30. November 2024

Plan war, auf direktem Weg zu Edeka und Rossmann. Der führte durch die Sophie-Gips-Höfe. Am Ausgang zur Sophienstraße überraschte mich der gar nicht überraschende kleine Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk und Spezialitäten. An einem Stand waren Schraubgläser mit Flüssigkeiten, dabei ein großes Schild: „Kein Honig – Schnaps!“ Ich verstand das Konzept nicht, Schnäpse in Schraubgläsern anzubieten und sagte zum Händler-Pärchen: „Das möchte ich aber mal sehen, wie Sie den Schnaps daraus in ein Glas gießen! Er greift unter den Tisch und holt ein Schraubglas hervor, das mit einem Ausgießer in der Mitte des Deckels versehen war. Keine sehr überzeugende Konstruktion, auch optisch, ästhetisch nicht, selbst wenn es funktioniert.

Schon wurde mir angeboten, ob ich kosten möge. Warum nicht, ein Schnäpschen zum Aufwärmen. War gut. Fünfzigprozentiger „Bio“-Wodka. Es gab auch eine cremige Variante, die mich zunächst nicht interessiert hatte. Aber warum nicht auch mal probieren! Ebenfalls delikat. Prost! Wegen der zugewandten Konversation beschloss ich eine Flasche von dem reinen Destillat zu kaufen. Der Händler fragte, ob ich einen Ausgießer hätte, das Zusatzteil, das es auch zu kaufen gab. Ich winkte freundlich ab und erklärte, dass ich es nicht bräuchte, weil ich den Schnaps daheim in eine richtige Flasche umfüllen würde. Man nahm mir die Unverblümtheit nicht übel, wir verabschiedeten uns mit den besten gegenseitigen Wünschen.

Zwanzig Meter weiter blieb ich an einem Stand mit schönen Schneidbrettern aus Olivenholz hängen. Ein ovales gefiel mir recht gut und ich beschloss (trotz keines Mangels an Holzschneidbrettern in meiner kleinen Küche) auch diesen Händlern eine kleine Freude zu machen, indem ich mich kauffreudig zeige. Das waren sehr schöne kleine Begegnungen. Nun kann ich sagen: auch ich war auf dem Weihnachtsmarkt!

Nachdem ich meine Lebensmittelvorräte bei Edeka aufgefüllt hatte, vorher ein paar Sachen – auch zwei Feuerzeuge – bei Rossmann erstanden hatte, ging ich mit schweren Baumwollbeuteln wieder heim. Dort räumte ich in Zeitlupe die Einkäufe aus den Taschen, aß nebenher ein paar Chili-Kessel-Chips und wurde merklich fauler. Dabei sah ich mir mehrere Folgen interessanter Gespräche des „Hotel Matze“ auf youtube an. Lange Gespräche mit Tiefgang. Ich merkte, wie meine Lust schwand, die Wohnung gegen Abend noch einmal zu verlassen.

Eigentlich wollte ich zur Aufführung eines Filmes und anschließendem Konzert über und mit Mona Mur, eine geheimnisvoll attraktive Szene-Erscheinung aus den Achtzigern, die jetzt, mit Mitte Sechzig immer noch aktiv ist und interessante Musikprojekte präsentiert. Wäre in der Galiläa-Kirche Nähe U-Bahnhof Weberwiese gewesen. Aber da keine Freundin mitkommen konnte oder wollte, die mir einen entscheidenden Schubs hätte geben können, blieb ich in meiner chilligen Position im warmen Wohnzimmer und ließ weiter Youtube Clips laufen.

Und da bin ich immer noch, während ich das tippe. Jetzt läuft gerade nebenher die Verfilmung von 1974 von Johannes Mario Simmels Roman „Die Antwort kennt nur der Wind„. Ich erinnere mich an alle Verfilmungen der Simmel-Romane vor allem atmosphärisch und ästhetisch. Bei diesem mit Maurice Ronet und Marthe Keller (und Karin Dor und Eva Pflug) war mir diffus hängengeblieben, dass er in Südfrankreich, in Cannes spielt (wo Simmel lebte) und Marthe Keller eine Malerin spielt, die die dort ansässige High Society portraitiert. Was ist Marthe Keller für eine attraktive Frau. Sie lebt noch. Jedenfalls wollte ich vor allem diese Szenen noch einmal sehen, wo sie an ihrer Staffelei steht. Die hatten damals Eindruck bei mir hinterlassen. Wirre Geschichte um Versicherungsbetrug in gehobenen Kreisen, aber ästhetisch sehenswert. Auch die betont romantisch angelegte Filmmusik ist ein interessantes Stilmittel dieser Siebziger Jahre-Filme. Zeitkolorit.

28. November 2024

Heute wieder ein Kapitel im Akt des Nachlassverfahrens. In der Schule hatten wir Physik und Chemie. Letzteres mit abstrusen Experimenten mit Reagenzgläsern. Als hätte jedes Schulkind eine Zukunft in einem Labor zu erwarten. Aber wie die bürokratische Dramaturgie eines Nachlassverfahrens bei vorliegendem, notariell beglaubigtem Testament ist, war in meiner Schulzeit kein Thema. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit nicht so gering, dass man damit einst konfroniert wird. Ok: „We’re gonna cross that bridge, when we come to it.“ Dann eben jetzt. Dass ein Testament vom Amtsgericht „eröffnet“ wird, bedeutet nicht, dass hiermit ein Akt bis zur abschließenden Testamentsvollstreckung begonnen hat, der mit einem Schlussakt in Gestalt eines behördlichen Bescheides, irgendeiner Mitteilung endet. In meinem, unserem Fall war die Mitteilung zur Testamentseröffnung bereits der abschließende Akt. Die Verfügungen umzusetzen, obliegt der Verantwortung der Erben. Da gibt es nicht zwangsläufig einen berufenen Nachlasspfleger. Wie auch immer. Nach heutigem telefonischem Nachhaken bin ich schlauer. Also mit Herrn F., dem mit dem Nachlasskonto betrauten Bank-Mitarbeiter ins Benehmen setzen. Habe ich angestoßen. Nächste Schritte sind nun klar. Das hat mich heute Vormittag beschäftigt. Danach andere Sachen auf dem Schreibtisch. Aber ganz sicher keine vorbereitenden Aktivitäten für meine Ausstellung. Allerdings habe ich die vergangenen zwei Wochen schon so einiges angeleiert. Zum Beispiel durchaus amüsiert ein Gästebuch bestellt, personalisiert angefertigt, und auch schon geliefert bekommen. Das wird ausliegen. Bei der Recherche „personalisiertes Gästebuch“ fand ich nur Gästebücher für Hochzeiten. Es gab online eine Eingabemaske für die Beschriftung mit Goldprägedruck. Gedacht für die Vornamen des Brautpaares. Die Braut heißt Gaga Nielsen und der Bräutigam Sevenstar. Sieht richtig beeindruckend aus. Ich werde aber am 10. Januar kein Brautkleid tragen. Ich heirate diese zauberhafte Galerie ja nicht. Aber eine belebende und wärmende Winter-Affäre.

26. November 2024

Ich liebe das Gemäuer von Sevenstar. Jeder Winkel zeigt Substanz und Patina. Damit müssen die Bilder natürlich auch in Konkurrenz treten, das ist schon klar. Aber ich werde mit einem sorgsamen Händchen auswählen, was wohin will. Man kann es immer nur vor Ort entscheiden. Grob vorsortieren ist anhand von Formaten zwar schon möglich, aber am Ende entscheidet der Lichteinfall und wie die Texturen von Bild und Wand korrespondieren. Vielleicht mache ich Farbwelten. Ich neige dazu.

24. November 2024

Soeben vier zu „Gagas Wunschkonzert “ und zur Ausstellungs-Eröffnung geladende FB-Freunde wieder von den beiden Gästelisten entfernt. Grund: drei davon sind tot, nämlich Abi Ofarim, Gerald Uhlig, Udo P. Klein (Blick nach oben). Und ein weiterer, nicht genannter, ist unwiderruflich im Pflegeheim. Schade. Hätte Euch bestimmt gefallen! Ich glaube, wenn man den FB-Account eines Verstorbenen zum Nachlass-Account erklärt, kommen sie nicht mehr in die Auswahl-Liste für Einladungen. Deshalb war Irina nicht in der Liste. Lerne gerade allerhand über die Eigenheiten vom FB-Einladungs-Tool. Habe ich vorher nie benutzt. Bin seit 2009 bei FB. Nun Lernprozess im Schnellverfahren. Z. B. kann man ein Event nicht zuerst auf „privat“ setzen und dann später auf „öffentlich“. Das lässt sich dann nicht mehr ändern. Ist ja wohl ein Programmierungsfehler. Ich hätte gerne mal erst alles schick gemacht und dann die Einladungen öffentlich gemacht. So bekommt ihr jetzt mit, dass ich den Event-Header vom Gaga-Wunschkonzert noch zweimal geändert habe. Sorry, falls das Verwirrung gestiftet hat. Und nun klickt endlich mal auf „zusagen“ oder „interessiert“ oder kloppt die Einladung in die Tonne! Aber Letzteres werdet ihr später bereuen! 😁

23. November 2024

Es ist zwar noch zwei Monate hin, bis diese musikalische Sternstunde am Freitag, dem 24. Januar 2025 um 20 Uhr über die Bühne geht, aber bitte jetzt schon vormerken. Also ich täte hingehen, wenn ich nicht eh schon dort wäre! Es kommt von mir handverlesenes Liedgut zur Aufführung. Ein weltbekanntes Chanson wird sogar in einer neu aufgelegten Interpretation uraufgeführt. Ich will es noch nicht verraten, das würde den Druck für die Interpreten unnötig erhöhen! Also ich freue mich! 🤩

Ich sollte vielleicht gar nicht so stark zum Erscheinen auffordern, weil das Ordnungsamt Mitte sonst wieder seine Einsatzkräfte rekrutieren muss, um die Zaungäste von der Straße zu entfernen. Menschenansammlungen vor der Galerie werden nicht geduldet!

Beschreibung der Veranstaltung:

★ E I N L A D U N G
G A G A s ★ W U N S C H K O N Z E R T
L I V E ★ I N ★ D E R ★ S E V E N S T A R ★ K E L L E R B A R

Fr, 24. Januar 2025 von 20:00 – 22:00 Uhr
Gormannstraße 7 in 10119 Berlin
(U-Bahnhof Weinmeisterstr.)
Für Getränke ist gesorgt.

Dresscode: Black Tie
Der Eintritt ist frei!


Bei Gagas Wunschkonzert handelt es sich um eine intime musikalische Performance, die Gaga Nielsens Ausstellung „WELCOME TO GAGANIA“ begleitet, und bei der befreundete Musikerinnen und Musiker emotional besetzte Musikstücke, die von der Künstlerin besonders geschätzt werden, und zur Inspiration bei der Verfertigung ihrer Werke dienten, zum Vortrage bringen.

Es wirken mit: Alban Nikolai Herbst, auxcapri, Cosmic, Hans Rohe, Jenny Kittmann, Karl Neukauf, Maria Schuster und Saskia Rutner.


Während der Laufzeit der Ausstellung vom 10. – 29. Januar 2025 sind weitere Special Events wie Film-Nachmittage an Sonntagen unter Mitwirkung besonderer Gäste geplant – STAY TUNED!

Aktuelle Infos unter:
https://gaganielsen.com

22. November 2024

Noch gar nicht gebloggt heute, aber vielfältig tätig gewesen. Gelernt, dass man am Terminal max. tausend Euro von Festgeld auf Giro buchen kann. Aha. Umgekehrt geht mehr. Aber wen interessieren meine Bank-Angelegenheiten? Mich ja selber kaum! Interessant ist Geld nicht, wenn es regungslos angehäuft liegt, sondern in Bewegung kommt, wenn es fließt, Dinge anschiebt.

21. November 2024

H E R Z L I C H E… EINLADUNG… 🥂🍾🍷🍸🎀🎨🤩

H E R Z L I C H E ★ E I N L A D U N G
Z U R ★ A U S S T E L L U N G S E R Ö F F N U N G
G A G A ★ N I E L S E N ★ @ ★ S E V E N S T A R
“ W E L C O M E ★ T O ★ G A G A N I A „

Gaga Nielsen gibt ab Fr, 10. Januar 2025 bis einschließlich Mi, 29. Januar 2025 in der Sevenstar Gallery Berlin, Einblick in ihr sentimentales Archiv, bestehend aus Bildern, Skulpturen, Filmen und Fotografien der letzten zwanzig Jahre, ihre bislang geheime Sammlung eigenhändig gezauberter Schätze.

Opening: Fr, 10. Januar von 19:00 – 23:30 Uhr
Für Getränke ist gesorgt!

Öffnungszeiten:
täglich von 14 – 19 Uhr
in der Gormannstraße 7 in 10119 Berlin
Mitte (U-Bahnhof Weinmeisterstr.)

Der Eintritt ist frei!


– Vorankündigung –

Am Freitag, dem 24. Januar 2025 findet von 20:00 – 22:00 Uhr in der Kellerbar von Sevenstar eine Performance statt, bei der befreundete Musikerinnen und Musiker, die die Werke der Künstlerin inspiriert haben, Hörbeispiele von den die Inspiration auslösenden Sequenzen zum Vortrage bringen werden. Es wirken mit: auxcapri, Alban Nikolai Herbst, Cosmic, Hans Rohe, Jenny Kittmann, Karl Neukauf, Maria Schuster und Saskia Rutner.

Der Eintritt ist frei!


Während der Laufzeit der Ausstellung sind weitere Special Events wie Film-Nachmittage an Sonntagen mit Mitwirkung besonderer Gäste geplant – STAY TUNED!

Aktuelle Infos unter: http://gaganielsen.com

20. November 2024

So, und jetzt alle aufgehorcht! Eben von Amazon eine Message mit folgendem Betreff erhalten: „Deine Amazon.de-Bestellung mit „Dein Weddingshop Deluxe Hochzeitsgästebuch“ wurde versandt!“

19. November 2024

Schnell noch bloggen. Hab heute viel hinter den Kulissen abgestimmt. Bald Näheres, wenn alle Termine fix sind. Ich bastle an einem farbenfrohen Plan für den sonst so grauen Berliner Januar, mit Highlights am Wochenende. Nicht nur für mich alleine!

18. November 2024

Folgendes: in der Nacht von Freitag auf Samstag, nach der Ausstellungseröffnung der Anonymen Zeichner, kam ich irgendwann nach vier heim und obwohl bettschwer und trunken, musste ich auf die Schnelle noch in groben Zügen in ein Chatfensterchen schreiben, was ich gerade erlebt hatte. Ich teilte also Jenny und Saskia mit:

„(…)Ich war gerade mit Lydia bei einem Opening einer Austellung in Kreuzberg. Wir hatten einen völlig absurden Irrweg von der U-Bahn-Halte Kottbusser Tor zum ja nun gar nicht weit entfernten Mariannenplatz. Der Scheiß-Kotti treibt mich jedesmal in den Irrsinn – null Orientierung. Dann wirtschaftete Lydia mit ihrem Smartphone herum, es wurden verdrehte Vorgaben von der Navi-Tante avisiert, wir immer in die falsche Richtung. Fühlte sich schon wie Wandertag an. Hätte fast an einem Edeka mit Spät-Öffnung Rast eingelegt, um Proviant für die weitere Wanderung zu besorgen. Ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde später sind wir dann doch irgendwie im Bethanien angekommen. Himmel und Menschen! Tausend (exakt 1000) Künstler stellten anonyme Zeichnungen in den altehrwürdigen Gemäuern aus. Sprich: an zig Wänden klebten kleinteilige Zeichnungen der Tausend, aber man konnte nicht wissen/erkennen, von wem. Erst beim Kauf wurde erhellt, von wem man etwas erstanden hat. Der Name stand unter dem angeklebten Bild. Alle Bilder hatten den Einheitspreis von 250 Euro. Wir haben nix gekauft, uns aber schön unterhalten, u. a. mit Sebastian, der dort ausstellte (alter Bloggerfreund von mir).

Danach noch in eine nicht so weit entfernte Kneipe, Tendenz Spelunke. Leicht punkig, aber mit den alten Schultheiss-Leuchtreklame-Lampen überall. Als Zapfenstreich war, fiel ein bestimmter weiblicher Gast vom Barhocker. Rappelte sich wieder auf, fiel wieder runter, lachte debil 🙂 Dann war aber endgültig Schluss und Bettschwere. Lydia hatte die Idee, anstatt zur nächsten U-Bahnhalte der U8 zu tapern, ein „Bolt“-Taxi zu rufen, indem sie die Zielstraße und unseren Standort in irgendeine App eintippte. „Ümüt“ (o. ä.) kam dann auch pünktlich, rief nach „Lydia“ und wir identifizierten uns und stiegen zu. Eigentlich sollte das nächste Ziel die Joachimstr. xy in Mitte sein, wo ich zu geruhen pflege. Aber: Ümüt hielt in der Joachimsthaler Str. xy sein Fahrzeug an. Ich war verwirrt. Komisch, konnte mich an gar keine Ecke in meiner Hood erinnern, die dem ähnelte… nun ja. Lydia hatte sich halt vertippt und statt Joachim- Joachimsthaler Str. eingegeben. Also wurde ein Folgeauftrag ausgesprochen. und wir zurückkutschiert…“

Nächste Message am darauffolgenden Abend: „Die Alkoholvergiftung, die Du Dir gestern ersparst hast, hab ich für Dich übernommen, Saskia. Daher besteht mein heutiger Blogeintrag nur aus zwei Wörtern: „Heute: Ruhetag.“ 🙂

Aber Sebastian bedankte sich artig und liebreizend für unsere Gesellschaft. Ihn wird es nicht gestört haben, dass wir betrunken waren, er wars ja selber! Folgende Zeilen ließ er mir zukommen:

„…und ich danke herzlich fürs Kommen und fürs Teilhaben! Es war mir einmal wieder ein wirklich ganz wunderbarer Abend, der zuletzt ja in der goldenen Harfe, nein, im weissen Elefant, nein, im blauen Affen, nein, im goldenen Hahn endete bis spät in die Kreuzberger Nacht am Heinrichplatz, nein, jetzt Rio-Reiser-Platz. Dabei auch die wunderbare Lydia G., der ebensolche Juergen-Arne K., die Christine R. als Bildhauerin und wir zwo. Merci, liebe Gaga. Und hoffentlich auf bald, lang lebe das Blogwesen!“

Da kann man doch nur unterschreiben und sich freuen, dass man nach zwei Tagen schwerem Kater wieder wortreich zu bloggen imstande ist!

18. November 2024

Letzten Freitag im Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz 2.

Lydia und ich in der Eingangshalle des einstigen Krankenhauses.

Am Ziel! Es war doch ein recht bemerkenswerter Weg bis hier hin.

Erleichterte Ankunft der Pilgerinnen in Santiago de Compostela!

18. November 2024

Und mit diesem Bild von Sebastian Rogler sage ich Adieu zu Manfred Eichel, den ich am 3. Oktober, nur fünf Wochen vor seinem plötzlichen Tod noch kennenlernen durfte. Es war mir ein Vergnügen, lieber Manfred. Das kleine „adieu“ unten auf dem Bild hatte ich am Freitag davor stehend ohne meine Lesebrille gar nicht lesen können. Erst jetzt, das Foto betrachtend, sehe ich es… adieu

18. November 2024

Freitag, 15. November. Eröffnung im Künstlerhaus Bethanien. Anonyme Zeichner’innen. 1000 Zeichnungen hängen anonym an vielen Wänden, jede kostet 250 Euro. Erst, wenn man ein Bild kauft, erfährt man, wer das Bild erschaffen hat. Der Name steht unter den Bildern an der Wand. Meistens sind es kleinformatige Werke, oft in Postkartengröße oder doppelt so groß oder auch DIN A 4. Selten bis gar nicht, größer. Ich war mit Lydia da, weil mein lieber Freund Sebastian Rogler auch mit einem Werk vertreten war.

17. November 2024

Oben im Spore-Gebäude geht die Austellung weiter. Eine Raum-Installation ist dem Wasser gewidmet, „Water Bodies“. Ein Gedicht eines kurdischen Dichters ist auf einer Tafel zu lesen, zu Deutsch:

„Ich hörte auf das Herz der Erde
Es erzählte mir von seiner Liebe
und dem Regen

Ich lauschte auf das Herz des Wassers
Es erzählte mir von seiner Liebe und dem Springbrunnen

Ich lauschte auf das Herz des Baumes
Es erzählte mir von seiner Liebe und den Blättern

dann hörte ich auf das Herz der Liebe
Es erzählte mir von der Freiheit“

Şêrko Bêkes

17. November 2024

Bei nächster Gelegenheit geh ich wieder hin und setze mir die 3D Virtual Reality Brille auf, die dort bereit liegt. Die Installation besteht bis 23. Februar 2025. Die Fresken sind so schön. Nicht entfernen.

15. November 2024

Wir spazieren weiter. Bilder an einer Wand vom Café im SPORE. Während ich so vor mich hinblogge, gehen mir viele Sachen und Ideen durch den Kopf., z. B. eine Blogger-Lesung zu veranstalten. Und zwar schon im Januar. Ich hätte da eine lauschige Keller-Bar.

15. November 2024

SOLIN „Ich gehe zum Aldi und Rewe weil die Sachen gut und günstig – Ich kaufe gerne bei REWE ein – Ich kaufe gerne bei ALDI ein. Mein Ort der Erholung wenn ich gestresst bin, kaufe ich langsam. Tost Brot“

„Ich wohne am Hertzbergplatz – In meiner Nähe gibt es ein Schule und MiniGolfplatze – Meine Kinder spielen bei Rutschen – Grundschule – Meine Kinder war am Grundschule besuchen“

SAADIA „Ich ging zu Kaufland um Sachen einkaufen – Ich treffe zwei mal am Woche mit meine Freunde, wir kaufen und Kaffee trinken.“

Aber trotz der scheinbaren Haupt-Freizeitbeschäftigung der Kids (?) mit ihren Erziehungsberechtigten (?) bei Rewe, Aldi und Kaufland einzukaufen, haben sie es irgendwie in einen (mutmaßlich) interkulturellen (?) Malworkshop geschafft, dessen Ergebnisse nun im SPORE präsentiert werden. Eine erste Ausstellung in gehobenem Ambiente. Das gibt doch Hoffnung und inspiriert vielleicht auch, öfter mal ins SPORE zu gehen, wenn Aldi auch verführerisch nah ist. Und man muss ja auch ab und zu einkaufen. Letztlich weiß ich auch gar nicht, wie die kreative Vorgabe für diese Werke war. Das Thema könnte gewesen sein, wie sieht ein typischer Wochentag von Dir aus? Male ein Bild! Oder so. Jedenfalls finde ich die Ergebnisse ganz süß. Wie die Grundschule gemalt ist, gefällt mir ausgezeichnet. Nicht ganz einleuchtend ist mir, wieso das Kind von „meine Kinder“ schreibt. Oder ist das gar kein Kind gewesen, sondern eine (sehr, sehr) junge Mutter? Vielleicht war da auch irgendwo eine kleine Erklärtafel, die ich nicht beachtet habe. Ich will keine Schleichwerbung für Rewe und Aldi machen, aber ich kaufe auch alle paar Tage bei Rewe ein. Edeka ist in Neukölln evt. nicht so vertreten. Bei Aldi war ich länger nicht, liegt nicht direkt auf meinen Wegen. Kaufland nur ganz selten. Auch nicht auf meinem Weg.

13. November 2024

SPORE, Hermannstr. 86. Die Architektur erinnert mich atmosphärisch an den großzügigen Bereich im BIKINI-Haus in der Budapester Straße, wo der Ausblick zu den Affenfelsen vom Zoo ist. Es gibt einen Café-Bereich mit schönen Sitzecken mit bunten Kelim-Kissen. Die schönsten Plätze waren besetzt. Deswegen konnte ich die nicht fotografieren, ich vermied, die Gäste und ihre Gespräche zu irritieren. Eigentlich wollte ich ja nur kurz schauen.

12. November 2024

„LIEBLOSE ORTE MÜSSEN WIEDER BEL(I)EBT WERDEN“ steht auf dem Flyer. Ich muss gestehen, diese Ecke von Berlin, da in der Hermannstraße, nah dem U-Bahn-Zugang Leinestraße, um die Ecke bei meinem Atelier, ist bei mir nicht ausgesprochen beliebt. Aber dieser neue Ort, ein Treffpunkt für Austausch und Ausstellungen wurde bei mir am letzen Sonntag sehr schnell sehr beliebt. Ich trat hauptsächlich näher an die Scheibe, um die aufgeklebten Buchstaben anzusehen, weil ich gerade angefangen hatte, mich mit Text auf Schaufenstern zu befassen. Ich studierte, wie die Öffnungszeiten avisiert wurden, zweisprachig, deutsch, englisch, die Typographie. Ein Mitarbeiter von SPORE, so heißt der neu erschaffene Treffpunkt, fühlte sich davon animiert, vor die gläserne Eingangstür zu treten, mit einem einladenden Lächeln. Er lud mich ausdrücklich ein, näher zu kommen, sich alles von innen anzusehen. Ich war schon eine Weile neugierig gewesen, was hier für ein modernes Gebäude entstanden war, welchen Zweck es genau hatte. Dieses freundliche Auf-mich-zugehen hat es wohl für mich gebraucht, um hineinzugehen. Es gab viel zu sehen. Ich staunte. Was und worüber, zeige ich ihn den nächsten Einträgen.

11. November 2024

ER LIEBT MICH – – – ER LIEBT MICH NICHT„, letzte Papprückwand aus meinem Fundus, drei schwarze Leysieffer Sahnetrüffel-Pralinendosen-Einlagen, runder Rest Spiegel-DC-fix, drei Etiketten Bio-Flaschengärung Weingut Feth Cuvée Pinot 2021 Brut, acht Puderdosen-Alu-Einlagen, zwei Lidschattendosen-Alu-Einlagen, weiß lackierter Metallring und schwarzer Kunststoffchip unbekannter Provenienz, eine nie benutzte Kreise-mal-Schablone aus Edelstahl, zwei größere weiße Trennscheiben, eine kleinere weiße Trennscheibe, neun dreieckige Spiegelscherben, eine runde Büroklammer, ein abgebrochener Handtaschen-Reißverschluss-Anhänger, elf alte, ausrangierte Edelstahl-Teelöffel, Kleber, 50 cm x 90 cm, schwarzer Schattenfugenrahmen folgt demnächst, habe ich heute bestellt, 10. November 2024, Staatl. Museen von Gaganien

09. November 2024

STIEBEL ELTRON. Todschicker Kerzenhalter, Königreich Gaganien. 2022 explantierter Wärmetauscher von kaputtem Stiebel Eltron-Durchlauferhitzer, Spiegelscherben, Kleber, Höhe 37 cm, ⌀ 6,7 cm, 8. November 2024, Staatliche Museen v. Gaganien

Wenn man Sachen macht, die man nicht nur angucken, sondern auch irgendwie benutzen kann, spricht man von „angewandter Kunst“. Finde ich gut! Ich präsentiere hiermit was Angewandetes, nämlich einen schicken Kerzenhalter, der sich auf jeder Fest-Tafel gut macht. Gibt’s bislang leider nur einmal, aber vielleicht habt ihr ja auch mal einen kaputten Durchlauferhitzer und dann könnt ihr es nachbauen. Ist aber ziemlich viel Gefrickel, die ganzen Anschlüsse zu entfernen. Auch ist Wasser in der schweren Kupferröhre. Ich wollte sie eigentlich komplett auseinanderbauen, weil ich so neugierig auf das Innenleben war, aber das war ab einem bestimmten Punkt nicht mehr ohne rohe Gewalt möglich. Und dann fiel mir gestern, nach zweieinhalb Jahren, wo die Kupferröhre, die „Wärmetauscher“ im Fachjargon heißt, beim mir rumsteht, auf, dass es doch eigentlich prädestiniert für einen Kerzenhalter ist. Die Schraublöcher habe ich elegant unter den Scherben versteckt. Die waren aber nur ganz oben, nicht auf dem Bauch. Muss noch so schlanke Kerzen kaufen, hab bei mir überall nur ganz dicke, die mag ich eigentlich lieber, Aber für das Teil mache ich eine Ausnahme! Eigentlich wollte ich gestern nur meine Materialien sortieren. Und als mir dabei in die Hände fiel, ging mir ein Licht auf!

08. November 2024

Gestern, nach ausgiebiger Besprechung. Ich brainstorme gerade über verschiedene Varianten, meine gaganischen Bilder auf die Reise in die Öffentlichkeit zu schicken. Es gibt auch schon allerhand Fortschritte, sogar sehr konkrete Möglichkeiten. Schwurbel schwurbel. Sobald Daten fix sind, mehr. Stay tuned…!

06. November 2024

Nachfolgend meine Gedanken, mein Antwort-Kommentar auf die sehr lesenswerte heutige Kolumne von „Mitte-Schnitte“ Saskia über ihre Kindheit im Osten und den damaligen Zauber von Milka und Milky Way und den Geschmack von grenzenloser Freiheit:

„Deine vielen Erinnerungen rühren mich. Auch, oder gerade, weil ich auf der anderen Seite, im Westen war – mit einem Teil der Familie in Ostberlin, für die ich mit meinen Eltern als Kind die Westpakete in die „Ho-Chi-Minh-Straße“ (heute Weißenseer Weg) bestückte. Unsere Verwandten haben nie um West-Pakete gebeten – es war viel mehr so, dass sie von meinen Eltern und meiner Tante geradezu gedrängt wurden, uns mitzuteilen, welche Sachen schwer zu bekommen sind, mit denen man ihnen eine Freude machen könnte. In jedem Paket waren Nylon-Strumpfhosen, Jacobs-Kaffee „die Krönung“, Milka-Schokolade, Ritter Sport, Sarotti und bestimmt auch Schogetten. Schokoriegel wie Milky Way aber nicht, damit verband meine Familie eher ein neumodisches Kinkerlitzchen-Produkt für Kinder. Fällt mir jetzt erst auf, dass ich mir Schokoriegel wie Snickers (mein Favorit) immer selber gekauft habe. Oft kam die Rückmeldung aus Ostberlin, dass das Paket augenscheinlich vor der Zustellung geöffnet und wieder zugeklebt worden war, ebenso die Briefe. Alles wurde genau untersucht.

Dass ein Telefon ein Luxus für Ost-Familien war, hatte ich auch vergessen. In dem Brief von der Ostberliner Großtante an meine Eltern von 1963, den ich neulich gepostet hatte, war am Ende des Briefes die Nummer vom Telefon-Anschluss vermerkt, den sie hatten. Aber da hatte die Familie meines Wissens noch gar keine besonderen Kontakte. Wenn ich die Geschichten und Mitteilungen aus Ostberlin hörte, entstand bei mir vor allem der Eindruck einer starken Überwachung und Vorsicht bei der Kommunikation Richtung der West-Verwandten. Aber der Lebensstandard wirkte auf mich nicht so bedauernswert und auch gar nicht stark von dem meiner eigenen Familie abweichend – wir hatten ja auch nur eine Doppelhaushälfte, keine Villa und Mama achtete auf Sonderangebote. Ich hatte in den Siebzigern anfänglich „Jingler“-Jeans von C & A statt der begehrten, viel teureren „Wrangler“, bis ich mich bockig durchsetzte.

Und da unser Ostberliner Onkel Wolfgang als gefragter Jazz-Drummer nicht nur mit Manfred Krug spielte, sondern bald zum Reisekader gehörte, um mit Günther Fischer und anderen Jazz-Formationen zu Festivals ins westeuropäische Ausland reisen zu können, schien es ja doch irgendwie nicht so schlimm zu sein. Der kam mehr rum, als mein ebenfalls musizierender Vater im Westen. Aber das war natürlich eine privilegierte Konstellation, die nur Politiker, Sportler, Wissenschaftler oder Kulturbotschafter aus der DDR hatten.

Zur Zeit des Mauerfalls arbeitete ich in Steglitz, wo die große Einkaufsstraße, die „Schloßstraße“ liegt. In den Mittagspausen ging ich oft dort entlang, kaufte ein oder ging in eines der Kaufhäuser oder vielen Schuhgeschäfte, die sich dort wie auf einer Perlenkette aneinander reihten. Nach dem 9. November 1989 war die immer schon gut besuchte Schloßstraße dermaßen mit neugierigen Ostberlinern bevölkert, dass man kaum noch Platz auf dem Gehsteig fand. Ich bekam einen sehr starken Eindruck von den Unterschieden im Kleidungsstil. Damals waren stone-washed Jeans gerade aus der Mode gekommen und die Ossis trugen sie stolz. Nachhaltig! Und viele beige Jacken. Und einmal kam mir ein älterer Mann entgegen, der hatte eine fast leere Plastiktüte in der Hand, trug sie, als wäre sie eine feine Ledertasche. Ich weiß nicht mehr, ob sie von Aldi war oder einem anderen West-Supermarkt. Ich erkannte das veraltete Logo, so sahen die Tüten des Ladens schon seit vielen Jahren nicht mehr aus. Die Farben waren bereits verblichen, sie war auch leicht geknittert. Wie eine Reliquie aus einem Museum. Das rührte mich dermaßen, dass mir die Tränen kamen. So viel Wertschätzung für eine Plastiktüte aus dem Westen.

Danke für Deine Erinnerungen, Saskia.

P.S. Gerade fällt mir ein, ich hab das Silber-Papier der Milka-Schokolade auch immer vorsichtig aufgemacht und dann mit dem Daumen-Nagel glatt gestrichen. Das sah so schön aus. Weiß aber nicht mehr, ob ich danach irgendwas damit gemacht habe. Mir entfallen… aber ich hebe heute noch schöne Schokoladenverpackungen auf und verwurste Teile davon manchmal in meinen Bildern 🙂“

05. November 2024

Gestern, Kino Hackesche Höfe. Place to Be, Documentary to See. Nach dem Film gab es ein Gespräch mit Kino-Chef Gerhard Gross und dem Regisseur Andres Veiel. Ich habe mich in den vergangenen zwanzig Jahren immer wieder intensiv mit Leni Riefenstahl und ihrer zwiespältigen Selbstdarstellung beschäftigt.

Setzt natürlich Faszination voraus. Die unterstelle ich auch dem Regisseur und der Produzentin Sandra Maischberger, sowie dem Rest der Menschheit. Der Film war für mich in gewisser Weise eine Fortsetzung von Ray Müllers hervorragender Doku „Die Macht der Bilder“ aus dem Jahr 1993, die zu Lebzeiten Riefenstahls, mit ihrer Mitwirkung entstand und daher gewisse Aufnahmen nicht beinhaltete, die Müller bei den Gesprächen mit ihr gemacht hatte.

Diese neue Doku von Veiel arbeitet sehr stark mit dem Archiv von Riefenstahl, dem gesamten Nachlass. Sie hat sehr viel aufgehoben. Einiges vielleicht auch sehr gezielt nicht. Für mich waren relativ wenig Neuigkeiten in der neuen Doku, ich habe mich aber auch sehr gut auf dem Laufenden gehalten. Neu tatsächlich waren dann die Filmfragmente von Müller, die Leni Riefenstahl zeigen, wie sie sich während der Gespräche stark echauffiert und abbricht und auch privates Material, wie Privatfilme der späten Leni Riefenstahl beim Spaziergang im Schnee mit dem aus dem Gefängnis entlassenen Albert Speer und auch Aufzeichnungen von Telefonaten über Gagenhöhen. Die beiden hatten ihre alte Freundschaft weiter gepflegt und waren offenbar Partners in Crime, man gab sich Tipps in Richtung Vermarktung der eigenen Story.

Leni Riefenstahl rief stolze Gagenforderungen auf, wenn sie sich auf ein Gespräch einließ. Konnte sie sich offensichtlich erlauben, interessant genug war ihre schillernde und in Teilen fragwürdige Selbstdarstellung. Das Interessanteste an ihr, neben ihrem visuellen Talent, ist wohl, das sie immer wieder Sympathien errungen hat, auch von Gegnern. Sogar, wenn man ihre offensichtliche Selbstschutz-Strategie durchschaut hatte. Die Doku von Veitel arbeitet sehr stark mit Bildern aus Riefenstahl-Filmen, man kommt abermals nicht umhin, von der reinen Ästhetik gefangen und fasziniert zu sein. Es ist eben kontrovers. Der Film stand ganz oben auf meiner to do-Liste. Ich empfehle ihn. Veitel spart nicht mit Kritik an Riefenstahls Verschleierungsaktivitäten, muss ihr aber als visueller Künstlerin, in Hinsicht Kamera und Schnitt, Respekt zollen. Und abermals komme ich nicht umhin, die alte Queen Elizabeth II. zu zitieren: „Life is full of contradictions.“

04. November 2024

LUCY IN THE SKY WITH DIAMONDS. Leinenvorhangrest auf Mangoschrank-Verpackungskarton, Kupferklammern von Mangoschrank-Verpackung, Gehölz (Reste von Blumenstöckchen, Sushistäbchen, Treibholz, Holzspatel, Snackpiekser, kaputte Pinselgriffel), Spiegelsplitter, Geschenkpapier, Blütenteile aus Kupfer-Flittergirlanden-Vorhang vom Ball der Künstlerinnen 2023, Schnipsel von sechs Bordeaux-Alu-Manschetten, Textilfragment von Handtaschenverschluss, Kleber, Schattenfugenrahmen aus Lindenholz, mattweiß lasiert, 14./22./29. Oktober, 7./8./9./10./11. November 2023, 17./28. Dezember 2023. Update (Grundierung): 24./28./29./31. März 2024, 6. April, 10./19. Mai 2024, 3./4. November 2024, 93 x 113 cm, , Staatliche Museen von Gaganien

Nach über einem Jahr ist LUCY IN THE SKIES WITH DIAMONDS wirklich fertig. Schwierig zu fotografieren, man bräuchte einen Lampenladen. Aber ich habe viele Perspektiven davon früher eingefangen, während ich daran arbeitete. FINISH!

04. November 2024

Gestern weiter weiß auf weiß, Zwischenräume gepinselt. Seit Mitte Mai nicht zu Ende gemacht. Es war so viel los, kam so viel dazwischen. Und es war auch keine Arbeit, auf die ich Lust hatte, weil langwierig, umständlich, kleinteilig. Aber ich bin gestern weit gekommen und heute wird es vielleicht fertig, das „Lucy in The Sky With Diamonds“-Bild. Gegen Mittag kommt der Installateur, der die Therme wartet und Wasser auffüllt. Er hat eigentlich keine Termine frei, aber schiebt es mittags dazwischen. Gesegnet sei Herr Wolter. Die Vermieterin hat mich ermahnt, dass ich die Therme alle zwei Jahre warten lassen muss. Steht sogar im alten Mietvertrag. Habe ich nie beachtet. Ich dachte, die Wartung sei der jährliche Besuch vom Bezirksschornsteinfeger, der die Funktion prüft und die Abgaswerte misst und danach seinen Aufkleber drauf macht, dass das Gerät überprüft wurde. Mein Irrtum ist mir ein wenig peinlich.

03. November 2024

Gestern war ich in meiner Werkstatt, wo der Prototyp des Großen Musikpreises von Gaganien steht. Habe ihn mal selbst in die Hand genommen, hat schon Gewicht der Preis. In jeder Hinsicht! Mir ging noch durch den Sinn, wen ich von der Liste in der Vergangenheit noch live erleben durfte, die nicht mehr unter uns weilen. Da sind vier Giganten dabei, vor denen ich mich hiermit extra verneige, nämlich Frank Sinatra, Leonard Cohen, Lou Reed und Rio Reiser. Das Konzert von Frank Sinatra am 3. Juni 1993 in der Berliner Deutschlandhalle ist das Eindrucksvollste von allen gewesen. Aber das habe ich schon so oft erzählt. Unvergesslich.

02. November 2024

Hab mich eben bei gmx eingeloggt, um meiner Vermieterin ein Foto vom Wasserstand der Heiztherme in meinem Atelier zu schicken, damit sie mir alsbald den Fachmann schicken kann, der das Wasser auffüllt, Muss alle paar Jahre gemacht werden, sonst springt die Pumpe nicht an und die Bude bleibt kalt. Jedenfalls – als ich mich wieder auslogge, sehe ich die Schlagzeile, dass in Berlin eine Dachgeschosswohnung gebrannt hat. Es stand auch Berlin Moabit dabei, aber einen ganz kurzen Moment hatte ich den alten Reflex, „wenn Mama das hört/liest, macht sie sich bestimmt Gedanken“ – weil ich ja auch in Berlin in einer Dachgeschosswohnung bin. Aber nicht in Moabit. Dann fiel mir erst ein, dass sie solche Gedanken ja wahrscheinlich gar nicht mehr haben wird, weil es im Himmel (hoffe ich!!!) keine gmx-Schlagzeilen oder sonstige Nachrichten gibt. Puh. Die alten Reflexe… Ich war früher oft erstaunt, was sie in Bayern alles über Berliner Allerweltsnachrichten mitbekommen hat. Sie wusste manchmal besser als ich Bescheid, was für Katastrophen in Berlin passiert sind. Ich war wie auf einer fernen Wolke, da oben in meinem Adlerhorst und hab alles ausgeblendet und sie war bestens informiert. Ulkig.

02. November 2024

Was war das gestern für ein rauschendes Fest! Bis in die Morgenstunden wurde bei der After Show Party gefeiert, der Dom Perignon und die besten Weine flossen in Strömen! Bier gab es natürlich auch, Jever vom Fass. Der erste Große Musikpreis von Gaganien wurde von der Branche sehr gut angenommen, besser hätte es gar nicht laufen können! Geladen waren natürlich alle Künstler auf meiner Lieblingsplaylist, die ich dann einfach zur Gästeliste umgemodelt hatte. Es gab keine einzige Absage! Umständehalber wurde an zwei Event Locations gefeiert, eine in etwas höheren, himmlischen Gefilden, dort waren ca. siebzig Gäste. Die übrigen ca. hundertsiebenundsechzig, die noch auf Erden wandeln, hier unten in einer Top Location in Berlin Mitte. Zufällig wohne ich da auch, das war sehr praktisch für mich! Hatte gar keinen Kater heute nach dem Aufwachen. Was ich ja noch schuldig bin, ist die Gästeliste (siehe unten) mit den Nominierten.

Und last but not least: der Preis! Sicher hat sich mancher schon gefragt, wie die Trophäe, die in Bronze, Silber, Gold, Platin und Diamant verliehen wurde, überhaupt aussieht! Hier also Abbildungen des Großen Musikpreises von Gaganien. Es handelt sich um eine ca. 30 cm hohe, formschöne Skulptur, die ich eigenhändig gestaltet habe, und die sicher jeder Musikschaffende gerne neben einem Grammy in seiner Vitrine hätte. Es gibt durchaus Pläne, den Großen Musikpreis von Gaganien auch in der Zukunft zu vergeben, aber nicht jedes Jahr. So grundlegend ändert sich meine Lieblingsplaylist von einem Jahr zu anderen nicht, das wäre langweilig. Auch darf nicht vergessen werden, dass so eine Premiumveranstaltung eine riesige Logistik und Vorbereitung erfordert. Da möchte ich jetzt gar nicht näher darauf eingehen, wie lange der Musikpreis 2024 von mir vorbereitet wurde. Auf jeden Fall war es eine gelungene Preisverleihung, an die ich noch oft und gerne zurückdenken werden. Innigsten Dank auch an alle Gewerke, die Tontechniker, die Regie, die Kameraleute, die Kabelträger, die tolle Küchenbrigade, all die charmanten Service-Kräfte, auch vom Einlass, dem Garderobenbereich und den WCs. Last but not least, die vielen Helferlein und Putzfeen, bei denen ich mich nachher noch persönlich mit Handschlag bedanken werde! Bis zum nächsten GROßEN MUSIKPREIS VON GAGANIEN!

Ace – How long has this been going on?
Adamo – Oui la mer a bercé tant d’amours
Adikara Fardy – Quando Quando Quando
Al Bowlly – Close your Eyes
Al Green – How can you mend a broken heart?
André Heller – Lied an eine Schauspielerin
Aretha Franklin – One Step Ahead
Aretha Franklin – A Natural Woman
Aretha Franklin – Say a little Prayer
Astrud Gilberto & Stan Getz – The Girl From Ipanema
Audrey Hepburn – Moonriver
Barbra Streisand – Lover Man
Barbra Streisand – What Are You Doing The Rest Of Your Life
Beatles – And I Love Her
Beatles – In my Life
Bee Gees – How Deep is Your Love?
Bellini; Maria Callas – Ah, non credea miriarti (La Somnambula)
Benjamin Biolay – Dernier souper au château
Benjamin Biolay – La garçonnière
Benjamin Biolay – Rose Kennedy
Benjamin Biolay & Chiara Mastroianni – Folle de toi
Benjamin Biolay & Chiara Mastroianni – Holland Spring
Benjamin Biolay & Chiara Mastroianni – Les lendemains qui chantent
Bernard Fowler, Tim Ries – Wild Horses (live, 1. Set ZigZag Club)
Bernard Fowler, Tim Ries – Wild Horses (live, 2. Set ZigZag Club)
Bill Withers – Ain’t no Sunshine
Billie Eilish – Idontwannabeyouanymore
Billie Holiday – How Deep ist the Ocean?
Bing Crosby – I Surrender Dear
Blake Shelton & Gwen Sebastian – My Eyes
Blake Shelton & Gwen Stefani – Happy Anywhere (live acoustic)
Blake Shelton & Gwen Stefani – Happy Anywhere (Studio)
Blake Shelton & Gwen Stefani – Nobody but you (live acoustic)
Blake Shelton & Gwen Stefani – Nobody but you (Studio)
Blossom Dearie – Someone To Watch Over Me
Brad Paisley & Carrie Underwood – Remind me
Brigitte Bardot – La Madrague
Brigitte Bardot – Und histoire de plage
Brigitte Bardot & Sacha Distel – Le soleil de ma vie
Bruce Springsteen – I’m on Fire
Bryan Ferry – I’m In The Mood For Love
Burt Bacharach, B.J. Thomas – Raindrops keep fallin on my head
Burt Bacharach; Carpenters – Close To You
Burt Bacharach; Dusty Springfield – The Look Of Love
Burt Bacharach; Herp Albert – This Guy’s in Love With You
Burt Bacharach; Jackie Deshannon – What the World needs now
Cäthe – Hallelujah (nicht der Cohen-Song)
Campino & Birgit Minichmayr – Auflösen
Cassandra Wilson – Harvest Moon (N. Young)
Cassandra Wilson – Until
Caterina Valente – Sempre Sempre Sempre
Caterina Valente – Les Moulins de mon Cœur (live)
Charles Aznavour – La Mamma
Charles Trenet – La Mèr
Chet Baker – I’ve Never Been In Love Before
Chet Baker – My Funny Valentine
Chet Baker – The Touch Of Your Lips
Chet Baker & Ruth Young – Autumn Leaves
Chris & Morgane Stapleton – Tennessee Whiskey (live)
Chris Norman & Suzi Quatro – Stumblin in
Christina Kateris – Tennessee Whiskey
Cora Frost – Chanson d’Hélene (live, dt. „Als Du fortgingst…“)
Cosmic/Georg/Poetryclub – Schwesterbraut
Cousteau – The Last Good Day Of The Year
CPR; David Crosby – Rusty and Blue (Studio)
Dalaras – Mi Milas
Dalida – Am Tag als der Regen kam
Dalida & Alain Delon – Paroles, Paroles
Danny Dziuk & Antoine Villoutreix – Tempelhofer Feld
David Crosby – Rusty & Blue (live)
Dean Martin – Sway
Delibes; Netrebko, Garanca – Duo des Fleurs (Lakmé)
Deva Premal Miten – Gayatri Mantra
Diana Krall – I’ve Grown Accustomed To His Face
Dick Haymes & Al Lerner – Any Time at all
Dinah Washington – What a Difference a Day Makes
Dionne Warwick – Theme from Valley of The Dolls
Dominic Miller – Do You Want Me
Don Potter – Children of Sanchez
Dooley Wilson – As Time Goes By (Casablanca)
Doris Day – Again
Doris Day – Close Your Eyes
Doris Day – Falling in Love Again
Doris Day – Daydreamin’
Eagles – New Kid in Town
Eagles – One Of These Nights
Eagles – Seven Bridges (live)
Ed Sheeran – Shape of You
Eddie Vedder – Girl From The North Country
Ella Fitzgerald – I Love Paris
Ella Fitzgerald – These Foolish Things
Ella Fitzgerald & Joe Pass – A Foggy Day
Ella Fitzgerald & Louis Armstrong – Stars Fell on Alabama
Elton John – Love Song
Elvis Presley – Can’t Help Falling in Love With You
Elvis Presley – I Need Somebody To Lean On
Epidemic Sounds – Piano
Eric Clapton – Layla (live MTV unplugged)
Esther & Abi Ofarim – Morning Of My Life
Etta James – At Last
Etta James – I’d Rather Go Blind
Eva Cassidy – Autumn Leaves
Everly Brothers – All I Have To Do Is Dream
Fink – Perfect Darkness
Fleetwood Mac – Dreams
Fleetwood Mac – Planets Of The Universe (Demo)
Françoise Hardy – Comment te dire Adieu
Françoise Hardy – Tous les garçons et les filles
Frank Sinatra – I’ve Got You Under My Skin
Frank Sinatra – It Was A Very Good Year
Frank Sinatra – Moon River
Frank Sinatra – Summerwind
Franz Schubert; Trio Wanderer – Trio No. 2 , Opus 100 , Andante con moto
Franz Schubert, Ludwig Rellstab; Angela Gheorgiu – Ständchen
Franz Schubert, Ludwig Rellstab; Philippe Sly & Adam Cicchillitti – Ständchen
Franz Schubert, Ludwig Rellstab; Richard Tauber – Ständchen
Franz Schubert; Hüseyin Sermet – Fantasie in F moll, Opus 103
George Benson – Ode to a Kudu
Gilbert O’Sullivan – Clair
Glen Campbell – Gentle On My Mind;
Glen Campbell – If You Go Away
Glen Campbell – Rhinestone Cowboy
Glen Campbell – Witchita Lineman
Glen Campbell – Yesterday, When I Was Young
Glen Campbell – By the Time I get to Phoenix
Gordon Lightfood – If You Could Read My Mind
Grace Jones – Breakdown
Gregor Meyle – Sunday Lover (Guano Apes Cover, Sing m. Song)
Gustavo Santolalla – Amelia Desert Morning
Gustavo Santolalla – Breathing Soul
Gustavo Santolalla – Morning Pray
Händel; Elin Manahan Thomas – Eternal Source of Light
Harry Belafonte – Try To Remember (live)
Henry Mancini – Moon River
Henry Wright – Abat-Jour
Herbert Grönemeyer – Fang mich an
Herbert Grönemeyer – Mensch
Hildegard Knef – Für mich soll’s…
Hildegard Knef – In der Stille der Nacht
Hildegard Knef – Nichts haut mich um, aber Du
Hildegard Knef – This Girl’s In Love With You
Hoagy Carmichael – Stardust,
Ilse de Lange – Für Dich
Jack Johnson – I Shall be Released
Jasmin Tabatabai – La Chanson d’Hélène
Jenny Kittmann & Karl Neukauf – Sag es leise
Joanne Shenandoah – Prophecy Song
João Gilberto – ho ba la la
John Cale – Amsterdam
John Denver – Annie’s Song
Joni Mitchell & Friends Brandi Carlile, Annie Lennox – I’m Still Standin’ (live, Elton John Tribute Concert)
Julia Neigel – Tief in meiner Seele
Julie London – Cry Me A River
Julie London – Fly me to the Moon
Julio Iglesias – Un Canto A Galicia
Julio Iglesias – Caruso – Ti voglio bene assai
Julio Iglesias & Dalida – La Vie en Rose (live)
Kelly Clarkson – I Can’t Make You Love Me
Lady Antebellum – Need You Now
Lady Gaga & Bradley Cooper – Shallow
Leonard Cohen – A Thousand Kisses Deep
Leonard Cohen – Dance Me To The End Of Love
Leonard Cohen – Famous Blue Raincoat
Leonard Cohen – Here It Is
Los Lobos – Sabor a mi
Lotte & Max Giesinger – Auf das, was da noch kommt
Lou Reed – Berlin
Lou Reed – Coney Island Baby
Lou Reed – Love makes you feel (…ten foot tall)
Lou Reed – Modern Dance
Lou Reed – Perfect Day
Lou Reed – Ride Into The Sun
Luiz Bonfa; Elizete Cardoso – Manhã de Carnaval (Orfeu Negro)
Lüül & Band – Solarboot Song
Manfred Krug – Danke für den Abend
Manfred Krug – Du sagtest leider nur Gute Nacht
Manfred Krug – Früh war der Tag erwacht
Manfred Krug – Komm und spiel mit mir
Manfred Krug – Wenn’s draußen grün wird
Manfred Krug – Morgen
Manfred Krug & Uschi Brüning – Auserwählt
Marty Robbins – Love is Blue
Marvin Hamlisch – The Way We Were
Matt Monroe – The Music Played (engl. „Was ich Dir sagen…“)
Melody Gardot – Love me Like a River Does (live)
Melody Gardot – Love me like a River does (Studio)
Michael Jary; Rudi Schuricke – Komm zurück (j’attendrai),
Michael Patrick Kelly – Memories
MWNN feat. Duke Meyer – Ich fühl mich gut
MWNN, feat. Duke Meyer – Es kann auch Liebe sein,
Nancy Sinatra & Lee Hazlewood – Summerwine
Nancy Wilson – Wish You Love
Nat King Cole – I Love You for Sentimental Reasons
Nat King Cole – Perfidia
Nat King Cole – Quizas Quizas Quizas
Nat King Cole – Te quiero dijiste
Nat King Cole – No me platiques
Nat King Cole – suas mãos
Nat King Cole – True Love is a Many Splendored Thing
Neil Young – Cowgirl in The Sand
Neil Young – Tell Me Why
Neil Young – Comes A Time
Neil Young – Hey Babe
Neil Young – Lotta Love
Neil Young – What did you do to my life?
Nick Cave – Jesus of the Moon
Nicole Croisille & Pierre Barouh – Un Homme et une Femme
Offenbach; Netrebko, Garanca – Barcarolle (Hofmanns Erz.)
Oleta Adams – Get Here If You Can
Patti Smith – Dream of LIfe
Paul Anka – Put Your Head on My Shoulder
Paula Cole – Autumn Leaves
Pink Floyd – Wish You Were Here
Quicksilver Messenger Service – Gone again
Red Hot Chili Peppers – Hey
Richard Tauber – Schäferlied
Rio Reiser – Frühlingssturm
Rio Reiser – Herbst
Robert Palmer – Johnny And Mary
Rod Stewart – Windy Town
Rolling Stones – Play with Fire
Rolling Stones – Wild Horses (Studio)
Rolling Stones – Gimme Shelter
Rolling Stones – Paint it Black
Romy Schneider & Michel Piccoli – Chanson d’Hélene
Ronan Keating – Life is A Rollercoaster (live)
Rosanne Cash – Girl From The North Country (live Band)
Rosanne Cash – Girl from the North Country (live solo)
Roxy Music – Don’t Stop The Dance
Rudy Bennett – How can We Hang on to a Dream?
Rue Royale – Set Out To Discover (live)
Sade – Sweetest Taboo
Sammy Davis Jr. – The Party’s Over
Sarah Vaughan – The Time For Love
Schön Blond feat. Maria Schuster – Alles
Selig – Neuanfang
Shawn Mendes & Camilla Cabello – Señorita
Silbermond – Genau so
Simply Red – Holding Back The Years
Sophia Loren & Tonis Maroudas – Ti ne afto pou to lene agapi
Sophie Milman – I Can’t Make You Love Me
Sophie Milman – Where do you start?
The Common Linnets – Calm After The Storm
The Doors – Riders On The Storm
The Jayhawks – Two Hearts
Them – It’s all over now
Thin Lizzy – Dancing in the Moonlight
Tom Waits – Blue Valentines
Tom Waits – Kentucky Avenue
Udo Jürgens – Als ich fortging
Udo Jürgens – Un air sur mon piano (was ich Dir sagen will) (live)
Unknown – Ambient
Velvet Underground & Nico – Femme Fatale
Vivi Bach – Der Boy von Ipanema
Yusuf (Cat Stevens) – Heaven
Zach Bryan – I remember everything

01. November 2024

Bei Heidi heißt es alljährlich: „Nur Eine kann Germany’s Next Top Model werden!“ Beim Großen Musikpreis von Gaganien hingegen können auch Zwei den ersten Preis in der höchsten Kategorie DIAMANT kriegen! So geschehen. Der Große Musikpreis von Gaganien 2024 IN DIAMANT geht an zwei ganz große Performer der Musikgeschichte. Es ist ihnen gelungen, mit je sieben Premium-Titeln aus ihrem Spitzen-Repertoire dauerhaft ihren Platz auf meiner Lieblingsplaylist zu behaupten. Ich verneige mich vor MANFRED KRUG und NAT KING COLE! (Taschentücher werden gezückt, das Auditorium erhebt sich, nie mehr endender Applaus)

NAT KING COLE
– I Love You for Sentimental Reasons
– No me platiques
– Perfidia
– Quizas Quizas Quizas
– Suas mãos
– Te quiero dijiste
– True Love is a Many Splendored Thing

Nat King Cole hat sich speziell mit seinen Interpretationen spanischsprachigen Liedgutes bei mir hervorgetan. Mein einstiger (bedeutend älterer) lateinamerikanischer Langzeitlover brachte mir Anno 1992 diese unwiderstehlichen Aufnahmen näher. In dessen südamerikanischem Heimatland Kolumbien wurde neben Nat King Coles zartem Schmelz, besonders sein starker nordamerikanischer Akzent in den Aufnahmen seiner beiden spanischsprachigen Alben aus den Jahren 1958 und 1962 geschätzt, man könnte auch sagen, seine etwas anrührend unbeholfene Aussprache des Spanischen. Das machte ihn seinerzeit dort zum Publikumsliebling.

MANFRED KRUG
– Danke für den Abend
– Du sagtest leider nur Gut Nacht
– Früh war der Tag erwacht
– Komm und spiel mit mir
– Morgen
– Wenn’s draußen grün wird
– Auserwählt (mit Uschi Brüning)

Bei Manfred Krug ist besonders zu würdigen, dass die lyrisch-erotischen Ausnahme-Texte seiner jazzig swingenden Schlager ausnahmslos von ihm selber stammen. In aller Bescheidenheit hat er unter dem Namen „Clemens Kerber“ getextet. So beschließe ich diese schöne erste Preisverleihung des Großen Musikpreises von Gaganien 2024 mit seinen Worten: DANKE FÜR DEN ABEND!

01. November 2024

Aha. Interessante Entwicklung. Dieses Halloween scheint sich rasant in Richtung Fasching ohne Themenschwerpunkt zu transformieren. Ich feiere bislang nicht mit, habe auch keinerlei Affinität zu Horror und Grusel, weder im Film, noch belletristisch, noch was Kostümierungen angeht. Nun aber scheint sich eine Lockerung aufzutun und Grusel, Horror oder Splatter ist kein Muß mehr. Schon bei Heidi Klums jährlichen Halloween-Parties haben einige Gäste seit geraumer Zeit ganz ungruselige Verkleidungen, fiel mir auf. Eigentlich verkleide ich mich auch mal ganz gerne.

Wenn es so weitergeht, finde ich vielleicht doch noch Gefallen am zweiten Kurz-Fasching Ende Oktober. Dann ginge ja auch meine Cleopatra-Verkleidung. Oder was ganz Schlichtes, wie es Katia mal beim Ball der Künstlerinnen gemacht hat. Sie hatte sich als „Sachbearbeiterin“ verkleidet, mit praktischer Kurzhaarfrisur-Perücke, Brille und Bürotasse. Fand ich toll! Dass ich überhaupt mitkriege, dass dieses Halloween ist, liegt überwiegend an der Berichterstattung über Heidis Party. Und gestern war im Bistro, wo ich zum Mittagessen war, eine Girlande, die ausschaute wie lauter geschnitzte Kürbisse und ein paar Monstergesichter dazwischen.

Und zuguterletzt: als ich gestern auf dem Heimweg die Ecke Joachimstraße/Gipsstraße kreuzte, rief ein circa zehnjähriges Mädchen, das wie eine Fee oder Prinzessin verkleidet war, vom Balkon runter: „Wollen Sie Süßigkeiten? Wollen Sie Süßigkeiten? Hier kommen Süßigkeiten!“ Sie hat es allen zugerufen, mit Begeisterung, die Hände voll, bereit, den Süßkram auf die Passanten regnen zu lassen. Sehr süß. Mal kein um Süßigkeiten bettelndes Kind, sondern ein gebe-freudiges. Schöne Entwicklung!