Bin wieder schwach geworden, noch ein S-Bahn-Erinnerungsbild. Heute, 10. Juli, 9.45 Uhr. In der Ecke neben der Tür ein kleines Mädchen mit schicker rosa Mütze mit silbernen Pailletten, rosa Kleidchen, guckt ernst und artig. Neben ihr schätzungsweise der erziehungsberechtigte Vater, vom Typ her, was man früher als „alternativ“ bezeichnet hat, längere Haare, längerer Bart, aber nicht Hipster-mäßig, eher rustikal, dünn, älter. Ein recht starker Kontrast zum Bilderbuch-Outfit des kleinen Mädchens. Mich entzückte die Mütze und der schüchterne Blick der Kleinen, einfach alles. Ich lächelte sie warm an, was ich recht gut kann, sofern mir danach ist. Und mir war sehr danach. Ich hatte nämlich deutlich gefühlt, dass mein Hut ihren Blick fing, so wie ihre Mütze meinen fing. Ich habe heute ein farbintensives Outfit an, ein intensives Violett und eine Fellweste mit Leopardenmuster. Zeige ich später noch Fotos. Wir hätten ganz gut zusammengepasst, die Kleine und ich. Als sich unsere Blicke trafen, explodierte ihr ernstes, schüchternes Gesicht in einem großen, strahlenden Lächeln und sie errötete ein bisschen. Wie wenn man sich sehr freut oder verliebt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir hatten beide Herzchen in den Augen. Ein ganz wunderschöner Moment an diesem Freitagmorgen. Daher ersuche ich darum, dieses Bild, das ich für meine Erinnerung rekonstruiert habe, nicht als kitschige KI-Scheiße zu diskreditieren.

3 Antworten auf „10. Juli 2026“

  1. Fellweste? … Wir hatten heute hier im Norden einen wunderbar sonnigen Hochsommertag mit hohen Temperaturen!

  2. NeonWilderness – Sa, 11. Jul, 02:42
    Liebe Gaga, das ist eine wundervolle Momentaufnahme und Wiedergabe deiner erlebten Begegnung. Man kann ermessen, wie viel Aufwand in diesem präzisen Gemini-Prompt steckt. „Schwache Momente“ schaffen bezaubernde Ergebnisse. Much love.

    g a g a – Sa, 11. Jul, 10:46
    Danke für Deine warmen Worte, die ich wirklich sehr zu schätzen weiß, da Du es auch ermessen kannst, das so ein Portrait nicht mit einer einzigen kurzen Vorgabe in zehn Sekunden erschaffen ist. Ich weiß, dass meine Portraits meistens Menschen zeigen, die nach gängigen Maßstäben gutaussehend sind, so erlebe ich aber auch die reale Welt, sie ist voll von attraktiven Lebewesen. Was aber hübsch zu schön erhebt, ist die Ausstrahlung, die man einfängt, zeigt. Das ist bei meinen Fotos nicht anders. Nur, glaubt man es mir da seit mittlerweile Jahrzehnten, dass die Fotografien die Wirklichkeit eingefangen haben. Ich habe immer im Sinn, das Erhebende, Schöne, Belebende zu verewigen. Egal ob in fotografischen Portraits oder in Zeichnungen mit einem digitalen Assistenten. Ich gehe täglich durch die Stadt und erkenne auch, wie die optimierten visuellen Social Media-Inhalte das Erscheinungsbild, die Mode, das Styling beeinflussen. Gerade junge Mädchen, die noch von Natur aus glatt und makellos aussehen (wenn sie nicht gerade schlimme Akne haben), entsprechen tatsächlich sehr oft dem visuellen Level von Instagram-Bildern aus dem Bereich Fashion und Beauty. Ich meine damit ausnahmsweise mal nicht die Ausreißer mit übertrieben transformierten Gesichtern durch Unterspritzungen oder alberne Filter. Gestern kam mir an der Ampel am Hackeschen Markt eine ältere Frau entgegen, die nichts davon erfüllte, mich amüsierte ihr T-Shirt mit kecker Aufschrift. Vielleicht portraitiere ich sie noch.

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