Geheime Einblicke. Das Universum meines Badezimmers. Neu ist die Reihe der Bilder unter dem gestreiften Fries. Einige der schönsten Werbe-Fotografien aus Vanity Fair. Und auf der Waschmaschine das kleine ovale Döschen und darüber der Rahmen mit den langen Dior-Beinen. Und daneben Liz. Alles Sachen, die mir Glam|Volker überlassen hat. Und den Bildband „Stars“, und die Interview-Ausgabe mit Barbra Streisand. Liz hing bei ihm in der Küche, über dem Kühlschrank und hat eine wunderbare Patina. Ich liebe das vergilbte Papier der Seiten alter Zeitungen und Illustrierten. Nun habe ich keinen Platz mehr für weitere Bilder. Aber es sind ja nun auch wahrlich genug. Obwohl ich auch Ambiente mit minimalistischer Einrichtung mag, sofern es sehr schöne Stücke sind, wird bei mir jeder Raum zum eklektischen Wohnzimmer. Wenn auch der Waschraum zum Salon wird, verfügt man über ein Zimmer, also ein Boudoir mehr, quasi!

11 Antworten auf „29. November 2020

  1. Wow! -Ihr Bad scheint fast so groß zu sein, wie die Gesamtheit meiner Wohnung. Auch wären es mir persönlich manchmal einen Ticken zu viel optische Reize und dennoch, Sie scheinen ja gut miteinander arrangiert zu sein und wenn ich ein Hotel hätte oder gar Hotels, dann würde ich bei Ihnen anfragen, ob Sie sich um Teile der Innenausstattung kümmern würden, Frau Nielsen! – Chapeau

  2. Danke, Frau Lydia. Der Trick beim Fotografieren von Räumen, insbesondere kleinen, besteht darin, dass man sich dicht an die Wand stellt, dann wirkt der Raum gefühlt doppelt so groß, wie er in Wahrheit ist! Aber ich will mich nicht beschweren, ich hatte auch noch nie vorher so ein geräumiges Badezimmer. Viele Sachen in einem Raum müssen farblich miteinander irgendwie verwandt sein, dann erschlägt es einen nicht. Es gibt in meinem Badezimmer bestimmte Farben gar nicht, z. B. Blau, Türkis, Hellgrün, Gelb, die sind dann dafür im Wohnzimmer!

    Gerne nähme ich den Auftrag für die Ausstattung des erwähnten Boutique-Hotels an!

    Übrigens habe ich in meinem Bade-Boudoir auch Teppich, es ist eine besondere Auslegware für Nassräume, die nicht schimmelt, wenn beim Duschen mal eine Pfütze entstehen sollte. Hatte ich schon in der letzten Wohnung, also seit dreißig Jahren nun! Ein flauschiger Hochflor-Velours in der Farbe Sand! Ich therapiere damit mein Kindheitstrauma, wo alle Badezimmer immer zu kalt und auch fußkalt waren.

  3. Also das mit dem Teppich für das Badezimmer finde ich extrem spannend – ich wußte gar nicht, daß es sowas gibt. Ich trage nämlich dasselbe Trauma mit mir herum. Wir hatten in meiner Kindheit noch nicht einmal eine Heizung im Badezimmer. Es gab nur so einen Wand-Gasheizer, der aber ausschließlich einmal in der Woche zum Badetag angworfen wurde, ansonsten noch einen lahmen Infrarotstrahler über dem Waschbecken. Im Winter gediehen die Eisblumen am Fenster prächtig und man fror fast an der Klobrille fest. Seitdem therapiere ich mich in meiner Wohnung mit viel Holz im Bad, das mir ein gemütlicheres Gefühl gibt, und ich habe passend dazu Teakholzgartenplatten im Bad verlegt, die wärmer und angenehmer an den Füßen sind als Fliesen.

  4. Liebe Zucker, ich glaube in der Generation, die noch in den Sixties aufgewachsen ist, kennen einige spartanische Badezimmer. In meinem Elternhaus, das 1963 gebaut wurde, sind zwar für die damalige Zeit moderne lilablaue Fliesen gewesen und eine Badewanne, aber um warmes Wasser zu haben, musst man einheizen, richtig Feuer machen, in einem großen Boiler wurde das Wasser gekocht. Fast mittelalterlich für heutige Verhältnisse. Das ist nur einmal die Woche gemacht worden, Samstag war Badetag. Sonst hat man sich am Waschbecken gewaschen, auf dem Boden waren kalte Fliesen, es gab fließend warmes Wasser am Waschbecken, dafür war ein extra Boiler am Waschbecken. Unter dem Becken und am WC lag so ein puscheliges Set auf den Fliesen, so bin ich immer von dem Waschbeckenvorleger zum WC-Vorleger gehüpft, um die eisigen Fliesen nicht mit den nackten Füßen zu berühren. Eine Zentralheizung gab es auch nicht, wir hatten einen kleinen Heizlüfter im Bad, der bei Bedarf angeknipst wurde, aber nie das ganze Bad mollig warm gemacht hätte, er hat dann halt warme Luft in eine bestimmte Richtung gepustet. Eine Dusche habe ich erst nach meinem Auszug kennengelernt, die hatte ich erstmalig in meiner ersten Wohnung in Berlin, obwohl die auch bescheiden war und Außentoilette hatte. Da hab ich es mir gleich richtig gemütlich gemacht und hatte dann auch erstmalig diesen speziellen Teppich fürs Badezimmer entdeckt und bin seitdem süchtig danach!

    Seltsamerweise sind Badezimmerteppichböden online schwer zu finden und zu identifizieren, Badezimmer kommt als Selektionskriterium gar nicht vor. Die haben einen Weichschaumunterboden, der wasserdurchlässig ist, am besten in einem großen Teppichpodengeschäft direkt nachfragen, ich musste ihn für diese Wohnung auch bestellen. Ich hab gelesen, dass Auslegware im Badezimmer in Großbritannien sehr geläufig und beliebt ist.

  5. Imke A.
    Was ist wenn du dich duscht oder badest?

    Gaga Nielsen
    gegenüber von der Badewanne ist eine Duschkabine:

    20-11-03 Vanity Fair Gallery (15)

    ich geh rein und schiebe die Schiebetür zu und dusche! 😉 Baden funktioniert auch sehr gut. Ich drehe den Stöpsel zu, lasse Wasser ein und steige rein!

    Imke A.
    Du schreibst so wunderbar Vielleicht solltest Volker und du gemeinsam ein Buch schreiben.

    Volker Ludewig
    Imke
    Bildband!

    Gaga Nielsen
    <3

  6. iGing – 2. Dez, 09:13
    Sehr nobel!
    Darf man fragen, wie Sie die Bilder auf den Kacheln befestigen?

    Eins würde mir allerdings Sorgen machen: Wenn ich [im Winter] ein heißes Bad einlasse, beschlagen die Kacheln und werden klitschnass – auf Dauer dürfte sich das hinter den Bildern ungut bemerkbar machen, sei es auf der Wand oder auf der Rückseite der Bilder …
    antworten – löschen

    g a g a – 2. Dez, 19:40
    ich schlage Nägel in die Fugen, ich würde niemals eine Fliese deswegen anbohren oder kaputt machen. Manchmal sieht ein Bild etwas tiefer hängend besser aus, dann bringe ich einen hellen Bindfaden am Aufhänger an und bringe es so auf die Wunschposition, nimmt man gar nicht wahr.

    Ich bade relativ selten, muss ich sagen, aber wenn, nehme ich nur zwei Bilder zur Seite, die direkt auf dem hinteren Badewannenrand stehen, da wo der Wasserhahn ist, die würden sonst nass. Ich heize immer gut, wenn ich das Bad benutze, es ist also richtig warm, dass die Kacheln beschlagen, hab ich noch nicht gesehen.

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