Gestern bei Annabelle. Wenn ich den Müllbeutel und die leeren Flaschen runterbringe, komme ich an Annabelle vorbei. Sie ist eine Schneeballhortensie und das ist der Name, nach dem man suchen muss, wenn man eine haben will. Ich wollte schon lange eine haben, und diesen Frühling habe ich mir eine beim Holländer geholt und auf meinen Balkon nach hinten raus gepflanzt, sie ist sehr schön geworden. Annabelle kommt jedes Jahr wieder und sieht auch sehr schön aus, wenn die Schneeballblüten vertrocknet sind. Wenn ich mal ein Grab habe, will ich eine Annabelle darauf. Das freut dann auch Menschen, die mich gar nicht gekannt haben. Wollte jetzt nicht pathetisch werden, aber ich mache mir hin und wieder Gedanken über solche Dinge. Nicht ständig, aber mir ist ja auch nicht egal, wie meine Wohnung zu Lebzeiten aussieht. Ok?

Um vom Leben zu sprechen: das Konzert am Freitag vom Berlin Beat Club war wie erwartet von viel Begeisterung auf allen Seiten getragen. Leider hatte ich ganz plötzlich einen Durchhänger, weil ich seit vier Uhr früh auf den Beinen war. Aber immerhin habe ich am Anfang noch ein bißchen auf dem Platz im Stehen getanzt. Wegen 3G konnte man nicht auf die eigentliche Tanzfläche direkt vor der Bühne. Ich habe Jever getrunken, vorher ein Schnitzel. Leider fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt, als hätte ich Alkohol konsumiert. Das ging mir neulich im Strandbad Plötzensee auch schon so, ich hatte schon den Verdacht, dass man mir versehentlich alkoholfreies Bier eingeschenkt hat, das es auch zur Auswahl gab. Im Rickenbackers bat ich Ina, mir einen Schnaps zu holen, um irgendwas vom Alkohol zu spüren. Ich trinke sonst so gut wie nie Schnaps. Sie brachte mir einen Wodka, hat ganz gut geschmeckt. Ich war dann zwar nicht gerade putzmunter, aber immerhin nicht mehr kurz vorm Einschlafen. Die letzten drei Songs habe ich dann doch relativ aufmerksam würdigen können. Richtig schön war die einzige Zugabe „Paint it Black“, zu Ehren von Charlie Watts. Mir ist nie vorher aufgefallen, mit welcher Wucht die bass drum den Song trägt. Sehr beeindruckend am Schlagzeug war der als Urlaubsvertretung eingesetzte Perzi Perzborn, der sonst unter anderem bei Plan B und der Surfband Kilauea spielt.

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