Dieser Luxus, ein kuscheliges, heiles Zuhause zu haben. Die letzten Stunden eingehend damit befasst, ob und wenn ja, welche Sachspenden sinnvoll sind und wohin. Von abenteuerlichen Trips mit gutgemeinten Kraut- und Rüben-Sachspenden in Eigeninitiative ins Grenzgebiet wird abgeraten. Privatfahrzeuge verstärken den Stau und blockieren den zügigen Transport von wirklich benötigten Sachen wie Medikamenten. In meinem näheren Umfeld wurde gerade so eine gutgemeinte Aktion initiiert, wo nun ein Haufen kleinteilig auseinanderzudividierender Dinge an die polnische Grenze kutschiert werden soll, die zum Teil gar nicht wirklich gebraucht werden. Tatsächlich muss man für sinnvolle Sachspenden Geld in die Hand nehmen, weil es um Alltagsbedarf geht oder um Ausrüstungsgegenstände, die man nicht mal eben bei sich auf dem Dachboden herumliegen hat, wie kugelsichere Westen oder Helme. Und benötigte Hygieneartikel, die weiß Gott immer von Bedarf sind, sollten palettenweise in Großpackungen gespendet werden, nicht fünf kleine Päckchen vom Drogeriemarkt. Das Auseinandersortieren von Klein-Spenden ist ein riesiger logistischer Aufwand. Die am Hauptbahnhof ankommenden Geflüchteten werden von ehrenamtlichen Helfern in Empfang genommen. Um Orientierung zu geben, sind russische Sprachkenntnisse wünschenswert. Der RBB hat eine gute Infoseite gemacht, wie sich Hilfswillige engagieren können und fasst zusammen was sinnvoll ist, mit vielen weiterführenden Links, hier.

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