31. Dezember 2012


http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=122138
Ich will ja nicht schon wieder prahlen, aber auch das üppig mit Holzperlen bestickte Hippie-Oberteil, ist vom schon ganz schön supercoolen Anziehsachenladen meines Vertrauens Who killed Bambi. Entschuldigen allerdings möchte ich mich für das doch arg altbackene Känguruh-Bauch-Täschchen in Silber-Türkisblau, das ausschließlich meinem staatstragenden Besuch im Kanzleramt geschuldet war. Umfangreiche Kontrollen und Bodychecks sind meine Sache nicht, also hieß es, eine sowohl diskrete, bequeme, als auch effiziente Lösung zu finden. Leider hatte die blöde weiße Hose keine einzige Hosentasche. Sicher hätte man alternativ überlegen können, Hausschlüssel, Kleingeld und BVG-Karte im BH zu verstauen, aber ich war mir unsicher, ob die Sicherheitsbeamten mit ihren geschickten Scannern nicht doch fündig geworden wären und das prüfende Gefummel wäre mir dann doch tendenziell unangenehm gewesen. Es hat dann auch prima geklappt, ich wurde praktisch durchgewunken, wie mir das in Anbetracht meiner künftigen Ämter auch zusteht. Der hohe Tag war mir sogar einen zeitnahen Blogeintrag wert. Ich erinnere: zunächst suchte ich den Bundespressesprecher in der Dorotheenstraße auf und spazierte dann weiter zum Kanzleramt, zwecks Inspektion meines künftigen Beatrix-blauen Diensthubschraubers und Probesitzens.

31. Dezember 2012


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Ich will ja nicht schon wieder prahlen, aber auch das üppig mit Holzperlen bestickte Hippie-Oberteil, ist vom schon ganz schön supercoolen Anziehsachenladen meines Vertrauens Who killed Bambi. Entschuldigen allerdings möchte ich mich für das doch arg altbackene Känguruh-Bauch-Täschchen in Silber-Türkisblau, das ausschließlich meinem staatstragenden Besuch im Kanzleramt geschuldet war. Umfangreiche Kontrollen und Bodychecks sind meine Sache nicht, also hieß es, eine sowohl diskrete, bequeme, als auch effiziente Lösung zu finden. Leider hatte die blöde weiße Hose keine einzige Hosentasche. Sicher hätte man alternativ überlegen können, Hausschlüssel, Kleingeld und BVG-Karte im BH zu verstauen, aber ich war mir unsicher, ob die Sicherheitsbeamten mit ihren geschickten Scannern nicht doch fündig geworden wären und das prüfende Gefummel wäre mir dann doch tendenziell unangenehm gewesen. Es hat dann auch prima geklappt, ich wurde praktisch durchgewunken, wie mir das in Anbetracht meiner künftigen Ämter auch zusteht. Der hohe Tag war mir sogar einen zeitnahen Blogeintrag wert. Ich erinnere: zunächst suchte ich den Bundespressesprecher in der Dorotheenstraße auf und spazierte dann weiter zum Kanzleramt, zwecks Inspektion meines künftigen Beatrix-blauen Diensthubschraubers und Probesitzens.

29. Dezember 2012


Mitte August, Balkon andere Seite. Wildes Gestrüpp, trockene Blätter. Ockergelb wie im Herbst. Nie direkte Sonne. Was da wächst, ist aus dem Wald, mehreren Wäldern in Berlin und vom wilden Samenflug. Nein, nicht ganz. Einen Knöterich habe ich gekauft. Aber erst nach drei Jahren hat er sich danach gefühlt, zu blühen. Das Schöne ist, dass man sich bei winterharten heimischen Gewächsen, um kein Hin und Her kümmern muss. Überwintert wird wie im Wald, da wo man auch im Sommer ist. Ein Strauch ist schließlich kein Wüstennomade. Das funktioniert nun schon seit bald vierzehn Jahren ausgezeichnet. Blumentöpfe hin- und herräumen macht nur alle Beteiligten unwirsch. Mein selbst gezogener Pampelmusenbaum auf der Südseite ist fast eingegangen, als ich ihm einen Sommer in der Sonne schenken wollte. Der Wind war hier oben so stark und die Sonne so heiß, dass er ganz geschwächt war und fast eingegangen ist. Ich konnte ihn gerade noch retten, wieder an den alten Platz in der Wohnung direkt am Fenster gestellt. Fast alle oberen Blätter, die am nähsten an der Sonne, waren bald verbrannt, vertrocknet und kaputt und wochenlang sind keine neuen gekommen. Als er wieder drinnen war, habe ich mich betreten für den Zirkus entschuldigt und ihm genau den Platz zurückgegeben, wo er aufgewachsen ist, wo er unerwartet aus dem Kern geschlüpft ist. Nach drei Wochen hatte er siebzehn neue Blätter. Das klingt recht ausgeschmückt, aber so war es! Die Pflanzen drinnen kriegen viele wohlwollende Blicke und immer Wasser, wenn es mir auffällt, dass es so weit sein könnte. Aber keinen Dünger und kein Heckmeck. Gesprochen wird auch kaum, aber mein wohlwollendes Auge ruht auf jedem kleinen Blatt.
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