Dieser Platz ist leider besetzt… hier sitzen Bücher. Habe das englischsprachige Buch „It Started with a Whisper“ wegen inhaltlicher Ereignislosigkeit abgebrochen. Nun die neue Bachmann-Biographie „Zwei Menschen sind in mir“ von Andrea Stoll. Die Autorin hat bereits vor elf Jahren mit „Der dunkle Glanz der Freiheit“ eine fundierte Bachmann-Biographie veröffentlicht. Da sich in den Jahren seitdem viele neue Quellen erschlossen haben, diverse Briefwechsel, zugängliches Archivmaterial, das vorher unter Verschluss war, aber auch viele Gespräche mit den beiden noch lebenden Geschwistern von Ingeborg Bachmann, geht Andrea Stoll es noch einmal neu an. Erscheint mir durchaus relevant. Der Grund, weshalb ich neulich zwei antiquarische Merian-Hefte von 1957 und 1970 über Kärnten durchblättere, hat nichts mit Ingeborg Bachmann zu tun, sondern mit meiner Mama. Ich recherchiere von langer Hand mit Hilfe von alten Reiseführern und sonstigen Publikationen, welche Gasthöfe, Hotels und Reiseempfehlungen es Anfang der Sechziger Jahre, genauer 1961, gab, als sie Velden bereiste. Die Merian-Hefte waren da nicht ganz so hilfreich, aber schön zu sehen. Einige traditionsreiche Hotels gibt es schon sehr lange, wie das Carinthia und die Villa Bulfon. Und natürlich auch das Schlosshotel Velden, das Drehort für die triviale Serie „Ein Schloss am Wörthersee“ (mit Roy Black in der Hauptrolle als Hoteldirektor) war. Habe mir vor einigen Tagen die komplette erste Staffel in der joyn-Mediathek angesehen, war mir neu, da ich damals, Anfang der Neunziger, keinerlei Interesse an solchen Sendungen hatte. Jetzt hat mich hauptsächlich das örtliche Ambiente interessiert. Es waren allerhand gute Schauspieler in Gastrollen dabei. Je einmal sogar Hilde Knef, Telly Savalas und Larry Hagman, der damals als J.R. ein Superstar war.

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