
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=122138
Ich will ja nicht schon wieder prahlen, aber auch das üppig mit Holzperlen bestickte Hippie-Oberteil, ist vom schon ganz schön supercoolen Anziehsachenladen meines Vertrauens Who killed Bambi. Entschuldigen allerdings möchte ich mich für das doch arg altbackene Känguruh-Bauch-Täschchen in Silber-Türkisblau, das ausschließlich meinem staatstragenden Besuch im Kanzleramt geschuldet war. Umfangreiche Kontrollen und Bodychecks sind meine Sache nicht, also hieß es, eine sowohl diskrete, bequeme, als auch effiziente Lösung zu finden. Leider hatte die blöde weiße Hose keine einzige Hosentasche. Sicher hätte man alternativ überlegen können, Hausschlüssel, Kleingeld und BVG-Karte im BH zu verstauen, aber ich war mir unsicher, ob die Sicherheitsbeamten mit ihren geschickten Scannern nicht doch fündig geworden wären und das prüfende Gefummel wäre mir dann doch tendenziell unangenehm gewesen. Es hat dann auch prima geklappt, ich wurde praktisch durchgewunken, wie mir das in Anbetracht meiner künftigen Ämter auch zusteht. Der hohe Tag war mir sogar einen zeitnahen Blogeintrag wert. Ich erinnere: zunächst suchte ich den Bundespressesprecher in der Dorotheenstraße auf und spazierte dann weiter zum Kanzleramt, zwecks Inspektion meines künftigen Beatrix-blauen Diensthubschraubers und Probesitzens.

31. Dezember 2012

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Ich will ja nicht schon wieder prahlen, aber auch das üppig mit Holzperlen bestickte Hippie-Oberteil, ist vom schon ganz schön supercoolen Anziehsachenladen meines Vertrauens Who killed Bambi. Entschuldigen allerdings möchte ich mich für das doch arg altbackene Känguruh-Bauch-Täschchen in Silber-Türkisblau, das ausschließlich meinem staatstragenden Besuch im Kanzleramt geschuldet war. Umfangreiche Kontrollen und Bodychecks sind meine Sache nicht, also hieß es, eine sowohl diskrete, bequeme, als auch effiziente Lösung zu finden. Leider hatte die blöde weiße Hose keine einzige Hosentasche. Sicher hätte man alternativ überlegen können, Hausschlüssel, Kleingeld und BVG-Karte im BH zu verstauen, aber ich war mir unsicher, ob die Sicherheitsbeamten mit ihren geschickten Scannern nicht doch fündig geworden wären und das prüfende Gefummel wäre mir dann doch tendenziell unangenehm gewesen. Es hat dann auch prima geklappt, ich wurde praktisch durchgewunken, wie mir das in Anbetracht meiner künftigen Ämter auch zusteht. Der hohe Tag war mir sogar einen zeitnahen Blogeintrag wert. Ich erinnere: zunächst suchte ich den Bundespressesprecher in der Dorotheenstraße auf und spazierte dann weiter zum Kanzleramt, zwecks Inspektion meines künftigen Beatrix-blauen Diensthubschraubers und Probesitzens.

31. Dezember 2012
Malte Welding und Holger Klein, über Finanzkrise, EU, lukrative Aufträge, Frauen Kennenlernen und Keith Richards (u. viel Gin Tonic).
31. Dezember 2012
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Heute sonnig und trocken, 26 bis 30 Grad, in der Nacht kaum Wolken, 19 bis 14 Grad, morgen nochmals hochsommerlich warm.

31. Dezember 2012
30. Dezember 2012
29. Dezember 2012

Mitte August, Balkon andere Seite. Wildes Gestrüpp, trockene Blätter. Ockergelb wie im Herbst. Nie direkte Sonne. Was da wächst, ist aus dem Wald, mehreren Wäldern in Berlin und vom wilden Samenflug. Nein, nicht ganz. Einen Knöterich habe ich gekauft. Aber erst nach drei Jahren hat er sich danach gefühlt, zu blühen. Das Schöne ist, dass man sich bei winterharten heimischen Gewächsen, um kein Hin und Her kümmern muss. Überwintert wird wie im Wald, da wo man auch im Sommer ist. Ein Strauch ist schließlich kein Wüstennomade. Das funktioniert nun schon seit bald vierzehn Jahren ausgezeichnet. Blumentöpfe hin- und herräumen macht nur alle Beteiligten unwirsch. Mein selbst gezogener Pampelmusenbaum auf der Südseite ist fast eingegangen, als ich ihm einen Sommer in der Sonne schenken wollte. Der Wind war hier oben so stark und die Sonne so heiß, dass er ganz geschwächt war und fast eingegangen ist. Ich konnte ihn gerade noch retten, wieder an den alten Platz in der Wohnung direkt am Fenster gestellt. Fast alle oberen Blätter, die am nähsten an der Sonne, waren bald verbrannt, vertrocknet und kaputt und wochenlang sind keine neuen gekommen. Als er wieder drinnen war, habe ich mich betreten für den Zirkus entschuldigt und ihm genau den Platz zurückgegeben, wo er aufgewachsen ist, wo er unerwartet aus dem Kern geschlüpft ist. Nach drei Wochen hatte er siebzehn neue Blätter. Das klingt recht ausgeschmückt, aber so war es! Die Pflanzen drinnen kriegen viele wohlwollende Blicke und immer Wasser, wenn es mir auffällt, dass es so weit sein könnte. Aber keinen Dünger und kein Heckmeck. Gesprochen wird auch kaum, aber mein wohlwollendes Auge ruht auf jedem kleinen Blatt.
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29. Dezember 2012
29. Dezember 2012
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Kopf: Gaga Nielsen
Brille: n.n.*, Rossmann
Haare: Gaga Nielsen
Unterwäsche oben: Esprit
Heidi-Shirt: Who killed Bambi?
Nadelstreifen-Weste: Strenesse
Satinjacke: n.n., Wertheim am Kudamm
Rumpf: Gaga Nielsen
Ramones-Tasche: Who killed Bambi?
Arme: Gaga Nielsen
Kamera: Canon
Hände: Gaga Nielsen
Gürtel: Get up(?) (Gravierung Schließe)
Unterwäsche unten: n.n. Galeria Kaufhof
Beine: Gaga Nielsen
Jeans: S. Oliver
Füße: Gaga Nielsen
Socken: under2wear, Rossmann
Schuhe: Reebok EasyTone Reeawaken Black
Polsterbank: Banqueta Eindhoven, KA International
Plüsch-Emu: Wertheim
Bilder: Gaga Nielsen
Location: Berlin, August- Ecke Joachimstr., 5. OG, Flur
n.n.* = Etikett wg. Kratzigkeit entfernt bzw. mangels Branding nicht identifizierbar
28. Dezember 2012
26. Dezember 2012

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Immerhin war meine Who killed Bambi?-Jacke in diesem Jahr noch nicht im Programm. Ich glaube, zuletzt Zweitausendneun auf Bildchen angehabt. So für heute ist es genug. Ich nehme an, nicht nur das viele Hochladen und Posten, sondern auch das Angucken müssen ist doch recht ermüdend. Ich bin jetzt doch froh, dass der Countdown läuft. Noch dreiundfünfzig Tage, dann ist das Jahr voll. Leider können meine Leser heute noch nicht wissen, was ich weiß, dass nämlich die ganzen Kleider leider erst gegen Ende dran sind, weil ich wenig Gelegenheit hatte, in diesem Jahr tagsüber Fähnchen anzuziehen, ohne mich zu verkühlen. Bzw. wenn es schon mal ordentlich warm war und ich daheim bleiben konnte, habe ich mir erst gar nicht großartig was angezogen. Jetzt aber zum Endspurt, muss jeder freie Tag, wo ich nicht vor die Tür muss, für Kleidermodenschau herhalten! Ich ziehe praktisch so gut wie jeden Tag ein Sommerkleid an und maximal, filigrane Sandaletten. Meistens aber barfuß. Also für ungefähr fünf bis zehn Minuten, bis die Bilder im Kasten sind. Neulich habe ich ein weißes Kleid angezogen, so in der Art wie Romy Schneider in „Die Dinge des Lebens“ anhat, so ein weißes Etuikleid, ganz geradlinig geschnitten. Ihres war von Courrèges, meines nur von – müsste ich aufs Etikett gucken, hab ich ausnahmsweise gar nicht rausgeschnitten – aber immerhin auch eine Pariser Modemarke, im Lafayette gekauft. Auch schon ewig her wieder. Na jedenfalls hatte es gerade geschneit, ich glaube zum ersten mal und ich habe die weiße Schneekulisse auf dem Balkon superclever als Hintergrund für die Fotos genutzt! Dann noch die rosa Zehensandalen aus Wildleder von Ralph Lauren in den Schnee gestellt. Das kam auch sehr apart rüber. Die habe ich auch noch in hellblau, die waren ein paar Tage später dran. Die Sandalen waren mal unglaublich runtergesetzt, da habe ich zugeschlagen, wahrscheinlich hatte keine Anziehpuppe außer mir so große Füße, deswegen übrig. Ich sage jetzt aber nicht, wie billig die Sandalen waren, dann sind die Leute nicht mehr so beeindruckt. So, das war mal wieder ein bißchen Erklärung zu dem ganzen Bildmaterial, was sich aber ja eigentlich von selber erklärt. Immerhin ist jetzt schon bald Mitte August, das heißt, ich habe ein halbes Jahr seit Mitte Februar geschafft. Ich muss sagen, ich bin schon erstaunlich diszipliniert. Jetzt, wo Weihnachten rum ist und tolle Anziehsachen schön reduziert, gehe ich bald mit dickem Portemonnaie los und werde mir Wünsche erfüllen, von denen ich noch gar nicht weiß, dass ich sie haben werde! Damit kein falscher Eindruck entsteht: das Portemonnaie ist nicht deswegen gut gefüllt, weil man mich reich beschenkt hätte, sondern weil ich das ganze Jahr gespart habe, um meinen kleinen Staatshaushalt zu konsolidieren. Hat geklappt! Man muss nur wollen! Und arbeiten natürlich. Von Nichts kommt Nichts. Eine meines Erachtens vernachlässigte Weisheit. So, noch den allerletzten Schluck Rotwein und dann endlich mal Faulenzen!
27. Dezember 2012

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Ich muss den Eintrag auf 27. datieren, wenn auch weit nach Mitternacht, es ist ja doch noch vor dem Schlafengehen, nach einem langen Tag mit dem Datum. Das ist schon in Ordnung. Muss ich auch gar nicht erklären. Kopf wird schon schwer gerade, ob ich noch den Eintrag hinkriege – wenigstens einen, wenigstens einen einzigen Tag hochladen. Den zwölften August. Ich schaue die Bilder in der Reihenfolge an und versuche die Dramaturgie zu verstehen. Die Erinnerung stellte sich ein. Es war ein heißer Sommertag, wie August sein soll und bestimmt Wochenende. Samstag vielleicht. Ich habe sicher geduscht und Kaffee gemacht und bin gleich in die Sonne und dann fiel mir wieder das Fotospielchen ein und ich wollte nicht noch mal behinderte Bilder mit unbekleideten Fragmenten machen, um einer Fortsetzung der bis dato lückenlosen Wahrhaftigkeit willen. Also zum ersten Mal ein Kleid aus dem Schrank gezogen, obwohl ich gewöhnlich bei so einer Hitze nicht im Kleid in der Sonne sitze. Das gibt nur verschwitzte Flecken im Stoff. Ich hatte es überhaupt nur einmal auf dem Balkon an, da hatte ich Besuch und danach gingen wir essen, ins Pan Asia in der Rosenthaler Straße, rechts von den Hackeschen Höfen. Im Sommer ist es schön da, draußen beim Licht der Kerzen und Fackeln auf den asiatischen Holzpaneelen und den großen Bodenkissen zu sitzen. Gutes Essen auch. Das war das einzige mal, dass ich das Kleid überhaupt in der Öffentlichkeit anhatte. Ich finde es eigentlich ein bißchen zu gewagt und zu verspielt, zu freizügig, um alleine damit durch die Gegend zu laufen. Zu offensiv. Aber bei dem richtigen Begleiter kann das wieder passen. Auf jeden Fall eher eine Zufallsbeute. Ich wollte nur mal sehen, wie so ein gerüschter Rock am Kleid aussieht, so ein vielfacher Volant. Das kannte ich nur noch aus der Zeit als ganz junges Mädchen. Was ich im Ausweis nicht mehr bin. Aber manchmal im Herzen. Na ja. Nun ist das Fähnchen dokumentiert. Ich hatte es noch ein Weilchen auf dem Balkon an, es ist sehr bequem, bis es mir zu heiß wurde. Das einzige, was ich nicht mehr rekonstruieren kann ist, wieso auf der Steinstufe an der Balkontür die beiden Zangen liegen. Irgendetwas scheine ich repariert zu haben, zurechtgebogen. Ich weiß bloß nicht mehr was.

26. Dezember 2012

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Immerhin war meine Who killed Bambi?-Jacke in diesem Jahr noch nicht im Programm. Ich glaube, zuletzt Zweitausendneun auf Bildchen angehabt. So für heute ist es genug. Ich nehme an, nicht nur das viele Hochladen und Posten, sondern auch das Angucken müssen ist doch recht ermüdend. Ich bin jetzt doch froh, dass der Countdown läuft. Noch dreiundfünfzig Tage, dann ist das Jahr voll. Leider können meine Leser heute noch nicht wissen, was ich weiß, dass nämlich die ganzen Kleider leider erst gegen Ende dran sind, weil ich wenig Gelegenheit hatte, in diesem Jahr tagsüber Fähnchen anzuziehen, ohne mich zu verkühlen. Bzw. wenn es schon mal ordentlich warm war und ich daheim bleiben konnte, habe ich mir erst gar nicht großartig was angezogen. Jetzt aber zum Endspurt, muss jeder freie Tag, wo ich nicht vor die Tür muss, für Kleidermodenschau herhalten! Ich ziehe praktisch so gut wie jeden Tag ein Sommerkleid an und maximal, filigrane Sandaletten. Meistens aber barfuß. Also für ungefähr fünf bis zehn Minuten, bis die Bilder im Kasten sind. Neulich habe ich ein weißes Kleid angezogen, so in der Art wie Romy Schneider in „Die Dinge des Lebens“ anhat, so ein weißes Etuikleid, ganz geradlinig geschnitten. Ihres war von Courrèges, meines nur von – müsste ich aufs Etikett gucken, hab ich ausnahmsweise gar nicht rausgeschnitten – aber immerhin auch eine Pariser Modemarke, im Lafayette gekauft. Auch schon ewig her wieder. Na jedenfalls hatte es gerade geschneit, ich glaube zum ersten mal und ich habe die weiße Schneekulisse auf dem Balkon superclever als Hintergrund für die Fotos genutzt! Dann noch die rosa Zehensandalen aus Wildleder von Ralph Lauren in den Schnee gestellt. Das kam auch sehr apart rüber. Die habe ich auch noch in hellblau, die waren ein paar Tage später dran. Die Sandalen waren mal unglaublich runtergesetzt, da habe ich zugeschlagen, wahrscheinlich hatte keine Anziehpuppe außer mir so große Füße, deswegen übrig. Ich sage jetzt aber nicht, wie billig die Sandalen waren, dann sind die Leute nicht mehr so beeindruckt. So, das war mal wieder ein bißchen Erklärung zu dem ganzen Bildmaterial, was sich aber ja eigentlich von selber erklärt. Immerhin ist jetzt schon bald Mitte August, das heißt, ich habe ein halbes Jahr seit Mitte Februar geschafft. Ich muss sagen, ich bin schon erstaunlich diszipliniert. Jetzt, wo Weihnachten rum ist und tolle Anziehsachen schön reduziert, gehe ich bald mit dickem Portemonnaie los und werde mir Wünsche erfüllen, von denen ich noch gar nicht weiß, dass ich sie haben werde! Damit kein falscher Eindruck entsteht: das Portemonnaie ist nicht deswegen gut gefüllt, weil man mich reich beschenkt hätte, sondern weil ich das ganze Jahr gespart habe, um meinen kleinen Staatshaushalt zu konsolidieren. Hat geklappt! Man muss nur wollen! Und arbeiten natürlich. Von Nichts kommt Nichts. Eine meines Erachtens vernachlässigte Weisheit. So, noch den allerletzten Schluck Rotwein und dann endlich mal Faulenzen!
26. Dezember 2012
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10.08.2012: weit und breit nix Neues am Leib. Und unter der Sonne.
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
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Dunkelgraues Shirt an mittelgrauer Strähne.
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
26. Dezember 2012
25. Dezember 2012
25. Dezember 2012
25. Dezember 2012
25. Dezember 2012
25. Dezember 2012
24. Dezember 2012
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Jean Seberg hätte mein Leibchen bestimmt auch super gefallen!
24. Dezember 2012
24. Dezember 2012
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Ja, ok gut – so richtig super ist mein Timing vielleicht nicht unbedingt, wenn es um Festtage geht. Ich bin leider einen Tag zu früh dran, mit meinem Jagger-Shirt. Er hat ja erst morgen, am 26. Juli Geburtstag. Sein Neunundsechzigster! Kinder, wie die Zeit vergeht, nun ist der Juli auch schon bald wieder rum! Aber hier auf Mustique ist sowieso ein Tag wie der andere, insofern hat es mir Mick auch nicht übel genommen, als wir uns vorhin am Strand über den Weg gelaufen sind, und ich ihm vorzeitig gratuliert habe. Ich denke mal, er wird wieder ordentlich reinfeiern, insofern machen die paar Stunden auch keinen großen Unterschied. Er ist ja schon ein bißchen länger hier auf Mustique als ich. Als er das Eiland seinerzeit (durch Jerry) für sich entdeckt hat, war man ja noch ganz unter sich. Wie gerne hätte ich das noch erlebt. Heute muss man ja leider damit leben, dass auch neureiche Pauschaltouristen wie diese Middletons hier für mehrere Tage ihre Unterkunft nehmen. Wo ist man eigentlich noch sicher vor dem Mob, fragt man sich. Aber ich will nicht jammern, so lange der Eisschrank noch funktioniert und immer gut mit meinem Lieblingschampagner gefüllt ist! Es ist ja doch recht heiß hier, ich muss unbedingt etwas trinken. Dann noch etwas ausruhen, eventuell eine Maske im Whirlpool auflegen und dann heißt es auch schon wieder Umziehen für die Party. Was ziehe ich bloß an. Die Leute kennen nun schon alle meine Fähnchen, aber nackt möchte ich auch nicht gehen. Aus dem Alter bin ich raus. Sex, Drugs & Rock’n’Roll, das war gestern. Heute kann ich mir das nicht mehr leisten. Aber auch da stehe ich nicht alleine da. Wir sind hier praktisch eine große, kleine Selbsthilfegruppe auf Mustique. Alle schlagen sich mit demselben Problem herum: wie kommt man an gesunde Drogen, oder womöglich ohne, ekstasemäßig drauf. Geld spielt keine Rolle. Bei Mick gibt es immer jede Menge frisch gespresster Säfte aus tropischen Früchten, direkt von seinem Anwesen. Frische Meeresfrüchte kommen natürlich auch immer auf den Tisch. Mick legt viel Wert auf frische Zutaten und kocht auch selber gerne. Er hat ja sonst nicht mehr viel zu tun. Das Geld arbeitet praktisch seit vierzig, fünfzig Jahren von selber. Er hat schon immer ein Händchen fürs Betriebswirtschaftliche gehabt. Ganz im Gegensatz zu Keith. Oh, schon spät, ich muss mich langsam fertig machen.
24. Dezember 2012
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Ich habe mich ganz spontan entschieden, die Festtage auf Mustique zu verbringen, wo ich ein kleines Anwesen besitze, die ehemalige Villa von Prinzessin Margret, Gott hab sie selig. Gut, dass sie den Trubel um die Schwangerschaft dieser Bürgerlichen Kate Middleton nicht mehr miterleben muss. Ich weiß gar nicht, wie das alles zustande kommen konnte. Sind wir denn schon so weit, dass man es stillschweigend in Kauf nimmt, dass die Zeugung der künftigen Thronfolgerin nicht mehr zwischen den königlichen Laken von statten geht, sondern in einem profanen Praxislabor durch eine medizinisch technische Hilfskraft? Das nimmt dem Ganzen doch erheblich die Romantik und ist insgesamt der Sympathie für die Monarchie nicht förderlich. Wenn das alles immer profaner wird und demnächst jede Stubenfliege in den Adel gehoben wird, hat sich der ganze Kram für mich erledigt.

Ich finde es ja immer sehr interessant, wie wenig deutsche Klatschkonsumenten über die wahren Begebenheiten am englischen Königshof wissen. Wahrscheinlich können die Bunte-Reporter nicht genug Englisch, um sich qualifiziert auf dem Laufenden zu halten. Man hat im deutschen Sprachraum damit praktisch immer Herrschaftswissen und kann somit punkten. Also wenn Sie weitere Fragen haben sollten, ich bin auf dem Laufenden.
24. Dezember 2012
Frohe Ostern.
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
23. Dezember 2012
22. Dezember 2012
22. Dezember 2012
21. Dezember 2012

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Das machen ja die meisten Menschen. Sich umziehen, nach einem langen Tag, wenn man am Abend eine Einladung wahrnimmt. Man kommt in eine andere Stimmung, ist vielleicht zu anderen Sachen bereit. Wozu auch immer. Das war kein fick-mich-Outfit, es war ja auch keine derartige Einladung. Jedenfalls von mir nicht so verstanden, haha. Na ja. Ich habe an diesem Abend Bilder gemacht, die ich außerhalb meiner sonst strikt bedachten Bilder-Chronologie hochgeladen habe. Nun muss ich endlich nicht mehr stolpern, die zeitliche Lücke ist geschlossen, der dreizehnte Juli steht nicht mehr einsam mind the gap oben, in Distanz zu hinterher hinkenden Frühjahrsbildern. Es geht weiter, das Jahr geht in den Sommer, auch wenn uns der Wettergott ein bißchen zappeln ließ. Immerhin konnte man hin und wieder kurzärmlig gehen. Chronologisch kommt nach dem Umziehen vor dem Kleiderschrank also jene Strecke von einem Fest in einer Galerie in Charlottenburg. Ich klebe es zum steten Gedenken der zeitlichen Abfolge noch einmal hier hin, ordentlich wie ich halt nun einmal bin.
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20. Dezember 2012
Vor ungefähr zwei Wochen, als man bei twoday ein, zwei Tage keine neuen Beiträge anlegen konnte, bin ich über alte offline Beiträge gestolpert. Meistens Kommentare, die ich erst in der Beitragsfunktion schrieb, um Zugriff auf die Menüleiste mit den Formatierungen und dem Link-Code etc. zu haben und dann zu copy-pasten. Oft habe ich diese Kommentarentwürfe dann versehentlich nicht innerhalb der Beiträge gelöscht, sondern einfach wieder vergessen, dass sie hier herumdümpeln. Aber neulich kam mir der alte Kommenarwust zugute, weil ich statt erfolglos neue Beiträge anzulegen, einfach alte überschreiben konnte und so vielleicht die einzige twoday-Bloggerin war, die an jenem Wochenende mit neuen Beiträgen aufwarten konnte. Ich war dann auch gleich in den Charts! Haha.
Aber was ich eigentlich mitteilen will: ich habe nun doch aufgeräumt und ausgemistet und im Zuge dessen bin ich sogar über zwei, drei Einträge gestolpert, die ich scheinbar versehentlich offline hatte, ganz altes Zeug, von Zweitausendacht. Wie auch immer – die letzte Altlast unter „Beiträge offline“ war ein copy-gepasteter facebook-chat. Aus irgendeinem Grund fand ich es wohl schade, wenn er einfach so im Nichts verschwinden würde, nachdem man sich ausgeloggt hat. Damals habe ich ja noch jeden Tag auf facebook geguckt und auch manchmal geschaut, was die wenigen Freunde treiben. Das ist lange her und lange vorbei. Ich habe auch damals schon sehr, sehr selten gechattet. Es kam immer nur dazu, wenn mich jemand angestupst hat, das war wohl auch bei jenem kopierten Chat so. Es ist nichts Weltbewegendes, aber ich habe es gerade noch mal durchgelesen und finde den Tonfall interessant, es ist doch ein anderer Ton als beim Kommentieren eines Blogeintrags, auch nicht wie Mails schreiben, irgendwie finde ich es schade, dieses Ping Pong zu löschen. Es ist so eine Momentaufnahme, die sehr schön zeigt, was diese besondere Form des Austauschs ausmacht. Mehr so ein historisches Dokument für mich. Auch Gaga Nielsen hat zweieinhalb mal in ihrem Leben gechattet und hat früher facebook-Kontakte gepflegt. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, ich kenne Julian persönlich. Dabei hatten wir nur einen gemeinsamen engen Freund, sind uns aber nie persönlich begegnet. Der gemeinsame Freund verband gefühlt, schaffte Nähe. Schon seltsam, wie ein Gefühl von Vertrauenswürdigkeit entsteht. Nach diesem Chat gab es, soweit ich mich erinnere, keinen Kontakt mehr. Ich stieg im Laufe des Jahres Zweitausendzehn auch immer mehr aus sämtlichen facebook-Aktivitäten aus. Heute logge ich mich ungefähr nur noch alle zwei Monate oder so ein. Gestern tat ich es, und fand überrascht einen Message von Tim, einem jungen Schauspieler, den ich vor drei, vier Jahren in der Seven Star Gallery kennenlernte. Ich hatte ihn mit seinem Kumpel Nikolai Kinski bei Seven Star, bei irgendeiner Feier fotografiert, er hat die Bilddatei irgendwie verloren und fragte danach. Die Botschaft von ihm dümpelte schon seit Anfang Dezember in meinem facebook-Postfach. Ich habe ihm das Bild dann noch mal geschickt. Vielleicht hat er darauf reagiert, aber ich habe keine Lust, heute dort nachzugucken, in diesem immer mehr in die Ferne rückenden Account. Ich entschuldigte mich bei ihm für die späte Reaktion mit dem Hinweis, dass mein facebook-Account nur noch eine verstaubte alte Schublade ist, in der sogar die Staubmäuse tot seien. Ach ja, das ist der Chat vom Februar 2010 mit Julian, dem ich nie begegnete. Ich habe ihn jetzt einfach als Beitrag auf online gesetzt, als Eintrag mit dem Datum von damals. Und jetzt ist es wieder ganz schön spät und Gaga Nielsen muss schlafen gehen.
19. Dezember 2012
18. Dezember 2012

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Und so weiter und so fort. In diesem Sinne. Wie gehabt. Habe die Ehre. Das Futter von meinem Mäntelchen ist mittlerweile leicht defekt. Muss ich mal reparieren. Flicken auf Deutsch. In Handarbeit. Dafür nehme ich ein Stück schwarzes Futter von einem gerade in die Tonne gekloppten Bleistiftrock, bei dem beim zu heftigen Auschreiten der Schlitz eingerissen ist. Ja, das ist ein Problem. War sowieso komisch beim Laufen. Ich bin eher der Typ, der weit ausschreitet. Trippelschritte sind meine Sache nicht. Für diese Reparatur muss ich mir jedenfalls viel Zeit nehmen und Mühe geben. Denn das Mäntelchen ist genau genommen mein Lieblingsstück. Wenn eine Wahrsagerin ein Kleidungsstück von mir bräuchte, um irgendwas zu channeln, wäre mein schwarzes Ledermäntelchen sicher bevorzugt geeignet. Durchdrungen von sechs, sieben Jahren, Tagen und Nächten unterwegs in Berlin. Gab es mal im KaDeWe, Liebe auf den ersten Blick. Zuerst sehr respektvoll den reduzierten Preis zur Kenntnis genommen. Immer noch nicht wenig, aber eben auch ein Modell von großer Klasse. Anprobiert und gesehen, für mich gemacht, wie für sonst niemanden. Sofort meiner. So muss das sein mit Lieblingsstücken. Mir ist nach langer Zeit langsam wieder einmal nach etwas Schönes, etwas sehr Schönes kaufen. Das einzige was mich etwas zögern lässt, ist der nicht vorhandene Aufbewahrungsraum. Die beiden Schränke sind voll und in der Truhe mit den dickeren Winterjacken ist auch kein Platz mehr. Mal gucken, bei was ich trotzdem nicht widerstehen kann. Es geht eigentlich nur darum, in das Gesamtkunstwerk (also mich) etwas Inspiration zu bringen, und Geld unter die Leute! Ich könnte zu Christian Dior gehen. Haha. Einmal habe ich da was gekauft, eine Sonnenbrille für – ich glaube – 220 Euro seinerzeit. Es war schon ein Erlebnis, wie die Verkäuferinnen einen umgarnt haben, Champagner wurde während der Verpackungsorgie gereicht, denn die Brille wurde hinter den Kulissen in ein steingraues Stoffsäckchen mit Dior-Aufdruck gepackt, das Säckchen in ein stabiles, weißes Lederetui mit Reißverschluss mit silbernem Christian Dior-Logo-Prägedruck, das weiße Lederetui in einen festen steingrauen Geschenkkarton mit Deckel und silber geprägtem Dior-Logo. Der Geschenkkarton in weißes zartes Seidenpapier mit fortlaufendem Dior-Logo-Aufdruck. Das vielschichtige Seidenpapier-Gebilde in eine großformatige, weiße Einkaufstüte aus einer Art festem Büttenpapier mit silbernem Dior-Logo-Prägedruck. Um die Henkel wurde ein Band aus weißem Satin gebunden, etwa eineinhalb Meter lang, mit silbergrauem Dior-Logo am laufenden Meter. Natürlich wurde eine kunstvolle Schleife drapiert, auch das dauerte seine Zeit. Ich würde sagen, nach rund einer Viertelstunde war die Sonnenbrille verpackt und transportfähig. Ich habe sie auch lange und gerne und oft getragen. Einkaufen bei Dior kann man unbedingt empfehlen! Für größere Anschaffungen sollte man sich dann allerdings mehrere Stunden Zeit nehmen oder besser per Kurier nach Hause liefern lassen. Dann spart man sich die Wartezeit. Wer will auch so viel Champagner trinken, am hellichten Tag! Aber sonst top! Andererseits könnte ich mich auch flexibel zeigen und zur Abwechslung mal bei Fendi oder Chanel gucken. Man sollte immer offen für Neues bleiben! Zur Zeit trage ich ja eine Sonnenbrille von Rossmann für 10,99 €. Sie leistet mir nun auch schon wieder seit langem gute Dienste, aber ich muss ehrlich sagen: mit der Verpackungskultur ist es bei Rossmann nicht weit her. Ich kann mich praktisch gar nicht mehr so richtig an das Einkaufserlebnis erinnern. Schade eigentlich. Ich könnte Rossmann als langjährige Kundin ja mal einen Brief schreiben, wie das im Hause Dior von statten geht. Auch der Einzelhandel kann immer noch dazulernen!


17. Dezember 2012
17. Dezember 2012

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Wieder ordnungsgemäß verpackt. Ich vermute, je mehr Parallelen ich in einer Geschichte zu mir finde, auch was das ganze Ambiente oder meine Phantasien angeht, umso mehr packt sie mich. Demzufolge ist mein Interesse an gemütlichen Familiengeschichten aus Drei-Generationen-Haushalten oder abstrusem Phantasy-Gedöns mit Einhörnern, Zwergen und orakelnden Bäumen weder theoretisch noch praktisch vorhanden. Am liebsten würde ich ein Buch über mich und warum mir manche seltsamen Dinge widerfahren sind, aus dritter, wissenderer Hand lesen. Das könnte mich wirklich weiterbringen. Die am häufigsten gestellte Frage an Gott ist mit Sicherheit warum. Was soll dies, was soll das, was soll jenes? Was soll das Alles? Kann man nicht wenigstens noch zu irdischen Lebzeiten ein kleines Antwortfragment erhoffen? Nur für die grobe Richtung. Das macht mich wahnsinniger als alles andere hier unten. Man kann nicht anders, als hinter einer extremen Lebensdynamik, einen Sinn suchen zu wollen. Es wäre doch ökonomischer, sinnlose Impulse, die zu starken dynamischen Bewegungen führen, ins Leere laufen zu lassen, anstatt auf empfindsame Kreaturen zu zielen. Das Ausbalancieren und Abfedern und wieder ins Gleichgewicht bringen, kostet so viel Kraft, die man so viel produktiver nutzen hätte können. Wobei, noch produktiver? hätte ich noch produktiver sein können? Ja, vielleicht. Vielleicht noch heller strahlend, kraftvoller, welthaltiger, weltumfassender. Ach. Jetzt fängt das Gefasel wieder an. So ist das, wenn man übermüdet unbedacht in die Tastatur hackt, anstatt ausgeruhte Sätze zu verfassen. Ich schreibe eigentlich fast immer am späten Abend oder in der Nacht. Das sollte man auch. Man ist seiner eigenen Wahrheit dann näher, nicht nur weil man vielleicht getrunken hat. Vielleicht auch nur berauscht, durch die vielen vorangegangenen Gedanken, der schwerelosen Freiheit der Nacht näher, in der mühelos alles erlaubt ist, im Schlaf. Schon nah dem anarchischen Freigeist, der einen wenig später in Wahnsinn und Glück zu führen vermag. Den Dschungel des nächtlichen Kontrollverlustes rätselhafter Träume. Ich muss schlafen. Ich muss zu meinen Träumen, den Abenteuern.
09. Dezember 2012
Vor wenigen Einträgen habe ich noch geschrieben, es fiele mir derzeit schwer, mich für fiktive Geschichten zu erwärmen. Seit ungefähr einer Woche verstricke ich mich in einen Roman, der seit Mitte der Neunziger ungelesen unter meinen Büchern schlummerte. Ich war fertig mit der Autobiographie von Keith Richards und ich überlegte, irgendetwas Neues zum Lesen zu kaufen und es kam mir in den Sinn, dass da ja noch dieses eine, ungelesene Buch wäre. Man könnte es ja zumindest versuchen. Ich weiß gar nicht, wie ich dazu gekommen bin, ob es ein Geschenk war, aber es hat keine Widmung, oder ob in einem Weihnachtspaket – oder etwa doch von mir selbst gekauft, vielleicht weil ich den Titel und den Umschlag interessant fand? Ich kriege es nicht mehr zusammen. Das Buch heißt Kurakin und ist von einer österreichischen Autorin und Übersetzerin. Eine Liebesgeschichte, ausgerechnet. Geschichten aus dem All. Nein, nur eine. Ich bin ganz gefesselt. Spielt in Budapest, dann in Wien und später in Paris. Eine junge Wienerin verliebt sich in einen sehr viel älteren Mann, einen sehr virilen russischen Journalisten, der ihr die große Welt, aber vor allem sich selbst näherbringt. Dieser dauerelektrisierten Vorstufe von erotischer Entladung, diesem Erwarten und Phantasieren und Sehnen wird die Verfasserin sehr gerecht. Ach ja, Hanna Molden heißt die Autorin. Sie ist mit dem Widerstandskämpfer, Journalist, Autor und Verleger Fritz Molden verheiratet. Das Ganze spielt Anfang der Sechziger Jahre an detailgenau benannten, realen, sehr eleganten Schauplätzen. Hotels, Restaurants, feudalen Plätzen, Bars. Das Wunderbare ist, dass man das alles jetzt parallel umfassend im Internet anschauen kann, dieses eine Palais in Wien hat eine furiose 3-D-Animation. Geradezu phantastisch, das Palais Pallavicini am Josephsplatz. Wo sie sich bei einem Empfang, durch ihn initiiert zum zweiten Mal begegneten und zum ersten mal wirklich nahe kamen. Vor allem später in der Roten Bar im Hotel Sacher und anschließend in der legendären Eden Bar. Eine schöne kleine Städtereise ist das auch. Ich sehe das schwarze raschelnde Cocktailkleid vor mir, dessen Reißverschluss er im Taxi wieder schließen muss, nachdem sie dreimal um den Ring gefahren sind, sie wohnt noch bei ihren Eltern, obwohl schon Anfang Zwanzig. Was studiert sie eigentlich – ah ja, Jura. Jus wie sie immer schreibt. Er scheint einen obsessiven Charakter zu haben, ist hochcharismatisch und natürlich auch noch anderweitig gebunden. Ein Charakterschädel ohne Haare, hochgewachsen und kräftig. Ich lese noch ein paar Seiten. Zum Einschlafen. Kurakin ist übrigens sein Nachname. Und er raucht sehr viel. Pall Mall. Trinkfest und intellektuell. Bestens gekleidet. Tiefe Stimmlage, virtuose, heftige Bewegungen. Unberechenbar. Gut, dass dieser Mann nur in meinem Buch lebt.
17. Dezember 2012

Juli im Juli. Wohl nur ein Tag, dann wieder Arbeitswetter. Wenn es langweiliges Wetter gibt, sage ich immer dazu Arbeitswetter. Wann soll man sonst maximal sinnvoll arbeiten, wenn nicht bei Wolkendecke, Wind oder Regen. Mir ist jedes Wetter recht. Zu tun habe ich immer! Besonders jetzt. Die unbesinnlichste Zeit des Jahres. Schade, mein Liebesroman mit dem attraktiven Kurakin ist zu Ende. Ein gemeines Ende. Ich wünschte, ich hätte es nicht erfahren. Natürlich kein Happy End. Wo gibt es überhaupt noch Happy End in Büchern oder Filmen? Früher, bei Doris Day und Rock Hudson, ja. Da war die Welt noch in Ordnung! Jetzt habe ich ein neues altes Buch ausgebuddelt, aus dem Regal. Kein bißchen Wiedererkennungswert, habe ich das etwa auch nicht gelesen? Ich habe es aber gekauft, weil mir der Umschlag gefallen hat und der Titel und der Name der Autorin. Vor ungefähr fünfzehn Jahren wohl. Es ist leider für meinen Geschmack viel zu heiter, leidenschaftslos. Lauter kürzere Erzählungen. Ich verrate nicht, wie es heißt, erst wenn ich etwas richtig Gutes drin gefunden habe. Jetzt muss ich schlafen gehen, damit ich morgen nicht so verknautscht aussehe, wie ich mich heute fühle. Scheiße, dieses Ende mit Kurakin in dem schönen Roman. Nein, nicht tot. Aber auf einmal war die Leidenschaft weg, das magische Gefühl und sie konnten nicht mehr miteinander zaubern. So etwas ist sehr traurig. Ich weiß das.
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15. Dezember 2012
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Leichter Temperaturabfall, nehme ich an. Aber man sieht das Grünzeug vom Gipsdreieck ganz schön. Mitten im bösen Moloch. Für mich war Berlin immer vertrauenserweckend. Angst hatte ich hier noch nie. Und die Nacht ist mein Freund. Gruselig oder unheimlich, unheimelig ist mir nur da, wo es eng und allzu ordentlich und kontrolliert ist. Wo die Nachbarn merkwürdiges Interesse an einem entwickeln und man jede Nase auf jeder Straße kennt. Aber hier sind die Menschen wunderbar frei von unangemessenen Kontaktambitionen. Hier bin ich vollkommen frei.
15. Dezember 2012
Ah, ärmellos. Temperaturanstieg. Kein Fieber, nur der 6. Juli 2012.

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15. Dezember 2012
Immer noch langärmlig. Mittlerweile Anfang Juli. Schon bedenklich.
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14. Dezember 2012
Mein Pulver heute beim Kommentieren verschossen. Also bitte. Solche Kommentare würde mancher gerne als Eintrag schreiben.

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14. Dezember 2012
Mein Pulver heute beim Kommentieren verschossen. Also bitte. Solche Kommentare würde mancher gerne als Eintrag schreiben.

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10. Dezember 2012
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Versunkene Welt, versunkene Erinnerungen. Als Untertitel steht unter diesem Set „Gaga Nielsen besucht am 30. Juni 2012 ihr versunkenes Atelier in der Schierker Straße in Berlin Neukölln zum Strom- und Gaszähler ablesen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, sieben Komma sieben Kilometer entfernt, laut Routenplaner. Oder zehn Haltestellen mit der U8. Weinmeisterstr. bis Hermannstraße.





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13. Dezember 2012
Jetzt fällt es mir wieder ein. Der Laden hieß „Wit Boy„. Billigklamotten, jede Menge Jeans, T-Shirts und Karottenhosen, mit Filialen in sämtlichen deutschen Fußgängerzonen und Einkaufspassagen. Genau. Bei Wit Boy habe ich diese uralte Jeans mit dem Indianermuster-Einsatz auf der Seite gekauft. Aber dankbares Stück. Bestimmt – na – zweiundzwanzig Jahre her. Nur neulich, als ich eine etwas heftige Bewegung gemacht habe, hat es so ratsch gemacht. Man sieht den Riss aber nur, wenn ich mich bücke. Muss ich mal flicken, wäre ja schade drum, um die alte Indianerhose von Neunzehnhundertneunundachtzig oder Neunzig.
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13. Dezember 2012
Jetzt fällt es mir wieder ein. Der Laden hieß „Wit Boy„. Billigklamotten, jede Menge Jeans, T-Shirts und Karottenhosen, mit Filialen in sämtlichen deutschen Fußgängerzonen und Einkaufspassagen. Genau. Bei Wit Boy habe ich diese uralte Jeans mit dem Indianermuster-Einsatz auf der Seite gekauft. Aber dankbares Stück. Bestimmt – na – zweiundzwanzig Jahre her. Nur neulich, als ich eine etwas heftige Bewegung gemacht habe, hat es so ratsch gemacht. Man sieht den Riss aber nur, wenn ich mich bücke. Muss ich mal flicken, wäre ja schade drum, um die alte Indianerhose von Neunzehnhundertneunundachtzig oder Neunzig.
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12. Dezember 2012
11. Dezember 2012
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Keine Lust auf Klamotten. Keine Lust auf Make up. Keine Lust auf Heckmeck. Aber Fotozwang. Knallharter Fotozwang. Schrecklich, wenn man manisch veranlagt ist. Aber der Countdown läuft. Wobei es nicht stimmt, dass ich keine Lust auf Make up hatte. Genauer muss es heißen, ich hatte keine Lust, es zu benutzen, aber wenn ich mit einem Fingerschnippen perfekt zurecht gemacht gewesen wäre, hätte ich ganz bestimmt mal eben lässig mit dem Finger geschnippt. Man will ja die Leute beeindrucken, ich zumindest, also optimiert man, was das Zeug hält. Ein schön verpacktes Geschenk macht automatisch neugieriger als ein Drum, das in Fischeinwickelpapier daherkommt. Ich finde Menschen, die damit herumprahlen, wie wenig Zeit sie auf ihr Äußeres verwenden, komischerweise eitler und narzisstischer, als jemanden der sich zig mal von allen Seiten anschaut, um zu prüfen, ob das Gesamtkunstwerk auch gut genug, ist um es dem Rest der Welt als Anblick anzudienen. Wem wurscht ist, wie er ausschaut, muss entweder wahnsinnig große Stücke auf seine die Welt bereichernde, alles durchdringende Ausstrahlung halten, oder dem Rest der Welt mit einer gleichgültigen Arroganz gegenüberstehen. Irgendwie so. Ist mir völlig unsympathisch. Wenn Karl Lagerfeld mitunter auch schräge Dinger raushaut, mit der Verlautbarung, auf sein Äußeres zu achten, sei aus seiner Sicht eine Frage der Rücksichtnahme, seinen Mitmenschen gegenüber, hat er völlig recht. Idealerweise nicht nur im Sinne von sauberen Fingernägeln, geputzem Schuhwerk und mit Kernseife gewaschenen Ohrwascheln. Im fortgeschrittenen Stadium unserer Zivilisation sollte schon ein bißchen mehr als schnöde Pflicht drin sein. Ich fordere die Kür, sonst gibt es keine gute Haltungsnote hier von mir.
10. Dezember 2012
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Versunkene Welt, versunkene Erinnerungen. Als Untertitel steht unter diesem Set „Gaga Nielsen besucht am 30. Juni 2012 ihr versunkenes Atelier in der Schierker Straße in Berlin Neukölln zum Strom- und Gaszähler ablesen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, sieben Komma sieben Kilometer entfernt, laut Routenplaner. Oder zehn Haltestellen mit der U8. Weinmeisterstr. bis Hermannstraße.





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09. Dezember 2012
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Ende Juni. Großes Finale, Spanien gegen Italien. Das weiß ich, weil in der nächsten Strecke ein Foto von einem Balkon (nicht meiner!) mit Fähnchen im Blumenkasten kommt. Ich war nach den Fotos vor meinem verspiegelten Kleiderschrank in meinem anderen Kabuff in Neukölln, vermutlich – pffh hm, keine Ahnung mehr. Jedenfalls nicht zum Pinseln. Ah! Ich weiß: Strom und Gas ablesen. Später bekam ich von Greenpeace Energy eine Mitteilung, dass sich meine Abschläge trotz nahezu Null Verbrauch erhöht hätten. Ich rief auch gleich an, um zu verifizieren, ob mein realer Stromzählerstand berücksichtigt wurde. Da kam heraus, dass Vattenfall bereits vor der Mitteilungsfrist, die mir Vattenfall ja genannt hatte, denn Vattenfall hat immer noch die Hoheit über die Ableserei, einen Schätzwert an Greenpeace mitgeteilt hat, bereits bevor ich fristgerecht meinen tatsächlichen Zählerstand sowohl per Postkarte als auch per online-Eingabe angegeben hatte. Argerlich. Die nette Greenpeace Energy-Mitarbeiterin war auch leicht genervt von dieser komischen Vorgehensweise, und hat sich entschuldigt, obwohl ja Vattenknall den Mist verbockt hat und wir haben abgemacht, dass ich in Zukunft den Zählerstand direkt an Greenpeace melde, damit nicht wieder so ein Murks passiert. Ich zahle für den Strom in der Schierker Straße jetzt nur noch den Grundpreis, den niedrigsten Tarif. Gas sowieso. Was für ein ungemütlicher Eintrag. Stromabschläge. Tja. Umsonst ist der Tod.

09. Dezember 2012
02. Dezember 2012

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St. Johannes Evangelist Kirche, Auguststraße 90. Wir waren nicht zum Beten drin, nur zum Gucken und Blödsinn machen. Vergelts Gott! Mit dem habe ich sowieso ein Hühnchen zu rupfen. Ganz abgesehen davon, dass Blödsinn machen, sofern lustig, nach meinem Dafürhalten zu den fortgeschrittenen Formen des Gottesdienstes gehört. Lachen ist seliger als freudloses Frömmeln! Natürlich Schadenfreude komplett ausgenommen. Aber Hühnchen! Was für einen Mist habe ich heute Nacht geträumt, die reinste Heimsuchung, ja Beleidigung. Dass sich mir das nicht wiederholt, hörst Du! Wenn ich noch einmal so eine nächtliche Zumutung beschert kriege, sind wir geschiedene Leute. Ich musste alte, halbtransparente, vergilbte, rosa und grüne Plastik-Eisförmchen in verschiedenen Größen und Formen (Muschelzeugs aller Arten) und anderen Krempel von einem Umzugswirrwarr von feindlichen Personen sortieren, verdonnert wie Aschenputtel, während man sich auswärts in der Pizzeria vergnügte. Wenn du noch mehr so Beleidigungen auf Lager hast, dann muss ich hier eine härtere Gangart einlegen! Ich bin nicht dein kleines Spielzeug, damit das ein für alle Mal klar ist! Wenn Du nachts Langeweile hast, wenn alles schläft, und du nicht in der Lage bist, dich sinnvoll zu beschäftigen, musst du dir eben ein Hobby suchen. Zum Beispiel Briefmarken sammeln oder Schäfchen zählen! Nur mal so als Tipp.
09. Dezember 2012
Vor wenigen Einträgen habe ich noch geschrieben, es fiele mir derzeit schwer, mich für fiktive Geschichten zu erwärmen. Seit ungefähr einer Woche verstricke ich mich in einen Roman, der seit Mitte der Neunziger ungelesen unter meinen Büchern schlummerte. Ich war fertig mit der Autobiographie von Keith Richards und ich überlegte, irgendetwas Neues zum Lesen zu kaufen und es kam mir in den Sinn, dass da ja noch dieses eine, ungelesene Buch wäre. Man könnte es ja zumindest versuchen. Ich weiß gar nicht, wie ich dazu gekommen bin, ob es ein Geschenk war, aber es hat keine Widmung, oder ob in einem Weihnachtspaket – oder etwa doch von mir selbst gekauft, vielleicht weil ich den Titel und den Umschlag interessant fand? Ich kriege es nicht mehr zusammen. Das Buch heißt Kurakin und ist von einer österreichischen Autorin und Übersetzerin. Eine Liebesgeschichte, ausgerechnet. Geschichten aus dem All. Nein, nur eine. Ich bin ganz gefesselt. Spielt in Budapest, dann in Wien und später in Paris. Eine junge Wienerin verliebt sich in einen sehr viel älteren Mann, einen sehr virilen russischen Journalisten, der ihr die große Welt, aber vor allem sich selbst näherbringt. Dieser dauerelektrisierten Vorstufe von erotischer Entladung, diesem Erwarten und Phantasieren und Sehnen wird die Verfasserin sehr gerecht. Ach ja, Hanna Molden heißt die Autorin. Sie ist mit dem Widerstandskämpfer, Journalist, Autor und Verleger Fritz Molden verheiratet. Das Ganze spielt Anfang der Sechziger Jahre an detailgenau benannten, realen, sehr eleganten Schauplätzen. Hotels, Restaurants, feudalen Plätzen, Bars. Das Wunderbare ist, dass man das alles jetzt parallel umfassend im Internet anschauen kann, dieses eine Palais in Wien hat eine furiose 3-D-Animation. Geradezu phantastisch, das Palais Pallavicini am Josephsplatz. Wo sie sich bei einem Empfang, durch ihn initiiert zum zweiten Mal begegneten und zum ersten mal wirklich nahe kamen. Vor allem später in der Roten Bar im Hotel Sacher und anschließend in der legendären Eden Bar. Eine schöne kleine Städtereise ist das auch. Ich sehe das schwarze raschelnde Cocktailkleid vor mir, dessen Reißverschluss er im Taxi wieder schließen muss, nachdem sie dreimal um den Ring gefahren sind, sie wohnt noch bei ihren Eltern, obwohl schon Anfang Zwanzig. Was studiert sie eigentlich – ah ja, Jura. Jus wie sie immer schreibt. Er scheint einen obsessiven Charakter zu haben, ist hochcharismatisch und natürlich auch noch anderweitig gebunden. Ein Charakterschädel ohne Haare, hochgewachsen und kräftig. Ich lese noch ein paar Seiten. Zum Einschlafen. Kurakin ist übrigens sein Nachname. Und er raucht sehr viel. Pall Mall. Trinkfest und intellektuell. Bestens gekleidet. Tiefe Stimmlage, virtuose, heftige Bewegungen. Unberechenbar. Gut, dass dieser Mann nur in meinem Buch lebt.
09. Dezember 2012
08. Dezember 2012

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In der Marke Eierlikör, den ich vorhin gekauft habe, ist eindeutig zu viel Zucker drin. So supersüß ist ja gar nicht meins, rein geschmacklich. Schon als Kind haben mich Erwachsene komisch angeschaut, weil ich mich vor Haribo, Bonbons, Lutschern und gezuckertem Weingummizeugs geekelt habe. Daran hat sich nichts geändert. Auch Zuckerwatte und Lakritz finde ich megasuperwiderlich. Interessant allerdings, dass ich früher eine Abscheu vor Marzipan hatte, heute aber gerne mag, wenn es gut gemacht ist. In Mozartkugeln sehr delikat! Schokolade, Nougat und Nüsse sind hingegen schon immer ganz mein Ding und seit ungefähr zwei Jahren auch dunkle Schokoladensorten, früher nur Vollmilch, die Ära ist vorbei, zu wenig Biss, zu wischiwaschi! Ich strecke eigentlich die meisten Eierlikörsorten immer mit einem Schuss gutem Obstbrand, dann schmeckt der Likör nicht so kindergeburtstagsmäßig. Auch Wodka oder anderer Branntwein eignet sich. Mein Hausfrauen- und Feinschmeckertipp des Tages!
08. Dezember 2012
07. Dezember 2012
Der kleine Yehudi spielt das Gebet von Händel. Dreizehn Jahre alt. Dass es so eine alte Aufnahme von ihm gibt. 1929, das Jahr, in dem Marlene Dietrich den Blauen Engel drehte und von der Premiere in Berlin auf ein Schiff nach Übersee ging. Wie schön diese Aufnahme mit seiner Stradivari knistert. Wie ein Kaminfeuer.
Yehudi Menuhin, * 22. April 1916 in New York City; † 12. März 1999 in Berlin.
„Yehudi, auf deutsch Judäer, Jude – den Vornamen hatte die Mutter aus Trotz gegen eine antisemitische Bemerkung eines Vermieters gewählt (…) bekam mit vier Jahren eine blecherne Spielzeug-Geige, die er jedoch wütend zertrampelte, als er die ersten Töne hörte. Mit Unterstützung der Großmutter kaufte die Familie daraufhin für 400 Dollar eine echte Geige. (…) Bereits 1925 gab Menuhin sein erstes Solokonzert, weitere folgten 1926 in New York. Als Zwölfjähriger bekam er als Geburtstagsgeschenk von dem fast blinden Bankier und großzügigen Mäzen Henry Goldman eine wertvolle Stradivari-Violine, (…) die ihn seitdem durch die Konzertsäle der Welt begleitete. (…) Menuhin erreichte schließlich als Zwölfjähriger seinen Durchbruch am Abend des 12. April 1929 mit dem „Konzert der drei B“ (Johann Sebastian Bachs Violinkonzert E-Dur, Brahms‘ Violinkonzert und Beethovens Violinkonzert) und den Berliner Philharmonikern unter Bruno Walter in der Berliner Philharmonie. Seine Karriere als Konzertviolinist führte Menuhin anschließend um die ganze Welt.“
Wikipedia
06. Dezember 2012

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Höre gerade dem Gespräch vom letzten Sonntag von Bettina Rust mit Fritz J. Raddatz zu. Ich mag ihn wirklich. Ein warmherziger, weiser Dandy. Sehr hörenswert. Das sind die meisten Sendungen aus dieser Reihe auf Radio Eins, diese jedoch ganz besonders.
06. Dezember 2012

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Höre gerade dem Gespräch vom letzten Sonntag von Bettina Rust mit Fritz J. Raddatz zu. Ich mag ihn wirklich. Ein warmherziger, weiser Dandy. Sehr hörenswert. Das sind die meisten Sendungen aus dieser Reihe auf Radio Eins, diese jedoch ganz besonders.
06. Dezember 2012

Ich glaube, die runden Pflaumen waren von weiter auswärts, also Übersee oder Marokko? Die Erdbeeren, hm… in dem eher kalten Juni vielleicht auch nicht aus Deutschland. Und die Brandenburger oder holsteinischen Äpfel vom letzten Jahr oder frühe Äpfel von diesem? Ich weiß es nicht, aber es hat mir gut geschmeckt. Juni-Bildchen, Fortsetzung. Bunte Küche, bunte Fotos. Man muss immer von Fall zu Fall entscheiden! Ist der Farbeindruck berauschend oder unerheblich? Zack zack, schnell entschieden. Das im wahrsten Sinne des Wortes Unerhebliche interessiert mich im Allgemeinen überhaupt nicht. Wenn einem mal so richtig nach Herzenslust, so nach Strich und Faden nach Mittelmaß ist, geht man einfach vor die Tür, fertig ist die Laube! Nur das Gegenteil ist etwas schwieriger zu bekommen. Heroin wird auch nicht an jeder Straßenecke vertickt. Gewußt wo, Augen auf im Straßenverkehr! Nicht, dass mich Heroin aktuell großartig interessieren würde, auch früher schon nicht, außer hochwissenschaftliche, qualifizierte Erfahrungsberichte natürlich. Besonders interessant fand ich die detaillierten Ausführungen von Uschi Obermaier dazu, die hat wenigstens nachvollziehbare, plastische Wörter benutzt. Nicht so pauschales, schwammiges Geschwurbel wie Keith Richards, so nach dem Motto „unvergleichliches Zeug!“. Nein, Uschi Obermaier, hat ihre Schularbeiten gemacht und genau erklärt, dass Heroin ihr im Gegensatz zu anderen Drogen, ein nie gekanntes, heimeliges Geborgenheitsgefühl und eine tiefe Zufriedenheit vermittelt hat. Mit solchen Informationen kann man etwas anfangen, das schafft Empathie und Verständnis. Ja, ich möchte sagen, das klingt eigentlich sympathisch. Trotzdem bleibe ich bei Erdbeeren, Äpfeln

und Pflaumen. Obst hat einfach mehr Nährstoffe und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Und anderes Drogenzeugs ist auch überall drin. Zum Beispiel Alkohol. Falls Sie es noch nicht wussten, in nahezu allen Lebensmitteln ist eine gewisse, naturgegebene Dosis Alkohol. Auch in Brot. In jedem Glas Babynahrung! Haha. Kein Scherz. Kann sein, dass Leute, die besonders viel Obst und Gemüse und frisches Zeug essen, von dem latenten Gärungsprozess und dem dadurch entstehenden Alkohol einen gewissen Dauerpegel haben. Also ich zum Beispiel! So, jetzt aber genug wirre Informationen für heute Nacht verbreitet.
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05. Dezember 2012
»I do not have much patience with a thing of beauty that must be explained to be understood. If it does need additional interpretation by someone other than the creator, then I question whether it has fulfilled its purpose.« Charlie Chaplin

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04. Dezember 2012

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Il Ritorno. Die Endstation am dreiundzwanzigsten Juni. Am Ende anders rum geguckt, aus dem Al Contadino auf meine Hütte, sonst sehe ich ja immer von oben, wer sich da unten so rumtreibt, gerade wenn es schön ist. Das war der erste Abend, die Eröffnung. Nicht ganz eine Wiedereröffnung, weil das alte Al Contadino Sotto le Stelle, das wirkliche Restaurant, inzwischen ein paar Häuser weiter gezogen ist, wegen der langen Bauarbeiten. Nun laufen beide Läden ausgezeichnet, das ist schön. Nachdem wir die handgeklöppelten Büffelkäsesorten durchprobiert hatten, habe ich ein bißchen die Kamera laufen lassen, für diese kleine Sequenz.
03. Dezember 2012

Das war im Grunde nur ein kleiner Schlenker am Rande, weil es auf dem Rückweg liegt, das KW, die „Kunst-Werke Berlin e. V.“, auch in der Auguststraße. Der Durchgang und der Innenhof mit dem bekritzelten Rohr hielt als dekorativer Hintergrund her, mit ernsthafter Beschäftigung mit der diesjährigen Berlin Biennale hatte das so wenig zu tun, wie überhaupt nur denkbar. Man gewöhnt sich auch daran, dass alle Nase lang und alle paar Meter irgendetwas ausgestellt wird. Wenn es ein Hingucker ist, guckt man hin, wenn nicht, dann eben nicht. Aber schön, dass überall so viel Zeug rumsteht. Parolenbekritzelte Basteleien aus Pappe. Hm. Okay. Drinnen Belehrung. Mir sind gehirnschwangere Etiketten auf oder gar als ein/em „Kunstwerk“ suspekt, ich betrachte die Welt, das Ganze, lieber als einen Spielplatz mit unterschiedlich brauchbarem Spielzeug. Manches mag man lieber („Glückskind“), manches findet man langweilig, und dann beschäftigt man sich gerne wieder mit seinen eigenen mitgebrachten Spielsachen. Dem treuen Fotoapparat und der eigenen, eitlen Schnute. Warum lügen.
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03. Dezember 2012

TACHELES. Oranienburger Straße 54 bis 56 a, 10117 Berlin. 13. Februar 1990 bis 04. September 2012 . :: IN MEMORIAM.

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SIE TANZT NICHT MEHR. Death by Execution of a Contemporary World Heritage.
03. Dezember 2012

TACHELES. Oranienburger Straße 54 bis 56 a, 10117 Berlin. 13. Februar 1990 bis 04. September 2012 . :: IN MEMORIAM.

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SIE TANZT NICHT MEHR. Death by Execution of a Contemporary World Heritage.
02. Dezember 2012

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St. Johannes Evangelist Kirche, Auguststraße 90. Wir waren nicht zum Beten drin, nur zum Gucken und Blödsinn machen. Vergelts Gott! Mit dem habe ich sowieso ein Hühnchen zu rupfen. Ganz abgesehen davon, dass Blödsinn machen, sofern lustig, nach meinem Dafürhalten zu den fortgeschrittenen Formen des Gottesdienstes gehört. Lachen ist seliger als freudloses Frömmeln! Natürlich Schadenfreude komplett ausgenommen. Aber Hühnchen! Was für einen Mist habe ich heute Nacht geträumt, die reinste Heimsuchung, ja Beleidigung. Dass sich mir das nicht wiederholt, hörst Du! Wenn ich noch einmal so eine nächtliche Zumutung beschert kriege, sind wir geschiedene Leute. Ich musste alte, halbtransparente, vergilbte, rosa und grüne Plastik-Eisförmchen in verschiedenen Größen und Formen (Muschelzeugs aller Arten) und anderen Krempel von einem Umzugswirrwarr von feindlichen Personen sortieren, verdonnert wie Aschenputtel, während man sich auswärts in der Pizzeria vergnügte. Wenn du noch mehr so Beleidigungen auf Lager hast, dann muss ich hier eine härtere Gangart einlegen! Ich bin nicht dein kleines Spielzeug, damit das ein für alle Mal klar ist! Wenn Du nachts Langeweile hast, wenn alles schläft, und du nicht in der Lage bist, dich sinnvoll zu beschäftigen, musst du dir eben ein Hobby suchen. Zum Beispiel Briefmarken sammeln oder Schäfchen zählen! Nur mal so als Tipp.
02. Dezember 2012
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Woran ich ich mich beim Besuch dieser Galerie erinnere, ist kein Exponat, sondern, neben dem ersten Glas Wein in freier Wildbahn, an die Schaufensterpuppen nebenan und den jungen, gewitzten Mann aus Australien, ein in Berlin lebender Musiker, der Jazzgitarre spielt, wenn ich mich dunkel erinnere. Wer so gezielt und sympathisch daran arbeitet, sich aus der Menge hervorzuheben, verdient fokussiert zu werden. Von Jan und von mir.
02. Dezember 2012
wunderbare LINDBERG-DOKU.
22. Februar 2010
facebook-chat mit Julian, 22. Februar 2010
10:54pmJulian
Julian
Was machst`n?
10:54pmGaga
kommentare löschen ;-)
10:55pmJulian
Besser so! Hier muß man wirklich aufpassen!
10:55pmGaga
ich hab nen Aufräumtick bei diesem beknackten facebook. Reduce to the max!
10:57pmJulian
Hab irgendwann mal meinen gesammten Lebenslauf aus versehen ausgespuckt..ne alte Schulfreundin von vor 25 Jahren war ganz begeistert…ich wußte nicht wie ich die Scheiße löschen soll..
10:58pmGaga
um gottes willen. aber dann hast du den button doch noch gefunden! du musst eben immer schön die brille aufsetzen!
11:00pmJulian
Ja Stecker rausgezogen, Brille kaputtgemacht und….alles wurde wieder besser…
11:01pmGaga
na bitte! geht doch! es gibt bestimmt selbsthilfegruppen für facebook geschädigte. aber viel interessanter ist dieses wunderbare geniale video von soap an skin, das ich mir seit gestern im loop reinziehe:
http://gaga.twoday.net/stories/6200341
sehr geil, genial.
11:08pmJulian
Gaga, das weckt in mir sehr schwarze Sehnsüchte, aber nicht schlecht, haste schön gemacht….was gibts noch?
11:11pmGaga
hab ich schön gemacht??? hab ich schön verlinkt. da werde ich ganz ehrfürchtig, bei so einem genialen kleinen meisterwerk. soap & skin trat im okt. 08 bei dem nico tribute konzert auf. da hab ich sie auch abgelichtet. dieser anschlag, wie sie in die tasten haut. donner und doria! wow. ich sehe selten videos, die mich überhaupt interessieren, ehrlich gesagt. aber das trifft mich auf der ganzen linie.
11:09pmJulian
Geh mal kurz Fluppen holen..
11:20pmGaga
ah fluppen. ich bin ja gesellschaftsraucherin, bei meinem frei gewählten eremitentum also sehr gesund! aber am liebsten sind mir ja blumen, wie die auf meinem balkon ;-)
11:25pmJulian
Gaga wie wunderbar..ich liebe Blumen doch braucht es leider noch ein bischen, bis sie das Blühen beginnen…gerade läuft ein Fim auf NDR mit Marian Faithfull, die ich mitlerweile auch sehr respektiere…toller Film über eine Hausfrau die für Ihren Sohn, durch Hand-Jobs versucht etwas zu Geld zu kommen
11:26pmGaga
den hab ich im kino gesehen, der ist super großartig! ich liebe marianne, ich bete sie an! großartigste lebende sängerin ever! hast du sie in der letzten zeit mal live erlebt? gottesdienst.
11:27pmJulian
Ne leider nich, werd ich auf jeden Fall!!!
11:29pmGaga
sie war ja sehr krank, man muss sich um seine ikonen kümmern, sonst ist es zu spät – diesen song hatte ich heute in der s-bahn by random auf den ohren. großartig, von ihrem album before the poison: http://www.youtube.com/watch?v=r9IbLK0k20k
11:30pmJulian
Habe mich immer früher um die Stones und Brian Jones und dessen Verhältnis zu ihr, besonders interessiert, Jagger war und ist ein Arschloch, muß sie auch ganz schön runtergeholt haben (ich hasse ihn!)
11:31pmGaga
brian jones war aber ein eitler affe! den mochte ich am wenigsten! früher war sie süß und hatte ein harmloses stimmchen, aber heute hört man, dass sie gelebt hat. (aber wie…)
11:33pmGaga
P.S. aber Sätze wie „ich hasse ihn“ haben meine volle Sympathie – nicht wegen Jagger, sondern grundsätzlich! Immer diese Licht und Liebe Scheisse, das kann doch keiner mehr hören!
11:35pmJulian
Ja das war Brian wohl schon…dachte einige Zeit ich sei sein Sohn (gleiche Nase, gleicher Sinn für Arrangemants), weil er 2 Kinder hatte die er boßhafterweise Julian taufen ließ…Na so ist der alte Gockel, das eigentliche Genie der Band, bis ENDE 60 im Pool ersoffen, oder ertränkt?!
11:38pmGaga
mir schnurz! wie, der hat zwei bälger in die welt gesetzt und zweimal den gleichen namen gegeben? wie doof! aber der name ist schon sehr schön! vielleicht war sein gedächtnis etwas in mitleidenschaft gezogen und so musste er sich nur einen namen merken. har har
11:38pmJulian
Und wie Marianne gelebt hat, blieb ja niemandem verborgen…und es ist schön zu sehen das solche Menschen, kurz vor ihrem Kollaps es doch noch schaffen wieder auf zu stehen und einen wunderbaren Beitrag in unserem Leben geben!
11:39pmGaga
jawoll! das hast du sehr schön gesagt: einen wunderbaren beitrag in unserem leben geben. amen! du solltest priester werden! So als Zweitberuf! Die haben auch schöne Kostüme. Schwarzweiß ist sowieso die einzig mögliche farbkombination bei bekleidung. außer natürlich noch ein fröhliches anthrazit.
11:40pmJulian
Dewegen hat er sie ja Julian genannt, war eben praktisch…DAS KANN DIR NICHT SCHNUR SEIN!!! Er war schließlich der Begründer der Stones
11:42pmGaga
och schön – er war praktisch veranlagt! damit kann er jetzt auch nicht mehr punkten, der zug ist abgefahren! begründer der stones bla bla – micky maus war schon sehr sexy. wie der da bei diesem konzert im hyde park oder wo das war in diesem weißen minikleid auftrat, mit seiner geilen schnute.
11:43pmJulian
kann leider nicht im Zölibat leben…Bullshit…was los? Übertreib nicht!!
11:44pmGaga
jeder kann im zölibat leben. das ist nur eine frage der – äh – technik!
11:45pmJulian
Genau!! Aber die begreif ich doch nicht!
11:45pmGaga
üben üben üben!
11:46pmJulian
AUF GAR KEINEN FALL!!!! Praktiziere doch die OOCH – TECHNIK
11:50pmGaga
die was? ich glaube diese art der konversation kann ich nicht mit meinem keuschheitsgelübde vereinbaren: http://gaga.twoday.net/stories/4585263/#4586750 ich muss mich jetzt bettfertig machen und auf das nachtgebet vorbereiten. ich bin da streng. bald schlägt die turmuhr mitternacht! geruhsame nachtruhe!
11:54pmJulian
Die wünsch ich Dir auch! Give it away now…
11:55pmGaga
Ich schließe dich in mein Nachtgebet ein! Amen.
11:58pmJulian
Wie kann ich Dir nur danken…diese Nacht werde ich endlich froh und zufrieden einschlafen…heilige Nacht!
Today
12:01amGaga
jetzt aber!














































