


Zur Feier des Tages eine meiner liebsten Villen, die ich in Heringsdorf entdeckte, in der Delbrückstraße 54. Heute mutmaßlich auch ein privates Haus, früher aber – kaum zu glauben – ein Bankhaus, das Bankhaus Schlutow. In der Villa im Stil der italienischen Renaissance wurden gediegene Geldgeschäfte abgewickelt. Man möchte Bankkauffrau werden. Aber gewohnt hat er dort auch, der Bankier Schlutow, in der Filiale. Ich lese: „Albert Schlutow, Inhaber vom Bankhaus Schlutow in Stettin ließ sich 1877 in Heringsdorf vom Architekten Richard Balthasar die Villa nach Vorbild italienischer Renaissancebauten errichten. Dieser legte großen Wert auf unterschiedliche Details, so schuf der Bildhauer Alexander Calandrelli für die Villa die vier Jahreszeiten symbolisierenden, kunsthistorisch wertvollen Reliefs, die im Obergeschoss angebracht wurden. Albert Schlutow verstarb im Jahre 1909 in Heringsdorf. In der DDR-Zeit war die Villa Säuglingsheim.“ Na gut: Säuglingsschwester dort wäre auch nett.



