eiche. Erste Schaufeln sandige Erde fielen hinein. Gefolgt von Blütenblättern. Die gut zweihundert Trauergäste formierten sich schweigend in Reihen, um es Susannas Söhnen und ihrer Schwester gleichzutun.

07. April 2025

So viele waren gekommen. Mirjam, die Thorsten und mich ab Frohnau in ihrem Auto mitgenommen hatte, meinte, sie hätte auf dem Parkplatz eine Reihe Münchner Kennzeichen gesehen. Alte Freunde und Wegbegleiter, die den weiten Weg in den sehr entlegenen Ort in der Uckermark auf sich genommen hatten. Wie wir. Mit dem Zug allein käme man nicht hin. Ein Bus, der nicht sehr oft fährt, nur ca. dreimal am Tag, wäre viel zu zeitig angekommen.

06. April 2025

Im Idyll ihres wilden Gartens, einem ehemaligen Obstgarten, der zu einem Gutshaus gehörte, steht eine Eiche. Ein Teil von Susannas Asche stand davor in einer sonnengelben kleinen Urne, daneben eine Staffelei mit Susannas Portraitfoto. Nur wenige Stunden vor ihrem vollends unerwarteten Tod sprach sie davon, dass sie eines fernen Tages gerne bei diesem Baum ihre letzte Ruhe fände. Da es ein privater Garten ist, findet noch eine reguläre Urnenbeisetzung auf einem Friedhof statt, aber ein kleiner Teil von ihr fand bei dieser wildromantischen Feier zum Ort ihres Herzens.

02. April 2025

Heute morgen und auch den ganzen Tag war ich so hektisch elektrisch unterwegs, dass ich mein schwarzes Shirt mit langen Ärmeln verkehrtrum, also von links angezogen hatte und es erst heute Abend zufällig gesehen habe, als mein Blick auf die Nähte an einem Ärmel fiel. War jetzt nicht großartig auffällig, weil ich was drüber hatte, ist mir aber noch nie passiert. So ein Ausnahmezustand behagt mir nicht sonderlich. Sehr anstrengender Tag. Aber nach der Hektik hab ich mich frisch gemacht, ein Jever getrunken und war gleich in besserer Stimmung. Jetzt gehts eigentlich wieder. Morgen auch wieder anstrengend, aber überschaubarer, und weit weniger langwierig.

01. April 2025

Die Luft dürfte ein bißchen wärmer sein, bißchen zäh, die Kälte. Die drei kommenden Tage 16 bis 18 Grad, das ist schon viel. Na ja. Bin heute nicht sehr inspiriert. Aufnahme vom August 2007. Anstatt herumzufaseln, trinke ich lieber noch was und dann bald in die Falle. Muss morgen leider Gottes wieder früh aus den Federn.

30. März 2025

Gruß von Mitte nach Mitte an Saskia, die mir vorhin einen bemerkenswerten, am Straßenrand gefundenen Bilderrahmen vorbeigebracht hat. Habe mich für die reizende Geste mit einer Flasche Hot Chili Ketchup von Werder revanchiert. Fand Saskia prima! Vergesst nicht, alle Uhren umzustellen, die sich nicht von selber umstellen und bringt es nicht durcheinander. Bin kein Fan der Zeitumstellung, schon gar nicht von Winter- auf Sommerzeit. Für Nachtfalter wie mich Horror. Kleines Champagne Problem. Immerhin hat sich mein aktuelles Notebook selbst umgestellt. Telefon nicht. Thema hiermit abgehakt. Heute regnerisch in Berlin, fühle mich etwas verknautscht, aber durchaus Sonne im Herzen.

25. März 2025

Gefällt mir: Sofyka – The Garden. Hat David Oesterling produziert, mit dem ich in den vergangenen Wochen ständig zu tun hatte. Er stellte sein DJ-Pult im Dezember für eine Show in die Kellerbar bei Sevenstar und er hatte es mir für meine Ausstellung noch dagelassen, benutzte es mit Bettwäsche und Kissen drauf als Sofa. Dafür wollte ich mich um den Rücktransport zu ihm kümmern. Heieiei, was für eine Aktion, einen Kurier zu bekommen. Aber nun ging es heute über die Bühne. Und ich hab ihn bei der Gelegenheit mal kennengelernt. Dachte, er legt auf, aber er ist ja ein richtiger Musikproduzent, hat schon viel gemacht. Gute Nacht.