Eben hat mir Beate Wedekind Wolf Biermanns Ermutigung in Erinnerung gebracht. Heute wird er fünfundachtzig, der alte Skorpion, der nie seinen Stachel versteckt hat. Zwischen 1986 und circa 2006 habe ich ihn oft gehört, vor allem, als ich seine Liebeslieder entdeckt hatte. Vor fünfzehn Jahren gab es eine schöne Feier im Berliner Ensemble (wo er in jungen Jahren Dramaturg war), bei der ich ihn auch fotografierte und er mir sein Buch signierte. Er hat ein paar ewige Lieder geschrieben, die völlig Regime-unabhängig ihren Wert haben, hatten und immer haben werden. Sicher, die Rebellions-Geschichte dahinter zu kennen, ist nicht irrelevant zu wissen, aber seine größere Kunst manifestiert sich in einem subtilen, eigentlich unakademischen Berührtwerden.

Neben „Ermutigung“ und der „Ballade vom preußischen Ikarus“ mochte ich immer besonders „Das Frühstück“ und „Kuckuck Kuckuck„…und den sehr, sehr geliebten „Hugenottenfriedhof„.

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