https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Vor dem Abend in Soeht7, wo Katharina – nicht Thalbach – Wackernagel – mit ihrer Mutter, die auch Schauspielerin ist, und einer weiteren, böse Texte las. Das Böse wiederholte sich irgendwann allzu berechenbar, man ahnte, worauf es hinauslaufen würde. Kreislers Tauben vergiften im Park umzudichten auf Männer, und dann so ganz ohne das zugehörige Wienerische, das war auch nicht so überzeugend. Aber Katharina schon. Die Bilder entstanden davor und danach. Wir trafen uns bei Jan, das war gut, weil wir uns zusammenraufen mussten. Sozusagen. Unser Projekt im September in Soeht7, ist mit der einen oder anderen Absprache verbunden, es gibt verabredete Dinge, die ich nicht im Detail hier verhandeln will, aber auch produktive Auseinandersetzungen. Am Ende immer bereichernd, mittendrin mitunter aufgeregt. Ich bin äußerst fixiert, wenn ich eine Absprache getroffen habe. Wenn dann jemand von dem verabredeten Weg abzweigt, oder auch vermeintlich, erwarte ich Erklärungen. Aber das haben wir an dem Abend beiseite getan, weitgehend, und auch befriedet. Ich habe inzwischen einen schönen Artikel für die Fotografie-Zeitschrift Brennpunkt verfasst, mit dem wir beide zufrieden sind. Darin geht es auch um die dreitägige Ausstelllung Anfang September, wo ich meine Visuals zeige, mein „sentimentales Archiv„. Bzw. Teile davon. Alles wäre ja gar nicht möglich, da müsste der Projektor nonstop Tag und Nacht laufen. Ich wähle aus, was mit Jans Sachen korrespondiert, er kommt ja auch in dem einen oder anderen Opus vor. Und Bilder unserer gemeinsamen Streifzüge.

Sicher ist auch noch Platz für anderes. Bei dem was ich mache, ist auch eine gewisse Freiheit da, zu variieren, das ist bei gedruckten und gerahmten Fotografien nicht so ohne weiteres machbar. Ich hatte lange eine gewisse Hemmung, auszustellen, weil ich damit immer zwingend die Idee verbunden habe, man müsste die Fotografien großformatig in höchster Museumsqualität aufwändig gerahmt, hinter edlen Passepartouts an Wände hängen, um das Publikum maximal beeindruckt zu hinterlassen. Das erschien mir aber als das geringere Problem. Eher stand ich vor einer Art Rätsel, nach welchen Kriterien ich auswählen sollte, und was DANACH damit geschehen würde. Wenn es abgehängt wird, da ich nicht so überzeugt war, dass eine Fotografie, die vor allem mir etwas bedeutet, oder jemanden zeigt, der oder die mir nah steht, für jemand anderen in seinem persönlichen Lebensbereich als Dauerzustand relevant sein könnte. Ich habe zwar immer noch mein Atelier in Neukölln, wo ausreichend Platz ist, so etwas zu lagern, aber es käme mir auch wie ein Friedhof vor, mit zu vielen Erinnerungen, die man auch hin und wieder einfach ganz wegpacken möchte. Dort sind einige abgezogene Fotografien, größerformatig. Daher weiß ich, wie das auf mich wirkt. Ich bin extrem empfänglich für stichwortgebende Augenblicke. Mein Gefühlshaushalt ist sehr filigran, ja fragil. Ich sehe zuweilen ein Bild und breche in Tränen aus. Das geht ruckzuck. Insofern ist es für mich eine wunderbare Lösung, Bilder in einem Loop zu zeigen, wo jede Erinnerung nur ein paar Sekunden aufflackert, und so schnell wieder vergangen ist, überlagert wird von dem nächsten Eindruck, dass ich außer Gefahr bin. Den kurzen Moment genieße, ohne in iein tiefes Meer zu fallen und zu sinken. Und ich muss nicht zahllose Bilder rahmen und transportieren und hängen. Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass ich auch dies irgendwann mache, vereinzelt. In Verbiindung mit den bewegten Bildern. Alles im Fluss. Durchaus spannend… die Komfortzone ein Stückchen verlassen.

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