Notiz an mich selbst: nicht leichtfertig mit dem männlichen Bekanntenkreis chatten, keine Verwirrung stiften. Muss mir immer wieder auf die Finger klopfen. Meine Herren, ich habe die Venus in der Waage, den Merkur im Löwen und den Jupiter im Zwilling. Das ist die Werkseinstellung zum Flirten schlechthin. Bitte provozieren Sie mich nicht, ich bin da zu leicht verführbar. Es hat nichts zu bedeuten! Ich sollte nur noch mit Freundinnen oder Männern Konversation betreiben, wo die Verhältnisse ein für alle mal geklärt sind. Bitte erinnern Sie mich auch gerne daran, wenn ich wieder aus freundschaftlichem Spieltrieb in dieses Fenster tippe. Ein Dilemma. Man möchte amüsante Konversation pflegen und muss im Hinterkopf haben, dass man in eine Schiene geraten könnte, die man nicht provozieren wollte. Besonders in den Abendstunden, ein Getränk in Reichweite. Höchstens ein kleines bißchen, eine Prise Salz in der Suppe. Mit Gefühlen sollte man nicht spielen. Ist in keinster Weise meine Art, nie gewesen. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu“. Bißchen Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen. Am unverfänglichsten lässt sich das vermutlich mit Kontakten kultivieren, die es ihrerseits als unverbindliche Spielerei betrachten. Dazu muss man um die Verhältnisse wissen. Insofern sind verheiratete oder anderweitig gebundene oder breiter fokussierte Männer eigentlich ideal für diese Spielerei geeignet. Gegenseitig ein bißchen das erotische Ego streicheln. Wer kann das nicht ab und zu brauchen. Da bin ich vielleicht zu empfänglich. So, nun sind Sie informiert. Dass mir keiner sagt „hätte ich das mal gewusst, ich dachte, wir machen uns schon mal ein bißchen warm und dann…“. Nein, machen wir nicht. Ausnahmen bestätigen die Regel. Mir sind in letzter Zeit auch so einige Konversationsschlenker aufgefallen, die gerne als Einleitung für frivoleres Geplauder genommen werden. Die Frage, was man anhat oder ob man überhaupt etwas anhat. Oder die Selbstauskunft des männlichen Gegenübers, dass man ‚liegt‘. Wenn ich darauf nicht eingehe, ist das schon ein ziemlich starkes Indiz, dass ich nicht damit kokettiere, das Pflänzchen zu gießen. Und wenn ich das Pflänzchen gieße, dann unmissverständlich. Volle Kanne, sozusagen. (Mars im Skorpion).

14 Antworten auf „28. Juni 2016

  1. ich erzähle hier ja nicht alles, sondern nur alles, was unverfänglich ist ;-) Dass Mond, Asz. Mars u. Neptun im Skorpion eine gewisse Veranlagung zu Beharrungsvermögen zeigen und dann noch das ganze Jungfrau-Gedöns ist eine andere Seite der Medaille, aber die kommt bei diesen Plapperchats nur in seltenen Einzelfällen zum Tragen und dann ist auch schon Ende mit Geplapper und es könnte ernst werden. Aber von diesem Fall ist hier wohlweislich und ganz bewusst nicht die Rede. Ist auch nicht verantwortlich für meine mitunter überbordende Flirtkompetenz. Ich reagiere einfach unheimlich schnell auf Ansprache. Sieht man ja auch hier im Kommentarfeld ;-)

    (auf welchem Grad ist denn dein Skorpion-Jupiter?)

  2. ah… Gegenprogramm zu Saturn 4 (meine Baustelle, sich Heimatgefühl, ein Zuhause zu schaffen, das man nicht in die Wiege gelegt bekommen hat)

  3. interessant. Das zehnte ist für mich ein amüsanter Spaziergang, Pluto-Uranus-Konjunktion in zehn (in Jungfrau). Ich spiele gerne öffentlich mit provokanten Äußerungen und innovativen Ansichten, aus einer Art Gewissheit von Herrschaftswissen, haha. Ich habe kein Problem mit Öffentlichkeit, so lange ich die Fäden in der Hand habe. Weltruhm und Bekanntheit erscheint mir vor allem als nützliches Instrument, um machtvoll Dinge in die Wege zu leiten, die die Menschheit weiterbringen.

  4. Das klingt jetzt ein wenig, als würdest du dich selbst auf die Schippe nehmen. Aber mal im Ernst: genau die Leichtigkeit in der Öffentlichkeit, die zu spüren ist bei dir, zumindest bei dem, was man hier so liest und sieht, beneide ich ein wenig an dir. Mir ist das nämlich total fremd, obwohl man mir das vielleicht von außen nicht immer ansieht. Und ist ja auch kein Wunder, daß ich mich mit dieser Konstellation in meinem Schneckenhaus mit dem großzügigen Jupiter oft wohler fühle. ;o)

  5. Sich selber auf die Schippe nehmen gehört unbedingt dazu, aber ich meine das nicht durchweg satirisch. Letzten Endes gehst du aber ja ähnlich wie ich vorwiegend virtuell an die Öffentlichkeit, wobei ich zugebe, dass mir das auch in der realen Welt Vergnügen bereitet. Würde mich jetzt aber nicht mit einer dilettantischen Performance auf eine Bühne stellen. Es gab ja früher viele Lesungen von befreundeten Bloggern, die ich auch frequentiert habe und vor allem dort viel fotografiert. Manchmal dachte ich darüber nach, ob ich zusagen würde, wenn mich jemand fragte, ob ich auch Lust hätte zu lesen, und immer wenn ich darüber nachdachte, fand ich, ich hätte keinen Text (trotz mittlerweile über einem Dutzend Jahren ins Blog texten) der sich für eine öffentliche Lesung eignen würde. Das fand ich allerdings auch von einigen Texten, die bei Lesungen zu Gehör gebracht wurden. Es war eher selten eine kongeniale Verbindung von Inhalt und Vortrag. Entweder waren die Texte exzellent und der Vortrag so na ja, oder die Rampensäue hatten eher schlichte Inhalte. Das ist aber ja auch bei Profiliteraten eine extrem seltene Fügung, dass gute Autoren auch gut lesen können. Hast du eigentlich schon mal öffentlich aus deinem Goldhort gelesen?

  6. Nein, hab ich nicht. Wobei ich unter Öffentlichkeit nicht nur irgendwelche Auftritte meine. Für mich beginnt Öffentlichkeit schon, wenn ich unter andere Menschen gehe.

  7. Aber du würdest schon zusagen, wenn dich jemand fragt, zum Beispiel eine Buchhandlung oder eine sympathische Location? Deine Löwesonne kann ja auch ein bißchen Input brauchen! Ich war als Kind und Jugendliche übrigens extrem schüchtern und wurde immer rot, wenn mich jemand angesprochen hat. Hat sich glücklicherweise gelegt.

  8. Nein, solche Anfragen lehne ich immer ab. Ist einfach nicht mein Ding. Früher war ich auch sehr schüchtern. Kam allerdings auch immer auf die Menschen drauf an, die mich umgaben. Heute empfinde ich mich nicht mehr als so schüchtern, sondern einfach als…hm, uninteressiert. Ich glaube, das ist so ein Hochsensitiv-Ding. Die meiste Zeit bin ich abgetaucht und blende Kommunikation weitgehend aus, doch wenn mich spontan etwas anspricht, reagiere ich auch spontan und relativ unschüchtern. Aber es fällt mir oft schwer, in einer normalen Unterhaltung die Aufmerksamkeit ständig aufrecht zu halten.
    Der Löwe kommt bei mir immer impulsiv (Sonne Konjunktion Mars) zum Vorschein, aber nicht mit ausdauernder Energie.

  9. verstehe. (aber die Dinge sind im Fluss, und auch das Selbst – insofern wird man mitunter von der eigenen Entwicklung überrascht.)

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