Ich mochte Heiner Geißler, Partei hin oder her. Im Grunde wäre es ohnehin eine exzellente Strategie, Parteien, die sich im Rahmen unseres Grundgesetzes bewegen, aber Verkrustung, Verhärtung und Optimierungsbedarf erkennen lassen, mit Freigeistern zu unterwandern anzureichern. Seine Einschätzungen wirkten immer unabhängig und besonnen. Ruhe in Frieden, Heiner Geißler.

2 Antworten auf „12. September 2017

  1. Danke.
    „(…) Positionen; andere als seine bezeichnet er gerne als „ultrakonservativ“, „turbokapitalistisch“, „neoliberal“, „rückwärtsgewandt“ oder „von gestern“. Immer wieder mal sagt er, dass Jüngeren als ihm geradezu der „Kalk aus der Hose rieselt“.“ Trotz der ernsten Inhalte hat er einen mit solchen Formulierungen amüsiert. „Turbokapitalistisch“ ist so plastisch, man kann sich dem Bild (in seiner ganzen Idiotie) gar nicht entziehen.

  2. Doch, ich erinnere mich. Geißler, der Scharfmacher. Das war nicht mein Freund. Aber letzen Endes ist die Entwicklung bemerkenswert und das wirkliche, wirkende, wirksame Vermächtnis. Gerade, weil er in jüngeren Jahren anders orientiert war. Einen so öffentlichen Erkenntnisprozess erlebt man so gut wie bei niemandem. Deswegen hatte er das Potenzial, Hoffnungsträger zu sein. Evolution, die man sich gerade von denen wünscht, die sich gesellschaftlich konservativ verorten.

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