Mein neues Schmuck-Kästchen ist hier zu sehen. Ich verdanke auch das meinem lieben Freund Volker-Vanity-Glam. Niemals habe ich Aquarellstifte besessen oder benutzt. Zum besseren Kennenlernen habe ich die Farben in den Deckel gemalt. Einen Block mit Aquarellpapier habe ich auch bekommen. Das war aber nicht mein erster. Ich habe Aquarellpapier schon benutzt, große Bögen, ganz anders, als dafür gedacht. Darin bin ich recht gut, mir Materialien unorthodox zu erschließen. Da mache ich vor nichts Halt! Das Kästchen hat ein Zuhause in meiner Wohnung, nicht in meiner Werkstatt, weil ich dort einen starken Drang habe, weniger filigrane, flächige und großformatigere Sachen zu machen.

Manchmal kam es schon vor, dass ich in meiner Wohnung war und keine Lust auf mein Atelier hatte und dann einen Film sah oder Musik hörte, im Internet herumflanierte und dann doch einen Impuls verspürte, irgendeine Materie zu verwandeln. Und ich musste mich bremsen oder noch mehr improvisieren, als mir lieb war. Für solche Augenblicke habe ich nun ein Schatzkästchen, das genau dann seinen Schatz zeigen wird.

Ich bin in diesen Tagen etwas hinterher mit der Würdigung meiner Post. Eine neue Postkartenchallenge gab es seit Holly Golightly nicht, aber andere schöne Sachen, die hin- und hergingen. Ist alles verewigt und wird gewürdigt. Nichts geht verloren, es bleibt. Nicht immer materiell, aber als Gedanke und Erinnerung. Irgendwo schwirrt das alles herum.

2 Antworten auf „18. Dezember 2020

  1. Ooh, über solche Schatzkästlein freue ich mich ja auch immer irre. Ich glaube, ich muß mir bald wieder neue Stifte kaufen. *gg*

    PS: Wie hast du eigentlich deine tolle Gaga-Edition gebunden, damit das alles zusammenhält? Ich kenne sowas nur mit Faden zusammengebunden oder -genäht.

  2. Mit Buchbinderleim, manchmal auch als „Blockleim“ bezeichnet. Die vorsichtig von der ursprünglichen Klebebindung gelösten Seiten haben an der Klebekante so kleine Einschnitte, wie Zähnchen, die sich besonders gut mit Leim vollsaugen.

    Man stößt die Klebekante, legt das zu klebende Werk flach, Schutzpapier auf das oberste Deckblatt aus Karton, eine Glasscheibe auflegen (von einem alten Bilderrahmen z. B., oder ein Brett, das die Buchgröße abdeckt), stark beschweren mit weiteren Büchern oder einem Wackerstein oder zwei Hanteln, und dann wird die stark gepresste Kante mit dem Leim eingepinselt. Nach ca. 1 Stunde ist es gut angetrocknet, nach zwei bis drei Stunden fertig. Die Vorder- und Rückseite aus festerem Karton mit einleimen.

    Finish ist einen Buchrücken aus Karton aufleimen, über die Kanten drüber und dann zuguterletzt eine transparente große Klebefolie um Vorder- und Rückseite incl. Buchrücken. Und ich habe vor dem Anleimen des Buchrückens ein Lesebändchen aus einer Kordel eingeklebt. Fertig! Das Endergebnis sieht beim Blättern aus als wäre es die erste Bindung, keine Klebeflecken innerhalb des Buchs, weil eben sehr stark gepresst. Hält super.

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