Am Dienstag war ich im Biergarten. Neben mir sitzt Ina, das Foto hat Maria gemacht! Es war sehr schön. Eigentlich waren auf dem Foto noch mehr Leute, aber aus datenschutzrechtlichen Gründen habe ich sie weggeschnitten. Also andere Biergartengäste, und rechts von uns, so leicht nach hinten versetzt, Leute mit Instrumenten. Musikinstrumenten. Zwei Gitarren, eine Bass-Ukulele und so ein Percussionsdings, was man so schüttelt. Hat ausgesehen wie eine reife Orange. Die Musiker haben sich zufällig im Biergarten getroffen und dann ein, zwei Lieder gesungen, die man kannte, und wo man gerne mitgesungen hat. Ich glaube der Sänger war vom Berlin Beat Club, wenn ich mich nicht irre, und der eine Gitarrist spielt in der Band von Frau Kroymann. Dazu gesellte sich eine Gabi von den Gabys mit einer putzigen Bass-Ukulele. Den anderen Gitarrist, Hans hieß er wohl, hat man auch schon in der einen oder anderen Band spielen hören, es hat doch recht gut geklappt für das erste mal. Aber vielleicht haben sie ja auch schon mal zusammen gespielt, bei irgendeiner Gelegenheit. Die kennen sich ja alle untereinander, diese Berliner Musiker, nicht wahr.

Sehr überraschend war die strenge Einhaltung des Abstandes der Tische im Biergarten. Ich schätze zwischen zwei und zweieinhalb Meter, teilweise sogar drei Meter. Das hat man schon anders gesehen. Auf den Tischplatten waren QR-Codes, da konnte jeder Gast sich einscannen und damit registrieren, dass er am Dienstag an einem bestimmten Tisch gesessen hat. Alles sehr vorbildlich. Die anderen Gäste waren auch verblüfft, wir unterhielten uns darüber, und sind zum Schluss gekommen, dass das Rickenbackers, ein Live-Musikclub, vielleicht besonders aufs Korn genommen wird, da man eventuell unterstellt, dass es dort nicht so genau genommen wird mit den Vorschriften. Musiker sind ja so ein lockeres Völkchen und die zugehörigen Gäste eines solchen Lokals nicht minder.

Mit gebührlichem Abstand wurde Jever getrunken und Schnitzel gegessen. Ich war als erste da, Maria kam ein bißchen später, und Ina noch ein bißchen später, Da waren wir mit unserem Schnitzel schon fertig und konnten uns auf das Mitsingen von zwei bekannten Liedern einstimmen. Es ist schon schön und lustig, mit ein paar anderen Menschen unter offenem Himmel den Refrain von Smoke on the Water zu singen, so mitten im alten Westen von Berlin, direkt an der Bundesallee. Sommerlich war der Abend. Man hat jetzt eine ganz andere Vorfreude auf richtige Konzerte, wenn sie denn einmal wieder stattfinden.

7 Antworten auf „19. Juni 2020

  1. P.S. das kleine Pilsglas mit dem Jever ist meins, das riesige Hefeweizenglas gehört zu Ina! (nicht mein Getränk, schmeckt mir überhaupt nicht!) Ich trinke nur Jever im Rickenbackers und zwar immer die kleinen Gläser, können dann aber auch schon mal vier oder fünf werden! Das sind genau die Gläser, aus denen ich gerne Bier trinke. Man könnte auch ein großes Jever bestellen, aber dann kommt so ein blöder Humpen mit Henkel!

  2. kid37 – 19. Jun, 12:18
    Das obere Bild kommt mir bekannt vor. Das ist doch aus einem Fassbinder-Film. Ich komme noch drauf. Das klingt alles ziemlich gut, von Abstand über Schnitzel zu VitaminD in der Sonne.

    g a g a – 19. Jun, 12:41
    Bin gespannt!

  3. Das Foto hat Maria gemacht, ohne dass wir es bemerkten, aus größerer Entfernung. Da war sie wohl gerade mal um die Ecke und auf dem Rückweg hat sie dann ihr Smartphone auf uns gerichtet. Ich finde sowieso immer alle Fotos am interessantesten, wo die Fotografierten nicht wussten, dass sie abgelichtet werden. Da Maria nicht dazu neigt, ständig und überall herumzuknipsen, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass sie ein Bild gemacht hat. Sie hat mir später in der U-Bahn erst auf ihrem Smartphone gezeigt, dass sie es bei fb gepostet hat (das unbeschnittene Foto, wo noch andere drauf sind, aber wir beide in der Mitte im Fokus) und wer darauf reagiert hat. Maria hat ein gutes Auge.

  4. Maria ist offenkundig vielseitig begabt.

    Sie, Ina und Maria an einem Tisch – da fallen wohl etlichen Menschen drumherum fast die Augen aus dem Kopf.

  5. Angeflirtet hat uns keiner, aber als das Paar, das mehr oder weniger neben uns mit an dem großen Tisch saß, gegangen ist, hat uns die sehr sympathische Dame mitgeteilt, dass sie uns Drei eine ganz tolle Truppe fände. Das war wirklich nett. Ansonsten war mir so, als hätte nur der Sänger ab und zu interessiert rübergeschaut, um festzustellen, ob wir uns gut unterhalten fühlen. War ja der Fall, also hat er freudig gelächelt, der gute Tom Thiede.

  6. Sie drei anzuflirten, hat sich vermutlich keiner getraut. Aber die Bemerkung der sympathischen Dame zeigt ja, dass Sie aufgefallen sind. Garantiert nicht nur ihr und Tom Thiede.

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