Irgendwie macht mich das vegetarische Essen in meinem Haushalt heute aggressiv. ARGH! Heute Mittag mit Begeisterung mexikanischen Thunfischsalat mit Mais und roten Bohnen verspeist. Anschließend drei Mini-Salamis und schlesische Gurkenhappen. Sehr befriedigend! Aber hier, zuhause – Fehlanzeige! Ich brauche das, was da drin ist. Meine Zellen jaulen danach….ahhh! Aber keine Böcke vor die Tür zu gehen gerade. Ich glaube ich mache mir die komischen buntgestreiften Nudeln von dem Lafer. Grün, rot und orangegestreift. Hat er wohl Spinat und Tomate und Paprika reingemixt, wegen der Farbe. Alles politisch korrekt. Und viel Käse. Chester hab ich noch. Wenn man dann erst mal bedröhnt ist vor Essen und der Bauch schön voll, geht’s schon wieder.
Was ich wirklich zutiefst verachte bei dem Angebot vegetarischer und veganer Fleischersatz-Experimente ist, dass hier seit ewigen Zeiten dilettiert wird, was die Konsistenz angeht. Das muss dieses dichte, faserartige, fette haben, verdammt, wann kriegen die das endlich mal hin! Kann doch nicht so schwer sein. Jeden Mist kann man doch heute im Chemielabor zustandekriegen. Nicht schön! Nichts langweiliger als krümelige Getreidefladen und Tofuklopse. Kein Wunder, dass da keine langfristige Freude am vegetarischen Essen aufkommt. Ich bin halt nicht so der Kuchen- und Nudel-Typ. Tierisches Eiweiß!!! Gemüse ist auch super. Ich glaub, ich hab gerade einen Testosteronschub oder irgendsowas.
28. Juli 2009
Irgendwie macht mich das vegetarische Essen in meinem Haushalt heute aggressiv. ARGH! Heute Mittag mit Begeisterung mexikanischen Thunfischsalat mit Mais und roten Bohnen verspeist. Anschließend drei Mini-Salamis und schlesische Gurkenhappen. Sehr befriedigend! Aber hier, zuhause – Fehlanzeige! Ich brauche das, was da drin ist. Meine Zellen jaulen danach….ahhh! Aber keine Böcke vor die Tür zu gehen gerade. Ich glaube ich mache mir die komischen buntgestreiften Nudeln von dem Lafer. Grün, rot und orangegestreift. Hat er wohl Spinat und Tomate und Paprika reingemixt, wegen der Farbe. Alles politisch korrekt. Und viel Käse. Chester hab ich noch. Wenn man dann erst mal bedröhnt ist vor Essen und der Bauch schön voll, geht’s schon wieder.
Was ich wirklich zutiefst verachte bei dem Angebot vegetarischer und veganer Fleischersatz-Experimente ist, dass hier seit ewigen Zeiten dilettiert wird, was die Konsistenz angeht. Das muss dieses dichte, faserartige, fette haben, verdammt, wann kriegen die das endlich mal hin! Kann doch nicht so schwer sein. Jeden Mist kann man doch heute im Chemielabor zustandekriegen. Nicht schön! Nichts langweiliger als krümelige Getreidefladen und Tofuklopse. Kein Wunder, dass da keine langfristige Freude am vegetarischen Essen aufkommt. Ich bin halt nicht so der Kuchen- und Nudel-Typ. Tierisches Eiweiß!!! Gemüse ist auch super. Ich glaub, ich hab gerade einen Testosteronschub oder irgendsowas.
28. Juli 2009
WÄHLEN ist SEXY.



28. Juli 2009
Neckholder-BHs bei Tschibo und der Achimer Kurier hat was Schönes über Cosmic geschrieben! Bedeckt. Wetter zum Arbeiten. Prima.
28. Juli 2009
WÄHLEN ist SEXY.



27. Juli 2009
Mehr Unterstuetzung, 19. Juli 2009
http://www.flickr.com/photos/gaganielsen/sets/72157621820875220
Kreiswahlleiter & Intimes, 20. Juli 2009
http://www.flickr.com/photos/gaganielsen/sets/72157621821399324
Bauhaus, 21. Juli 2009
http://www.flickr.com/photos/gaganielsen/sets/72157621698678767
Karvana, 22. Juli 2009
http://www.flickr.com/photos/gaganielsen/sets/72157621846073154

Ich bilde mir ein, da sind ein paar ganz schöne Bilder dabei.
25. Juli 2009
23. Juli 2009
Neuer Eintrag. Später zu Konstantin. Und Cosmic hat heute früh zweihundert gültige Unterstützungsunterschriften abgegeben. Schwül hier. Geduscht. Haare entwirrt. Kopf auch. Die S-Bahn-Verwirrung schafft neue Synapsen. Man muss neue Wege gehen. Überhaupt muss man neue Wege einschlagen. Ich finde das gut. So sieht der Alexanderplatz also in der Morgensonne aus. So fühlt es sich an, in einem Regionalzug zu sitzen. Als würde man in die Ferien fahren. Ich sitze nur in Zügen, wenn ich Ausflüge mache, verreise. Das gefällt mir. Reisen ist super. Auch mitten in Berlin.
21. Juli 2009
ich habe etwas geschrieben,
wie ich es früher manchmal tat.
als ich tagebuch führte, das keiner las.
jetzt veröffentliche ich alles.
aber das zu veröffentlichen täte mir weh
einen offenbarungseid zu leisten tut mir zu weh
ich weiß auch nicht, was ich damit mache.
in einer word-datei abspeichern
als anonyme zeitgenössische lyrik veröffentlichen
Wondratschek hätte mich verstanden
ich weiß gerade nicht… nichts…
es ist Gestammel.
„Nein, es ist Nichts“
17. Juli 2009



Gestern […] in Kreuzberg.
17. Juli 2009



Gestern […] in Kreuzberg.
12. Juli 2009
Nicht immer nur jammern. Es ist fast Mitte Juli und ich habe noch keinen Asthmaanfall gehabt. Ja, ich bin auch so ein armes Würstchen mit Allergie und das seit ewigen Zeiten, seit meinem vierzehnten oder fünfzehnten Lebensjahr, immer im Sommer, pünktlich Mitte Juni ging es los und an meinem Geburtstag am ersten September war es immer mein schönstes Geburtstagsgeschenk, dass es vorbei war. Vorbei mit nächtlichem Geröchel ab Halbdrei und Gejapse und nicht schlafen können und zum Spray greifen, der ganze Mist.
Und im letzten Jahr war es auf einmal weg. D. h. ich habe nur in einer einzigen Nacht mal geröchelt, mehr nicht. Ursache für die Wunderheilung? Hm. Vor vier Jahren habe ich anfgefangen anders zu essen, weniger schwedische Mandeltorte und mehr Obst und Gemüse. Weniger Alkohol. Da wurde es schon ein bißchen besser. Aber keine speziellen Allergie-Behandlungsmaßnahmen. Keine Desensibilisierungstherapie, nix. Und im letzten Jahr hat sich ein neues Netz gesponnen, um mich herum. Mehr Kontakte. Schöne Kontakte. Bemerkenswerte Kontakte. Die mir ein Gefühl von mehr Möglichkeit, mehr Raum, mehr Freiheit geben. Horizont. Ich glaube, das hat mir eine Stärke gegeben, Zuversicht, die ich vorher weniger hatte. Es hat auch etwas mit Anerkennung zu tun.
Ich glaube schon, dass es auch Krankheitstypen gibt. Ich spüre, dass sich Einschränkung, Maßregelung, verplant werden, bei mir wie Grenzüberschreitung anfühlt. Wie ein Übergriff. Dieses beklemmende Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen ist auch das Gefühl, zu wenig Raum um sich zu haben, selbstbestimmten Raum. Durch diese Überreaktion setzt man eine Grenze, die man braucht. Man wird sofort unantastbar. Die Umgebung weicht verstört zurück und spürt, dass jemand in diesem Moment weder an der Hand gehalten werden will noch andere Nähe sucht. Nur einen Rückzugsort um zu atmen. Alleine.
Und dann ist da die Haut. Die Haut, die Grenze zur Umwelt. Der andere hochsensible Bereich. Asthma und Neurodermities hängen von einer Übersensibilität im Lungenbereich ab. Hängt irgendwie zusammen. Hatte ich teilweise auch. Und dieser Pollenkram haut dann in die empfindliche Kerbe. Und vielleicht ist die Kerbe jetzt nicht mehr so tief. Ich kann tiefer durchatmen. Mehr Raum beanspruchen. Mehr Raum zum Atmen. Zum Sein. Mehr Raum zum so und nicht anders sein. Vielleicht bleibt es so. Das wäre schön.
Man hört ab und zu, dass sich Allergien verändern oder Verschwinden. Gerade um das vierzigste Lebensjahr herum. Aus Asthma Heuschnupfen wird oder umgekehrt. Also habe ich ein bißchen Glück. In dieser Hinsicht. Ja. Überhaupt empfinde ich meine körperliche Verfassung als die beste, die ich je hatte. In so guter Verfassung war ich eigentlich noch nie. Drei mal auf Holz geklopft. Man muss sich dessen bewusst werden. Das ist sehr wichtig. Gesundheit ist ein extrem hohes Gut. Als ich jünger war, fand ich es immer langweilig, wenn einem die älteren Tanten und Verwandten zum Geburtstag ‚vor allem Gesundheit‘ wünschten. Heute nehme ich das an. Dankbar. Hoffnungsvoll. Demutsvoll.
16. Juli 2009




DIKTAT DER KUNST! Noch 63 Unterschriften fehlen! Morgen Kreuzberg! […]
13. Juli 2009
Phantomschmerzen. Vierundvierzig Jahre. Man weiß noch, wie es anders war. Als alles heil war. Man spürt es genau. Nichts daran ist diffus. Intakt. Als alles intakt war. Man weiß nur nicht, wann. Aber man erinnert es genau, wie es war, wie es sich anfühlt. Ich weiß es genau. Als alle Sinne absorbiert waren. Und manchmal, in seltenen Augenblicken in diesem Leben. Plötzlich heil. Für einen kleinen Augenblick. Einen Tag. Eine Nacht. Einen Augen-Blick.
Das Ganze
Im Taumel war ein Teil, ein Teil in Tränen,
in manchen Stunden war ein Schein und mehr,
in diesen Jahren war das Herz, in jenen
waren die Stürme – wessen Stürme – wer?
Niemals im Glücke, selten mit Begleiter,
meistens verschleiert, da es tief geschah,
und alle Ströme liefen wachsend weiter
und alles Aussen ward nur innen nah.
Der sah dich hart, der andre sah dich milder,
der wie es ordnet, der wie es zerstört,
doch was sie sahn, das waren halbe Bilder,
da dir das Ganze nur allein gehört.
Im Anfang war es heller, was du wolltest
und zielte vor und war dem Glauben nah,
doch als du dann erblicktest, was du wolltest,
was auf das Ganze steinern niedersah,
da war es kaum ein Glanz und kaum ein Feuer,
in dem dein Blick, der letzte, sich verfing:
ein nacktes Haupt, in Blut, ein Ungeheuer,
an dessen Wimper eine Träne hing.
Gottfried Benn
13. Juli 2009
Phantomschmerzen. Vierundvierzig Jahre. Man weiß noch, wie es anders war. Als alles heil war. Man spürt es genau. Nichts daran ist diffus. Intakt. Als alles intakt war. Man weiß nur nicht, wann. Aber man erinnert es genau, wie es war, wie es sich anfühlt. Ich weiß es genau. Als alle Sinne absorbiert waren. Und manchmal, in seltenen Augenblicken in diesem Leben. Plötzlich heil. Für einen kleinen Augenblick. Einen Tag. Eine Nacht. Einen Augen-Blick.
Das Ganze
Im Taumel war ein Teil, ein Teil in Tränen,
in manchen Stunden war ein Schein und mehr,
in diesen Jahren war das Herz, in jenen
waren die Stürme – wessen Stürme – wer?
Niemals im Glücke, selten mit Begleiter,
meistens verschleiert, da es tief geschah,
und alle Ströme liefen wachsend weiter
und alles Aussen ward nur innen nah.
Der sah dich hart, der andre sah dich milder,
der wie es ordnet, der wie es zerstört,
doch was sie sahn, das waren halbe Bilder,
da dir das Ganze nur allein gehört.
Im Anfang war es heller, was du wolltest
und zielte vor und war dem Glauben nah,
doch als du dann erblicktest, was du wolltest,
was auf das Ganze steinern niedersah,
da war es kaum ein Glanz und kaum ein Feuer,
in dem dein Blick, der letzte, sich verfing:
ein nacktes Haupt, in Blut, ein Ungeheuer,
an dessen Wimper eine Träne hing.
Gottfried Benn
12. Juli 2009
„Ich wollte nur gerade einen Eistee machen und dann ein Atom spalten. Aber das kann warten.“
(Meryl Streep als Hausfrau in Iowa zu Clint Eastwood, Die Brücken am Fluss)
12. Juli 2009
Na bitte – Fluchen rehabilitiert! Überhaupt lauter wichtige neue Informationen heute in meinem gmx-News-Postfach:
Männer mit starkem Haaraus starker Körperbehaarung haben mehr Androgene (wusste ich schon, nix Neues) und können dadurch (Achtung, jetzt kommt’s!) schneller Alkohol abbauen! (Betrifft das hier irgendwen?)
12. Juli 2009
„Ich wollte nur gerade einen Eistee machen und dann ein Atom spalten. Aber das kann warten.“
(Meryl Streep als Hausfrau in Iowa zu Clint Eastwood, Die Brücken am Fluss)
12. Juli 2009
Nicht immer nur jammern. Es ist fast Mitte Juli und ich habe noch keinen Asthmaanfall gehabt. Ja, ich bin auch so ein armes Würstchen mit Allergie und das seit ewigen Zeiten, seit meinem vierzehnten oder fünfzehnten Lebensjahr, immer im Sommer, pünktlich Mitte Juni ging es los und an meinem Geburtstag am ersten September war es immer mein schönstes Geburtstagsgeschenk, dass es vorbei war. Vorbei mit nächtlichem Geröchel ab Halbdrei und Gejapse und nicht schlafen können und zum Spray greifen, der ganze Mist.
Und im letzten Jahr war es auf einmal weg. D. h. ich habe nur in einer einzigen Nacht mal geröchelt, mehr nicht. Ursache für die Wunderheilung? Hm. Vor vier Jahren habe ich anfgefangen anders zu essen, weniger schwedische Mandeltorte und mehr Obst und Gemüse. Weniger Alkohol. Da wurde es schon ein bißchen besser. Aber keine speziellen Allergie-Behandlungsmaßnahmen. Keine Desensibilisierungstherapie, nix. Und im letzten Jahr hat sich ein neues Netz gesponnen, um mich herum. Mehr Kontakte. Schöne Kontakte. Bemerkenswerte Kontakte. Die mir ein Gefühl von mehr Möglichkeit, mehr Raum, mehr Freiheit geben. Horizont. Ich glaube, das hat mir eine Stärke gegeben, Zuversicht, die ich vorher weniger hatte. Es hat auch etwas mit Anerkennung zu tun.
Ich glaube schon, dass es auch Krankheitstypen gibt. Ich spüre, dass sich Einschränkung, Maßregelung, verplant werden, bei mir wie Grenzüberschreitung anfühlt. Wie ein Übergriff. Dieses beklemmende Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen ist auch das Gefühl, zu wenig Raum um sich zu haben, selbstbestimmten Raum. Durch diese Überreaktion setzt man eine Grenze, die man braucht. Man wird sofort unantastbar. Die Umgebung weicht verstört zurück und spürt, dass jemand in diesem Moment weder an der Hand gehalten werden will noch andere Nähe sucht. Nur einen Rückzugsort um zu atmen. Alleine.
Und dann ist da die Haut. Die Haut, die Grenze zur Umwelt. Der andere hochsensible Bereich. Asthma und Neurodermities hängen von einer Übersensibilität im Lungenbereich ab. Hängt irgendwie zusammen. Hatte ich teilweise auch. Und dieser Pollenkram haut dann in die empfindliche Kerbe. Und vielleicht ist die Kerbe jetzt nicht mehr so tief. Ich kann tiefer durchatmen. Mehr Raum beanspruchen. Mehr Raum zum Atmen. Zum Sein. Mehr Raum zum so und nicht anders sein. Vielleicht bleibt es so. Das wäre schön.
Man hört ab und zu, dass sich Allergien verändern oder Verschwinden. Gerade um das vierzigste Lebensjahr herum. Aus Asthma Heuschnupfen wird oder umgekehrt. Also habe ich ein bißchen Glück. In dieser Hinsicht. Ja. Überhaupt empfinde ich meine körperliche Verfassung als die beste, die ich je hatte. In so guter Verfassung war ich eigentlich noch nie. Drei mal auf Holz geklopft. Man muss sich dessen bewusst werden. Das ist sehr wichtig. Gesundheit ist ein extrem hohes Gut. Als ich jünger war, fand ich es immer langweilig, wenn einem die älteren Tanten und Verwandten zum Geburtstag ‚vor allem Gesundheit‘ wünschten. Heute nehme ich das an. Dankbar. Hoffnungsvoll. Demutsvoll.
12. Juli 2009
Na bitte – Fluchen rehabilitiert! Überhaupt lauter wichtige neue Informationen heute in meinem gmx-News-Postfach:
Männer mit starkem Haaraus starker Körperbehaarung haben mehr Androgene (wusste ich schon, nix Neues) und können dadurch (Achtung, jetzt kommt’s!) schneller Alkohol abbauen! (Betrifft das hier irgendwen?)
12. Juli 2009
Kompensationsbloggen. Eindeutig. So ähnlich wie „wer schläft, sündigt nicht“. Wer bloggt, sündigt nicht. Man muß sich schon ein bißchen zusammenreißen und kann nicht jeden Mist hierhineinschreiben. Transzendent, im Grunde. Meta meta meta. Gut gut gut. Aushalten. Aussitzen. Ja. Ja ja ja. Komische Situation. Ungreifbar. Gibt keinen Griff daran. Keinen Aufhänger. Keine Klinke, die man herunterdrücken könnte, um die Tür zu öffnen. Ja ja. Kryptik. Meta meta. Man wird immer schlauer und sagt und schreibt immer weniger dummes Zeug. Und irgendwann macht man nur noch einen Punkt. Oder geht offline. Aber offline ist gerade merkwürdig out of space. Energie folgt Aufmerksamkeit, hat mir ein Freund einmal geschrieben. Oder war es umgekehrt? Aufmerksamkeit folgt Energie? Oder stimmt beides. Ach egal. Hauptsache hochkonzentriert. Hochkonzentriert die Zeit vertreiben. Als hätte man zuviel davon. Manchmal ja. Zeiträume, die man nicht ausfüllen kann, wie einem danach wäre. Wenn man sehr gut ist, kommt man nicht in Warteschleifen. Aber so gut bin ich noch nicht. Ich arbeite daran. Ich schaffe es zu ca. 97 Prozent, so viel mir sinnvoller als alles andere Erscheinendes vorzuhaben, dass keine Orientierungslosigkeit aufkommt. Aber jetzt ist gerade einer der drei-Prozent-Augenblicke. Ich weiß nicht, in welche Richtung ich blicken soll. Und zum Schlafen gehen ist es zu früh. Und Trinken bringt auch nichts. Und es ist ja auch noch hell. Und zum Tanzen bin ich zu faul. Und zum Essen fehlt mir der Hunger. Und zum Singen der Frohsinn. Und zum Filmen die Inspiration. Und zum Fotografieren das zwingende Bild. Und zum Ausgehen die Stimmung. Verlegenheit. Verlegenheitsbloggen.
12. Juli 2009
Kompensationsbloggen. Eindeutig. So ähnlich wie „wer schläft, sündigt nicht“. Wer bloggt, sündigt nicht. Man muß sich schon ein bißchen zusammenreißen und kann nicht jeden Mist hierhineinschreiben. Transzendent, im Grunde. Meta meta meta. Gut gut gut. Aushalten. Aussitzen. Ja. Ja ja ja. Komische Situation. Ungreifbar. Gibt keinen Griff daran. Keinen Aufhänger. Keine Klinke, die man herunterdrücken könnte, um die Tür zu öffnen. Ja ja. Kryptik. Meta meta. Man wird immer schlauer und sagt und schreibt immer weniger dummes Zeug. Und irgendwann macht man nur noch einen Punkt. Oder geht offline. Aber offline ist gerade merkwürdig out of space. Energie folgt Aufmerksamkeit, hat mir ein Freund einmal geschrieben. Oder war es umgekehrt? Aufmerksamkeit folgt Energie? Oder stimmt beides. Ach egal. Hauptsache hochkonzentriert. Hochkonzentriert die Zeit vertreiben. Als hätte man zuviel davon. Manchmal ja. Zeiträume, die man nicht ausfüllen kann, wie einem danach wäre. Wenn man sehr gut ist, kommt man nicht in Warteschleifen. Aber so gut bin ich noch nicht. Ich arbeite daran. Ich schaffe es zu ca. 97 Prozent, so viel mir sinnvoller als alles andere Erscheinendes vorzuhaben, dass keine Orientierungslosigkeit aufkommt. Aber jetzt ist gerade einer der drei-Prozent-Augenblicke. Ich weiß nicht, in welche Richtung ich blicken soll. Und zum Schlafen gehen ist es zu früh. Und Trinken bringt auch nichts. Und es ist ja auch noch hell. Und zum Tanzen bin ich zu faul. Und zum Essen fehlt mir der Hunger. Und zum Singen der Frohsinn. Und zum Filmen die Inspiration. Und zum Fotografieren das zwingende Bild. Und zum Ausgehen die Stimmung. Verlegenheit. Verlegenheitsbloggen.
12. Juli 2009
Quiz: Enttarnte Mythen aus dem Reich der Lust
Frage 5 von 10
Sexmythos 5: „Wer nicht schlau ist, ist besser im Bett!“
Der Spruch ist alt, aber stimmt er auch?
Komisch, kenn ich gar nicht den Spruch. Stelle mir gerade vor, wie die GMX-Redaktion stundenlang über der Übersetzung gebrütet hat. Ich nehme an, der/die junge Redakteur/in fic findet das gut.
12. Juli 2009
Painkillers. Painkillers. Das Wort fasziniert mich. Sehr kraftvoll. Sehr überzeugend. Ich stelle mir vor, ich hätte bei einer Angstattacke einen Painkiller zur Hand. Aber ich will so ein Zeug nicht haben. Frage mich dennoch, was ist der mögliche Schaden, wenn man sich, so wie ich, nüchtern dem Abgrund stellt. Man geht durch dunkle Zeiten aber hört nicht auf zu grübeln, zu meditieren, zu rotieren, wie man dem ein Ende bereiten könnte. Ohne Painkillers. Auf der Suche nach einem wirklich bereinigenden Ende. Neuem Anfang. Durch eine heilsame Entwicklung. Durch Katharsis. Durch Eskapismus. Durch Konfrontation. Durch Kompensation. Durch Kunst. Durch Schlaf. Durch Traum. Durch Transzendenz. Durch Bearbeitung. Durch Trauer. Durch Ekstase. Durch Körperfreuden. Durch Aktion. Durch Tanz. Farben. Durch Töne. Durch Bilder. Durch Musik. Dichtung. Durch Reisen. Durch Tapetenwechsel. Durch das Meer. Durch den Wind. Durch den Himmel. Durch das Gras. Aspiration. Inspiration. Die Sinne (=Sinn). Das fühlt sich gut an. Wahrscheinlich idiotisch, sich ein schmerzloses Dasein zu erhoffen. Durch die Schmerzerfahrung wächst die Dankbarkeit, wenn der Schmerz nachlässt. Tiefe Dankbarkeit. Ich weiß es sehr zu schätzen, angstfreie Zeiten zu haben. Nicht immer, aber immer wieder.
Vor einiger Zeit saß ich in einer Runde, in der überraschend das Gespräch auf Anti-Depressiva kam. Mir kippte innerlich die Kinnlade herunter, als ich zur Kenntnis nahm, auf welchem kenntnisreichen Niveau differenziert gefachsimpelt wurde. Wie selbstverständlich die Verständigung über den Austausch von Medikamenten-Bezeichnungen verlief. Ich konnte gar nicht mitreden und war sehr froh darüber. Da ich keine Erfahrung damit habe, die dunklen Zeiten medikamentös aufhellen zu lassen, kann ich nur mutmaßen, wie leicht oder schwierig es ist, an Anti-Depressiva oder Painkiller heranzukommen. Ich stelle mir vor, dass man zum Arzt geht und von seiner Entmutigung und depressiven Stimmung berichtet und der dann eine Überweisung zu einem Psychologen macht bzw. erst mal eine Kleinigkeit verschreibt bis der Patient wieder kommt und berichtet, ob das Mittel angeschlagen hat. Ich bin offenbar so einfach gestrickt, dass es meinen Horizont selbst in fortgeschrittenem Alter noch übersteigt, dass depressive Zustände ohne Ursache erfolgen. Aber soll wohl so sein. Bzw. wer will schon beurteilen, wieviel oder wenig Selbsterforschungsdrang bei dem Einzelnen vorhanden ist. Nicht jeder hat die Veranlagung der Idee zu folgen „der Weg ist, wo die Angst ist“. Das ist mein Weg. Ich bin eine manische Abgrund-Ursachenforscherin. Über jeden tiefsten Punkt könnte ich einen umfassenden Ursachenbericht abliefern. Völlig transparent. Jede Träne.
Painkillers. Irgendwie beschäftigt mich das. Auch der Gedanke, wieviel Hochleistung, nicht nur im Showbiz durch die Unterstützung von mothers little helpers abgeliefert wird. Diese überdimensional strahlenden, kraftvollen Performances, die wir staunend zur Kenntnis nehmen. Die ruhmreichsten Performer hatten die größten Drogenprobleme. Und die ehrgeizigsten. Wahrscheinlich lächeln die Kenner der Materie müde, wenn kolportiert wird, dass Frau Spears nur auf die Bühne geht, wenn sie vorher einen selbstkreierten Cocktail aus Appettitzüglern und Energydrinks intus hat. Die anderen Tabletten hat sie vermutlich schon zum Frühstück genommen. Eine grauenvolle Realität hinter dem Glitzervorhang, denke ich und trinke schwarzen Kaffee. Aber dennoch auch ein reizvoller Gedanke, das einmal auszuprobieren. Irgendetwas davon. Mit einer künstlichen, aber sich gut anfühlenden Heiterkeit aus dem Haus zu gehen. Eine Freude für die Umwelt. Keiner würde es merken. Nur man selbst, später dann. Wenn die Angst zurückkehrt.
Ich habe in jungen Jahren viel herumexperimentiert, aber es handelte sich dabei um bewusstseinserweiternde Drogen, die mich interessierten. Das war sehr spannend. Painkiller waren nicht dabei. Langsam dämmert mir, dass es eine ziemliche Widerstandskraft, Durchhaltevermögen zu zeigen scheint, wenn man ohne Psychopharmaka und Alkoholmissbrauch durchs Leben geht. Und andererseits – diese durchlittenen dunklen Zeiten. Dieser ausgelotete durchlebte Schmerz. Vielleicht hinterlassen zu lange dunkle Zeiten auf einer anderen Ebene ungute Spuren. Eine traurige Prägung. Ja. Daran arbeite ich. An dieser Prägung. Diesen Narben. Dauernd. Die inneren Narben lasern. Herz heilen.
12. Juli 2009
Painkillers. Painkillers. Das Wort fasziniert mich. Sehr kraftvoll. Sehr überzeugend. Ich stelle mir vor, ich hätte bei einer Angstattacke einen Painkiller zur Hand. Aber ich will so ein Zeug nicht haben. Frage mich dennoch, was ist der mögliche Schaden, wenn man sich, so wie ich, nüchtern dem Abgrund stellt. Man geht durch dunkle Zeiten aber hört nicht auf zu grübeln, zu meditieren, zu rotieren, wie man dem ein Ende bereiten könnte. Ohne Painkillers. Auf der Suche nach einem wirklich bereinigenden Ende. Neuem Anfang. Durch eine heilsame Entwicklung. Durch Katharsis. Durch Eskapismus. Durch Konfrontation. Durch Kompensation. Durch Kunst. Durch Schlaf. Durch Traum. Durch Transzendenz. Durch Bearbeitung. Durch Trauer. Durch Ekstase. Durch Körperfreuden. Durch Aktion. Durch Tanz. Farben. Durch Töne. Durch Bilder. Durch Musik. Dichtung. Durch Reisen. Durch Tapetenwechsel. Durch das Meer. Durch den Wind. Durch den Himmel. Durch das Gras. Aspiration. Inspiration. Die Sinne (=Sinn). Das fühlt sich gut an. Wahrscheinlich idiotisch, sich ein schmerzloses Dasein zu erhoffen. Durch die Schmerzerfahrung wächst die Dankbarkeit, wenn der Schmerz nachlässt. Tiefe Dankbarkeit. Ich weiß es sehr zu schätzen, angstfreie Zeiten zu haben. Nicht immer, aber immer wieder.
Vor einiger Zeit saß ich in einer Runde, in der überraschend das Gespräch auf Anti-Depressiva kam. Mir kippte innerlich die Kinnlade herunter, als ich zur Kenntnis nahm, auf welchem kenntnisreichen Niveau differenziert gefachsimpelt wurde. Wie selbstverständlich die Verständigung über den Austausch von Medikamenten-Bezeichnungen verlief. Ich konnte gar nicht mitreden und war sehr froh darüber. Da ich keine Erfahrung damit habe, die dunklen Zeiten medikamentös aufhellen zu lassen, kann ich nur mutmaßen, wie leicht oder schwierig es ist, an Anti-Depressiva oder Painkiller heranzukommen. Ich stelle mir vor, dass man zum Arzt geht und von seiner Entmutigung und depressiven Stimmung berichtet und der dann eine Überweisung zu einem Psychologen macht bzw. erst mal eine Kleinigkeit verschreibt bis der Patient wieder kommt und berichtet, ob das Mittel angeschlagen hat. Ich bin offenbar so einfach gestrickt, dass es meinen Horizont selbst in fortgeschrittenem Alter noch übersteigt, dass depressive Zustände ohne Ursache erfolgen. Aber soll wohl so sein. Bzw. wer will schon beurteilen, wieviel oder wenig Selbsterforschungsdrang bei dem Einzelnen vorhanden ist. Nicht jeder hat die Veranlagung der Idee zu folgen „der Weg ist, wo die Angst ist“. Das ist mein Weg. Ich bin eine manische Abgrund-Ursachenforscherin. Über jeden tiefsten Punkt könnte ich einen umfassenden Ursachenbericht abliefern. Völlig transparent. Jede Träne.
Painkillers. Irgendwie beschäftigt mich das. Auch der Gedanke, wieviel Hochleistung, nicht nur im Showbiz durch die Unterstützung von mothers little helpers abgeliefert wird. Diese überdimensional strahlenden, kraftvollen Performances, die wir staunend zur Kenntnis nehmen. Die ruhmreichsten Performer hatten die größten Drogenprobleme. Und die ehrgeizigsten. Wahrscheinlich lächeln die Kenner der Materie müde, wenn kolportiert wird, dass Frau Spears nur auf die Bühne geht, wenn sie vorher einen selbstkreierten Cocktail aus Appettitzüglern und Energydrinks intus hat. Die anderen Tabletten hat sie vermutlich schon zum Frühstück genommen. Eine grauenvolle Realität hinter dem Glitzervorhang, denke ich und trinke schwarzen Kaffee. Aber dennoch auch ein reizvoller Gedanke, das einmal auszuprobieren. Irgendetwas davon. Mit einer künstlichen, aber sich gut anfühlenden Heiterkeit aus dem Haus zu gehen. Eine Freude für die Umwelt. Keiner würde es merken. Nur man selbst, später dann. Wenn die Angst zurückkehrt.
Ich habe in jungen Jahren viel herumexperimentiert, aber es handelte sich dabei um bewusstseinserweiternde Drogen, die mich interessierten. Das war sehr spannend. Painkiller waren nicht dabei. Langsam dämmert mir, dass es eine ziemliche Widerstandskraft, Durchhaltevermögen zu zeigen scheint, wenn man ohne Psychopharmaka und Alkoholmissbrauch durchs Leben geht. Und andererseits – diese durchlittenen dunklen Zeiten. Dieser ausgelotete durchlebte Schmerz. Vielleicht hinterlassen zu lange dunkle Zeiten auf einer anderen Ebene ungute Spuren. Eine traurige Prägung. Ja. Daran arbeite ich. An dieser Prägung. Diesen Narben. Dauernd. Die inneren Narben lasern. Herz heilen.
11. Juli 2009

Weil auf die eine oder andere Weise gerade noch nicht gemachte Worte fehlen. Bilder habe ich immer. So eine Zeit, in der die Zeit ein bißchen stillsteht. Und man nicht genau weiß, wie es weiter geht. Nur eben dass. Diese Bilder haben nichts damit zu tun. Das war ein sehr schöner Abend, bei Sevenstar. Wie immer. Ich ging alleine hin, wollte erst gar nicht recht, beschloss dann, mich erst einmal überhaupt anzuziehen und dann weiterzusehen. Und dann päppelt man sich hoch und trinkt einen Schluck Rotwein und steckt die Zigarillos ein. Und dann stand Timmy in diesem irrwitzigen Gerammel auf der Straße, vor der Galerie. Es war Fashion Week und der Fotograf ein Modefotograf und die Menge sehr ansehnlich. Nicht nur mengenmäßig.
Ich kam gerade aus meiner Wohnung in der Auguststraße und überquerte die Rosenthaler, als mich zwei außerordentlich fotogene junge Frauen nach der Gormannstraße fragten. Sie hatten sehr leichte Sachen an, sehr bunt, sehr hip, irgendetwas Gelbes war dabei. Leicht angeschickert hätte man denken können, aber ich glaube, es war noch mehr ihre naturgemäße Verfassung. Partymädchen. Sehr süß. Kichernd und fröhlich. Ich zeigte als Antwort in Richtung Gormannstr., schräg gegenüber und fragte „Sevenstar?“ „Ja, da wollen wir hin!“ „Dann mir nach, da gehe ich auch hin!“ und legte einen Zahn zu. Ich war schon zehn Meter weiter als sie riefen „Was ist das für ein Parfum? Das riecht toll!“ Ich drehte mich um und rief zehn Meter nach hinten „Code, Armani“. Aber der Wind verschluckte „Code“ und sie hörten nur Armani und die eine meinte belustigt, „na das ist ja eine sehr geheimnisvolle Auskunft!“ Und ich rief noch mal lauter „CODE!“ und „ach Quatsch, das ist überhaupt nicht geheimnisvoll, ein ganz populäres Parfum, total bekannt“ Und sie brüllten „wie? hä? Kohd?“ Und ich brüllte: „ja, wie Geheim-Code!“ „Aaaahh!“ Und ich blieb ein bißchen stehen, bis sie mich einholten und dann sagte ich „das ist eigentlich super, mit so einer schönen Begleitung kommt man doch gerne an“ und dann flanierten wir auf die Meute zu, ich in der Mitte zwischen den beiden Schönen.
Ja, und da stand Timmy. Und wir herzten uns. Und gingen hinein zu Thorsten. Und herzten uns. Und dann wurde nochmal geherzt und dann wurde getrunken und dann wurde getanzt. Und dann kam die Polizei. Und dann wurde geräumt. Und ich frage noch die Polizisten „wo habt ihr denn eure schönen Mützen?“ „Diensterleichterung“. Und ich begehrte auf „Aber die Galerie ist berühmt! Das ist ein ganz wichtiger Ort für Berlin! Ein Wirtschaftsfaktor!“ Und sie so: „Dit mag ja allet sein, aber sie jehn jetzt trotzdem nach Hause!“
11. Juli 2009

Weil auf die eine oder andere Weise gerade noch nicht gemachte Worte fehlen. Bilder habe ich immer. So eine Zeit, in der die Zeit ein bißchen stillsteht. Und man nicht genau weiß, wie es weiter geht. Nur eben dass. Diese Bilder haben nichts damit zu tun. Das war ein sehr schöner Abend, bei Sevenstar. Wie immer. Ich ging alleine hin, wollte erst gar nicht recht, beschloss dann, mich erst einmal überhaupt anzuziehen und dann weiterzusehen. Und dann päppelt man sich hoch und trinkt einen Schluck Rotwein und steckt die Zigarillos ein. Und dann stand Timmy in diesem irrwitzigen Gerammel auf der Straße, vor der Galerie. Es war Fashion Week und der Fotograf ein Modefotograf und die Menge sehr ansehnlich. Nicht nur mengenmäßig.
Ich kam gerade aus meiner Wohnung in der Auguststraße und überquerte die Rosenthaler, als mich zwei außerordentlich fotogene junge Frauen nach der Gormannstraße fragten. Sie hatten sehr leichte Sachen an, sehr bunt, sehr hip, irgendetwas Gelbes war dabei. Leicht angeschickert hätte man denken können, aber ich glaube, es war noch mehr ihre naturgemäße Verfassung. Partymädchen. Sehr süß. Kichernd und fröhlich. Ich zeigte als Antwort in Richtung Gormannstr., schräg gegenüber und fragte „Sevenstar?“ „Ja, da wollen wir hin!“ „Dann mir nach, da gehe ich auch hin!“ und legte einen Zahn zu. Ich war schon zehn Meter weiter als sie riefen „Was ist das für ein Parfum? Das riecht toll!“ Ich drehte mich um und rief zehn Meter nach hinten „Code, Armani“. Aber der Wind verschluckte „Code“ und sie hörten nur Armani und die eine meinte belustigt, „na das ist ja eine sehr geheimnisvolle Auskunft!“ Und ich rief noch mal lauter „CODE!“ und „ach Quatsch, das ist überhaupt nicht geheimnisvoll, ein ganz populäres Parfum, total bekannt“ Und sie brüllten „wie? hä? Kohd?“ Und ich brüllte: „ja, wie Geheim-Code!“ „Aaaahh!“ Und ich blieb ein bißchen stehen, bis sie mich einholten und dann sagte ich „das ist eigentlich super, mit so einer schönen Begleitung kommt man doch gerne an“ und dann flanierten wir auf die Meute zu, ich in der Mitte zwischen den beiden Schönen.
Ja, und da stand Timmy. Und wir herzten uns. Und gingen hinein zu Thorsten. Und herzten uns. Und dann wurde nochmal geherzt und dann wurde getrunken und dann wurde getanzt. Und dann kam die Polizei. Und dann wurde geräumt. Und ich frage noch die Polizisten „wo habt ihr denn eure schönen Mützen?“ „Diensterleichterung“. Und ich begehrte auf „Aber die Galerie ist berühmt! Das ist ein ganz wichtiger Ort für Berlin! Ein Wirtschaftsfaktor!“ Und sie so: „Dit mag ja allet sein, aber sie jehn jetzt trotzdem nach Hause!“
07. Juli 2009

They Told Him Don’t You Ever Come Around Here Don’t Wanna See Your Face, You Better Disappear. The Fire’s In Their Eyes And Their Words Are Really Clear. So Beat It, Just Beat It. You Better Run, You Better Do What You Can. Don’t Wanna See No Blood, Don’t Be A Macho Man. You Wanna Be Tough, Better Do What You Can So Beat It, But You Wanna Be Bad. Just Beat It, Beat It, Beat It, Beat It. No One Wants To Be Defeated. Showin‘ How Funky Strong Is Your Fight. It Doesn’t Matter Who’s Wrong Or Right. Just Beat It, Beat It. Just Beat It, Beat It. Just Beat It, Beat It. Just Beat It, Beat It. And The Dream We Were Conceived In, Will Reveal. A Joyful Face And The World We Once Believed In, Will Shine Again In Grace. Then Why Do We Keep Strangling Life, Wound This Earth, Crucify Its Soul, Though It’s Plain To See, This World Is Heavenly. Be God’s Glow. We Could Fly So High. Let Our Spirits Never Die. In My Heart I Feel You Are All My Brothers. Create A World With No Fear. Together We’ll Cry Happy Tears. See The Nations Turn Their Swords Into Plowshares. We Could Really Get There If You Cared Enough For The Living. Make A Little Space, To Make A Better Place. Heal The World. Make It A Better Place.
Michael Jackson 1958 – 2009
10. Juli 2009
10. Juli 2009
09. Juli 2009


Die Fähigkeit, um sich selbst zu trauern Wer hat ihn noch nicht geträumt, den Traum vom Fliegen Sterben. (…)
09. Juli 2009
„A parent buries a child with a few friends and no one knows what to say. Children cremate parents in absentia. We behave this way not because we are without hearts but because we don’t know how to enter the dark night and and we fear no return. We will ourselves not to feel death. Judaism acknowledges the horror of death, defines a way of honoring the dead, while it insists that we live. Mourning is mandated and limited. We must leave our homes after seven days, we must cease mourning after 30 days or a year. We are discouraged even from visiting the cemetery too often. The expression „orgy of grief“ carries truth. There is a difference between reverence and worship of the dead, and we must honor the distinction.
We need more than rituals to face death. We need faith, faith in the ebb and flow of things, and faith that however we brought blessing to this life, that blessing lasts forever. The love of my grandmother for me has become my love for my grandchildren. Abraham Joshua Heschel wrote, „To have faith is not to capitulate but to rise to a higher place of thinking. To have faith is not to defy human reason but rather to share divine wisdom.“ At the end of his life Heschel accepted his death as a homecoming. He faced his death with song by feeling gratitude for his life. „I did not ask for success; I asked for wonder. And You gave it to me.“ May we live our lives so full of wonder that we face death as a fair price for the gift of life, and may we see all around us that death is the beginning of new life. We die so that others may live.“
Malka Drucker

MEMORIAL [—]
07. Juli 2009

They Told Him Don’t You Ever Come Around Here Don’t Wanna See Your Face, You Better Disappear. The Fire’s In Their Eyes And Their Words Are Really Clear. So Beat It, Just Beat It. You Better Run, You Better Do What You Can. Don’t Wanna See No Blood, Don’t Be A Macho Man. You Wanna Be Tough, Better Do What You Can So Beat It, But You Wanna Be Bad. Just Beat It, Beat It, Beat It, Beat It. No One Wants To Be Defeated. Showin‘ How Funky Strong Is Your Fight. It Doesn’t Matter Who’s Wrong Or Right. Just Beat It, Beat It. Just Beat It, Beat It. Just Beat It, Beat It. Just Beat It, Beat It. And The Dream We Were Conceived In, Will Reveal. A Joyful Face And The World We Once Believed In, Will Shine Again In Grace. Then Why Do We Keep Strangling Life, Wound This Earth, Crucify Its Soul, Though It’s Plain To See, This World Is Heavenly. Be God’s Glow. We Could Fly So High. Let Our Spirits Never Die. In My Heart I Feel You Are All My Brothers. Create A World With No Fear. Together We’ll Cry Happy Tears. See The Nations Turn Their Swords Into Plowshares. We Could Really Get There If You Cared Enough For The Living. Make A Little Space, To Make A Better Place. Heal The World. Make It A Better Place.
Michael Jackson 1958 – 2009
04. Juli 2009

Wenn nun die Nacht das Siegel nimmt vom Briefe
Dann liest das Auge dort in tausend Zügen
Nichts als nur eine große Hieroglyphe
Gott ist die Lieb’, und Liebe kann nicht lügen
Nichts als dies Wort, doch das von solcher Tiefe
Friedrich Rückert, der Himmel
Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.
Rainer Maria Rilke
Für dich. Und dich. Und dich.
05. Juli 2009
Thorsten und Michael Jackson… wie klein die Welt doch manchmal ist… Thorsten Heinze, der herzenswärmste Galerist von allen. Seine Sevenstar Gallery ist ein heiliger Ort. So etwas wie eine Pippi Langstrumpf-Villa für Erwachsene. Ein Ort, den man sonst nur aus Träumen kennt. Magisch.

Cosmic & Thorsten
05. Juli 2009
don’t breathe for a second, now let the air out, grab the hand of somebody you care about
05. Juli 2009
Top rappers pay tribute to Michael Jackson.
[Diddy talking]
I remember the first time i seen you moonwalk,
I believed I could do anything,
you made the world dance,
you made the music come to life
[Chris brown – Chorus]
This is type of song that make the angels cry,
i look up in the sky and i wonder why?
why you had to go, go
I know its better on the other side,
you were chosen from the start
never gonna let you go,
[The Game]
Who’s Michael Jackson,
You’re Michael Jackson,
I’m Michael Jackson,
We’re all Michael Jackson,
I guess what Im asking is everybody bow their head for a legend, don’t breathe for a second,
now let the air out, grab the hand of somebody you care about,
so you can hear my message, my confession,
someone tell Usher, i seen the moonwalk, i guess the young thriller touched him, like he touched me, like he touched you,
so carry on his legacy, something i must do, and i trust you lighting candles, concrete visuals, me and my brothers listen to jackson 5 in the living room, first thing i did when i heard was call puff, cos him and Mike tried to stop the beet between us,
who was us? Me and fifty, that beef is dead, him and Mike Jackson gonna take us to the ledge.
[Chris brown – Chorus]
This is the type of song that make the angels cry,
i look up in the sky and i wonder why?
why you had to go, go
I know its better on the other side,
you were chosen from the start
never gonna let you go,
[The Game]
As I’m pouring out this liquor candles start to flicker,
when list (?) my air ones, MJ was my nigger.
Not the one that play ball, the one with the hollywood star,
and since i’m a hollywood star im gonna tell you my story,
never had a family that close, never see Barry Gordy walking through interscope,
just like me they always had Mike in a scope,
no matter what you say,
i’m gonna love him and he’s still dope,
let me take you back to 85 when i was in a zone,
dancing for my momma thriller jacket with all the zippers on,
now i’m doing 90 bout to crash in this Aston,
listening to Outkast, I’m sorry Mrs Jackson
anything i can ever do to better you your son was our king so we wont Corretta you,
I’m writing this letter to all the Jackson kids, we all Jackson kids, time to let us through.
[Chris brown – Chorus]
This is type of song that make the angels cry,
i look up in the sky and i wonder why?
why you had to go, go
I know its better on the other side,
you were chosen from the start
never gonna let you go,
[Diddy talking w. Mario Winan vocals]
People can say what they want to say about you,
but we gon‘ remember the miracles that you showed us,
Through your music, through your dance, through your
you were the one that made us all realise,
that we are the world,
you are the one that showed us we can moonwalk,
you gave us the beat, you gave us the rythm,
you gave us the soul,
through us your legacy lives,
we can’t stop now, we wont stop now,
Mike Jackson
[Outro: Boys II Men]
This is the kind of song that make the angels cry,
look up in the sky and ask God, why o why why
Do we live and let die
This is the kind of song that make the angels cry,
look up in the sky and ask God, why o why why
Do we live and let, live and let die.
Ich bin
04. Juli 2009
04. Juli 2009

Wenn nun die Nacht das Siegel nimmt vom Briefe
Dann liest das Auge dort in tausend Zügen
Nichts als nur eine große Hieroglyphe
Gott ist die Lieb’, und Liebe kann nicht lügen
Nichts als dies Wort, doch das von solcher Tiefe
Friedrich Rückert, der Himmel
Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.
Rainer Maria Rilke
Für dich. Und dich. Und dich.
01. Juli 2009
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76731954&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Vera von Lehndorff – <a href=“Vera von Lehndorff – Last encounter with Irving Penn„>Last encounter with Irving Penn
►watch on youtube
30. Juni 2009
30. Juni 2009
30. Juni 2009
Unser kleiner Breipott-Gig muss leider verschoben werden… irgendwann im August… sag ich euch noch Bescheid.
29. Juni 2009
„Es könnte gut sein, daß Gaga Nielsen mit ihren Filmen dabei sein wird. breipott, Skalitzer 81“

Das hat er doch sehr schön umschrieben… Wollen mal gucken, was das wird. Wenn der große Elektro-Acoustic-Lounge-Produzent live seine Sounds entwickelt, könnte ich ja spaßeshalber über den Beamer Filme schneiden! Sofern der eingebaute Beamer mein Signal erkennt. Haha. Scheitern als Chance! Kleiner Scherz. Also wir probieren ein bißchen rum, und haben Spaß und legen irgendwelchen jungfrautypischen Perfektionismus ad acta, denn der Mond steht im Skorpion. Da zählen schließlich andere Werte. Interessante andere Werte! Meine Leser stehen natürlich im Thema und wissen was ich meine. Neulich für alle Fälle eine zackige Offiziersmütze mit goldenem Adler gekauft. Mit dem Ding auf dem Kopf komme ich sicher in die entsprechende Stimmung! Wäre doch gelacht.

Cosmic & Gaga Nielsen live vs. Breipott Beamer. Mi., 1. Juli 2009, 22:00 Uhr, breipott, Berlin.
29. Juni 2009
„Es könnte gut sein, daß Gaga Nielsen mit ihren Filmen dabei sein wird. breipott, Skalitzer 81“

Das hat er doch sehr schön umschrieben… Wollen mal gucken, was das wird. Wenn der große Elektro-Acoustic-Lounge-Produzent live seine Sounds entwickelt, könnte ich ja spaßeshalber über den Beamer Filme schneiden! Sofern der eingebaute Beamer mein Signal erkennt. Haha. Scheitern als Chance! Kleiner Scherz. Also wir probieren ein bißchen rum, und haben Spaß und legen irgendwelchen jungfrautypischen Perfektionismus ad acta, denn der Mond steht im Skorpion. Da zählen schließlich andere Werte. Interessante andere Werte! Meine Leser stehen natürlich im Thema und wissen was ich meine. Neulich für alle Fälle eine zackige Offiziersmütze mit goldenem Adler gekauft. Mit dem Ding auf dem Kopf komme ich sicher in die entsprechende Stimmung! Wäre doch gelacht.

Cosmic & Gaga Nielsen live vs. Breipott Beamer. Mi., 1. Juli 2009, 22:00 Uhr, breipott, Berlin.
29. Juni 2009
27. juni 2009
Burritos. Und – – –
Ich sage, ich würde dafür Eintritt bezahlen. Und du zeigst mir keinen Vogel. Und du hast du recht.



27. juni 2009
Burritos. Und – – –
Ich sage, ich würde dafür Eintritt bezahlen. Und du zeigst mir keinen Vogel. Und du hast du recht.



26. juni 2009
Gestern Nacht in meinem gmx-Postfach diese irgendwie unwirkliche News, durchaus für möglich gehalten, dass es ein verzweifelter Promotion-Schlenker sein könnte… heieiei… Da hat er sich jahrelang unter Sauerstoffzelte gelegt und jetzt jünger an Jahren als die meisten gegangen. Irgendwie stimmig, in seiner ganzen Tragik. Man konnte sich nicht mehr vorstellen, dass es einen weiteren späteren Höhepunkt geben könnte. Unmöglich, ihn sich alt vorzustellen. Das Ergebnis der Obduktion ist ja eigentlich egal. Aber ob er für seine Beisetzung Vorkehrungen getroffen hat… Wahrscheinlich wollte er gar nicht unter die dunkle Erde. Einfrieren, auftauen. Konservieren. Balsamieren. Plastinieren… Ach je. Festhalten. Geht ihm bestimmt viel besser, da wo er jetzt ist. Und ewiger Ruhm. Trauer in Cinemascope. Wie bei Diana. Großer Abgang. Endlich Frieden. Peace, Michael.
26. juni 2009
Gestern Nacht in meinem gmx-Postfach diese irgendwie unwirkliche News, durchaus für möglich gehalten, dass es ein verzweifelter Promotion-Schlenker sein könnte… heieiei… Da hat er sich jahrelang unter Sauerstoffzelte gelegt und jetzt jünger an Jahren als die meisten gegangen. Irgendwie stimmig, in seiner ganzen Tragik. Man konnte sich nicht mehr vorstellen, dass es einen weiteren späteren Höhepunkt geben könnte. Unmöglich, ihn sich alt vorzustellen. Das Ergebnis der Obduktion ist ja eigentlich egal. Aber ob er für seine Beisetzung Vorkehrungen getroffen hat… Wahrscheinlich wollte er gar nicht unter die dunkle Erde. Einfrieren, auftauen. Konservieren. Balsamieren. Plastinieren… Ach je. Festhalten. Geht ihm bestimmt viel besser, da wo er jetzt ist. Und ewiger Ruhm. Trauer in Cinemascope. Wie bei Diana. Großer Abgang. Endlich Frieden. Peace, Michael.
25. Juni 2009
Zur Zeit blogge ich ja mehr so privat. Aber eben, als ich einen meiner kleinen privaten Blogeinträge an meinen einen privaten Leser las, dachte ich, diesen privaten Blogeintrag könnte ich eigentlich auch veröffentlichen. Von heute, 21:31 Uhr.
Quadrate
Worte sind Quadrate.
man muss sehr achtsam sein mit Worten.
Die Qualität, die Schwingung eines Wortes kann ein kreisendes Pulsieren auslösen oder eckige, lineare Bewegungen, wie Zuckungen, wie Scherben. Man muss sehr achtsam sein.
Es gibt in unserer Welt, in der Gegenwart unseres Jahrtausends viele quadratische Worte, die uns und anderen wehtun. Umständliche Worte, die nicht frei fließen. Zu sachliche Worte, die nicht genug atmen und wegen mangelnder Beatmung sich nicht und niemanden anderen bewegen. Die Wortatome fallen in Paralyse, die kleinen lebendigen Anteile ersticken… Es sind leblose Worte, die niemanden mehr berühren, niemanden streicheln. Man findet sie in Nachrichtensendungen. In Informationssendungen. Es ist das Gegenteil von Dichtung. Verdichtung ist das Surrogat der Lebensfunkens magischer Worte. Man muss sehr achtsam sein, bei der Schöpfung seiner Worte. Wertschöpfung ist glaube ich ein quadratisches Wort, weil Schöpfung an sich ein Wert ist. Oder? Immanent. Etwas zu erschaffen, zu schöpfen, in Hingabe zu erschaffen, ist immer wert. Wir können gar nicht anders, als etwas Wertvolles zu erschaffen. Es sei denn, wir hörten auf, uns zu bewegen. Zu kreisen. Aber wir können die besten Stoffe wählen. Die goldenen Stoffe. Darum müssen wir uns bemühen. Das edelste Metall. Den schönsten Kristall.
25. Juni 2009
Zur Zeit blogge ich ja mehr so privat. Aber eben, als ich einen meiner kleinen privaten Blogeinträge an meinen einen privaten Leser las, dachte ich, diesen privaten Blogeintrag könnte ich eigentlich auch veröffentlichen. Von heute, 21:31 Uhr.
Quadrate
Worte sind Quadrate.
man muss sehr achtsam sein mit Worten.
Die Qualität, die Schwingung eines Wortes kann ein kreisendes Pulsieren auslösen oder eckige, lineare Bewegungen, wie Zuckungen, wie Scherben. Man muss sehr achtsam sein.
Es gibt in unserer Welt, in der Gegenwart unseres Jahrtausends viele quadratische Worte, die uns und anderen wehtun. Umständliche Worte, die nicht frei fließen. Zu sachliche Worte, die nicht genug atmen und wegen mangelnder Beatmung sich nicht und niemanden anderen bewegen. Die Wortatome fallen in Paralyse, die kleinen lebendigen Anteile ersticken… Es sind leblose Worte, die niemanden mehr berühren, niemanden streicheln. Man findet sie in Nachrichtensendungen. In Informationssendungen. Es ist das Gegenteil von Dichtung. Verdichtung ist das Surrogat der Lebensfunkens magischer Worte. Man muss sehr achtsam sein, bei der Schöpfung seiner Worte. Wertschöpfung ist glaube ich ein quadratisches Wort, weil Schöpfung an sich ein Wert ist. Oder? Immanent. Etwas zu erschaffen, zu schöpfen, in Hingabe zu erschaffen, ist immer wert. Wir können gar nicht anders, als etwas Wertvolles zu erschaffen. Es sei denn, wir hörten auf, uns zu bewegen. Zu kreisen. Aber wir können die besten Stoffe wählen. Die goldenen Stoffe. Darum müssen wir uns bemühen. Das edelste Metall. Den schönsten Kristall.
20. Juni 2009
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76727102&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Zauberkreis Musik: Cosmic
Was steht denn auf den hundert Blättern der Rose all?
Was sagt denn tausendfaches Schmettern der Nachtigall?
Auf allen Blättern steht, was stehet auf einem Blatt;
Aus jedem Lied weht, was gewehet im ersten hat:
Dass Schönheit in sich selbst beschrieben hat einen Kreis,
Und keinen andern auch das Lieben zu finden weiß.
Drum kreist um sich mit hundert Blättern die Rose all,
Und um sie tausendfaches Schmettern der Nachtigall
Friedrich Rückert
►watch on youtube
20. Juni 2009

Das netzbestrumpfte Bein. Und die Rocker. Und Mr. Spock. Und Blue Planet Pizza mit kostbaren Ozeanperlen. Und das Monster. Und Fight for Life. Und Sissi. Kann man doch nicht auseinanderschneiden. Kann man doch nicht trennen. Gehört doch zusammen. Gehören doch zusammen. Wenn einen sechzehn kleine (eigentlich siebzehn, aber die haben wir an die nette Bedienung verschenkt, die früher Popstar war) Postkarten so zum Lachen und zum Staunen bringen, ist das bestimmt große Kunst. Geht ja gar nicht anders. Dieser André Boitard ist außerdem ein ganz netter Junge. Also junger Mann. Studiert bestimmt fleißig und verdient sein eigenes Geld nebenher! Ein echtes Vorbild für Alt und Jung und Groß und Klein! Und das nächste mal bestelle ich die Vulkania von PJ. […]

18. Juni 2009


http://www.ipernity.com/mp/5166462.b67fdce3.mp3.swf
War sehr schön da im Karvana, letzten Freitag. Mit Kira, Stefan und dem Beamer. Fand Cosmic auch. Und mein Beamer auch. . . !
17. Juni 2009
16. juni 2009
Happy Birthday, Irving.
06. Juni 2009
So kurz wie gestern bin ich glaube ich noch nie ausgegangen. Zwanzig Minuten nach zehn los und und ein bißchen nach elf schon wieder zuhause. Seltsames Publikum in der Lucas Carrieri Art Gallery. Schöne Galerie. Gutaussehende Menschen. Fotogen, gestylt. Ein bißchen zu sehr damit beschäftigt, eine gute Figur abzugeben. Seelenarme Atmosphäre. Jan aufgegabelt, um die Ecke nach Hause, Côtes du Rhône, Butterbrot. Das gute Kümmelbrot aus der Hofpfisterei mit irischer Butter und zarten Majoranblättern vom Balkon. Die wahren Werte. Von Höxchen auf Stöxchen und dazu die Kamera laufen lassen. Dabei Veruschkas Buch angeschaut. Und Jeff Buckleys Hallelujah gehört. Eigentlich hat nur noch eine gute Zigarette gefehlt. Muss mal welche holen.

[…]
12. Juni 2009
07. Juni 2009
07. Juni 2009
06. Juni 2009
So kurz wie gestern bin ich glaube ich noch nie ausgegangen. Zwanzig Minuten nach zehn los und und ein bißchen nach elf schon wieder zuhause. Seltsames Publikum in der Lucas Carrieri Art Gallery. Schöne Galerie. Gutaussehende Menschen. Fotogen, gestylt. Ein bißchen zu sehr damit beschäftigt, eine gute Figur abzugeben. Seelenarme Atmosphäre. Jan aufgegabelt, um die Ecke nach Hause, Côtes du Rhône, Butterbrot. Das gute Kümmelbrot aus der Hofpfisterei mit irischer Butter und zarten Majoranblättern vom Balkon. Die wahren Werte. Von Höxchen auf Stöxchen und dazu die Kamera laufen lassen. Dabei Veruschkas Buch angeschaut. Und Jeff Buckleys Hallelujah gehört. Eigentlich hat nur noch eine gute Zigarette gefehlt. Muss mal welche holen.

[…]
04. Juni 2009
02. Juni 2009
Gerade wieder den konstanten Einbruch bei meinen Besucherzahlen registriert. Haha! Vielleicht gibt es einen magischen Zusammenhang zwischen den mittlerweile seltenen Momenten, an denen ich mich überhaupt noch für die Zugriffsstatistik interessiere und den seltener werdenen Besuchen. Obwohl ja in Wahrheit nur die Besucher ohne Referrer zählen. Das sind meine wahren Freunde! Bleibt mir schön erhalten, ich schreibe weiter. Schon ein Witz, wenn ich bedenke, wie fasziniert ich früher verfolgt habe, wenn die Zugriffe anstiegen. Wenn ich bei irgendsoeinem Bloggertreffen war. Ich war ja immer in einer obskuren Nische, wenig geschleimt, wenig verlinkt, wenig für die Werbung getan, selbst keinen verlinkt, außer mal in einem Beitrag, wenig herumkommentiert – außer früher bei mks, das war nett – hab ich keine Zeit mehr dafür, leider, aber kaum war ich bei einer Lesung, wo man wusste, da liest der und der und die und die und da wollte man ja immer schon mal wissen, wie die eigentlich ausschauen, ob sie denn so sexy sind wie ihre Schreibe. Einige ja! Aber ja. Ich nenne jetzt keine Namen. Hihi. Aber das mit den Bloggerlesungen ist ja auch durch. Die Sau ist durchs Dorf getrieben! Wie komme ich da jetzt darauf? Ach ja – weil ich auf die Statistik geguckt habe, nach weiß nicht wievielen Wochen. Also: ich bin mittlerweile in den zweistelligen Bereich gesunken. Die goldene Ära von vierhundert Visits und Tausend Views ist vorbei. Okay – das war auch nur zu solchen fragwürdigen Hochzeiten. Hoch-Zeiten meine ich natürlich. Obwohl ja mittlerweile sogar einige Blogger geheiratet haben. Also welche, die sich durchs Bloggen kennengelernt haben. Aber da war ich zu keiner Hochzeit eingeladen. Soll jetzt aber keine Beschwerde sein. Gibt’s eigentlich auch schon die ersten Blogger-ScheidungenBabies? Für Klatsch bin ich ja immer zu haben. Klatsch und Pralinen!
02. Juni 2009
Gerade wieder den konstanten Einbruch bei meinen Besucherzahlen registriert. Haha! Vielleicht gibt es einen magischen Zusammenhang zwischen den mittlerweile seltenen Momenten, an denen ich mich überhaupt noch für die Zugriffsstatistik interessiere und den seltener werdenen Besuchen. Obwohl ja in Wahrheit nur die Besucher ohne Referrer zählen. Das sind meine wahren Freunde! Bleibt mir schön erhalten, ich schreibe weiter. Schon ein Witz, wenn ich bedenke, wie fasziniert ich früher verfolgt habe, wenn die Zugriffe anstiegen. Wenn ich bei irgendsoeinem Bloggertreffen war. Ich war ja immer in einer obskuren Nische, wenig geschleimt, wenig verlinkt, wenig für die Werbung getan, selbst keinen verlinkt, außer mal in einem Beitrag, wenig herumkommentiert – außer früher bei mks, das war nett – hab ich keine Zeit mehr dafür, leider, aber kaum war ich bei einer Lesung, wo man wusste, da liest der und der und die und die und da wollte man ja immer schon mal wissen, wie die eigentlich ausschauen, ob sie denn so sexy sind wie ihre Schreibe. Einige ja! Aber ja. Ich nenne jetzt keine Namen. Hihi. Aber das mit den Bloggerlesungen ist ja auch durch. Die Sau ist durchs Dorf getrieben! Wie komme ich da jetzt darauf? Ach ja – weil ich auf die Statistik geguckt habe, nach weiß nicht wievielen Wochen. Also: ich bin mittlerweile in den zweistelligen Bereich gesunken. Die goldene Ära von vierhundert Visits und Tausend Views ist vorbei. Okay – das war auch nur zu solchen fragwürdigen Hochzeiten. Hoch-Zeiten meine ich natürlich. Obwohl ja mittlerweile sogar einige Blogger geheiratet haben. Also welche, die sich durchs Bloggen kennengelernt haben. Aber da war ich zu keiner Hochzeit eingeladen. Soll jetzt aber keine Beschwerde sein. Gibt’s eigentlich auch schon die ersten Blogger-ScheidungenBabies? Für Klatsch bin ich ja immer zu haben. Klatsch und Pralinen!
31. Mai 2009
31. Mai 2009

[…]
Hey Jan. Hast du vorhin bei mir geklingelt? Ich sage dir doch: ich mache nicht einfach so die Tür auf. Es sei denn ich habe einen Verdacht, wer es sein könnte. Und ich habe ein bißchen gebraucht, vorhin. Dann eine Minute später doch noch auf die Gegensprechanlage (was für ein umständliches Wortgebilde) gedrückt und niemand dran. Aber wenn du es warst: du hast nur ein einziges mal geklingelt. Ich habe Befürchtungen, dass Leute an der Tür sein könnten, von denen ich gerade ganz dringend nicht besucht werden möchte. Deswegen. Nimm halt dein tragbares Telefon mit und ruf mich vorher an. Ich dachte, du rufst noch mal an, wegen dem Essen, der Einladung von der du erzähltest, haste aber nicht – und ich hab dich heute Nachmittag auch nicht mehr am Telefon erwischt. Also! War mir aber auch ganz recht… Ich war nämlich voll und ganz mit meinem Haushalt beschäftigt! Die bekloppte Spülmaschine, die ich nur als Geschirrschrank benutze, wie du weißt, hatte eine Pfütze unten drin, wegen Verstopfung vom Abflussrohr in der Spüle. Aber ich habe die Angelegenheit in den Griff bekommen und im Zuge dessen alles Zeug, was da drin war, in meinem Spülmaschinengeschirrschrank, ausgeräumt und gründlich gereinigt! Zum Beispiel den alten Mixer von Braun, aus den Sechzigern von meiner Mama, funktioniert noch einwandfrei! Wie gerne haben wir immer die Quirldinger abgeschleckt. Weiß gar nicht, wie die heißen. Und den Fleischwolf! Also jetzt ist alles sauber und ich hoffe du hast ein schönes Essen bei deinen Freunden! Ich hänge hier ab, ganz relaxed und schiebe Bilder hin und her. Alles prima! Gruß, Gagaline

Ach ja, P.S. hier Bilder von vorgestern. Sieht ja wieder wer weiß wie kuschelig aus, wie wir da ins Objektiv gucken. Torsten kommt auch ganz gut. Er war ja schon ein bißchen betrunken… und die Mädels mit den Strümpfen…
31. Mai 2009
31. Mai 2009

[…]
Hey Jan. Hast du vorhin bei mir geklingelt? Ich sage dir doch: ich mache nicht einfach so die Tür auf. Es sei denn ich habe einen Verdacht, wer es sein könnte. Und ich habe ein bißchen gebraucht, vorhin. Dann eine Minute später doch noch auf die Gegensprechanlage (was für ein umständliches Wortgebilde) gedrückt und niemand dran. Aber wenn du es warst: du hast nur ein einziges mal geklingelt. Ich habe Befürchtungen, dass Leute an der Tür sein könnten, von denen ich gerade ganz dringend nicht besucht werden möchte. Deswegen. Nimm halt dein tragbares Telefon mit und ruf mich vorher an. Ich dachte, du rufst noch mal an, wegen dem Essen, der Einladung von der du erzähltest, haste aber nicht – und ich hab dich heute Nachmittag auch nicht mehr am Telefon erwischt. Also! War mir aber auch ganz recht… Ich war nämlich voll und ganz mit meinem Haushalt beschäftigt! Die bekloppte Spülmaschine, die ich nur als Geschirrschrank benutze, wie du weißt, hatte eine Pfütze unten drin, wegen Verstopfung vom Abflussrohr in der Spüle. Aber ich habe die Angelegenheit in den Griff bekommen und im Zuge dessen alles Zeug, was da drin war, in meinem Spülmaschinengeschirrschrank, ausgeräumt und gründlich gereinigt! Zum Beispiel den alten Mixer von Braun, aus den Sechzigern von meiner Mama, funktioniert noch einwandfrei! Wie gerne haben wir immer die Quirldinger abgeschleckt. Weiß gar nicht, wie die heißen. Und den Fleischwolf! Also jetzt ist alles sauber und ich hoffe du hast ein schönes Essen bei deinen Freunden! Ich hänge hier ab, ganz relaxed und schiebe Bilder hin und her. Alles prima! Gruß, Gagaline

Ach ja, P.S. hier Bilder von vorgestern. Sieht ja wieder wer weiß wie kuschelig aus, wie wir da ins Objektiv gucken. Torsten kommt auch ganz gut. Er war ja schon ein bißchen betrunken… und die Mädels mit den Strümpfen…
31. Mai 2009
29. Mai 2009
29. Mai 2009
…und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Keine voreiligen Schlussfolgerungen ziehen. Keine voreiligen Schlussstriche ziehen. Gestern wieder erfolgreich das Gegenteil praktiziert. Zweiteres. Aber man wird doch schlauer. Abwarten. (Erst mal) nicht diskutieren. Nicht debattieren. Mutmaßung Mutmaßung sein lassen. Heute Mittag löste sich ein querliegendes Teil und drehte sich wieder in die passendere Richtung. Ist mir in diesem Jahr mehrfach widerfahren. Nicht (sofort) (über)(re)agieren. Sich kontrollieren (ja, manchmal hart). Manchmal auch ein paar Tage (noch härter, aber jeder Tag kommt anders daher). Und schon winkt der Lohn. Wie oft setzt man Unfug voraus. Argh. Diese blöde Prägung in gewissen Lebensbereichen von einem schlechteren Ausgang auszugehen, nur weil er einem einst in einer scheinbar ähnlichen Konstellation widerfuhr. Ganz blödes Strickmuster. Faden ziehen, auftrennen. Aufregen kann man sich immer noch.
26. Mai 2009
Noch derselbe Tag. Aber besser. Auch furchtbar, nicht nur für den Leser, mit diesem vorangegangenen Beitrag empfangen zu werden. Auch für mich unangenehm. Und ich schreibe das, die immer wettert, dass man die Dinge nicht beschwören darf, nicht in Worten, weil man sie ruft. Und dennoch lasse ich den Absturz stehen und beschwöre die – na – wie nennt man das – wenn man am Boden lag und sich wieder berappelt, seine Gliedmaßen sortiert und weiter macht, sich wieder erhebt, das Rückgrat streckt – Wiederauferstehung ist ja doch etwas sehr pathetisch. Ah! Diese Gratwanderung! Wir wollen, wir müssen, wir wollen diskret sein, mit unseren zarten, zartesten Befindlichkeiten und dann stürzen wir ab und dürfen es nicht erzählen. Weil wir es uns selbst verbieten, weil wir ein Schutzbedürfnis haben. Und weil wir – zum Glück – noch ein, zwei, drei, vier Freunde haben, denen wir Vertrauen schenken. Aber Ihr wisst schon, Ihr, die Ihr meine bizarren Bilder trinkt, seht, lest – ich kompensiere. Sehr stark. Ich erlebe, ja auch das. Aber viel mehr noch kompensiere ich. Und transformiere meine Kompensation. Das ist das, was ich euch zeige. Meinen imaginierten, kultivierten Silberstreifen am Horizont, den es manchmal nur in meinem Herzen gibt. Ja, die Bilder sind alle echt. Die Menschen sind alle echt. Die Umarmungen sind echt. Die zusammengesteckten Köpfe sind echt. Was für ein Glück. Sekundenglück. Wisst ihr, wie wenig Zeit es braucht, um solche Bilder entstehen zu lassen? In einer halbe Stunde, einer schönen Stunde an einer schönen Bar kann man sich für einen Moment, und ich meine durchaus einen wertvollen Moment, sehr nahe kommen. Und dann greift jemand zur Kamera und alle haben Freude dabei. Das ist das was ihr dann seht. Ja, sehr schöne Momente. Aber nicht das ganze Leben.
Manchmal höre ich von Menschen, die das hier mitlesen, dass sie den Eindruck haben, ich sei sehr viel unterwegs. Es ist nicht so oft und es sind mitunter sehr schöne, aber kurze Momente. Aber nicht das ganze Leben. In Wahrheit gehöre ich zu den Menschen, die immer noch darauf warten, dass ihr Leben endlich anfängt. Ein bißchen hat es schon angefangen. Manchmal sogar ein bißchen sehr. Manchmal denke ich sogar ich bin undankbar. Manchmal denke ich, ich bin ein armes Würstchen. Manchmal denke ich, ich halte es nicht mehr aus. Manchmal denke ich, wie heute, was wäre die beste Art, den irdischen Lebenskampf zu beenden. Aber ich halte durch. Ein Skorpion-Aszendent gibt nie auf! Vor ein paar Tagen sage ich zu Cosmic: „Von wegen Hartnäckigkeit… auf einer Skala von eins bis zehn, liege ich bei zwölf.“ Das sage ich nicht etwa, um jemanden zu beeindrucken, eher als sachliche Information.
Vorhin lange mit Jan telefoniert. Er ist zurück aus New York, heute morgen. Das muss ja alles erst einmal verarbeitet werden. Was für ein schönes Gespräch. Aber da war ich sowieso schon viel besserer Stimmung. Einen großen Teller Tagliatelle, in Butter geschwenkt, viel Käse, Coke Zero! Die netten Kommentare. Dann wurde der Himmel wieder heller. Wir hatten hier in Berlin so einen eigentlich sehr schönen dramatischen Gewitterhimmel. Dunkel am frühen Nachmittag – im Mai – ! Ich wollte fast Licht anmachen, tat es aber doch nicht. Ein gutes Essen, ein bißchen Licht, eine kleine Mail. Ein Anruf. Und noch ein Anruf.
Oh ja, ich habe das Bedürfnis, persönliche Dinge zu vermitteln. Etwas, das noch atmet. Ohne indiskret zu werden – ja die Grenze… das ist ein kleiner Seiltanz. Dieser Tag endet nicht so traurig und trübsinnig wie er begann. Ich erzählte Cosmic gerade, dass er mit dieser kleinen Lesebrille, die er fast nie (in meiner Gegenwart) aufsetzt, und die ich deswegen fast nie an ihm sehe, eine Dimension bekommt, die ihn auf eine völlig andere Art anziehend macht, als man es sonst von ihm kennt. Und ich werde ihn mit dieser Brille fotografieren, so Gott will. Das ist die gute Nachricht. Und ich bin ein bißchen betrunken*. Und jetzt eine gute Nacht.
*Höfflin Cuvée Pfister II Trocken 2004 Kaiserstuhl/Baden Schambachhof
26. Mai 2009
Was für ein grauer, scheinbar sinnloser Tag. Wie schön wäre es, wenn er nur so grau wäre, um die Farben des nächsten schöner strahlen zu lassen. Einzige Aufheiterung war mir gerade ein Kommentar einer jungen Frau aus Chicago unter einem Foto, das vor zwei Jahren enstand, als ich Lübbenau besuchte, den Ort, in dem Nico während des zweiten Weltkrieges aufwuchs. Wie kommt die junge Frau darauf, sich gerade diese Bildstrecke näher anzusehen. Sie kommentierte noch eine Reihe anderer Bilder aus diesem Set. Vielleicht hat sie nach Lübbenau gesucht, weil sie da Verwandte hat. Oder nach Nico. Und nun findet sie mich statt Nico. Tja. Ja. I’m intense. Und das ist anstrengend. Ich weiß. Ich hasse mittelmäßiges Geplätscher und lauwarme Zuwendung. Nicht einmal beste Freundinnen dürfen mir lauwarm kommen. Aber die wissen das ja. Zum Glück. Danke dafür übrigens. Ich muss mich aus diesem trostlosen Grau herausziehen. Die Intensität von Melancholie ist dunkelblau, nicht grau und da kann ich immer hin. Immerhin. Wenn man sich tiefer in diese Farbe begibt, wird es schon leicht violett. Und dann wird es wieder wärmer. Dann ist schon rot dabei. Wie pulsierendes Blut. Kamera auf Trauer halten. Könnte man. Warum nicht. Es gibt eine Menge auszuprobieren. Ich will nichts wiederholen, nichts imitieren. Die Basis, der Plot, die Grundlage ist Intensität, kein profanes Drehbuch oder eine alberne Idee. Und wenn die Intensität hält, stark genug ist, halte ich die Kamera drauf.
24. Mai 2009
24. Mai 2009
23. Mai 2009



stay tuned.
21. Mai 2009
Bitte lesen.
zu schön
21. Mai 2009

Anatomie Titus. Vier Wochen her. Ah – Jan! Hast du Gelegenheit ins Netz zu gehen? Oder wirst du von einem New Yorker zum anderen weitergereicht? Heute ist deine Eröffnung, dein Opening. Ach, ich wäre doch gerne dabei, heute… oder habt ihr schon gestern gefeiert? Ist das wie bei uns hier, wo am Abend vorher der Wein fließt? Du bei deiner Gastgeberin Frau Rosendings… Oh Mann. Am Abend vor deinem Abflug stürzte mir mein ganzer Posteingang ab, unwiderruflich, als wir gerade telefonierten, weil ich immer nebenher noch herumspielen muss… dann würgte ich dich geradezu ab. Und am nächsten Tag bist du in deinen Flieger nach Newark (wo ich noch meinte, die Liberty sähe überraschend klein aus, aus dem Flieger und nicht weit weg so ein Ikea Bunker wie früher in Spandau…) und wir hatten nicht noch mal gesprochen. Ich fand auf dem Display einen Anruf von 10:25 oder so… vielleicht warst du das noch mal. Aber ich schlief noch. Bis Mittag… Ach Jan. Ich denke an dich in der großen Stadt! Und komme heil wieder. Und lass dich feiern. Und grüße Konstantin!
20. Mai 2009

Ich verstehe gar nicht, dass manche Leute Probleme haben, einen Beruf zu finden. Ich habe meine Aufgabe gefunden und bin sehr zufrieden mit meiner Lebensbestimmung! Täglich ernte ich dankbare Blicke für meine aufopferungsvolle Tätigkeit. Auch ein Trinkgeld ist hin und wieder drin! Mein neuer Patient (tödlicher Männerschnupfen) hat mir gestern sogar einen warmen Händedruck geschenkt. Also ich kann mich nicht beklagen! Sicher, der Pflegeberuf wird nicht üppig bezahlt, manchmal zahlt man sogar zu, aber die dankbaren, feuchten Augen meiner zufriedenen Patienten sind mir die Mühe wert!

20. Mai 2009

Ich verstehe gar nicht, dass manche Leute Probleme haben, einen Beruf zu finden. Ich habe meine Aufgabe gefunden und bin sehr zufrieden mit meiner Lebensbestimmung! Täglich ernte ich dankbare Blicke für meine aufopferungsvolle Tätigkeit. Auch ein Trinkgeld ist hin und wieder drin! Mein neuer Patient (tödlicher Männerschnupfen) hat mir gestern sogar einen warmen Händedruck geschenkt. Also ich kann mich nicht beklagen! Sicher, der Pflegeberuf wird nicht üppig bezahlt, manchmal zahlt man sogar zu, aber die dankbaren, feuchten Augen meiner zufriedenen Patienten sind mir die Mühe wert!

20. Mai 2009

Naturkunde. (Honi soit qui mal y pense)
16. Mai 2009

54/II
11. Mai 2009
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Du bist die Ruh | Der Frieden mild | Die Sehnsucht du | Und was sie stillt
Ich weihe dir | Voll Lust und Schmerz | Zur Wohnung hier | Dies Aug‘ und Herz
Kehr ein bei mir | Und schließe du | Still hinter dir | Die Pforte zu
Treib‘ andern Schmerz | Aus dieser Brust | Voll sei dies Herz | Von deiner Lust
Dies Augenzelt | Von deinem Glanz | Allein erhellt | Oh füll es ganz
F. Rückert
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06. Mai 2009
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Liebes verehrtes Publikum, es ist so weit: die große Stunde ist gekommen. Mein erster Tonfilm! Bitte nehmen Sie Platz. Lange habe ich, wie auch Greta, mit mir gerungen. Nein, es ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, mich mit dieser völlig neuartigen und hochkomplizierten Technik anzufreunden. Dem Stummfilm verdanke ich (ebenso wie Greta) nun einmal alles. So sehe man es mir nach, dass ich diese große Liebe nicht leichtfertig hinter mir lassen konnte. Doch nun bin ich bereit für die neue Ära und zähle auf Ihr Wohlwollen!
►watch on youtube
08. Mai 2009
08. Mai 2009
06. Mai 2009
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Liebes verehrtes Publikum, es ist so weit: die große Stunde ist gekommen. Mein erster Tonfilm! Bitte nehmen Sie Platz. Lange habe ich, wie auch Greta, mit mir gerungen. Nein, es ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, mich mit dieser völlig neuartigen und hochkomplizierten Technik anzufreunden. Dem Stummfilm verdanke ich (ebenso wie Greta) nun einmal alles. So sehe man es mir nach, dass ich diese große Liebe nicht leichtfertig hinter mir lassen konnte. Doch nun bin ich bereit für die neue Ära und zähle auf Ihr Wohlwollen!
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05. Mai 2009
04. Mai 2009
der erste Mai

Weser, Rainer, Treptower, Spree, Barfuß, T-Shirt, Steinchen, Apfel, Wiese, Zero, Gras, Brille, Rückert, Wollschläger, Björn, Finnland, Riefenstahl, Ehrenmal, Wein, Cola, Pizza, Gerd, Kind, Salami, Zucchini, Zauber, Zwiebel, Schinken, Suzi, Friedrichshain, Reunion, Foto, Bewohner, Eis, Straße, Weser, Zauber, heim.

05. Mai 2009
04. Mai 2009
der erste Mai

Weser, Rainer, Treptower, Spree, Barfuß, T-Shirt, Steinchen, Apfel, Wiese, Zero, Gras, Brille, Rückert, Wollschläger, Björn, Finnland, Riefenstahl, Ehrenmal, Wein, Cola, Pizza, Gerd, Kind, Salami, Zucchini, Zauber, Zwiebel, Schinken, Suzi, Friedrichshain, Reunion, Foto, Bewohner, Eis, Straße, Weser, Zauber, heim.

03. Mai 2009

ANSTAND! GERECHTIGKEIT! WAHRHEIT!
03. Mai 2009

ANSTAND! GERECHTIGKEIT! WAHRHEIT!
01. Mai 2009
24. April 2009
URBAN JUNGLE

Mal den Farbfilm eingelegt. Für die einen sind es hundertzwei Fotos, für die anderen hundertvierzehn. Je nach dem! Ich mache das jetzt so: ich lade weiterhin alles, also wirklich alles bei Flickr hoch, vergebe brav die Filter und setze für die Interessierten unter meinen deutschen, koreanischen, honkongnesischen und singapurianischen Freunden einen diskreten Link. Der heißt dann Fortsetzung auf Englisch. Wer nicht weiß, was Fortsetzung auf Englisch heißt, muss halt nachschauen, bzw. sich einfach mal das Set bei Flickr genauer anschauen. Aber wie gesagt: Vorsicht. Links zu Ipernity sind in meinem Fall mit äußerster Vorsicht zu genießen. Alarmstufe Dings. Neulich zur Freundin am Telefon: „Komisch, ich kriege nie Leserbriefe von Kindern wo drin steht: „Tante Gaga, wann schreibst du denn mal wieder was?“
26. April 2009

Gestern.













