Was für ein schöner Abend. Ich war natürlich auch im Backstage, sonst hätte ich ja keine Fotos davon machen können. Nach dem ersten Konzert strömten Fans, darunter nicht wenige Frauen, in das kleine, boudoirhafte Hinterzimmer, während sich Lydia eher zurückhielt, mit ihrem für heutige Zeiten ungewöhnlichen Autogrammwunsch. Der war impulsiv geboren worden, als ihr einfiel, dass sie sich gerade ein hübsches neues Notizbuch zugelegt hatte, das man dadurch gebührend einweihen könnte. Ich unterstützte dieses Ansinnen. Wir standen beobachtend im Hintergrund, während Selfies mit den Musikern gemacht wurden.

Eine Frau hielt beharrlich umarmend die Arme von Fowler fest, was etwas hartnäckig rüberkam, er ließ es höflich zu, hielt sie aber auf mehr Abstand, als es ihr beliebte. Lydia fiel das glaube ich auch auf. Er konnte sich dann doch aus der Affäre ziehen und Lydia holte sich ganz altmodisch Autogramme von der Band. Bernard Fowler unterschrieb schwungvoll auf einer extra Seite. Lydia war unsicher, ob die Aktion nicht peinlich war, aber ich versicherte ihr mindestens fünfmal, dass ích es überhaupt nicht peinlich, sondern im Gegenteil entzückend finde, und es den Musikern bestimmt genauso ging (das Ergebnis zeige ich auch noch). Als wir den Club Richtung Ausgang verließen, strömten schon die neuen Gäste für das zweite Set hinein, darunter erkannte ich die grandiose Backing Vocals Sängerin vom Stones-Konzert in der Waldbühne, Sasha Allen, die außer mit den Stones u. a. mit Christina Aguilera, Alicia Keys und Usher arbeitet. Daryl, Mick, Keith und Ronnie waren offensichtlich nicht mitgekommen. Wir traten mit unseren noch nicht ganz ausgetrunkenen Gläsern in die immer noch sehr warme Sommernacht und bekamen Lust, etwas zu essen und später noch mal in den Club zu schauen. Schräg gegenüber war ein asiatisches Lokal, wo man angenehm draußen auf dem Gehsteig sitzen konnte, da gingen wir hin und bekamen alles sehr schnell kredenzt.

Wir sprachen beim Essen über eine Psychotherapeutin, die Audioaufzeichnungen von (wie Lydia meint teilweise gescripteten) Therapiegesprächen auf youtube postet (nach Absprache mit den Klienten), und das jüngste Comeback von Marianne Rosenberg.

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