Blauer Himmel, blaues Kleid. Fotos, echte Fotos. Weder Gemini noch Firefly haben mitgewirkt. Aufgenommen heute, 24. Juni 2026, 9.23 Uhr. Vier Wochen die Kamera nicht in der Hand gehabt. Gestern am Abend auf youtube einen Bericht über drei stark von Touristen frequentierte Orte in Europa gesehen, Barcelona, Rom und Santorini. Interessant, dass die Santorini-Besucher eine andere Antwort als die Santorini-Bewohner gaben, was das Besondere sei. Die Einwohner meinten, der vulkanische Ursprung, Besucher antworteten lückenlos „die blauen Kuppeln“ und schritten zum Selfie. Oft mit korrespondierend blauer Kleidung.

Ich verstehe, dass man sich farblich auf die Umgebung einstimmt, wenn man Kleidung wählt, ich kann es nicht belächeln. Eine visuelle Verneigung oder Umarmung. Vor vierundzwanzig Jahren war ich selbst dort, allerdings bevor die Saison so richtig beginnt, im April. Das Wetter war frühlingshaft, es war nicht sehr voll. Was ich in den Billdern der Reportage sah, war ein dicht an dicht von Menschen wie man es früher vom Schlussverkauf kannte. Da habe ich rückwirkend offenbar eine fast exclusive Reiseerfahrung gemacht. Die Wohnung war rückwärtig ins Felsgestein von Oia geschlagen, auch damals beliebtester Ort. Habe die analogen Fotos nie gepostet, nur gescannt. Aber man kennt die Motive auch so. Besonders wären nur die Bilder der mit weißen Blumen bemalten Gehwege. Vielleicht grabe ich die Aufnahmen noch einmal aus. Das blaue Kleid ist eines von drei ähnlich gemusterten in meinem Kleiderschrank. Vor drei Jahren gab es in dieser Art gemusterte Kleider an allen Ecken. Jetzt kaum noch zu sehen, aber ich trage meine Sachen sehr lange und gerne. Ganz angenehmer leichter Stoff, Viskose. Das Blau liebe ich auch sehr.

Der seidenblaue Himmel heute Morgen zeitigte einen sehr angenehmen Tag in Berlin, was das Wetter anging, obgleich ich Temperaturen über dreißig Grad scheue. Dieser Tag erinnerte mich erleichternd daran, dass dieses Wetter, solche Temperatur gar nicht schlimm ist, wenn die Luft trocken ist und ein leichter Wind weht. Mittags aß ich draußen, teils in der Sonne, teils im Schatten. Es war ganz herrlich. Auch am Abend, als ich das wohltemperierte Büro verließ, kam ich in kein drückendes Draußen, sondern weiche Sommerluft. So schön. Berlin erwarten weiter steigende Temperaturen, aber immer mit niedriger Luftfeuchtigkeit. Habe nun keine Scheu mehr vor den kommenden Tagen. Für Samstag, den bislang heißesten Tag, an dem 39 Grad zu erwarten sind, ist auch keine Schwüle avisiert. Diesen Samstag bin ich mit Freundinnen ins Kino verabredet, zur Bachmann-Doku von Regina Schilling, in der Sandra Hüller mitwirkt, was teils kontrovers aufgenommen wird. Wir werden es sehen. Am 27. Juni 2026 um 19.30 Uhr im Kino Krokodil. Falls sich uns wer dazugesellen möchte: gerne.

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