Kleinere Abweichungen im erwarteten Tagesablauf bei diversen langweiligen Terminen. Aber wohl eine Art von Langweiligkeit, die man später, in gebrechlicheren Phasen zurückwünschen wird. In stetem Gedenken an Peter Ustinov: „“Now are the good old days that we will long for in ten years.“

Mein heutiges Rendezvous mit Dr. Nicolai van der Meer scheiterte an einer Unpässlichkeit seinerseits. Wovon ich erst vor Ort in der neurologischen Praxis erfuhr, weil ich keine rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit via Telefon biete. Aber ich bekam ein Rezept für höher dosiertes Eletriptan Blue Fish, eine Fachärztin stellte es ohne großen Palaver aus und drückte es mir noch im Wartezimmer in die Hand.

Zum Mittagessen probierte ich das nicht-vegetarische Tagesgericht mit Putenbrust und Taboulé und Avocadocreme und meinte als Dessert einen Quark mit Roter Grütze erstanden zu haben. Mir war nicht mehr präsent, was Taboulé ist. Dementsprechend enttäuscht kaute ich auf den trockenen Couscous-Krümeln herum, die keineswegs in Petersilie eingebettet waren. Es war staubtrockenes Couscous mit einem Hauch Curry und ein paar klitzekleinen Paprikaschnipseln. Langweilig. Die Avocadocreme hats auch nicht rausgerissen. Hatte noch frischen Ingwer dabei, reingeschnippelt, hat es auch nicht zum Geschmackserlebnis transformiert. Und zu meinem kulinarischen Überdruss stellte sich dann noch raus, dass es kein Quark oder Joghurt mit Roter Grütze war, sondern Milchreis, was ich mir als Nachtisch mitgenommen hatte. Ich finde Milchreis unerträglich, auch schon als Kind, eine sterbenslangweilige, süßliche Pampe ohne Biss. Habe die rote Grütze drunter weggelöffelt und den Rest in den Mülleimer.

Nächste Langweiligkeit: über zwei Stunden versucht, Trocknerheld zu erreichen, also die Mitarbeiter, die meine Baustelle kennen und wissen könnten, ob es nun zum Einbau der neuen Revisionsklappe kommt, wie dereinst für morgen vereinbart. Nach zig Anrufversuchen und Rückrufbitten den Mann der Stunde dran gehabt, er ist ja immer nett, aber er konnte nur kund tun, dass es nix wird mit dem Termin morgen, weil die Revisionsklappe mit den Spezialmaßen leider nicht so schnell lieferbar war, aber defintiv am 2. März kommen soll. Daher neuen Einbautermin vereinbart. Heute in einer Woche, 3. März 2026, 14 Uhr.

Beim Zahnarzt später stellte sich langweiligerweise heraus, dass eine Füllung kurz vorm Rausbrechen ist und wieder mal eine Parodontitisbehandlung angezeigt wäre. Aufwändige Angelegenheit mit analytischer Untersuchung und so weiter und so fort. Die ersten beiden Termine gemacht. Dafür kommen jetzt die letzten beiden uralten Amalganfüllungen raus. Das ist nun ultimativ nicht mehr als Füllung erlaubt. Kommt was Porzellanartiges drauf. Natürlich mit Zuzahlungs-Eigenanteil.

Und morgen schon um 6 aufstehen, damit der ISTA-Mann die Kaltwasserzähler ab 7 wechseln kann. Langweilig. Sag ich doch. Und was habt Ihr heute so Langweiliges erlebt an diesem Montag?

Eine Antwort auf „23. Februar 2026

  1. kid37 – Mo, 23. Feb, 22:24
    Das ist ist interessant, weil mich heute früh ein Handwerker anrief, um einen lange vereinbarten Termin für morgen abzusagen und auf den 3. März zu verschieben. Das kann doch kein Zufall sein.

    g a g a – Mo, 23. Feb, 23:26
    Das ist tatsächlich – interessant… zumal über so eine Distanz.

    Ina Weisse
    Meine Liebe, ich war mehrmals anlasslos glücklich. Das ist langweilig aber schön…

    Gaga Nielsen
    Glück ist doch nie lang-weilig. Immer kurz wie ein Wimpernschlag. Der pragmatische Alltag, das ist einfach auch eine trockene Lektüre, aber ich neige nicht zu schillernden Erfindungen 🙂
    (nur materiell…)

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