Ich werde dieser entzückenden Dame im Laufe des späteren Nachmittags einen Besuch abstatten. Es handelt sich um die Malerin Katia Kelm, die heute und morgen ihr Berliner Atelier für die Meute öffnet. Es soll Kaffee und Würstchen geben. Und noch andere Sachen, wie zum Beispiel selber gemalte Bilder von außergewöhnlicher Qualitat. Das Bild da oben ist bei der re:publica-Veranstaltung im Mai 2014 entstanden. Ich habe sie aber schon früher paparazzt. Zum Beispiel im Sommer 2006 in der Coca-Cola-WG in Charlottenburg. Sie hat den anderen Chicks with Balls zugehört und sich auf den Bällen geräkelt, und später selber aus ihrem Blog gelesen, was sie in ebenfalls unvergleichlicher Qualität gemacht hat. (Sehr schöne Beine auch!) Sie hat auch einen sehr tollen und berühmten Mann, den hat sie aber verdient.


Das allererstemal habe ich Katia in echt bei einer Lesung in einer Kneipe in der Choriner Str. gesehen. Das war im Januar 2006, bei einer Neujahrslesung. Lyssa hat auch gelesen, da war sie noch Bloggerin, heute Mozilla-Chefin, nicht zu glauben. Auch Modeste und die Kaltmamsell haben damals gelesen, jede auf ihre sympathische Art. Aber bei Katia dachte ich, diese Frau gehört auf die Bühne. Sehr ungewöhnlich auch, dass sie beim Lesen ihrer Texte selber lachen musste, und es wirkte nicht peinlich, sondern hat zusätzlich zur Erheiterung beigetragen. Normalerweise kommt das ja nicht so gut, wenn ein Komiker bei der geplanten Pointe schon mal als erster lacht, damit das Publikum weiß, dass das lustig war. Bei Katia war das allerdings unbeabsichtigt und das Publikum brauchte auch keinerlei Hinweis, dass es losgehen darf mit der Heiterkeit. Ich war dann ein bißchen verliebt, in unsere Schwadroneuse aus Hamburg, so hieß ihr Blog damals. Danach waren wir in einer Kneipe mit einem russischen Namen. Offenbar durfte da geraucht werden. Ah ja, Prassnik. Ordentlich getagged.

2 Antworten auf „16. September 2017

  1. Etwas Ähnliches ging mir heute Nachmittag auch durch den Kopf… ich dachte, man könnte auf der nächsten re:publica eine nostalgische Ecke mit meinen Blogger-Portraits machen, mit Schummerbeleuchtung wie damals und einem Veteranentreffen, und da könnte man dann auch eine Lesung wie früher machen. Eine schöne Idee…! „Das sentimentale Blogger-Archiv“. Es sollten uralte Texte zum Vortrag gebracht werden, damit man den Zeitsprung merkt. Wenn wir das machen würden, müssten wir außerdem keinen Eintritt bezahlen….! Vielleicht mit Texten, in denen es sogar ums Bloggen geht. Auf jeden Fall Texte vor facebook, als Bloggen noch Bloggen war. Das ganz große neue Ding. Am besten die ganzen „A“-Blogger von damals, die früher so richtig privates Zeug geschrieben haben. Man könnte dann auch ungeniert Texte über das Thema private Beziehungen und das darüber Bloggen nehmen, ist ja nun alles mehr oder weniger verjährt. Oder Einträge, die Skandale und Empörung zur Folge hatten. Und wenn ich neben gerahmter Flachware auch Bilder von den Lesungen beamen würde, wären sogar Projektionswände etc. vorhanden. Die sind ja gut ausgestattet. Die heutigen Fashion-Influencer-Blogger würden da naturgemäß keine Rolle spielen. Die waren da ja noch in den Windeln. „Ich habe heute leider kein Foto für dich“. Wir müssten dann wohl bei diesem „Call for Papers“ oder wie das heißt, unser Premium-Konzept einreichen. Damit könnte man einen halben republica-Tag locker bespielen. Ach was, alle drei! Lesen sollten die ganzen alten Recken. Ich würde dann auf der Bühne auch als Assistentin mitwirken und einfach dazwischenreden, wenn mir was einfällt! Man könnte als Zusatzveranstaltung auch noch eine Blogger-Talkrunde machen. Natürlich nur Befindlichkeitsblogger, keine anderen. Auf keinen Fall über Technik oder Politik, nur rein private Themen. Das, was die Leute eben wirklich interessiert!

  2. fb ~ 18.09.17 Modeste
    Auf jeden Fall. Das ist ja alles so ganz offiziell, da muss man wohl richtig Bewerbungen schreiben. Na schauen wir mal, wenn der CfP losgeht

    Gaga Nielsen
    Musst du mich mal anstupsen! Ich könnte mir vorstellen, dass wir ein richtiges Bewerbungsschreiben verfassen, wie für eine Arbeitsstelle! Das stelle ich mir lustig vor. „Sehr geehrte Damen und Herren, wir beziehen uns auf Ihr Veranstaltungsangebot vom soundsovielten und bewerben uns für Ihr Programm. Als Anlagen erhalten Sie den geplanten Ablauf unserer Show-Einlage mit einer Auflistung der lesenden Premium-BloggerInnen und dem jeweiligen beruflichen Werdegang sowie Arbeitszeugnissen. Über die Einladung zum Bewerbungsgespräch würden wir uns freuen! Mit freundlichen Grüßen (Unterschrift von ca. sieben bis zehn Bloggern von früher) So irgendwie?

    P.S. und man kann dann ja auch gleich mal beiläufig erwähnen, dass es noch andere Interessenten für unser Showprogramm gibt, wir aber aus nostalgischen Gründen den re:publica-Gründervätern den Vorzug gewähren würden. Wenn unsere Bewerbung nicht genommen wird, sollten wir auf jeden Fall einen zweiten zentralen Veranstaltungsort ins Auge fassen, natürlich zeitgleich mit der re:publica. Super fände ich, wenn man ein Einzelticket nur für unsere Show kaufen könnten, war bislang ja nicht möglich. Vielleicht könnten wir alternativ einen Bereich vom Technikmuseum bespielen, ich kenne da jemanden, oder wir machen dort ein großes Alt-Blogger-Picknick im Museumspark…! Habe schon wieder tausend Ideen!

    Modeste
    Ich sehe, wir werden uns einig. Dann warten wir mal ab!

    Stefanie H.
    Diese Sache mit den verjährten Bloggereibeziehungen… die gefällt mir!

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