
Ja oder Ja?🩷Soll wohl morgen kommen. Ein Traum wäre, wenn die Hosenbeine so lang wären, wie bei dem Mannequin auf dem Foto. Wieso ist eigentlich das Wort Mannequin zuerst durch Fotomodell und dann durch Model ersetzt worden? Und ganz früher hieß es Vorführdame. Wobei mir schon klar ist, dass ein Fotomodell nicht zwingend Vorführdame oder Anprobe-Modell im Atelier eines Couturiers war. Und nicht jede Vorführdame, nicht jedes Laufsteg-Mannequin das beste Fotomodell. Das ist heute ja nicht anders. Bei Heidi sieht man auch immer, dass manche Kandidatinnen oder Kandidaten toll für Fotos posieren können, viel anbieten, aber manchmal nicht so kraftvoll oder anmutig laufen – und umgekehrt. Eine Freundin von mir war in den Sechzigern Vorführdame im Atelier von Uli Richter, wenn ich es recht erinnere. Oder war es Heinz Oestergaard? Jedenfalls einer von beiden. Es war eine Ehre. Sie hatte zuerst als Schneiderin dort begonnen, wurde dann Direktrice und wegen ihres hübschen Gesichts und der zierlichen Figur gefragt, ob sie nicht auch Vorführdame sein möchte. Auffallend groß war sie nicht, eher so Durchschnittsgröße 1,68 m. Sie mochte. Wenn die Hose von dem rosa Hosenanzug mit Streifen zu kurz sein sollte, hab ich immerhin Hoffnung, dass noch ordentlich Saum zum Rauslassen vorhanden ist. Bei dem Preis wird da hoffentlich nicht gegeizt. Ich kaufe sonst recht sparsam, aber als ich diesen Anzug gesehen habe, war ich verliebt und sah mich außerstande, bis zu einem Ausverkauf zu warten, der dann vielleicht erst im Herbst ist, wenn keine rosa Frühlings-Schwingungen mehr in der Luft sind. Wenn er da ist, muss ich auch sofort gucken, ob da meine leichten, hellbeigen Chelsea Boots aus Wildleder damit korrespondieren. Denn für nackte Füße in Zehensandalen haben wir noch so gar kein Wetterchen in Berlin.