27. April 2010


All that is gold does not glitter
Not all those who wander are lost
The old that is strong does not wither
Deep roots are not reached by the frost
From the ashes a fire shall be woken
A light from the shadows shall spring
Renewed shall be blade that was broken
The crownless again shall be king

J.R.R. Tolkien

24. April 2010


„The moment one gives close attention to anything, even a blade of grass, it becomes a mysterious, awesome, indescribably magnificent world in itself“
Henry Miller

22. April 2010


„Es gibt ja nur eine begrenzte Anzahl von Männern im geeigneten Alter“
(Hollywood-Prominenten-Expertin, Name vergessen)
Aber wir sind ja in Europa! Haha

22. April 2010


„Es gibt ja nur eine begrenzte Anzahl von Männern im geeigneten Alter“
(Hollywood-Prominenten-Expertin, Name vergessen)
Aber wir sind ja in Europa! Haha

22. April 2010

Tja, Mädels, wenn ihr beim Shooting so begeistert und strahlend wärt, wie jedesmal, wenn ihr am Ende wider Erwarten endlich euer blödes Foto bekommt! Das wäre wahrscheinlich überhaupt die perfekte Suggestion für die Hühner: „stell dir vor, du bist bei Germany’s next Topmodel und du bist in der Entscheidungsrunde und obwohl du wieder einmal herumgezickt hast und deine Schlangen- und Spinnenphobie zelebriert hast, bist du eine Runde weiter und kriegst ein super Foto, von Michel Comte persönlich geschossen.“

22. April 2010

Bin ja schon gespannt, ob GNTM heute wieder unfreiwillige buddhistische Weisheiten liefert.
Hätte ich gestern auch fast noch gepostet, aber zwei Zitate pro Tag sind dann auch genug. Man soll es ja nicht inflationär betreiben:
„The trouble with Buddhism?– in order to free oneself of all desire, one has to desire to do so.“
Henry Miller

21. April 2010

„When you surrender, the problem ceases to exist. Try to solve it, or conquer it, and you only set up more resistance. The most difficult thing to admit, and to realize with one’s whole being, is that you alone control nothing.“
Henry Miller

20. April 2010


Lese ein Werk von Dr. Ian Stevenson, European Cases of the Reincarnation Type. Die letzte Publikation seiner Forschungsarbeit. Erinnere mich, als ich vor zwanzig Jahren in die Dokumentationen vergleichbarer Fälle eintauchte, allerdings in Verbindung mit Hypnosedokumentationen von Thorwald Detlefsen.
Interessant, dass Stevenson, der als die Koryphäe überhaupt in diesem Forschungsgebiet gilt, zunehmend Vorbehalte gegenüber der Stichhaltigkeit der Ergebnisse von Rückführungen unter Hypnose entwickelte, die sich seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Die Möglichkeit zwar nicht gänzlich ausschließend, aber doch zu dem Schluss kommend, dass die Erwartungshaltung der Probanten eine undifferenzierte Bereitschaft der Kreation von Phantasieidentitäten provoziert. Die meisten Hypnosekandidaten seien während der Rückführungen noch nicht einmal in der Lage, Ereignisse des jetzigen Lebens, die in der Vergangenheit, der Kindheit lägen, der Wahrheit gemäß oder ohne beträchtliche hinzugedichtete Ausschmückungen widerzugeben.
Er dokumentierte in diesem Buch über Reinkarnation in Europa Fälle, bei denen die Hauptperson nicht auf einer aktiven Suche nach Informationen über ein wie auch immer zu erhellendes Vorleben war (im Gegensatz zu vergleichbaren Fällen in Kulturen, in denen der Reinkarnationglaube tief verwurzelt ist und eine aktive Rolle im Bewusstsein spielt (z. B. im Buddhismus), sondern vielmehr Fälle, in denen Personen ohne suggestiven Reinkarnationsglauben oder esoterische Konditionierung von ‚Erinnerungen‘ gefühlt konkreter Art heimgesucht wurden. Seine Arbeit bestand in der Überprüfung der Stichhhaltigkeit der angebenen Informationen, Daten, Orte, Personen. Meistens auf der Basis von Informationen, die die von Erinnerungen und déjà-vus Heimgesuchten im Kleinkindalter äußerten. Schon sehr spannend.

19. April 2010

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76779923&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
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5. August 2009. Eine sehr private, improvisierte Aufnahme von Zauberkreis. Damals im August, als jene kleine Aufnahme entstand, habe ich, wir in alle Richtungen gesponnen, was man machen könnte, im September. Es ging um drei Abende in der Brotfabrik und ich hatte einige verrückte, anarchische Ideen, die als zu gewagt verworfen wurden. Ich hatte zum Beispiel die Idee, Cosmic auf der Bühne zu bemalen, während er Zauberkreis sang. Und zwar überall. Ich sah es schon vor mir. Wie ich magische Zeichen auf seine Haut zeichnen würde. Er hätte etwas anhaben müssen, das man leicht lösen könnte, etwas, das sich dann als Lendenschurz entpuppt hätte. Er hätte keineswegs völlig nackt auf der Bühne stehen müssen. Nur einigermaßen. Aber er war zu schüchtern. Und dann kam wieder alles anders. Wie so manchmal im Leben. Es gab dann immerhin an zwei von drei Abenden Visuals von Gaga Nielsen, ungeplant, unvorbereitet. Es war ganz gut. Stefan mochte es auch. Bei einem Song, bei dem er nicht auf der Bühne war, sah er es zum ersten Mal aus dem Publikum und war ganz angetan.
Diese Zeilen von Zauberkreis sind ein Zauberspruch. Das habe ich immer gespürt. Ich fand die Aufnahme heute auf meiner externen Festplatte, als ich backups von neueren Dateien machte und war neugierig, es noch einmal zu sehen. Und heute gefiel es mir. Der Hall in dem Raum. Und die Zeile von der Nachtigall… Ich machte es nur für mich. Niemand wusste davon. Ich wollte einfach sehen, spüren, wie es ist, wie es sich anfühlt, den Text laut zu sprechen, zu singen. Früher mochte ich meine Stimme gar nicht hören. Ich bin jedesmal erschrocken. Aber das hat sich mittlerweile verändert. Besonders im letzten Jahr. Ich glaube, meine Stimme hat sich verändert. Ich mich.

19. April 2010

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5. August 2009. Eine sehr private, improvisierte Aufnahme von Zauberkreis. Damals im August, als jene kleine Aufnahme entstand, habe ich, wir in alle Richtungen gesponnen, was man machen könnte, im September. Es ging um drei Abende in der Brotfabrik und ich hatte einige verrückte, anarchische Ideen, die als zu gewagt verworfen wurden. Ich hatte zum Beispiel die Idee, Cosmic auf der Bühne zu bemalen, während er Zauberkreis sang. Und zwar überall. Ich sah es schon vor mir. Wie ich magische Zeichen auf seine Haut zeichnen würde. Er hätte etwas anhaben müssen, das man leicht lösen könnte, etwas, das sich dann als Lendenschurz entpuppt hätte. Er hätte keineswegs völlig nackt auf der Bühne stehen müssen. Nur einigermaßen. Aber er war zu schüchtern. Und dann kam wieder alles anders. Wie so manchmal im Leben. Es gab dann immerhin an zwei von drei Abenden Visuals von Gaga Nielsen, ungeplant, unvorbereitet. Es war ganz gut. Stefan mochte es auch. Bei einem Song, bei dem er nicht auf der Bühne war, sah er es zum ersten Mal aus dem Publikum und war ganz angetan.
Diese Zeilen von Zauberkreis sind ein Zauberspruch. Das habe ich immer gespürt. Ich fand die Aufnahme heute auf meiner externen Festplatte, als ich backups von neueren Dateien machte und war neugierig, es noch einmal zu sehen. Und heute gefiel es mir. Der Hall in dem Raum. Und die Zeile von der Nachtigall… Ich machte es nur für mich. Niemand wusste davon. Ich wollte einfach sehen, spüren, wie es ist, wie es sich anfühlt, den Text laut zu sprechen, zu singen. Früher mochte ich meine Stimme gar nicht hören. Ich bin jedesmal erschrocken. Aber das hat sich mittlerweile verändert. Besonders im letzten Jahr. Ich glaube, meine Stimme hat sich verändert. Ich mich.

18. April 2010

„Nothing can be given or taken away; nothing has been added or subtracted; nothing increased or diminished. We stand on the same shore before the same mighty ocean. The ocean of love. There it is – in perpetuum. As much in a broken blossom, the sound of a waterfall, the swoop of a carrion bird as in the thunderous artillery of the prophet. We move with eyes shut and ears stopped; we smash walls where doors are waiting to open to the touch; we grope for ladders, forgetting that we have wings; we pray as if God were deaf and blind, as if He were in a space. No wonder the angels in our midst are unrecognizable. One day it will be pleasant to remember these things.“
Henry Miller

13. April 2010

Ich hab’s ja nicht so mit Lesungen, aber der flotte Titel bürgt ja bereits für unzweifelhafte Kurzweil: Götter, Gurus und Gestörte. Morgen um Acht in der z-bar.
Und einer soll sogar Gitarre spielen und singen. Damit bin ich ja immer zu locken, wie man weiß. Außerdem habe ich den lieben Joq, der auch liest, schon lange nicht mehr vollgejammert. Zuletzt hat er mir betrunken eine seelsorgende Mail (Fisch!) aus dem Taxi geschickt, nach seiner letzten Lesung, Ende Januar, auch mit dem überaus gutaussehenden Herrn Neft. (Glaub ich.) Ist aber schon wieder eine Weile her. Ich wollte ja hin, aber war verhindert, behindert. Morgen soll das aber anders sein. Fotoapparat nehm ich auch mit. Und auf die Lady mit dem komischen Azteken-Namen bin ich natürlich auch gespannt. Und auf Frau Streisand. Hoffentlich singt sie! Und auf alle, die mich kennen! Haltet mir bitte einen schönen Platz ganz vorne frei. Gibt Bildchen und Filmchen eventuell!

13. April 2010

Werner Schroeter. Das trifft mich seltsam. Ich hatte eher so eine tief sympathische bis kaum vorhandene Second Hand-Beziehung zu ihm. Und doch berührt es mich, von seinem Tod zu erfahren. Jemand, von dessen Existenz man weiß, Respekt hat, Sympathie, aber sich nicht sehr viel näher mit ihm beschäftigt. Was mich jedoch bewegte, sehr bewegte war, als ich bei Rosas Buchpremiere auf dem kleinen Altar, den Rosa gebaut hatte – Quatsch – großen Altar, den Rosa gebaut hatte, ein Erinnerungsfoto von Werner Schroeter sah. Neben einem Bild seiner Tante Luzi. Und seiner Mutter. Der ganze Altar erinnerte an Reliquien. Ja, das waren Reliquien. Rosas Lebensaltar. Und Werner Schroeter nahm einen besonderen Platz ein. Man spürte anhand des Platzes, den er für das Foto auf dem Altar gewählt hatte, die gebliebene Zuneigung, das tiefe Gefühl. Sehr berührte mich das Foto im Buch der beiden, wo sie so jung und schön und wild und rebellisch aussehen. Das sind sie im Herzen geblieben, aber in diesem Foto ist die ganze strotzende Kraft der Bereitschaft zur Rebellion und das Feuer gefangen. Großartige Aufnahme.

Ein einziges Mal sah ich Werner Schroeter leibhaftig. Das war im letzten Jahr. Im April. Vierundzwanzigster. Die Premiere von Brigitte Maria Mayers Anatomie Titus. Wir warteten auf den Beginn der Vorstellung, gingen mal wieder vor die Tür der Akademie der Künste, um uns noch ein bißchen die Beine zu vertreten, da kam Werner Schroeter in Begleitung, vom Hotel Adlon. Ich weiß nicht, ob er da wohnte, aber er war auch Mitglied der Akademie der Künste und ganz in schwarz gewandet. Mit diesem Hut, den man kannte. Und er wirkte ausgezehrt. Ich erschrak ein wenig. Wusste nicht, ob das einfach das Alter sei oder Krankheit. Ich dachte eigentlich an Letzteres. Jan hat ein Foto gemacht, aber ich wagte es nicht. FM Einheit, der auch im Foyer auf den Beginn der Vorstellung wartete, er hatte die Musik zu dieser Inszenierung komponiert, war dagegen vollends nahbar. Er fand nichts dabei, im Gegenteil, wir hatten Spaß. Aber Werner Schroeter von der Seite anzuquatschen, hätte ich nicht gewagt. Er war wie in einer anderen Welt. Abwesend, in sich gekehrt. Da halte ich nicht drauf. Wieder einer, der die Seite gewechselt hat.
Willkommen im Paradies, Werner Schroeter. Hope so.
Ja. Ekstase ist alles.

13. April 2010

Ich hab’s ja nicht so mit Lesungen, aber der flotte Titel bürgt ja bereits für unzweifelhafte Kurzweil: Götter, Gurus und Gestörte. Morgen um Acht in der z-bar.
Und einer soll sogar Gitarre spielen und singen. Damit bin ich ja immer zu locken, wie man weiß. Außerdem habe ich den lieben Joq, der auch liest, schon lange nicht mehr vollgejammert. Zuletzt hat er mir betrunken eine seelsorgende Mail (Fisch!) aus dem Taxi geschickt, nach seiner letzten Lesung, Ende Januar, auch mit dem überaus gutaussehenden Herrn Neft. (Glaub ich.) Ist aber schon wieder eine Weile her. Ich wollte ja hin, aber war verhindert, behindert. Morgen soll das aber anders sein. Fotoapparat nehm ich auch mit. Und auf die Lady mit dem komischen Azteken-Namen bin ich natürlich auch gespannt. Und auf Frau Streisand. Hoffentlich singt sie! Und auf alle, die mich kennen! Haltet mir bitte einen schönen Platz ganz vorne frei. Gibt Bildchen und Filmchen eventuell!

11. April 2010

Manchmal liebe ich am meisten das an jemandem, was er (oder sie), wenn es nach mir ginge, immer sein könnte. Und schon auch ist, aber vergleichsweise selten. Man muss aufpassen, dass die Phantasie nicht überhand nimmt, und die Projektion bigger than life wird. Ich neige sehr dazu. Sehr. Aber vielleicht muss man auch nicht aufpassen, vielleicht ist es gut, dass ich so viel projezieren kann, phantasieren kann, provozieren kann. Ein kleines Detail genügt. Ein Moment, ein Augenblick, in dem es sich erfüllte. Das ist das Fatale. Schön Fatale. Homme Fatale. Der Beweis, dass es erfüllt werden kann. Manchmal. Daran halte ich mich fest, mit meinen Augen, meiner Seele, meinem Herz, an einem Quadratmillimeter. Die Hunderttausend Quadratmillimeter darum herum ignorierend. Weil der kleine diamantglitzernde Quadratmillimeter alles überstrahlt, als ob der erste Sonnenstrahl das Paradies erhellt. Ich bilde mir dann ein, ich hätte den wertvollsten, wichtigsten, zentralen Quadratmillimeter an diesem Lebewesen entdeckt und halte ihm meinen Zauberspiegel, meine Kamera vor. Das Wesen ist dann immer sehr entzückt. Berückt, entzückt, von sich selbst. Ein schöner Moment. Dann hoffe ich, dass sich der Zauberaugenblick unendlich spiegelt. Ping Pong Ping Pong. Ich glaub an dich, du glaubst an dich, ich glaub an dich, du glaubst an dich. Ich sehe dich, du siehst mich, du siehst, ich sehe dich, und wie. Ich liebe dich. Du siehst, wie ich dich sehe, an meinen Augen siehst du es, und dass du mir gefällst. Du bist entzückt von dem Glitzern in meinen Augen, weil du weißt, es gilt dir, weil du mir gefällst. Und nun gefällst du dir. Und strahlst noch mehr. Ich halte den Zauberspiegel vor dein leuchtendes Gesicht und der Zauber wirkt. Glaube und Schönheit. Explodiert. Jetzt und hier.

10. April 2010

(Ich weiß, das wird jetzt langsam schleimig, Tina-Beatrix, aber…)
Bevor ich es vergesse! möchte ich doch noch schnell folgenden neuen Beitrag in meiner beliebten neuen Rubrik „Living Buddhism“ posten:
„Steh gerade und mit beiden Beinen fest in den Wolken!“
[ BEATRIX V. D. ]
[Living Buddhism, lect. 4]

11. April 2010

Manchmal liebe ich am meisten das an jemandem, was er (oder sie), wenn es nach mir ginge, immer sein könnte. Und schon auch ist, aber vergleichsweise selten. Man muss aufpassen, dass die Phantasie nicht überhand nimmt, und die Projektion bigger than life wird. Ich neige sehr dazu. Sehr. Aber vielleicht muss man auch nicht aufpassen, vielleicht ist es gut, dass ich so viel projezieren kann, phantasieren kann, provozieren kann. Ein kleines Detail genügt. Ein Moment, ein Augenblick, in dem es sich erfüllte. Das ist das Fatale. Schön Fatale. Homme Fatale. Der Beweis, dass es erfüllt werden kann. Manchmal. Daran halte ich mich fest, mit meinen Augen, meiner Seele, meinem Herz, an einem Quadratmillimeter. Die Hunderttausend Quadratmillimeter darum herum ignorierend. Weil der kleine diamantglitzernde Quadratmillimeter alles überstrahlt, als ob der erste Sonnenstrahl das Paradies erhellt. Ich bilde mir dann ein, ich hätte den wertvollsten, wichtigsten, zentralen Quadratmillimeter an diesem Lebewesen entdeckt und halte ihm meinen Zauberspiegel, meine Kamera vor. Das Wesen ist dann immer sehr entzückt. Berückt, entzückt, von sich selbst. Ein schöner Moment. Dann hoffe ich, dass sich der Zauberaugenblick unendlich spiegelt. Ping Pong Ping Pong. Ich glaub an dich, du glaubst an dich, ich glaub an dich, du glaubst an dich. Ich sehe dich, du siehst mich, du siehst, ich sehe dich, und wie. Ich liebe dich. Du siehst, wie ich dich sehe, an meinen Augen siehst du es, und dass du mir gefällst. Du bist entzückt von dem Glitzern in meinen Augen, weil du weißt, es gilt dir, weil du mir gefällst. Und nun gefällst du dir. Und strahlst noch mehr. Ich halte den Zauberspiegel vor dein leuchtendes Gesicht und der Zauber wirkt. Glaube und Schönheit. Explodiert. Jetzt und hier.

10. April 2010

(Ich weiß, das wird jetzt langsam schleimig, Tina-Beatrix, aber…)
Bevor ich es vergesse! möchte ich doch noch schnell folgenden neuen Beitrag in meiner beliebten neuen Rubrik „Living Buddhism“ posten:
„Steh gerade und mit beiden Beinen fest in den Wolken!“
[ BEATRIX V. D. ]
[Living Buddhism, lect. 4]

09. April 2010

Einen guten Auftrag annehmen, ist ein schönes Gefühl. Aber einen guten Auftrag ablehnen, ist auch ein schönes Gefühl. Und macht viel weniger Arbeit! Interessante Erfahrung auf jeden Fall. Die Wahl zu haben, und nein zu sagen, das ist schon… oh là là. Zeit ist eben der größte Luxus. Ich kann nicht umhin, hier weitere Binsen zu verbreiten. Selbst wenn man bei einem Bild nur eine Kontraststufe nachschärft. Man öffnet die Datei. Dieses ganze Gefummel. Und man fotografiert ja nicht wenig. Heutzutage. Ah, frei wie ein Vogel, und Jan Freude gemacht.
In der Abenddämmerung ein Bad genommen. Hanf und Mohn. Und später telefoniert. Was geraucht, bißchen weißen Franzosen dazu, Internet war weg, ungefähr zwei, drei Stunden sinniert, wie ein Wochenende ohne Internet wäre. Haha. Schon sehr ungewohnt. Wieviel Gefühl von Kontakt daran hängt. Also jetzt ist es wieder da. Nicht Großartiges passiert in der Zeit… aber es könnte. Alles wäre möglich. Das Internet hat mir eh die größten Wunder beschert. Wenn auch indirekt. Den größten Aufruhr in meinem Leben der letzten Jahre gab es durch Kontakte, die direkt und noch mehr indirekt über das Netz entstanden sind. Ein starkes Gefühl der Lebensintensität kam damit durch die Wohnungstür. Ich bin wieder trunken und ungenau, aber ein paar Wörter, ein paar brauchbare, sind sicher wieder dabei. Nehmt euch, was ihr braucht!

09. April 2010

Einen guten Auftrag annehmen, ist ein schönes Gefühl. Aber einen guten Auftrag ablehnen, ist auch ein schönes Gefühl. Und macht viel weniger Arbeit! Interessante Erfahrung auf jeden Fall. Die Wahl zu haben, und nein zu sagen, das ist schon… oh là là. Zeit ist eben der größte Luxus. Ich kann nicht umhin, hier weitere Binsen zu verbreiten. Selbst wenn man bei einem Bild nur eine Kontraststufe nachschärft. Man öffnet die Datei. Dieses ganze Gefummel. Und man fotografiert ja nicht wenig. Heutzutage. Ah, frei wie ein Vogel, und Jan Freude gemacht.
In der Abenddämmerung ein Bad genommen. Hanf und Mohn. Und später telefoniert. Was geraucht, bißchen weißen Franzosen dazu, Internet war weg, ungefähr zwei, drei Stunden sinniert, wie ein Wochenende ohne Internet wäre. Haha. Schon sehr ungewohnt. Wieviel Gefühl von Kontakt daran hängt. Also jetzt ist es wieder da. Nicht Großartiges passiert in der Zeit… aber es könnte. Alles wäre möglich. Das Internet hat mir eh die größten Wunder beschert. Wenn auch indirekt. Den größten Aufruhr in meinem Leben der letzten Jahre gab es durch Kontakte, die direkt und noch mehr indirekt über das Netz entstanden sind. Ein starkes Gefühl der Lebensintensität kam damit durch die Wohnungstür. Ich bin wieder trunken und ungenau, aber ein paar Wörter, ein paar brauchbare, sind sicher wieder dabei. Nehmt euch, was ihr braucht!

07. April 2010

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Nun also Helges Song vom vorletzten Montag. Ich hab ihn nicht gefragt, aber ich denke eigentlich ziemlich sicher, er ist von ihm. „Fuck the Tiger, fuck the snake, fuck the mud and fuck the rain“. Man muss sich das so vorstellen: er liest eine ziemlich lange Weile aus einem neuen Manuskript oder Buch (wie hier geschehen, Bar jeder Vernuft, „Jesus vom Sex Shop“) und dann, wenn er genug gelesen hat, nimmt er die Gitarre, die in greifbarer Nähe steht, und bringt sich ein bißchen in Stimmung. Nicht als prätentiös performender Singer/Songwriter, sondern als unser verrückter Helge mit den irren Geschichten aus aller Welt, der einfach ab und zu ein bißchen herumklimpert und dazu singt. Und dafür macht er das mit verdammt viel Seele. Wie überhaupt alles. Helge hat eine große, warme Seele. Dafür liebe ich ihn. Wir alle. Geht ja gar nicht anders. Okay, die Gitarre könnte besser klingen, aber die müssen wir ihm eben noch kaufen. Aber sonst, Lagerfeuer, Romantik, Wildnis, Alles. Großes Kino mit Dir. Immer. Gruß und Kuss nach Wien… Oder Marrakesch, oder wo immer du auch gerade bist.

07. April 2010

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Nun also Helges Song vom vorletzten Montag. Ich hab ihn nicht gefragt, aber ich denke eigentlich ziemlich sicher, er ist von ihm. „Fuck the Tiger, fuck the snake, fuck the mud and fuck the rain“. Man muss sich das so vorstellen: er liest eine ziemlich lange Weile aus einem neuen Manuskript oder Buch (wie hier geschehen, Bar jeder Vernuft, „Jesus vom Sex Shop“) und dann, wenn er genug gelesen hat, nimmt er die Gitarre, die in greifbarer Nähe steht, und bringt sich ein bißchen in Stimmung. Nicht als prätentiös performender Singer/Songwriter, sondern als unser verrückter Helge mit den irren Geschichten aus aller Welt, der einfach ab und zu ein bißchen herumklimpert und dazu singt. Und dafür macht er das mit verdammt viel Seele. Wie überhaupt alles. Helge hat eine große, warme Seele. Dafür liebe ich ihn. Wir alle. Geht ja gar nicht anders. Okay, die Gitarre könnte besser klingen, aber die müssen wir ihm eben noch kaufen. Aber sonst, Lagerfeuer, Romantik, Wildnis, Alles. Großes Kino mit Dir. Immer. Gruß und Kuss nach Wien… Oder Marrakesch, oder wo immer du auch gerade bist.

07. April 2010


Auch nicht so schlecht, als Datum. Siebter April. Ein paar Bilder wieder. Zweiter April. Die Sonne flutete. Gleißend sagt man auch gerne. Mich fasziniert es oft, wenn sich die Farben auflösen, die furiose Kraft des Lichts durch den maximalen Kontrast die Wahrnehmung der Farbe nivelliert. Das sind Farbfotos. Dann hole ich gerne meine Kamera vom Altar mit dem falschen Zebrafell und halte es fest. Das flutende Licht, das mir gerade geschenkt wird. Ich bin trunken. Zeige euch wieder ein paar Bilder von einem Moment, der vergangen ist und doch ewig. Ich schreibe gerne betrunken. Ich hab heut auch sehr lustige Kommentare geschrieben in meinem facebook und in dem von zwei anderen. Am lustigsten war, dass ich eine unvergessliche Begegnung wiederfand. Den einmaligen Gonçalo Sousa Monteiro, den ich nur einmal traf, vor über zwei Jahren und ein Herz und eine Seele grinsten wir uns durch die Victoria Bar. Er schickte mir eine CD, die ich nie hören konnte, weil das Dateiformat so seltsam war und ich traute mich gar nicht, ihm das mitzuteilen. Und nun sehe ich sein Profilfoto bei facebook und muss lachen, weil er darauf so dermaßen verrückt und kriminell ausschaut. Wenn man das Bild sieht, kommt man wahrscheinlich nur schwer auf die Idee, mit was für einem Format von Menschen man es da zu tun hat. Er hat Klasse und er hat Größe und ist einer der besten Bartender des Erdkreises. Urbi et Orbi. Wunderbarer Gonçalo. Beneidenswerte Hamburger. Ich war noch nie in seiner Bar in Hamburg, Le Lion. Schande über mich. Es soll wunderbar sein. Bin ich mir ganz sicher.
Auf jeden Fall musste ich heute sehr lachen. Und das tat gut. Und Helges Song blieb liegen, aber dafür gibt’s vier Fotos vom zweiten April, nicht spektakulär, aber gute Momente. Ich las ein Buch zu Ende, in dem viel inspirierendes Zeug stand, das ich mir auch schon oft zusammengedacht hatte. Es gibt also noch mehr Irre als mich, auf diesem Erdball.

06. April 2010

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649
Nielsen vorher.
Übrigens Jörg Thadeusz – sehr, sehr nett. Wie man es sich eben immer schon gedacht hat. Den Rest hab ich ja schon angedeutet. Natürlich könnte man noch mehr ausplaudern. Banales Zeug, dass sich Helge kurz vor der Lesung eine neue Ray Ban für hundertfuffzig Euros gekauft hat, um das Publikum mit seiner Coolness zu beeindrucken, und dann vergessen hat, das Ding aufzusetzen. Dass ich ihm seine Marlboros weggerraucht habe, und er meinen Zustand irritierend fand. Angesichts der Umstände. Oder wie man so sagt. Haha. Aber alles ist ja im Fluss, wie wir Hobby-Esoteriker gerne sagen. Pantha dingens…! War ein schöner Abend. Wirklich. Auch da hinten auf der Rückbank. Man muss auch mal dreideutig werden, ab und zu. Der Leser giert doch nach undurchsichtigen Details!
Demnächst Fuck The Tiger. Stay tuned.

05. April 2010

Krieg ich das schnell noch hin… einen Eintrag vom 5. April! Ich wurstle an Helges FUCK THE TIGER herum. Einen Song, den nicht viele kennen werden. Ich war hin- und hergerissen, weil die Gitarre nicht so richtig megamäßig klingt. Man möchte ihm eine kaufen. Aber er singt schön. Er hat eine schöne Bluesstimme, der gute Helge. Ich lade das Dings einfach hoch. Ist schließlich historisch. Frau Nielsen macht ja immer gerne solche Sachen. Und gerade upload neunzig Fotos, läuft im background.
Geschafft! Eintrag fertig!

04. April 2010

Liebe Welt,
rechne bitte mit mir! Ich selber kann ziemlich gut rechnen, aber rechne äußerst ungerne. Und zwar in jeder Hinsicht. Aber du Welt, du rechnest doch gerne, also bitte: du darfst mit mir rechnen. Und zwar in jeder Hinsicht! Sag mir dann Bescheid, was dabei rausgekommen ist. Danke!
Deine Gaga Nielsen

03. April 2010

Was macht man nicht alles für die ferne Freundin. „Los, ich will ein Foto sehen!“. „Ja, ja… wenn ich in Stimmung bin“. War ich dann wohl, vor einer Woche. Es ging um mein autodidaktisches Haarexperiment, dessen Fortschritt ich allabendlich am Telefon berichtete. Okay, ein Foto also. Ah – was nehme ich als Hintergrund? Weiße Wand ist langweilig. Ah…! Da ist ja noch dieses Plakat, das seit dem Winter eingerollt in der Ecke schläft. Ich hätte es so gerne einmal aufgehängt, aber keinen Platz dafür. Es ist so groß.
Kurz vor Weihnachten im letzten Jahr hatte ich ein Kärtchen im Briefkasten, bei der Nachbarin sei ein Päckchen abzuholen. Also in die zweite Etage, wo die sehr nette Nachbarin eine komische lange Papprolle aus der Ecke holt. Ich kriege einen Schreck – oh je, oh je – womöglich ein Bild, das mir ein dankbarer Blogleser zu Weihnachten schenken will… oh Gott oh Gott. Als ich in den Fahrstuhl einsteige, lese ich den Absender „Théâtre du Capitole, Toulouse, Sofiane Bouhassel, Dramaturge“ und es schnackelt. Ja, da war doch was. Vor vielen Monaten stellte ich dem Dramaturgen der Oper von Toulouse für eine Inszenierung von Francis Poulencs Dialogues des Carmélites eine Aufnahme zur Verfügung. Es war eine Fotografie von Rosen im Regen auf einem Gedenkstein für Dietrich Bonhoeffer. Und nun rolle ich das Plakat aus, dessen Größe mich überrascht und stelle mir vor, wo es überall hing, all die Monate in Toulouse… und ich habe es nicht gesehen. Aber jetzt habe ich es ja bei mir.
Es ist sehr schön geworden, mein Name steht auch drauf. Und es ist genau der richtige Hintergrund für das Foto für die Freundin. Aus dem einen Foto wurden dann hundertdreiundvierzig, wie das immer so ist bei Frau Nielsen, wenn sie in Stimmung ist und der Bordeaux wirkt. Nun ist es also alles verewigt. Die Haare und das Plakat. Alles vergänglich. Aber man muss manchmal auch ein bißchen auf den Pudding hauen, in diesem kurzen Erdendasein. Stimmt’s?


[…]

03. April 2010

Was macht man nicht alles für die ferne Freundin. „Los, ich will ein Foto sehen!“. „Ja, ja… wenn ich in Stimmung bin“. War ich dann wohl, vor einer Woche. Es ging um mein autodidaktisches Haarexperiment, dessen Fortschritt ich allabendlich am Telefon berichtete. Okay, ein Foto also. Ah – was nehme ich als Hintergrund? Weiße Wand ist langweilig. Ah…! Da ist ja noch dieses Plakat, das seit dem Winter eingerollt in der Ecke schläft. Ich hätte es so gerne einmal aufgehängt, aber keinen Platz dafür. Es ist so groß.
Kurz vor Weihnachten im letzten Jahr hatte ich ein Kärtchen im Briefkasten, bei der Nachbarin sei ein Päckchen abzuholen. Also in die zweite Etage, wo die sehr nette Nachbarin eine komische lange Papprolle aus der Ecke holt. Ich kriege einen Schreck – oh je, oh je – womöglich ein Bild, das mir ein dankbarer Blogleser zu Weihnachten schenken will… oh Gott oh Gott. Als ich in den Fahrstuhl einsteige, lese ich den Absender „Théâtre du Capitole, Toulouse, Sofiane Bouhassel, Dramaturge“ und es schnackelt. Ja, da war doch was. Vor vielen Monaten stellte ich dem Dramaturgen der Oper von Toulouse für eine Inszenierung von Francis Poulencs Dialogues des Carmélites eine Aufnahme zur Verfügung. Es war eine Fotografie von Rosen im Regen auf einem Gedenkstein für Dietrich Bonhoeffer. Und nun rolle ich das Plakat aus, dessen Größe mich überrascht und stelle mir vor, wo es überall hing, all die Monate in Toulouse… und ich habe es nicht gesehen. Aber jetzt habe ich es ja bei mir.
Es ist sehr schön geworden, mein Name steht auch drauf. Und es ist genau der richtige Hintergrund für das Foto für die Freundin. Aus dem einen Foto wurden dann hundertdreiundvierzig, wie das immer so ist bei Frau Nielsen, wenn sie in Stimmung ist und der Bordeaux wirkt. Nun ist es also alles verewigt. Die Haare und das Plakat. Alles vergänglich. Aber man muss manchmal auch ein bißchen auf den Pudding hauen, in diesem kurzen Erdendasein. Stimmt’s?


[…]

01. April 2010

Manche Einträge kann man doch immer wieder lesen. Streng genommen sollte dieser Strang zur Pflichtlektüre gehören. Ich denke mir das so, wie die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin. Eigentlich eine hübsche Vorstellung, dass Angela Merkel zum 1. Januar 2011 diesen Strang im deutschen Fernsehen vorliest. Öffentlich rechtliches Fernsehen nach meinem Geschmack. Die Menschen brauchen endlich wieder Inhalte!

01. April 2010

Manche Einträge kann man doch immer wieder lesen. Streng genommen sollte dieser Strang zur Pflichtlektüre gehören. Ich denke mir das so, wie die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin. Eigentlich eine hübsche Vorstellung, dass Angela Merkel zum 1. Januar 2011 diesen Strang im deutschen Fernsehen vorliest. Öffentlich rechtliches Fernsehen nach meinem Geschmack. Die Menschen brauchen endlich wieder Inhalte!

31. März 2010

Am meisten muss ich über die Bilder lachen, die ich gemacht habe, als Helge die Bücher signiert hat. Wenn man nicht wüsste, was er da gemacht hat, könnte man denken, er hat sich mit einigen Dutzend Frauen verabredet, um mal zu gucken, was so geht. Wie verliebt ihn die Damen angucken. Und er guckt immer adäquat zurück. Kann man nicht anders sagen. Ganz schön viele Bilder. Ganz schön viele Frauen. Helge, Helge..! Jan heute Nachmittag, (er konnte ja – oder wollte nicht) am Telefon. „Und? wie war’s“ „So und so und bla bla bla und bla bla bla Rhabarber Rhabarber Rhabarber.“ „Ja und danach??? Hast du Fotos gemacht?“. „Ich hab nur bei der Lesung fotografiert, auf der Bühne, und als er die Bücher signiert hat. Später nicht.“ Jan: „Warum denn nicht??!!??“. „Weißt du Jan, Rhabarber Rhabarber Rhabarber…“ Jan: „???!!!??“. Ich erkläre, dass es Situationen gibt, die man besser nicht dadurch bricht, dass man wie ein Schmetterlingsfänger die Kamera drauf hält. Da Jan ein sensibler Mensch ist, wird er das verstehen. Aber Jan ist der investigative Typ, das weiß ich. Wenn Jan drei Stunden mit der schönen Cobra Killer-Lady in einer lauschigen Nische in einer schummrigen Bar gehockt wäre, hätte er sie ganz sicher irgendwann in eine besser ausgeleuchtete Ecke gecirct und sie wäre ihm möglicherweise gerne gefolgt. Ich dagegen rühre meine Kamera drei Stunden nicht mehr an und fotografiere mit meinem kleinen Erinnerungsobjektiv. Vor allem Helges Frau. Ich nenne sie einfach so. Mein Auge liebt sie sofort und ihre serbische Trinkfestigkeit und ihr Kichern. Wunderbare Frau. Glücklicher Helge. Wunderbare Annika, wunderbarer D’Artagnon, großartiger Frank. Wunderbarer Abend. Wunderbares Berlin: Halbdrei. Mit Frank Richtung Friedrichshain, raus am Alex, in die Federn.
Bilder bald.

28. März 2010

Gedankenstütze für morgen. Helge über ein Jahr nicht gesehen. Dank Internet gefühlt ein halbes. Schöne Ablenkung, denk ich mir, Helge im Paket mit Herrn Thadeuz. Manchmal schreibt er von einem fernen Kontinent „…bin gerade in Marrakesch, übermorgen weiter nach Lissabon, nächste Woche Wien und danach Berlin und dann sehen wir uns!“ Stimmt zwar nicht, also das mit dem Sehen (ich bin dann allerdings auch aus verschiedenen Gründen sehr faul mit konkret Verabreden gewesen und er vermutlich auch), war aber immer ein schönes Gefühl. Als ob man sich schon ewig kennt, dabei haben wir uns nur einmal getroffen. Aber der Kontakt riss seither nicht ab.
Zur Freundin sage ich, das ist quasi die Bilderbuchvariante von jemanden des öffentlichen Lebens in der Realität auf Augenhöhe treffen. So mühelos. Die Variante, die man sich immer wünscht und die sich durchaus eher selten erfüllt. Manchmal denkt man sich zusammen, man müsste mit Sicherheit einen Draht zu jemandem haben, den man bewundert, dessen Werk einem vertraut ist, von dem man auch ein belebtes Bild hat, durch Filme oder Interviews und es kommt ganz anders. Habe ich schon erlebt. Irritierend. Ich nenne jetzt nicht den Namen, aber sehr irritierende Situation. Ich hoffe, ich bin morgen in Ausgehstimmung. Und schließlich habe ich mein großes Indianehrenwort gegeben, dass ich kommen werde. Indianerehrenwort muss man glaub ich halten.

28. März 2010

Gedankenstütze für morgen. Helge über ein Jahr nicht gesehen. Dank Internet gefühlt ein halbes. Schöne Ablenkung, denk ich mir, Helge im Paket mit Herrn Thadeuz. Manchmal schreibt er von einem fernen Kontinent „…bin gerade in Marrakesch, übermorgen weiter nach Lissabon, nächste Woche Wien und danach Berlin und dann sehen wir uns!“ Stimmt zwar nicht, also das mit dem Sehen (ich bin dann allerdings auch aus verschiedenen Gründen sehr faul mit konkret Verabreden gewesen und er vermutlich auch), war aber immer ein schönes Gefühl. Als ob man sich schon ewig kennt, dabei haben wir uns nur einmal getroffen. Aber der Kontakt riss seither nicht ab.
Zur Freundin sage ich, das ist quasi die Bilderbuchvariante von jemanden des öffentlichen Lebens in der Realität auf Augenhöhe treffen. So mühelos. Die Variante, die man sich immer wünscht und die sich durchaus eher selten erfüllt. Manchmal denkt man sich zusammen, man müsste mit Sicherheit einen Draht zu jemandem haben, den man bewundert, dessen Werk einem vertraut ist, von dem man auch ein belebtes Bild hat, durch Filme oder Interviews und es kommt ganz anders. Habe ich schon erlebt. Irritierend. Ich nenne jetzt nicht den Namen, aber sehr irritierende Situation. Ich hoffe, ich bin morgen in Ausgehstimmung. Und schließlich habe ich mein großes Indianehrenwort gegeben, dass ich kommen werde. Indianerehrenwort muss man glaub ich halten.

28. März 2010

Vorvorgestern. Ich erinnere mich, als ein Song entstand. Vor einem Jahr. Und die Aufnahmen in meinem Archiv.
Fenster öffnen, Sonne hereinlassen.
Ich darf nicht vergessen, die Uhr umzustellen.

28. März 2010

Vorvorgestern. Ich erinnere mich, als ein Song entstand. Vor einem Jahr. Und die Aufnahmen in meinem Archiv.
Fenster öffnen, Sonne hereinlassen.
Ich darf nicht vergessen, die Uhr umzustellen.

27. März 2010

ah… Romy im MDR, Swimmingpool, jetzt. Ich hab den Film seit bestimmt fünfzehn Jahren auf einer alten Videocassette, aber es macht mehr Spaß ihn zu gucken, wenn man weiß, dass die Freundin auch gerade guckt, die deswegen das Telefonat verkürzte „da kommt gerade ein Film mit Romy Schneider, den ich nicht kenne, den will ich sehen!“. Okay. Dafür werde ich immer Verständnis zeigen. Bei Romy doch immer. Ist auch wieder wie neu für mich. Die Ästhetik der Endsechziger in Saint-Tropez, die junge Jane Birkin. Immer wieder ist es neu, wenn Jahre vergingen. Viele Jahre. So ist es. Viele Jahre vergingen, seit ich den Film zuletzt sah. Der junge Alain Delon, man kennt die background-story, wie sich die beiden wieder trafen, nach langer Zeit… sie waren vertraut, die Körper. Für die Kamera, vor der Kamera. Ich liebe diese leicht unscharfen Filmbilder, die nicht jene vulgäre Direktheit von Hochauflösung aufdrängen… ah… – und hier wieder Bordeaux. Romy liebte auch Bordeaux. Bordeaux und Champagner. Unterschreibe ich … ;-)

26. März 2010

Gedanken sind nicht stets parat.
Man schreibt auch, wenn man keine hat.

(Wilhelm Busch, dt. Blogg Schriftsteller, Zeichner u. Maler, 1832-1908)

26. März 2010

Gedanken sind nicht stets parat.
Man schreibt auch, wenn man keine hat.

(Wilhelm Busch, dt. Blogg Schriftsteller, Zeichner u. Maler, 1832-1908)

25. März 2010

»Ja, Cavett und ich, wir haben geredet so wie wir beide jetzt. Und ich habe dann gesagt: „Es gibt ein interessantes Experiment. Man nimmt die Hand, schaut sich an und schweigt. Und nachher erzählt man sich, was man denkt.“ Wir haben, glaube ich, 48 Sekunden einfach geschwiegen. Und zum Schluss haben alle gesagt: „Das war das Beste an der Talkshow, dieses Schweigen.“ Der Produzent fiel in Ohnmacht, aber sie haben es drin gelassen.«
Maximilian Schell

25. März 2010

(dieser schwuchtelig durchaus Wahrheiten artikulierende und doch heterosexuelle Modefotograf. Sagt lauter richtige Sachen. Aber wie. nun ja – nobody’s perfect! Haha)

25. März 2010

Frau hinter Theke. „(…) Etwas ist anders. Es hat sich etwas bei Ihnen verändert. Ich merke das. Ich SPÜRE das.“ Sie lächelt verschwörerisch. Vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Verdings… – verbündend? (geheimbündlerisch? nein auch nicht) Es gibt so ein Wort… wie heißt das denn noch mal. (Wohl kleine Sonnendemenz.) Sie wiegt den Kopf hin und her und lächelt fein in sich hinein. Ich nehme das Wechselgeld und mein Ananassteak und wiegle ab „Nein… nicht, was Sie denken…“ Ich denke, Sie muss das denken. Was sonst. Aber sie hat recht. Ich sehe es in der Spiegelung der Scheibe. Die Schlange häutet sich im Frühlingslicht. Ich habe offenbar ein Feuerei gelegt. Flammen im Haar. Meine Mama wird es lieben. Sie hat meine echte Haarfarbe immer vermisst. Mütter mögen ihre Kinder gerne naturbelassen. Jetzt hat das Kind wieder Kupfer im Haar. Ich muss an einen Erich Kästner-Text denken „Zehn Frauen“. Den lieb ich sehr. Der bin ich.
An deinem Munde
Und zur selben Stunde
In fernem Land
An einem anderen Mund
Und während ich dort wär
Wär ich auch hier
Und wenn ich fort wär
Wär ich bei dir
Wenn ich dich küsse
Fliegt ein glühender Stern durch die Nacht
Küss ich den Andren
Sterben tausend Mann tausend mal in der Schlacht
Bei jedem Wimperschlag
Geschehen Geburt und Tod
Ist hier Tag ist woanders Nacht
So viele Lippen sind rot
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
In Treue gehüllt und Betrug
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
Und immer noch wärs nicht genug
In Rom und im Ritz
Und im Beduinenzelt
Im Krönungsmantel und ganz ohne Kleid
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn mal zur selben Zeit
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn Frauen möcht ich sein
Zehn mal ich selbst auf der Welt
Wenn ich dich umarme
Umarm ich dann nur dich?
Hälst du mich im Arme
Umarmst du wirklich mich
Man ist in sich verbannt
Und gefangen für alle Zeit
Im Krönungsmantel
und ganz ohne Kleid
Mit dunklem Flügelschlag
Ziehen stumm die Wünsche dahin
Ist hier Tag ist woanders Nacht
Sag mir doch, sag mir doch
sags mir doch, wo ich bin
An deinem Munde
Und zur selben Stunde
In fernem Land
an einem anderen Mund
Und während ich dich küsse
Schreibt einer sein erstes Gedicht
Während ich dich liebe
Liebst du mich nicht

24. März 2010

damn. wie ich das hasse, wenn dreikilometer mails aus diesem drecks-gmx-postach abstürzen, bevor ich sie gepostet habe. dann schreib ich nur noch, dass mir eine dreikilometermail abgestürzt ist und gmx ein verwichstes dreckspostfach ist mit widerlichen reklamefenstern.
So! Ah. ich liebe fluchen!
Solcherart zumindest. Das ist ja doch wohl erlaubt.
Bitteschön.
In der zweiten Mail verkürzt man dann wahrscheinlich auf das Wesentliche und schwafelt weniger.
Und jetzt geht Frau Nielsen schlafen.

20. März 2010

Denke an Euch drei. Hier DSDS. Halte die Kamera drauf (auf mich), gibt eventuell Opus 4X. Gerade dürftiges Cover eines Silbermondsongs. Kannte ich nicht, mochte ich aber gleich, den Song. Na ja. Man erkennt die Qualität eines Songs sogar, wenn er mittelprächtig gesungen wird, sofern grundsätzlich identifizierbar. Irgendwas mit Krieger. Ich stehe ja total auf diese traumschöne Sängerin, Stefanie Kloß. So eine Augenweide aber auch. (Skorpion)

20. März 2010

Denke an Euch drei. Hier DSDS. Halte die Kamera drauf (auf mich), gibt eventuell Opus 4X. Gerade dürftiges Cover eines Silbermondsongs. Kannte ich nicht, mochte ich aber gleich, den Song. Na ja. Man erkennt die Qualität eines Songs sogar, wenn er mittelprächtig gesungen wird, sofern grundsätzlich identifizierbar. Irgendwas mit Krieger. Ich stehe ja total auf diese traumschöne Sängerin, Stefanie Kloß. So eine Augenweide aber auch. (Skorpion)

20. März 2010

Es gilt, an jedem Tag herauszufinden, was die Bestimmung des Tages ist. Ich irre gerade noch ein wenig umher, aber wird schon werden. Dabei hab ich ja schon ein paar Sachen gemacht. Einen Flug gebucht und ein Hotelzimmer. Freundin vor gefakter facebook-(pishing-)mail gewarnt, die auffordert, das Passwort zu ändern. Eier in die Pfanne gehauen. Gegen Mittag an den Haaren herumgeschnippelt. Als junges Mädchen konnte ich mir sogar eine Weile vorstellen, Friseuse zu werden, aber man hat mich eindringlich gewarnt. Friseuse durfte man dann irgendwann nicht mehr sagen, sondern nur noch Friseurin. Na ja, klingt ja auch wie Friteuse. Wer möchte schon von Beruf Friteuse sein. Ich stellte mir das dann auch nicht so angenehm vor, ohne auswählen zu dürfen, jedem der dafür bezahlt, die Haare zu waschen und darin herumzufuhrwerken. Ich bin ein bißchen empfindlich, wenn es darum geht, mit jemandem auf Tuchfühlung zu gehen. Zum Friseur kommen ja alle Alters- und Attraktivitätsausgaben. Ein bißchen ähnlich auch wie diese anderen Berufe, wo man Leute anfassen muss. Da bin ich nicht emotionslos genug dafür. Das braucht ein robusteres Gemüt als meines. Ich fühle immer schnell so eine Art Infiltration mit dem Körper- und Gefühlshaushalt eines anderen Menschen. Skorpion-Mond und -Neptun im zwölften Haus. Nicht mangelndes Mitgefühl, eher zu viel. So eine ungesunde Dosis, die in die Unfähigkeit zur Abgrenzung kippt. Aber ich kann mich schon ganz gut abgrenzen, indem ich suche zu vermeiden, bestimmte Kontakte und Situationen meiden. Da muss man auch nicht daran „arbeiten“, dann käme zwangsläufig die Sensitivität auf anderer Ebene abhanden. Eine mediale Ader ist sehr zweischneidig. Man empfindet sehr stark das Gegenüber und die Gedanken und Gefühle der anderen. Wird von Bildern heimgesucht, so ein inneres Fernsehprogramm, das man gar nicht abonnieren wollte und findet manchmal nicht den Schalter, um die Kiste wieder auszuschalten. Ich meine nicht ein luzides Bewusstsein, in dem Sinne, dass ich konkrete Ereignisse vorhersehe, sondern eher ein starkes Gefühl über etwas habe und dazu gesellen sich so verwischte Bilder, die sich sehr wahr anfühlen (und später gerne erweisen). Dann wieder die Frage, was Zeit eigentlich ist, diese Idee eines linearen Zeitablaufes, den wir wahrnehmen. Existieren alle Ereignisse auf einer anderen Ebene bereits, und wir stapfen nur noch in den vorgegebenen Fußabdrücken? Eben diese ewigen Fragen, die man sich immer wieder stellt. Von der Wiege bis zur Bahre. Gleich sieben.

17. März 2010

(zitiere mich)
„Was mich sehr fasziniert, nicht nur bei diesem Traum, in welcher Häufigkeit Sie sich erinnern. So selten ich mich an mehr als nur atmosphärische Gefühlsfetzen erinnere, schreibe ich es auch auf. Ich hörte davon, man könnte das sehr kultivieren, in dem man ein Buch neben das Bett legt, und jegliche Erinnerung festhält, dann stellt sich umso mehr ein. Ja, das habe ich auch erfahren, wenn ich dann komplexere Träume aufschreibe (blogge, selten leider), stellen sich immer mehr Bilder ein. Aber es ist auch zeitaufwändig. (…) Ich mag das Absurde, das uns die Träume bescheren, am Liebsten, gar nicht das Schlüssige oder dramaturgisch filmartig Passende. Nein, diese Wendungen. Ich sage manchmal, ich frage mich, welches Leben wird da mit mir gelebt. Nachts. Ich erwache mit komplexen Gefühlen und einem nicht nur noch erinnerbaren Gefühl von unfassbar viel Erlebten. So viel ist sicher. Mein Nacht-Leben. (…)“

15. März 2010

Wenn ich an einem tiefen Punkt bin, nehme ich hin und wieder nicht ganz unverzweifelt astrologische Bücher zur Hand. Die Ephemeriden. Das Buch der Transite. Die letzte Wahrheit ist: man findet sie nicht darin. Sicher, Stückwerk – aber das zentrale Geschehen… nein. Oder ich bin unfähig. Im Gegenteil kann man sogar sehr verzweifelnd vor viel zu großartigen Aspekten sitzen, so großartig, dass man es nicht wagte, sie auszusprechen, sich über das allzu ferne Paradies wundernd. Interaspekte, Synastrie, Composite, nie gesehenes Gewimmel von Konjunktionen zwischen Sonnen, Monden, Jupitern, Venus und Mars, Merkur nicht zu vergessen, Neptun, Pluto, Uranus, Saturn, Aszendent und Deszendent. Ich meine: Jupiter in Konjunktion mit meinem Deszendent. Darf’s ein bißchen mehr sein. Ach, alles nutzloses, konstruiertes Menschenwerk. Gestern sage ich zu meiner Freundin, „Weißt du, wir beide sind nicht anpassungsfähig oder -willig genug. Nicht geschmeidig genug. Nicht weich und süß genug. Sicher, das sind wir auch, wenn uns gerade danach ist, wenn die Situation etwas Süßes hervorzulocken angetan ist. Aber nicht als Prinzip. „Noch was Süßes Schnuffi? Darf’s noch ein bißchen Schlagsahne sein?“ (Das Mutti-Prinzip) (hier bitte empörten MännerSöhnchen-Aufschrei imaginieren: „Na und, was ist denn daran schlecht?). Süß pah. Ich bin nicht mehr fünfzehn. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass das Leben so besonders süß wäre, dass man nun gar nicht mehr ein noch aus wüsste, vor lauter Süßigkeiten. Gelegentlich gut und schön. Aber sicher doch. Aber nicht als oberste menschliche Schlüsselqualifikation. Süß sein. Fuck it“. Lachen am anderen Ende der Leitung. Wahrscheinlich ein Eintrag, den man besser nicht bloggen sollte, so man opportunistisch gestrickt wäre. Was ich nicht bin. Also scheiß drauf.

blue turns black turns grey turns blue turns grey turns black turns
Das war ein dunkler Tag heute. Das Wetter? Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Aber ich boxe mich da schon wieder raus. Muss eben sein, jetzt. Muss ich durch. Macht mich stärker. Alles. Bärenstark.
Und dann die Weltherrschaft!
Küsschen!

15. März 2010

Wenn ich an einem tiefen Punkt bin, nehme ich hin und wieder nicht ganz unverzweifelt astrologische Bücher zur Hand. Die Ephemeriden. Das Buch der Transite. Die letzte Wahrheit ist: man findet sie nicht darin. Sicher, Stückwerk – aber das zentrale Geschehen… nein. Oder ich bin unfähig. Im Gegenteil kann man sogar sehr verzweifelnd vor viel zu großartigen Aspekten sitzen, so großartig, dass man es nicht wagte, sie auszusprechen, sich über das allzu ferne Paradies wundernd. Interaspekte, Synastrie, Composite, nie gesehenes Gewimmel von Konjunktionen zwischen Sonnen, Monden, Jupitern, Venus und Mars, Merkur nicht zu vergessen, Neptun, Pluto, Uranus, Saturn, Aszendent und Deszendent. Ich meine: Jupiter in Konjunktion mit meinem Deszendent. Darf’s ein bißchen mehr sein. Ach, alles nutzloses, konstruiertes Menschenwerk. Gestern sage ich zu meiner Freundin, „Weißt du, wir beide sind nicht anpassungsfähig oder -willig genug. Nicht geschmeidig genug. Nicht weich und süß genug. Sicher, das sind wir auch, wenn uns gerade danach ist, wenn die Situation etwas Süßes hervorzulocken angetan ist. Aber nicht als Prinzip. „Noch was Süßes Schnuffi? Darf’s noch ein bißchen Schlagsahne sein?“ (Das Mutti-Prinzip) (hier bitte empörten MännerSöhnchen-Aufschrei imaginieren: „Na und, was ist denn daran schlecht?). Süß pah. Ich bin nicht mehr fünfzehn. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass das Leben so besonders süß wäre, dass man nun gar nicht mehr ein noch aus wüsste, vor lauter Süßigkeiten. Gelegentlich gut und schön. Aber sicher doch. Aber nicht als oberste menschliche Schlüsselqualifikation. Süß sein. Fuck it“. Lachen am anderen Ende der Leitung. Wahrscheinlich ein Eintrag, den man besser nicht bloggen sollte, so man opportunistisch gestrickt wäre. Was ich nicht bin. Also scheiß drauf.

blue turns black turns grey turns blue turns grey turns black turns
Das war ein dunkler Tag heute. Das Wetter? Keine Ahnung. Interessiert mich nicht. Aber ich boxe mich da schon wieder raus. Muss eben sein, jetzt. Muss ich durch. Macht mich stärker. Alles. Bärenstark.
Und dann die Weltherrschaft!
Küsschen!

14. März 2010

Ich denke an den Brief in meinem Schlafzimmer. Und meinen daneben. In Wahrheit zwei E-Mails. Und einen anderen, dritten, richtigen, auf Papier. Ich kaufte Briefpapier, dann. Sehr schönes. Nun liegt es hier. Unbeschrieben. Ich habe so ein kleines Kästchen mit Briefmarken drin. Schöne, fast alle schon gestempelte. Um ein bißchen zu übertreiben, wenn ich einen schönen Brief schicken will. Es sind sogar ein paar ganz alte darunter. Auf einer ist ein golden violettes Jugendstilmotiv. Auf einer anderen ein weißer Baum. Die Blätter sind wie ein Relief auf dem Papier der kleinen Marke eingeprägt. Sehr kostbar.
Ich fand die Marke, als ich noch bei meinen Eltern lebte, als Kind. Im Briefmarkenalbum meines Großvaters, der bis in die Siebziger Jahre Briefmarken sammelte und mir das Album später zum Spielen gab. Eine Marke hab ich immer bei jedem Umzug mitgenommen und aufgehoben. Eine Briefmarke mit einem blühenden weißen Baum. Noch war mir kein Brief kostbar genug, um sie aufzukleben. Ich zögerte jedesmal. Auch als ich vor ein paar Jahren viele herzensnahe Briefe schrieb. Diese kleine Marke behielt ich und wählte andere, auch sehr schöne, um die Umschläge schöner zu machen.
Ich habe mir sogar ein Tintenfass gekauft. Schwarz. Um den alten Füllfederhalter bei diesem Brief wieder auszuprobieren. Um alles angemessen zu machen. Weil der Füllfederhalter so lange nicht in Gebrauch war, fragte ich im Schreibwarengeschäft, was zu tun sei, ich wollte alles richtig machen. Die Verkäuferin sagte, ich solle den Füllfederhalter aufgeschraubt zwei Tage wässern, bevor ich ihn neu fülle. Das tat ich. Sogar drei Tage. Es eilte ja nicht. Ich wollte nur schreiben, wenn ich in einer besonders schönen Stimmung dafür wäre. Dann füllte ich den Füllfederhalter mit der schwarzen Tinte. Ich fand, sie sähe zu leblos aus, beinah tot, die schwarzgraue Tinte. Blau hat mehr Seele. Ich wollte ja einen Brief mit Seele schreiben. Ich kritzelte auf dem Papier herum und probierte aus, wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlen würde, später dann. Wenn ich den Brief schreiben würde. Die Feder war sehr hart. Es fühlte sich etwas kratzig an, nicht geschmeidig. Ich wollte gerne mit einem weichen Strich schreiben.
Aber zuerst die Tinte. Ich musste mich um die Farbe der Tinte kümmern. Ich ging wieder in ein Schreibwarengeschäft, diesmal ein anderes. Ich erzählte dem Verkäufer von meinem alten Füllfederhalter und was man mir geraten hatte. Er meinte, „klauen Sie ihrer Oma oder ihrem Opa ein Kukident, das wirkt sofort“. Ich sagte, „Ich habe keine Oma und keinen Opa mehr. Die sind alle unter der Erde.“ Dann kaufte ich ein kleines Tintenfass mit blauer Tinte. Ich überlegte, ich könnte die blaue in die schwarze Tinte mischen, das wäre kein so simples Königsblau, mehr so graublau. Das könnte sehr schön aussehen. Ich hatte mittlerweile auch Faserstifte zum Schreiben besorgt, mit einem weichen Strich. In Blau und in Schwarz. Für alle Fälle. Zuhause mischte ich ein wenig von der blauen Tinte in die Schwarze und zog den Füllfederhalter neu auf. Der Strich war immer noch sehr hart, ich legte den Füller ein bißchen mutlos beiseite und dachte, ich könnte ja, wenn es so weit wäre, dann doch mit dem schwarzen oder blauen Faserschreiber schreiben. Was sich eben am besten anfühlen würde.
Ich dachte schon darüber nach, wie ich den Brief beginnen wollte. Dass ich vielleicht schreiben würde, dass ich mir extra Briefpapier gekauft habe und dass es das erste Mal seit zehn Jahren wäre, dass ich jemandem einen handgeschriebenen Brief schicken würde. Ja, so wollte ich es machen. So könnte der Brief anfangen. Alles andere würde sich dann von selbst ergeben. Ich hatte vorsichtshalber zehn Blatt von einem sehr schönen Papier gekauft. Ich wusste ja nicht, wieviel ich schreiben würde, wenn es soweit wäre. Und zwei Briefumschläge. Vielleicht würde ich nur fünf Seiten oder weniger schreiben, dann hätte ich noch Papier für einen zweiten Brief, für später vielleicht. Ich dachte, ich würde den Brief wenige Tage später schreiben. In Ruhe, vielleicht an einem Nachmittag. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint und man schon den Frühling ahnen könnte. Vielleicht an einem Sonntag. Mit guten Gedanken im Herzen. Dieser Sonntag war noch nicht der richtige. Ich war zu traurig. Ich will mit einem schönen Brief antworten. Auch wenn darin gar keine Frage ist. Ich will den Rosenblättern antworten, die in der Mitte liegen.

13. März 2010

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►watch on youtube
Four days will quickly steep themselves in night
Four nights will quickly dream away the time
And then the moon, like to a silver bow
New bent in heaven, shall behold the night
William Shakespeare, A Midsummer Night’s Dream, Act 1, Scene 1, Hippolyta
Vier Tage tauchen sich ja schnell in Nächte
Vier Nächte träumen schnell die Zeit hinweg
Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen
Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649

13. März 2010

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Four days will quickly steep themselves in night
Four nights will quickly dream away the time
And then the moon, like to a silver bow
New bent in heaven, shall behold the night
William Shakespeare, A Midsummer Night’s Dream, Act 1, Scene 1, Hippolyta
Vier Tage tauchen sich ja schnell in Nächte
Vier Nächte träumen schnell die Zeit hinweg
Dann soll der Mond, gleich einem Silberbogen
Am Himmel neu gespannt, die Nacht beschaun

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