Ich mochte Heiner Geißler, Partei hin oder her. Im Grunde wäre es ohnehin eine exzellente Strategie, Parteien, die sich im Rahmen unseres Grundgesetzes bewegen, aber Verkrustung, Verhärtung und Optimierungsbedarf erkennen lassen, mit Freigeistern zu unterwandern anzureichern. Seine Einschätzungen wirkten immer unabhängig und besonnen. Ruhe in Frieden, Heiner Geißler.

5 Antworten auf „12. September 2017

  1. fb ~ 13.09.17 Alban Nikolai Herbst
    Ich mochte ihn auch, sehr. Ob ich seiner Meinung war oder nicht: Dies war ein wirklicher Freigeist – einer der wirklich wenigen.

  2. Anscheinend erinnern sich viele nur an den späten Geißler, aber nicht an Geißler in der Rolle als „Kohls Kettenhund“. Darum zur Abwechslung auch ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1985.

    So versuchte Geißler 1977, führende Sozialdemokraten und Intellektuelle mit Hilfe alter Zitate als Verharmloser oder gar Sympathisanten des Terrorismus abzustempeln. Kritik an der Methode quittierte er mit ungläubigem Staunen: „Keines der Zitate ist ja falsch.“

    Im Bundestagswahljahr 1980 präsentierte er die Ausstellung „Politische Graphik gegen die Menschenwürde“, in der antijüdische Zeichnungen aus dem NS-Hetzblatt „Der Stürmer“ mit Anti-Strauß-Karikaturen verglichen wurden. Geißler, dem es angeblich nur um „Übereinstimmungen im Stil“ ging, mußte sich sogar von der CDU-freundlichen „FAZ“ bescheinigen lassen, er habe „Ebenen durcheinandergebracht“.

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