Heringsdorf
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So ging der erste Ausflugstag in Heringsdorf zu Ende. Ich spazierte von der Seestraße in die Strandstraße, zur Maxim-Gorki-Straße, wieder an der Villa Irmgard und an Villa Marie-Anna vorbei, nun nächtlich erleuchtet, und war zurück in der Villa Seestern. Öffnete eine gut gekühlte Flasche und lud die Bilder von der Kamera. Da ahnte ich schon, dass mein „Heringsdorfer Tagebuch Tag II.“ mehr als einen Eintrag ausmachen würde. War ich wirklich erst den zweiten Tag hier? Warum hatte mir kaum jemand je von all dem erzählt, was ich gesehen hatte? Jeder, wirklich jeder, war scheinbar spätestens seit Mauerfall einmal dort, schien es mir. Wobei: alle sprachen immer diffus, wenig konkret, von „Usedom“, nie explizit von den alten Kaiserbädern, die mir so bemerkenswert erschienen, erscheinen. Und da ich nun dort war, noch viel mehr.

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