Eine Antwort auf „16. Mai 2017

  1. [ fb-Komm. ~ 17.05.17 ] Christoph M.
    Nähkurs belegt?

    Gaga Nielsen
    Ich fange mit einfachen Mustern an, das hier sind meine Gehirnströme, wenn ich fortgeschritten bin, sticke ich die Tonspuren von meinen Lieblingssongs als Borte für die Blue Jeans meiner Freunde. Man muss sich stets weiterentwickeln. Mit Fotos bin ich durch! Du darfst dir auch einen Song wünschen, welchen soll ich für dich sticken?

    Christoph M.
    Was Ruhiges, bitte: Wlld Horses von den Stones

    Gaga Nielsen
    Das passt gutl, da ich ohnehin vorhatte, eine Edition mit den Greatest Hits der beliebtesten Beat-Gruppen auf den Markt zu bringen. Mit den Stones wollte ich sowieso anfangen. Danach kommen The Beatles. Auch mehr so ruhige Melodien. Wobei ich bei den Stones natürlich nicht nur Balladen sticke, ich orientiere mich am Markt und am Publikumsgeschmack. Aber Wild Horses ist da unbedingt dabei. Ich hoffe, bei den Uptempo-Nummern dreht die Maschine nicht durch! Das wäre der Ruin für mein kleines Start up!

    Max Z.
    Vielleicht solltest Du doch noch mal über die Photosache nachdenken – so ganz überzeugt mich Dein Zickzack-Kurs nicht.

    Gaga Nielsen
    Ich habe den Markt beobachtet und festgestellt, dass ich mit diesem Geschäftsmodell völlig außer Konkurrenz bin. Ja man könnte von einer Marktlücke sprechen. Und bedenke bitte, wie viele jungen Leute heute Bue Jeans in ihrer Freizeit tragen. Wenn sie zum Beispiel am Wochenende nach der Hitparade in den Beatclub gehen. Man muss nur fest an sich und die Sache glauben. Im Fotobereich hingegen sind keine Geschäfte mehr zu machen. Ich bin da realistisch!

    Max Z.
    Du scheinst diesbezüglich auf Zack zu sein, zumindest beweist Du es zigfach. Dann vertrau ich mal auf Deine Beobachtungen und wünsche mir „Freebird“ von Lynyrd Skynyrd.

    Gaga Nielsen
    Hey, hey, das ist doch die Ballade von der brandneuen Scheibe von Pronounced ‚Lĕh-’nérd ‚Skin-’nérd! Du bist ja echt top auf dem Laufenden. Nur gegen Ende dieses doppelte Gitarrensolo dürfte etwas kompliziert werden. Womöglich muss ich mit Kreuzstich arbeiten. Aber hey! Ich wachse mit meinen Aufgaben. Habe außerdem soeben beschlossen, in Asien arbeiten zu lassen. Da gibt es junge, flinke Näherinnen mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Branche. Für das operative Geschäft hat man schließlich seine Leute, ich habe schon genug damit zu tun, den Laden zusammenzuhalten! Meine Ebene ist eindeutig der Managementbereich. Jetzt, wo das Business richtig angelaufen ist, konzentriere ich mich auf Kooperationen mit den Big Playern im Musikgeschäft. Morgen treffe ich Mick Jagger im Dorchester, wir verhandeln über eine Kooperation für das neue Album (Arbeitstitel „Sticky Fingers“, das bleibt aber bitte unter uns). Ich habe da schon eine tolle Idee für die Plattenhülle. Geht in Rictung eingenähter Reißverschluß. Natürlich mit Zickzack-Stich. Ich bin optimistisch, das wird der Knüller! Muss nun zu Bett, damit ich morgen frisch bin!

    Max Z.
    Hüte Dich vor Fernflugreisen. Zumindest im Zusammenhang mit kreuzstichigen Südstaatenrockern. Frischer als Herr J. auszusehen ist allerdings auch ohne Schlaf eine leichte Übung – das mit dem Reisverschluß ist eine schöne, wenn auch aufwändige Idee. Die Kinder aus Bangladesh werden ihre Freude daran haben. Und wenn das mal zu teuer wird, druckst Du es einfach aufs Cover – merkt kein Schwein. Schlaf jetzt wirklich, damit Du aufgeweckt bist, wenn es darauf ankommt. Und wasch Dir die Finger, wenn Du den Kerl angefasst hast.

    Gaga Nielsen
    um mich noch besser auf das morgige Meeting vorzubereiten, habe ich mir sein letztes Interview in einem französischen Hotel angesehen.

    Okay, das war im Februar, aber ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass er sich in den letzten zwei Monaten so massiv verändert hat. Lass mich mal rechnen – er ist Jahrgang 1943, jetzt haben wir 1971 – für 27 sieht er doch ganz okay aus. Sicher, er war auch in diesem Interview nicht ganz bei Sinnen, etwas verlangsamte Reflexe, aber Himmel, wer hat von der Kombi Château Lafitte mit schwarzem Afghanen nicht auch schon einmal die eine oder andere Einbuße in dieser Hinsicht verzeichnen können. Mehr Sorge macht mir eigentlich, ob meine Französisch-Kenntnisse ausreichen. Ich möchte mich schließlich nicht blamieren.

    Max Z.
    27 ist ein schwieriges Alter für Rockstars, es haben sich etliche innerhalb von 2 Monaten ganz massiv verändert. Da wurde der Ausdruck „verrottetes Subjekt“ mit Leben gefüllt – freilich nur im übertragenen Sinne. In welcher Sprache dieser Prozess stattfindet, ist dann sehr nebensächlich. Ein Kollege des Herrn Jagger hatte ja auch einen bedauerlichen Badeunfall, ich würde dieses Thema also auf jeden Fall meiden.

    Christoph M.
    Französischkenntnisse sind für ein Treffen mit Jagger elementar.

    Max Z.
    Angesichts dieser Tatsache musste schon manche erstmal ganz schön schlucken.

    Gaga Nielsen
    ich verstehe gar nicht, wo plötzlich dieser aparte „thankful“-Button abgeblieben ist, ich wollte ihn eben nutzen, um mich für die letzten Hinweise erkenntlich zu zeigen. Daher auf diesem Wege: ich danke euch für diese wichtigen Zusatz-Informationen – das mit seinem schwierigen Alter hatte ich auch schon im Sinn. Hoffentich wird er überhaupt 28 – wir wissen es ja noch nicht. Bis Juli also eine ganz heikle Lebensphase. Ich werde das Thema auf gar keinen Fall erwähnen. Abgesehen davon, dass er ja mit Brian ohnehin nicht so gut konnte. Ich im übrigen auch nicht. Wir hatten mal ein Date, obwohl er schon rein optisch nicht mein Fall ist – äh ich meine natürlich war. Es ist zum Glück nicht zum Äußersten gekommen. Aber das ist ein anderes Thema. Brian war ja auch immer wahnsinnig wichtig, dass seine Begleiterinnen Französisch und im übrigen auch Spanisch beherrschen. Das scheint so eine Rockstar-Krankheit zu sein, anders kann ich mir das gar nicht erklären! Aber Brian hat schon immer besonders viel Wert auf Status Symbole gelegt, die Frau musste weltläufig wirken, damit es auf ihn abfärbt. Ein kleiner Angeber eben. Mick ist davon zwar auch nicht völlig frei, aber meines Erachtens insgesamt etwas gebildeter, so weit das in dem Alter eben möglich ist. Muss mich nun fertig machen, Dusche, Eincremen, Wimpern tuschen!

    Gaga Nielsen
    P.S. ich finde es völlig in Ordnung, wenn wir bei der Sprachregelung „Badeunfall“ bleiben. Der arme Bauarbeiter, der ihn damals in den Pool geschubst hat, hat schon genug unter der Schuld gelitten. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie ihm Brian so lange auf die Nerven ging, dass er sich nicht mehr anders zu helfen wusste. Seine Worte auf dem Sterbebett waren ja recht unmissverständlich: „„Ich habe das mit Brian getan. Mir ist einfach der Geduldsfaden gerissen.“ Das ist, was John Lennon mit Instant Karma meinte. R.I.P. Frank Thorogood.

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/fall-brian-jones-ich-habe-das-mit-brian-getan-1158016.html

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