Kleiner Frisuren-Katechismus für den Herrn
3. Folge: Typ Bon Vivant

Nachdem ich mich in der letzten Folge bereits ausgiebig Typ Björn gewidmet habe, werde ich mich nun in aller Ausführlichkeit mit Typ Bon Vivant beschäftigen, wie man schon an der Fülle der Bildbeispiele erkennen kann.
Typ Bon Vivant ist äußerlich ein Mischtyp zwischen Typ Südfrankreich und Typ Björn. Typ Bon Vivant kann sowohl Bart als auch keinen Bart tragen. Selbst ein Schnäuzer, der für alle anderen Typen steng verboten ist, kann ihn nicht entstellen. Bon Vivant neigt zu glatt nach hintem gekämmten längerem Deckhaar und er kann es sich leisten. Obwohl er auch mit sehr kurzem Haar gut aussieht, unterstreicht das etwas längere, geschmeidige Deckhaar seinen leicht verwegenen Charakter. Ein alberner Bürstenschnitt ist hingegen tabu!
Als Künstlertyp mit Hang zum Regisseur- und Schauspielerberuf kleidet ihn bei empfindlicher Witterung ein schwarzer Schal. Die einfarbig weißen oder schwarzen Oberhemden trägt er selbst bei feierlichen Anlässen ohne Krawatte, was diskreten Einblick auf seine recht ordentliche Brustbehaarung gewährt. Auch mit einem schwarzen Rollkragenpullover zum maßgeschneiderten Anzug macht er nichts verkehrt. In seinem Kleiderschrank befindet sich zuverlässig die vollständige Palette von Anthrazit bis zu lebhaftem Schwarz. Bei den Schuhen achtet er auf hochwertig verarbeitete klassische Modelle ohne Extravaganzen.
Dank seiner überdurchschnittlichen Gene benötigt Bon Vivant erst im späteren Alter eine Sehhilfe und wählt dann eine unscheinbare Lesebrille, die er verlässlich nur zum Lesen aufsetzt. Seinen kräftigen, leicht gebräunten Körper hält er regelmäßig mit angenehmen Sportarten in Form und fährt sogar ab und zu Fahrrad. Wassersportarten liegen ihm besonders, doch auch Boxen kommt in Frage!
Typ Bon Vivant hat eine wohlklingende, sehr männliche Stimme und ist ein routinierter Literatur-, Musik-, Kunst- und Weinkenner, der keine Premierenfeier auslässt und weiß, wie man einen Hummer richtig am Schwanz packt! Doch auch für eine ordentliche Currywurst ist er immer zu haben! Als sinnenfroher und weitgereister Mensch kennt Typ Bon Vivant die Welt und ihre Vorzüge. Da er sein Leben den schönen Dingen widmet, versteht er es wie kein Zweiter das schöne Geschlecht (in mehreren Sprachen!) zu umgarnen. Je nach Bedarf ist er ein Kavalier alter Schule oder ein Draufgänger!
► 1. Folge: Typ Südfrankreich
► 2. Folge: Typ Björn
► 4. Folge: Typ Schach
02. dezember 2007
Kleiner Frisuren-Katechismus für den Herrn
2. Folge: Typ Björn

Wie bereits in der ersten Folge angekündigt, kommen wir nun zu Typ Björn, welcher in unserem schönen Heimatland etwas häufiger anzutreffen ist als Typ Südfrankreich.
Typ Björn ist von kräftiger, bärenartiger Statur und mindestens 1 Meter 85 groß! Die Oberarmmuskulatur ist gut ausgeprägt und er ißt gerne große Fleischstücke vom Grill. Typ Björn verrichtet ohne Murren körperliche Arbeiten und hat kräftige große Hände. Die Haarfarbe schwankt von Hell- über Rot- und Dunkelblond bis Hellbraun. In späteren Jahren kommt etwas Grau und Körperfülle hinzu, was nicht weiter stört. Typ Björn ist der geborene Vollbartträger, da dieser seinem großflächigen Gesicht die erforderliche Kontur verleiht.
Der Bart ist unbedingt kurz zu halten, gleiches gilt für das Kopfhaar. Immer wieder kann man beobachten, dass Björn sein Haar etwas zu lang trägt. Die ideale Frisur ist leider nicht abgebildet. Im Prinzip müssen alle abgebildeten Björns zum Friseur. Die Haare sind zu lang! Bzw. nicht lang genug! Typ Björn kann genau zwei Frisuren tragen: entweder raspelkurz, maximal 1,2 Zentimeter oder in jüngeren Jahren, wenn das Haar noch füllig ist, eine Wikingerfrisur. Die Wikingerfrisur verlangt mindestens schulterlanges, dicht gewelltes Haar.
Außerdem beobachtet man bei Björn oft Fehler bei der Brillenauswahl. Typ Björn kann von Hause aus nur filigrane Metallgestelle oder randlose Modelle vertragen. Alle anderen nicht! Als Naturbursche kleidet ihn strapazierfähige Freizeitkleidung im Rangerlook sowie grobgestrickte Norwegerpullover und Rollkragenpullover. Die praktischen Schuhe sind aus robustem Leder und haben Profilsohle.
In der nächsten Folge behandle ich dann Typ Bon Vivant!
► 1. Folge: Typ Südfrankreich
► 3. Folge: Typ Bon Vivant
► 4. Folge: Typ Schach
02. dezember 2007






KÜRBIS 2.0
01. dezember 2007
Da sitzt man zwischen seiner Vergangenheit. Und dem ganzen Zeug. Materialisierte Eckdaten.
29. november 2007
25. november 2007
Schon eine Menge. Ich stelle mir das eigentlich ganz praktisch vor, wenn ich einmal tot bin, kann man dann ja das Set als Slideshow beim Leichenschmaus vorführen. Ich werde noch eine Playlist mit meinen Lieblingsliedern von Blondie über Zappa bis Hans Albers vorbereiten und dann kann’s losgehen! Das Gewimmer von Neil Young darf natürlich auf keinen Fall fehlen. Dann können sich die Gäste in Ruhe zurücklehnen und sich dem Essen und den Getränken widmen.
Der eine oder die andere Bloggerin wird zwischendurch aufblicken und ein Aha-Erlebnis haben. Ach! Schau an, schau an, da war ich doch dabei. Sie hat mich ja seinerzeit nicht fotografiert (wahrscheinlich die falsche Frisur!), aber ich weiß es wie gestern! Sie war da ja immer sehr eigen. Alle sollten immer gut aussehen. Wenn jemand von vorneherein nicht fotogen war, hat sie halt einfach jemanden anderen fotografiert! Aber man konnte sich nicht beschweren. Manchmal ein bißchen unscharf, aber immer angenehm. Nun ist sie auch unter der Erde! Prost!
24. november 2007
Kleiner Frisuren-Katechismus für den Herrn
1. Folge: Typ Südfrankreich

Wie versprochen, ist es nun so weit und ich präsentiere die erste Folge meines kleinen Frisuren-Katechismus für den Herrn!
Nachdem wir festgestellt haben, mit welchem Beruf sich ein Mann für eine Frau noch begehrenswerter machen kann, kommen wir nun zu der Frisur! Ein wichtiges Kapitel, weil die Frisur hat man ja praktisch immer dabei und jeder kann sie sehen. Doch nicht für jeden Mann ist es leicht, seinen Typ zu erkennen. Deshalb möchte ich ein wenig Unterstützung anbieten, indem ich in lockerer Reihenfolge, die verschiedenen Typen und die passende Haarfrisur vorstelle. Man muß nur seinen Typ erkennen!
Beginnen möchte ich heute mit Typ Südfrankreich. Das Besondere an Typ Südfrankreich ist, dass er wie kaum ein anderer auch etwas längeres Kurzhaar tragen kann. Diese Haarlänge steht nur den allerwenigsten. Bin ich also Typ Südfrankreich, kann ich mir etwas längeres (Kurz)Haar erlauben. Typ Südfrankreich ist überwiegend dunkelhaarig und schlank mit ebenmäßigen, leicht gebräunten Gesichtszügen und ausgeprägten Wangenknochen. Er hat fein glänzendes, glattes und dichtes Haar. Ein Typ, der sogar als Frau gut aussehen würde! Typ Südfrankreich trägt gut geschnittene dunkle Anzüge, hat kein Doppelkinn und eine sportliche Figur, schätzt die mediterrane Küche und versteht zu kochen. Er bewegt sich ausreichend, lacht gerne und kommt bei den Frauen gut an.
Sollten Sie sich in diesem Typ wiedererkennen, können Sie ohne weiteres die oben abgebildeten Frisuren tragen. Sonst nicht! Da dieser Typ hierzulande leider recht selten vertreten ist, behandle ich gleich in der nächsten Folge einen häufiger vertretenen Typus, Typ Björn.
► 2. Folge: Typ Björn
► 3. Folge: Typ Bon Vivant
► 4. Folge: Typ Schach
29. november 2007





Junge Menschen an die Stromgitarren!
26. november 2007
Man wird demütig
26. november 2007
Siebzehnuhrzehn stand auf und holte mein Notebook mit dem Ofenrohr, daneben tausend Sterne… ich kuschle mich in einer Welt, in der Mitte.
Je länger man es noch nicht – – – nicht zu fassen.
ist ja – manchmal. Könnten.
Aber wer, von all den sich in sein Gebraus hinein. Er kommt ja nicht einmal, die Mühe gemacht hat, sich umzubringen. Und dann komme ich schließlich mit einer Schneeschippe in den Second Hand-Schuhladen
No. 14
23. november 2007
1. Koch
2. Tischler
3. Anästhesist
4. Dachdecker
5. Kameramann
6. Maurermeister
7. Feuerwehrmann
8. Chirurg (Knochen)
9. Kriminalkommissar
10.Heavy-Metal-Gitarrist
[Top Ten Sexy Männer-Berufe]
25. november 2007
Schon eine Menge. Ich stelle mir das eigentlich ganz praktisch vor, wenn ich einmal tot bin, kann man dann ja das Set als Slideshow beim Leichenschmaus vorführen. Ich werde noch eine Playlist mit meinen Lieblingsliedern von Blondie über Zappa bis Hans Albers vorbereiten und dann kann’s losgehen! Das Gewimmer von Neil Young darf natürlich auf keinen Fall fehlen. Dann können sich die Gäste in Ruhe zurücklehnen und sich dem Essen und den Getränken widmen.
Der eine oder die andere Bloggerin wird zwischendurch aufblicken und ein Aha-Erlebnis haben. Ach! Schau an, schau an, da war ich doch dabei. Sie hat mich ja seinerzeit nicht fotografiert (wahrscheinlich die falsche Frisur!), aber ich weiß es wie gestern! Sie war da ja immer sehr eigen. Alle sollten immer gut aussehen. Wenn jemand von vorneherein nicht fotogen war, hat sie halt einfach jemanden anderen fotografiert! Aber man konnte sich nicht beschweren. Manchmal ein bißchen unscharf, aber immer angenehm. Nun ist sie auch unter der Erde! Prost!
24. november 2007
Kleiner Frisuren-Katechismus für den Herrn
1. Folge: Typ Südfrankreich

Wie versprochen, ist es nun so weit und ich präsentiere die erste Folge meines kleinen Frisuren-Katechismus für den Herrn!
Nachdem wir festgestellt haben, mit welchem Beruf sich ein Mann für eine Frau noch begehrenswerter machen kann, kommen wir nun zu der Frisur! Ein wichtiges Kapitel, weil die Frisur hat man ja praktisch immer dabei und jeder kann sie sehen. Doch nicht für jeden Mann ist es leicht, seinen Typ zu erkennen. Deshalb möchte ich ein wenig Unterstützung anbieten, indem ich in lockerer Reihenfolge, die verschiedenen Typen und die passende Haarfrisur vorstelle. Man muß nur seinen Typ erkennen!
Beginnen möchte ich heute mit Typ Südfrankreich. Das Besondere an Typ Südfrankreich ist, dass er wie kaum ein anderer auch etwas längeres Kurzhaar tragen kann. Diese Haarlänge steht nur den allerwenigsten. Bin ich also Typ Südfrankreich, kann ich mir etwas längeres (Kurz)Haar erlauben. Typ Südfrankreich ist überwiegend dunkelhaarig und schlank mit ebenmäßigen, leicht gebräunten Gesichtszügen und ausgeprägten Wangenknochen. Er hat fein glänzendes, glattes und dichtes Haar. Ein Typ, der sogar als Frau gut aussehen würde! Typ Südfrankreich trägt gut geschnittene dunkle Anzüge, hat kein Doppelkinn und eine sportliche Figur, schätzt die mediterrane Küche und versteht zu kochen. Er bewegt sich ausreichend, lacht gerne und kommt bei den Frauen gut an.
Sollten Sie sich in diesem Typ wiedererkennen, können Sie ohne weiteres die oben abgebildeten Frisuren tragen. Sonst nicht! Da dieser Typ hierzulande leider recht selten vertreten ist, behandle ich gleich in der nächsten Folge einen häufiger vertretenen Typus, Typ Björn.
► 2. Folge: Typ Björn
► 3. Folge: Typ Bon Vivant
► 4. Folge: Typ Schach
23. november 2007
1. Koch
2. Tischler
3. Anästhesist
4. Dachdecker
5. Kameramann
6. Maurermeister
7. Feuerwehrmann
8. Chirurg (Knochen)
9. Kriminalkommissar
10.Heavy-Metal-Gitarrist
[Top Ten Sexy Männer-Berufe]
23. november 2007
17. november 2007

Ich wäre dann so weit.
22. november 2007
was hindert mich eigentlich
22. november 2007
was hindert mich eigentlich
18. november 2007
18. november 2007
17. november 2007

Ich wäre dann so weit.
17. november 2007
17. november 2007
16. november 2007

Mitunter mit Sorgfalt gekleidete Menschen zu sehen.
13. november 2007
huiuiui.
Mond Trigon Pluto
12. november 2007
Ich habe eindeutig noch zu viele Tassen im Schrank.
13. november 2007
huiuiui.
Mond Trigon Pluto
12. november 2007
12. november 2007
Ich habe eindeutig noch zu viele Tassen im Schrank.
12. november 2007

Robert Capa. Ich war daher kein dekorativ überquellender Aschenbecher, Tabakkrümel oder Feuerzeuge. Bücher lese ich es Euch nicht so sein.


Nach Suchmaschinengesurfe zwei Fertig-aus-der-tüte-„Weblogs“ getestet und für mich nur interessieren, wie Männer Ihrer, also auch meiner Generation darauf reagieren. Abstoßungsreaktion wegen massiver Hautalterung? Interesse? In unserem Land an der Decke die Letzten.
No. 13

phantom x connected
11. november 2007
Fuck The Pain Away
11. november 2007
Die Spiegeltherapie ist eine Behandlungsform gegen Phantom–


schmerzen. Sie wurde 1996 von Vilayanur S. Ramachandran


in den USA entwickelt und zählt zu den Imaginationstherapien.

10. november 2007
10. november 2007
schneit
10. november 2007
08. november 2007






connected
Und auch heute heiße ich Sie wieder recht herzlich Willkommen im Reich der gepflegten Wahrnehmungsstörung.
06. november 2007






esofuck am trocknen
Muss mal wieder zuhören. Sofern es gelingt, die Konzentration aufzubringen, die man aber dafür tolles Geld kriegen würde, dass man Fussballer xy attraktiv findet, kommt ein Chor der Häme von Männerseite im Tenor: „Was??
Der???
Hä?
Was findste denn an DEM?
Die Zotteln, der soll gut aussehen?“ Gilt auch ohne den Zottel-Zusatz.
Nur Genöhle.
Aber alles Fussball-Fans.
Ist das denn bitte sein?
Knall
No. 12
07. november 2007






und ein Boot. Und ein Fisch am Haff. Das, was von ihm bleibt. Aber das weiß man nicht vorher.
07. november 2007
05. november 2007
(die Frisur geht natürlich gar nicht)
06. november 2007






esofuck am trocknen
Muss mal wieder zuhören. Sofern es gelingt, die Konzentration aufzubringen, die man aber dafür tolles Geld kriegen würde, dass man Fussballer xy attraktiv findet, kommt ein Chor der Häme von Männerseite im Tenor: „Was??
Der???
Hä?
Was findste denn an DEM?
Die Zotteln, der soll gut aussehen?“ Gilt auch ohne den Zottel-Zusatz.
Nur Genöhle.
Aber alles Fussball-Fans.
Ist das denn bitte sein?
Knall
No. 12
05. november 2007
(die Frisur geht natürlich gar nicht)
05. november 2007
Sonnabend und da heißt es halb im Schlaf. Hör es dir gleich sage, es tut mir leid, ich muß noch mehr sein, als wäre das nicht automatisch hören kann, der den Sand in kleinen Gruppen und essen, was wir gerade dabei haben.
Wenn wir miteinander sprechen, ist die absolute Basis. Man muss sich nicht arrogant und dominierend gegenüber ihrer Umwelt benehmen, so als Tee. Na ja. Aber so isses halt.
No. 11
05. november 2007




alles in Arbeit
baby snakes (they make the best kinda pet)
catholic girls (with a tiny little mustache)
crew slut (Its a way of life, don’t make a fuss, just get on the bus)
I have been in you (there aint no time to wash yer stinky hand)
joe’s garage (with a mashed up door and a cheesy little amp)
jewish princess (with long phony nails and a hairdo that rinses)
keep it greasey (so it’ll go down easy)
lucille has messed my mind up (but I still love her)
pembot in a whet t-shirt (and here comes the water! Mary: eeek!)
stick it out (Aber beklecker nicht das Sofa, Sofa!)
yo‘ mama (she could do your laundry n cook for you)
05. november 2007




alles in Arbeit
baby snakes (they make the best kinda pet)
catholic girls (with a tiny little mustache)
crew slut (Its a way of life, don’t make a fuss, just get on the bus)
I have been in you (there aint no time to wash yer stinky hand)
joe’s garage (with a mashed up door and a cheesy little amp)
jewish princess (with long phony nails and a hairdo that rinses)
keep it greasey (so it’ll go down easy)
lucille has messed my mind up (but I still love her)
pembot in a whet t-shirt (and here comes the water! Mary: eeek!)
stick it out (Aber beklecker nicht das Sofa, Sofa!)
yo‘ mama (she could do your laundry n cook for you)
03. november 2007
04. november 2007
Während ich stocksteif in meinem jugendlichen Leichtsinn mit solchen Schuhen durch Berlin laufen sieht, könnten es meine aller- persönlichste Angelegenheit, mich mit ihm großartig verstanden hätte. Wir hätten viel Spaß gehabt. Ich wundere mich auch noch in den Gedankenstrom, den ich damals nicht zwei Paar davon drauf. Diese Samples haben ja eine Kacke – Frankreich ohne Henry! Aber er macht aber immer
No. 10
03. november 2007
02. november 2007





Niki, Jean & me
03. november 2007
Thunder only happens when it’s raining
03. november 2007
Thunder only happens when it’s raining
01. november 2007
02. november 2007





Niki, Jean & me
01. november 2007
31. oktober 2007







pünktlich
Haushaltstipp: ohne Rezept kochen. Geht schneller!

30. oktober 2007

Gestern. „Das hier sind die wahren Schätze Berlins.“ sage ich feierlich zu der älteren Dame mit den kurzen grauen Haaren und dem slawischen gefärbten Akzent, als ich ihr die Nummer Neun für die Aufbewahrung zurückgebe. Wir sprachen vorher zwischendurch über die Lebensdauer von Akkus für Digitalkameras, weil ich wechseln musste. Sie müsste bereits nach zwanzig Minuten wechseln. Ich weiß ja nicht wieviel sie fotografiert, aber das ist schon sehr wenig. „Die von Olympus halten am längsten, auch schön kompakt“ jammere empfehle ich leicht sentimental. „Olympus hat auch die besten Objektive“ klage klugscheißere ich weiter, während ich die gefräßige Canon füttere. Sie nickt begeistert: „ja! Olympus hat sehr gute Objektive!“.
Als ich nun gehe, sie mir meine Tasche gibt und ich mit glänzenden Augen von wahren Schätzen spreche, nickt sie „ja“, mindestens genauso feierlich wie ich und lächelt so erfreut, als hätte ich ihren Kuchen nach eigener Rezeptur gelobt. Von tiefem Stolz erfüllt fügt sie, jedes Wort einzeln betonend, hinzu „Und Es Gehört Alles Wirklich Uns.“ Unglaublich. Als ich durch die Glastür durch den Garten gehe, muss ich dauernd darüber nachdenken, in welcher Beziehung sie zum Brücke-Museum stehen könnte. Das war nicht irgendeine zufällig angestellte Mitarbeiterin. Da war so viel Horizont in ihren Augen, als ob sie auf jedes einzelne dieser vierzig Jahre dort zurückblicken könnte.
31. oktober 2007







pünktlich
Haushaltstipp: ohne Rezept kochen. Geht schneller!

30. oktober 2007

Gestern. „Das hier sind die wahren Schätze Berlins.“ sage ich feierlich zu der älteren Dame mit den kurzen grauen Haaren und dem slawischen gefärbten Akzent, als ich ihr die Nummer Neun für die Aufbewahrung zurückgebe. Wir sprachen vorher zwischendurch über die Lebensdauer von Akkus für Digitalkameras, weil ich wechseln musste. Sie müsste bereits nach zwanzig Minuten wechseln. Ich weiß ja nicht wieviel sie fotografiert, aber das ist schon sehr wenig. „Die von Olympus halten am längsten, auch schön kompakt“ jammere empfehle ich leicht sentimental. „Olympus hat auch die besten Objektive“ klage klugscheißere ich weiter, während ich die gefräßige Canon füttere. Sie nickt begeistert: „ja! Olympus hat sehr gute Objektive!“.
Als ich nun gehe, sie mir meine Tasche gibt und ich mit glänzenden Augen von wahren Schätzen spreche, nickt sie „ja“, mindestens genauso feierlich wie ich und lächelt so erfreut, als hätte ich ihren Kuchen nach eigener Rezeptur gelobt. Von tiefem Stolz erfüllt fügt sie, jedes Wort einzeln betonend, hinzu „Und Es Gehört Alles Wirklich Uns.“ Unglaublich. Als ich durch die Glastür durch den Garten gehe, muss ich dauernd darüber nachdenken, in welcher Beziehung sie zum Brücke-Museum stehen könnte. Das war nicht irgendeine zufällig angestellte Mitarbeiterin. Da war so viel Horizont in ihren Augen, als ob sie auf jedes einzelne dieser vierzig Jahre dort zurückblicken könnte.
29. oktober 2007




12 obituaries
28. oktober 2007
26. oktober 2007
Ich gehe dann mal Hände waschen.
26. oktober 2007
Ich gehe dann mal Hände waschen.
25. oktober 2007
Nichts zu berichten!
25. oktober 2007
Nichts zu berichten!
24. oktober 2007
Etwas Geduld bitte. Lidocain ist ein altes Wort. Ich mag Island. Hey, auch wenn Ihr Euch auch schon acht Jahre her, mit dem einen oder anderen Gedanken gemacht, ja sich vielleicht sogar gesorgt, warum ich davon geträumt habe, wissen die Götter.
Ich kann mir seit Gedenken bewohnen. Verstreut, weites Land um sich mit etwas längeren Haaren, der trotz und der außerdem auch noch herzeigen.
No. 9
23. oktober 2007
Butterbrot und mache schon mal versucht um 21:00 Uhr schlafen zu gehen und da ich ungern Kleidung nur um eine (in Zahlen 1) Person weiblichen Geschlechts, die es noch einen kleinen grünen Balkon im Süden im Halbschatten herumliege und den Bildband ‚Victor Brauner, Surrealist Hieroglyphs’… Welches Buch liest du gerade? Ich lese einige Seiten regelmäßig, aber ehrlich gesagt, nur ganz wenige mit uneingeschränkter
No. 8
(ich stelle mir das gemalt vor)
Freundin aus Afrika zurück. Zur Malaria-Prophylaxe gehört, dass man noch eine Woche nach Rückkehr etwas Entsprechendes einnimmt. Dabei hat man die Auswahl zwischen mehreren Medikamenten, die unterschiedliche Nebenwirkungen haben. Man wählt sozusagen das Mittel, dessen Nebenwirkung man am ehesten zu verkraften meint. Sie hat Durchfall genommen. Einige aus ihrer Gruppe haben das Mittel ausgesucht, von dem man Halluzinationen und Depressionen bekommt. Auch keine leichte Wahl.
22. oktober 2007

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Das Requiem ist die Messfeier für Verstorbene (auch Missa pro defunctis). Das Wort bezeichnet sowohl den Ritus der Begräbnismesse nach der katholischen Liturgie als auch kirchenmusikalische Kompositionen für das Totengedenken. Die Bezeichnung ist abgeleitet vom ersten Wort des Introitus Requiem aeternam dona eis, Domine („Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr“).
Requiem. Pathos ist wichtig. Pathos erhöht den Augenblick, die Gegenwart. Das, was geschieht, wenn die Kamera auf einen gerichtet ist, Standbild oder Film. Intensität. Gegenwärtigkeit. Deshalb.
Kann man natürlich anders sehen.
papperlapapp
22. oktober 2007

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Das Requiem ist die Messfeier für Verstorbene (auch Missa pro defunctis). Das Wort bezeichnet sowohl den Ritus der Begräbnismesse nach der katholischen Liturgie als auch kirchenmusikalische Kompositionen für das Totengedenken. Die Bezeichnung ist abgeleitet vom ersten Wort des Introitus Requiem aeternam dona eis, Domine („Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr“).
Requiem. Pathos ist wichtig. Pathos erhöht den Augenblick, die Gegenwart. Das, was geschieht, wenn die Kamera auf einen gerichtet ist, Standbild oder Film. Intensität. Gegenwärtigkeit. Deshalb.
Kann man natürlich anders sehen.
papperlapapp
21. oktober 2007
17. oktober 2007

silent funeral.

Wie sich Verdienst und Glück verketten, das fällt den Toren niemals ein. Wenn sie den Stein der Weisen hätten, der Weise mangelte dem Stein.
19. oktober 2007


» (…) Ich greife einen Ordner aus dem Regal. Ein fünfseitiger, mit Maschine geschriebener Brief des chirurgischen Chefarztes von Sarnen kommt mir in die Hände. Ich war einer seiner Assistenten. Später, als ich schon in Luzern arbeitete, wurden wir Freunde. Auf den oberen Rand des ersten Blattes hatte er ein Zitat kopiert: „In Wahrheit gibt es reichlich Zeit für jedes Vorhaben“.
Das beschämt mich. In zwei Briefen, die ich verspätet beantwortet habe, nannte ich als Grund die mangelnde Zeit und die vielen anderen Verpflichtungen. Meine Klage ist doch immer wieder die selbe: Hätte ich Zeit, hätte ich Gedanken. Dabei ist es umgekehrt: Hätte ich Gedanken, nähme ich mir Zeit, sie aufzuschreiben. « (…)








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19. oktober 2007
Sei ihnen gegönnt.
Eins für die Herren, die demnächst in dieselbe Richtung wie ich. Irgendwas um einsachtzig. Muss mir jetzt ausgerechnet auch noch stundenlang damit aufhalten, umständlich irgendwelche Preisträger herauszuforschen. Letzten Montag habe ich mal vor der Mutter, vor drei Tagen fotografiert. ich glaube, er hat ganz schön sexy! Blöderweise haben wir den Filmförderungswahnsinn über Nacht
no. 7
10. oktober 2007


Schon nach 13 Uhr, nix. Verhört? Vielleicht Lieferung von 11 – drei statt 11 – 13 Uhr? Weiter warten. Übersprungshandlungen. Man macht schon auch was, aber anders. Ganz anders. Niemals nicht hätte ich den schwarzen Fuß von der einen Lampe geputzt. Farbspritzer abgekratzt. Schon auch – na ja sinnvoll. Schaue auf das Monstrum am Boden und zweifle. Bringt es das? Dafür Leinwände? Und überhaupt. Will ich das um mich haben? Diese Wand? Immerzu daran erinnert werden? Vielleicht sollte ich alles auf einen Haufen schmeißen und anzünden. Ein großer schwarzer unförmiger Plastikklumpen. Adäquater vielleicht. Ein Klumpen. Vor mein geistiges Auge schwebt ein dampfender Kuhfladen, mattschwarz.
Es klingelt. Kurz vor drei. Endlich. Im Hörer der Türsprechanlage sagt wer „hier kommt eine schöne Lieferung!“. Betonung auf schön. Damit habe ich gar nicht gerechnet, ein fröhlicher Lieferant. Ich laufe nach unten und wuchte zwei der leichteren ‚Wände, er nimmt die beiden größten. „Vorsicht, um die Ecke ist ein bißchen schwierig mit den großen“. Er lacht und macht das ganz vorsichtig und leicht. Dann bezahlen. Er plappert drauflos, dass er im Haus nebenan vor zwanzig Jahren gewohnt hat. Seine erste Wohnung. („Dit war meene erste Bude! Ganz ähnlich geschnitten wie die hier! Und immer Feten gefeiert! Immer Musik!“) Er guckt beinah sentimental. Beim eigentlich schon gehen schaut er um die Ecke, wo das Zeug den Boden bedeckt, das ich schon halb verfluche. Er fragt, ob er mal gucken darf. Nur zu. Warum guckt er denn bloß so überrascht. Ich sehe das alles ja die ganze Zeit und finde es normal. Er wohl nicht. Er starrt auf den Boden. „is dit abjefahrn.“ „dit is ja abjefahrn“. Meint der wirklich das Zeug da? Ich erkläre ihm, dass das was mit den Leinwänden zu tun hat, die er mir gerade geliefert hat. Das kommt da drauf. Das ist der Prototyp. Dasselbe Format wie die vier Wände.“ Ich meine, ihm weiter erklären zu müssen, dass es sich um zerlegte Disketten mit – nun ja – delikatem Schriftverkehr handelt, der damit sozusagen versiegelt wird. Bilde ich mir das nur ein oder steht ihm wirklich der Mund offen? So spektakulär ist das ja nun auch wieder nicht. Ich rede weiter, dass das dann noch mit Scharnieren verbunden wird, die vier Teile. Dann kann das so zickzack stehen. Wie ein Paravent. Er sagt immer wieder nur das eine Wort „abjefahrn“. Ich beschließe, dann doch keinen schwarzen Klumpen daraus zu machen.

17. oktober 2007

silent funeral.

Wie sich Verdienst und Glück verketten, das fällt den Toren niemals ein. Wenn sie den Stein der Weisen hätten, der Weise mangelte dem Stein.
11. oktober 2007
13. oktober 2007
Der Mensch als organisches Wesen, bestehend aus Natur und Geist, der Mensch in seiner Leiblichkeit – mit Leiblichkeit ist das sinnliche und das geistige Wesen in seiner Freiheit zugleich gemeint – ist so Prinzip und Ausgangspunkt für natürliche wie spirituelle Erscheinungen. Damit offenbart er seine Doppelexistenz: Zwei getrennte Welten sind in ihm eine unlösbare Verbindung eingegangen. Das bedeutet weiter, daß im Menschen das rein Sinnenhafte, Tierhafte, Materielle überhöht ist. Er hat den Geist in sich aufgenommen, der ins Unendliche, Metaphysische strebt. Zwischen Geist und Natur, zwischen geistigen und physischen Vorgängen läßt sich keine exakte Grenze ziehen, eben weil der Mensch als Person beiden Bereichen zugehört.
[ Erzbischof Dr. Kardinal König; 1978 Nichts als Neugier. Interviews zu Fragen der Parapsychologie ]

12. oktober 2007
11. oktober 2007
10. oktober 2007


Schon nach 13 Uhr, nix. Verhört? Vielleicht Lieferung von 11 – drei statt 11 – 13 Uhr? Weiter warten. Übersprungshandlungen. Man macht schon auch was, aber anders. Ganz anders. Niemals nicht hätte ich den schwarzen Fuß von der einen Lampe geputzt. Farbspritzer abgekratzt. Schon auch – na ja sinnvoll. Schaue auf das Monstrum am Boden und zweifle. Bringt es das? Dafür Leinwände? Und überhaupt. Will ich das um mich haben? Diese Wand? Immerzu daran erinnert werden? Vielleicht sollte ich alles auf einen Haufen schmeißen und anzünden. Ein großer schwarzer unförmiger Plastikklumpen. Adäquater vielleicht. Ein Klumpen. Vor mein geistiges Auge schwebt ein dampfender Kuhfladen, mattschwarz.
Es klingelt. Kurz vor drei. Endlich. Im Hörer der Türsprechanlage sagt wer „hier kommt eine schöne Lieferung!“. Betonung auf schön. Damit habe ich gar nicht gerechnet, ein fröhlicher Lieferant. Ich laufe nach unten und wuchte zwei der leichteren ‚Wände, er nimmt die beiden größten. „Vorsicht, um die Ecke ist ein bißchen schwierig mit den großen“. Er lacht und macht das ganz vorsichtig und leicht. Dann bezahlen. Er plappert drauflos, dass er im Haus nebenan vor zwanzig Jahren gewohnt hat. Seine erste Wohnung. („Dit war meene erste Bude! Ganz ähnlich geschnitten wie die hier! Und immer Feten gefeiert! Immer Musik!“) Er guckt beinah sentimental. Beim eigentlich schon gehen schaut er um die Ecke, wo das Zeug den Boden bedeckt, das ich schon halb verfluche. Er fragt, ob er mal gucken darf. Nur zu. Warum guckt er denn bloß so überrascht. Ich sehe das alles ja die ganze Zeit und finde es normal. Er wohl nicht. Er starrt auf den Boden. „is dit abjefahrn.“ „dit is ja abjefahrn“. Meint der wirklich das Zeug da? Ich erkläre ihm, dass das was mit den Leinwänden zu tun hat, die er mir gerade geliefert hat. Das kommt da drauf. Das ist der Prototyp. Dasselbe Format wie die vier Wände.“ Ich meine, ihm weiter erklären zu müssen, dass es sich um zerlegte Disketten mit – nun ja – delikatem Schriftverkehr handelt, der damit sozusagen versiegelt wird. Bilde ich mir das nur ein oder steht ihm wirklich der Mund offen? So spektakulär ist das ja nun auch wieder nicht. Ich rede weiter, dass das dann noch mit Scharnieren verbunden wird, die vier Teile. Dann kann das so zickzack stehen. Wie ein Paravent. Er sagt immer wieder nur das eine Wort „abjefahrn“. Ich beschließe, dann doch keinen schwarzen Klumpen daraus zu machen.

8. oktober 2007
Ich mache jetzt den Computer aus.
7. oktober 2007
Wenn man den eigenen Dilettantismus begreift, kann man ausweichen. Vielleicht.
8. oktober 2007
Ich mache jetzt den Computer aus.
30. september 2007
Eigentlich hätte hier jetzt ein kleiner Text mit angehender Ernsthaftigkeit geschrieben werden müssen. Wieso relief besser ausdrückt, was gemeint ist. Mehr als Linderung oder Erleichterung. Oder Befreiung. Alles drin. Wenn der Schmerz nachlässt. Auf einmal nichts weh tut. Gerade noch so schwer und schwerfällig und endlich unerwartet leicht. Wenigstens für einen guten Moment. Zu spüren, dass die Seele nicht mehr vom Seil fällt, keine Gefahr. Und der Bauch hat auch aufgehört zu ziehen. Als ich vor einer Woche Bilder archivierte, fand ich Bilder von mir, von vor wenigen Jahren. Ich wusste damals nicht, welche Traurigkeit mir im Gesicht stand. Dass sich Enttäuschung eingegraben hatte. Ich wusste es wirklich nicht. Und damals war ich weniger unverbunden als heute. Das ist doch verrückt.
Aber anstatt zu erklären, warum relief es trifft, werde ich dieses neue Spielzeug ausprobieren, das aus meinen alten Texten einen neuen schreibt. Auf geht’s:
born with the deep going passionate energy of jupiter, which is mainly prospering and flourishing and includes any powerful and optimistic color, with the deep going passionate energy of scorpio, which means quite good energy to me. not for pussies.“ letzten montag
Da ist jetzt aber ein bißchen doppelt gemoppelt. Und dann ausgerechnet Englisch zum Einstand. Na gut, der erste Versuch! Im Namen der dichterischen Freiheit will ich nicht meckern.
Nur der jähe Abbruch nach „letzten Montag“ gibt mir zu denken. Ein heikles Thema, das nun doch nicht weiter ausgeführt werden kann? Hochanständig hingegen, dass der Autor des neuen Textes immer ordentlich auf die Quellen verweist, aus denen das frische Werk zusammengefrickelt ist. Und sehr toll ist natürlich, dass man jetzt endlich einen Grund hat, bei sich selber zu kommentieren!
7. oktober 2007
Wenn man den eigenen Dilettantismus begreift, kann man ausweichen. Vielleicht.
7. oktober 2007
leckt mich. alle gleich aussehenden portraitfotos merkwürdig seitlich von oben gesehen. aber auch einfach schwer. (und gestern sage ich „du hast mir kein glück gebracht!“ und weg. er hatte eine botschaft. sie füllte das gesamte buch. sie lag schon in seiner stimme, in der wildnis fand und mitbrachte.
no. 6
7. oktober 2007

Dings
Fünfzig Minuten bis zum Ticketschalter. Ich lese in einem Buch Erklärungen von Leni Riefenstahl. Sechzehn Uhr fünfzig bis achtzehn Uhr zwanzig warten bis zum Einlass. Freundliche Freiluft-Bewirtung an Imbissbuden, Einsteinkategorie. Zehn Minuten Schlange Garderobe. Treppe nach unten. Das neunzehnte Jahrhundert, um das es geht, interessiert mich nicht mehr so sehr. Mit Pergolesis Stabat mater in den Ohren laufe ich gleich in den letzten Raum. 1905. Links schreit mich unerwartet ein elektrischer Matisse an, nie gesehen. Hätte ich sehr gerne um mich. Drei Bonnards gefallen mir doch, obwohl ich die Impressionisten freundlich hinter mir ließ. Modigliani. Ausreißer. 1917. Aus irgendeinem Grund dachte ich plötzlich, ich sollte mir die Modiglianis aus der Nähe ansehen. Perfektionismus.
Monatelang hat mich die Ausstellung kalt gelassen. Dann erzählt mir jemand, da hingen drei Modiglianis, die ich in einer Ausstellung über Malerei des 19. Jahrhunderts nicht erwartet hätte. Da dachte ich, ich wäre dumm, mir seinen Farbauftrag nicht aus der Nähe anzuschauen. Sie hingen am Ende des Rundganges, im letzten Raum, gegenüber von den drei Picassos. Seit ich die Ausstellung betrat, waren gerade fünfzehn Minuten vergangen. Ich ging ganz nah ran. Merkwürdig. Wieso hätte ich nicht erwartet, dass er die Konturen vorzeichnet. Man kann es erahnen. Geht man sehr nah an die Bilder, schimmert die vorgezeichnete Kohleskizze durch. Ich verliere ein bißchen die Ehrfurcht. Ich gehe in die Knie, um die Textur in einem anderen Lichteinfall zu sehen. Er hat eine wesentliche Linie korrigiert. Die Ölfarbe war schon trocken und der Pinselstrich geht quer. Die neue Kontur darüber diagonal. In meine Ehrfurcht mischt sich ein vertrautes Gefühl. Er wird sich geärgert haben. Wenn das Licht sitzt, merkt man es nicht. Das Licht ist genau richtig. Man darf nur nicht in die Knie gehen. Mein Blick streift die drei kleinen Picassos. Wie dicht die blauen Pigmente miteinander tanzen. So virtuos wie bei dem kleinen Matisse, den ich noch nie sah und ich sah vieles von ihm. Deshalb hat es sich gelohnt. Zweieinhalb Stunden warten auf diese Minuten.
4. oktober 2007
Ich muß endlich dem Schornsteinfeger schreiben.
4. oktober 2007
Ich muß endlich dem Schornsteinfeger schreiben.
3. oktober 2007
3. oktober 2007
2. oktober 2007
„(…) komplizierte rechenaufgaben versuchte er, der nicht hässliche, etwa 29-lenzige dunkelblonde verkäufer mit pferdeschwanz bis zur nächsten fußballweltmeisterschaft totschlagen. quatsch. das sind wir denn.
ich habe vor ungefähr 20 minuten über „serges tagebuch“ stolperte. nicht nur wegen # 771) sophia geht shoppen. wahrscheinlich pucci. dann summen wir gemeinsam den militärmarsch von schubert.
No. 5
Ich bevorzuge als Drehorte stets Originalschauplätze. Der alte Palazzo Pucci in Florenz kommt mir da gerade recht. Allein die Originalaufnahme des Militärmarsches bereitet mir Kopfzerbrechen. Solche Raritäten sind schwer zu finden. Der erste Handlungsstrang mit dem langhaarigen Fußballfreund deutet bereits subtile innere Spannungen an.
Wir sehen einen in sich gekehrten, grüblerischen Hobby- Mathematiker mit etwas längeren Haaren, der trotz attraktivem Pferdeschwanz nicht so recht den Weg zum anderen Geschlecht findet, ja die Hoffnung bereits aufgegeben hat und nur noch von einer Fußball-WM zur nächsten lebt.
Hier tritt die kecke Sophia aus gutem Hause auf den Plan. Scheinbar ein fernes Wesen aus einer fremden Welt für so einen in sich gekehrten Grübler. Stets ein Liedchen auf den Lippen, erweckt die reiselustige und modisch interessierte Sophia zunächst einen leichfertigen Eindruck. Doch dieser Eindruck täuscht.
Es ist kein Zufall, dass es sich um den Militärmarsch von Schubert handelt, den sie stets vor sich hinpfeift. Seit Jahren steht sie wie unter Zwang, diese Melodie zu pfeifen und sie gäbe ihre gesamte Pucci-Kollektion dafür, das Lied endlich loszuwerden. Nur die Reinkarnation von Schubert kann sie von dem Fluch erlösen.
Der zu seinen Lebzeiten viel zu wenig aufgeführte und stets aus dem Programm verbannte Militärmarsch, war sein letztes Vermächtnis. Er starb mit dem Fluch auf den Lippen, dass seine Agentin, die ihm stetig die Aufführung des Marsches im ansonsten betulichen Liederabend-Programm mit Klavierbegleitung verweigerte (das Publikum möchte das einfach nicht von Ihnen hören!), in ihrem nächsten Leben von der schmissigen Weise heimgesucht werden solle, so dass ihr nimmermehr ein anderes Lied über die Lippen käme. Und so geschah es.
Doch die Götter wollten, dass der Marsch eine zweite Chance erhält und verfügten eine gleichzeitige Reinkarnation von Schubert und seiner Agentin.
Als Fachverkäufer der Abteilung Weißwaren in einem Berliner Elektromarkt hat Schubert II. Gelegenheit, regelmäßig sein stets aktuelles Fachwissen an die Kundschaft zu bringen.
Sophia beschließt, eine neue, möglichst laute Waschmaschine zu kaufen, um ihr Gepfeife endlich nicht mehr hören zu müssen. Es soll ein Gerät sein, das möglichst laut rumpelt, noch lauter als der dumme Marsch in ihrem Kopf!
Unsere hübsche, kupferhaarige Protagonistin verbringt ihre Tage und Nächte alleine in einem schicken Apartment, wo sie nie jemanden zu sich einlädt, weil die Gäste spätestens nach einer halbe Stunde von ihrem Gepfeife genervt sind. Alle denken: „so eine hübsche, musikalische junge Frau hat doch bestimmt einen netten Mann, der gut zu ihr ist!“. Doch weit gefehlt! In Wahrheit möchte kein Mann länger als fünfzehn Minuten mit ihr zusammen sein, weil so toll ist die Melodie von dem Militärmarsch auch nicht.
Und doch gibt es einen einzigen Menschen auf der ganzen Welt, der sich freuen würde, den Marsch zu hören.
2. oktober 2007
„(…) komplizierte rechenaufgaben versuchte er, der nicht hässliche, etwa 29-lenzige dunkelblonde verkäufer mit pferdeschwanz bis zur nächsten fußballweltmeisterschaft totschlagen. quatsch. das sind wir denn.
ich habe vor ungefähr 20 minuten über „serges tagebuch“ stolperte. nicht nur wegen # 771) sophia geht shoppen. wahrscheinlich pucci. dann summen wir gemeinsam den militärmarsch von schubert.
No. 5
Ich bevorzuge als Drehorte stets Originalschauplätze. Der alte Palazzo Pucci in Florenz kommt mir da gerade recht. Allein die Originalaufnahme des Militärmarsches bereitet mir Kopfzerbrechen. Solche Raritäten sind schwer zu finden. Der erste Handlungsstrang mit dem langhaarigen Fußballfreund deutet bereits subtile innere Spannungen an.
Wir sehen einen in sich gekehrten, grüblerischen Hobby- Mathematiker mit etwas längeren Haaren, der trotz attraktivem Pferdeschwanz nicht so recht den Weg zum anderen Geschlecht findet, ja die Hoffnung bereits aufgegeben hat und nur noch von einer Fußball-WM zur nächsten lebt.
Hier tritt die kecke Sophia aus gutem Hause auf den Plan. Scheinbar ein fernes Wesen aus einer fremden Welt für so einen in sich gekehrten Grübler. Stets ein Liedchen auf den Lippen, erweckt die reiselustige und modisch interessierte Sophia zunächst einen leichfertigen Eindruck. Doch dieser Eindruck täuscht.
Es ist kein Zufall, dass es sich um den Militärmarsch von Schubert handelt, den sie stets vor sich hinpfeift. Seit Jahren steht sie wie unter Zwang, diese Melodie zu pfeifen und sie gäbe ihre gesamte Pucci-Kollektion dafür, das Lied endlich loszuwerden. Nur die Reinkarnation von Schubert kann sie von dem Fluch erlösen.
Der zu seinen Lebzeiten viel zu wenig aufgeführte und stets aus dem Programm verbannte Militärmarsch, war sein letztes Vermächtnis. Er starb mit dem Fluch auf den Lippen, dass seine Agentin, die ihm stetig die Aufführung des Marsches im ansonsten betulichen Liederabend-Programm mit Klavierbegleitung verweigerte (das Publikum möchte das einfach nicht von Ihnen hören!), in ihrem nächsten Leben von der schmissigen Weise heimgesucht werden solle, so dass ihr nimmermehr ein anderes Lied über die Lippen käme. Und so geschah es.
Doch die Götter wollten, dass der Marsch eine zweite Chance erhält und verfügten eine gleichzeitige Reinkarnation von Schubert und seiner Agentin.
Als Fachverkäufer der Abteilung Weißwaren in einem Berliner Elektromarkt hat Schubert II. Gelegenheit, regelmäßig sein stets aktuelles Fachwissen an die Kundschaft zu bringen.
Sophia beschließt, eine neue, möglichst laute Waschmaschine zu kaufen, um ihr Gepfeife endlich nicht mehr hören zu müssen. Es soll ein Gerät sein, das möglichst laut rumpelt, noch lauter als der dumme Marsch in ihrem Kopf!
Unsere hübsche, kupferhaarige Protagonistin verbringt ihre Tage und Nächte alleine in einem schicken Apartment, wo sie nie jemanden zu sich einlädt, weil die Gäste spätestens nach einer halbe Stunde von ihrem Gepfeife genervt sind. Alle denken: „so eine hübsche, musikalische junge Frau hat doch bestimmt einen netten Mann, der gut zu ihr ist!“. Doch weit gefehlt! In Wahrheit möchte kein Mann länger als fünfzehn Minuten mit ihr zusammen sein, weil so toll ist die Melodie von dem Militärmarsch auch nicht.
Und doch gibt es einen einzigen Menschen auf der ganzen Welt, der sich freuen würde, den Marsch zu hören.
2. oktober 2007
Ich bin ja schon wegen der Verwertungsrechteproblematik nicht so der Typ, der leere Zeilen mit Fremdmaterial auffüllt. Aber manchmal muß man hingebungsvoll den Mund halten und jemand anderen zu Wort kommen lassen. Es ist zwar kein neuer Text, aber dafür einer, den ich um so öfter gehört habe und noch sehr oft hören werde. Es gibt vollendete Stücke um den Herbst auszuhalten. Patti Smith hat eines der schönsten geschrieben. Ihr Mann Fred hat es vor seinem Tod produziert. Ich weiß nicht, ob es mich deshalb so anrührt. Mehr als es irgendein Lied über fallende Blätter kann.
WILD LEAVES are falling
falling to the ground
every leave a moment
a light upon the crown
that we’ll all be wearing
in a time unbound
and WILD LEAVES are falling
falling to the ground
every word that’s spoken
every word decreed
every spell that’s broken
every golden deed
all the parts we’re playing
binding as the reed
WILD LEAVES are falling
wild WILD LEAVES
as the campfire’s burning
as the fire ignites
all the moments turning
in the stormy bright
well enough the churning
when enough believe
the coming and the going
wild WILD LEAVES
wild WILD LEAVES
wild WILD LEAVES
1. oktober 2007
nein nein…
nicht schon einen titel überlegt: die schlimmsten zeiten hinweg.
[ aus: „gaga nielsen, die schweigende muse“ ] miss kadewe leck mich 16:17 nasses dach da rest Wenn jetzt noch schwer, das zu schreiben. man hat das frühstück und die beiden wohl mit der renitenten uschi obermaier auf. mal schauen, wo es den horizont meines selbstverständnisses, meiner selbsterkenntnis erweitert, wenn ich
no. 4
Langsam werde ich fast ein bißchen neidisch. Ich sollte viel mehr über meine Verwirrung sprechen. In der gebotenen Schonungslosigkeit. Die wahre Authentizität zeigt sich in der adäquaten Wirrnis der Form. Aber als ordentliche Jungfrau ist man ja immer am sortieren und ordnen. Und über allem wacht ein skorpionischer General. Alles unter Kontrolle. Bis zum bitteren Ende.
Wobei man aber vielleicht dazu sagen muss, dass die Ergebnisse des Programms schon auch stark von der Güte des Rohmaterials abhängen (ohne da jetzt irgendetwas hineinzudeuten wollen). „die schlimmsten Zeiten hinweg“ ist irgendwie meine Lieblingsstelle. Könnte ich jetzt gar nicht genau erklären.
[ soll man so lügen ]
1. oktober 2007
Die Werkstatt wird sich über die Maßen freuen. 1. Segment 189 x 103,5 2. Segment 189 x 84,5 3. Segment 189 x 66,0 4. Segment 189 x 56,5.
Und wenn sie schon dabei sind, können sie die Grundierung gleich in Schwarz machen, muß ich mich nicht damit aufhalten. Und einen Auszubildenden vorbeischicken, der Klebstoff aufträgt und das Zeug aufklebt und die Scharniere schraubt. Ist ja eigentlich alles vorgegeben. Wenn es Unklarheiten gibt, kann er ruhig fragen. Vielleicht sollte ich überhaupt selber einen Auszubildenden einstellen. Der Bewerber sollte kräftig gebaut sein und flinke Bewegungsabläufe kennen. Halbwegs normale Intelligenz ist kein Hinderungsgrund!

ja, Karl.
Nun habe ich mich um drei Disketten verzählt und alle Berechnungen und den Prototyp für 693 Teile gemacht. Drei lumpige Disketten! Falls wer drei alte übrig hat, Briefumschlag da hin: GAGA-ATELIER, Schierker Str. 27, 12051 Berlin. Gibt bei Verwendung Erwähnung auf der Rückseite!
1. oktober 2007
schöner nikolaus.
nix zu meckern.
all die schönen gänsehautmomente.
die schönen gänsehautmomente.
die schönen und der andere ein kleinkind.
eine jüngere frau.
alte menschen.
ich kannte fotos und die wolle ist erstaunlich weich.
da war ich angetan von diesem internet.
oder diese celli vielmehr, und bedauere bedauere – – .
nein.
erst mal geguckt, wo man jetzt nicht gerade sehr fasziniert das gealterte
No. 3
1. oktober 2007
schöner nikolaus.
nix zu meckern.
all die schönen gänsehautmomente.
die schönen gänsehautmomente.
die schönen und der andere ein kleinkind.
eine jüngere frau.
alte menschen.
ich kannte fotos und die wolle ist erstaunlich weich.
da war ich angetan von diesem internet.
oder diese celli vielmehr, und bedauere bedauere – – .
nein.
erst mal geguckt, wo man jetzt nicht gerade sehr fasziniert das gealterte
No. 3
1. oktober 2007
Die Werkstatt wird sich über die Maßen freuen. 1. Segment 189 x 103,5 2. Segment 189 x 84,5 3. Segment 189 x 66,0 4. Segment 189 x 56,5.
Und wenn sie schon dabei sind, können sie die Grundierung gleich in Schwarz machen, muß ich mich nicht damit aufhalten. Und einen Auszubildenden vorbeischicken, der Klebstoff aufträgt und das Zeug aufklebt und die Scharniere schraubt. Ist ja eigentlich alles vorgegeben. Wenn es Unklarheiten gibt, kann er ruhig fragen. Vielleicht sollte ich überhaupt selber einen Auszubildenden einstellen. Der Bewerber sollte kräftig gebaut sein und flinke Bewegungsabläufe kennen. Halbwegs normale Intelligenz ist kein Hinderungsgrund!

ja, Karl.
Nun habe ich mich um drei Disketten verzählt und alle Berechnungen und den Prototyp für 693 Teile gemacht. Drei lumpige Disketten! Falls wer drei alte übrig hat, Briefumschlag da hin: GAGA-ATELIER, Schierker Str. 27, 12051 Berlin. Gibt bei Verwendung Erwähnung auf der Rückseite!
30. september 2007
ich weiß, was der verlust meines wunderbaren bruders durch einen schattigen, moosigen wald mit himmelhohen, lichten bäumen, sonnenreflexen, viel wurzelwerk auf dem display immer ’störung‘. nach hochwissenschaftlicher analyse und rücksprache mit fachpersonal über die weiße göttin von ranke-graves zu beginn des ganzen hatte ich eine pressemitteilung versenden? gut.
lieber anonym, liebe welt, hinter-
[ kompletter wahnsinn ]



















