22. märz 2006

kann man tatsächlich wagen. respekt vor joaquin phoenix, großen
20. märz 2006
[ fastentagebuch ]
dr. rothschild vertrat bei meiner heutigen konsultation die für mich et- was überraschende meinung, die zeit sei gekommen, nach und nach wieder zu fester nahrung überzugehen. er verordnete mir für den scho- nenden übergang ein speziell von seinen ernährungsexperten entwik- keltes produkt, welches aus verschiedenerlei getreidesorten (ballast- stoffe!), hochwertigen pflanzlichen, und in spurenelementen auch tie- rischen eiweißen, sowie der besonders verarbeiteten reichhaltigen substanz des fruchtstandes der tropischen theobroma aus der familie der sterculiaceae (zur gabe von anandamid, salsolinol u. vorrangig indiziert: phenethylamin) besteht.
zur weiteren mineralstoffergänzung enthält die darreichungsform, die als nebeneffekt auch erstaunlich gut dem hungergefühl entgegenwirkt, eine messerspitze aurum colloidale, welches bereits nach paracelsus und auch bei hildegard anwendung findet.

wenn man bedenkt, dass es sich bei dieser vielzahl hochkomplexer substanzen um medizin in nahrungsform handelt, schmeckt es gar nicht einmal so schlecht. das mag jetzt alles sehr langweilig klingen, aber meine gesundheit liegt mir nun einmal am herzen.
19. märz 2006
19. märz 2006
20. märz 2006
[ fastentagebuch ]
dr. rothschild vertrat bei meiner heutigen konsultation die für mich et- was überraschende meinung, die zeit sei gekommen, nach und nach wieder zu fester nahrung überzugehen. er verordnete mir für den scho- nenden übergang ein speziell von seinen ernährungsexperten entwik- keltes produkt, welches aus verschiedenerlei getreidesorten (ballast- stoffe!), hochwertigen pflanzlichen, und in spurenelementen auch tie- rischen eiweißen, sowie der besonders verarbeiteten reichhaltigen substanz des fruchtstandes der tropischen theobroma aus der familie der sterculiaceae (zur gabe von anandamid, salsolinol u. vorrangig indiziert: phenethylamin) besteht.
zur weiteren mineralstoffergänzung enthält die darreichungsform, die als nebeneffekt auch erstaunlich gut dem hungergefühl entgegenwirkt, eine messerspitze aurum colloidale, welches bereits nach paracelsus und auch bei hildegard anwendung findet.

wenn man bedenkt, dass es sich bei dieser vielzahl hochkomplexer substanzen um medizin in nahrungsform handelt, schmeckt es gar nicht einmal so schlecht. das mag jetzt alles sehr langweilig klingen, aber meine gesundheit liegt mir nun einmal am herzen.
19. märz 2006
19. märz 2006
18. märz 2006
hinojo, serpiente y junco.
aroma, rastro y penumbra.

aire, tierra y soledad.
fenchel, schlange und rohr. aroma spur und halbschatten. luft erde und einsamkeit federico garcía lorca
17. märz 2006
siebzehnter märz tolles datum nicht vergessen! dringend eintrag schreiben
18. märz 2006
Haben Sie schon an Ihre Beerdigung gedacht? Ich habe zu meinen Kindern gesagt, dass ich keine öffentliche Beerdigung will. Aus Angst vor den Jacob Sisters! Mit ihren komischen Pudeln zerstören sie doch jede Atmosphäre. Die sind auch bei Moshammer aufgetaucht! Des- halb: keine öffentliche Beerdigung aus Angst vor den Jacob Sisters. Das können Sie ruhig schreiben.
[ via a.more.s ]
17. märz 2006

17. märz 2006

14. märz 2006
водка
17. märz 2006
siebzehnter märz tolles datum nicht vergessen! dringend eintrag schreiben
13. märz 2006

das wünschen ist mir immer schwer gefallen. warum nur. wieso stelle ich mich so blöd an? ich traue mich nur zu wünschen, wenn ich mir sicher bin, dass die erfüllung erfüllung bedeutet. als könnte ich das wissen. ich konnte mir ganz leicht wünschen, einmal im antelope canyon zu sein. wie leicht das war. so einfach. manchmal begreife ich so wenig.
12. märz 2006
14. märz 2006
14. märz 2006
водка
10. märz 2006
sattsehen. ich war vom ersten augenblick in diesen dunklen vogel verliebt. ein gesicht, das mich noch nie gelangweilt hat. wie viele gesichter gibt es, die einem begegnen, die einen an einem wesent- lichen punkt berühren. wie wenige. ein gesicht, in dem einen nichts irritiert, nur anzieht, dem man in jede tiefe folgt, ein gesicht, in dem man jeden quadratzentimenter versteht. jede vibration, jeden augen- blick. und wenn mich die gute fee fragt, wen sie mir schicken soll. dann sage ich: schick mir einen mann wie patti smith. einen dunklen vogel voller demut.
13. märz 2006

das wünschen ist mir immer schwer gefallen. warum nur. wieso stelle ich mich so blöd an? ich traue mich nur zu wünschen, wenn ich mir sicher bin, dass die erfüllung erfüllung bedeutet. als könnte ich das wissen. ich konnte mir ganz leicht wünschen, einmal im antelope canyon zu sein. wie leicht das war. so einfach. manchmal begreife ich so wenig.
12. märz 2006
10. märz 2006
unbedingt. track 6. danke befluchter fragebogen. danke. track 6. close cover. minutenglück
10. märz 2006
sattsehen. ich war vom ersten augenblick in diesen dunklen vogel verliebt. ein gesicht, das mich noch nie gelangweilt hat. wie viele gesichter gibt es, die einem begegnen, die einen an einem wesent- lichen punkt berühren. wie wenige. ein gesicht, in dem einen nichts irritiert, nur anzieht, dem man in jede tiefe folgt, ein gesicht, in dem man jeden quadratzentimenter versteht. jede vibration, jeden augen- blick. und wenn mich die gute fee fragt, wen sie mir schicken soll. dann sage ich: schick mir einen mann wie patti smith. einen dunklen vogel voller demut.
10. märz 2006
unbedingt. track 6. danke befluchter fragebogen. danke. track 6. close cover. minutenglück
09. märz 2006

meine eitelkeit z. b.: lese bei handke einen satz von novalis: „in heiteren seelen gibt’s keinen witz.“ dem stimme ich mit einem inneren aufleuchten sofort zu, weil ich mir witze weder merken noch sie erzählen kann. als ob ich mich deshalb zu den heiteren seelen zählen dürfte! immer dieses die dinge auf mich beziehen, wenn etwas vorteilhaftes für mich dabei herausschaut.
e.pluhar, aus tagebüchern
07. märz 2006
[ fastentagebuch ]
heute erste erfolge gespürt. fühle mich bereits viel klarer. man möchte von katharsis sprechen. die reinheit des traubensaftes scheint mir sehr zuträglich zu sein. fühle mich irgendwie entschlackt und wohlauf. auch die gewöhnungstage haben mir keine größeren schwierigkeiten bereitet. heute nachmittag wichtiges gespräch mit dr. rothschild ge- führt. er hat mir auf die frage, ob sich denn auch burgunder eignen würde, ausweichend geantwortet: „nun ja, wenn er ihnen in einem privathaushalt vorgesetzt wird.“ ich denke, ich werde mich einfach weiterhin an seine indikationen halten.

07. märz 2006
[ fastentagebuch ]
heute erste erfolge gespürt. fühle mich bereits viel klarer. man möchte von katharsis sprechen. die reinheit des traubensaftes scheint mir sehr zuträglich zu sein. fühle mich irgendwie entschlackt und wohlauf. auch die gewöhnungstage haben mir keine größeren schwierigkeiten bereitet. heute nachmittag wichtiges gespräch mit dr. rothschild ge- führt. er hat mir auf die frage, ob sich denn auch burgunder eignen würde, ausweichend geantwortet: „nun ja, wenn er ihnen in einem privathaushalt vorgesetzt wird.“ ich denke, ich werde mich einfach weiterhin an seine indikationen halten.

04. märz 2006
03. märz 2006

„und laden sie ein zur kostenlosen besichtigungsfahrt des von uns genutzten krematoriums in tschechien“.
das berliner wochenblatt weiß eben, mit welchen anzeigenkunden man den leser gewinnt.
04. märz 2006
01. märz 2006
eigentlich fertig.

03. märz 2006
diese fragedinger arten langsam in arbeit aus. aber als alte opportunistin will ich es mir natürlich nicht mit dir verscheißen und bringe es hinter mich
03. märz 2006

„und laden sie ein zur kostenlosen besichtigungsfahrt des von uns genutzten krematoriums in tschechien“.
das berliner wochenblatt weiß eben, mit welchen anzeigenkunden man den leser gewinnt.
02. märz 2006
das zittern, wenn man nachts aus schachtelträumen schreckt fällt
a. heller 1974, die abwesenheit
vertraut
01. märz 2006
das hab ich mir jetzt eigentlich verdient.
prost.
01. märz 2006
eigentlich fertig.

27. februar 2006

butterbrot und rotwein geht auch. gut geht das. „nehmen sie doch das daneben, das ist noch kräftiger!“ meint frollein butterlindner und funkelt mich fast schon abenteuerlustig an. „ach nein, ich nehme jetzt das da, ich probiere mal alle durch“ (modell körnerkruste). wieso eigentlich kräftiger? sehe ich aus, als ob ich besonders kräftiges brot brauche? frollein butterlindner gibt mir ein wenig zu denken.
01. märz 2006
das hab ich mir jetzt eigentlich verdient.
prost.
26. februar 2006
habe ich mich doch bis gestern noch der lektüre von kontaktanzeigen uneinsichtig versperrt, muss ich heute eingestehen: im kostenlos frei haus gelieferten berliner wochenblatt ist für jeden etwas dabei.
klaus, 75, etwas verdorben, sucht eine frau mit augen-make-up. das sollte kein problem sein, da kenne ich mich aus. oder heinz, 79, NR, pkw, volles weißes haar, wünscht sich eine harmonische freundschaft ohne zusammenzuziehen. ich denke, lieber heinz, wir beide liegen auf einer wellenlänge.
auch der herr darunter, der eine geliebte sucht, die ostsee, kultur und garten mag und liebe nicht nur als pflicht sieht, könnte mir gefallen. leider habe ich vor spontaner begeisterung die angaben links von NR überkringelt. vielleicht wäre dort die altersangabe zu entnehmen ge- wesen. sicher ein stattlicher mann. auch wäre ich eine partnerin, die nicht nur fernsehen möchte, so wie es sich 78 j., groß und schlank, gesunder autofahrer wünscht.

dagegen ist tommy, der schicke feuerwehrmann sicher noch ein ganz klein wenig grün hinter den ohren. obwohl er mit seinen neunundzwan- zig lenzen die versprochenen sterne sicher unfallfreier vom himmel holen könnte, als zum beispiel rüstiger privatier, 65/172/NR. (zumal der nach einer sie um die 55 ausschau hält; aber ich könnte mich ja ein klein wenig älter machen). am besten, ich halte mich gleich an andre- as, der als polizeibeamter über ein sehr gutes einkommen verfügt. auch für zwei. ich glaube, ich schlafe noch mal eine nacht darüber. oder zwei.
27. februar 2006

butterbrot und rotwein geht auch. gut geht das. „nehmen sie doch das daneben, das ist noch kräftiger!“ meint frollein butterlindner und funkelt mich fast schon abenteuerlustig an. „ach nein, ich nehme jetzt das da, ich probiere mal alle durch“ (modell körnerkruste). wieso eigentlich kräftiger? sehe ich aus, als ob ich besonders kräftiges brot brauche? frollein butterlindner gibt mir ein wenig zu denken.
26. februar 2006
habe ich mich doch bis gestern noch der lektüre von kontaktanzeigen uneinsichtig versperrt, muss ich heute eingestehen: im kostenlos frei haus gelieferten berliner wochenblatt ist für jeden etwas dabei.
klaus, 75, etwas verdorben, sucht eine frau mit augen-make-up. das sollte kein problem sein, da kenne ich mich aus. oder heinz, 79, NR, pkw, volles weißes haar, wünscht sich eine harmonische freundschaft ohne zusammenzuziehen. ich denke, lieber heinz, wir beide liegen auf einer wellenlänge.
auch der herr darunter, der eine geliebte sucht, die ostsee, kultur und garten mag und liebe nicht nur als pflicht sieht, könnte mir gefallen. leider habe ich vor spontaner begeisterung die angaben links von NR überkringelt. vielleicht wäre dort die altersangabe zu entnehmen ge- wesen. sicher ein stattlicher mann. auch wäre ich eine partnerin, die nicht nur fernsehen möchte, so wie es sich 78 j., groß und schlank, gesunder autofahrer wünscht.

dagegen ist tommy, der schicke feuerwehrmann sicher noch ein ganz klein wenig grün hinter den ohren. obwohl er mit seinen neunundzwan- zig lenzen die versprochenen sterne sicher unfallfreier vom himmel holen könnte, als zum beispiel rüstiger privatier, 65/172/NR. (zumal der nach einer sie um die 55 ausschau hält; aber ich könnte mich ja ein klein wenig älter machen). am besten, ich halte mich gleich an andre- as, der als polizeibeamter über ein sehr gutes einkommen verfügt. auch für zwei. ich glaube, ich schlafe noch mal eine nacht darüber. oder zwei.
22. februar 2006

man muß einfach prioritäten setzen.
technische daten:
– torte orangentraum
– maße: länge ca. 23 cm, breite 12 cm -> originalgröße
– dealer: butter lindner
– preis: weiß nicht
22. februar 2006

man muß einfach prioritäten setzen.
technische daten:
– torte orangentraum
– maße: länge ca. 23 cm, breite 12 cm -> originalgröße
– dealer: butter lindner
– preis: weiß nicht
21. februar 2006

…in tiefen nächten grab ich dich, du schatz, denn alle überflüsse, die ich sah, sind armut und armseliger ersatz für deine schönheit, die noch nie geschah. aber der weg zu dir ist furchtbar weit, und weil ihn lange keiner ging verweht
21. februar 2006

…in tiefen nächten grab ich dich, du schatz, denn alle überflüsse, die ich sah, sind armut und armseliger ersatz für deine schönheit, die noch nie geschah. aber der weg zu dir ist furchtbar weit, und weil ihn lange keiner ging verweht
19. februar 2006

danke für orgie. das einzige mal, dass ich buchstaben auf die vorder- seite einer leinwand malte, am siebenundzwanzigsten august zwei- tausend, vor lauter sehnsucht
19. februar 2006

danke für orgie. das einzige mal, dass ich buchstaben auf die vorder- seite einer leinwand malte, am siebenundzwanzigsten august zwei- tausend, vor lauter sehnsucht
15. februar 2006
eigentlich. eigentlich. eigentlich.
eigentlich ein tolles thema.
das ureigene. des pudels kern. der innere code.
13. februar 2005
seltsame dinge geschehen. heute habe ich zum ersten mal sinnlich (!) den satz begriffen: essen ist die erotik des alters, nachdem ich dieses satzgebilde über jahre hinweg immer nur mitleidig gönnerhaft zu belächeln wusste.
natürlich ist das eine lächerliche kokettiererei, natürlich habe ich schon oft schweinelecker und herrlich gegessen – aber was ich eigentlich sagen will: es gibt am savignyplatz tatsächlich ein lokal, das mir heute trotz anfänglich (!) latent mittelprächtiger grundstimmung, bissen für bissen dankbarste glücksgefühle erster kategorie beschert hat. man sollte keine seltsamen vorurteile hegen, nur weil ein restaurant mar y sol heißt. großartig. [ denn das gute liegt so nah ]
ja und wie wunderbar: so ein essen lässt sich einfach so verschlingen und wird einem später nie vorwürfe machen. niemals.
15. februar 2006
eigentlich. eigentlich. eigentlich.
eigentlich ein tolles thema.
das ureigene. des pudels kern. der innere code.
13. februar 2006

(…) nach der ärgsten mittagshitze gingen jessica und jakob an den strand. sie taten das jeden tag und immer gemeinsam, keiner von beiden rüttelte an dieser gepflogenheit. jessica trug über ihrem bade- anzug ein um die hüfte geknotetes tuch in flammenden farben. nie vergaß sie den großen wippenden strohhut und ihre sonnenbrille. so stöckelte sie in ihren silberpantoffeln neben jakob über die holz- planken,die jenseits der esplanade vom hotel aus bis nahe ans ufer ausgelegt warren. jakob ging barfuß und trug die beiden großen badetücher unter dem arm. jessica roch süßlich nach sonnencreme und der rand ihres hutes stieß gegen seinen oberarm. das klopfen ihrer hochhackigen schuhe ähnelte dem geräusch einer kriegs- trommel, und wie jeden tag mußte jakob sich zwingen, sie deshalb nicht zu erwürgen. tack, tack, tack, schritt sie dem meer entgegen, aufrecht wie eine kleine schlange im angriff.
die brandung schimmerte – nun gut, was sonst soll sie tun. der himmel war dunkelblau – ein zeichen, dass es zu heiß ist. der sand glänzte, als bestünde er aus goldstaub – was soll das, er bleibt auf der nassen haut und zwischen den zehen kleben, bitte breite schnell das badetuch aus. jakob hatte aufgehört, eindrücke mit ihr teilen zu wollen, er kannte jede ihrer erwiderungen und breitete wortlos das badetuch aus. sie schlüpfte aus den silberpantoffeln, als lege sie kurz ihren harnisch ab, stieg auf das tuch, als besteige sie eine festung, und schraubte die dicke tube sonnencreme auf, als entsichere sie einen revolver. sie saß im angesicht des ozeans als müsse sie ihn bekämpfen.
e. pluhar, matildas erfindungen
13. februar 2005
seltsame dinge geschehen. heute habe ich zum ersten mal sinnlich (!) den satz begriffen: essen ist die erotik des alters, nachdem ich dieses satzgebilde über jahre hinweg immer nur mitleidig gönnerhaft zu belächeln wusste.
natürlich ist das eine lächerliche kokettiererei, natürlich habe ich schon oft schweinelecker und herrlich gegessen – aber was ich eigentlich sagen will: es gibt am savignyplatz tatsächlich ein lokal, das mir heute trotz anfänglich (!) latent mittelprächtiger grundstimmung, bissen für bissen dankbarste glücksgefühle erster kategorie beschert hat. man sollte keine seltsamen vorurteile hegen, nur weil ein restaurant mar y sol heißt. großartig. [ denn das gute liegt so nah ]
ja und wie wunderbar: so ein essen lässt sich einfach so verschlingen und wird einem später nie vorwürfe machen. niemals.
13. februar 2006

(…) nach der ärgsten mittagshitze gingen jessica und jakob an den strand. sie taten das jeden tag und immer gemeinsam, keiner von beiden rüttelte an dieser gepflogenheit. jessica trug über ihrem bade- anzug ein um die hüfte geknotetes tuch in flammenden farben. nie vergaß sie den großen wippenden strohhut und ihre sonnenbrille. so stöckelte sie in ihren silberpantoffeln neben jakob über die holz- planken,die jenseits der esplanade vom hotel aus bis nahe ans ufer ausgelegt warren. jakob ging barfuß und trug die beiden großen badetücher unter dem arm. jessica roch süßlich nach sonnencreme und der rand ihres hutes stieß gegen seinen oberarm. das klopfen ihrer hochhackigen schuhe ähnelte dem geräusch einer kriegs- trommel, und wie jeden tag mußte jakob sich zwingen, sie deshalb nicht zu erwürgen. tack, tack, tack, schritt sie dem meer entgegen, aufrecht wie eine kleine schlange im angriff.
die brandung schimmerte – nun gut, was sonst soll sie tun. der himmel war dunkelblau – ein zeichen, dass es zu heiß ist. der sand glänzte, als bestünde er aus goldstaub – was soll das, er bleibt auf der nassen haut und zwischen den zehen kleben, bitte breite schnell das badetuch aus. jakob hatte aufgehört, eindrücke mit ihr teilen zu wollen, er kannte jede ihrer erwiderungen und breitete wortlos das badetuch aus. sie schlüpfte aus den silberpantoffeln, als lege sie kurz ihren harnisch ab, stieg auf das tuch, als besteige sie eine festung, und schraubte die dicke tube sonnencreme auf, als entsichere sie einen revolver. sie saß im angesicht des ozeans als müsse sie ihn bekämpfen.
e. pluhar, matildas erfindungen
10. februar 2006
when I was seventeen< thirty-nine, it was a very good year – it was a very good year for small town girls sallow thorn and soft summer nights days. we I’d hide from the lights on the village green find me a place close a western shoreline, when I was seventeen thirty-nine
but and now the days grow short light. I’m in the autumn harvest of the year and now I think of my life as vintage wine from fine old kegs, from the brim to the dregs. and it poureds sweet and clear. it was is a very good year. it was a mess of good years
e.drake
12. februar 2006

hunt
[ reverse mode ]
09. februar 2006
Betrifft Ihren Reparaturauftrag 212411
Das von Ihnen zur Reparatur gegebene Gerät liegt für Sie zur Abholung bereit. Bei Abholung sind 0,00 EURO abzüglich eventuell geleisteter Anzahlung zu bezahlen. Bitte bringen Sie bei Abholung den Reparaturauftrag/Abholschein mit. Ohne Abholschein keine Geräteausgabe.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Service Team

alles wird gut
10. februar 2006
when I was seventeen< thirty-nine, it was a very good year – it was a very good year for small town girls sallow thorn and soft summer nights days. we I’d hide from the lights on the village green find me a place close a western shoreline, when I was seventeen thirty-nine
but and now the days grow short light. I’m in the autumn harvest of the year and now I think of my life as vintage wine from fine old kegs, from the brim to the dregs. and it poureds sweet and clear. it was is a very good year. it was a mess of good years
e.drake
09. februar 2006
Betrifft Ihren Reparaturauftrag 212411
Das von Ihnen zur Reparatur gegebene Gerät liegt für Sie zur Abholung bereit. Bei Abholung sind 0,00 EURO abzüglich eventuell geleisteter Anzahlung zu bezahlen. Bitte bringen Sie bei Abholung den Reparaturauftrag/Abholschein mit. Ohne Abholschein keine Geräteausgabe.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Service Team

alles wird gut
07. februar 2006

schwarz in schlangenbeschwörungslinie auf leinwand. orange hinter- her. rechts plätschert gewagt lichtes birkenblättergrün. oh je. da hilft nur noch gewalt. einmal gegen den waagrechten farbauftrag. wider- lichster farbbrei. tabula rasa. was für ein schönes warmes schwarz! schwarz, sehr gut. mysteriös, wie meine ferne schwarze kamera. eine elfe schlingt ihr bein zur orchidee, wächst dem nachtschatten ent- gegen. nightwood.
orchid. für djuna.
07. februar 2006

schwarz in schlangenbeschwörungslinie auf leinwand. orange hinter- her. rechts plätschert gewagt lichtes birkenblättergrün. oh je. da hilft nur noch gewalt. einmal gegen den waagrechten farbauftrag. wider- lichster farbbrei. tabula rasa. was für ein schönes warmes schwarz! schwarz, sehr gut. mysteriös, wie meine ferne schwarze kamera. eine elfe schlingt ihr bein zur orchidee, wächst dem nachtschatten ent- gegen. nightwood.
orchid. für djuna.
05. februar 2005

pinselwaschanlage
seltsam. das bild hat zwei seiten.
03. februar 2006
ich hätte eigentlich gerne lobendes verfasst. nun frage ich mich, ob vielleicht ein geeigneter männlicher darsteller irgendetwas hätte retten können. vielleicht wären die platten dialoge in projektion auf einen attraktiven mann als angenehm schlicht oder rührend pathetisch erschienen. nun kann man ja nicht gerade sagen, dass der titel in irgendeiner weise vielversprechend klänge. sagen wir, ich habe ihn mir trotz der zweifelhaften überschrift angesehen. nun, am ende lässt sich sagen, die qualität des filmtitels passt in etwa zur güte des werkes.
dabei sind ein paar schöne ideen dabei. es gibt sogar eine sequenz, als sie mit ihrem inneren monolog über den friedhof läuft, die so etwas wie intensität vermittelt. vielleicht wäre es eine gute empfehlung, den film bis genau dahin anzusehen, als sie den anruf nach ihrem brief auf die kontaktanzeige erhält und dann – genau dann, bevor sie den anzeigenaufgeber im café trifft, das kino zu verlassen. eine aus- gezeichnete idee eigentlich.
sympathisch allein, nach der vorstellung, die diplomatisch wirkenden, leicht widerspenstigen bemerkungen der elsner, die sich auch nicht so recht zu einem begeisterten gesamturteil hinreissen ließ und sich seltsam herumdrückte.
warum nur musste ich immer wieder an die bemerkung eines herrn denken, der anlässlich dargebotener plattheiten gerne feststellte: „ein lexikon der allgemeinplätze braucht man nicht zu kaufen“. es ist alles geboten. die gute elsner arbeitet sich als der nabel des kamera- geschehens (ihre anstrengungen sind erheblich, keine frage) an denkbar peinlichen sätzen ab und kann trotz allem bemühens, zu keinem zeitpunkt die erotische distanz zu ihrem text aufsagenden nebendarsteller verhehlen.
ein seltsames gefühl, einen film zu sehen, in dem man neun von zehn darstellern die rolle nicht abkaufen kann und sich selbst wiederholt bei hämischem lachen ob der hölzernen absurditäten ertappt (und damit meine ich nicht etwa sprechende orakel-bäume). das ist mir – soweit erinnerbar – nur noch bei einem sehr sehr peinlichen film mit wynona rider und richard gere widerfahren. (irgendwas mit september drin). im kinositz himmeldrehende blicke mit den nachbarn auszutauschen hat allerdings eine besondere qualität, die ich bislang noch nicht erleben durfte. so gesehen…
die filigrane klaviermusik im hintergrund gibt eine ahnung davon, dass ursprünglich etwas zauberhaftes gemeint gewesen sein könnte, das auf der kinoleinwand nur noch als karikatur daherkommt. das macht den traurigen unterschied, von einer sache enttäuscht zu sein, der man latente sympathie entgegengebracht hat. schade.
lieber den
04. februar 2006
04. februar 2006
03. februar 2006
ich hätte eigentlich gerne lobendes verfasst. nun frage ich mich, ob vielleicht ein geeigneter männlicher darsteller irgendetwas hätte retten können. vielleicht wären die platten dialoge in projektion auf einen attraktiven mann als angenehm schlicht oder rührend pathetisch erschienen. nun kann man ja nicht gerade sagen, dass der titel in irgendeiner weise vielversprechend klänge. sagen wir, ich habe ihn mir trotz der zweifelhaften überschrift angesehen. nun, am ende lässt sich sagen, die qualität des filmtitels passt in etwa zur güte des werkes.
dabei sind ein paar schöne ideen dabei. es gibt sogar eine sequenz, als sie mit ihrem inneren monolog über den friedhof läuft, die so etwas wie intensität vermittelt. vielleicht wäre es eine gute empfehlung, den film bis genau dahin anzusehen, als sie den anruf nach ihrem brief auf die kontaktanzeige erhält und dann – genau dann, bevor sie den anzeigenaufgeber im café trifft, das kino zu verlassen. eine aus- gezeichnete idee eigentlich.
sympathisch allein, nach der vorstellung, die diplomatisch wirkenden, leicht widerspenstigen bemerkungen der elsner, die sich auch nicht so recht zu einem begeisterten gesamturteil hinreissen ließ und sich seltsam herumdrückte.
warum nur musste ich immer wieder an die bemerkung eines herrn denken, der anlässlich dargebotener plattheiten gerne feststellte: „ein lexikon der allgemeinplätze braucht man nicht zu kaufen“. es ist alles geboten. die gute elsner arbeitet sich als der nabel des kamera- geschehens (ihre anstrengungen sind erheblich, keine frage) an denkbar peinlichen sätzen ab und kann trotz allem bemühens, zu keinem zeitpunkt die erotische distanz zu ihrem text aufsagenden nebendarsteller verhehlen.
ein seltsames gefühl, einen film zu sehen, in dem man neun von zehn darstellern die rolle nicht abkaufen kann und sich selbst wiederholt bei hämischem lachen ob der hölzernen absurditäten ertappt (und damit meine ich nicht etwa sprechende orakel-bäume). das ist mir – soweit erinnerbar – nur noch bei einem sehr sehr peinlichen film mit wynona rider und richard gere widerfahren. (irgendwas mit september drin). im kinositz himmeldrehende blicke mit den nachbarn auszutauschen hat allerdings eine besondere qualität, die ich bislang noch nicht erleben durfte. so gesehen…
die filigrane klaviermusik im hintergrund gibt eine ahnung davon, dass ursprünglich etwas zauberhaftes gemeint gewesen sein könnte, das auf der kinoleinwand nur noch als karikatur daherkommt. das macht den traurigen unterschied, von einer sache enttäuscht zu sein, der man latente sympathie entgegengebracht hat. schade.
lieber den
01. februar 2006
winterliche renaissance*. nur das ‚lied an eine schauspielerin‘ ver- misse ich
…damals hat sich nicht die welt verändert, nur das rauchen hab ich mir an diesem abend angewöhnt. und dann frag ich mich, warum es mir nicht egal ist und warum man solche lieder niemals wirklich schreibt. es gibt menschen, die man sich nicht eingesteht, weil man viel zu oft enttäuscht, längst schon vor sich selber angst hat…
vor zwanzig jahren auch aufgeschrieben. haut mich immer noch um. oder die obsession der niedertracht
laß mich dein drecksstück sein, und sei du wider alle vernunft meine nützliche idiotin. laß dich betrügen, verraten, belügen, an die hung- rigen wölfe im käfig meines lachens verfüttern. mach uns und dir etwas vor. in der kühle einer kathedrale aus schwachsinn, sprich dein jawort. bis in den tod.
heimat
(und freunde, mit denen man sich in einer silvesternacht solche sachen anhören kann. und leonhard cohen. vier mal hintereinander)
* kritische gesamtausgabe
01. februar 2006

finish
30. januar 2006
versuch, eine tulpe zu fotografieren. ich mag tulpen ja nicht so besonders. aalglatt und ordentlich im wuchs, kein geruch von wildnis. ein geschenktes exemplar hält sich hier tapfer aufrecht, fast schon rührt mich ihr bemühen um haltung, ohne dabei von mir hingerissene aufmerksamkeit zu ernten. hier hast du, kleine tulpe…

im nachtzug zwischen rostock und berlin lugt ein wölfisch aussehender mann in mein abteil mit den zugezogenen vorhängen. er würde sich gerne einfach nur ein bißchen unterhalten, ob das o.k. wäre. er scheint in meinem alter zu sein. irgendetwas an ihm macht mich neugierig. vielleicht der wilde blick und dazu seine kindlich wirkende frage. ich nicke, er setzt sich mir gegenüber.
er sei auf dem weg zurück nach holland, nachdem er die feiertage bei seiner familie in mecklenburg-vorpommern verbracht habe. er ist im ärger mit seiner frau auseinander gegangen, das macht ihm jetzt zu schaffen. und nun wieder tulpen pflücken. er sei tulpenpflücker. ich lausche fasziniert dem wort hinterher. der beruf des tulpenpflückers war mir bis dahin nicht bekannt. er erzählt von der anstrengenden arbeit in den holländischen zuchthäusern gewächshäusern, sechs tage die woche, zehn bis zwölf stunden jeden tag.
am ende der dreistündigen fahrt, in berlin, als ich aussteige und er weiterfährt, habe ich eine ganze menge über ihn erfahren. dass er die relativ gut bezahlte knochenarbeit, die so harmlos klingt, verrichtet, um den angeheirateten schuldenberg seiner jungen frau abzutragen. er hadert damit.
fliesenleger hat er gelernt. und noch irgendeinen facharbeiter und bekommt hier keine arbeit mehr. er erzählt ohne punkt und komma. zweimal war er im knast, wegen körperverletzung. er hat zudringliche zeitgenossen, die seinen freundinnen zu nahe getreten sind, krankenhausreif geprügelt. dem richter teilte er jeweils nach der urteilsverkündung mit: „ich würde es wieder ganz genauso machen“.
in bautzen sei er zum haftbeginn einige monate in einzelhaft gesteckt worden. in eine abgedunkelte zelle. ein fensterloses loch ohne elektrisches licht. das essen auf dem boden an die tür gestellt, zum ertasten. da dreht man durch.
er versuche seit einiger zeit das alles aufzuschreiben. und gedichte. er hat sich auch schon einen titel überlegt: die schlimmsten jahre meines lebens. ich muss lachen und sage: „das ist so dermaßen platt, dass es schon wieder gut ist“. er muss genauso lachen und meint: „wenn man dich zur freundin hätte, mit dir könnte man bestimmt pferde stehlen“ und zwinkert mir dabei zu. jens, der tulpenpflücker.
zwei stunden später ist er bei „wenn du meine frau wärst, würde ich dir die schönsten ecken von mecklenburg-vorpommern zeigen. nur mit dem fahrrad!“ ich sage gar nichts und muss grinsen. beim abschied drückt er mich an seinen wolfsbart und gibt mir ausgerechnet diesen ‚man sieht sich immer zweimal‘-spruch mit auf den weg, den ich noch nie kapiert habe.
01. februar 2006

finish
31. januar 2006
grießbrei mit wodka. wärmt besser.


in den apfelbäumen | in den apfelbäumen | unterm leinenmond | schlafen dreizehn amseln | schlafen dreizehn amseln | und ich liebe dich | der geschickte fänger | der geschickte fänger | seht, er flickt das netz | knüpft auch dreizehn schlingen | knüpft auch dreizehn schlingen | und ich liebe dich | lautlos kommt das aufhören | lautlos kommt das aufhören | löst das fleisch der körper | von den dreizehn seelen | von den dreizehn seelen | und ich liebe dich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . a. heller
30. januar 2006

frau pluhar kriecht mir seltsam unter die haut

pluhar & darjeeling & pacman
30. januar 2006
versuch, eine tulpe zu fotografieren. ich mag tulpen ja nicht so besonders. aalglatt und ordentlich im wuchs, kein geruch von wildnis. ein geschenktes exemplar hält sich hier tapfer aufrecht, fast schon rührt mich ihr bemühen um haltung, ohne dabei von mir hingerissene aufmerksamkeit zu ernten. hier hast du, kleine tulpe…

im nachtzug zwischen rostock und berlin lugt ein wölfisch aussehender mann in mein abteil mit den zugezogenen vorhängen. er würde sich gerne einfach nur ein bißchen unterhalten, ob das o.k. wäre. er scheint in meinem alter zu sein. irgendetwas an ihm macht mich neugierig. vielleicht der wilde blick und dazu seine kindlich wirkende frage. ich nicke, er setzt sich mir gegenüber.
er sei auf dem weg zurück nach holland, nachdem er die feiertage bei seiner familie in mecklenburg-vorpommern verbracht habe. er ist im ärger mit seiner frau auseinander gegangen, das macht ihm jetzt zu schaffen. und nun wieder tulpen pflücken. er sei tulpenpflücker. ich lausche fasziniert dem wort hinterher. der beruf des tulpenpflückers war mir bis dahin nicht bekannt. er erzählt von der anstrengenden arbeit in den holländischen zuchthäusern gewächshäusern, sechs tage die woche, zehn bis zwölf stunden jeden tag.
am ende der dreistündigen fahrt, in berlin, als ich aussteige und er weiterfährt, habe ich eine ganze menge über ihn erfahren. dass er die relativ gut bezahlte knochenarbeit, die so harmlos klingt, verrichtet, um den angeheirateten schuldenberg seiner jungen frau abzutragen. er hadert damit.
fliesenleger hat er gelernt. und noch irgendeinen facharbeiter und bekommt hier keine arbeit mehr. er erzählt ohne punkt und komma. zweimal war er im knast, wegen körperverletzung. er hat zudringliche zeitgenossen, die seinen freundinnen zu nahe getreten sind, krankenhausreif geprügelt. dem richter teilte er jeweils nach der urteilsverkündung mit: „ich würde es wieder ganz genauso machen“.
in bautzen sei er zum haftbeginn einige monate in einzelhaft gesteckt worden. in eine abgedunkelte zelle. ein fensterloses loch ohne elektrisches licht. das essen auf dem boden an die tür gestellt, zum ertasten. da dreht man durch.
er versuche seit einiger zeit das alles aufzuschreiben. und gedichte. er hat sich auch schon einen titel überlegt: die schlimmsten jahre meines lebens. ich muss lachen und sage: „das ist so dermaßen platt, dass es schon wieder gut ist“. er muss genauso lachen und meint: „wenn man dich zur freundin hätte, mit dir könnte man bestimmt pferde stehlen“ und zwinkert mir dabei zu. jens, der tulpenpflücker.
zwei stunden später ist er bei „wenn du meine frau wärst, würde ich dir die schönsten ecken von mecklenburg-vorpommern zeigen. nur mit dem fahrrad!“ ich sage gar nichts und muss grinsen. beim abschied drückt er mich an seinen wolfsbart und gibt mir ausgerechnet diesen ‚man sieht sich immer zweimal‘-spruch mit auf den weg, den ich noch nie kapiert habe.
30. januar 2006

frau pluhar kriecht mir seltsam unter die haut

pluhar & darjeeling & pacman
20. januar 2006

kann man in gesichtern heimat finden. ja. man kann in lou reed und laurie anderson in coney island heimat finden. coney island baby…
im lehnen von june carter an johnny cash, in neil und einer ihn anla- chenden pegi young vom rücksitz eines autos, in iggys armen und seh- nen, patti smith’s versunkenheit, den langen haaren von willie nelson.
jenseits der tiefenschärfe weite. lust auf mississippidelta. ein paar unausgegorene becks und eminems bleiben flach. aber die alten gesichter sind heimat. a matter of trust.
annie leibovitz, american music bis 02.04. c/o, linienstr. 144
29. januar 2006

djuna ist heute in die klinik nach bremen eingeliefert worden. sie hat so eine art asthma und ausschlag. wenn sie laufen soll, kriegt sie schlecht luft und röchelt und zuckt herum. und fleckfieber. ein großer schwarzer fleck im gesicht, der mal links unten am kinn, mal rechts oben auf der stirn erscheint. vielleicht habe ich mich zu wenig um sie gekümmert in der letzten zeit und es ist nur psychosomatisch. vielleicht ist sie eifersüchtig. das bild da oben hat mein kleiner begleiter gemacht, der mir von der klinik zur überbrückung gestellt wurde. am besten ich erzähle djuna lieber nichts davon. hoffentlich ist sie bald wieder gesund. der krankenpfleger meint, man müsste so mit zwei bis drei wochen rechnen.
27. januar 2006
jimi hendrix pfeffersalami downtown train

[ progress ]
29. januar 2006

djuna ist heute in die klinik nach bremen eingeliefert worden. sie hat so eine art asthma und ausschlag. wenn sie laufen soll, kriegt sie schlecht luft und röchelt und zuckt herum. und fleckfieber. ein großer schwarzer fleck im gesicht, der mal links unten am kinn, mal rechts oben auf der stirn erscheint. vielleicht habe ich mich zu wenig um sie gekümmert in der letzten zeit und es ist nur psychosomatisch. vielleicht ist sie eifersüchtig. das bild da oben hat mein kleiner begleiter gemacht, der mir von der klinik zur überbrückung gestellt wurde. am besten ich erzähle djuna lieber nichts davon. hoffentlich ist sie bald wieder gesund. der krankenpfleger meint, man müsste so mit zwei bis drei wochen rechnen.
26. januar 2005

spät nachts nach hause gekommen, rechner an, mailpostfach, einmal geantwortet, bilder hochgeladen, auf die eigene seite geschaut, keine lust auf den rest. rechner runtergefahren. gutes gefühl. freier kopf. tiefer schlaf
27. januar 2006
jimi hendrix pfeffersalami downtown train

[ progress ]
26. januar 2005

spät nachts nach hause gekommen, rechner an, mailpostfach, einmal geantwortet, bilder hochgeladen, auf die eigene seite geschaut, keine lust auf den rest. rechner runtergefahren. gutes gefühl. freier kopf. tiefer schlaf
24. januar 2006
als ich merke, es läuft wieder auf filigranarbeit hinaus, bereits ein wenig fluche, halte ich inne und begreife, immendorff würde weinen vor glück, wenn er auch nur einen pinsel halten könnte. luxusgejammere. das ging mir heute mehrfach so. immer wieder musste ich an ihn denken. die verlorenen hände, die verlorene kraft. im farbauftrag liegt ein eigener unwägbarer zauber. die bewegungen rühren in eine dimension, die schwer zu beschreiben ist. musik tanzt mit dem gedankenfluss, die hand macht dabei, was sie muss. (ein unbeabsichtigter reim; wahr)

23. januar 2006

fertig.
24. januar 2006
als ich merke, es läuft wieder auf filigranarbeit hinaus, bereits ein wenig fluche, halte ich inne und begreife, immendorff würde weinen vor glück, wenn er auch nur einen pinsel halten könnte. luxusgejammere. das ging mir heute mehrfach so. immer wieder musste ich an ihn denken. die verlorenen hände, die verlorene kraft. im farbauftrag liegt ein eigener unwägbarer zauber. die bewegungen rühren in eine dimension, die schwer zu beschreiben ist. musik tanzt mit dem gedankenfluss, die hand macht dabei, was sie muss. (ein unbeabsichtigter reim; wahr)

23. januar 2006

fertig.
20. januar 2006

kann man in gesichtern heimat finden. ja. man kann in lou reed und laurie anderson in coney island heimat finden. coney island baby…
im lehnen von june carter an johnny cash, in neil und einer ihn anla- chenden pegi young vom rücksitz eines autos, in iggys armen und seh- nen, patti smith’s versunkenheit, den langen haaren von willie nelson.
jenseits der tiefenschärfe weite. lust auf mississippidelta. ein paar unausgegorene becks und eminems bleiben flach. aber die alten gesichter sind heimat. a matter of trust.
annie leibovitz, american music bis 02.04. c/o, linienstr. 144
20. januar 2006
20. januar 2006
16. januar 2006
ich hätte nicht gedacht, dass es dermaßen anstrengend ist, ein paar simple blockstreifen zu malen. noch elf und bloß nicht zittern. die am einfachsten erscheinenden dinge erweisen sich manchmal als die schwierigsten. eine freihandfigur kann niemand in frage stellen. reduk- tion sucht nach geradlinigkeit. reduktion, um etwas wesentliches auf dem kürzesten weg zu erreichen. den kürzesten weg von außen nach innen. zum innersten.


vielleicht mache ich es mir auch einfach schwer. (und gestern sage ich noch im taxi nach hinten: „im nächsten leben werde ich einfach“)
16. januar 2006
ich hätte nicht gedacht, dass es dermaßen anstrengend ist, ein paar simple blockstreifen zu malen. noch elf und bloß nicht zittern. die am einfachsten erscheinenden dinge erweisen sich manchmal als die schwierigsten. eine freihandfigur kann niemand in frage stellen. reduk- tion sucht nach geradlinigkeit. reduktion, um etwas wesentliches auf dem kürzesten weg zu erreichen. den kürzesten weg von außen nach innen. zum innersten.


vielleicht mache ich es mir auch einfach schwer. (und gestern sage ich noch im taxi nach hinten: „im nächsten leben werde ich einfach“)
14. januar 2006
13. januar 2006
10. januar 2005

vielleicht fragt sich mancher, wieso es nicht von allen bildern gibt, die gelesen haben. es hat nichts damit zu tun, dass sie bilder abgelehnt hätten. manchmal ist es für mich auch einfach schöner, nur zuzuhören. was mich wirklich beeindruckte – mehr als sonst – waren die stimmen. nicht nur der männlichen leser. bei modeste bekomme ich sofort eine leichte gänsehaut, sie liest, als ob man neben ihr auf dem kopfkissen liegt und sie einem zart ins ohr flüstert.
über weite strecken der lesung war ich in dem vorraum, der keine sicht auf die lesenden ermöglicht. ich hörte nur zu und unvermittelt stellten sich mir die nackenhaare auf. wer ist das nur. wem gehört diese stimme. wahnsinn. der schwer erkältete don dahlmann machte mich richtig nervös – ich habe seine stimme nicht mehr erkannt. dann parka lewis. wieso ist mir parka lewis noch nie aufgefallen. warum nur. dieses organ geht einem ja durch mark und bein. oder war es nur das mikrophon? (nein, nicht nur das mikrophon). burnster. naturgewalt.
mequito konnte mir ja noch nie auffallen, da ich ihn noch nie leibhaftig erlebt hatte. eine unvergessliche stimme. satt, sinnlich – man denkt sofort an essen, die guten dinge des lebens. dann die beinah ver- schwörerische barfrauen-tonlage von frau engl. das ohne vorwarnung den raum mit vibrieren erfüllende ohmmm von wortschnittchen.
don alphonso, der eine seinen martialischen schreiberton durch- kreuzende einfühlsamkeit in der stimme trägt, war ein bißchen zu schnell vorbei. ich hätte mir den text gerne auf der zunge zergehen lassen.
ich höre einem seltsam vertrauten, ja intime nähe vermittelnden ton bei frau frank zu. den mir als solchen noch nicht bekannten hochtalen- tierten stimmimitatorinnen lyssa, kaltmamsell und (alles but not least) frau schwadroneuse, die meine ganz persönliche neuentdeckung ist. nur herrn bunbury habe ich zu wenig aufmerksamkeit geschenkt. da hat mich wohl djuna gerade abgelenkt.
die stimmen werden mir in erinnerung an diesen abend bleiben. und warme blicke.
10. januar 2005

vielleicht fragt sich mancher, wieso es nicht von allen bildern gibt, die gelesen haben. es hat nichts damit zu tun, dass sie bilder abgelehnt hätten. manchmal ist es für mich auch einfach schöner, nur zuzuhören. was mich wirklich beeindruckte – mehr als sonst – waren die stimmen. nicht nur der männlichen leser. bei modeste bekomme ich sofort eine leichte gänsehaut, sie liest, als ob man neben ihr auf dem kopfkissen liegt und sie einem zart ins ohr flüstert.
über weite strecken der lesung war ich in dem vorraum, der keine sicht auf die lesenden ermöglicht. ich hörte nur zu und unvermittelt stellten sich mir die nackenhaare auf. wer ist das nur. wem gehört diese stimme. wahnsinn. der schwer erkältete don dahlmann machte mich richtig nervös – ich habe seine stimme nicht mehr erkannt. dann parka lewis. wieso ist mir parka lewis noch nie aufgefallen. warum nur. dieses organ geht einem ja durch mark und bein. oder war es nur das mikrophon? (nein, nicht nur das mikrophon). burnster. naturgewalt.
mequito konnte mir ja noch nie auffallen, da ich ihn noch nie leibhaftig erlebt hatte. eine unvergessliche stimme. satt, sinnlich – man denkt sofort an essen, die guten dinge des lebens. dann die beinah ver- schwörerische barfrauen-tonlage von frau engl. das ohne vorwarnung den raum mit vibrieren erfüllende ohmmm von wortschnittchen.
don alphonso, der eine seinen martialischen schreiberton durch- kreuzende einfühlsamkeit in der stimme trägt, war ein bißchen zu schnell vorbei. ich hätte mir den text gerne auf der zunge zergehen lassen.
ich höre einem seltsam vertrauten, ja intime nähe vermittelnden ton bei frau frank zu. den mir als solchen noch nicht bekannten hochtalen- tierten stimmimitatorinnen lyssa, kaltmamsell und (alles but not least) frau schwadroneuse, die meine ganz persönliche neuentdeckung ist. nur herrn bunbury habe ich zu wenig aufmerksamkeit geschenkt. da hat mich wohl djuna gerade abgelenkt.
die stimmen werden mir in erinnerung an diesen abend bleiben. und warme blicke.
05. januar 2006
08. januar 2006

farbpatrone lädt. ich freue mich auf die roeckl-handschuhe.
30. dezember 2005
ich hasse packen. aber ich mag die aussichten. besonders in einem zug. mit einem großen becher kaffee in die morgendämmerung zu gleiten, am nordöstlichen horizont entlang, immer der zeit entgegen. es lohnt sich, sehr früh dafür aufzustehen. auf dem weg zu unberührtem schnee, einem ort ohne spuren. wo die sterne größer leuchten als raketen.
05. januar 2006
27. dezember 2005
geburtstag: 27. dezember 2005
geburtsort: berlin
13e22, 52n30
ortszeit: 18:47
weltzeit: 17:47
sternzeit: 01:05
sie ist weiblich. sie hat mir tatsächlich zugeblinzelt, and she looks quite sophisticated. die djuna barnes unter den kameras.
[ composite ]
aszendent 01°27′ waage
sonne 07°27′ skorpion 2. haus
mond 22°30′ skorpion 2. haus
merkur 20°02′ waage 1. haus
venus 08°19′ schütze 3. haus
mars 08°54′ löwe 11. haus
jupiter 05°10′ jungfrau 11. haus
saturn 27°12′ stier 9. haus
uranus 11°11′ schütze 3. haus
neptun 01°41′ steinbock 4. haus
pluto 05°17′ skorpion 2. haus
sonne konjunktion pluto. haltet mich ruhig für bekloppt :-)













