Mit Lydia im Sage Club in Berlin. Wir waren vorher das Finale im Hobby gucken. Feiern war nicht so ganz durchführbar, weil keine Lieblingsqueen mehr gewinnen konnte und die Krone auf einer merkwürdigen Wahl landete. Aber man muss das Beste daraus machen. Ich gewann immerhin ein rosa T-Shirt und dass neben Lydia auch Ina da war, tröstete auch. Weil es nicht ganz so wild und ekstatisch wie sonst war, wechselten wir zum Sage, wo Lydia der Hingucker war. Das war sie auch schon im Hobby, in ihrem roten Stewardessendress mit der farblich abgestimmten Perücke, aber gegen die Drag Queens kann eine echte Frau kaum auftrumpfen. Wobei ich nicht vergessen sollte, dass mich Brigitte Skrothum nach der Show an der anderen Bar ansprach: „Was bist du denn für eine süße Maus, du Schöne, hm? Du bist mir schon vorhin aufgefallen!“ So in etwa. Solche Ansprachen kriege ich so gut wie nie, ich finde das großartig und hätte gerne mehr davon. Von Heteromännern habe ich wohl nicht mehr viel zu erwarten. Im nächsten Leben möchte ich gerne schwul werden. Als ich die Tanzmoves der heterosexuellen Männer im Sage betrachtete, kam ich mir vor wie unter Neandertalern. Wenn man erst einmal gesehen hat, wie gut Männer tanzen können, die definitiv nicht heterosexuell sind, ist man versaut für heterosexuelle Tänzer, die sich zwar bemühen, aber den Eindruck erwecken, der Oberkörper stünde in keinerlei Verbindung mit dem lahmen Unterkörper. Die wenigen Kandidaten, die eine Ausnahme sind, machen wahrscheinlich komplett bei Let’s Dance mit.

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