Bloggen

„(…) Dann sitze ich daheim und warte auf eine Antwort hier oder bei ihr drüben, die nie lange auf sich warten lässt. Das ist ein bisschen wie zeitverzögertes Telefonieren, bei dem wir öffentlich abgehört werden.“

Zitat aus einem schönen Blogeintrag. Mit „ihr drüben“ bin ich gemeint. Ich kann den Eintrag ja nur schön finden, da es so ziemlich das Ausgiebigste ist, was eine Blogger-Freundin mir je öffentlich schriftlich zuteil werden ließ. Das allererfreundlichste noch dazu. Diese von ihr erwähnten, nicht selten bekenntnisreichen Unterhaltungen über ein Kommentarfeld unter einem Blogeintrag spielen sich zwischen München (und manchmal auch anderen Metropolen) und Berlin ab. Weil man realistischerweise davon ausgeht, ausgehen kann, dass sich im Bekannten- und Freundeskreis kaum einer die Mühe macht, die Kommentare unter unseren Einträgen analytisch zu verfolgen.

Mit „Kommentare“ ist nicht die eine oder andere Anmerkung in Facebook gemeint, sondern in unseren altmodischen Blogs. Da kann man sich dann mal so richtig aussprechen. Dass mitunter private Sachverhalte dort öffentlich zugänglich verhandelt werden, liegt an dem Wohnzimmergefühl und weil man auch nichts dagegen hätte, wenn sich andere, den Angelegenheiten quasi „neutral“ aber doch mifühlend gegenüber stehende Leser gedanklich und gerne auch kommentierend einbringen würden. Es machen aber so gut wie nie andere Leser, was auch zu diesem Gefühl beiträgt, dass man sich in einem versteckten, schummrigen Séparée befindet, aber sicher nicht bloß- oder in Frage gestellt.

Es gibt doch sehr verschiedene Leser- und Freundeskreise bei unseren Blogs und bei Facebook. Wenn man sich über viele Jahre gegenseitig liest, weiß man eine ganze Menge über seine Bloggerfreundinnen. Und weiß auch zwischen den Zeilen zu lesen. Ich möchte unsere geflüsterten Gedanken im Séparée keinesfalls missen. Es handelt sich nicht um weinerliche Kummerkastenkonversation, sondern hochgradig welthaltige Angelegenheiten und Erkenntnisse, die sich aus urpersönlichem Erleben und Beobachten gedanklich dynamisch entwickeln und gratis allen als Lektüre zur Verfügung stehen. Wer suchet, der findet. Ich mache ja seit 2018 doppelte Buchführung auf gaga.twoday.net und gaganielsen.com. Man muss immer auf die Überschrift klicken, um das Kommentarfeld und die bereits vorhandenen Kommentare zu sehen. Ich schreibe immer noch den initialen Eintrag auf twoday und copypaste dann zu wordpress. Und zuletzt kopiere ich denselben Text in ein facebook-Statusmeldung-Fenster, wo dann aber nicht alle eingebauten Fotos sichtbar sind, das geht nur in Blogs, zumindest in der von mir gewünschten ästhetischen Form.

Ich lade alle herzlich ein, auch wenn es noch nie geschehen ist, unter den Blogeinträgen (alten, neuen, uralten) auf gaga.twoday.net oder gagnielsen.com zu kommentieren, das geht sogar auch anonym, die Möglichkeiten sind vielfältig. Auf meinen beiden Blogs sind alle Einträge und Kommentare bis zum Ende meiner Tage sichtbar. Bei Facebook setze ich immer nur ein paar ganz aktuelle auf sichtbar.

Das war jetzt viel Hintergrundinformation zu später Stunde. Kann ja nicht schaden – und falls zu langatmig: im Zweifel liest eh keiner so lange Einträge zu Ende und ist schon längst weg, um das nächste Pizzafoto zu liken. Dann aber bitte nicht demnächst beschweren, dass ich bei nächster privater Begegnung keine Lust habe, alles noch mal live nachzuerzählen, was ich schon detailliert geschrieben habe.

Ich finde nicht, dass enge Freunde beanspruchen können, eine Live-Nacherzählung von dem zu erhalten, was ich bereits detailverliebt gebloggt habe. Freunde können anderes von mir erwarten. Zum Beispiel Gespräche unter vier Augen, in denen ich Sachen offenbare, die ich noch nicht mal in dieses erwähnte öffentliche Kommentarfeld zwischen München und Berlin schreibe. Und das ist ganz schön viel und superexclusiv.

P.S.
das Foto da oben ist vom 1. Februar 2004, mit einer analogen Kamera mit einem batteriebetriebenen ferngesteuerten Selbstauslöser fotografiert. So machte man das damals. Ich sitze vor meinem allerersten Notebook, einem Sony Vaio, das Bild ist fünfzehn Tage vor meinem ersten Blogeintrag gemacht. Das alte Notebook steht jetzt in meinem Atelier, es funktioniert immer noch, aber dient mir jetzt mit einem kleinen Lautsprecher aufgerüstet, als Jukebox für meine Lieblingsmusik. Diesen Eintrag gerade schreibe ich von genau demselben Ort, auf einem großen Bodenkissen, mit meinem mittlerweile dritten Notebook. Ich habe immer sehr gute Geräte gekauft, alle funktionieren noch.

35 Antworten auf „16. Oktober 2019

  1. Manchmal entstehen bei realen Treffen auch seltsame Momente, in denen ich gerne sagen würde: „weiß ich doch alles aus Deinem Blog“ Dann erinnere ich mich aber selbst daran, dass man oft Altes neu erzählen muss, um die neuen Aspekte zu beleuchten oder eine besondere Komponente hervorzuheben, die im Blog nur zwischen den Zeilen angedeutet war. Das Dazwischen zu erkennen ist die hohe Kunst des Schreibens, ja überhaupt der zwischenmenschlichen Kommunikation, weil man doch viel mehr als nur die Worte mitbekommt. Die wirklichen Künstler können dann auch noch unterscheiden, welche Anteile beim Zuhören von sich selbst stammen – die Annahmen aus Parallelen zum eigenen Erleben – und welche ursprünglich vom Erzählenden kommen. Aber ich glaube, darin sind alle Kunstschaffenden, die nicht nur um sich selbst kreisen, geschickt. Man muss sich dafür schon viel mit sich selbst auseinandergesetzt haben und sich auch mal in den Hintergrund stellen, sich nicht so wichtig nehmen.

    Das schöne am Bloggen ist ja die eigene Plattform. Ich kann bestimmen, was ich wie gestalte. Und die Zeitverzögerung hilft mir immer, nochmal zu reflektieren. Der Gedanke ist nicht so schnell weg wie normalerweise Gedachtes, sondern kann nachgelesen, aufgegriffen und neu geformt werden. Es ist ein viel Bedachteres Denken (Pleonasmus) und gut für die, die wie ich sonst ihre Neuronen sehr schnell durch die Kanäle feuern.

  2. P.S.: das da oben ist ein echtes Sinnbild für Bloggen. In Schlumpfklamotten die allerhöchsten Gedankenschlösser erklimmen. Dabei eine Tasse Tee und ein bisschen Musik.

  3. Weil man realistischerweise davon ausgeht, ausgehen kann, dass sich im Bekannten- und Freundeskreis kaum einer die Mühe macht, die Kommentare unter unseren Einträgen analytisch zu verfolgen.

    Ähm, ich lese die schon, zwar nicht analytisch, aber ich lese sie.

  4. ja, Bloggen in Schlumpfklamotten, niemals würde ich so vor die Tür gehen. Dabei habe ich streng genommen auf dem Foto noch nicht gebloggt, sondern etwas anderes praktiziert, von dem ich noch nicht wusste, dass es auf Bloggen hinausläuft, das Wort kannte ich da auch noch gar nicht. Ich hatte meine HTML-Website mit einer Update-Info-Seite bestückt und immer eingetragen, wenn ich neue Fotos oder so hochgeladen hatte, damit Besucher gleich wussten, dass es etwas Neues zu sehen gibt. Irgendwann artete es aus in immer launigere Beschreibungen und ich fügte zusätzliche Bemerkungen ein, über die ich mich selber wahrscheinlich am meisten amüsierte. Wenn ich dann das nächste mal etwas überarbeitete und damit die Neuigkeiten-Seite updatete, überschrieb ich die veraltete Neuigkeit. Das fand ich dann auf einmal schade, weil ich manchmal lustige Sachen geschrieben hatte und ich dachte darüber nach, ob ich nicht einfach grundsätzlich dauerhaft Neuigkeiten schreiben könnte, ohne die alten Neuigkeiten zu löschen. Habe ich dann auch gemacht, war eine ellenlange einzige HTML-Seite. Irgendwann fand ich die Überarbeitungsinformationen langweilig technisch-pragmatisch und ließ diese Infos zunehmend weg und schrieb lieber nur noch, was mir durch den Kopf ging. So habe ich quasi gedanklich für mich selbst das Bloggen erfunden. Ungefähr zeitgleich entdeckte ich damals das Internettagebuch von Luisa Francia, der durchaus gewitzten Müncher Eso-Tante. Ihr Internettagebuch gab mir dann den gedanklichen Schubs, dass ich mir das vielleicht auch erlauben könnte, obwohl ich keine Schriftstellerin bin. Von richtigen Blogs mit Kommentarfunktion habe ich dann erst später erfahren, entdeckte mks und diverse Antville-Blogs und lernte zu kommentieren. Das wollte ich dann auch haben. So fing es bei mir an.

    Diese Anmerkung von mir, dass ich nicht bereit bin, etwas live noch mal zu erzählen, was ich erst gebloggt hatte, rührt von der Erfahrung, die ich gerade mit einer Freundin hatte, die zudem selbst von Beruf schreibt, und eigentlich meine Schreibe auch schätzt, aber sich nicht die Mühe machen wollte, einen bestimmten Eintrag zu lesen, zu dessen Ereignis sie mich befragte. Das ärgerte mich. Wenn sich massive Eckdaten und Verhältnisse gewandelt haben, die man früher erwähnte, und Jahre später eine andere Konstellation vorliegt, die man aus Diskretion nicht bloggt, ist das natürlich relevant, live erklärt zu werden.

  5. @arboretum: das glaube ich, wir haben ja auch eine längere, ja lange, Bloggerbeziehung. Die Anmerkung mit der Unwahrscheinlichkeit des Lesens in Kommentartiefen bezieht sich vor allem auf einen bestimmten facebook-Freundeskreis, der nicht das Allergeringste mit Bloggen am Hut hat. Musiker-, Galeristen- und sonstige Künstlerfreunde, die mal schnell scannen, was bei facebook ins Fensterchen getippt wurde und das wars. Die würden bei bestimmten Anmerkungen sicher aufmerken, wenn sie wüssten, dass ich mich dergestalt in einem Kommentar geäußert habe, aber wenn sie es niemals lesen, werden sie es u. U. niemals erfahren.

  6. Aha, es bestand also eine lange zurückliegende Verbindung nach München. Das Blog von Luisa habe ich gerade mal angesehen, das gibt es immer noch. Sie bzw. ihre Schwester kommentieren manchmal bei der Kaltmamsell. Ich spürte da nicht so viel Verbindung. Zwar war ich einige Zeit in der sogenannten esoterischen Welt unterwegs – zu Forschungszwecken sozusagen – doch so tief bin ich da nicht eingestiegen, Ich weiß jetzt nicht, ob man die Verbindung über die Worte zu der dahinterstehenden Person macht oder ob es der erste Eindruck der Person ist, der einen für die Worte zugänglich macht. Jedenfalls war da keine besondere Resonanz. Das ist hier schon ganz anders. Vielleicht weil wir uns auch offline getroffen haben.

  7. ich befasse mich heute nicht mehr mit den Einträgen von Luisa Francia, die sich auch über die Jahre allzu ähnlich, austauschbar lesen. Zwischen 2000 und Ende 2002 war ich in einer Verbindung mit einem Mann, der auch in dieser Szene unterwegs war, u. a., also nicht nur. Er machte auch Musik und spielte Theater und schrieb etc. pp. Über seine Szene stolperte ich über Francia, die in Sachen Internettagebuch Pionierin war. Im damals noch relativ neuen Internet waren Internet-Tagebücher wie auch das des Regisseurs Rudolf Thome (moana.de) noch selten. Ich las die beiden genannten so zwischen 2001 und 2004 häufig, mich faszinierte, wenn sie von ihren Treffen mit ihren Freundinnen Margarethe von Trotta und Herlinde Koelbl berichtete, oder gar Trottas Wohnung in Paris mit Beschlag belegte.

    Gegen 2003 kamen Blogs und das Interesse verlor sich bzw. wurde breiter gestreut. Damals las ich auch zwei, drei Bücher von ihr, mich faszinierte die Erfolgsgeschichte, dass jemand seinen privaten, individuellen Alltag mit teilweise originellen Erfahrungen und auch durchaus anarchischen Gedankengängen und Aktionen in Taschenbücher packt, als Lebenserfahrung weitergibt und derart kultisch von anderen Frauen verehrt wurde. Ich habe quasi das Phänomen studiert. Weiß nicht, ob das heute immer noch bei ihr so gut funktioniert. Jedenfalls ein Beispiel für kultische Verehrung in der feministischen Szene, geradezu eine Heiligen-Verehrung.

    Ich bin jetzt nicht bescheiden zurückweisend, wenn du mir zuteil werden lässt, dass du mehr Affinität zu meinen Einträgen hast. Mittlerweile habe ich übrigens sogar eine Aversion gegen beharrliche Naturheilkunde-Hokus-Pokus-Dogmen entwickelt. Meine vor einem Jahr verstorbene Freundin Irina trieb ihren Freundeskreis mit ihrer Alternativ-Medizin-Hörigkeit und aggressiver Schulmedizin-Verweigerung in die Verzweiflung. Sie war erst zu operativen Eingriffen bereit, als es schon hoffnungslos war (Speiseröhrenkrebs, im fortgeschrittenen Stadium selten heilbar).

    Und eine bescheuerte Zauberwurzeltinktur-Empfehlung aus der Apotheke bei hartnäckigen Schluckbeschwerden, anstatt Antibiotika verhalf mir zu einer so schweren Stimmlippenentzündung, dass ich fast drei Monate verstummte. Hatte ich damals ja gebloggt. Mich interessiert heute nur noch der neueste Forschungsstand, wenn der zur Erkenntnis kommt, dass Pusteblumen blasen Metastasen verjagt, ok. Aber nicht auf Verdacht und Empfehlung von Wochenend-Workshop-Schamaninnen. Was ich durchaus an Francia schätzte, war ihr originäres Denken, allerdings oft mit einem belehrenden, selbstverliebten Unterton dargebracht. Sie hat auch so einen gewissen arroganten Zug um den Mund, den ich nicht sympathisch finde. Ich war sogar vor vielen vielen Jahren mal neugierhalber bei einer Lesung in Berlin von ihr, wollte das Phänomen live studieren, viele ältliche Damen im Publikum, farblose Gestalten, die an ihren Lippen hingen. Sie spricht ein sehr stark von Dialekt eingefärbtes Deutsch, das vom eher schwerfälligen Duktus her, der in ihren Einträgen beschworenen Weltläufigkeit und ihrer schriftlichen Eloquenz entgegenarbeitet.

    Das Blog ihrer Schwester habe ich auch mal grob quergelesen, 50 Prozent Fotos von Gebäck, 30 Prozent Fotos von Mittag- und Abendessen, 15 Prozent Bayernidylle mit Yoga und Jodeln, 5 Prozent belesene aber auch intelligente Gedanken. Halt auch ein bunter Mix, mir aber zu oberflächlich idyllisch, man erfährt nichts Aufwühlendes, nichts wirklich Privates, keine Gefühlsrotationen, alles moderat. Da kann ich mich nicht wiederfinden.

    Insgesamt stelle ich auch fest, dass das Dranbleiben am Lesen eines Blogs bei mir auch von der persönlichen Bekanntschaft und inneren Nähe abhängig geworden ist. Oft war ich von einem Blog fasziniert, mochte den Stil, man lernte sich dann in Wirklichkeit kennen und es passte zusammen und dann blieb ich dran. Bei manchen machte ich auch Lesepausen und las dann Jahre später auf einmal wieder häufiger. Das kennen sicher auch einige. Wenn mir jemand von der Ausstrahlung her suspekt war, nachdem ich ein Bild kannte, oder den Schreiber bei einer Lesung aus der Nähe betrachten konnte, erlosch bei mir das Interesse am Geschriebenen innerhalb von Sekunden. Da konnte ein Blog mit seinem Stil noch so zahlreich gewürdigt und verlinkt werden, wenn mir die Ausstrahlung des Schreibers nicht angenehm war, war (und ist) da bei mir nichts zu machen. Das liegt an mangelnder Identifikationsmöglichkeit und fehlendem Feuer, fehlender Authentizität. Wenn jemand einen Text raushaut, in dem von amourösen Begegnungen in attraktivem Ambiente mit aufregenden Avancen die Rede ist, und vor mir steht eine laue, graue Maus, der ich die sinnenfrohe Erfahrung nicht zutrauen kann, kann ich keinen Mehrwert für mich aus einem Text destillieren. Ich brauche das Gefühl, das hat der oder die wirklich erlebt und ich kann davon lernen.

  8. Selbst Erlebtes ist spannend, wie überhaupt das Leben spannender ist als man sich ausdenken kann. So eine von Dir beschriebene graue Maus habe ich mal kennengelernt und konnte mir nicht vorstellen, dass es in ihrem Leben wirklich so abläuft. Aber was weiß ich schon, was da wahr ist. Ich habe Leute getroffen, die kaum Anziehendes oder Auffälliges an sich hatten und die sich in einer anderen Welt als Dragqueens bewegten oder andere sexuelle Vorlieben auslebten. Die Hülle kann täuschen, obwohl das dann auch nicht mit Authentizität in dem von mir verstandenen Sinne zu tun hat. Authentisch sein braucht keine andere Welt, in der ich etwas auslebe, das ich sonst unterdrücke.

    An die Stimmbandsache erinnere ich mich. Als ich Probleme mit einer Seitenstrangangina hatte, bin ich sehr schnell zum Arzt für Antibiotika, weil ich meine Stimme nicht verlieren wollte. Dass die Verweigerung von herkömmlicher medizinischer Hilfe zum Tod führt, habe ich ebenfalls im Freundeskreis miterlebt. Das ist schlimm – andererseits weiß ich nicht, ob ich mich einer Chemotherapie unterziehen würde, wäre ich betroffen. Diese Entscheidung wäre aber sehr persönlich und vom Einzelfall abhängig und hat nichts mit Esoheilpraktikerhörigkeit zu tun. Ich kann verstehen, dass man als Angehörige da sehr verzweifelt ist.

    Dann muss ich die Frau Salamandra also nicht nachlesen. Überhaupt gibt es sehr, sehr wenige Blogs die ich noch verfolge. Schade eigentlich, weil es doch früher in der kleinen Szene immer sehr lebendig zuging. Inzwischen ist durch FB und Igram/Twitter vieles anders, schnelllebiger geworden. Muss man halt akzeptieren – oder auch nicht. Dass nahe Freunde wie dieser Gitarrenbarde aber Deine Einträge nicht lasen, das finde ich schon erstaunlich, zumal ich das alles sehr genau lesen würde, wäre ich an einem Menschen interessiert. Vielleicht ist Interesse inzwischen auch nur noch oberflächlich und erlischt, sobald die Oberfläche abgearbeitet und das Darunter komplexer ist. Naja, Schnelllebigkeit und Zeitgeist halt. Ich kann nur von mir berichten, dass ich da anders bin.

  9. Es ist nicht so, dass ich nur glamourösen, vor Sinnlichkeit strotzenden Erscheinungen ein erotisches Leben zugestehe, wie auch immer der Bereich gelebt wird, ich denke das spürt man unterschwellig, wenn da noch nicht alles auf Eis gelegt wurde. Asexuelle Lebensführung ist mir ein Rätsel, man braucht keinen Partner, um seine Erotik auszuleben. Ich hatte mal eine Phase, in der bei mir gar nichts lief, weder mit anderen noch mit mir selbst, das war aber das Symptom einer tiefen Traumatisierung, ist zum Glück überwunden, Jetzt weiß ich, dass sexuelles Erleben keine Altersgrenze nach oben hat. Man kann es einschlafen lassen, das ist dann aber eine persönliche Entscheidung, nicht Gott gegeben und schon gar nicht klimakteriumsbedingt, wie es viele Jahre verkauft wurde, oder von einigen Frauen in höherem Alter hingestellt wird, weil sie damit eine gute Ausrede haben, sich „endlich“ nicht mehr unerfüllten sexuellen Begegnungen auszusetzen. Ist mir übrigens auch bei Francia und ihrer Schwester suspekt, dass die in der Richtung scheinbar nichts mehr erleben wollen. Die Schwester hat es auch einmal explizit erwähnt.

    Bei meiner Freundin mit der Schulmedizin-Sperre hätte eine gründliche schulmedizinische Untersuchung zeitiger zutage fördern können, dass sie einen Tumor in der Speiseröhre hatte, hätte man bei Früherkennung operieren können, herausschneiden und die gesunden Teile der Speiseröhre wieder verbinden. Dann hätte sie eine Chance gehabt. Auch ohne Chemo oder Bestrahlung. Das Problem war auch, dass sie erst zu einem sehr späten Zeitpunkt (JAHRE nach den ersten Schluckbeschwerden) zu „richtigen“ Untersuchungen ging, als sie schon keine Nahrung und Flüssigkeit mehr schlucken konnte. Bis zu diesem Punkt nur Quacksalber frequentiert. Ein Jammer.

    „Dass nahe Freunde wie dieser Gitarrenbarde aber Deine Einträge nicht lasen, das finde ich schon erstaunlich,(…)“ oh, da hast du jetzt beim Lesen irgendwas verwechselt. Welcher Gitarrenbarde? Ich erwähnte eine Freundin, die einen bestimmten Eintrag nicht lesen wollte, den ich ihr sogar als link geschickt hatte, ging um eine Sache, wo sie hätte dabeisein sollen und dann nicht konnte und wollte einen Exclusiv-Live-Bericht aus meinem Munde, war mir zu müßig, zu zeitaufwändig und irrelevant, da en detail schriftlich verbloggt, wir waren in einem Lokal oder so, und sie immer wieder: „NEEEIN, ich möchte aber dass DU es mir ERZÄHLST, ich will es von DIR hören“, als wäre das Geschriebene nicht von mir oder eine Schmalspurversion. Ich hätte für sie unter vier Augen auch keine Spezialversion zu berichten gehabt. Wer mich kennt, sollte wissen, dass meine Erlebnisberichte im Blog nicht etwa eine abgespeckte Version sind, wo ich 72 Prozent weglasse, das ich dann nur Intimfreundinnen erzähle. Wenn ich etwas erlebe, das so intime Anteile hat, dass ich es nicht bloggen kann oder will, gibt es auch keine zensierte Schmalspurversion als Blogeintrag, dann fällt es komplett unter den Tisch. Die „Gitarrenbarden“ mit denen ich zu tun hatte, lasen meine Texte auch recht selten, es sei denn, sie berichteten von ihnen selbst. Aber die saßen dann auch nicht vor mir und forderten einen Live-Bericht von irgendwelchen anderen Erlebnissen. Lauter Egozentriker! Künstler halt! Männer!

  10. P.S. apropos Old School Bloggen versus Twitter und Instagram:

    ich beobachte in den letzten Monaten eine außerst bizarre Entwicklung dergestalt, dass Twitter-User anfangen, längere Texte behelfsmäßig auf Twitter zu posten, die dann aufgrund der Zeichenbeschränkung zerhackt in zwanzig einzelen Tweets gezeigt werden. Als Fortschritt oder State of Art kann ich das nicht empfinden, so einen fragmentierten Text auf zwanzig Kästchen verteilt zu scrollen. Sieht aus wie Bloggen für arme Leute.

    Das gleiche ist jetzt auch stellenweise bei Instagram zu sehen, eigentlich ja nur eine Bilder-Plattform mit der Möglichkeit einen Bilduntertitel daneben zu schreiben. Da fangen auch manche jetzt an, Erlebnisberichte wie man das aus Blogeinträgen kennt, schwer lesbar in das schmale Feld neben einem Foto zu klöppeln. Und das alles nur, weil die Crowd, die Follower sich auf Instagram fixieren, scheuklappenartig. Ist doch lächerlich. Demnächst fangen diese Leute womöglich an, sich ein richtiges Blog anzulegen und da ihre Befindlichkeiten hineinzuschreiben und teilen es dann auf twitter und Insta als die allerneueste Entdeckung und must have! Darauf warte ich noch. Die große Renaissance der klassischen Blogs, präsentiert als der heiße Scheiß, deep shit!

  11. Ich lese übrigens gerade genauestens alle Kommentare mit. Aber lasst euch nicht stören – ich nehme derweil noch einen Schluck auf dem Wohnzimmersofa. ;-)

    P.S. Das mit Twitter und den längeren Texten ist nicht erst seit einigen Monaten so, sondern das gab es schon immer. Fand ich stets sehr suboptimal. Aber noch schlimmer finde ich ja diesen neuesten Stories-Hype. Dazu gibt es dann neben dem Thread oder Feed oder was auch immer, noch so ein Stories-Dings, wo ein paar Informationen und Bilder von alleine weiterscrollen. Das ist so vollkommen unnötig, verkompliziert alles und ich hasse es! Ich versuche unter allen Umständen zu vermeiden, da drauf zu klicken.

  12. Ja, die Freundin möchte gerne alles erzählt haben aber dann hast Du erwähnt, dass bestimmte Leute mit Gitarre auch nur die Einwortversion auf FB dem Eintrag im Blog vorziehen. Nicht?

    Hallo Zucker!

  13. ich finde die Vorstellung sehr gemütlich, dass du mit einem schönen Getränk auf dem Sofa sitzt und uns zuhörst! Und auch mal was rüberrufst!

    Ich bin keine Fachfrau für Twitter, lese total unregelmäßig, auch keine bestimmten Twitterer. Bei mir läuft das so: irgendeine Nachricht, die mich speziell interessiert (was nicht so oft geschieht), wird überall total hochgejazzt, auf einmal äußern sich alle möglichen Leute dazu und irgendwo wird erwähnt, dass jemand auf Twitter etwas Provokantes dazu geäußert hat, an dem sich alle abarbeiten, dann gehe ich ungefähr alle zwei Jahre mal auf Twitter und verfolge ein paar Stränge zu dem großen, großen, großen Thema, mit dem sich entweder Leute befassen, die ich auch kenne oder es bewegt mich zufällig auch. Aber wie gesagt super selten. Im Zuge dessen ist mir das mal aufgefallen. Ich bin überhaupt nicht kompetent, was twitter angeht.

    Bei instagram gucke ich auch nicht regelmäßig, spricht mich selten an, was da geboten ist, da fiel mir nur gestern ein Posting auf, das eine Bloggerin in einem Blogeintrag verlinkt hat, und sie bezog sich auf Text, kein Foto, daher meine Beobachtung. Ich hab mal gelesen, dass dieses spezielle „INSTA STORY“-Format zeitlich begrenzt auf 24 oder 48 Stunden sichtbar ist. Weiß nicht, was der Schwachsinn soll. Da bin ich wohl zu alt.

  14. Ja, bestimmte Leute mit Gitarre („Gitarrenbarden“ ist so schön…), also bestimmte Gitarrenbarden auf FB, um nicht zu sagen ALLE Gitarrenbarden, gucken glaube ich lieber Bildchen, als einen Text zu lesen, den sie nicht singen müssen. Der Facebook-Gitarrenbarde ist maximal zum Chat im Telegramm-Stil bereit. Gerne schreibt der Gitarrenbarde als Kommentar Sachen wie: „hehe“, oder: “ ;-)“, oder: „bis denne“, oder „na, noch wach?“

  15. Diese Stories gibt es ja bei facebook inzwischen ebenfalls und ich finde es ein wenig jämmerlich, daß facebook nicht einfach für sich selbst stehen kann und so einen Mist dann noch nachäfft. Bei den Profilbildern ist mir das auch aufgefallen. Lange Zeit waren die Profilbilder alle quadratisch und niemanden hat’s gestört. Dann hat ein anderer Social Media Dienst runde Profilbilder eingeführt und seitdem muß überall alles rund sein, auch bei facebook.
    Instagram hat mich ein bißchen wegen der Foto-und Videospielereien am Handy gereizt. Ich hatte Lust, mich da durchzuspielen, komme aber irgendwie nie wirklich dazu, und nachdem ich in den letzten Wochen nur ein wenig häufiger auf Insta aktiv war und ein paar Bilder gepostet habe, bin ich jetzt bereits dort gesperrt. *lol* (Bilder posten kann ich aber immer noch, nur absolut nichts mehr dazu schreiben, nichts kommentieren, nichts liken und niemandem folgen – ist irgendwie sehr entspannend.)

    Hallo Frau Klugscheisser!

  16. Wie bitte, du wurdest auf Insta gesperrt, weil du ein paar Bilder gepostet hast und/oder kommentiert? Warst du frech, ein unopportunistischer Kommentar und dann kriegt man einen Klassenverweis vom Insta-Oberlehrer, hä? Oder hast du was Pornografisches gepostet, wie schlimme Achselhaare?

    Dieses Story-Dings habe ich neulich zufällig, unabsichtlich auch bei mir auf FB entdeckt und es unwissentlich sogar benutzt. Blicke ich auch nicht durch, wofür das nun wieder gut sein soll, mir auch schnurz. Ich hatte auf fb einen Teaser vom ZDF bzw. 3sat gefunden, der in einem Video kurz den Inhalt von dem Film zusammenfasst, der über meinen Verwandten Michael Schneider gemacht wurde. Das wollte ich nur auf meiner Startseite als Hinweis posten, weil der Film am selben Abend gesendet wurde, auf einmal wurde das durch das auf meiner Chronik teilen so eine komische Story. Ich brauche da keine neuen Gimmicks, sollen sich andere damit befassen. Gehört Instagram nicht auch zum Zuckerberg-Imperium? Ich glaube schon. Deswegen Nachgeäffe hier wie dort.

  17. Ich hatte das erste Foto von entspannenden Yoga-Dehnübungen, die ich bauchfrei auf meinem Bett mit der Akupressurmatte turnte, gepostet, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß meine Verrenkungen zu verboten erotisch aussehen, um gesperrt zu werden. Vielleicht lag es eher daran, daß meine Facebook-Seite ebenfalls gesperrt wurde, obwohl ich da genauso wenig weiß, aus welchem Grund. Vermutlich reicht es schon, daß irgendjemand einen als Spam meldet oder so. Aber wenn facebook und Insta zusammenhängen, würde das natürlich erklären, daß ich gleich auf beiden Spielplätzen gesperrt wurde.

  18. Zuckerberg will Instagram und Whatsapp seinem FB-Imperium sichtbarer zugehörig zu machen, indem er die beiden Plattformen umbenennt in „Instagram by Facebook“ und „Whatsapp by Facebook“, ging im August 2019 durch die Presse, sehe ich gerade.

    Eine Sperre auf Instagram kann offenbar auch aufgrund des Verdachts einem Bot zuzuarbeiten, der für Geld Likes käuflich anbietet, ausgelöst werden. Daher die letzten beiden Punkte in den Benutzerrichtlinien, die zeigen, weswegen man gesperrt werden kann:

    – Fotos mit unangemessenen Inhalten: z.B. Pornographie
    – Fotos von Dritten
    – Mobbing, Hassreden oder Beschimpfungen in Kommentaren
    – Unechte Profile und Verwendung von Bots: Instagram sperrt Profile, die keine Bilder posten, aber in großem Umfang Likes verteilen
    – Das Verteilen von zu vielen Likes oder Kommentaren in zu kurzer Zeit

    Es gibt wohl auch manchmal Sperrungen, die voreilig aufgrund eines falschen Verdachts oder eines Fehlers ausgelöst werden. Habe hier einen hochdramatischen Erlebnisaufsatz einer jungen, angehenden Influencerin gefunden, die vor zwei Jahren mal 2 Tage gesperrt wurde, sie beschreibt hier in einem langen Text, wie ihre kleine Instawelt zusammenbrach, ihr persönlicher Supergau. Die Kommentare ihrer mitfühlenden Freundinnen darunter auch geprägt von Weltuntergangsstimmung. Kann man mal sehen, welche existentielle Bedeutung die jungen Menschen ihrer Selbstdarstellungs- und Community-Plattform beimessen.

    Das liest sich natürlich unreif und Dramaqueen-mäßig pubertär, aber ich hänge ja auch an meinem Blog und der Historie meiner virtuellen Existenz. Erschreckend finde ich nur, dass man den Eindruck gewinnt, dass sich hundert Prozent des Erlebens virtuell abspielen. Das ist bei mir zum Glück nicht der Fall. Da hätte man dann ja gar nicht inkarniert werden müssen, sondern könnte als Avatar herumschweben, ohne echtes Essen, echten Regen, echte Sonne, echte Blumen, echte Tränen, echten Sex.

    Mein alter Freund Jan wird alle Nase lang bei facebook gesperrt, inzwischen bestimmt schon zum vierten oder fünften mal, weil er immer wieder Aktfotos, durchaus künstlerische postet, er macht zwar inzwischen irgendwelche grafischen kleinen runden Buttons über Brustwarzen, dennoch unterläuft ihm immer mal wieder dann doch etwas nach FB-Richtlinien Grenzwertiges.

    Ich war auch einmal gesperrt auf FB, ich hatte ein Foto auf meinem Account hochgeladen, das ich auf einer Ausstellungseröffnung im Hotel nhow in Berlin gemacht hatte. Es zeigte eines der Exponate, eine Fotografie von Olaf Heine, der viele Stars portraitiert hat, auch namhafte Models in Aktfotografien, die aber allesamt sehr ästhetisch und geschmackvoll wirken. Man sah also eine Wand im Hotel mit einem schön gerahmten sw-Foto, und die Abgebildete hatte einen nackten Oberkörper. Ich löschte das Foto dann auf Facebook und war sogleich nicht mehr gesperrt. Einige Tage später hatte ich die gesamte Strecke fertig und auf Flickr und postete das Foto erneut, indem ich von Flickr verlinkte. Resultat: keine Sperre. Die Sperre wird nur durch Uploads auf Facebook ausgelöst, nicht durch Querverlinkung von Bildmaterial.

  19. Ich lade auf facebook ja noch nicht mal Bilder oder Videos hoch, nur auf Insta. Und da kann ich das auch weiterhin. Auf meiner Seite von facebook kann ich ebenfalls weiterhin posten, solange mein Bloglink nicht darin vorkommt. Zum Glück verdiene ich ja kein Geld mit meinem Blog, ansonsten wäre es schon ein GAU, und ich verliere auch nicht meinen Lebenssinn ohne facebook und Insta. Ist aber trotzdem ärgerlich, weil es einen Teil Leser gibt, die sich über facebook über neue Beiträge informieren, wozu ich diese Seite ja auch angeboten hatte, da nicht jeder dieses altmodische RSS oder Emailbenachrichtigung mag.

  20. Da haben wir eine große Gemeinsamkeit: ich bin seit 2009 bei Facebook und es gibt in meinem Account exakt 2 hochgeladene Bilder: das Profilbild, das nur mein Logo zeigt und ein Foto für den Header. Früher habe ich hin und wieder, wie bei dem genannten Beispiel mit dem Ausstellungs-Aktfoto, ein ganz frisches Bild aus der Kamera hochgeladen, wenn ich noch nichts von einer Bildstrecke auf flickr verfügbar hatte, da ich die oft vielen Bilder erst verarbeiten musste. Sobald sie dann auf flickr waren, habe ich den fb-Upload gelöscht und das gleiche Bild von Flickr in der alten Statusmeldung verlinkt. Das mache ich jetzt aber nicht mehr, ich poste ja fast nur noch Fotos aus meinem Bestand und die sind alle auf flickr.

    Ich staune, dass du deine Blogeinträge nicht verlinken kannst, ich mache das seit Jahren ohne Probleme. Vielleicht weil ich immer auch noch den Text des Eintrags copypaste? Mysteriös. Eine Weile habe ich auch nur den Link zum neuen Eintrag gepostet, da wird dann auch immer automatisch ein Teaserbild mit einem Foto aus dem Eintrag generiert, ich dachte, das könnte neugierig genug machen, um darauf zu klicken und auch den Blogeintrag dahinter lesen zu wollen. Aber Pustekuchen, vergiß es. Ich habe es an den Kommentaren auf fb bemerkt, die sich dann ausschließlich auf das Teaser-Foto bezogen, geradezu entlarvend. Die Leute können eben besser Bilder gucken als lesen. Seither kopiere ich die Blogtexte auch auf fb, um meinen schwerfälligen Freunden zuzuarbeiten. Der eine oder andere liest es dann doch, wie ich bemerkt habe, wenn man jemanden persönlich trifft und dann auf einmal jemand sagt: „du hast doch neulich geschrieben, dass…“ Also doch nicht völlig für die Katz.

  21. P.S. ich hab gerade deine Weltentanz-Seite bei FB gefunden, da hast du aber doch zwei „Chronik-Fotos“ hochgeladen, die dir wahrscheinlich das Genick gebrochen haben, weil man dich in Liegeposition mit hochgezogenem Oberteil sieht, also nackter Körpermitte. Vielleicht gilt das jetzt auch schon als grenzwertig. Zuletzt hast du am 10. Oktober einen Eintrag zu twoday verlinkt. Und seither geht es nicht mehr? Oder kannst du nicht bei deiner privaten FB-Seite posten, ich nehme an, so eine wirst du doch auch haben. Allerdings verstehe ich nicht, wieso es zahllose Fotos auf FB gibt, wo sich Damen im Bikini präsentieren, das wäre dann ja auch schon zu viel des Guten. Ich kenne sogar ein Profil, wo sich eine Dame im Bikini auf dem Profilfoto präsentiert.

    Wieso verlinkst du eigentlich nicht auf deine neue Blogadresse, bei twoday ist ja auch nur ein Link, warum der Umweg? Aus Nostalgie?

  22. Es ist ja wirklich krass. Ich war gerade noch mal auf deiner Weltentanz-Seite bei Facebook und bei „Info“, wo du dein Weltentanz-Blog mit der Blogspot-Adresse verlinkt hast, habe ich auf den Link geklickt, und da kam dann ein Fenster mit der folgenden Meldung:

    „Du kannst diesen Link nicht von Facebook aus aufrufen
    Der von dir angeklickte Link verstößt gegen unsere Gemeinschaftsstandards.“

    What…? Ist Blogspot eine feindliche Plattform, die man grundsätzlich nicht verlinken darf?

  23. Das ist das, was ich meine – mein Bloglink ist gesperrt und zwar vom neuen Blog. Auch die alten Posts sind seitdem alle verschwunden. Nur die Links mit Twoday.net sind noch auf der Seite. Deshalb hatte ich behelfsmäßig zwei neue Einträge über den Umweg von Twoday.net verlinkt. Hab ich jetzt aber nicht mit allen Einträgen gemacht, weil mir zu blöd.

    Ich glaube allerdings nicht, daß das hochgezogene Oberteil tatsächlich der Grund war, denn ich konnte solche Fotos über Instagram auch nach der Sperrung lustig weiter posten. Wenn es an den Fotos gelegen hätte, hätten sie diese ja gelöscht. Es liegt am Link. Das Perverse ist ja, daß mein Bloglink auf meinem Insta-Profil ist und ich nach der Sperrung, nicht mal mein eigenes Profil verändern kann, weil dann immer eine Warnmeldung kommt. D.h. ich kann den Link nicht einmal selbst herausnehmen, sondern bin damit quasi „eingefroren“.

  24. P.S. Ist halt nur schon komisch, daß alles genau mit dem ersten bauchfreien Foto begann, weshalb ich den Verdacht habe, daß sich irgendjemand von dem Foto angetriggert gefühlt hat und mich, bzw. meine Adresse deshalb schnell mal eben als Spam gemeldet hat.

  25. nicht so unwahrscheinlich, dass da jemand was gemeldet hat. Noch eine Beobachtung: wenn man auf deiner Blogspot-Seite auf den oberen facebook-Link, diesen blauen Streifen klickt, kommt man zu deiner fb-Weltentanzseite, ohne irgendwelche Probleme. Wenn man hingegen auf den darunter liegenden zweiten fb-Link, nur mit dem F klickt, kommt folgende Mitteilung und der Zugriff wird verweigert:

    „Fehler
    Warning
    Deine Nachricht konnte nicht gesendet werden, da sie Inhalte enthält, die andere auf Facebook als missbräuchlich gemeldet haben.“

    Warum die Rede von einer „Nachricht“ ist, die gesendet werden wollte, weiß ich auch nicht.

    Bei dem einen Foto, wo du auf dem Rücken liegst und etwas auf den Augen hast, könnte man ohne Kenntnis deiner Erklärung mit der medizinischen Anwendung von irgendeinem Dings unter dem Rücken und dem Kissen auf den Augen, nur aufgrund der Pose auch denken, es käme aus der Sado-Maso-Ecke, obwohl die Kleidung nicht dazu passt. Da wird ja viel mit Postionen wie auf der Schlachtbank und verdeckten Augen gearbeitet. Vielleicht hat das jemand unterstellt. Oder sogar, dass da eine Minderjährige kurz vor einem Mißbrauch gezeigt wird.

    Wie auch immer, steht es jedem User auf jeder Plattform frei, Kontakt mit den für die Sperrung Verantwortlichen aufzunehmen, und solche Mißverständnisse zu klären.

  26. Klar, Akupressurmatten sind voll Sado-Maso, *lol*
    Ich wurde ja „nur“ als Spam gemeldet, aber versuche mal bei facebook an einen menschlichen Support-Kontakt zu kommen. Wenn du irgendwo draufklickst, kommen immer nur vorgenerierte Links zu vorgenerierten Hilfeseiten und natürlich habe ich schon längst auf den Link im Support-Postfach geklickt, daß meine Seite kein Spam ist und das überprüft werden soll. Da steht jetzt schon seit zwei Wochen, daß es überprüft wird, toll.
    Irgendwo auf diesen vielen Seiten habe ich gelesen, daß die Aufhebung einer Sperrung bis zu 30 Tagen dauern kann, deshalb warte ich jetzt 30 Tage ab, ehe ich versuche, doch noch eine Email-Adresse zu einem echten Kontakt ausfindig zu machen.

    Das sind alles für mich Gründe, mich auf diesen Plattformen nicht wirklich heimisch zu fühlen und meine Aktivitäten dort nicht auszudehnen – willkürliche Algorithmen, willkürliche Anzeige von Beiträgen, willkürliche Sperrungen und Zensur und kaum echter Support. Diktatur hatte ich lange genug.

  27. Ich wusste gar nicht, dass es Akupressurmatten gibt. Sicher eine Alibi-Bezeichnung für SM-Insider, du schmutziges kleines Ding!

    Das mit den dreißig Tagen stimmt, bei Jan ist es immer so lange. Ich würde eine Mail schreiben.

    Schlimmeres, als dass sie niemals beantwortet wird, kann ja nicht passieren. Ich hatte im Januar 2009 mal Mail-Verkehr mit facebook, da war Lady Gaga noch nicht so weltberühmt wie heute und ich musste erklären, wieso ich einen Account mit dem Vornamen Gaga anlegen möchte, das sei doch kein Name etc. pp. Ich habe ihnen dann mitgeteilt, dass es sehr wohl mein offizieller Name ist und diverse Links geschickt, wo ich in der Öffentlichkeit in Erscheinung getreten bin. Dann war Ruhe im Karton und ich konnte den Account anlegen.

  28. Ich habe bereits ein paar Stunden nach einer Email-Adresse für den Support gesucht, bin aber nicht fündig geworden. Und ich habe im Moment ganz andere Sorgen, so daß mir das erstmal egal ist und ich einfach abwarte. Aber ich nehme Hilfestellung auch gerne entgegen, wenn du weißt, wo ich eine richtige Emailadresse zu einem lebendigen Supportmitarbeiter finde. Ich hatte nicht das Glück, angeschrieben zu werden.

  29. Und genau eben das ist das Problem. Meinst du nicht, daß ich schon bei den Problem-Mitteilungen war? Ganz so hilflos bin ich nicht, was technische Dinge betrifft. Nur führen diese Formulare in der Problemmitteilung eben auch nur zu weiteren Links, die man anklicken muß und die in meinem Fall alle nicht passend sind Es sind nicht wirklich Formulare.

  30. Mein zusätzlicher Tipp wäre der folgende:
    im facebook messenger gibt es links oben dieses Rädchen-Symbol für „Einstellungen“ innerhalb des messengers. Da gibt es darunter die Untermenüpunkte

    Aktive Kontake
    Nachrichtenanfragen
    Archivierte Chats
    Ungelesene Chats
    Hilfe
    Ein Problem melden

    Die letzten beiden würde ich mal austesten, um mit fb zu kommunizieren. Bei „Ein Problem melden“ kann man frei in ein Feld schreiben, einen Screenshot hochladen und aus einer langen Liste von Problemthemen auch „Seiten“ oder „Sonstiges“ wählen.

  31. Ok, danke für den Tipp. Im Messenger hatte ich noch nicht geschaut, weil ich den nie benutze. Falls sich bis Ende des Monats nichts getan hat, werde ich das zuerst probieren.

  32. ich würde es gleich machen, keine Zeit verlieren. Am besten auch gleich das Foto mitschicken, von dem du vermutest, dass da jemand ein Problem gehabt hat und erklären, was tatsächlich dargestellt wird bzw. fragen, worin genau das Problem liegt.

  33. Danke für deinen Blog. War sehr interessant zu lesen. Ich hatte auch mal einen Vaio. Doch war ich eher enttäuscht.

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