Der guten Ordnung halber historische Zeitdokumente vom Todestag der Königin von England. Ein Bild hatte ich schon mal gepostet, wo Lydia und ich in der Paris Bar anstießen, zum Himmel toasteten. Anlass des Treffens war aber ein anderer, nämlich hatte Jan Sobottka mal wieder eine Ausstellungseröffnung mit Fotografien. Ausschließlich Frauenportraits. Dort traf ich auch auf die Französin Sophie, Architektin und Champagnerimporteurin, die ich zum zweiten mal sah, vorher nur von Fotos von Jan kannte. Ein seltsamer Mechanismus bewirkt, dass wir dauernd lachen müssen. Ich weiß nicht, ob die Fotos vor der Todesmitteilung gemacht wurden oder danach. Ich hatte selbst keine Kamera dabei. Die Bilder sind bei Jan geklaut und von Lydias Smartphone. Nun ist es gerade zwanzig Tage her, dass Königin Elisabeth auf Balmoral gestorben ist. Mir kommt es schon viel länger vor, weil so unglaublich viel Berichterstattung dazu war, wie man es sonst in der Fülle nur nach einer längeren Zeit vorfindet. Die Welt musste ganz viel verarbeiten. Ich ja auch. Mir sickerte ein, welche Qualität die Beständigkeit der Queen für die Welt hatte. Diese unsere Zivilisation in der immer schneller alles Mögliche wieder über den Haufen geworfen wird und durch etwas Neues, Schnelleres, Hipperes ersetzt wird. Sie war die personifizierte Entschleunigung, ein Symbol für diesen Sehnsuchtsort, wo es kein hektisches Geflimmer und Antreiben und Verwerfen gibt. Diesem Phänomen zum Dank werde ich an einem Bild für Queen Elizabeth II. arbeiten. Ich sammle gerade noch Material, es formt sich bereits innerlich.

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