Ich mach es mir einfach und copypaste, was ich Jenny über meinen jüngsten Kinobesuch berichtet habe. Es gab „House of Gucci“, OmU. Ich war mit Lydia drin, Ina kannte ihn schon, war nicht dabei, Jenny war leider verhindert:

„Bin heute bißchen lahm und rammdösig nach dem langen Abend. Zweieinhalb Stunden Film (ohne Pipimachen, weil nix verpassen wollen) ist schon happig…. uhhh die letzte Stunde so leicht verkrampft im Kinosessel deswegen.

Lady Gaga als Patrizia Gucci bzw. Reggiani ist unfassbar gut. Besser gehts nicht. Von mir aus kriegt sie dafür gleich den nächsten Oscar. Hammer-Schauspielerin. Auch der übrige Cast sensationell, Legenden wie Al Pacino und Jeremy Irons und Salma Hayek, wow wow wow. Wer mir auf die Nerven ging, war Jared Leto oder wie der Typ heißt, der sonst so lange Zottelhaare und eng stehende Augen wie Charles Manson hat, der spielte einen Glatzkopf mit Italo-Slang, eine Art schwarzes Schaf im Familienclan. Der war wie ein Clown, der sich dauernd total übertrieben in den Vordergrund spielt.

Die übrigen Schauspieler umwerfend. Besonders Al Pacino und Jeremy Irons. Nicht gut besetzt war allerdings Tom Ford, der echte ist viel attraktiver. Was bißchen schade an der Story war, dass man nicht nachvollziehen konnte, wie sich Gucci zu dieser gehypten Weltmarke gemausert hat.

In den 20er Jahren als Lederwaren-Handwerksbetrieb gegründet, von einem Sattler, dann italienweit Geschäfte eröffnet, hauptsächlich mit Taschen und Reisegepäck, dann irgendwann die legendären Gucci-Loafer. Aber das weiß ich von Wikipedia, nicht aus dem Film. Da wird nur anhand eines Schuhs erwähnt, dass er auf Wunsch von Clark Gable in den 50er Jahren maßgefertigt wurde, aber wie es diese Luxusmarke von Weltrang wurde, kein Thema. Der Film steigt in den Siebziger Jahren ein, da gabs wohl ein Tief beim Umsatz. In den Neunzigern wurde Tom Ford engagiert, da kam der Hype, und auch da im Film erst richtige Fashion-Szenen, bißchen Modenschau, aber auch eher wenig.

Was nicht passend scheint: dass der Firmenchef Aldo, von Al Pacino gespielt, so rustikal wirkt. Eher wie ein Patron von einem guten italienischen Restaurant, aber nicht von einer Superluxus-Modemarke. Na ja, kein Film ist perfekt. Aber Lady Gaga allein ist eine wahre Wonne in der Rolle. Die Gesten! Ah – herrlich, na ja, sie hat ja auch italienische Vorfahren.

Der Film läuft ja nur noch heute und dann vielleicht in einzelnen Programmkinos oder so. Wegen der Länge lohnt es sich schon auf DVD oder so daheim zu gucken.

Die Restaurantidee „Nightkitchen“ war der absolute Flop, blanker Hohn. Wir wurden kurz vor elf Uhr weggeschickt, hatte auch nix reserviert, sah auch nicht voll aus. Die sprechen nur Englisch, affig und arrogant. Putzten schon den Herd. Kannste knicken!“

(Waren dann noch auf zwei lange Drinks im Keyser Soze, schön gemütlich, daheim hab ich mir vorm Schlafengehen noch Bratwürstchen mit Sauerkraut in die Pfanne gehauen.)

Eine Antwort auf „02. Februar 2022

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