Foto von Jan, vorgestern bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag bei feinart gemacht, vor dem Bild von Wolfgang Petrick. Ich hab die Maske aufbehalten, obgleich – oder vielmehr weil kaum jemand um mich herum eine trug. Es war recht voll und ziemliche Dichte, man ging so lässig ein und aus… ich wurde spürbar verwundert angeguckt deswegen, hatte ich das deutliche Empfinden. Wenn noch 2G-Kontrolle gewesen wär, hätte ich es vielleicht lässiger gehandhabt. Sollte keinerlei Demonstration von mir sein, war nur so ein deutliches, gefühlsmäßiges Bedürfnis.

9 Antworten auf „19. Februar 2022

  1. Ich hätte es eh bei 2G, besser noch 2G+ belassen – da es nicht schaden kann. Und dafür auf die Maske verzichtet. Noch haben wir Winter, virale Feierzeit, wenngleich eher einen weiterhin, unterdessen berlintypisch, durchgezogenen November.

  2. tatsächlich hätte ich die Maske bei 2G+ auch gewagt wegzulassen, wie eben vorher bei Restaurant- und Kinobesuchen auch… (bin seit 28. Dez. geboostert und werde Mo – Fr täglich getestet)

  3. Ich lasse die Maske sogar bei 2G+ auf, es stört mich nicht. Meine dritte Impfung war schon Anfang November, trotzdem halte ich mich zurück. Meine ältere Schwester, deren Ehemann und schließlich auch meine betagte Mutter hat es neulich erwischt. Muss ich nicht auch noch haben.

  4. Mittlerweile kann ich auch eine Litanei von Bekannten herunterbeten, die es sich eingefangen haben, mit ganz unterschiedlichem Verlauf, die eine hatte eine Durchschnittserkältung mit einer Woche keinem Geschmackssinn, ein anderer hatte zwar eine nachweisliche Infektion aber Null Symptome, meine Mutter hatte es auch (von Pflegekräften eingefangen), hatte aber keine Symptome, die bemerkenswerter gewesen wären als ihre anderen vielfältigen Wehwechen. Ein weiterer Bekannter hatte leichte Erkältungssymptome aber keinerlei Verlust von Geschmackssinn. Alle genannten zweifach geimpft, der ohne Symptome geboostert. Ich hab wenig Angst vor schlimmer Erkrankung, aber keine Lust auf Quarantäne, das ist der Hauptgrund meiner Vorsicht.

  5. Wenige Tage bevor meine Schwester Symptome entwickelte, hatte ein Arzt* noch meiner Mutter von der dritten Impfung abgeraten. Sie erwischte es dann aber am schlimmsten, nicht nur, dass sie 39° Fieber bekam – was in dem Alter ja auch nicht so ohne ist -, sie brauchte auch am längsten, um sich wieder zu erholen. Mein ebenfalls zweifach geimpfter Schwager sagte mir am Telefon, als er nachts Symptome entwickelte, sei es übel gewesen, doch habe ihm ein Antihistaminikum tags darauf gut gehoflen. Er hatte dann nur noch Symptome wie bei einer Erkältung – er klang auch so am Telefon. Er meinte, er genieße jetzt die Auszeit durch die Quarantäne.

    Ich habe keinen Nerv auf Quarantäne, zumal ich nicht zu denen gehöre, die Lohnfortzahlung bekommen. Das macht ja schon einen Unterschied. Außerdem finde ich Long Covid abschreckend. Nicht wenige von den Betroffenen, entwickelten nach der Infektion keine oder nur milde Symptome und sind jetzt trotzdem gekniffen. Ob und wie das bei den Impfdurchbrüchen läuft, weiß man noch nicht, oder? Auch hier gilt für mich, dass ich mir das schlichtweg nicht leisten kann.

    * Ich habe neulich meine Hausärztin nach ihm gefragt. Sie meinte, er sei „etwas speziell“ und „sehr esoterisch“ unterwegs. Ich gehe davon aus, dass er Impfgegner ist.

  6. g a g a – 20. Feb, 09:56
    Infektion ohne Symptome ist keine Basis für eine Krankschreibung. Das heißt Home-Office-Arbeitsverpflichtung in Quarantäne, darauf habe ich noch weniger Lust als auf eine leichte Erkältung. Das ist also keine relaxte „Auszeit“, sondern von allem das Schlechte: symptomfrei eingesperrt sein und auch noch am privatesten Ort ohne Arbeitszimmer arbeiten müssen, den Tempel entweihen. Natürlich kann man dann auch schummeln und Symptome behaupten, die man nicht hat und sich arbeitsunfähig melden. Wäre aber nicht so mein Stil, auch weil ich Arbeit nicht gerne an andere weiterschiebe, die auch schon den Schreibtisch voll haben.

    arboretum – 20. Feb, 09:59
    Mein Schwager hatte ja Symptome und einen positiven PCR-Test, insofern war es bei ihm keine Schummelei. Als ich mit ihm sprach, klang er halt „nur noch“ erkältet, aber ich gehe davon aus, dass er krankgeschrieben war. Inzwischen ist es noch schwieriger, einen kostenfreien PCR-Test zu bekommen, was einen dann auch noch um den Nachweis eines Genesenenstatus bringt (es sei denn, man zahlt dafür einen Antikörper-Test). Aber es stimmt, wer nur einen positiven Schnelltest und keine Symptome hat und eine Arbeit, die sich im daheim erledigen lässt, ist blöd dran und muss arbeiten.

    g a g a – 20. Feb, 10:03
    Ich habe da schlichtweg ein arbeitsorganisatorisches Problem, soll jeder halten wie er will, für mich sind solche krankheitsbedingten Abwesenheiten Stress, weil ich weiß, was liegenbleibt. Wenn man natürlich einen Job ohne Termindruck hat, ist das halb so wild.

    arboretum – 20. Feb, 10:09
    Ich kenne Ihr Problem noch aus meiner Zeit, als ich eine halbe Stelle auf der Schlangenfarm hatte. Für mich gab es gar keine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung, die irgendetwas hätte übernehmen können. Und jetzt ist es auch nicht anders, was liegen bleibt, bleibt liegen und erwartet mich am nächsten Tag grinsend.

    Mein Schwager ist Bauingenieur (Statiker) und arbeitet für ein internationales Ingenieurdienstleistungsunternehmen in einer großen Raffinerie eines globalen Konzerns. Ich kann nicht beurteilen, ob er zum Zeitpunkt seiner Infektion auch irgendetwas in seiner möblierten Mietwohnung hätte berechnen können oder eben vor Ort hätte sein müssen, weil es der Arbeitsablauf gerade erfordert. Da er aber immer Schwierigkeiten hat, seinen Jahresurlaub nehmen zu können, gönnte ich ihm die „Auszeit“. Ist ja in Quarantäne auch nicht so lustig, wenn man nicht raus darf. Und bedeute für ihn und meine Schwester, dass sie sich nicht sehen konnten. Was auch nicht so schön ist, wenn man eh schon gezwungen ist, eine Wochenendehe zu führen.

  7. Gabriele S.
    Das ist mir geblieben: wenn es voll ist z.B. öffies trage ICH eine Maske und ich habe für mich das lästige Händeschütteln abgeschafft. Konnte ich noch nie leiden! Viel Spaß

  8. iGing – 21. Feb, 00:04
    @Arboretum, 09:59
    „Inzwischen ist es noch schwieriger, einen kostenfreien PCR-Test zu bekommen, was einen dann auch noch um den Nachweis eines Genesenenstatus bringt (es sei denn, man zahlt dafür einen Antikörper-Test).“

    Ein Antikörpertest (Kosten in meinem Fall: 20,40 €) weist eine (gewesene) Infektion zwar zweifelsfrei nach, wird aber NICHT als Nachweis des Genesenenstatus anerkannt. Denn man kann daran ja nicht sehen, so heißt es, wann man erkrankt war. (Es nützt einem da auch nichts, dass man deutliche Symptome hatte und also selber sehr genau weiß, wann man erkrankt war.)

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