Auch 1982, 17. November. Ich muss an dem Tag das tschechische Filmdrama „Ein Tag für meine Liebe“ gesehen haben, und währenddessen ist diese düstere Zeichnung entstanden. Ich hatte in meinem Zimmer unterm Dach einen großen alten Schwarzweißfernseher in einem Holzgehäuse, daran hing eine große Antenne, die ich so ausrichtete, dass ich DDR-Fernsehen sehen konnte. Ich erinnere mich nur ganz dunkel an den Film, der 1976 gedreht wurde. Was Trauriges.

In der Beschreibung steht, dass die vierjährige Tochter eines jungen Ehepaars, das recht glücklich ist, beim Kirschenessen erstickt. Nach dem Tod versuchen sie wieder ein Kind zu bekommen, aber die Beziehung hat sich völlig verändert. Tragische Filme mit Tiefgang waren schon immer eher auf meiner Wellenlänge als Klamauk und Action. Obwohl ich als Kind natürlich auch Quatschfilme geguckt habe, keine Frage.

Ich mochte diese gewisse Bildästhetik von einigen tschechischen Filmen aus den Siebzigern, die manchen DDR-Filmen ähnelte. Aber sie wirkten heller, weniger grau und trostlos, hatten keinen Mief. Lag vielleicht auch daran, dass sie synchronisiert waren, was ihnen durch die bekannten Sprecherstimmen einen internationalen Anstrich gab. Warum eine Pistole auf meiner Zeichnung ist, weiß ich nicht, ich kann mich nicht erinnern, ob es gewalttätige Szenen im Film gibt.

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