29. Februar 2024

Arrivederci Milano sage ich keck, als wäre ich selbst dagewesen. Mein einziger tatsächlicher Aufenthalt in Mailand fand in den Neunziger Jahren statt, und spielte sich ausschließlich auf dem Bahnhof ab, beim Umsteigen in einen italienischen Zug nach Venedig. Lydias dichte Berichterstattung der vergangenen Woche hat mir das Gefühl vermittelt, auch dort gewesen zu sein. An Vorstellungskraft hat es mir noch nie gemangelt! Und zu meiner allergrößten Freude folgte sie meiner Empfehlung, sich die Callas-Ausstellung in der Scala anzuschauen. Auch von da tolles Bild- und Filmmaterial abgeliefert, das es in der Form nicht im Netz gibt. Heute Morgen ein erster Versuch, mit meinem hauseigenen Kleiderschrank ein bißchen Milano Street Style zu channeln. Aber halt noch nicht perfekt – Ich nähere mich an. Zwar hatte ich sehr scharf und spitz zulaufende italienische Stiefeletten an, aber High Heels wären das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Nichtsdestotrotz ein kleiner Fortschritt in puncto Sophistication. Es wird! Meine sehr stylische italienische Kollegin hat mir großzügig ihren Segen erteilt.

27. Februar 2024

Hier kommt ein exclusiver Gruß von Berlin nach Mailand zu Lydia, die mich in den letzten Tagen ganz herzerwärmend mit Fotos von dort versorgt. Leider kann mein heutiges Outfit so gar nicht mit dem Street Style der Fashionistas in Mailand mithalten. Es war bis gestern wieder Fashion Week in Milano und ich habe mich aufgeschlaut, was das Straßenbild dort so bietet. Ich war schwer beeindruckt! Auf youtube ist ein Clip, der auf das Treiben rund um den Dom hält und ich muss schon sagen: wow! Dagegen ist der Street Style von Berlin die pure Altkleidersammlung. Folgende Trends habe ich bei den Damen ausgemacht: Fedora-Hut auf dem Kopf, gerne mit feinem Lederband, JLo-mäßige Walle-Mähne, gerne sehr langer, enger, figurbetonter Mantel, teuer aussehende Ledertasche am angewinkelten Arm, überlange, schmal geschnittene Hosen mit superduper Seventies-Schlag vom Knie abwärts, dazu hardcore spitz zulaufende High Heels – Stiefeletten oder Stiefel mit gefährlich hohem, schlanken Absatz. Schwarze Sonnenbrille versteht sich von selbst. Ein absolut gefährlich aussehender Look, rasant, sexy, elegant. Ich hätte zwar Zutaten im Schrank, um das nachzubauen, aber heute war ich leider noch nicht so weit. Wobei ich bei der Schlaghose passen muss; Marlenehose gültet nicht. Hier gilt es aufzurüsten! Vielleicht macht Lydia mit, wenn sie zurück ist! Bis dahin braver Gruß aus Berlin, heute noch mal ganz ohne Schlaghose, Fedora und Mörderabsatz.

26. Februar 2024

Nicht fertig, geht noch weiter. Muss etwas ruhen, abhängen, wie ein guter Südtiroler Schinken. Oder Serrano. Oder Parmaschinken. Die Textur braucht noch mehr Charakter und einige Farbpartien behagen mir nicht. Ein sensibles Feld. Das Angrenzen von diesem Lachsrosa da unten an das Blau etc. Da ist noch einiges zu tun.

25. Februar 2024

Im Anita-Berber-Park. Alle, wirklich alle, haben die Krokuswiesen eingefangen – ich auch. Einige haben sich in komisch verdrehten Körperhaltungen auf die Wiese gesetzt, um ein Bild mit sich und den Blumen im Hintergrund hinzukriegen. Manche saßen in der Hocke, als ob sie Pipi machen. Andere haben sich bäuchlings reingelegt und vom Freund für Insta fotografieren lassen. Endlos wurden Makroaufnahmen versucht, auch in der Hocke oder im Knien. Es ist doch immer wieder schön, wenn das violette Blütenmeer die Welt verzaubert. Heute das erste mal das Gefühl gehabt, richtig was für die Gesundheit getan zu haben, beim Spazierengehen mit der Frühlingssonne im Gesicht.

22. Februar 2024

GNTM, männlicher Casting-Kandidat, in der Tat auffallend gutaussehend, grinst in die Kamera: „ich lebe nach dem Motto: „I don’t chase – I attract.“ Und wirkt dabei weder überheblich noch peinlich.

22. Februar 2024

Heimweg S-Bahn. Stehplatz an der Tür. Neben mir ein junges Paar, das auch auf dem Heimweg von der Arbeit ist. Sie unterhalten sich mit medizinischen Fachbegriffen, zarter Körperkontakt. Sie wunderhübsch, komplett ohne Make up. Lange braune Haare, Gesichtszüge ein bißchen Audrey Hepburn, müde, aber wunderschöne Augen, die den jungen Mann liebend anschauen. Ich lausche nicht stalkermäßig, aber kriege ein paar Sachen mit. Dass sie müde ist, sagt sie und er hört aufmerksam zu, schaut sie intensiv an. Er braune Haare, zarte Brille, empfindsamer Mund, Fünf-Tage-Bart. Sie berichtet von ihrer Irritation über eine 2-ml-Spritze, die keinen Anschlag hatte. „Ohne Anschlag!“. „Charité“ fällt. Dann erinnert sie sich an eine Situation mit einem querschnittsgelähmten Patienten, der von Pflege-Kollegen nach ihrer Einschätzung falsch angefasst, umgelagert wurde. Da kam sie nicht drüber hinweg. Sie sagt „Dude“, was sich total mitfühlend anhört: „Du kannst doch nicht einen Dude mit Querschnitt… (soundso) – hey…!“ Ihr Liebster schüttelt mitfühlend den Kopf. Das waren (vermutlich) zwei junge, sehr ambitionierte, ausgebildete, engagierte Pflegekräfte, die sich noch nach Feierabend auf dem Heimweg gedanklich mit ihrem Job beschäftigen. Hätte ich beide adoptieren können. So sympathisch.

19. Februar 2024

Heute vor zehn Jahren, 19. Februar 2014. In jenem Jahr zeigte sich auch, dass ich eine Brille zum Lesen brauche. Das Augenzusammenkneifen zwecks Fokussieren beim Lesen in der S-Bahn hat nicht mehr gelangt. Und die Haarfarbe war auch komplett rausgewachsen. Wollte 2014 wissen, was aus dem Kopf kommt.

18. Februar 2024

GAGANISCHE PAPAGEIENBLUME„. Feinste Pixel auf Acer, beliebige Größe, 18. Februar 2024, Staatl. Museen von Gaganien. Aus Gagas Digi-Lab. Dieses Gewächs hat heute das Licht der Welt in Gaganien erblickt. Es handelt sich um keine Züchtung, sondern um eine einheimische Wildblume. Mit KI oder sowas hat die Blume nix zu tun. Ich war beim Wachsen mit ihr im Austausch und sie hat mir mitgeteilt, was sie für Nährstoffe braucht. Neugierhalber habe ich mal bei zwei verschiedenen Anbietern zwei kleinere Leinwanddrucke davon bestellt, jeweils 30 x 40 Zentimeter, um zu gucken, wie die Qualitätsunterschiede sind. Das Format 300 x 400 cm wäre natürlich um einiges beeindruckender, aber dafür habe ich keinerlei Platz und das Format gabs auch gar nicht zum Bestellen.

17. Februar 2024

Vor zwanzig Jahren, am 1. Februar 2004, mit meinem ersten Notebook Sony Vaio pcg-grt. Noch analoge Selbstauslöserfotos. Von da blogge ich immer noch, auf einem anderen Bodenkissen, mit anderer Haarfarbe und anderem Notebook. Zum digitalen Fotografieren bin ich erst am 6. November 2004 übergegangen.

09. Februar 2024

Regenradar Berlin: zwischen 13 und 14 Uhr kein Regen und ab 16 Uhr auch nicht mehr. Dann werde ich meine (R)Ausgehaktivitäten darauf abstimmen. Auch die apartesten Regencapes in meinem Schrank können mich nicht vor die Tür locken. Erstmal Kaffee trinken. Dann möchte ich das gestern fertig gewordene Bild in meine Wohnung holen, da ich gestern ausgemessen habe, dass es in mein Badezimmer passen würde. Dafür muss ich etwas umhängen. Außerdem steht Einkaufen an. Essen, Getränke. Eventuell Wimpernkleber. Dann könnte ich meine Las Vegas-Strass-Wimpern mal wieder ankleben, bei Lust und Laune. Also nicht daheim in der Wohnung – so exaltiert bin ich auch nicht. Heute Abend ist Faschingskonzert vom Berlin Beat Club im Ballhaus in der Chausseestraße, aber ich weiß noch nicht, ob ich hingehe. Vielleicht krieg ich noch einen Schubs. Man muss sich aber nicht verkleiden. Darauf muss man auch Lust haben, so zwanghaft bringts nicht. Letztes Jahr bin ich als Oligarchin verkleidet gewesen, was aber keiner erkannt hat, weil ich meine protzige Kunstpelzmütze an der Garderobe abgegeben habe und mein Schmuck war wohl nicht protzig genug. Auch haben angeklebte Fingernägel gefehlt. So Verkleidungskram muss auch immer auf Sitz kontrolliert werden, gilt auch für Wimpern. Also ich weiß noch gar nicht. Vielleicht bin ich in diesem Februar auch einfach in klösterlicher Klausur, nachdem ich schon zwei sehr nette Einladungen von Freunden nicht wahrgenommen habe, ich Stubenhocker. Ist aber auch so ein Einmummel-Wetter die Tage.

08. Februar 2024

KALEIDOSKOP VII. – Nellcôte – Schmitts kleine Katze 1979″. Fragment Cover Mare-Zeitschrift August 2022″ Sommer der Pop-Giganten“ mit Foto von Keith Richards 1971 in der Villa Nellcôte, fotografiert von Dominique Tarlé, Foto von Mama beschriftet: „Schmitts kleine Katze 1979“, Fragment „Daliland“-Kinoflyer, Sawade-Pralinen-Kärtchen, Splitter kupferfarbene Lippenstifthülse „Revolution“, Foto Sonnenuntergang mit Spree und Fernsehturm, Logo von „Idôle“-Parfumprobe v. Lancôme, oranger Karton, Spiegelsplitter, Kupferglitzer-Geschenkpapier, Kleber, Blattsilber, geschenktes Badesalz, Acryl auf Rahmenpapprückwand von shabby Altsilber-Rahmen, 84,7 x 64,7 cm, 21., 28. Januar, 2., 3., 4., 5., 6., 7. und 8. Februar 2024, Staatliche Museen v. Gaganien

Heute restliches rosa Badesalz appliziert, Acryl aufgetragen, Spiegelsplitter mit Schwamm von Kleberesten gereinigt, getrocknet und poliert. Zuguterletzt auf der Rückseite signiert und fotografiert.

07. Februar 2024

Scherben auf links, Klebstoff, umklappen, andrücken. Dann Klebstoff in die Lücken, Rest geschenktes Badesalz drüber, andrücken, durchtrocknen lassen. Morgen Reste abschütteln, abkehren, eventuell reicht es gerade so für die obere Zackenreihe.

07. Februar 2024

Paul Cézanne in einem Brief an Emile Bernard, 26. Mai 1904:

„Der Maler muss sich ganz dem Studium der Natur widmen und sich bemühen, Bilder hervorzubringen, die für sich selbst sprechen. Das Geplauder über Kunst ist so gut wie nutzlos. Die Arbeit, mit der ein Fortschritt erzielt wird, ist Entschädigung genug für das Unverständnis der Dummköpfe. Der Literat drückt sich mit Abstraktionen aus, während der Maler mittels Zeichnung und Farbe seine Empfindungen und Wahnehmungen veranschaulicht. Man ist weder zu gewissenhaft noch zu aufrichtig oder zu demütig gegenüber der Natur, sondern mehr oder weniger Herr seines Motivs. Und vor allem: seiner Ausdrucksmittel.“

07. Februar 2024

Fortsetzung „Kaleidoskop VII.“ Quell der Spiegelscherben sind Spiegelfliesen aus den Achtziger Jahren, die ich in meiner ersten Berliner Wohnung an Schranktüren hatte. Ein paar habe ich noch. Ich zertrümmere die Fliesen gezielt mit meinem Hammer. Auf dem Holzboden liegt ein Bodenkissen, darauf Packpapier, darauf eine alte stabile Papiertüte, in die ich die Fliesen packe. Ich ziehe Bauarbeiterhandschuhe an. Dann haue ich fünf bis zehn mal auf die Tüte. Der Scherbenhaufen ist in der dann leicht zerlöcherten Papiertüte, ich kippe ihn in eine Schüssel mit Wasser, damit die kleinsten Splitter nach unten sinken. Dann ziehe ich Latexhandschuhe an und fische die Scherben aus der Schüssel, lege sie nach Form und Größe sortiert auf ein Stück Pappe, die kleinen Teile auf ein Tablett. Das Wasser gieße ich vorsichtig in einen Blumenkasten, die kleinsten Splitter kippe ich in den Müll.

06. Februar 2024

Bin gerade erst heimgekommen und muss erst mal was essen, also kochen. Reis aufgesetzt, schmeiße ich noch grüne Bohnen und Champignons und Spinatblätter obendrauf. Wenn es fertig gekocht ist, kommt Butter dazu, umrühren und Salz und grober Pfeffer und drüber ein klein geschnittener Mozzarella und frische Ingwer-Raspel. Schnelles, gutes Essen. Ja, es ist spät, 23.43 Uhr.

04. Februar 2024

24-02-04 Kylie Shania

Guten Morgen mit einem ganz frischen Bild von der gestrigen Pre Grammy Gala in Los Angeles, welche unter anderem von Kylie Minogue und Shania Twain besucht wurde. Wer kennt sie noch? Shania ist inzwischen 58, Kylie demnächst 56, und beide sehen recht lebensfroh aus. Der goldene Anzug von Shania mit dem schwarzen Cowboyhut gefällt mir ausgezeichnet. Kylies „Kleid“ hingegen finde ich etwas kurz geraten. Etwas ähnliches trage ich, wenn ich aus der Dusche komme, ich wickle mich dann immer in ein großes Badetuch. Vielleicht hätten sich schwarze Nylons gut dazu gemacht. So ist es ist für meinen Geschmack untenrum zu nackig. Aber der Look von Shania: Eins A. Dass Kylie nach diversen Schicksalsschlägen so strahlt, freut mich sehr. Shania hat auch gesundheitlich schwierige Zeiten gehabt, zwischen 2003 und 2016 hat sie nichts Neues veröffentlicht, da sie eine Borreliose-Erkrankung mit Stimmverlust hatte, die sich hinzog. Sehe gerade, Shania Twain ist genau vier Tage vor mir auf die Welt gekommen.

03. Februar 2024

Noch eine Gemme: „Royal Paintbox„. In dieser britischen Doku gibt es einen ganz intimen und privaten Einblick hinter die Kulissen des englischen Königshauses. Ich wusste, dass Charles sehr gerne zeichnet und aquarelliert, auch sein Vater sehr ambitioniert und gut darin war. Aber in welcher jahrhundertealten Tradition und Meisterschaft in den bildenden Künsten innerhalb der Familie sie sich bewegten, war mir in dem Ausmaß nicht geläufig. Beeindruckend. Die gigantische royale Kunstsammlung ist in dieser Hinsicht in der denkbar besten Familie. Queen Victorias Schaffen als Malerin ist sehr berührend, insbesondere, wie sie damit den Tod ihres sehr geliebten Gefährten Albert zu verarbeiten versuchte. Aber sehen Sie selbst. Auch immer wieder angenehm, Charles zuzuhören. Ein ganz empfindsamer Zeitgenosse.

03. Februar 2024

Auszug aus einem Gespräch zwischen Alexander Kluge und Dr. Joseph Vogl über die Frage des Entstehens von Feindbildern:

„Das Interessante ist, dass Feindschaft auch kulturelles Gedächtnis voraussetzt. Es gibt keinen Feind, ohne dass jemand erinnert: „DAS ist der Feind, das wird der Feind bleiben.“ Der Feind ist sozusagen gespeichertes Gedächtnis von Ausschlussprozessen. Eine Gesellschaft erinnert sich selbst, indem sie bestimmte Spaltungsprodukte entwickelt, ihre Schattenseite in gewisser Weise, und diese Schattenseite ist in der Kontinuität von Feindschaftsmodellen gespeichert.“ (Joseph Vogl)

Dr. Joseph Vogl lehrt Neuere deutsche Literatur, Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität Berlin und als Permanent Visiting Professor an der Princeton University.

01. Februar 2024

Kupferrosa Reste für Kaleidoskop VII., Nellcôte, noch ganz unfertig, Anfangsstadium. Bestandteile, grobe Anordnungen. Bin gespannt, was da noch alles kommt und damit passiert. Auf jeden Fall eine Menge; das wird komplex. Die Entwicklung vom Anfang bis zu unerwarteten Endergebnis amüsiert mich. So ist es noch trivial. Wird eventuell aufwändig. Heute aber keinen Drive, nachdem ich mich mit der Aktualisierung von Drivern verausgabt habe. Das Foto von Keith Richards stammt vom Cover der Mare Ausgabe 2022, die dem Sommer 1971 gewidmet war, als die Stones in der von Keith gemieten Villa Nellcôte in Südfrankreich Exile on Mainstreet aufnahmen. Und Joni Mitchell und Leonard Cohen am Mittelmeer weilten, und dort ewige Lieder schrieben.

01. Februar 2024

Kaum wage ich es, von meinen weiteren Set up-Aktivitäten mit meinem alten Toshiba Satellite zu berichten, davon ausgehend, dass meine Leser/innen nicht den Beruf des Fachinformatikers für Systemintegration ausüben (ich übrigens auch nicht). Außerdem haben die meisten ja scheinbar eh einen Mac und blicken etwas mitleidig auf Windows User wie mich.

So ähnlich wie Schüler in den Siebziger und Achtziger Jahren, denen die Eltern eine Levis oder Wrangler Jeans gekauft haben, auf die Kinder aus ärmeren Haushalten geschaut haben, die eine Jinglers-Jeans von C&A anziehen mussten. Ich hatte es damals immerhin zu Wrangler gebracht, fand ich auch besser als Levis. Sexier von der Waschung und vom Schnitt her. War auch so! Levis war so unisex, Wrangler auf die weibliche Figur zugeschnitten.

Aber zurück zu meiner Freizeitbeschäftigung, mit unermüdlichem Beharrungsvermögen (Mars, Mond, Neptun und Aszendent im Skorpion) dem Satellite neues Leben einzuhauchen, ohne ihn zwecks Untersuchung im Schrauberladen abzugeben. Also ihr Mac User könnt hier aufhören zu lesen.

Folgendes: ich hatte nun den neuen kleinen, schicken Acer am Start und nach vielen erfolglosen Versuchen den Satellite nochmal hochzufahren, packte ich ihn bedauernd hochkant neben die Wohnungstür, um ihn doch mal fachkundig auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Also irgendwann. Weil nun hatte ich mich ja schon gut mit meinem kleinen, jungen und smarten Toyboy Acer Swift arrangiert.

Ich hatte es zuletzt vorm hochkant neben die Tür stellen, am Satellite hingekriegt, ein grundlegendes Reset auf die Werkseinstellung anzuschmeißen, wo alles platt gemacht wird, aber ich kriegte nie eine abschließende Meldung, dass es nun hiermit erledigt sei und alles auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Ich machte ihn immer wieder mal an und er zeigte kurz das Toshiba-Logo und dann einen dunkelgrauen Bildschirm und Hintergrundrauschen. Manchmal ließ ich das eine Stunde so laufen, dann schaltete er sich aus oder ich würgte ihn ab, weil nix mehr passierte.

Also drei Tage Ruhe, ihn komplett ignoriert, und als ich ihn nun mitnehmen wollte zum Abtransport, gedacht: eine Chance gebe ich dir noch, einmal versuche ich noch hochzufahren. Und siehe da: nun kamen endlich die ganzen Abfragen, die man bei Neueinrichtung des Betriebssystems kriegt. Ich lud mir dann gleich wieder den Firefox runter, aktivierte die alten Lesezeichen, alles da.

Und dann wurde ich ganz mutig – alles in derselben Session – ich dachte: jetzt oder nie, vielleicht will er mal ein bißchen frisiert werden. Es gab ja für viele Anwendungen keine Updates mehr. Ich holte mir für neunzehn Euro die Lizenz für Windows 10 und habe ihn upgegraded und er hat alles bisher mitgemacht. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Die Grafikkarte ist etwas veraltet, der Grafiktreiber wird nicht mehr automatisch upgedatet und manuell die AMD Adrenalin Legacy Treiber-Edition für meine alte r9 200 zu installieren, hat nicht funktioniert.

Hab ich nun womöglich das falsche Windows 10 installiert? Ich dachte, das wäre automatisch 64 bit für mein 64 bit-Satellite, auch bei der Home Edition, dachte Pro ist nur mit so fancy Unternehmens-Features, bin nun verunsichert. Youtube puffert zuweilen ein klein wenig, aber er läuft. Ich bereinige jetzt gerade alte Installationsdateien etc.

Was mich bislang stört, ist beim Hochfahren nach dem Toshiba Logo der Blue Screen mit der Aufforderung „wählen Sie ihr Betriebssystem“, da gibts nur Windows 10 und erst dann kommt der Sperrbildschirm mit dem Login. Das ist nicht geschmeidig, daran arbeite ich gerade.

Ende des Berichts aus Gagas Computerwerkstatt!