

Nicht von heute. Aber macht ja nichts.
20. März 2010
Denke an Euch drei. Hier DSDS. Halte die Kamera drauf (auf mich), gibt eventuell Opus 4X. Gerade dürftiges Cover eines Silbermondsongs. Kannte ich nicht, mochte ich aber gleich, den Song. Na ja. Man erkennt die Qualität eines Songs sogar, wenn er mittelprächtig gesungen wird, sofern grundsätzlich identifizierbar. Irgendwas mit Krieger. Ich stehe ja total auf diese traumschöne Sängerin, Stefanie Kloß. So eine Augenweide aber auch. (Skorpion)
20. März 2010
Denke an Euch drei. Hier DSDS. Halte die Kamera drauf (auf mich), gibt eventuell Opus 4X. Gerade dürftiges Cover eines Silbermondsongs. Kannte ich nicht, mochte ich aber gleich, den Song. Na ja. Man erkennt die Qualität eines Songs sogar, wenn er mittelprächtig gesungen wird, sofern grundsätzlich identifizierbar. Irgendwas mit Krieger. Ich stehe ja total auf diese traumschöne Sängerin, Stefanie Kloß. So eine Augenweide aber auch. (Skorpion)
20. März 2010
Es gilt, an jedem Tag herauszufinden, was die Bestimmung des Tages ist. Ich irre gerade noch ein wenig umher, aber wird schon werden. Dabei hab ich ja schon ein paar Sachen gemacht. Einen Flug gebucht und ein Hotelzimmer. Freundin vor gefakter facebook-(pishing-)mail gewarnt, die auffordert, das Passwort zu ändern. Eier in die Pfanne gehauen. Gegen Mittag an den Haaren herumgeschnippelt. Als junges Mädchen konnte ich mir sogar eine Weile vorstellen, Friseuse zu werden, aber man hat mich eindringlich gewarnt. Friseuse durfte man dann irgendwann nicht mehr sagen, sondern nur noch Friseurin. Na ja, klingt ja auch wie Friteuse. Wer möchte schon von Beruf Friteuse sein. Ich stellte mir das dann auch nicht so angenehm vor, ohne auswählen zu dürfen, jedem der dafür bezahlt, die Haare zu waschen und darin herumzufuhrwerken. Ich bin ein bißchen empfindlich, wenn es darum geht, mit jemandem auf Tuchfühlung zu gehen. Zum Friseur kommen ja alle Alters- und Attraktivitätsausgaben. Ein bißchen ähnlich auch wie diese anderen Berufe, wo man Leute anfassen muss. Da bin ich nicht emotionslos genug dafür. Das braucht ein robusteres Gemüt als meines. Ich fühle immer schnell so eine Art Infiltration mit dem Körper- und Gefühlshaushalt eines anderen Menschen. Skorpion-Mond und -Neptun im zwölften Haus. Nicht mangelndes Mitgefühl, eher zu viel. So eine ungesunde Dosis, die in die Unfähigkeit zur Abgrenzung kippt. Aber ich kann mich schon ganz gut abgrenzen, indem ich suche zu vermeiden, bestimmte Kontakte und Situationen meiden. Da muss man auch nicht daran „arbeiten“, dann käme zwangsläufig die Sensitivität auf anderer Ebene abhanden. Eine mediale Ader ist sehr zweischneidig. Man empfindet sehr stark das Gegenüber und die Gedanken und Gefühle der anderen. Wird von Bildern heimgesucht, so ein inneres Fernsehprogramm, das man gar nicht abonnieren wollte und findet manchmal nicht den Schalter, um die Kiste wieder auszuschalten. Ich meine nicht ein luzides Bewusstsein, in dem Sinne, dass ich konkrete Ereignisse vorhersehe, sondern eher ein starkes Gefühl über etwas habe und dazu gesellen sich so verwischte Bilder, die sich sehr wahr anfühlen (und später gerne erweisen). Dann wieder die Frage, was Zeit eigentlich ist, diese Idee eines linearen Zeitablaufes, den wir wahrnehmen. Existieren alle Ereignisse auf einer anderen Ebene bereits, und wir stapfen nur noch in den vorgegebenen Fußabdrücken? Eben diese ewigen Fragen, die man sich immer wieder stellt. Von der Wiege bis zur Bahre. Gleich sieben.
19. März 2010
18. März 2010
Ach ja, der Bastian…
18. März 2010
Das ist ja doch ein ziemliches Auf und Ab in meinem Blog hier, gerade wenn ich das so lese. Wie ich diese Schmach seinerzeit überhaupt überstanden habe.
17. März 2010
dito
(Schlafen ist macht sexy!)
17. März 2010
16. März 2010
believe it or not: ich gehe schlafen
17. März 2010
16. März 2010
believe it or not: ich gehe schlafen
15. März 2010
Wenn ich an einem tiefen Punkt bin, nehme ich hin und wieder nicht ganz unverzweifelt astrologische Bücher zur Hand. Die Ephemeriden. Das Buch der Transite. Die letzte Wahrheit ist: man findet sie nicht darin. Sicher, Stückwerk – aber das zentrale Geschehen… nein. Oder ich bin unfähig. Im Gegenteil kann man sogar sehr verzweifelnd vor viel zu großartigen Aspekten sitzen, so großartig, dass man es nicht wagte, sie auszusprechen, sich über das allzu ferne Paradies wundernd. Interaspekte, Synastrie, Composite, nie gesehenes Gewimmel von Konjunktionen zwischen Sonnen, Monden, Jupitern, Venus und Mars, Merkur nicht zu vergessen, Neptun, Pluto, Uranus, Saturn, Aszendent und Deszendent. Ich meine: Jupiter in Konjunktion mit meinem Deszendent. Darf’s ein bißchen mehr sein. Ach, alles nutzloses, konstruiertes Menschenwerk. Gestern sage ich zu meiner Freundin, „Weißt du, wir beide sind nicht anpassungsfähig oder -willig genug. Nicht geschmeidig genug. Nicht weich und süß genug. Sicher, das sind wir auch, wenn uns gerade danach ist, wenn die Situation etwas Süßes hervorzulocken angetan ist. Aber nicht als Prinzip. „Noch was Süßes Schnuffi? Darf’s noch ein bißchen Schlagsahne sein?“ (Das Mutti-Prinzip) (hier bitte empörten MännerSöhnchen-Aufschrei imaginieren: „Na und, was ist denn daran schlecht?). Süß pah. Ich bin nicht mehr fünfzehn. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass das Leben so besonders süß wäre, dass man nun gar nicht mehr ein noch aus wüsste, vor lauter Süßigkeiten. Gelegentlich gut und schön. Aber sicher doch. Aber nicht als oberste menschliche Schlüsselqualifikation. Süß sein. Fuck it“. Lachen am anderen Ende der Leitung. Wahrscheinlich ein Eintrag, den man besser nicht bloggen sollte, so man opportunistisch gestrickt wäre. Was ich nicht bin. Also scheiß drauf.

blue turns black turns grey turns blue turns grey turns black turns
Das war ein dunkler Tag heute. Das Wetter? Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Aber ich boxe mich da schon wieder raus. Muss eben sein, jetzt. Muss ich durch. Macht mich stärker. Alles. Bärenstark.
Und dann die Weltherrschaft!
Küsschen!
15. März 2010
Wenn ich an einem tiefen Punkt bin, nehme ich hin und wieder nicht ganz unverzweifelt astrologische Bücher zur Hand. Die Ephemeriden. Das Buch der Transite. Die letzte Wahrheit ist: man findet sie nicht darin. Sicher, Stückwerk – aber das zentrale Geschehen… nein. Oder ich bin unfähig. Im Gegenteil kann man sogar sehr verzweifelnd vor viel zu großartigen Aspekten sitzen, so großartig, dass man es nicht wagte, sie auszusprechen, sich über das allzu ferne Paradies wundernd. Interaspekte, Synastrie, Composite, nie gesehenes Gewimmel von Konjunktionen zwischen Sonnen, Monden, Jupitern, Venus und Mars, Merkur nicht zu vergessen, Neptun, Pluto, Uranus, Saturn, Aszendent und Deszendent. Ich meine: Jupiter in Konjunktion mit meinem Deszendent. Darf’s ein bißchen mehr sein. Ach, alles nutzloses, konstruiertes Menschenwerk. Gestern sage ich zu meiner Freundin, „Weißt du, wir beide sind nicht anpassungsfähig oder -willig genug. Nicht geschmeidig genug. Nicht weich und süß genug. Sicher, das sind wir auch, wenn uns gerade danach ist, wenn die Situation etwas Süßes hervorzulocken angetan ist. Aber nicht als Prinzip. „Noch was Süßes Schnuffi? Darf’s noch ein bißchen Schlagsahne sein?“ (Das Mutti-Prinzip) (hier bitte empörten MännerSöhnchen-Aufschrei imaginieren: „Na und, was ist denn daran schlecht?). Süß pah. Ich bin nicht mehr fünfzehn. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass das Leben so besonders süß wäre, dass man nun gar nicht mehr ein noch aus wüsste, vor lauter Süßigkeiten. Gelegentlich gut und schön. Aber sicher doch. Aber nicht als oberste menschliche Schlüsselqualifikation. Süß sein. Fuck it“. Lachen am anderen Ende der Leitung. Wahrscheinlich ein Eintrag, den man besser nicht bloggen sollte, so man opportunistisch gestrickt wäre. Was ich nicht bin. Also scheiß drauf.

blue turns black turns grey turns blue turns grey turns black turns
Das war ein dunkler Tag heute. Das Wetter? Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Aber ich boxe mich da schon wieder raus. Muss eben sein, jetzt. Muss ich durch. Macht mich stärker. Alles. Bärenstark.
Und dann die Weltherrschaft!
Küsschen!
14. März 2010
Ich denke an den Brief in meinem Schlafzimmer. Und meinen daneben. In Wahrheit zwei E-Mails. Und einen anderen, dritten, richtigen, auf Papier. Ich kaufte Briefpapier, dann. Sehr schönes. Nun liegt es hier. Unbeschrieben. Ich habe so ein kleines Kästchen mit Briefmarken drin. Schöne, fast alle schon gestempelte. Um ein bißchen zu übertreiben, wenn ich einen schönen Brief schicken will. Es sind sogar ein paar ganz alte darunter. Auf einer ist ein golden violettes Jugendstilmotiv. Auf einer anderen ein weißer Baum. Die Blätter sind wie ein Relief auf dem Papier der kleinen Marke eingeprägt. Sehr kostbar.
Ich fand die Marke, als ich noch bei meinen Eltern lebte, als Kind. Im Briefmarkenalbum meines Großvaters, der bis in die Siebziger Jahre Briefmarken sammelte und mir das Album später zum Spielen gab. Eine Marke hab ich immer bei jedem Umzug mitgenommen und aufgehoben. Eine Briefmarke mit einem blühenden weißen Baum. Noch war mir kein Brief kostbar genug, um sie aufzukleben. Ich zögerte jedesmal. Auch als ich vor ein paar Jahren viele herzensnahe Briefe schrieb. Diese kleine Marke behielt ich und wählte andere, auch sehr schöne, um die Umschläge schöner zu machen.
Ich habe mir sogar ein Tintenfass gekauft. Schwarz. Um den alten Füllfederhalter bei diesem Brief wieder auszuprobieren. Um alles angemessen zu machen. Weil der Füllfederhalter so lange nicht in Gebrauch war, fragte ich im Schreibwarengeschäft, was zu tun sei, ich wollte alles richtig machen. Die Verkäuferin sagte, ich solle den Füllfederhalter aufgeschraubt zwei Tage wässern, bevor ich ihn neu fülle. Das tat ich. Sogar drei Tage. Es eilte ja nicht. Ich wollte nur schreiben, wenn ich in einer besonders schönen Stimmung dafür wäre. Dann füllte ich den Füllfederhalter mit der schwarzen Tinte. Ich fand, sie sähe zu leblos aus, beinah tot, die schwarzgraue Tinte. Blau hat mehr Seele. Ich wollte ja einen Brief mit Seele schreiben. Ich kritzelte auf dem Papier herum und probierte aus, wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlen würde, später dann. Wenn ich den Brief schreiben würde. Die Feder war sehr hart. Es fühlte sich etwas kratzig an, nicht geschmeidig. Ich wollte gerne mit einem weichen Strich schreiben.
Aber zuerst die Tinte. Ich musste mich um die Farbe der Tinte kümmern. Ich ging wieder in ein Schreibwarengeschäft, diesmal ein anderes. Ich erzählte dem Verkäufer von meinem alten Füllfederhalter und was man mir geraten hatte. Er meinte, „klauen Sie ihrer Oma oder ihrem Opa ein Kukident, das wirkt sofort“. Ich sagte, „Ich habe keine Oma und keinen Opa mehr. Die sind alle unter der Erde.“ Dann kaufte ich ein kleines Tintenfass mit blauer Tinte. Ich überlegte, ich könnte die blaue in die schwarze Tinte mischen, das wäre kein so simples Königsblau, mehr so graublau. Das könnte sehr schön aussehen. Ich hatte mittlerweile auch Faserstifte zum Schreiben besorgt, mit einem weichen Strich. In Blau und in Schwarz. Für alle Fälle. Zuhause mischte ich ein wenig von der blauen Tinte in die Schwarze und zog den Füllfederhalter neu auf. Der Strich war immer noch sehr hart, ich legte den Füller ein bißchen mutlos beiseite und dachte, ich könnte ja, wenn es so weit wäre, dann doch mit dem schwarzen oder blauen Faserschreiber schreiben. Was sich eben am besten anfühlen würde.
Ich dachte schon darüber nach, wie ich den Brief beginnen wollte. Dass ich vielleicht schreiben würde, dass ich mir extra Briefpapier gekauft habe und dass es das erste Mal seit zehn Jahren wäre, dass ich jemandem einen handgeschriebenen Brief schicken würde. Ja, so wollte ich es machen. So könnte der Brief anfangen. Alles andere würde sich dann von selbst ergeben. Ich hatte vorsichtshalber zehn Blatt von einem sehr schönen Papier gekauft. Ich wusste ja nicht, wieviel ich schreiben würde, wenn es soweit wäre. Und zwei Briefumschläge. Vielleicht würde ich nur fünf Seiten oder weniger schreiben, dann hätte ich noch Papier für einen zweiten Brief, für später vielleicht. Ich dachte, ich würde den Brief wenige Tage später schreiben. In Ruhe, vielleicht an einem Nachmittag. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint und man schon den Frühling ahnen könnte. Vielleicht an einem Sonntag. Mit guten Gedanken im Herzen. Dieser Sonntag war noch nicht der richtige. Ich war zu traurig. Ich will mit einem schönen Brief antworten. Auch wenn darin gar keine Frage ist. Ich will den Rosenblättern antworten, die in der Mitte liegen.

13. März 2010
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76778814&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Four days will quickly steep themselves in night
Four nights will quickly dream away the time
And then the moon, like to a silver bow
New bent in heaven, shall behold the night
William Shakespeare, A Midsummer Night’s Dream, Act 1, Scene 1, Hippolyta
Vier Tage tauchen sich ja schnell in Nächte
Vier Nächte träumen schnell die Zeit hinweg
Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen
Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649
13. März 2010
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76778814&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Four days will quickly steep themselves in night
Four nights will quickly dream away the time
And then the moon, like to a silver bow
New bent in heaven, shall behold the night
William Shakespeare, A Midsummer Night’s Dream, Act 1, Scene 1, Hippolyta
Vier Tage tauchen sich ja schnell in Nächte
Vier Nächte träumen schnell die Zeit hinweg
Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen
Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649
12. März 2010
Wenn Du einen grünen Zweig im Herzen trägst, wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.
Chinesisches Sprichwort
11. März 2010
Heul doch.
11. März 2010
Jetzt muss ich mich aber am Riemen reißen. Keine flapsigen Einträge mehr, sonst ist es vorbei mit dem guten Ruf. Gestern vor dem Schlafengehen gerade noch kulturvoll Elisabeth Schwarzkopf verlinkt. (und sehr schön von vierzehn Engeln geträumt, vor dem Einschlafen…). Andererseits kann man sich das auch einmal erlauben. Wer will schon dauernd hochgestochenes Zeug lesen. Dass mir dieser ganze Shakespeare-Kram und so weiter Notaus Balsam auf der Seele ist, steht auf einem anderen Notenblatt im großen Konzert.
10. März 2010
Sonne flutet Schreibtisch. Eine Hand breit. Zwei Armlängen. Links und rechts Schatten. Obwohl die schattige Fläche viel größer ist, dominiert der handbreite Sonnenstrahl die Atmosphäre. Der Schatten ist nebensächlich, weil der Blick sich auf das Licht richtet. Die Hoffnung hängt an einem Lichtstrahl, einem Funken. Und sei er noch so klein.
11. März 2010
Heul doch.
11. März 2010
Die altbackene „Miss Russia“ ist auch weiter. Aha.
Nun ja.
11. März 2010
heieiei, wie haben die das denn hingekriegt, die flachbrüstige – na, ah – dingens – dieses Model, schon geeignet – ah – in dem neuen YSL-Spot, dass die so üppig obenrum aussieht. Erstaunlich. Kate… ja, Kate Moss! Aber schon okay, die Gute. Schöne sexy Fresse. Rock’n’Roll halt. ha!
P.S. Ich bin übrigens nicht betrunken, ich schreib nur so.
11. März 1010
och ja, das hätte ich auch noch hingekriegt, da mit dem kessen weißen Brautanzug von Anja Gockel sophisticated gucken. Aber hat schon eine Hübsche ausgesucht (Nielsen guckt Topfmodel).
11. März 2010
heieiei, wie haben die das denn hingekriegt, die flachbrüstige – na, ah – dingens – dieses Model, schon geeignet – ah – in dem neuen YSL-Spot, dass die so üppig obenrum aussieht. Erstaunlich. Kate… ja, Kate Moss! Aber schon okay, die Gute. Schöne sexy Fresse. Rock’n’Roll halt. ha!
P.S. Ich bin übrigens nicht betrunken, ich schreib nur so.
11. März 2010
haha – auch strange – ein halbes Glas Bordeaux, ein Schälchen Darjeeling, ein viertel Glas Bordeaux, ein halbes Schälchen Darjeeling, ein halbes Glas Bordeaux, ein kleines Schälchen Barjeeling, ein dreiviertel Glas Bordeaux, ein bißchen Darjeeling, Bordeaux Bordeaux Bordeaux… zum Glück tirnkt trinkt man in meinem Alter nur noch gutes Zeug. Also meistens. Also jetzt ;-)
10. März 2010
Abends, will ich schlafen gehn
Vierzehn Engel um mich stehn
Zwei zu meinen Häupten
Zwei zu meinen Füßen
Zwei zu meiner Rechten
Zwei zu meiner Linken
Zweie, die mich decken
Zweie, die mich wecken
Zweie, die mich weisen
Zu Himmels Paradeisen
Engelbert Humperdinck

Evenings when I go to sleep
Fourteen angels with me keep
Two stand at my head
Two at the foot of my bed
Two are at my right hand
Two are at my left hand
Two in covers tuck me
Two at morning wake me
Two that point the way to rise
To heaven’s paradise
10. März 2010
Sonne flutet Schreibtisch. Eine Hand breit. Zwei Armlängen. Links und rechts Schatten. Obwohl die schattige Fläche viel größer ist, dominiert der handbreite Sonnenstrahl die Atmosphäre. Der Schatten ist nebensächlich, weil der Blick sich auf das Licht richtet. Die Hoffnung hängt an einem Lichtstrahl, einem Funken. Und sei er noch so klein.
09. März 2010
Your eyes are lode-stars
and your tongue’s
sweet air
More tuneable than lark
to shepherd’s ear
When wheat is green
when hawthorn buds
appear
Sickness is catching
O, were favour so
Yours would I catch
fair Hermia, ere I go
My ear should catch
your voice
my eye your eye
My tongue should catch
your tongue’s
sweet melody
Were the world mine
Demetrius being bated
The rest I’d give
to be to you
translated
~
Ein Angelstern ist
Euer Aug die Töne
der Lippe süßer
als der Lerche Lied
dem Hirten scheint
wenn alles grünt
und blüht
Krankheit steckt an
o tät’s Gestalt
und Wesen
Nie wollt ich
angesteckt von Euch
genesen
Mein Aug lieh‘
Euren Blick
die Zunge lieh‘
Von Eurer Zunge Wort
und Melodie
Wär mein die Welt
ich ließ damit
Euch schalten
William Shakespeare
08. März 2010
TITANIA
What angel wakes me from my flowery bed?
BOTTOM
The finch, the sparrow, and the lark,
The plain-song cuckoo gray,
Whose note full many a man doth mark,
And dares not answer nay
for, indeed, who would set his wit
to so foolish a bird?
Who would give a bird the lie,
though he cry ‚cuckoo‘ never so?
TITANIA
I pray thee, gentle mortal, sing again
Mine ear is much enamour’d of thy note.
So is mine eye enthrallèd to thy shape;
And thy fair virtue’s force perforce doth move me,
On the first view, to say, to swear, I love thee.
BOTTOM
Methinks, mistress,
you should have little reason for that:
and yet, to say the truth,
reason and love keep little company
together now-a-days:
the more the pity
that some honest neighbours
will not make them friends.
Nay, I can gleek upon occasion.
TITANIA
Thou art as wise as thou art beautiful.
~
TITANIA
Weckt mich von meinem Blumenbett ein Engel?
ZETTEL
Der Kuckuck, der der Grasmück
So gern ins Nestchen heckt
Und lacht darob mit arger Tück
Und manchen Ehmann neckt
Denn sein Rufen soll
eine gar gefährliche Vorbedeutung sein,
und wem jückt es nicht ein bißchen
an der Stirne, wenn er sich
Kuckuck grüßen hört?
TITANIA
Ich bitte dich, du holder Sterblicher,
Sing noch einmal!
Mein Ohr ist ganz verliebt
In deine Melodie;
auch ist mein Auge
Betört von deiner lieblichen Gestalt;
Gewaltig treibt mich deine schöne Tugend,
Beim ersten Blick dir zu gestehn,
zu schwören:
Daß ich dich liebe.
ZETTEL
Mich dünkt, Madame,
Sie könnten dazu nicht viel Ursache haben.
Und doch,
die Wahrheit zu sagen,
halten Vernunft und Liebe
heutzutage nicht viel Gemeinschaft.
Schade, daß ehrliche Nachbarn
sie nicht zu Freunden machen wollen!
Gelt, ich kann auch spaßen,
wenn’s darauf ankommt.
TITANIA
Du bist so weise, wie du reizend bist.
Wiliam Shakespeare
Call me Titania
Im Grunde nur eine Frage der Zeit, wann das erste Gaga Nielsen-Opus mit Titania/Oberon-DiaMonologen erscheint. Schließlich durfte ich bereits den Puck im Sommernachtstraum geben (Anno Dingens Neunzehnhundertsowienoch – aber Titania! Das ist meine wahre Rolle!)
08. März 2010
TITANIA
What angel wakes me from my flowery bed?
BOTTOM
The finch, the sparrow, and the lark,
The plain-song cuckoo gray,
Whose note full many a man doth mark,
And dares not answer nay
for, indeed, who would set his wit
to so foolish a bird?
Who would give a bird the lie,
though he cry ‚cuckoo‘ never so?
TITANIA
I pray thee, gentle mortal, sing again
Mine ear is much enamour’d of thy note.
So is mine eye enthrallèd to thy shape;
And thy fair virtue’s force perforce doth move me,
On the first view, to say, to swear, I love thee.
BOTTOM
Methinks, mistress,
you should have little reason for that:
and yet, to say the truth,
reason and love keep little company
together now-a-days:
the more the pity
that some honest neighbours
will not make them friends.
Nay, I can gleek upon occasion.
TITANIA
Thou art as wise as thou art beautiful.
~
TITANIA
Weckt mich von meinem Blumenbett ein Engel?
ZETTEL
Der Kuckuck, der der Grasmück
So gern ins Nestchen heckt
Und lacht darob mit arger Tück
Und manchen Ehmann neckt
Denn sein Rufen soll
eine gar gefährliche Vorbedeutung sein,
und wem jückt es nicht ein bißchen
an der Stirne, wenn er sich
Kuckuck grüßen hört?
TITANIA
Ich bitte dich, du holder Sterblicher,
Sing noch einmal!
Mein Ohr ist ganz verliebt
In deine Melodie;
auch ist mein Auge
Betört von deiner lieblichen Gestalt;
Gewaltig treibt mich deine schöne Tugend,
Beim ersten Blick dir zu gestehn,
zu schwören:
Daß ich dich liebe.
ZETTEL
Mich dünkt, Madame,
Sie könnten dazu nicht viel Ursache haben.
Und doch,
die Wahrheit zu sagen,
halten Vernunft und Liebe
heutzutage nicht viel Gemeinschaft.
Schade, daß ehrliche Nachbarn
sie nicht zu Freunden machen wollen!
Gelt, ich kann auch spaßen,
wenn’s darauf ankommt.
TITANIA
Du bist so weise, wie du reizend bist.
Wiliam Shakespeare
Call me Titania
Im Grunde nur eine Frage der Zeit, wann das erste Gaga Nielsen-Opus mit Titania/Oberon-DiaMonologen erscheint. Schließlich durfte ich bereits den Puck im Sommernachtstraum geben (Anno Dingens Neunzehnhundertsowienoch – aber Titania! Das ist meine wahre Rolle!)
08. März 2010
beyond sophistication
07. März 2010

Lange tot und tiefverschlossen
Grüßt mein Herz die schöne Welt
Seine Zweige blühn und sprossen
Neu von Lebenskraft geschwellt
O! ich kehre noch ins Leben
Wie heraus in Luft und Licht
Meiner Blumen selig Streben
Aus der dürren Hülse bricht
Die ihr meine Klage kanntet
Die ihr liebezürnend oft
Meines Sinnes Fehle nanntet
Und geduldet und gehofft
Eure Not ist aus, ihr Lieben
Und das Dornenbett ist leer
Und ihr kennt die immertrübe
Kranke Weinende nicht mehr
Wie so anders ist’s geworden
Alles was ich haßt und mied
Stimmt in freundlichen Akkorden
Nun in meines Lebens Lied
Und mit jedem Stundenschlage
Werd ich wunderbar gemahnt
An der Kindheit goldne Tage
Seit ich dieses Eine fand
Diotima! selig Wesen
Herrliche, durch die mein Geist
Von des Lebens Angst genesen
Götterjugend sich verheißt
Unser Himmel wird bestehen
Unergründlich sich verwandt
Hat, noch eh‘ wir uns gesehen
Unser Wesen sich gekannt
Da ich noch in Kinderträumen
Friedlich wie der blaue Tag
Unter meines Gartens Bäumen
Auf der warmen Erde lag
Da mein erst Gefühl sich regte
Da zum erstenmale sich
Göttliches in mir bewegte
Säuselte dein Geist um mich
Ach und da mein schöner Friede
Wie ein Saitenspiel, zerriß
Da von Haß und Liebe müde
Mich mein guter Geist verließ
Kamst du, wie vom Himmel nieder
Und es gab mein einzig Glück
Meines Sinnes Wohllaut wieder
Mir ein Traum von dir zurück
Da ich flehend mich vergebens
An der Wesen kleinstes hing
Durch den Sonnenschein des Lebens
Einsam, wie ein Blinder, ging
Oft vor treuem Angesichte
Stand und keine Deutung fand
Darbend vor des Himmels Lichte
Vor der Mutter Erde stand
Lieblich Bild, mit deinem Strahle
Drangst du da in meine Nacht
Neu an meinem Ideale
Neu und stark war ich erwacht
Dich zu finden, warf ich wieder
Warf ich meinen tragen Kahn
Von dem toten Porte nieder
In den blauen Ozean.
Nun, ich habe dich gefunden
Schöner, als ich ahnend sah
In der Liebe Feierstunden
Hohe Gute! bist du da
O der armen Phantasien
Dieses Eine bildest nur
Du, in deinen Harmonien
Frohvollendete Natur
Hab‘, ins tiefste Herz getroffen
Oft um Schonung sie gefleht
Wenn so klar und heilig offen
Mir ihr eigner Himmel steht
Wenn die Schlacken, die mich kümmern
Dieses Engelsauge sieht
Wenn vor meines Friedens Trümmern
Dieser Unschuld Blume blüht
Habe, wenn in reicher Stille
Wenn in einem Blick und Laut
Seine Ruhe, seine Fülle
Mir ihr Genius vertraut
Wenn ihr Geist, der mich begeistert
An der hohen Stirne tagt
Von Bewundrung übermeistert
Zürnend ihr mein Nichts geklagt
Aber, wie, in zarten Zweigen
Liebend oft von mir belauscht
Traulich durch der Haine Schweigen
Mir ein Gott vorüberrauscht
So umfangt ihr himmlisch Wesen
Auch im Kinderspiele mich
Und in süßem Zauber lösen
Freudig meine Bande sich
Friedrich Hölderlin
φ
07. März 2010

Lange tot und tiefverschlossen
Grüßt mein Herz die schöne Welt
Seine Zweige blühn und sprossen
Neu von Lebenskraft geschwellt
O! ich kehre noch ins Leben
Wie heraus in Luft und Licht
Meiner Blumen selig Streben
Aus der dürren Hülse bricht
Die ihr meine Klage kanntet
Die ihr liebezürnend oft
Meines Sinnes Fehle nanntet
Und geduldet und gehofft
Eure Not ist aus, ihr Lieben
Und das Dornenbett ist leer
Und ihr kennt die immertrübe
Kranke Weinende nicht mehr
Wie so anders ist’s geworden
Alles was ich haßt und mied
Stimmt in freundlichen Akkorden
Nun in meines Lebens Lied
Und mit jedem Stundenschlage
Werd ich wunderbar gemahnt
An der Kindheit goldne Tage
Seit ich dieses Eine fand
Diotima! selig Wesen
Herrliche, durch die mein Geist
Von des Lebens Angst genesen
Götterjugend sich verheißt
Unser Himmel wird bestehen
Unergründlich sich verwandt
Hat, noch eh‘ wir uns gesehen
Unser Wesen sich gekannt
Da ich noch in Kinderträumen
Friedlich wie der blaue Tag
Unter meines Gartens Bäumen
Auf der warmen Erde lag
Da mein erst Gefühl sich regte
Da zum erstenmale sich
Göttliches in mir bewegte
Säuselte dein Geist um mich
Ach und da mein schöner Friede
Wie ein Saitenspiel, zerriß
Da von Haß und Liebe müde
Mich mein guter Geist verließ
Kamst du, wie vom Himmel nieder
Und es gab mein einzig Glück
Meines Sinnes Wohllaut wieder
Mir ein Traum von dir zurück
Da ich flehend mich vergebens
An der Wesen kleinstes hing
Durch den Sonnenschein des Lebens
Einsam, wie ein Blinder, ging
Oft vor treuem Angesichte
Stand und keine Deutung fand
Darbend vor des Himmels Lichte
Vor der Mutter Erde stand
Lieblich Bild, mit deinem Strahle
Drangst du da in meine Nacht
Neu an meinem Ideale
Neu und stark war ich erwacht
Dich zu finden, warf ich wieder
Warf ich meinen tragen Kahn
Von dem toten Porte nieder
In den blauen Ozean.
Nun, ich habe dich gefunden
Schöner, als ich ahnend sah
In der Liebe Feierstunden
Hohe Gute! bist du da
O der armen Phantasien
Dieses Eine bildest nur
Du, in deinen Harmonien
Frohvollendete Natur
Hab‘, ins tiefste Herz getroffen
Oft um Schonung sie gefleht
Wenn so klar und heilig offen
Mir ihr eigner Himmel steht
Wenn die Schlacken, die mich kümmern
Dieses Engelsauge sieht
Wenn vor meines Friedens Trümmern
Dieser Unschuld Blume blüht
Habe, wenn in reicher Stille
Wenn in einem Blick und Laut
Seine Ruhe, seine Fülle
Mir ihr Genius vertraut
Wenn ihr Geist, der mich begeistert
An der hohen Stirne tagt
Von Bewundrung übermeistert
Zürnend ihr mein Nichts geklagt
Aber, wie, in zarten Zweigen
Liebend oft von mir belauscht
Traulich durch der Haine Schweigen
Mir ein Gott vorüberrauscht
So umfangt ihr himmlisch Wesen
Auch im Kinderspiele mich
Und in süßem Zauber lösen
Freudig meine Bande sich
Friedrich Hölderlin
φ
06. März 2010
06. März 2010
05. März 2010
Und dieses Lied mag ich auch sehr. Immer wenn ich es höre, denke ich, wie gut es doch auf Rumours gepasst hätte. Es hätte sich nahtlos eingefügt. Hätte kein Mensch gemerkt. Aber dieser Song von den Magnetic Fields ist viel jünger als die alte Scheibe von Fleetwood Mac. Ich würe ihn gar nicht kennen, wenn ein unersetzlicher Caféhausbesitzer ihn mir nicht hätte zukommen lassen. Ich hör diesen Song nicht oft oder er kommt zufällig, aber wenn, dann ein paar mal hintereinander. Einmal lief das Lied einen ganzen Abend lang stundenlang. Es wurde mir erst zuviel, als es Zeit war, schlafen zu gehen.
04. März 2010
Vor achtzehn Jahren auf Santorin. Ich war mit dem Schiff angekommen, sechseinhalb Stunden Fahrt von Piräus. Ein Häuschen bezogen, das ich erst bei meiner Ankunft suchte, in Oía, es war schon Abend, als das Schiff anlegte. Die Rückwand Fels, in den Berg der Kaldera gehauen. In einem winzigen Lokal mit liebevoll gedeckten Tischen aß ich zum ersten mal zu Abend. Bestimmt irgendeinen Fisch. Blick auf die anderen Kykladeninseln in der Ferne. Ein Blick wie aus dem Flugzeug. Wer Santorin kennt, weiß sofort, was ich meine. Analoge Bilder. Ich hab sie nie hochgeladen. Bis auf jene Seite, die den Beginn der Strecke markieren sollte.
Und da lief diese Musik. Von Wim Mertens. Ein Soundtrack, ein score. „Der Bauch des Architekten“. Und die Sonne sank in irgendeinem furiosen Kupferton in die Ägäis. Das war ein guter Moment. Und auch der Wein. Ich mochte damals sehr gerne Weißwein, gerade den aus Santorin. Die Weinreben kringelten sich auf der Erde. Ende April, Anfang Mai. Die Touristen waren noch nicht da, die Saison hatte noch nicht richtig begonnen. Überall wurden die Mauern neu gekalkt, die Blumenbilder auf dem Asphalt erneuert. Solche Bilder hatte ich nie irgendwo zuvor gesehen in Griechenland. Blumen, wie von Kindern gemalt, so breit wie die Straße, mit dickem, weißem Pinselstrich. Und der Wind aus der Kaldera wehte jede Nacht den Sand unter der klappernden Tür in mein Schlafzimmer. Der Wind trägt einen Namen. Ich habe ihn vergessen.
04. März 2010
03. März 2010
02. März 2010
02. März 2010
„Einschreiben national mit Rückschein“. Das bedeutet, der Briefträger klingelt und man muss auf einer rosa Karte unterschreiben, dass man die Post gekriegt hat. War vorhin auf der Post. Nach langer Zeit. Hab noch nie ein Einschreiben mit Rückschein aufgegeben. Jetzt kann man sogar ganz modern im Internet nachschauen, wo die Post gerade ist, die man verschickt hat oder eine E-Mail-Benachrichtigung kriegen. Also bei so besonderen Zustellungsvermerken. Man geht auf die Seite von der Post und klickt auf Sendestatus und gibt die Sendungsnummer ein, die man beim Aufgeben bekommen hat und das Aufgabedatum. Also heute.
01. März 2010
Wahnsinn. Mama noch auf Intensivstation. Schwere OP. Alles wird gut. Fahrkartenkontrolle heute morgen, Monatskarte abgelaufen. Unwichtig. Schreibtisch von vorübergehend kranker Freundin aufgeräumt. Weint (vor Rührung). Bin gesund. Räume auf. Tut gut. Arbeiten statt weißes Licht imaginieren. Weltliche und innere Baustellen in Ordnung bringen. Marode Substanz entfernen. Vermoderte Träume wegfeudeln. Entwertende Gefühle auf den Mond schießen. Lauwärme vors Verfassungsgericht. Alles auf Anfang. Anders neu.
28. Februar 2010
26. Februar 2010

25. Februar 2010
25. Februar 2010
Die Häfen waren geöffnet. Wir schifften uns ein
die Segel voraus, den Traum über Bord
Stahl an den Knien und Lachen um unsere Haare
denn unsere Ruder trafen ins Meer, schneller als Gott
Unsere Ruder schlugen die Schaufeln Gottes und teilten die Flut
vorne war Tag, und hinten blieben die Nächte
oben war unser Stern, und unten versanken die andern
draußen verstummte der Sturm, und drinnen wuchs unsre Faust
Erst als ein Regen entbrannte, lauschten wir wieder
Speere stürzten herab und Engel traten hervor
hefteten schwärzere Augen in unsere schwarzen
Vernichtet standen wir da. Unser Wappen flog auf
Ein Kreuz im Blut und ein größeres Schiff überm Herzen
Ingeborg Bachmann
24. Februar 2010
Meine Güte 23. September 1925 2005. Das ist ja schon nicht mehr wahr. Damals hab ich noch kommentiert. Und ließ kommentieren. Mittlerweile kommt man sich fast vor, als ob man Röhrenradio hört, wenn man in sein Blog schreibt. Mit Hingabe und Beachtung einer schönen Bildillustration, nicht wahr. Der Generation facebook ist das ja gar kein Begriff mehr. Ein schönes Bild zur rechten Zeit, wohlgesetzte Zeilen. Früher war eben doch manches besser. Ich bin altmodisch und mag das sehr gerne hier. Ich bin gerade in diesen Tagen wieder ganz frisch verliebt in mein kleines Blog mit seinem schönen Passepartout in freundlichem Schwarz und seinen zeitgeistfernen Inhalten. Sentimental! Wenn es ginge, würde ich meinem Blog jetzt am liebsten eine Tasse Tee anbieten. Solche Gesten sind wichtig. Und überhaupt. Gesten. Worte. Die richtigen. Und nicht zu viele. Und ganz viel weglassen. Eine Frage der Intensität. Sehr. Wenige Worte wohl zu setzen, ist eine Kunst, mit der ich sehr zu beeindrucken bin. Ich finde überhaupt, dass muss hier alles noch viel langsamer und altmodischer werden.
Mit freundlichen Grüßen
aus der Pferdedroschke
Gaga Nielsen
Sie wissen ja
24. Februar 2010
Meine Güte 23. September 1925 2005. Das ist ja schon nicht mehr wahr. Damals hab ich noch kommentiert. Und ließ kommentieren. Mittlerweile kommt man sich fast vor, als ob man Röhrenradio hört, wenn man in sein Blog schreibt. Mit Hingabe und Beachtung einer schönen Bildillustration, nicht wahr. Der Generation facebook ist das ja gar kein Begriff mehr. Ein schönes Bild zur rechten Zeit, wohlgesetzte Zeilen. Früher war eben doch manches besser. Ich bin altmodisch und mag das sehr gerne hier. Ich bin gerade in diesen Tagen wieder ganz frisch verliebt in mein kleines Blog mit seinem schönen Passepartout in freundlichem Schwarz und seinen zeitgeistfernen Inhalten. Sentimental! Wenn es ginge, würde ich meinem Blog jetzt am liebsten eine Tasse Tee anbieten. Solche Gesten sind wichtig. Und überhaupt. Gesten. Worte. Die richtigen. Und nicht zu viele. Und ganz viel weglassen. Eine Frage der Intensität. Sehr. Wenige Worte wohl zu setzen, ist eine Kunst, mit der ich sehr zu beeindrucken bin. Ich finde überhaupt, dass muss hier alles noch viel langsamer und altmodischer werden.
Mit freundlichen Grüßen
aus der Pferdedroschke
Gaga Nielsen
Sie wissen ja
23. Februar 2010

Es lohnt sich manchmal, zu lieben
was kommt, nicht ist oder war
Ein Frühlingsgedicht, geschrieben
im kältesten Februar
J. Ringelnatz
23. Februar 2010

Es lohnt sich manchmal, zu lieben
was kommt, nicht ist oder war
Ein Frühlingsgedicht, geschrieben
im kältesten Februar
J. Ringelnatz
17. Februar 2010
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76777725&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Zufrieden sein und klagen ist ein Widerspruch. Getrost sein und verzagen ist ein Widerspruch. Uneinig sein und einig ist nicht einerlei. Sich zanken und vertragen ist ein Widerspruch. In Flucht zu schlagen einen Feind, und von dem Feind zu sein in Flucht geschlagen, ist ein Widerspruch. Zu suchen und zu meiden Eins zu gleicher Zeit. Zu fliehn und nachzujagen ist ein Widerspruch. Zu predigen für taube Ohren ist verkehrt. Und stummen Mund zu fragen ist ein Widerspruch. Sich weise dünken, und unwissend wissen sich, reich, und an Brocken nagen, ist ein Widerspruch. Die Königskrone tragen und den Bettelstab, sich härmen und behagen, ist ein Widerspruch. Doch Stab und Krone trägt mein Herz; und was es härmt, und was ihm mag behagen, ist ein Widerspruch. Unwissend weiß mein Herz, und weise dünkt es sich; Mein Herz, ich muß es sagen, ist ein Widerspruch. Ich pred’ge tauben Ohren, frage stummen Mund; Mein Herz mit seinen Plagen ist ein Widerspruch. Ich such‘ und meide, flieh‘ und jag‘, es schlägt mein Herz, Mein Herz mit seinem Schlagen ist ein Widerspruch. Uneinig ist’s und einig, und verträgt nur Zank; Mein Herz und sein Betragen ist ein Widerspruch. Zufrieden ist’s, und klagt, getrost, und zagt; mein Herz in diesen Frühlingstagen ist ein Widerspruch.
Friedrich Rückert
ξ
►watch on youtube
22. Februar 2010
facebook-chat mit Julian, 22. Februar 2010
10:54pmJulian
Julian
Was machst`n?
10:54pmGaga
kommentare löschen ;-)
10:55pmJulian
Besser so! Hier muß man wirklich aufpassen!
10:55pmGaga
ich hab nen Aufräumtick bei diesem beknackten facebook. Reduce to the max!
10:57pmJulian
Hab irgendwann mal meinen gesammten Lebenslauf aus versehen ausgespuckt..ne alte Schulfreundin von vor 25 Jahren war ganz begeistert…ich wußte nicht wie ich die Scheiße löschen soll..
10:58pmGaga
um gottes willen. aber dann hast du den button doch noch gefunden! du musst eben immer schön die brille aufsetzen!
11:00pmJulian
Ja Stecker rausgezogen, Brille kaputtgemacht und….alles wurde wieder besser…
11:01pmGaga
na bitte! geht doch! es gibt bestimmt selbsthilfegruppen für facebook geschädigte. aber viel interessanter ist dieses wunderbare geniale video von soap an skin, das ich mir seit gestern im loop reinziehe:
http://gaga.twoday.net/stories/6200341
sehr geil, genial.
11:08pmJulian
Gaga, das weckt in mir sehr schwarze Sehnsüchte, aber nicht schlecht, haste schön gemacht….was gibts noch?
11:11pmGaga
hab ich schön gemacht??? hab ich schön verlinkt. da werde ich ganz ehrfürchtig, bei so einem genialen kleinen meisterwerk. soap & skin trat im okt. 08 bei dem nico tribute konzert auf. da hab ich sie auch abgelichtet. dieser anschlag, wie sie in die tasten haut. donner und doria! wow. ich sehe selten videos, die mich überhaupt interessieren, ehrlich gesagt. aber das trifft mich auf der ganzen linie.
11:09pmJulian
Geh mal kurz Fluppen holen..
11:20pmGaga
ah fluppen. ich bin ja gesellschaftsraucherin, bei meinem frei gewählten eremitentum also sehr gesund! aber am liebsten sind mir ja blumen, wie die auf meinem balkon ;-)
11:25pmJulian
Gaga wie wunderbar..ich liebe Blumen doch braucht es leider noch ein bischen, bis sie das Blühen beginnen…gerade läuft ein Fim auf NDR mit Marian Faithfull, die ich mitlerweile auch sehr respektiere…toller Film über eine Hausfrau die für Ihren Sohn, durch Hand-Jobs versucht etwas zu Geld zu kommen
11:26pmGaga
den hab ich im kino gesehen, der ist super großartig! ich liebe marianne, ich bete sie an! großartigste lebende sängerin ever! hast du sie in der letzten zeit mal live erlebt? gottesdienst.
11:27pmJulian
Ne leider nich, werd ich auf jeden Fall!!!
11:29pmGaga
sie war ja sehr krank, man muss sich um seine ikonen kümmern, sonst ist es zu spät – diesen song hatte ich heute in der s-bahn by random auf den ohren. großartig, von ihrem album before the poison: http://www.youtube.com/watch?v=r9IbLK0k20k
11:30pmJulian
Habe mich immer früher um die Stones und Brian Jones und dessen Verhältnis zu ihr, besonders interessiert, Jagger war und ist ein Arschloch, muß sie auch ganz schön runtergeholt haben (ich hasse ihn!)
11:31pmGaga
brian jones war aber ein eitler affe! den mochte ich am wenigsten! früher war sie süß und hatte ein harmloses stimmchen, aber heute hört man, dass sie gelebt hat. (aber wie…)
11:33pmGaga
P.S. aber Sätze wie „ich hasse ihn“ haben meine volle Sympathie – nicht wegen Jagger, sondern grundsätzlich! Immer diese Licht und Liebe Scheisse, das kann doch keiner mehr hören!
11:35pmJulian
Ja das war Brian wohl schon…dachte einige Zeit ich sei sein Sohn (gleiche Nase, gleicher Sinn für Arrangemants), weil er 2 Kinder hatte die er boßhafterweise Julian taufen ließ…Na so ist der alte Gockel, das eigentliche Genie der Band, bis ENDE 60 im Pool ersoffen, oder ertränkt?!
11:38pmGaga
mir schnurz! wie, der hat zwei bälger in die welt gesetzt und zweimal den gleichen namen gegeben? wie doof! aber der name ist schon sehr schön! vielleicht war sein gedächtnis etwas in mitleidenschaft gezogen und so musste er sich nur einen namen merken. har har
11:38pmJulian
Und wie Marianne gelebt hat, blieb ja niemandem verborgen…und es ist schön zu sehen das solche Menschen, kurz vor ihrem Kollaps es doch noch schaffen wieder auf zu stehen und einen wunderbaren Beitrag in unserem Leben geben!
11:39pmGaga
jawoll! das hast du sehr schön gesagt: einen wunderbaren beitrag in unserem leben geben. amen! du solltest priester werden! So als Zweitberuf! Die haben auch schöne Kostüme. Schwarzweiß ist sowieso die einzig mögliche farbkombination bei bekleidung. außer natürlich noch ein fröhliches anthrazit.
11:40pmJulian
Dewegen hat er sie ja Julian genannt, war eben praktisch…DAS KANN DIR NICHT SCHNUR SEIN!!! Er war schließlich der Begründer der Stones
11:42pmGaga
och schön – er war praktisch veranlagt! damit kann er jetzt auch nicht mehr punkten, der zug ist abgefahren! begründer der stones bla bla – micky maus war schon sehr sexy. wie der da bei diesem konzert im hyde park oder wo das war in diesem weißen minikleid auftrat, mit seiner geilen schnute.
11:43pmJulian
kann leider nicht im Zölibat leben…Bullshit…was los? Übertreib nicht!!
11:44pmGaga
jeder kann im zölibat leben. das ist nur eine frage der – äh – technik!
11:45pmJulian
Genau!! Aber die begreif ich doch nicht!
11:45pmGaga
üben üben üben!
11:46pmJulian
AUF GAR KEINEN FALL!!!! Praktiziere doch die OOCH – TECHNIK
11:50pmGaga
die was? ich glaube diese art der konversation kann ich nicht mit meinem keuschheitsgelübde vereinbaren: http://gaga.twoday.net/stories/4585263/#4586750 ich muss mich jetzt bettfertig machen und auf das nachtgebet vorbereiten. ich bin da streng. bald schlägt die turmuhr mitternacht! geruhsame nachtruhe!
11:54pmJulian
Die wünsch ich Dir auch! Give it away now…
11:55pmGaga
Ich schließe dich in mein Nachtgebet ein! Amen.
11:58pmJulian
Wie kann ich Dir nur danken…diese Nacht werde ich endlich froh und zufrieden einschlafen…heilige Nacht!
Today
12:01amGaga
jetzt aber!
22. Februar 2010
21. Februar 2010

In alchemy there is a formula known in latin as Solve et Coagula, which means to dissolve to the purest elements and then reform. The idea is to turn base metals into gold, but the true alchemy is being able to have a Midas touch with misery. Turning pain into beauty. B. Kanaan
φ
19. Februar 2010

Foto: Peter Cujé
keep going
[…] reloaded
17. Februar 2010
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76777725&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Zufrieden sein und klagen ist ein Widerspruch. Getrost sein und verzagen ist ein Widerspruch. Uneinig sein und einig ist nicht einerlei. Sich zanken und vertragen ist ein Widerspruch. In Flucht zu schlagen einen Feind, und von dem Feind zu sein in Flucht geschlagen, ist ein Widerspruch. Zu suchen und zu meiden Eins zu gleicher Zeit. Zu fliehn und nachzujagen ist ein Widerspruch. Zu predigen für taube Ohren ist verkehrt. Und stummen Mund zu fragen ist ein Widerspruch. Sich weise dünken, und unwissend wissen sich, reich, und an Brocken nagen, ist ein Widerspruch. Die Königskrone tragen und den Bettelstab, sich härmen und behagen, ist ein Widerspruch. Doch Stab und Krone trägt mein Herz; und was es härmt, und was ihm mag behagen, ist ein Widerspruch. Unwissend weiß mein Herz, und weise dünkt es sich; Mein Herz, ich muß es sagen, ist ein Widerspruch. Ich pred’ge tauben Ohren, frage stummen Mund; Mein Herz mit seinen Plagen ist ein Widerspruch. Ich such‘ und meide, flieh‘ und jag‘, es schlägt mein Herz, Mein Herz mit seinem Schlagen ist ein Widerspruch. Uneinig ist’s und einig, und verträgt nur Zank; Mein Herz und sein Betragen ist ein Widerspruch. Zufrieden ist’s, und klagt, getrost, und zagt; mein Herz in diesen Frühlingstagen ist ein Widerspruch.
Friedrich Rückert
ξ
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16. Februar 2010
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649
bright spot from London. My pleasure, Dylan.
14. Februar 2010
Schreiben, dich schreiben, dich malen. Dir ins Haar flechten all die ungesprochenen Worte, aufgehängt in der Luft, in der Zeit, im Zweig gelber Blüten, deren Schönheit mir den Atem raubt, wenn ich allein, in Gedanken, die Straße durchschreite. Eine Erklärung finden für das Geheimnis, den exakten Moment der Entdeckung, für die Liebe, für das Preßluftgefühl im gebogenen Körper, für das berstende Glück, das mich zu Tränen erschüttert, mir die Augen rötet, die Haut, die Zähne, wenn ich Blume werde, Kletterpflanze, Burg, Gedicht unter deinen Händen, die mich streicheln und entblättern, mir die Worte entreißen, mich von innen nach außen kehren, und wenn meine Vergangenheit sich ergießt, meine glückliche Kindheit, die Erinnerung, die Träume, das Meer, das brausend gegen die Jahre schlägt, immer herrlicher und höher, herrlicher und höher. Escribirte, escribirte, dibujarte. Llenarte el pelo de todas las palabras detenidas, colgadas en el aire, en el tiempo, en aquella rama llena de flores amarillas de cortes cuya belleza me pone los pelos de punta cuando vengo bajando sola, por la carretera, pensando. Definir el misterio, el momento preciso del descubrimiento, el amor, esta sensación de aire comprimido dentro del cuerpo curvo, la explosiva felicidad que me saca las lágrimas y me colorea los ojos, la piel, los dientes, mientras voy volviéndome flor, enredadera, castillo, poema, entre tus manos que me acarician y me van deshojando, sacándome las palabras, volteándome de adentro para afuera, chorreando mi pasado, mi infancia de recuerdos felices, de sueños, de mar reventando contra los años, cada vez más hermoso y más grande, más grande y más hermoso.
Giaconda Belli
14. Februar 2010
14. Februar 2010
13. Februar 2010
12. Februar 2010
Und meiner Lider fein Geweb durchflammte
der hohen Nacht geheimnisvoller Glanz
Und all mein Innres wurde Licht und Schimmer
und ein Entzücken, das ich nie gekannt
durchglühte mich und hob mein ganzes Wesen
in eine höhere Ordnung der Natur
ein leises Tönen hielt mich hold umfangen
als zitterte in jedem Sternenstrahl
der Ton der Heimat, die ihn hergesendet
ein Ton vor allen aber traf mein Herz
und ließ die andern mehr und mehr verstummen
und that sich auseinander wie der Kelch
Wir grüßen dich in deine stillen Nächte
als deiner Zukunft tröstliche Gewähr
es schalten ungeheure Willensmächte
in unsrer Tage blindem Ungefähr
So wandeln wir auf leichten Tänzerfüßen
die wir dereinst auch dein Geschick geteilt
und dürfen dich mit einem Liede grüßen
das dich auf Strahlen unsres Sterns ereilt
Auf Blumen wandeln wir wie leichte Falter
aus Früchten saugen wir der Kräfte Saft
uns ficht kein Elend an, zerbricht kein Alter
der frühern Leiden lächelt unsre Kraft
Denn allzu schön, als daß wir uns entzweiten
erschuf uns das Gestirn, das uns gebar
wir können uns nicht Schmerz und Not bereiten
die Schönheit macht uns aller Feindschaft bar
Wir lieben uns aus tiefsten Herzensgründen
wir trinken unsres Anblicks Glück und Huld
wir wissen nichts wie ihr von fahlen Sünden
und keinen ängstigt das Gespenst der Schuld
Oh komm! daß sich die dornenlose Rose
auch Deiner Schläfe duftend schmiegen kann
Die schönste Schwester diene deinem Lose
und schenke dich dem schönsten Mann – oh komm
Christian Morgenstern
12. Februar 2010
12. Februar 2010
11. Februar 2010
Ich trete an das Fenster und sehe, und sehe noch durch die stürmenden, vorüberfliehenden Wolken einzelne Sterne des ewigen Himmels! Nein, ihr werdet nicht fallen! Der Ewige trägt euch an seinem Herzen, und mich. Ich sehe die Deichselsterne des Wagens, des liebsten unter allen Gestirnen. Wenn ich nachts von dir ging, wie ich aus deinem Tore trat, stand er gegen mir über. Mit welcher Trunkenheit habe ich ihn oft angesehen, oft mit aufgehobenen Händen ihn zum Zeichen, zum heiligen Merksteine meiner gegenwärtigen Seligkeit gemacht.
J.W.v. Goethe, Werther
10. Februar 2010
exploring the unexpected
[serendipity]
µ
09. Februar 2010
Vergiss es nicht, mein wildes Herz
Und liebe sehnlich jede Lust
Und liebe auch den bittren Schmerz
Eh du für immer ruhen musst
Es ist kein Tag so streng und heiss
Des sich der Abend nicht erbarmt
Und den nicht gütig, lind und leis
Die mütterliche Nacht umarmt
Hermann Hesse
09. Februar 2010
08. Februar 2010
krahkrahwuffmiauwieher












Aber nicht genug damit, dass ich meine Leser nötige, meine neue Sammlung uralter Gaga Nielsen-Tierfotos anzuschauen, auch scheue ich mich nicht, dem Leser abermals mein Opus 5 aus dem Jahre 2007 anzudienen, welches meines Erachtens völlig zu Unrecht nicht den Grimme-Preis erhielt. Auch die fehlende Nominierung lässt mich, ohne jetzt hysterisch wirken zu wollen, an eine Verschwörung glauben. Es war mir schon immer wichtig, die Kamera schonungslos auf die Lebewesen drauf zu halten, mit denen ich die meiste Zeit verbringe. Und das waren damals eben die vierbeinigen Bewohner vom Zoo und Tierpark. Ich bin da nicht heikel. Hauptsache Bewegung vor der Kamera! Ob Mann oder Nilpferd!
http://blip.tv/play/gZg3jOAfAA
Mit freundlichen Grüßen!
Gaga Nielsen, Hollywood
08. Februar 2010
Wasser läuft ein. Badezusatz so schön, wie Name bescheuert. Zuverlässige Umarmung des heißen Wassers.
08. Februar 2010
08. Februar 2010
08. Februar 2010
Ich möchte aus meinem Herzen hinaus
unter den großen Himmel treten
Ich möchte beten
Und einer von allen Sternen
müsste wirklich noch sein
Ich glaube, ich wüsste
welcher allein
gedauert hat
welcher wie eine weiße Stadt
am Ende des Strahls in den Himmeln steht
rmr
08. Februar 2010
Ich weiß, daß mir nichts angehört
Als der Gedanke, der ungestört
Aus meiner Seele will fließen
(…)
Johann Wolfgang von Goethe
08. Februar 2010
Transzendenz
[Steinbruch]
08. Februar 2010
„Das sind alles nur Zeitfenster“ sagte ein Freund einmal zu mir. Als ich gestern und heute meine dreihundertfünfzig Flickr-Sets mit rund fünfzehntausend Bildern endlich mit Datum versehe und in die richtige Reihenfolge schiebe, in ihre chronologische Reihenfolge, nicht so, wie ich sie nach Lust und Laune hochlud, fällt mir der Satz immer wieder ein. Das sind alles nur Zeitfenster. Zeitfenster mit einem schwarzen Deckblatt. Alben. Fotobalben. Fenster in meine Zeit. Schöne Zeit. Gute Zeit. Wer die Bilder sieht, mag schlussfolgern „Du musst ein gutes Leben haben“. Ja, vieles ist und war oft gut in meinem Leben. Ich sehe es. Ja, ich sehe es… ich sehe es – Gerade noch ein paar Sammlungen gemacht, collections genannt. Ganz schön, um sich nicht durch diese Flut wühlen zu müssen, einfach mal zu sehen, was zum Beispiel in der Sammlung Blogger zu finden ist. Ihr habt mich immer machen lassen, das war nett. Ich erinnere mich an eine Lesung, da hieß es gar resolut, es gäbe Fotografier-Verbot, nur Gaga Nielsen darf Fotos machen! Da habe ich mich aber gebauchpinselt gefühlt. Na ja. Auch lange her. Und wieviel ich doch mit Jan unterwegs war, in welchem rasanten Tempo wir durch die Berliner Kunstszene gejagt sind, so viel Spaß dabei. Alles ein großes verrücktes Spiel. Wie leicht man Menschen näherkam. Das kommt wieder. Ich nehme gerade sehr viele Möglichkeiten nicht wahr, weil manchmal der richtigere Platz zuhause ist. Wo man die Dinge aus der Distanz zu begreifen, einzuordnen lernt. Jegliches. Und es erschlägt mich wieder und wieder, wenn ich diese vielen Fotostrecken sehe, die Dichte der letzten beiden Jahre. Wie vom Donner gerührt sitze ich vor meinem Monitor. Dieses eingemeißelte, genaue Datum darunter. Das war also das, was an diesem einmaligen Datum in der Erdgeschichte für mein Leben Bedeutung hatte und das war der nächste Tag und der nächste und der davor und der übernächste und … nicht nur meiner. So sitze ich davor. Vor meinen Gedenktafeln. Und ich habe das doch alles auch selbst gemacht. Nicht nur diesen flickr-account, der mein Leben festhält.

Und ich mache es wieder zu einem guten Leben. Ich bin nämlich eine gute Dramaturgin. Ja, ich mag brüchige Filme, bei denen man mit dem Protagonisten mitleiden kann und hofft, dass alles gut ausgeht. Meine liebsten Helden sind die, denen nicht alles sofort in den Schoß fällt. Die kämpfen müssen. Aber das letzte Standfoto zeigt gleißendes Licht. Das ist schwer einzufangen. Aber ich schaffe das.
07. Februar 2010
07. Februar 2010
07. Februar 2010
06. Februar 2010
06. Februar 2010
06. Februar 2010
Herz auf Zunge
06. Februar 2010
06. Februar 2010
06. Februar 2010
05. Februar 2010
Vielleicht kehrt Rio ja wirklich zurück. Es wäre doch auch schön, ihn hier zu haben. Sein Haus würde ich gerne noch einmal vorher sehen, seinen Zaubergarten und den Tisch mit der aufgeschlagenen Bibel. Das hat mich doch sehr bewegt, heute beim Mittagessen. Wenn er umgebettet wird, dann auf den Matthäi-Kirchhof, wo auch die Kapelle steht, in der er getauft ist, in Schöneberg, wie wunderbar.
Viele Jahre wohnte ich um die Ecke, in einer schattigen Wohnung im Parterre, meine erste eigene kleine Wohnung in Berlin. An schönen Tagen ging ich manchmal gerne auf den kleinen Kirchhof, um ein Sonnenbad zu nehmen, Nerudas Gedichte auf dem Schoß. Auf der Sonnenbank mit Vogelgezwitscher. Nur wenige Schritte daneben war ein Waschsalon, in dem sich meine Wäsche drehte. 19hundertsechsundachtzig.
Im Mai Zweitausendacht war ich nach vielen Jahren wieder dort. Diesmal mit Jan zu einer Gedenkfeier im kleinen Kreis, zu Ehren des dort beigesetzten Malers und Poeten Friedrich Schröder Sonnenstern. Einer der Nachfahren dieses phantastischen Surrealisten, dessen Werk mich verwirrend und elektrisierend an das Werk von Victor Brauner erinnert, hatte uns herzlich eingeladen. Es war der Geburtstag meines Bruders. Daran dachte ich. Dass es irgendwie passt, an so einem Tag, am Grab eines anderen Verrückten zu gedenken. Rio hätte die Bilder von Sonnenstern auch geliebt.
Weiter stand heute nichts meine kleine Welt bewegendes in der ulkigen Zeitung mit den großen Überschriften. Nur, dass Udo Walz ab 22. Februar die Galerie Bremer unter seine Fittiche nimmt und es dann ein kleines Restaurant mit Pasta geben wird. Das wird bestimmt fein. Und Rolf Eden wird Achtzig und ist gut drauf. Das stand aber nicht in der B.Z., sondern hat mir Jan gestern am Telefon erzählt. Er traf ihn vorgestern in der kleinen Weltlaterne. Ich gab ihm den Hinweis, dass einer der Stammgäste, ein Maler eine slideshow mit tausend Fotos der letzten Jahrzehnte in der Weltlaterne zeigt. Mit Klaviergeklimper. Eigentlich wäre ich gerne hin, aber ich hörte so kurzfristig davon und war nicht in Stimmung, alles stehen und liegen zu lassen. Jan hat ein ganz schönes Foto von Rolf Eden gemacht. Mir ist er ja sympathisch, mit seinen augenzwinkernden Macho-Sprüchen, die man nicht zu ernst nehmen sollte. Ein echtes Berliner Urgestein. Ach ja, Butterfisch mit Dillsauce und Gemüse hatte ich zu meinem Käseblättchen. Und bald ist Wochenende.
05. Februar 2010
Warum ich wieder zum Papier mich wende?
Das mußt du, Liebster, so bestimmt nicht fragen
Denn eigentlich hab ich dir nichts zu sagen
Doch kommts zuletzt in deine lieben Hände
Weil ich nicht kommen kann, soll, was ich sende
Mein ungeteiltes Herz hinübertragen
Mit Wonnen, Hoffnungen, Entzücken, Plagen
Das alles hat nicht Anfang, hat nicht Ende
Ich mag vom heutgen Tag dir nichts vertrauen
Wie sich im Sinnen, Wünschen, Wähnen, Wollen
Mein treues Herz zu dir hinüberwendet
So stand ich einst vor dir, dich anzuschauen
Und sagte nichts. Was hätt ich sagen sollen
Mein ganzes Wesen war in sich vollendet.
Johann Wolfgang von Goethe
(das erste, das ich fand)
05. Februar 2010

14. August 2006
Kinder und Tiere gehen immer. Sonne in Berlin. Heute tut sie nicht weh. Ohne Arg scheint sie durchs Fenster. Ich tippe ein Passwort und trinke Kaffee. Vor mehr als zwanzig Jahren sagte eine Frau, die mich und meinen Bruder recht gut kannte, „Ihr beiden seid Wesen aus einer anderen Zeit. Ihr gehört in die Epoche der Romantik, mit euren großen verträumten Augen.“ Sie sagte noch etwas sehr schönes, das mich rührte, aber ich habe es vergessen. Sie lebt nicht mehr, ich kann sie nicht fragen. Ich fühlte, sie hatte recht. Sie war Astrologin und amüsierte sich über mein Horoskop, weil sie halb scherzend, halb ernst meinte, ich wäre womöglich die Reinkarnation von Goethe. Da wären so viele Parallelen in unserem Geburtsbild. Die Sonne, der Skorpionmond und Aszendent, wenn ich es recht erinnere. Das chinesische Zeichen der Schlange. Das starke zwölfte Haus. Dies und das und jenes. Na ja. Ich nahm es heiter hin, ohne daran zu glauben. Wie komme ich jetzt darauf… Als ich in Weimar war, hatte ich jedenfalls kein déjà vu und bin auch sonst nicht immer hin und weg von seinem Werk. Aber natürlich voller Respekt. Vielleicht sollte ich ihm mehr Aufmerksamkeit schenken. Die Magie in seinen Zeilen finden. Das hat er bestimmt verdient. Im Grunde las ich nur den Faust und ein paar verstreute Gedichte und Zitate. Ich sehe mal nach und komme wieder. Mit Johann Wolfgang. Ich bin gut im Querlesen und Finden. Ihr müsst nicht lange warten.
„Getret’ner Quark wird breit nicht stark!“
05. Februar 2010
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649
Niemand soll mich weinen sehn
Als in Feld und Aue
Blumen, deren Augen stehn
Meinen gleich, im Thaue
Zu den Blumen will ich gehn
Denen ich vertraue
Niemand soll mich weinen sehn
Als in Feld und Aue
Blumen schweigen still bescheiden
Wollen trösten nicht mein Leiden
Noch an meinem Weh
sich weiden
Niemand soll mich weinen sehn
Als in Feld und Aue
Blumen, deren Augen stehn
Meinen gleich, im Thaue
Friedrich Rückert
04. Februar 2010

3. März 2007
Gerade war ich versucht, März da oben hinzutippen. Da ganz oben. Wo das Datum steht. Aber heute ist immer noch Februar. Der vierte Februar 2010.
04. Februar 2010
Ein Kind voll Wehmut und voll Treue
Verstoßen in ein fremdes Land
Ließ gern das Glänzende und Neue
Und blieb dem Alten zugewandt
Nach langem Suchen, langem Warten
Nach manchem mühevollen Gang
Fand es in einem öden Garten
Auf einer längst verfallnen Bank
Ein altes Buch, mit Gold verschlossen
Und nie gehörte Worte drin
Und wie des Frühlings zarte Sprossen
So wuchs in ihm ein innrer Sinn
Und wie es sitzt und liest und schauet
In den Kristall der neuen Welt
An Gras und Sternen sich erbauet
Und dankbar auf die Kniee fällt
Verkündiger der Morgenröte
Des Friedens Bote sollst du sein
Sanft wie die Luft in Harf und Flöte
Hauch ich dir meinen Atem ein
Novalis
04. Februar 2010
Soljanka
04. Februar 2010
04. Februar 2010
Kennst du sie, die selig, wie die Sterne
Von des Lebens dunkler Woge ferne
Wandellos in stiller Schöne lebt
Die des Herzens löwenkühne Siege
Des Gedankens fesselfreie Flüge
Wie der Tag den Adler, überschwebt?
Die uns trifft mit ihren Mittagsstrahlen
Uns entflammt mit ihren Idealen
Wie vom Himmel, uns Gebote schickt
Die die Weisen nach dem Wege fragen
Stumm und ernst, wie von dem Sturm verschlagen
Nach dem Orient der Schiffer blickt?
Die das Beste gibt aus schöner Fülle
Wenn aus ihr die Riesenkraft der Wille
Und der Geist sein stilles Urteil nimmt
Die dem Lebensliede seine Weise
Die das Maß der Ruhe, wie dem Fleiße
Durch den Mittler, unsern Geist, bestimmt?
Die, wenn uns des Lebens Leere tötet
Magisch uns die welken Schläfe rötet
Uns mit Hoffnungen das Herz verjüngt
Die den Dulder, den der Sturm zertrümmert
Den sein fernes Ithaka bekümmert
In Alcinous Gefilde bringt?
Kennst du sie, die uns mit Lorbeerkronen
Mit der Freude beßrer Regionen
Ehe wir zu Grabe gehn, vergilt.
Die der Liebe göttlichstes Verlangen
Die das Schönste, was wir angefangen
Mühelos im Augenblick erfüllt?
Die der Kindheit Wiederkehr beschleunigt
Die den Halbgott, unsern Geist, vereinigt
Mit den Göttern, die er kühn verstößt
Die des Schicksals eh’rne Schlüsse mildert
Und im Kampfe, wenn das Herz verwildert
Uns besänftigend den Harnisch löst?
Die das Eine, das im Raum der Sterne
Das du suchst in aller Zeiten Ferne
Unter Stürmen, auf verwegner Fahrt
Das kein sterblicher Verstand ersonnen
Keine, keine Tugend noch gewonnen
Die des Friedens goldne Frucht bewahrt?
Friedrich Hölderlin
03. Februar 2010
Es ist ein Gutes, sich an das Helle zu erinnern. Ich beobachtete mich dabei, dass ich, obgleich sehr traurig, zu lächeln begann, als ich einen alten Film sah, in dem ich übermütig war und lachte. Wenn man von sich selbst ein Bild anschaut, auf dem man lächelt oder sogar lacht, erinnern sich die Zellen und justieren sich ein bißchen. So, wie Musik die kosmische Ordnung in einem Lebewesen wiederherzustellen vermag. Deswegen tröstet Musik so sehr. Weil die verschobenen, verkanteten Atome und Quanten für einen Moment in ihre unverletzte Ordnung zurückkehren. Daran glaube ich. Das habe ich mir selbst ausgedacht und bin ganz und gar davon überzeugt. Dasselbe geschieht, wenn man Lyrik liest, die einen wirklich berührt. Dann kommt etwas in Ordnung. Und die guten, heilen(den) Kräfte fließen weicher, unbehinderter. Die aufstrebende Kraft eines Lachens, das aus einem warmen fühlenden Herzen kommt. Wenn wir lachen, sind wir im Paradies.

16. Juli 2008, Berlin
03. Februar 2010
Du bist mein fernes Tal
verzaubert und versunken
Oft hast du mir in Not und Qual
empor aus deinem Schattenland gewunken
und deine Märchenaugen aufgetan
daß ich entzückt in kurzem Wahn
mich ganz zu dir zurück verlor
Hermann Hesse
03. Februar 2010
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Schnee von (vor)gestern. Ein heiter bewölkter Juliabend im Jahr 08.
kid37 gewidmet.
















