Manche Postkarten, die ich erhalte, kann ich nicht vollständig abbilden, aufgrund von Befindlichkeiten, die mit dem Datenschutz zusammenhängen, was ich stets respektiere. Aber bevor ich die Karten dann ganz unterschlage, radiere ich lieber ein paar Sätze aus, die zuviel Transparenz bieten würden. Der Leser und die Leserin kann dann selbst den Text der Karte ergänzen und die Phantasie spielen lassen. Die Vorderseite der Karte, dieses heimelige Bild von Vincent hat nicht sehr viel mit der Mitteilung auf der Karte zu tun. Früher, in der Schule, besonders im Englisch- und Französisch- Unterricht gab es öfter mal als Aufgabe, dass man Sätze, in denen Wörter fehlten, ergänzen musste. Darin war ich immer recht gut. Und meine Leser doch sicher auch! Ich kenne ja nur hocheloquente Menschen mit galoppierender Phantasie.

Wer Schwierigkeiten hat, die Schrift zu lesen:

„Liebe Gaga, (…) Bundesinnenministerium muss (…) seit einigen Jahren (…) ungeduldig (…) Natürlich (…) eingeladen (…) gerne mal in echt sehen (…) Ausstellung (…) schon sehr gespannt. Liebe Grüße“

5 Antworten auf „23. November 2019

  1. Ich hege ja schon länger den Verdacht, dass Sie in Wahrheit die Emma Peel der deutschen Spionageabwehr sind und Ihr Blog mit all den Selfies eine perfekte Tarnung. Um Geheimnisse zu bewahren, muss man nur so wirken, als habe man keine. Wenn Sie mit der Kamera unterwegs sind, beschatten und fotografieren Sie in Wahrheit andere Agenten. Schließlich ist Berlin schon seit Jahrzehnten ein Tummelplatz für Spione aus aller Welt. Der Hinweis auf das Bundesinnenministerium bestärkt nur diese Vermutung. Außerdem wissen Sie, wie man Wiimpern anklebt, das ist ein weiteres Indiz. In Ausstellungen und Galerien treffen Sie heimlich Überläufer, darum geht es auch in diesem Lückentext. Das ist alles Code.

  2. Leider steht es mir nicht frei, dieses Potpourri an Vermutungen zu bestätigen oder zu entkräften. Datenschutz über alles! Meines Wissens ist nur eine diskrete Agentin länger im Dienst. Aber was weiß denn ich! Ich möchte noch einmal betonen, dass ich mit dem Fotografieren aufgehört habe. Jegliches hier erscheinendes Bildmaterial anderer Personen ist vor November 2018 von mir angefertigt worden, spätere Aufnahmen, die mich mit anderen Personen zeigen, sind jeweils von den andereren Personen angefertigt worden. Freilich habe ich auch den einen oder anderen Kontakt in den Ministerien, man befasst sich auch dort hin und wieder mit der Frage, ob ein Teil des Etats in moderne Kunst investiert werden soll, da bin ich natürlich die erste Adresse als Ansprechpartnerin! Das sind Kontakte, die sich mehr oder weniger nachbarschaftlich ergeben, wenn man im selben Bezirk residiert. Jetzt wurden ja gerade viele Filme und Dokumentationen rund um den Mauerfall gezeigt, dort wimmelt es nur so vor Agenten und Spionen und schafft Projektionen im eigenen Umfeld – ein Nährboden für Spekulationen erster Güte!

  3. Das ist ja sehr interessant, dass man mir verklausulierte Botschaften unterstellt. Tatsächlich äußere ich maßgebliche Dinge, die mich umtreiben in keinster Weise, nicht einmal im Ansatz verklausuliert. Ich muss mich fragen, welchen Tiefgang und welche Relevanz meine doch recht oberflächlichen Mitteilungen eigentlich haben und bekomme gerade eine kleine Existenzkrise.

  4. Viele wären doch froh, wenn sie so wichtig eingestuft würden oder behaupten von sich, es zu sein. Du natürlich nicht, das weiß ich doch. Den Spekulatius kannst du aufessen, dann existiert er nur noch im Magen, wo er bestimmt keine Krise auslöst, schon gar keine Existenzkrise.

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