Judy Watson Napangardi – Mina Mina Jukurrpa 2005, 152 x 122 cm

„Judy Napangardi Watson (circa 1925 – 2016) was an Indigenous Australian, senior female painter from the Yuendumu community in the Northern Territory, Australia. Well known for the distinctive style of painting that she developed alongside her sister Maggie Watson who taught her painting skills, she was a significant contributor to contemporary Indigenous Australian art.“

Was eher nur australische Einwohner und Kunstkenner und Museumsbesucher wissen werden ist, dass Judy Watson Napangardi zu Lebzeiten schon so erfolgreich war, dass man sagen könnte, was Klimt für das Abendland ist, ist Judy für Australien. Sie ließ sich parallel von mehreren hochkarätigen Galeristen vertreten, hängt in allen Nationalgalerien des australischen Kontinents und ihre Motive werden auf Kaffeetassen und andere Souvenirs gedruckt. Sie malte überwiegend großformatige Bilder. Eines der größten, 193 x 367 cm mit dem Titel „Womens Dreaming“ erzielte bei einer Auktion fast zweihundertdreißigtausend australische Dollar.

Ich habe ein Foto gesehen, wo man sie beim Malen sieht, sie sitzt am Boden AUF dem Bild und bearbeitet die Mitte. Entweder war es eine große Spanplatte oder eine Leinwand, die noch nicht aufgespannt war. Ich male auch auf dem Boden, aber auf dem Bild bin ich dabei noch nicht gesessen. Eine Staffelei wäre keine gute Geschenkidee für mich, ich hätte überhaupt keine Verwendung dafür. Auf eine senkrechte Fläche zu malen ist einfach ein anderer Bewegungsablauf, der mir nicht zusagt und auch das Verhalten der aufgetragenen Farbe, sofern flüssiger, nicht in meinem Sinne beeinflusst.

Aboriginee Art ist in den letzten Jahren sehr populär geworden, es gibt wahnsinnig viele Künstler, die das in Australien anbieten und auch gut verkaufen. Viele machen auch schöne Tiermotive, kennt man ja. Von allen Bildern, die ich gesehen habe, auch unter denen von Judy, mochte ich dieses hier am liebsten. Ich würde es mir sofort in meinen privaten Räumen aufhängen. Für so einen schönen Anblick findet sich immer ein Platz, oder man schafft ihn eben.

Wenn ich all diese phantastisch schönen Bilder, die ich bislang gezeigt habe, wirklich hätte, wäre ich ja sowieso finanziell so aufgestellt, dass ich auch die entsprechenden Räumlichkeiten hätte, um jedes Bild in einem eigenen Raum zu präsentieren. So stelle ich mir das vor. Ich würde dann das Interieur auf das Bild abgestimmt auswählen. Ein passender Teppich, ein schöner Sessel, der mit den Farben des Bildes korrespondiert. Ich möchte eigentlich immer, dass sich das gemalte Bild in den Raum fortsetzt, dass man darin lebt, sobald man den Raum betritt. Ich wäre eine ganz hervorragende Ausstellungsarchitektin und Kuratorin und Galeristin oder Museumsdirektorin. Es wäre ein Traum…

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