

Abendspaziergang durch Heringsdorf. Seestraße 41 – 42. Immer noch Samstag, der 29. August 2026. Immer noch der erste Tag, an dem ich durch das alte Seebad flaniere. Vorbei am heutigen „Pommerschen Hof“, wo man schön zwischen Palmwedeln in Strandkörben sitzt. Auf der Seite des ohne Unterbrechung bestehenden Gästehauses wird auf die mehr als hundertsechzigjährige Geschichte vom Heringsdorfer Pommerschen Hof – vormals „Lindemann’s Hotel“ – eingegangen.

„Das 1865 als „Lindemann´s Hotel“ erbaute Haus zählte bereits zur damaligen Zeit zu den Vorzeigeobjekten der Insel. Auf den Bildern vergangener Tage wird der Charme des Pommerschen Hofes deutlich. Namensgeber von „Lindemann´s Hotel“ war Emil Lindemann, einer der vermögendsten Heringsdorfer Bürger einstiger Tage. Seiner großzügigen finanziellen Unterstützung war es zu verdanken, dass das für damalige Verhältnisse moderne Haus gebaut wurde. Jahre später sollte Cyprian Herrmann, der sich mit seinem enormen Engagement für das Kaiserbad Heringsdorf verdient machte, zum Besitzer des Pommerschen Hof aufsteigen. Einer der Erfolgsfaktoren des Hotels: die Persönlichkeit seines Hausherren. „Besitzer, Cyprian Hermann, einer der verdienstvollsten Bürger des Ortes, versteht es in seiner ausgezeichnet gewinnenden Weise, seinen Gästen den Aufenthalt in seinem Hotel zu einem wahrhaft angenehmen zu machen.(…) “ Eine Anzeige aus dem Jahr 1932 verweist stolz auf die hauseigenen „7 Autoboxen“. (…) Auf der Höhe der Zeit: Zimmer die über „Bad und fließendes Wasser“ verfügten. 1992 erwarb die Familie Seelige-Steinhoff das historische Objekt. Nach einer aufwändigen Restaurierung und Rekonstruktion der historischen Fassade wurde der Pommersche Hof 1993 wiedereröffnet.“



