Am 26. und 27. Februar habe ich an meinem vorletzten Werk gewerkelt. Als ich die dritte Blume aus Spiegelscherben und den schönen alten EierMokkalöffeln von meiner Oma Alma gepflanzt hatte, wusste ich, das es Alma-Blumen sind. So heißt das Bild auch. Gewidmet Alma, 23.08.1915 – 24.03.1982. Lange habe ich die Löffelchen und korrespondierenden Eierbecher in Ehren gehalten. Von den Bechern habe ich nur zwei, aber vier Löffel. Ich finde sie ein bißchen arg klein geraten, aber sehr putzig. Jetzt haben sie den richtigen Platz gefunden und gleich sind Blumen daraus gewachsen. Das ist bestimmt der kommende Frühling. Die Natur ist einfach voller Wunder! Die Eierbecher sind ein Beweis, dass Hühnereier früher kleiner gewesen sein müssen. Ich kann mir nicht denken, dass meine Oma Alma zum Frühstück Wachteleier gegessen hat. Dafür sind sie dann wieder zu groß. Ich habe lange kein Frühstück mit weichgekochten Eiern zelebriert. Auf jeden Fall hebe ich die beiden silbernen Eierbecher auf. Irgendwann kommt der Tag! Zuletzt habe ich einen benutzt, um Aquarellstifte in Wasser zu tunken. Gerade ist es bedeckt in Berlin. Ich muss schon wieder einkaufen und Müll runterbringen. Und Wimpern tuschen. Ich kann mich nicht erinnern, ob Alma die Wimpern getuscht hat. Aber den Mund angemalt, das weiß ich bestimmt. Und Augenbrauenstift hat sie auch benutzt. Wahrscheinlich noch mehr, aber als Kind durchschaut man das ja noch nicht. Also ich schicke einen Gruß in den Himmel, ich hoffe sehr, die Alma-Blumen gefallen Dir.

ALMA-BLUMEN. EierMokkalöffel von Alma, Spiegelscherben, Acryl, Pappkarton, 50 x 70 cm. Feb. 2021, Staatl. Museen von Gaganien

3 Antworten auf „06. März 2021

  1. Ich finde sie ein bißchen arg klein geraten, aber sehr putzig.

    Ich vermute, dass es sich dabei nicht um Eier- sondern Mokkalöffel handelte. Von der Größe und Anmutung kommt das hin.

  2. Ach so…hm… muss ich mal tiefer erforschen. Dann vermissen meine beiden Eierbecher ja gar nichts. Gefällt mir. Ich habe gedacht, die müssten für Eier sein, weil so klein und nicht aus Silber, sondern mit einer verchromten Legierung, aber doch eben recht alt, weil man Eier ja nicht mit Silberlöffeln essen soll, weil die schwarz werden und es komisch schmeckt.

  3. Es sind doch keine Eier- sondern Mokkalöffel (aus Halbsilber/Alpaka! Dem Dekor nach aus den Zwanziger Jahren), wie meine aufmerksame Leserin aboretum erhellt hat. Möglicherweise aus der niederländischen Silberschmiede Niekerk in Schoonhoven.

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