Bürgeramt Klosterstraße, Mitte. Es gibt ein Zimmer mit einem Fotoautomaten, wie ich ihn noch nicht gesehen habe. Man stellt sich vor den Apparat und wählt die Sprache auf einem Touch Screen. Auf der Scheibe erscheint die Aufforderung zu warten, bis sich das Objektiv angepasst hat. Die Kamera identifiziert, wie groß der Mensch davor ist und fährt auf Augenhöhe. Dann wurde ich aufgefordert, etwas zurückzutreten. Der Automat macht drei Aufnahmen, zeigt sie an, rödelt, ixt die zwei Aufnahmen durch, die er nicht so gut findet und macht ein Häkchen auf die, die er nehmen will. Selber kann man nicht mitauswählen. Es wäre wohl möglich, noch einmal von vorne zu beginnen. Geld wird übrigens nicht eingeworfen. Der Bezahlvorgang wird mit dem Ausweis bezahlen über Karte am Schreibtisch des Bearbeiters erledigt. Er sitzt ein paar Türen weiter und bekommt das Foto, das nicht ausgedruckt wird, digital übermittelt. Zum Glück hat der Apparat das Foto in der Mitte genommen und nicht das linke. Das in der Mitte hat mir auch am besten gefallen. Am 29. Dezember kann ich den Ausweis abholen. Letzter Akt der Wiederbeschaffungsarie.

Die Ecke zwischen Klosterstraße und Molkenmarkt ist derzeit eine Riesenbaustelle mit unfassbar vielen labyrinthischen Absperrungen, ich hätte das Bürgeramt deswegen fast nicht gefunden. Daheim recherchiert, wieso-weshalb-warum. Ein schöner, guter Grund: die in den Sechziger Jahren stark verbaute Ecke mit dem Autobahncharme der Grunerstraße soll zurückgebaut werden, schöner, lebenswerter werden, orientiert an dem historischen alten Marktplatz Molkenmarkt. Dafür muss man jetzt eine Weile dieses augenscheinliche Chaos in Kauf nehmen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s